• #1

Schnüffeln erlaubt! Berechtigt oder ein Tabu?

Schnüffeln erlaubt! Berechtigt oder ein Tabu?

Oder auch:Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser! Was meint ihr?
 
G

Gast

  • #2
Nein! Wenn ich jemanden dabei erwische, dass er schnüffelt, kann derjenige gehen. Ich schnüffel auch nicht! Sollten bei mir oder bei ihm jedoch vertrauliche Dinge offen herumliegen, sollte man sich auch nicht beschweren, wenn der andere sie liest.
 
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Gast

  • #3
Mal eine ganz provozierende Meinung: Da man sich beim Internetdating auf die Aussagen des Anderen verlassen muss, ist es eher ein Zeichen von Desinteresse, wenn die möglichen Kontrollmittel (z. B. Internet) nicht genutzt werden. Schließlich würde man sich bei Interesse im Bekanntenkreis ja auch über den möglichen Partner erkundigen. Allerdings muss sich das Schnüffeln im Rahmen halten. Ausspionieren geht gar nicht. Auf jeden Fall muss man dem Anderen die Möglichkeit geben, zu eventuellen Vorwürfen Stellung zu nehmen - ohne Offenheit und Vertrauen ist schließlich eine Partnerschaft auf Dauer nicht möglich.
 
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Gast

  • #4
Ich habe es ganz früher mal gemacht. Mit dem Mann war ich 7 Jahre zusammen. Ich habe den Fehler gemacht, das ich zu oft gesagt habe, dann soll er sich doch eine andere suchen, wenn ihm das nicht paßt. Habe dann mal instinktive geschnüffelt und dabei festgestellt, das er möglicherweise Vater wird, nach einem Brief in einer Schublade. War später aber nichts. Das war allerdings in der Anfangsphase und eigentlich auch vor mir. Die andere Geschichte wo ich so ein leichtes Gefühl hatte, das da was ist, hat er mir nach unser Trennung mal gestanden. Das hat mich dann aber nicht weiter gestört. Hätte ich ihm aber eigentich nicht zugetraut.

Manchmal ist es aber auch ein Selbstschutz, warum Mann/Frau das machen würde. Sicher ist es auch ein kleiner Vertrauensbruch. Ist glaube ich Gefühlssache.

Umgekehrt hatte ich jemanden von der Polizei kennengelernt. Da wird dann aber auch geschaut, ob irgendwas vorliegt.
 
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Gast

  • #5
vetrauen ist doch die basis einer beziehung, von daher finde ich schnüffeln völlig überflüssig. sollte sich der andere aber eigenartig benehmen, z.b. wenn er nie das handy angeschaltet liegen lässt oder andersweitig etwas zu verbergen scheint, würde ich mich natürlich nach dem grund erkundigen. nur wenn ich ich der meinung wäre, dass wirklich etwas nicht stimmt, ich möglicherweise betrogen werde o.ä. würde ich schnüffeln. immer 100%ig zu vertrauen kann ja auch naiv sein. aber im endeffekt merkt man ja, ob die beziehung stimmig ist oder nicht.
 
  • #6
Dieses Thema haben wir vor kurzem hier besprochen:

http://www.elitepartner.de/forum/unter-welchen-umstaenden-wuerdet-ihr-euren-partner-ausspionieren.html
 
  • #7
Der Link aus #5 sollte erst einmal gelesen und ggf. reaktiviert werden.

Meine Meinung in Kurzfassung:
1) Es sollte möglichst überhaupt wenig Geheimnisse und Tabuzonen geben, dann kann es auch kaum Schnüffeln geben, weil ja alles offen ist. Je weniger man dem Partner verheimlicht und je weniger Tabuzonen man errichtet, desto weniger können verletzt werden.

2) Ohne Verdachtsmomente seinem Partner hinterherzuschnüffeln ist meist ein Zeichen der eigenen Verkorkstheit. Warum ist man unsicher? In einer gesunden und intakten Partnerschaft sollte es dazu einfach keinen Grund geben. Kommunikation, Offenheit und Ehrlichkeit sind die Grundfeste einer solchen erfolgreichen Beziehung.

