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  • #1

Schwanger um nicht arbeiten zu müssen!

Die Frage hört sich mit Sicherheit für viele provokant an.
Meine Schwester erwartet ihr zweites Kind.
Sie ist nicht verheiratet. Das Zweite ist von einem anderen Mann mit dem sie erst ein halbes Jahr zusammen ist. Sie gibt es zu, von sich aus. Sie möchte in ihrem Beruf nicht mehr arbeiten, ist raus aus dem Job, wie sie sagt. Gibt es wirklich auch andere Frauen, die nur Kinder in die Welt setzen um nicht arbeiten zu müssen? Gerne auch aus Männersicht!
Danke im voraus auf Eure ehrlichen Antworten!
w36
 
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  • #2
"Nicht arbeiten zu müssen" klingt erst einmal sehr unsozial und negativ.

Aber jemand, der Kinder in die Welt setzt, tut etwas Gutes. Sich selbst, der Gesellschaft und hoffentlich auch den Kindern. Insofern kann und sollte man das nicht verurteilen.

Hinzu kommt, dass aufgrund einer Vielzahl von Faktoren das Kinderkriegen sehr viel anstrengender geworden ist als jeder Job. Die Auffassungen von Hygiene im Haushalt und auch am Körper haben sich im Vergleich zu früher radikal geändert: Niemand zieht noch sechs Tage lang die selben Kleider an, verwendet tagelang ein Handtuch oder putzt die Hütte nur einmal im Jahr. Heutzutage sind alle täglich frisch und der Soll-Zustand einer Wohnung eigentlich fast 24/7 picobello.

Dafür gibt es keine Omas mehr und Kinder werden auch nicht mehr zu irgendeiner fernen Tante "in Ferien geschickt", wie das in den 60ern und 70ern noch durchaus üblich war. Heute steht jede Frau in den ersten drei Lebensjahren des Kindes quasi alleine da, denn die Mitarbeit der Väter im Haushalt ist statistisch gesehen absolut zu vernachlässigen.

Darüber hinaus ist der psychische Druck unaufhaltsam gestiegen. Kinder müssen perfekt ernährt, perfekt erzogen werden, sonst ist man eine Rabenmutter, die das Kinderkriegen besser hätte sein lassen.

Ich denke, dass eine Frau, die das Kinderkriegen der Arbeitswelt vorzieht, sich erstens einfach ihren Kinderwunsch erfüllt (den wir normalerweise alle haben, erst recht in dem genannten Alter), und zweitens eventuell zu wenig selbstbewusst ist, zu wenig Zutrauen in ihren eigenen Fähigkeiten hat. Oft wachsen diese dann im Laufe des Lebens als Hausfrau und Mutter (was ja schließlich im Idealfall schon so etwas wie ein erfolgreicher Managerjob ist), sodass die Frau dann später tatsächlich das Bedürfnis bekommt, sich auch in der Arbeitswelt zu beweisen. Denn die Familienarbeit wird ja von niemandem anerkannt, das ist die traurige Wirklichkeit. Man bekommt weder Dank noch Anerkennung für die Maloche (die man ja auch in gewisser Weise gerne auf sich genommen hat). Als Angestellte bekommt man seine Anerkennung auf jeden Fall monatlich ausgezahlt.

Letzteres (die fehlende Anerkennung) verleitet dazu zu denken, dass die Wahl "Kinderkriegen" so etwas wie die billigere Variante des "Arbeitsverhältnisses" ist. Wohlgemerkt, es liegt mir fern, die Hausfrau zu glorifizieren. Die Formulierung "nicht arbeiten zu müssen" ist aber m. E. eine Fehleinschätzung, auch wenn das die Schwangere selbst so einräumt.
 
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  • #3
Ja ich denke, dass gibt es, sogar sehr viel.
Darum müssen sich die Frauen nicht wundern, wenn die Männer gar nicht mehr so doll auf Familie sind.

w/49
 
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  • #4
Es gibt viele Frauen, die so ticken. Solange die Frau einen Mann findet, der sie dabei unterstützt/ihren Plan akzeptiert, ist daran ja nichts auszusetzen. Problematisch wird es nur dann, wenn der Gönner mal wegfällt. Je älter (unattraktiver) die Frau wird und je mehr Kinder sie hat (von anderen Männern) desto weniger Gönner dürften sich finden.
 
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  • #5
@1

Ein wirklich toller gelungener Beitrag, dem nichts zuzufügen ist :) und dem ich voll zustimme..

w,49 mit 3 Kindern die sich, nach der anstrengenden "Kindererziehungsarbeit", mit einer
im Vergleich "leichten" Selbstständigkeit locker ihren Lebensunterhalt verdient.
 
