• #31
Übrigens: wenn eine Kontrolle der persönliche Dinge des Partners Heimlichkeiten ergibt - damit also im Sinne der Fragestellung rückwirkend "berechtigt" ist, ist dann nicht auch die Heimlichkeit des Partners rückwirkend "berechtigt", weil man ja mit einem Partner, der einem sowieso nicht vertraut (und einen kontrolliert) eh' nicht offen reden kann?
Definitiv Nein!

Erstmal ist es kein Vertrauensmißbrauch ins Handy seines Partners zu sehen, es sei denn, er hat es vorher zum Tabu erklärt.
Dann wieder würde ich mich fragen warum er Tabus braucht und gar nicht erst eine Partnerschaft mit ihm eingehen.

Zweitens, in einer monogamen Beziehung ist eine zärtliche u/o erotische Beziehung(sanbahnung) zu einem Dritten immer Betrug. Dem würden bei "Offenheit" natürlich entsprechende Konsequenzen folgen.
Wenn man Angst vor diesen Konsequenzen hat, darf man eben keine monogame Beziehung eingehen.
Stattdessen dem Anderen vorzuwerfen, er schüfe nicht den Raum für Wahrheit, ist ja wohl komplett bigott.

Diese Angst vor Konsequenzen ist dann auch häufig der Grund auf 'Privatsphäre' und Vertrauen zu pochen statt transparent miteinander umzugehen.
Transparenz erfordert im Übrigen deutlich mehr Vertrauensfähigkeit als eingeforderte Privatsphäre.

4-Augen-Nachrichten von Freunden lösche ich direkt nach dem lesen. Warum sollte man etwas, was einem im Vertrauen mitgeteilt wird, aufbewahren?
Wird es mündlich übermitelt läuft dabei doch auch keine Aufzeichnung.
 
  • #32
Schnüffeln geht gar nicht. Wenn eine Frau bei mir zu schnüffeln anfängt, dann verschwindet sie ganz schnell aus meinem Leben. Es ist auch Schwachsinn einem Bauchgefühl nachzugehen und solange zu schnüffeln bis man etwas findet, ganz nach dem Motto "Jeder ist schuldig, manche wissen es nur noch nicht". Wenn man dem Partner nicht vertrauen kann, dann sollte man keine Beziehung eingehen oder man öffnet die Beziehung von Anfang an, dann gibt es auch kein Fremdgehen oder ähnliches.
 
  • #33
Die Frage "ist schnüffeln bei berechtigten Misstrauen falsch" ist falsch.;-)

Die richtige Frage ist, warum bist du mit einem Mann in einer Liebesbeziehung, dem du nicht traust und dem du auch nicht vertrauen kannst, weil er nicht vertrauenswürdig ist?
Hier mußt du ansetzen.

Es geht ja hoffentlich um eine Liebesbeziehung, die auf Gefühl basiert. Das ist kein Strafprozess, in dem du dem Verdächtigen oder Gegner seine Tat und Schuld nachweisen mußt.

Deshalb reicht es aus, wenn Dein Bauchgefühl misstrauisch wird.
Dann müßtest du schon mit ihm kommunizieren und ggf. Konsequenzen ziehen. Damit meine ich aber nicht unbedingt gleich die Trennung.

Wenn das Bauchgefühl misstrauisch wird, mußt Du dich nicht selbst noch herabsetzen, in dem du als Betrogene in seinen Sachen wühlst und schnüffelst, um nach Beweisen für seinen Betrug zu suchen.

Schlechter Stil bleibt schlechter Stil - ganz einfach. Und vielleicht hat es auch etwas von, sich selbst zu demütigen.

Dein Umgang damit, belogen oder gar betrogen zu werden, ist daher schlecht.
 
  • #34
"Die meisten Lügner und Betrüger geben ja auch keine ehrliche Antworten, ..."
die meisten Lügnerinnen und Betrügerinnen natürlich schon.

"Berechtigtes Misstrauen" auch so eine Sache, ob eine "Berechtigung" vorliegt, kann man ja erst feststellen, nachdem man geschnüffelt hat.

Es drängt sich der Eindruck auf, als suche man nach einer Entschuldigung für längst Getanes, was sich als "ungerechtfertigt" herausstellte.

Eine Beziehung ist eine Zweisamkeit, wenn beide nur noch wie "einer" denken, fühlen und handeln, dann ist das "Einsamkeit".
 
  • #35
Erstmal ist es kein Vertrauensmißbrauch ins Handy seines Partners zu sehen, es sei denn, er hat es vorher zum Tabu erklärt.
Dann wieder würde ich mich fragen warum er Tabus braucht und gar nicht erst eine Partnerschaft mit ihm eingehen.
Es ist natürlich legitim, das so zu sehen, aber ich denke, Du bist damit eher in der Minderheit und würdest bei einer Reihe Partner(innen) damit ganz schnell "vor die Wand" laufen. Für die meisten hier ist es offenbar sehr wohl ein Vertrauensmissbrauch.