3) Mit konkreten Verdachtsmomenten auf Fremdgehen darf und muss man aus Eigenschutz alles unternehmen um sicherzugehen, sonst zermürbt und gefährdert es einen selbst.
 
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Gast

  • #8
Tabu
 
R

Rene_40

  • #9
Geht garnicht. Jeder hat das recht auf einen bereich, der nur ihm oder ihr gehört. dazu gehört das eMail-Konto, das Handy, die Post.
Rene
7E1E951E
 
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Gast

  • #10
zico,m
...das geht garnicht,damit wäre die Beziehung für mich beendet.
 
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Gast

  • #11
Tja, ich habe das auch gemacht, und leider nur Volltreffer gefunden. Als ich das letzte Mal ein dummes Gefühl hatte, musste ich feststellen, dass er mich mit einer Nutte betrogen hat. Vielen Dank auch! Leider hat mich mein Gefühl noch nie getrogen - naja, so könnte ich mir die Schnüffelei ja auch sparen, weil ich ja im Vorhinein schon weiss, dass es wahr ist ...

Ich finde, wenn man ein 'dummes' Gefühl hat, sollte man es tun.
 
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Gast

  • #12
Ich vertraue, erwarte aber auch, dass mir vertraut wird.

Falls ich merke, dass meine Partnerin mir nachschnüffelt wäre das ein Grund gemeinsam an der Beziehung zu arbeiten. Man kann ja der Ursache auf den Grund gehen und diese beseitigen bzw. Ihr helfen an ihrem Vertrauen arbeiten.
 
G

Gast

  • #13
Es ist unglaublich mühsam, wenn man beschnüffelt wird und das merkt und vielleicht auch noch generelle Eifersucht vom Partner dazu kommt.
Ok, der andere hat Angst und will einen nicht verlieren, aber wenn man treu ist und dieses Misstrauen gar nicht verdient?

Mein Gedanke: sicherlich kann man rigoros handeln und sich trennen. Aber eigentlich geht es um den unsicheren Partner - der braucht im Grunde Unterstützung um das in den Griff zu bekommen. In welcher Form auch immer.
 
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Gast

  • #14
Wirkliches Schnüffeln ist für mich ein NoGo!

Viele Beziehungen scheitern auf längere Sicht auch daran, dass den Partnern eben keine eigene Privatsphäre mehr bleibt. Wichtig ist, dass rote Linien bekannt sind und auch eingehalten werden. Aber routinemäßiges Schnüffeln oder Verhören ist unglaublich stressig und zerrüttend.
Irgendwann knallt es dann.

Wer von Anfang an zweifelt oder ein Kontrollfreak ist, wird immer zweifeln.
 
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Gast

  • #15
Schnüffeln bei berechtigtem Verdacht ist erlaubt und ein Muss, um sich selbst zu schützen. Ich habe immer Volltreffer gelandet, wenn ich spioniert habe und sehe daran nichts schlimmes. Wer mich einmal betrügt oder dies monatelang macht, darf sich doch nicht aufregen, wenn ich es herausfinde. Was ist denn schlimmer? Immer diese falsche Moral.
 
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Gast

  • #16
Treue ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Wer nicht direkt fragen will, ob der andere das auch so sieht, kann ja die unverfänglichere Frage stellen, wie er/sie es in der vorherigen Beziehung gehalten hat. Stellt sich dann heraus, daß jeder von beiden seine strikte Treue überzeugend vertritt, gilt fortan das Vertrauensprinzip, und fertig. Kontrolle hieße zweifeln, in diesem Fall am Wort des anderen. Der Beziehung wäre damit dann etwas Wesentliches entzogen.
 