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  • #6
Nun ja, solange sie selbst (auch finanziell) für das 2. Kind auch sorgen kann, ohne auf die Hilfe der Allgemeinheit angewiesen zusein, kann sie Kinder bekommen wie sie möchte. Alles andere wäre asozial.
 
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  • #7
"Nicht arbeiten zu müssen" klingt erst einmal sehr unsozial und negativ.

Aber jemand, der Kinder in die Welt setzt, tut etwas Gutes. Sich selbst, der Gesellschaft und hoffentlich auch den Kindern.
Man täte der Welt Gutes, wenn man keine weiteren Kinder in die Welt setzte, sondern die schon vorhandenen adoptieren würde.
Da wäre es dann auch in Ordnung, wenn man sonst nicht weiter arbeiten würde, schließlich sind Kinder sehr viel Arbeit.
 
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  • #8
Liebe FS


Es gibt solche Frauen, die ödet ihr Büro-Jöbchen einfach nur noch an.
Ehrgeiz gleich null. Mit 25 sind sie schon am Ende ihrer eigenen Berufs-Phantasie wenn sie mit 16 einsteigen mussten.
Den Spruch "Ich will nicht mehr arbeiten müssen sondern von einem Mann versorgt die Familie managen" erfreut sich wieder wachsender Beliebtheit.
Die Infrastrukturen der Familienförderung werden breit ausgebaut und bezuschusst, während die staatlich geförderten Angebote beruflicher Nachqualifikation zusammengekürzt werden.
Bis ein Neugeborenes ordentlich Steuern zahlt vergehen im Schnitt 25-30 Jahre. Es ist eine langfristige Investition deren Gewinne unabsehbar sind.

Als Personaler stelle ich grundsätzlich keine dieser unmotivierten Frauen wie deine Schwester ein. Sie wird es schwer haben wenn die Ehe nicht hält. Viele Frauen hier in diesem Forum betonen ja immer stolz dass ihr Partner einen guten Job hat und ordentlich verdient. Nur wenige malen sich aus was passiert wenn da eine Schieflage eintritt.
 
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  • #9
Wer Kinder bekommt, um nicht arbeiten zu müssen, ist nicht ganz dicht. Kinder bedeuten eine ganze Menge mehr Arbeit als man sich vorher vorstellen kann. Bist Du Dir sicher, dass Deine Schwester sich nicht einfach von Dir provoziert gefühlt hat und Dir deshalb eine schnippische Antwort gegeben hat? Wer schon ein Kind hat, weiß was es bedeutet. Wer nicht arbeiten will, bekommt keine Kinder, sondern sucht sich einen leichten, stressfreien Job. Das Bild von der Hausfrau, die faul zu Hause rumsitzt ist so realitätsfern, insbesondere bei einer Mutter mit bald zwei Kleinkindern, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass Deine Schwester das auch so meint.

Wieso möchtest Du eigentlich unbedingt die Männersicht hören? Frauen können doch selber besser Auskunft über ihre ureigensten Beweggründe geben? Irgendwie finde ich die Fragestellung sehr tendenziös. w 41
 
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  • #10
Man täte der Welt Gutes, wenn man keine weiteren Kinder in die Welt setzte, sondern die schon vorhandenen adoptieren würde.
Alles schön und gut, jedoch gibt es auch Menschen dir ihr "eigen Fleisch und Blut" in den Händen halten möchten.

Ansonsten finde ich Beitrag #1 auch sehr treffend formuliert, aber über eines müssen wir uns auch klar sein: So wichtig Kindererziehung und die Auszeit dafür (meist durch die Frau) auch ist, Rechnungen bezahlen sowie Darlehen abbezahlen kann man davon leider nicht. Das geht eben nur mit der Kohle die dann meist der Mann nach Hause bringt.
 
  • #11
Es gibt (junge) Frauen, die Kinder kriegen als Alternative zu Berufsausbildung und Jobs betrachten.
Also Kind/er groß ziehen, als ihren "Job" ansehen, und dafür vom Kindsvater + ggf. Staat "bezahlt" werden.

Wenn die junge Frau keinen Job hat - mit 21 J. ihr Kindergeld ausläuft - sie zusammen mit ihren Eltern kein "Hartz-4" bekommt - steht sie plötzlich ohne eigenes Einkommen da.

Aber wenn sie dann ein Kind bekommt, dann bekommt sie eigenen Anspruch auf soziale Leistungen, unabhängig von ihren Eltern..
Sowie Unterhaltsanspruch oder -vorschuss. Und für das Kind Unterhalt oder -vorschuss und Kindergeld.
Dann fließt Geld für sie.