Fest steht damit für mich, dass ich offenbar in einer Beziehung klären sollte, ob es Tabus gibt, weil das für manche Menschen nicht selbstverständlich ist. Für die meisten hier scheint es selbstverständlich, dass Handy oder Rechner in einer Partnerschaft nicht selbstverständlich ausspioniert werden. Es mag "Notwehr" in Ausnahmesituationen geben, aber auch das belastet eine Beziehung dann bis zum Zerreissen.

Für mich gibt es keine Partnerschaft ohne Tabus. Das fängt bei dem an, was Freunde oder Freundinnen mir persönlich anvertrauen und hört auf bei allem, was ich nicht preisgeben möchte. Alleine schon, weil nach meiner Erfahrung Menschen, die so "tabulos" sind wie Du, in vielen Fällen auch überhaupt kein Tabu kennen, das, was sie wissen, weiterzuerzählen, wenn es gerade passt oder anderweitig zu nutzen. Vikky (#17) liefert ein ehrliches, schönes Beispiel.
 
  • #36
Keine Beziehung muss mit einem Vertrauensbruch enden. Was Beziehungen gefährdet, sind meiner Meinung nach, neben Kommunikationsmangel, fehlende Empathie, die Unfähigkeit verzeihen zu können, falscher Stolz (hier auch gern Selbstwert genannt) sowie Tabu- und Prinzipienreiterei.
Das sehe ich genau gleich. Wenn ich einen Verdacht habe aus Misstrauen heraus und dann heimlich schnüffeln sollte aber nichts herausgefunden habe, dann würde ich es ihm auch sagen und mich bei ihm entschuldigen und sagen, dass es mir leid tat dass ich ihm nicht vertraute.

Ich hatte nie Probleme mich bei jemandem zu entschuldigen, wenn ich das Gefühl hatte, dass ich ihm etwas Ungerechtes oder Schlechtes getan habe und die Person, um Verzeihung zu bitten. Ob sie mir dann verzeiht/verzeihen kann, dass überlasse ich dem anderen.

Mein Vater sagt er auch: " kein Mensch ist perfekt und alle Menschen machen Fehler " und auch: " Die Probleme sind dafür da dass man sie löst" doch wie kann man Probleme gemeinsam lösen wenn der Partner etwas verheimlicht und nicht offen ist? Wenn er nicht frühzeitig mit mir über etwas redet, was ihm fehlt oder in der Beziehung mangelt dass er sich vielleicht eine andere Frau sucht. Ich habe keine Tabuthemen und mit mir kann ein Mann und darf ein Mann über alles reden, was ihm auf dem Herzen liegt.

Dafür sind wir doch Menschen da aufeinander empathisch einzugehen, uns gegenseitig zu verstehen und unterstützen.
 
  • #37
schon, weil nach meiner Erfahrung Menschen, die so "tabulos" sind wie Du, in vielen Fällen auch überhaupt kein Tabu kennen, das, was sie wissen, weiterzuerzählen
Ich bin alles andere als tabulos und sogar extrem verschwiegen. Für mich bedeutet Partnerschaft offenbar nur etwas anderes als für ein paar Menschen hier im Forum.

In unserer Ehe gibt es auch kein Postgeheimnis. Allerdings öffnen wir die Post des anderen nicht, weil es uns schlicht nicht interessiert. Alles tun zu können, heisst nicht automatisch es auch zu tun.
 
  • #38
Die richtige Frage ist, warum bist du mit einem Mann in einer Liebesbeziehung, dem du nicht traust und dem du auch nicht vertrauen kannst, weil er nicht vertrauenswürdig ist?
ich lebe in keiner Beziehung, ich bin zur Zeit Single aber ich hatte eine Beziehung in welcher mir mein Exfreund alles erzählen konnte und durfte.

"mit mir kannst du über alles reden, ich habe keine Tabuthemen" und er sprach auch mit mir über seinen Wunsch zusammen mit mir einen Swinger Club zu besuchen nur wollte ich das nicht und er tat es auch nicht heimlich - was er hätte tun können. Ich hatte kein Recht ihm diesen Wunsch zu verbieten, wenn er das tun wollte und meinte er könne ruhig gehen ohne mich aber müssen mit den Konsequenzen rechnen dass er mich danach nie wieder sieht, weil ich danach nicht mehr mit ihm zusammen sein könnte. Ich begründete das, dass ich mit ihm nicht mehr schlafen könnte und ich ihn mit ganz anderen Augen sehen würde und dass ich das als eines Menschen unwürdig betrachte.

Darum sehe ich es wie @Laleila, dass die Menschen Angst haben miteinander zu reden, was sie bewegt und was ihre innersten Wünsche sind und stattdessen Sachen verheimlichen.

@Lebens_Lust kein Mensch trennt sich nur bei Verdacht, ohne Beweise zu haben. Die Beweise braucht man als Entscheidungsgrundlage für sein weiteres Leben. Das tat auch @Vikky nicht. Auch sie suchte nach Beweisen für Ihre (Ent)Scheidung. Man möchte nur ganz genau wissen, was der andere verheimlicht - denn es könnte tatsächlich nur eine heimlich geplante Überraschung sein.
 