  • #17
Schnüffeln bei berechtigtem Verdacht ist erlaubt und ein Muss, um sich selbst zu schützen. Ich habe immer Volltreffer gelandet, wenn ich spioniert habe und sehe daran nichts schlimmes. Wer mich einmal betrügt oder dies monatelang macht, darf sich doch nicht aufregen, wenn ich es herausfinde. Was ist denn schlimmer? Immer diese falsche Moral.
Wie kann man nur so tief sinken. Kein Mann in meinem Leben hat es geschafft, dass ich ein derart erniedrigendes Verhalten an den Tag lege. In dem Moment wo ich schnüffeln will, weiß ich doch , dass in der Beziehung was faul ist. Da muß ich doch nicht noch ein derart primitives Verhalten an den Tag legen. Schnüffeln ist ein absolutes NOGO. w51
 
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Gast

  • #18
Der Lauscher an der Wand hört seine eigene Schand. (AltesSprichwort)
Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. (Weniger altes Sprichwort)
 
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Gast

  • #19
Schnüffeln gahrt GAR NICHT. Das ist echt das Letzte. Eine Beziehung besteht immer noch aus ZWEI einzelnen Individuen. Und jedes dieser Individuen hat das Recht auf Persönliches - auf einen Rückzugsraum, auf eigene Gedanken, Post usw. Man muß drauf vertrauen können, daß dieser Rückzugsraum nicht verletzt wird - erst recht nicht vom eigenen Partner. Anderenfalls ist das ein Trennungsgrund.
 
  • #20
Wer begründeten Verdacht hat, dass der Partner betrügt, darf guten Gewissens schnüffeln.
Leider wird ja dann auch etwas gefunden!

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. So mancher Gutgläubige wird nach Strich und Faden betrogen, und nach Aufdeckung der Lügen auch noch beschuldigt, durch fehlendes Vertrauen das Ende der Beziehung verursacht zu haben.

Wer jedoch grundlos schnüffelt, schämt sich hoffentlich...
 
G

Gast

  • #21
Schnüffeln gahrt GAR NICHT. Das ist echt das Letzte. Eine Beziehung besteht immer noch aus ZWEI einzelnen Individuen. Und jedes dieser Individuen hat das Recht auf Persönliches - auf einen Rückzugsraum, auf eigene Gedanken, Post usw. Man muß drauf vertrauen können, daß dieser Rückzugsraum nicht verletzt wird - erst recht nicht vom eigenen Partner. Anderenfalls ist das ein Trennungsgrund.
Der Partner hat aber auch das Recht darauf zu erfahren, ob er betrogen wird, um die für ihn geeigneten Konsequenzen zu ziehen - sprich Trennung.
Wie soll er es aber ohne Schnüffeln herausfinden? Vertrauen ist ja schön und gut, aber wenn man plötzlich berechtigte Zweifel hat? Soll man weiterhin als Dummchen an seiner Seite leben? Oder soll man sich trennen, ohne wirkliche Gewissheit zu haben, um sich dann jahrelang zu fragen, ob er vielleicht doch treu war?
Ich glaube solche scheinheiligen Antworten geben hier nur Leute die nie betrogen wurden. Wenn einem das mit vielen Partnern passiert ist, wird man vorsichtig, erst recht wenn es Partner waren, von denen man es nie im Leben gedacht hätte.
 
  • #22
Nein, Schnüffeln ist nicht akzeptabel.

Und die, die es für erlaubt halten, argumentieren ähnlich Schnüffelstaaten: Wer nichts zu verbergen habe, der brauche ja wohl auch keine Angst vor dem Bundestrojaner, Telefonüberwachungen, Nummernschilderkennung, Gesichtserkennung, Handyortung, endlose Datenspeicherung etc. haben.

Selbst diese Gutmenschen würden die Nerven verlieren, wenn sie routinemäßig fünf Mal täglich in eine Polizeikontrolle kämen und jedes Mal ihre Taschen ausleeren müssten, ob da nicht vielleicht illegale Drogen oder Waffen drin sind; via Satellit täglich eine Blackbox im Auto ausgelesen würde, die besagt, dass gestern innerorts 51 statt 50 km/h gefahren wurde; plötzlich die Internetverbindung langsamer wird, weil das BKA nur mal schnell nebenbei die tägliche Datenabsaugung der Rechnerinhalte macht etc.