Nicht arbeiten müssen: Nur die ersten drei Jahre des Kindes. Dann Möglichkeit Kindergarten, und somit Pflicht, sich um Arbeit zu bemühen und bewerben.
Es sei denn, sie bekäme dann das nächste Kind. Immer so im Abstand von ca. drei Jahren.

Nur Unterschicht ? Ich kannte eine Lehrerin mit vier Kinder von vier Vätern.
 
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  • #13
Mutter sein ist kein Beruf! Vater sein auch nicht. Punkt. - Eltern sein ist allenfalls Hobby.

m
 
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  • #14
Naja - das ist schon etwas falsch ausgedrückt!
Aber sicherlich bekommen viele Frauen dann ein Kind, wenn sie gerade nicht mehr sehr motiviert im Job sind. Da tut ein Perpektivenwechsel ganz gut. Wenn frau sowieso Kinder will, muss sie eben irgendwann den richtigen Zeitpunkt finden und der ist oft dann, wenn es im Job nicht mehr so spannend ist oder man ausgelaugt ist.
Dass diese Frauen deswegen faul sind, fies, berechnend oder sonstwas, würde ich so nicht behaupten, denn ein Kind ist anstrengender als jeder Managerjob, jeder Arztberuf ... zumindest die ersten 2 Jahre.
Allerdings muss man diesen Frauen natürlich dann etwas vorwerfen, wenn sie sich nicht parallel um ihre berufliche Zukunft kümmern und schauen, wie sie den Wiedereinstiegnach 1-spät. 3J. finden.
Früher war es ganz normal, dass Frauen erst mal 10 Jahre zuhause waren, als die Kinder kamen, heute wird man schon nach mehr als 1 Jahr schräg angeguckt, als ob man kurz vor HArtz IV wäre oder faul oder träge. Ist so nicht, aber die Zeiten ändern sich nunmal und wenn man eine einigermaßen gute Ausbildung hat, ist es ja schade, wenn das dann alles jahrelang brach liegt, mal abgesehen davon, dass man als Frau die berufl. Anerkennung ja auch vermisst und kein eigenes Geld hat.
Viele wollen eben sowieso 2 Kinder und bekommen die relativ schnell hintereinander. Wäre ja mein ALbtraum gewesen.
Zuhause arbeiten inkl. Haushalt ist ermüdender und anstrengender als zur Arbeit zu gehen, das hat dann fast etwas von Erholung, weil man sich mal wieder auf EINE Tätigkeit konzentrieren kann im Beruf und nicht dauernd nach halb-getaner Arbeit weggerissen wird. Mich hat die Arbeit zuhause mit Kind fix und fertig gemacht und das, obwohl ich auch schon 36h-Schichten als Ärztin in der Klinik hatte. Aber man hat da 14h-Tage und keiner dankt es einem, man ist die Rund-um-die-Uhr-Bedienstete und der Ehemann sagt frecherweise noch, man hätte es ja zuhause gut und könne sich ausruhen. Ich hätte meinen dafür immer töten können.
Ich habe auch ein Kind bekommen, als ich nicht so recht Lust hatte, so weiterzuackern in der Klinik, brauchte einen Perspektivenwechsel, habe dann aber schnell festgestellt, dass zuhause sein für mich schrecklich ist - geistig unter und körperlich überfordert, Schlafmangel ohne Ende und keine Erwachsenen um mich herum, die auf 3 zählen können. Nun, aber ich wollte sowieso ein Kind, bzw. WIR.
Es gibt aber auch Frauen, die haben Angst vor dem Wiedereinstieg, der auch wirklich schwer ist und ziehen sich dann ganz auf ihre Mutterrolle zurück, trauen sich nichts mehr beruflich zu und bekommen dann lieber noch ein Kind, als wieder arbeiten zu gehen. Das gibts - ja!
 
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  • #15
Ich arbeite an einer Schule mit einem Berufsvorbereitungjahr, also Jugendliche ohne Lehrstelle.
Bei uns bekommen jedes Jahr einige Mädchen ein Kind, einfach weil ihnen die Perspektive fehlt. Natürlich ist ein Kind auch keine Perspektive - aber das wissen sie eben nicht. Sie stellen sich das so einfach vor. Kind bekommen, vom Staat Elterngeld kassieren, jeden Tag mit einem süßen Baby spielen, dass sie von Herzen lieben können und das sie auch bedingungslos liebt.
Wenn das Kind dann in die Kinderkrippe kommt? Das ist noch so lange hin, darüber muss man sich doch noch keinen Kopf machen. Erstmal hat man ein Ziel für die nächsten 2 Jahre. Vielleicht macht man dann ja nochmal ein Kind, dann ist wieder für 2 Jahre ausgesorgt.
Ich hatte auch schon 2 Schülerinnen, deren Kinder nach kurzer Zeit in Pflegefamilien kamen und bald darauf waren sie wieder schwanger.