  • #39
@Lebens_Lust kein Mensch trennt sich nur bei Verdacht, ohne Beweise zu haben. Die Beweise braucht man als Entscheidungsgrundlage für sein weiteres Leben.
Ja, ist auch völlig in Ordnung und verständlich. Es geht mir um die Grenze zwischen "Alles ist immer zugänglich und wird von mir vorsichtshalber angeschaut" und "Wenn wirklich klar irgendwas nicht stimmt, schaue ich nach". Irgendwo dazwischen wird sich das einpendeln, aber es ist ein schwieriger Balanceakt.

Aber ich glaube nicht, dass es dann mit
...dann würde ich es ihm auch sagen und mich bei ihm entschuldigen und sagen, dass es mir leid tat dass ich ihm nicht vertraute.
getan ist. Was ist die Konsequenz? Dass Du beim nächsten Mal nicht mehr schaust? Dass er künftig alles vor Dir wegräumt? Dass Du erst Recht misstrauisch bist, wenn er dann aufpasst, was frei zugänglich ist? Mein Vertrauen in Dich wäre hinüber.

Ich habe keine Tabuthemen und mit mir kann ein Mann und darf ein Mann über alles reden, was ihm auf dem Herzen liegt.
An anderer Stelle schonmal geschrieben: Darum geht es nicht. Es geht um die Tabus Deines Partners. Wenn Du keine hast, darfst Du nicht automatisch erwarten, dass er auch keine hat.

Mal ganz plastisch: wenns Dich nicht stört, Dusche und Toilette parallel zu benutzen, mich stört es. Und die Konsequenz kann doch nur sein, den Raum getrennt zu nutzen.

Auch sie suchte nach Beweisen für Ihre (Ent)Scheidung.
Vikky hat ihren Ex-Mann mit ausspionierten Daten finanziell über den Tisch gezogen. Sie suchte keine Beweise, sondern einen knallharten Vorteil im Scheidungsverfahren. Ich will das auch gar nicht bewerten, weil ich die Hintergründe nicht kenne. Aber das als "Beweise suchen" zu verharmlosen ist schon sehr merkwürdig. Streng juristisch dürfte das eine Straftat sein.
Mir wird hier von einigen generell ein Einbruch in die Privatsphäre zu sehr verharmlost. Es kann schwerwiegende Gründe dafür geben. Aber das als völlig normal abzutun, nur weil man selbst kein Bedürfnis nach Privatsphäre hat, finde ich eigenartig. Für mich fehlt da völlig normaler Anstand.

Wenn Du das mit Deinem Partner so absprichst, ist das in Ordnung. Wenn Du wie Laleila einfach als selbstverständlich annimmst, nur weil Du selbst "tabulos" bist oder wie Du "über alles reden" kannst, sei es der Partner automatisch auch, bist Du auf dem Holzweg.[/QUOTE]
 
  • #40
Ich persönlich würde einer Frau niemals von meinen Schwächen oder inneren Wünschen erzählen. Sie würde es entweder falsch auslegen oder im nächsten Streit gegen mich verwenden. Diese Sachen erzähle ich meinen besten (männlichen) Freunden denen ich vertraue, dass sie dicht halten.
Da ich Schnüffeln nicht mag, installiere ich übrigens immer gerne Überwachungssoftware auf meinem Computer, damit ich weiß ob es einen unberechtigten Zugriff gab. Falls dieser stattfindet gibt es ein Gespräch bei dem ich Schluss mache.
Ich lasse auch gerne meine Geräte unbeaufsichtigt um damit das Vertrauen in den Partner zu überprüfen, Honeypots halt.
 
  • #41
Naja, die Konsequenz kann nur sein, recht früh abzutasten ob man es mit einem Privatsphärenpocher oder mit einem offenen Menschen zu zun hat und gegebenenfalls den Beziehungsversuch abzubrechen.

Trotz allem finde ich es völlig in Ordnung, dass man, ehe man eine Trennung oder gar Scheidung erwägt nach hard facts sucht.
Wie und wo auch immer. Solange es juristisch legal ist.

Allein das Finden von verdachtsbestätigenden Beweisen rechtfertigt dieses Vorgehen.
Findet man nichts oder gar Beweise für das Gegenteil.... umso besser.
Da ein Vertrauensbruchtheater zu inszenieren. Für mich völlig unverständlich.
 
  • #42
Was ist die Konsequenz? Dass Du beim nächsten Mal nicht mehr schaust? Dass er künftig alles vor Dir wegräumt? Dass Du erst Recht misstrauisch bist, wenn er dann aufpasst, was frei zugänglich ist? Mein Vertrauen in Dich wäre hinüber.
...
An anderer Stelle schonmal geschrieben: Darum geht es nicht. Es geht um die Tabus Deines Partners. Wenn Du keine hast, darfst Du nicht automatisch erwarten, dass er auch keine hat.
1) Nein, wenn er eine andere hat, dann hat er mich belogen, viel. auch betrogen und wollte mir das verheimlichen. Die Konsequenz wäre das vollkommen zerstörte Vertrauen und das Ende der Beziehung.
2) wenn er eine Überraschung plante und ich mich entschuldigt habe dann würde ich erwarten, dass er sagt: "Logisch warst du misstrauisch, weil du merktest, dass ich etwas von dir verheimliche."