Sowas im übertragenen Sinne im eigenen Haus als eigenen Partner zu haben, mit dem Argument - "Wenn Du keinen Dreck am Stecken hast, dann kannst Du mir ja wohl auch alles transparent machen! Und wenn Du es nicht von selber tust, dann verschaffe ich mir die Transparenz halt mit meinen Mitteln, schließlich bin ich als Partner ja wohl dazu befugt!"
Diese Orwell'sche Vision bräuchte ich in meinem Privatleben wirklich nicht und da hätte ich heutzutage (noch) die Möglichkeit, das via umgehenden Rausschmiss zu unterbinden.

Glücklicherweise habe ich ein Händchen dafür, gar nicht erst an derart übergriffige Partner zu geraten. Zumindest die letzten 25 Jahre nicht mehr.
 
G

Gast

  • #23
Der Partner hat aber auch das Recht darauf zu erfahren, ob er betrogen wird
Da bin ich anderer Meinung. Eine Partnerschaft fußt nicht auf gegenseitiger Offenlegung und Kontrolle, sondern auf Vertrauen. Zum Beispiel in das gesprochene Wort. Wer das für zu unsicher hält, darf eben keine Partnerschaft eingehen. Er oder sie kann sich dann ja von Affäre zu Affäre hangeln, wo jegliche Treueverpflichtung fehlt gibt es auch keinen Treuebruch.
 
G

Gast

  • #24
Mein Partner und ich sind beide in den letzten Beziehungen betrogen worden (trotz Liebesschwüren und und und) - deswegen haben iwr uns völlige Offenheit gegeben. Er kann jederzeit mein Handy nehmen und esen, er kennt mein e-mailpasswort usw. - und ich andersrum genauso.

Aber: er hat mir noch keinen Grund zur Eifersucht gegeben und ich habe es nicht getan. Wir fühlen uns wohl damit, Eifersucht ist einfach kein Thema, weil wir unser Vertrauen und unsere Aufrichtigkeit täglich leben.
Ich fühle ich nicht so, als ob ich keinen Bereich für mich hätte: den habe ich. Ich verberge aber auch nichts ;)

Für UNS funktioniert das gut und ist kein Schnüffeln.
 
G

Gast

  • #25
Wer begründeten Verdacht hat, dass der Partner betrügt, darf guten Gewissens schnüffeln.
Das hört sich theoretisch plausibel an und viele Schnüffler argumentieren mit diesem "begründeten Verdacht". Aber wie sieht der denn nun ganz konkret aus? Lippenstift auf dem Hemdkragen? Flüstern am Handy?

Ich bin absolut treu. Wenn ich meinen Partner beim Schnüffeln erwischen würde. wäre das aber das Ende unserer Beziehung. Weil ER mir das Vertrauen und damit die Basis der Beziehung entzieht. So einfach ist das für mich! Wenn mein Partner einen "begründeten Verdacht" gegen mich hat, soll er mit mir darüber sprechen und nicht heimlich rumschnüffeln.

Denn natürlich kommt bei dem Schnüffeln dann -selffullfilling prophecy- der nächste obskure Verdacht auf. Welcher Schnüffler würde denn zugeben, dass sein Verdacht substanzlos ist? Er ist doch eher überzeugt, er habe nur noch nicht gründlich genug gesucht und deshalb noch nichts gefunden. So wird aus einer Begebenheit, die sich durch einfaches Ansprechen ganz leicht klären liesse dann das Ende der Beziehung...

Ich würde niemals meinem Partner hinterherspionieren. Aber ich gehe auch nach dem Motto in Beziehungen, dass ich es eh nicht verhindern kann, wenn mein Partner mich betrügen will.

w, 51
 
  • #26
Ich würde niemals meinem Partner hinterherspionieren. Aber ich gehe auch nach dem Motto in Beziehungen, dass ich es eh nicht verhindern kann, wenn mein Partner mich betrügen will.

w, 51

Tatsache ist leider, dass nach Strich und Faden fremd gegangen wird, überall, auch in Beziehungen, in denen man sich ach- so- vertraut. Deshalb hast du natürlich Recht, dass die Schnüffelei selten das Fremdgehen verhindert.
Ich persönlich möchte aber nicht (mehr) die Dumme sein, die als Letzte erfährt, was die Spatzen schon längst von den Dächern pfeifen!