Schön, dass es Kinder gibt - aber die Schere zwischen Unterschicht und Mittel-/Oberschicht geht immer weiter auseinander.
 
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  • #16
Wieso möchtest Du eigentlich unbedingt die Männersicht hören? Frauen können doch selber besser Auskunft über ihre ureigensten Beweggründe geben? Irgendwie finde ich die Fragestellung sehr tendenziös. w 41
FS hier!
Danke für die vielen Antworten.
Nein, ich habe meine Schwester nicht provoziert. Ich habe sie nur gefragt, ob sie nicht Lust hätte wieder zu arbeiten. Sie hatte einen ganz tollen Arbeitgeber und sie hätte auch noch Chancen dort. Nun ja. Weswegen ich nach der Männermeinung fragte ist: Der neue Freund meiner Schwester gibt keinen mucks von sich. Ich habe keine Ahnung was er denkt. Er wirkt bedrückt, kann aber auch täuschen. Ich liebe meine Schwester und möchte auch nicht schlecht über sie sprechen. Aber ich würde sie gerne etwas in Richtung Selbständigkeit lenken und sie gerne wieder im Job sehen. Nicht böse gemeint!
 
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  • #17
Ich finde Beitrag 1 auch nicht so gut, da es meiner Meinung mehr als genug Menschen auf der Welt gibt. Auch die übertriebenen Anforderungen, die dort geschildert werden, sind sicher in den meisten Fällen nicht die Realität.

Jetzt zur Frage: Ja, es gibt eine gewisse Anzahl von Frauen, die Kinder bekommen, um aus ihren ungeliebten Job auszusteigen und sich nur um die Familie zu kümmern. Dazu benötigt sie einen Mann, der dabei mitspielt und es gibt durchaus Männer, die diese Art von Aufteilung mögen. Soweit das der Fall ist, ist alles OK, da diese Personen mit diesem Modell zurecht kommen müssen. Schlimm wird es meistens, wenn die Familie zerbricht und die Ehefrau feststellt, dass danach der Lebensstandard weit nach unten geht, weil es schwer wird, eine entsprechende Arbeitsstelle zu finden. Da kommen auch häufig das Argument: "Ich habe zurück gesteckt und dem Mann den Rücken frei gehalten". Naja, das ist in meinen Augen eine windelweiche Rechtfertigung.

Es gibt dabei aber noch eine zweite viel üblere Variante. Die gute Frau wird einfach schwanger und erhofft sich, dass der Mann sie heiraten wird. Das klappt dann häufig nicht und hier haben wir nicht selten H4 AE-Mamis, die schauen, über die Runden zu kommen.

Wenn eine Frau das macht, zeugt das von Unreife. Es ist zugegebener Massen schwer, in unserer Gesellschaft ein Kind zu bekommen, wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Was ich bei diesen Frauen auch vermisse ist die Selbstinitiative, sich umzuorientieren und etwas zu arbeiten, was ihnen mehr liegt. Das schafft wesentlich mehr Zufriedenheit und man kann das Kindthema später viel relaxter angehen.
 
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  • #18
Mutter sein ist kein Beruf! Vater sein auch nicht. Punkt. - Eltern sein ist allenfalls Hobby.

m
Na dann such mal ne Nanny, die das kostenlos alles macht! :)
Die ersten Jahre ist es anstrengend wie ein Beruf, man bekommt nur nichts dafür!
Väter bringen sich ja auch heutzutage kaum ein. Das erste Jahr hat man doch keine halbe Stunde für sich, ich kam die ersten Wochen und Monate nicht mal dazu, etwas zu essen, geschweige denn zum Schlafen.
Als Hobby würde ich das nicht bezeichnen, ich sah aus wie ein Zombie, hab mich tagsüber gefühlt wie gegen den Schrank gelaufen und hab meinen Mann beneidet, dass er raus darf aus dem Horrorhaus mit BAby. Das ist langweilig und anstrengend zugleich, zumindest für Frauen, die auf intellektuelle Stimulation und Austausch mit Gleichgesinnten stehen.
Also die ersten Jahre ist es ein unbezahlter Beruf - durchaus.
Aber man kann es verlagern, selber weiterarbeiten und eine Nanny anstellen zusätzlich zur 8-h-Kita. Kostet aber auch Geld und ist teilweise eine Nullnummer, allerdings eine gut investierte. Denn so verliert man den Berufsanschluss nicht völlig.
Aber die Hobby-Aussage macht mich sauer, weil es natürlich schön ist, ein Kind zu haben neben dem ganzen Stress, aber es ist sehr viel Arbeit und die Aussage hört sich an, als ob man Kinder so nebenbei machen könnte...
"Das bisschen Haushalt... sagt mein Mann!"
 