Das wäre wirkliche Empathie, sich in die Haut des Partners hineinversetzen und sich fragen: "Könnte sie misstrauisch werden, wenn sie merkt, dass ich mich merkwürdig/verdächtig verhalte? Dass ich etwas verheimlichen will (eine neue Frau oder Geburtstagsparty für sie vorbereite)?"

Warum versteht hier niemand, dass z.B. mein verdächtiges Verhalten beim Partner Misstrauen auslöst wenn ich selbst zu ihm nicht ehrlich bin? Und dass er schnüffeln könnte? Hätte ich recht, wenn ich betrügen wollte, ihm böse und wütend zu sein? Nein ganz sicher nicht.
Mal ganz plastisch: wenns Dich nicht stört, Dusche und Toilette parallel zu benutzen, mich stört es. Und die Konsequenz kann doch nur sein, den Raum getrennt zu nutzen.
Kann man wirklich "Ich will das Bad alleine benutzen und nicht parallel mit dir, weil es mich stört." vergleichen mit: "Ich will mit einer anderen Frauen Sex haben, aber ich sage es dir nicht weil du mich dabei stört (dagegen bist?) und die Beziehung beendest"

Dass ich das Bad nach seinem Wunsch nicht parallel benutze und respektiere versteht sich von selbst, aber seinen Wunsch wortlos zu akzeptieren, dass er andere Frauen für Sex parallel zu mir will, dass könnte und wollte ich nicht akzeptieren. Denn das betrifft meine Gefühle zu ihm und er würde damit meine Liebe mit den Füssen treten.
Aber nicht wenn er das Bad alleine benutzt!

Auch sitzt jeder alleine auf der WC-Schüssel, es hat keinen Platz für zwei. ;-)
 
  • #43
Naja, die Konsequenz kann nur sein, recht früh abzutasten ob man es mit einem Privatsphärenpocher oder mit einem offenen Menschen zu zun hat ...
So ist es. Hat man es mit einem Menschen mit Anstand zu tun, ist das in Ordnung, eine Spionin geht gar nicht. Letztlich müssen zwei Menschen zusammenpassen. Der Vorschlag von PfefferundSalz ist bedenkenswert. Wenn es offenbar doch eine Reihe Frauen gibt, die da keinerlei Hemmungen haben, prüft man das und ggf. ist die Beziehung beendet.
Und wieder ist meine Kriterienliste einen Punkt länger ;-)

... wenn er eine andere hat, , ...wenn er eine Überraschung plante...
Ja, und wenn Du auf andere Informationen triffst, die nicht für Dich bestimmt waren? Im Fall, dass er eine andere hat, ist das Thema sowieso erledigt.

Dass ich das Bad nach seinem Wunsch nicht parallel benutze und respektiere versteht sich von selbst, aber seinen Wunsch wortlos zu akzeptieren, dass er andere Frauen für Sex parallel zu mir will, ...QUOTE]

Ich vergleiche die Intimsphäre des Bades mit der Privatsphäre des Handys. Beides kann man respektieren oder nicht. Bei parallelem Sex sind wir uns sowieso einig.
 
  • #44
Eines habe ich jetzt bei dem Thread schon gelernt. Es ist also für manche ganz normal, dass man beim Partner herumschnüffelt, aber gilt dies dann auch für die NSA, wenn sie unsere Handys und Co abhört? Ein bisschen Schnüffeln geht doch oder??? ;-)

Nein, die NSA darf dies natürlich nicht und somit kommt es mir bei einigen so vor als wären Sie verkappte Geheimagenten.

Sollte meine Partnerin dies machen, dann wäre es einfach das Ende. Ganz gleich, ob sie sich dann nachher entschuldigt, weil sie nichts gefunden hat. Mein Wort zählt also nichts mehr und dann zählt für mich auch die Beziehung nichts mehr.
Eventuell bin ich aber auch zu old-fashioned und für mich zählt ein Wort mehr als ein Vertrag.
 
  • #45
Es ist wie in allen vorherigen Threads - die unterschiedlichen Fraktionen diskutieren immer vehementer
Nur gibt es keinen Konsens, sondern nur ganz individuelle Haltungen.

Mein Punkt für meine Checkliste als Resultat, wie definiert der andere Vertrauen. Wie handhabt er dies?
So wie @PfefferundSalz? Das liest sich sehr traurig.

Ich möchte für mich Offenheit, Ehrlichkeit, Vertrauen. Aber dazu gehört auch der Respekt einer Privatsphäre, kein Schnüffeln in PC, Handy, etc. Oder in meinen diversen Unterlagen.
Ich will nicht jeden Pups und Gedankenfloh eines Partners wissen. Entweder erzählt er mir was er möchte oder ich frage. Wenn er nicht antworten will, ist das ok. Ich nehme mir auch die Freiheit, ggf. nicht jede Frage zu beantworten. Es ist dann meine bzw. seine Entscheidung, ob ich / er damit umgehen möchte oder nicht.