"Du hast geschnüffelt, deshalb beende ich unsere Beziehung" halte ich für pure Heuchelei potentieller Fremdgänger. Da ist eben doch meistens bereits eine dritte Person im Spiel, oder der Wunsch danach. Man möchte sich ein Türchen offen halten, für alle Fälle... Der beklagte "Vertrauensbruch" ist dann nur der Auslöser für das, was sowieso passiert wäre: Die Trennung.
 
G

Gast

  • #27
Nein, schnüffeln tut man nicht! Und wer das immer noch nicht blickt, dem erzähl ich mal was.

Sicher ist jeder mal neugierig (ich wurde selbst schon fies betrogen), aber ich habe meine Einstellung zum Schnüffeln eines Tages geändert, als ich selbst einen männlichen Kandidaten hatte, der - sobald die Wohnungstür ins Schloß fiel - meine komplette Wohnung auf den Kopf stellte oder auch im Beisein keinen Hehl draus machte, Schubladen und Taschen nach "Neuigkeiten" zu durchforsten! Und das Beste - grundlos!

Nicht, dass ich was zu verbergen hätte (ich bin ehrlich und treu), aber man hat doch sehr wohl auch intime/peinliche Dinge herumliegen.

Wenn ich mir vorstelle, mein Parter schnüffelt in meinen Tagebüchern, schnuppert an meiner dreckigen Wäsche, schaut, was ich die Woche über in den Müll geschmissen und gegessen habe, einfach aus Neugiersdrang alles vom Partner erkunden und wissen zu wollen, schaut in Schubladen, wieviel Geld ich noch liegen habe, für was ich Geld ausgebe, liest meine Kontoauszüge, Briefe, Verträge, Sparbücher und berufliche Unterlagen, um mir dann für irgendwas, das ihm nicht passt, eine Standpauke zu halten, begrabscht meine Kleiderschränken nach Sexspielzeugen,... Alles schon erlebt und alles recht ungenehm gewesen. Ich will einen Partner und keine zweite Mutter - sonst hätte man auch daheim bleiben können, wenn man so kontrolliert werden will.

Ich muss mir ja wohl nicht sagen lassen, wie ich mein Leben zu führen habe, für was ich Geld ausgebe, ich muss auch nicht um Erlaubnis bitten, wenn ich mit jemanden schreiben oder telefonieren will, denn ich bin kein kleines Kind. Ich würde sogar sagen, Männer sind da viel übler unterwegs als Frauen, wenns ums suchen, finden, kontrollieren und bestimmen geht. Vor allem machen es Männer nicht geschickt und heimlich, sondern ziemlich auffällig und aggressiv.

Mein Partner bekommt weder Passwörter noch Totalzugriff auf Pc und Handy. Vielleicht gerät man mal an einen Kerl, der einem das Bankkonto leer läumt und wenn ich mit meinen Leuten über irgendwas plaudere per Email, dann muß das auch nicht alles der Partner wissen.

Geheimnisse bewahren die Spannung in einer Beziehung, davon bin ich überzeugt und das hat sich tausendfach so bewährt.

Außerdem gehe ich auch mit der Meinung konform - wenn mein Partner mich betrügen will, dann tut er es so oder so. Da ich schon betrogen wurde, sehe ich das mittlerweile etwas locker. Man kann keinen Menschen aufhalten oder gewaltsam an sich binden. Eher würde ich sogar sagen, werden genau die Leute betrogen, die so anhänglich sind und alles kontrollieren wollen! Denn sowas macht unattraktiv und ist lästig!

Ich wundere mich doch schwer über die Naiviät meiner Mitgenosinnen! Jedesfalls habe ich das Schnüffeln aufgegeben. Es zeugt doch eher von Minderwertigkeitsdrang, wenn man sowas macht.
Ein selbstbewußter Mensch hat es gar nicht nötig, sich für Dinge anderer so derart zu interressieren.

w/30
 
G

Gast

  • #28
bei berechtigtem Zweifel an der Treue des Partners ist meiner Meinung nach Schnüffeln o.k.
Denn Verarschen kann ich mich auch allein. Da will man ja wissen wo man steht. Ob man nur noch der sichere (finanzielle) Hafen ist, oder ob man auch noch geliebt wird.