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  • #19
Zu lesen, dass eine Frau ein Kind bekommt, damit sie nicht arbeiten muss. Ehrlich, da muss ich echt lachen. Ich habe vor meinen Kindern viel gearbeitet, und ich betone, dass es der härteste Job von allen ist, wenn man ein Kind zu versorgen hat.

Frauen die solchen Unsinn von sich geben sind meines Erachtens entweder nicht in der Lage abzuschätzen, was es bedeutet: Ein Kind groß zu ziehen und sind sich der Tragweite nicht bewusst.

Bei 2 Kindern wird man zum organisatorischen Multitalent und nicht nur das - die Kreativität steigt und nicht zu vergessen, man kommt als Mutter immer als Letzte dran. Bevor die Kinder nicht versorgt sind, sofern man es meines Erachtens richtig macht, hat man selbst gar nichts mehr, oder nicht mehr viel. Man muss sich einschränken, einstellen und man hat ständig Sorgen und Verantwortung.

Ein Kind hat man sein Leben lang, einen Job kann man kündigen oder sich umschulen, weiterbilden etc.

Nein, ich kann so eine Aussage nicht nachvollziehen, wenn sich jemand mit seinen Kindern und deren Bedürfnisse auseinandersetzt, dann kommt man schnell dahinter, dass ein Kind nicht die absolute Absicherung ist. (40w)
 
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  • #20
Die 70'er sind lange vorbei, inzwischen führen eine Menge Männer ihren Haushalt selber - und was Männer immer vermutet haben hat sich bestätigt, das bisschen Haushalt ist tatsächlich kein Problem, es war nur ein soziales Beschäftigungsprogramm für gelangweilte erwerbslose Frauen.

Nun jammern Frauen der heutigen Generation über 1-2 Kinder, völlig unverständlich in den Augen von Männern von heute, und in den Augen von Frauen der vorletzten Generation, die 4-5 Kinder geboren und großgezogen haben, unter viel schwierigeren Bedingungen als heute, nebenzu gearbeitet haben, und für Jammern keine Zeit hatten. - Wenn eine Frau heute mit 1-2 Kindern überfordert ist, dann kann man darüber nur lachen.

m
 
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  • #21
Wenn eine Frau heute mit 1-2 Kindern überfordert ist, dann kann man darüber nur lachen.

m
Das kann auch nur ein Mann sagen, der sich noch nie um 2 Kinder und einen Haushalt ALLEINE kümmern musste.
Und das Ganze mit "früher" zu vergleichen ist doch Schwachsinn! Früher wuchsen die Kinder auch anders auf, waren mehr sich selbst überlassen, heute wird noch viel mehr von der Kindern verlangt, man muss mehr organisieren und früher waren auch alle Mütter zuhause, so dass sich nachmittags Mütternetzwerke ergaben und die Kinder bis abends beschäftigt waren, mal hier mal da. Ansonsten hatten Frauen auch "früher" einen Knochenjob. Und einen Haushalt für sich alleine zu haben ist ein Witz, nicht zu vergleichen mit einer Familie, wo Du jeden Tag 2-3 Tüten einkaufen musst, kochen, putzen, waschen, Kinder hier und dorthin fahren, Verabredungen der Kinder mit-organisieren und dann will der Mann noch seine gebügelten Hemden, sein Essen abends, das kann das Frauchen ja machen, denn die arbeitet ja "nur" in Teilzeit.
Ich arbeite als Ärztin, das ist aber was ganz Anderes als die Arbeit zuhause, mal abegesehen von der Anerkennung, die ich dafür bekomme.
Ich habe jeden Abend erst um 20-21 Uhr Feierabend, mal etwas Zeit für mich (oder für die Wäsche), ich kann auch bei dem schönen Wetter nicht abends raus und mit Freunden was trinken gehen (klar für 30 Euro Babysitter schon), ich hetzte nach der Arbeit (ist ja NUR von 7 bis 2) nach Hause, kaufe ein, mach den Haushalt, hol um 4 die Kinder ab und dann geht die Arbeit gleich weiter. Und das tagaus tagein ohne Pause. Am WE kann ich natürlich auch nur bis halb 7 schlafen, dann sind die Kids wach.
Wenn ich so einen Blödsinn höre, dass Haushalt, Familie versorgen und 2 Kinder nicht anstrengend sein soll, krieg ich wirklich die Krise, aber die schlausten Kapitäne stehen ja immer an Land!
 