Ein Partner soll mich fragen, mit mir reden, wenn er Zweifel hat, dann bekommt er die Antworten. Ich frage ggf. auch.
Wenn das nicht geht, stimmt auch hier zumindest die Kommunikation nicht.

Es müssen die Haltungen beider zusammen passen, bei dieser Thematik gibt es keine Kompromisse.
Genauso wenig wie bei der gemeinsamen bzw. getrennten Badbenutzung oder dem Wunsch nach vielen Sexualkontakten (wobei Wunsch noch lange nicht mit Realität zu tun hat) - interessant, das dies auf eine Stufe gestellt wird.

Ich für mich mag sehr gerne Nähe und benötige meine Freiräume, meine Privatsphäre und Vertrauen.
Das schließt sich nicht gegenseitig aus.
 
  • #46
Ich habe schon geschnüffelt. Ich bin im einen Fall fündig geworden und in einem anderen Fall hat sich herausgestellt, dass alles stimmte, was mein Freund mir gesagt hatte. Das Schnüffeln im zweiten Fall war im Ergebnis wichtiger als im ersten. Das Ergebnis wog viel mehr als jedes beschwichtigende Wort von ihm. Ich bin froh, dass ich es gemacht habe. Und vielleicht hat er deshalb auch nichts versteckt. Wenn man auf einen Vertrauensbruch stößt, ist es vielleicht auch gut, das zu wissen. Schnüffler sollten dann aber auch den Mut haben, ihren Partner trotz des Schnüffeltabus auf den Fund anzusprechen, damit er sich dazu erklären kann. Wenn er darauf unwirsch reagiert, hat er im Zweifel etwas zu verbergen. Wenn mein Freund mich auf irgendeinen "Verdacht" ansprechen würde, wär mir egal, woher er den hat. Ich würde vor allem sicherstellen wollen, dass ich die Sache klarstellen kann. Dann wäre mir auch recht, wenn er zugibt, geschnüffelt zu haben. Hauptsache ich kann mich dazu äußern.
 
  • #47
Die, die sich für Schnüffelei rechtfertigen, die haben dann auch für jede andere unrechte Tat die passende Erklärung parat.
Mit "der Zeck heiligt die Mittel" kann man dann am Ende des Tages jede Tat rechtfertigen.
Ich lese für mich bei den meisten Pists: wie der Schalk denkt, so ist er.
 
  • #48
Na die Leute, die sagen, dass man das ja nicht tut, hatten in der Regel noch nie einen Partner, die sie ohne mit der Wimper zu zucken anlügt. ;-)
Ich finde Handys und Facebook-Accounts und Co auch total tabu - und ich fände einen Partner, der mich kontrollieren muss und mir nicht vertraut inakzeptabel.
Jetzt kommt das ABER:
Ich gebe meinem Freund/Mann nicht das Gefühl, dass ich ihm etwas verheimliche oder ihn gar betrüge.

Mein Exmann hat mich mit mehreren Frauen betrogen und mir dann unterstellt, ich sei unbegründet eifersüchtig und würde mit meiner "krankhaften unbegründeten Eifersucht" unsere Ehe gefährden.
Natürlich habe ich dann sämtliche Accounts geknackt und sein Handy gelesen, schon alleine, weil ich mir nicht nachsagen lassen wollte, dass ich nicht alles Tassen im Schrank habe, denn mein Bauchgefühl funktioniert ganz gut.
Jedoch wusste ich selber nicht mehr, ob ich verrückt bin oder er.
Dafür brauchte ich Gewissheit.
Es gibt naive Menschen, die sagen, man müsse eben ehrlich und aufrichtig mit seinem Partner reden und wenn das nicht ginge, wäre die Beziehung sowieso schon kaputt und dann würden sie gehen.
Das sagt sich in der Theorie aber leichter als in der Praxis.
Mein Exmann hat so perfide gelogen und so glaubhaft vermittelt, dass er mich liebt, dass ich wirklich glauben musste, dass diese Frau, die ihm eine SMS schrieb eine verrückte Stalkerin und nicht seine Geliebte sein musste.
er hat so abfällig über diese Frauen geredet (während sie immer dachten, er trennt sich demnächst ihretwegen) und war mir gegenüber so lieb, dass ich nicht mehr wusste, was ich glauben sollte.

Allerdings muss ich sagen: Wenn es schon so weit kommt, dass man das Handy des Anderen checken muss, läuft es gewaltig schief.
und es kann natürlich auch nach hinten losgehen. da wird dann ein harmloser Flirt oder eine falsch verstandene SMS schnell zum Trennungsgrund.

Also ich würde sagen: Wenn jemand seinen Partner belügt und hintergeht, muss er sich nicht wundern, wenn das Handy geknackt wird.