Man kann natürlich auch nicht schnüffeln, und dann aus allen Wolken fallen, wenn man sozusagen von heute auf morgen verlassen wird. Am besten, nachdem der Partner alles schön vorbereitet hat, Konten abgeräumt u.ä.
 
G

Gast

  • #29
Schnüffeln ist generell kein gutes Zeichen und in meinen Augen eher ein Problem des Partnes mit sich selbst oder generellem Vertrauen.
Man kann dem Partner jedoch unter die Arme greifen, wenn er Schwierigkeiten hat zu vertrauen (aufgrund vorheriger Erfahrung) und offen agieren. Natürlich ist man nicht der Verantwortliche dafür das zerstörte Vertrauen wiederherzustellen! Voraussetzung dessen ist, das muss der "Schnüffler" sich selbst eingestehen, dass ER/SIE selbst das Problem ist und an sich arbeiten muss! Zitat: "Eher würde ich sogar sagen, werden genau die Leute betrogen, die so anhänglich sind und alles kontrollieren wollen!"

In übertriebener Art, wie Mülleimer, Kontoauszüge etc. auszuspionieren, ist Schnüffeln in keinem Fall in irgendeiner Hinsicht gerechtfertigt oder gesund! Das geht definitiv zu weit.
Wie schon so Viele erwähnt haben: Schnüffeln heißt nicht Vertrauen, und somit die Basis einer soliden Beziehung fehlt. Schnüffeln sollte vielmehr durch offene Gespräche ersetzt werden, in denen man seine Ängste kommuniziert.
Allerdings finde ich es ebenfalls "erbärmlich", die Schwäche eines Menschen GENERELL und in jedem Fall als "unter meinem Niveau" und überhaupt nicht akzeptabel abzustempeln!

Das größte Problem im Menschen sind die mentalen Abkürzungen die jeder macht und bestimmte Verhaltensweisen in eine Schublade steckt ohne sich über einzelne Fälle und Bewegungsgründe bewusst zu sein!
Natürlich ist es nicht gut, nicht zu vertrauen. Gegenseitiges Verständnis, Geduld und Offenheit ist ein gutes Mittel um Vertrauen aufzubauen. Ob man soviel investieren will - das ist wiederum eine Vertrauenssache. Natürlich kann man denjenigen auch einfach rausschmeißen (ganz sicher sein kann man sich ja nicht!); wobei das dem schnüffelnden Part entsprechen würde: Vertrauen ist gut, verlassen ist besser!
 
G

Gast

  • #30
Schnüffeln ist in einer GESUNDEN Partnerschaft ein absolutes NOGO. Was aber wenn schon mehrfach gelogen wurde, die sprachliche Auseinandersetzung diesbezüglich nicht mehr fruchtet? Wenn der Partner sich anders verhält als normal und das eigene Bäuchlein sagt, da stimmt doch was nicht?
Dann sollte man der Sache auf den Grund gehen um letztendes klare Striche einer Trennung zu erwägen.
Mir ist es so ergangen , 2 Jahre alles blind geglaubt. Mehrere knallharte Lügen durch Reden aufgedeckt, verziehen usw usf.... , es passiert ja nie wieder;-)
Wieder Verhaltensveränderung und so bin ich zum Spion geworden und habe genau das gelesen eiskalt belogen worden zu sein.Das Ganze im Abstand von 5 Tagen ein weiteres mal.Folgte Trennung von einem Menschen, welchem ich so etwas nie wirklich zugetraut hätte.Und dann wie
*//19 Angela ( Dir stimme ich vollends zu ) ewige Vorwürfe.
*//22 Du würdest sicher anders argumentieren wenn mehrfach schon unschöne Dinge ohne Schnüffeln ans Tageslicht gekommen wären.
LG
w 41