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  • #22
Nun jammern Frauen der heutigen Generation über 1-2 Kinder, völlig unverständlich in den Augen von Männern von heute, und in den Augen von Frauen der vorletzten Generation, die 4-5 Kinder geboren und großgezogen haben, unter viel schwierigeren Bedingungen als heute, nebenzu gearbeitet haben, und für Jammern keine Zeit hatten. - Wenn eine Frau heute mit 1-2 Kindern überfordert ist, dann kann man darüber nur lachen.

m
Ja, vollkommen unverständlich in den Augen von Männern jammern heute Frauen mit 1 bis 2 Kindern. Das ist mir vollkommen klar. In Anbetracht dessen, dass die meisten Männer ja trotz ihrer Kinder ihr Leben weiter leben, als wäre nichts passiert und das bisschen Haushalt für 1 Person *lächel* war auch nie ein Problem. Wir sprechen hier von einem Mehr-Personen-Haushalt, also eine Familie mit 2 Kindern, Vater und Mutter. Die Mütter sind zumeist erwerbstätig und organisieren zwischen Arbeit, Kindererziehung, Kinderbetreuung noch sämtliche finanzielle Bürokratie udgl. Arzttermine die organisiert und eingehalten werden müssen, machen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis zu 100% die Frauen.

Früher lebten Familien meistens unter einem Dach, die Kinder spielten mit den Nachbarskindern, heute gibt es keine Nachbarskinder mehr, es wird empfohlen die Kinder in Vereinen unterzubringen, um die soziale Kompetenzen zu fördern. Früher haben sich Großeltern, Tanten, Onkel udgl in die Familie eingebraucht und die Kinder mit erzogen.

Es ist ein großer Unterschied zwischen den 70èrn und dem Jahre 2013. Die versprochenen Betreuungseinrichtungen gleichen einem Lotto-Jackpot, wenn man sein Kind unterbringen möchte, heißt das noch lange nicht, dass man einen Platz bekommt. Das Geld für eine Nanny hat nun mal nicht jeder und alle machen das - weil ihnen allzu langweilig ist.

Ein Mann der einen Staubsauger freiwillig in die Hand nimmt, sofern er in einer Beziehung lebt, ist ein Fossil.

Es wird immer einen Unterschied geben, inwieweit sich jemand einbringt und seine Kinder groß zieht. Da gibt es sehr große Unterschiede, wobei Geld nicht immer ausschlaggebend ist.
 
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  • #23
Ich sehe es wie #19. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, dann war das so: Einzelkind, Vater Alleinverdiener, Mutter Hausfrau, Ein-Familienhaus in der Einöde. Der Tagesablauf meiner Mutter sah so aus: Bis 10.30 Uhr schlafen, dann ein bisschen Haushalt und Mittagessen kochen, Mittagschlaf von 13 Uhr bis 16 Uhr, dann einkaufen, Gartenarbeit, bügeln bis ca. 18 Uhr. Haus und Garten sahen trotzdem immer vernünftig aus. Meine Omas hingegen haben 2 bzw. 3 Kinder großgezogen, dabei Vollzeit in ihren Geschäften gearbeitet und auch noch den Haushalt geschmissen. Trotzdem ist aus deren Kindern ebenfalls etwas Vernünftiges geworden. Daher ist das Gerede von vielen Hausfrauen über ihren so vollen Tagesablauf meiner Meinung nach Jammerei auf hohem Niveau. Viele sind vermutlich auch so lange aus dem Berufsleben raus, dass sie vergessen haben, was es heißt, Vollzeit arbeiten zu gehen und nebenbei den Haushalt zu machen, statt den ganzen Tag für den Haushalt Zeit und eine freie Zeiteinteilung zu haben. Und einige sind auch dem Perfektionismus verfallen und meinen, eine schlechte Hausfrau zu sein, wenn mal ein Staubkörnchen in einer Ecke liegen bleibt.

#20: Die Art, wie ihr eure Kinder großzieht, klingt für mich nicht nach Partnerschaft, sondern nach einer macht alles und der andere zu Hause nur Dreck und noch mehr Arbeit für den, der alles macht. Wenn man sich als Paar entscheidet, Kinder zu bekommen, sollte die Arbeit, die dadurch entsteht, auch auf beide verteilt sein, alles andere ist unpartnerschaftlich. Abgesehen davon glaube ich, dass du verlernt hast, auch mal Fünfe gerade sein zu lassen und dir auch mal eine Auszeit zu gönnen.