Ansonsten jedoch ohne wirklich begründeten Verdacht und ohne vorheriges Gespräch über irgendwelche Sorgen und Ängste wäre es ein Trennungsgrund für mich, wenn jemand mein Handy durchstöbert.
 
  • #49
Vertrauen ist die Grundlage jeder guten Partnerschaft. Das steht außer Frage.

Die Privatsphäre des anderen zu achten, sollte ebenso selbstverständlich sein, wie Ehrlichkeit/ Loyalität/ Treue. Doch was ist, wenn sich diese beiden Werte gegenüber stehen?

Es gibt hier viele Beispiele, die zeigen, dass es sehr wohl auf den Einzelfall ankommt. Männer und Frauen, die immer treu und ehrlich waren, denen ihre Privatspäre sehr wichtig ist und die sich auch ihre kleinen (oder großen) Geheimnisse bewahren möchten, verurteilen zu Recht das Schnüffeln. Da zähle ich mich grundsätzlich mit dazu. Es würde mich total abturnen, wenn ich mir einen eifersüchtigen Schnüffler an Land gezogen hätte, der meine Privatspäre nicht achtet und mir unbegründet misstraut.

Aber ich finde auch, dass es berechtigte Fälle gibt. Einige wurden hier geschildert, ich füge noch einen hinzu. Eine meiner engsten, lebenslustigsten und freiheitsliebendsten Freundinnen, die mit Sicherheit nicht zum Schnüffeln und Klammern neigt, hatte nach wenigen Jahren der Beziehung mit dem Vater ihres Sohnes das "Gefühl" betrogen zu werden. Sie war diesem Mann zu Liebe aus der Großstadt in die Pampas gezogen und fuhr nun täglich eineinhalb Stunden mit dem Zug zur Arbeit und wieder zurück. Er reiste als Selbstständiger regelmäßig durch die Gegend, dabei übernachtete er auch etwa viermal im Monat außerhalb. Sie sprach über ihren Verdacht, er bestritt. Sie roch an ihm, schaute nach fremden Haaren auf seiner Kleidung- fand nichts. Schließlich entschloss sie sich nach mehreren Wochen der quälenden Ungewissheit, an sein Handy zu gehen, fand dort eindeutige Beweise.

Sie hatte den Vater ihres Sohnes mehrfach vorher auf ihren Verdacht angesprochen, er hatte dies permanent bestritten, erst angesichts der Beweise gestand er nach und nach, ein Verhältnis in einer anderen Stadt zu haben. Erst räumte er einige Wochen ein. Dann stellte sich heraus, dass es schon zwei Jahre lief und er sich nicht entscheiden wollte. Meine Freundin nahm sich zwei Wochen Bedenkzeit und trennte sich dann. Er wollte sie wieder zurück, aber das Vertrauen und die Liebe waren kaputt. Sie hatte jedes Recht der Welt, in das Handy dieses Betrügers zu sehen. Sie brauchte die Beweise, um die weitreichende Entscheidung zu treffen, sich eine neue Wohnung in ihrer Heimatstadt zu suchen und mit Schulbeginn und ihrem Sohn dorthin zu ziehen.
 
  • #50
wenn er eine Überraschung plante und ich mich entschuldigt habe dann würde ich erwarten, dass er sagt: "Logisch warst du misstrauisch, weil du merktest, dass ich etwas von dir verheimliche."

Das wäre wirkliche Empathie
Nein. Es ist ein typisches Beispiel, wie eigene zerstörerische Schuld auf den Partner projiziert wird.

Dieser arme Mensch wird nie, nie wieder in seinem Leben unbefangen eine Überraschung für den geliebten Partner vorbereiten können – die Angst, wieder falsch verdächtigt zu werden, wird die Vorfreude auf seinen Überraschungs-Coup auf ewig überschatten. Erst recht, wenn er schon einmal eine Liebe auf diese oder ähnliche Weise verloren hat.

Zwei Menschen, die in einer Liebesbeziehung zueinander stehen, sollten einander gut genug kennen, um im Fall irgendwelcher „Indizien” eine harmlose Erklärung für die bemerkten Heimlichkeiten anzunehmen. Das ist gelebte Empathie.
 
  • #51
Na die Leute, die sagen, dass man das ja nicht tut, hatten in der Regel noch nie einen Partner, die sie ohne mit der Wimper zu zucken anlügt
Nein, das hatte ich noch nie und vielleicht hatte ich nur Glück oder ich war bei der Wahl der Partnerin kritischer.

Wenn ich dann lese, dass man in der Vergangenheit einen Partner hatte, der einen betrogen hat und deshalb auch schnüffeln muss, dann hat man mit der Vergangenheit nicht abgeschlossen. Hinter jeden Mann vermutet man gleich einen Fremdgeher. Das ist eigentlich noch schlimmer als das Schnüffeln. Das Vertrauen in den Partner ist gleich null, weil man es ja in der Vergangenheit anders erlebt hat.