Und zur Ausgangsfrage: Ich glaube, dass es heutzutage gehäufter auftritt, dass Frauen Kinder bekommen, um nicht arbeiten zu müssen, als es früher der Fall war. Früher gehörten Kinder einfach zum Leben dazu und waren nicht der einzige Lebensinhalt ihrer Mütter. Wenn die Familie etwas zu essen auf dem Tisch haben wollte, mussten oftmals beide Eltern ran, um ausreichend Geld dafür verdienen zu können. Heutzutage hingegen nehmen die Hartz IV-Mütter die Kinder als Legitimation, um weitere 3 Jahre die Füsse stillhalten zu können und viele arbeitende Frauen mit Partner verlassen sich darauf, dass der Partner ja ein gutes Gehalt hat und die Familie versorgen kann, statt über die Konsequenzen des Zu-Hause-Bleibens für ihre berufliche Zukunft und ihre finanzielle Unabhängigkeit nachzudenken.

w
 
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  • #24
Natürlich gibt es solche Frauen in Massen. Sie haben sich lustlos durch die Schule gequält, einen niedrigen Schulabschluss oder auch gar keinen gemacht, vielleicht noch eine stressfreie Lehre und festgestellt, dass eine Vierzigstundenwoche ihnen schon zu anstrengend ist. Dann suchen sie die Alternative und setzen ein Kind oder mehrere in die Welt. Das Ergebnis ist, dass die Allgemeinheit oder ein Mann sie "durchzieht". Das Problem ist, dass gerade solche Frauen den Kindern nichts Sinnvolles mit auf den Weg geben, sondern ihre Faulheit als Lebensmodell vorleben und es immer noch Leute gibt, die Muttersein einem Beruf gleichstellen. Dabei wird vergessen, dass es viele Frauen und Männer gibt, die gerade im Interesse ihrer Kinder einen Beruf ausüben und ihre Kinder wunderbar erziehen. Die finanzieren die Faultiere noch mit.
 
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  • #25
In der sozialen Unterschicht wird gerne mal ein KInd bekommen um "nicht arbeiten" zu müssen.
Ich habe eine Bekannte, die mit 2 Kids von Hartz4 lebt und so ein Spruch kam auch schon:" Vielleicht kriege ich noch ein 3. Kind, dann lässt mich das Jobcenter in Ruhe."
Sie wäre mit ihren beiden Kindern und einer Arbeit völlig überfordert.
Das Jobcenter meint aber, dass sie vormittags zusätzlich arbeiten gehen kann.
Gucken, was passiert.
Und früher arbeitete ich in einem Hartz4-Viertel als Mädchen für alles
Da hörte ich die Aussage auch: "Och, da kriege ich lieber noch ein Kind als arbeiten zu müssen."

Nun ja, schön und gut, dass es noch Leute gibt, die Kinder bekommen. Aber bei den Herrschaften, die ich beschrieben haben, fürchte ich, dass die Kinder den Intellekt ihrer Erzeuger bekommen und selber als Hartz4 enden.

Ich wuchs so auf, dass Mama mit 2 Kindern zu Hause war und Vati arbeiten ging, aber selber würde ich nie so leben wollen. Kinder engen doch ganz schön ein! dann lieber Arbeit! W, Ü40
 
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  • #26
Gibt es wirklich auch andere Frauen, die nur Kinder in die Welt setzen um nicht arbeiten zu müssen?
Ja, ich kenne 2 von der Sorte.
Bei beiden frage ich mich, was sie machen wollen, wenn die Kinder aus dem Haus sind und sie dann nach so vielen Jahren gar nicht mehr wieder rein kommen in den Job.
Aushilfsjobs? Hartz4?

Die eine ist nichtmal verheiratet, hat auch das zweite Kind, verschiedene Väter. Wurde auch letztes Jahr schwanger nach kurzer Beziehung (wurde ja auch Zeit, das andere Kind ist schon 12).
Sie ist Mitte 30.

Die andere hat zumindest erstmal den Mann zum heiraten gesucht und gefunden. Sie ist 28 und erzählt mir schon seit Jahren, dass sie auf ihren Job keine Lust mehr hat und lieber ein Familie gründen und dann nur noch Mutter sein möchte.
 
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  • #27
In der sozialen Unterschicht wird gerne mal ein KInd bekommen um "nicht arbeiten" zu müssen.
I
Das geht durch alle Schichten - solche Hartz4 Sprüche stammen meist von, durch die Massenmedien verblendeten Leuten, bei denen man Niveau, Verstand und emotionale Intelligenz vergebens sucht.
Sorry, aber solche Sprüche gehen ja mal garnicht - erst denken, dann schreiben.