Ich frage mich auch, warum hier die eine oder die andere sich dann anschließend entschuldigt, wenn sie nichts gefunden hat. Vorher war ja das Schnüffeln ganz legitim und wenn man sich dann entschuldigt, zeigt es ja, dass es nicht legitim war. Auch so ein Punkt, den man sich durch den Kopf gehen lassen sollte. Entweder es ist legitim und dann brauche ich mich auch nicht entschuldigen oder es ist halt nicht legitim und dann endet auch nicht das Ergebnis gar nichts daran.
 
  • #52
Sie hatte jedes Recht der Welt, in das Handy dieses Betrügers zu sehen. Sie brauchte die Beweise, um die weitreichende Entscheidung zu treffen, sich eine neue Wohnung in ihrer Heimatstadt zu suchen und mit Schulbeginn und ihrem Sohn dorthin zu ziehen.
Ich hätte sie verklagt. Das unbefugte Eindringen in gesicherte Geräte ist ein Straftatbestand. Mal sehen ob sie vor Gericht auch "jedes Recht der Welt" gehabt hätte.
Wer Angst hat, dass der Partner fremdgehen könnte bleibt besser Single - das erspart der Welt so manchen Kummer.
 
  • #53
Ich frage mich wovor die Privatsphärenpocher soviel Angst haben.

In über 20 Jahren warf ich noch nie einen Blick ins Handy oder in den Mailaccount meines Mannes. Werde aber, ob meiner Offenheit zu dem Thema als Spionin oder Schnüfflerin beschimpft. Ganz sicher würde ein Mensch wie ich auch keine Verschwiegenheit kennen und auch andere Werte mit Füßen treten. Ahja....

Und dies von Menschen die ihren Partner, nächsten Vertrauten, Herzensmenschen, Elternteil ihres Kindes sofort (nach eigener Aussage) abservieren würden, sollte er soetwas jemals wagen.

Da werden doch Werte wie Anstand, Liebe und Vertrauen völlig neu definiert.
 
  • #54
Ich bin damals klassisch hinterher gefahren. Ich hätte im Job alles über Kontakte via Handy sehen können aber den wollte ich nicht verlieren.
Nach 15 Jahren gab es eindeutige Zeichen und konfrontiert wurde ich natürlich als Spinner bezeichnet.
Ganz ehrlich in dem Moment war mir völlig egal ob er die Verfolgung unmöglich fand.
 
  • #55
In über 20 Jahren warf ich noch nie einen Blick ins Handy oder in den Mailaccount meines Mannes.
Ich vermute, dass die Vertrauensbasis da ist.
Du weisst, du könntest ran, tust es aber aus Respekt nicht.
Und es gibt auch keine Ungereimtheiten, dass du misstrauisch sein solltest.
Wer jedoch von sich schreibt, dass er seiner Freundin niemals einen Blick in sein Inneres gestatten würde, wird natürlich auch seinen Computer/Handy fanatisch absperren.
Ich wundere mich hier über so viel Edelmut.
Anscheindend beenden die meisten lieber eine Beziehung, wenn sie misstrauisch werden. In Tinis Fall, wo der Mann im höchsten Maße manipulierend gewirkt hat mit durchaus krimineller Energie, war es vermutlich für sie extrem heilsam, seine Accounts zu knacken, weil sie endlich wusste, ja ich ich spinne nicht, der Mann manipuliert mich.
Ansonsten könnte sie sich bis an ihr Lebensende mit der Frage rumschlagen, ob sie nun verrückt ist oder ihr Ex.
 
  • #56
sofort (nach eigener Aussage) abservieren würden, sollte er soetwas jemals wagen.
Es geht doch gar nicht um das Abservieren wegen der Schnüffelei, sondern um die sich darin offenbarende Einstellung zum Partner – gerade die treuen und loyalen Partner wollen am allerwenigsten ihr tägliches Handeln daran ausrichten, ob es dem anderen „verdächtig” erscheinen könnte. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und sage: ihnen ist oft noch nicht einmal bewußt, daß sie sich verdächtig machen. Weil sie nicht denken wie ein Fremdgänger.

Mit anderen Worten: wenn der Beruf mich zu einer Übernachtung in einer anderen Stadt zwingt, dann komme ich doch nicht im Traum auf die Idee, der Frau zuhause zu versichern, daß dort keine Rivalin wartet. Das macht mich möglicherweise erst recht verdächtig. So will ich doch nicht leben müssen.
 
  • #57
Mit anderen Worten: wenn der Beruf mich zu einer Übernachtung in einer anderen Stadt zwingt, dann komme ich doch nicht im Traum auf die Idee, der Frau zuhause zu versichern, daß dort keine Rivalin wartet. Das macht mich möglicherweise erst recht verdächtig. So will ich doch nicht leben müssen.
Auch mein Mann ist oft längere Zeit beruflich unterwegs.
Komischerweise vertrauen wir uns dennoch lieber statt Privatsphärentabus aufzustellen.

Wer seine/n PartnerIn, weil diese/r aus Unsicherheit, Angst oder Verwirrung mal ins Handy des anderen schaut, verlässt, statt Empathie und Verständis zu signalisieren, den Auslöser dieser Aktion gemeinsam zu hinterfragen, ist absolut nicht beziehungsfähig.
Von Liebe gar, brauchen wir bei solch einer selbstgefällig harten Reaktion nicht mal sprechen.
 