Gerade hier im "Elite" - Forum liest man doch zu genüge von Frauen, deren einzigster Lebensinhalt ein Kind (oder gleich mehrere) ist. Solche Damen denken dann natürlich auch daran, den Haushalt neu zu erfinden, und das kann dann schon Tagfüllend sein ^^

Auch schön, dass eine Hartz4 lerin nur Faul und assozial ist, wenn sie Kinder bekommt und sonst nichts, aber bei den Damen der "Oberschicht" das ganze dann "ich leite ein kleines Familienunternehmen" (+ *Zahnpastalächlen) heißt...

Wenn das ganze für BEIDE Partner ok ist, dann ist das super, wenn nicht, dann jammert man auf sehr hohem Niveau

M32
 
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  • #28
Ich bin überzeugt, dass sehr viele Frauen auch heute noch sehr gerne hauptberuflich Hausfrau und Mutter wären, wenn sie nicht Angst vor der finanziellen Abhängigkeit und einer eventuellen Scheidung hätten. Gerade jetzt mit dem reformierten Unterhaltsrecht.
Und keinesfalls haben nur Unterschichten-Mütter solche Vorstellungen, ich kenne genügend Frauen mit einem reichen Mann, die früher mal studiert haben, aber seit Jahren nicht mehr arbeiten. Sie sehen sich ganz als Mutter, die für ihre Kinder da sein will. Und der Mann bringt ja genügend Geld heim.
 
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  • #29
Die andere hat zumindest erstmal den Mann zum heiraten gesucht und gefunden. Sie ist 28 und erzählt mir schon seit Jahren, dass sie auf ihren Job keine Lust mehr hat und lieber ein Familie gründen und dann nur noch Mutter sein möchte.
Ja, und? Wenn ihr Mann damit einverstanden ist, dann finde ich das in Ordnung.
Mein Bruder und meine Schwägerin leben auch so. Er könnte in seinem Beruf als Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens niemals so erfolgreich sein, wenn seine Frau ihm nicht mit Haushalt, Kind und allem, was dazugehört, des Rücken freihalten würde. Das weiss er auch, genauso wie sie.
 
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  • #30
Das geht durch alle Schichten - solche Hartz4 Sprüche stammen meist von, durch die Massenmedien verblendeten Leuten, bei denen man Niveau, Verstand und emotionale Intelligenz vergebens sucht.
Sorry, aber solche Sprüche gehen ja mal garnicht - erst denken, dann schreiben.

Gerade hier im "Elite" - Forum liest man doch zu genüge von Frauen, deren einzigster Lebensinhalt ein Kind (oder gleich mehrere) ist. Solche Damen denken dann natürlich auch daran, den Haushalt neu zu erfinden, und das kann dann schon Tagfüllend sein ^^

Auch schön, dass eine Hartz4 lerin nur Faul und assozial ist, wenn sie Kinder bekommt und sonst nichts, aber bei den Damen der "Oberschicht" das ganze dann "ich leite ein kleines Familienunternehmen" (+ *Zahnpastalächlen) heißt...

Wenn das ganze für BEIDE Partner ok ist, dann ist das super, wenn nicht, dann jammert man auf sehr hohem Niveau

M32
Ich habe 10 Jahre in einem Hartz4 Viertel gearbeitet. Die jungen Mütter mit ihren meist auch arbeitslosen Männern, oder ohne Männer, hockten den ganzen Tag zu Hause rum und hatten mit 23 schon 3 Kinder. Die Aussage nicht arbeiten zu müssen, wenn sie noch ein 4. Kind bekommen, stammt original von just diesen Damen.
Mein Niveau, meine Intelligenz, meinen Verstand habe ich dazu genutzt diesen Leuten klar zu machen, dass Müll in die Mülltonne gehört, in den Häusern nicht randaliert wird und man ein nagelneues Kinderfahrrad mit Plattfuss (bezahlt vom Steuerzahler) auch flicken kann anstatt es kaputt zu treten und einfach irgendwo liegen zu lassen.
Selbst eine Bekannte äusserte sich neulich: Ich sollte noch ein 3 Kind bekommen, damit ich vom Jobcenter in Frieden gelassen werde. Sie hat schon kein Geld für ihre beiden Kinder, und viel von ihr lernen können die auch nicht, weil sie nicht gerade die Schlaue ist.
Prügeln können sich ihre KInder mittlerweile sehr gut :-/
Also, ich war/ bin mittendrin, und dafür brauche ich die Medien nicht.
Menschen mit Intelligenz, Niveau und Verstand setzen nicht einfach zig Kinder in die Welt, lassen sie vom Steuerzahler durchfüttern und sitzen zu Hause rum und tun nur das Nötigste.

Bei Ehepaaren, wo einer arbeitet und der andere den Job erstmal wegen kleinen Kindern unterbricht, würde ich mich hüten etwas zu sagen!
 
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