  • #58
dann komme ich doch nicht im Traum auf die Idee, der Frau zuhause zu versichern, daß dort keine Rivalin wartet. Das macht mich möglicherweise erst recht verdächtig.
Ich galube, dass ist hier auch nicht gemeint.
Verdächtiges Verhalten wäre für mich: ständig Akku aus, Handy vergessen, Handy auf einmal ständig bewachen, überall mit hinnehmen, ständig rausgehen um zu telefonieren, eingehende Gespräche werden sofort abgebrochen, mysteriöse Dauer-Chatterei, Partner muss auf einmal öfter zum Sport/ins Büro etc.
Das alles öfter und in Kombination und eben in Kontrast zu dem sonstigen, früherem Verhalten.
Ich rede hier nicht von einem kurzen Zeitraum, in dem vielleicht die hier vielfach angesprochene Überraschung vorbereitet werden soll...
 
  • #59
Aber ich finde auch, dass es berechtigte Fälle gibt.
Darin werden sich sogar die meisten der Teilnehmer einig sein. Die Frage ist aber: wann tritt dieser Fall ein? Hier hat offensichtlich noch nie jemand den Partner betrogen, aber eine Reihe Frauen sind betrogen worden. Rechtfertigt das, bei einem neuen Partner schon mal vorsorglich ins Handy zu schauen? Oder braucht es einen konkreten Verdacht? Sollte dann nicht vorher ein Gespräch geführt werden? Stimmt es dann in der Partnerschaft grundsätzlich noch?

Ich stimme zu, es gibt berechtigte Fälle. Aber die Beziehung ist dann am Ende. Weil ein Betrug festgestellt wird oder weil das Vertrauen weg ist. Und dazu kommt: Ich weiß, dass es Frauen gibt, die sich das Recht herausnehmen, "vorsorglich" schonmal zu stöbern, denn es könnte ja irgendwas sein.

Das grundlegende Problem ist doch: in funktionierenden Beziehungen stellt sich die Frage dieses Threads nicht. In nicht funktionierenden Beziehungen stellen sich andere Fragen... Wenn ich in einer Beziehung kein Vertrauen aufbringen kann, wird die Beziehung nicht funktionieren. Das Risiko, dass die Partnerin fremdgeht, kann ich nur dadurch mindern, dass ich mich um die Beziehung kümmere.
 
  • #60
Wenn ich dann lese, dass man in der Vergangenheit einen Partner hatte, der einen betrogen hat und deshalb auch schnüffeln muss, dann hat man mit der Vergangenheit nicht abgeschlossen. Hinter jeden Mann vermutet man gleich einen Fremdgeher.
Also falls Du mich meinst: ich habe nicht geschrieben, dass man bei jedem Mann hinterherschnüffeln muss, nur weil man mal von einem betrogen wurde.
Sondern, dass ein Mann, der betrügt oder lügt, selber schuld ist, wenn ihm hinterhergeschnüffelt wird.
Wer Misstrauen sät, muss sich über Kontrolle nicht wundern.
Einem neuen Mann gebe ich immer ein Vorschussvertrauen. Was kann der Neue dafür, wenn der Letzte lügen musste?
Bisschen besser durchlesen und nicht interpretieren, was man verstehen will bitte!
Die meisten hier sind nicht doof und man sollte sich deshalb nicht über sie stellen
Nein, das hatte ich noch nie und vielleicht hatte ich nur Glück oder ich war bei der Wahl der Partnerin kritischer.
Ansonsten bleibe ich dabei:
Wenn man einen vertrauenswürdigen Partner hat, kommt man gar nicht auf die Idee (@Laleila ), NICHT zu vertrauen.
Ich hatte auch schon einen langjährigen Freund, der ein halbes Jahr im Ausland war - ich habe mir keine Sekunde Gedanken über Untreue gemacht und wäre auch nie an sein Handy gegangen.
Wenn man von seinem Partner aber schon mehrfach belogen und hintergangen wurde, dann muss man geradezu kontrollieren. Diese Männer machen aber auch immer das Handy aus, stellen es auf leise mit Display nach unten und bewachen es geradezu. Da merkt man eben irgendwann, dass in dem Handy irgendwas sein muss, was wohl mehr als nur privat sondern geheim ist.
Wobei Hinterherschnüffeln eigentlich unwürdig ist.
Edler wäre es, zu gehen - ist aber manchmal nicht so einfach... schon gar nicht, wenn man z.B. wie ich damals mit so einem Menschen gerade 2 Kinder in die Welt gesetzt hat.

@Lebens_Lust : Nein, es berechtigt einen NICHT, bei einem neuen Partner ins Handy zu schauen - auf keinen Fall! Und JA, natürlich sollte vorher ein oder mehrere Gespräche stattgefunden haben, damit man seinem Partner eventuelle Bedenken oder Ängste darlegen kann. Der kann sie ja evtl. schnell aus der Welt schaffen.
 
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