• #1

Schnarchen - sind getrennte Schlafzimmer wirklich ein so grosses Problem?

Hallo zusammen

Gestern gabs unter uns Frauen in der Runde eine kleine Diskussion zum Thema Schnarchen und getrennte Schlafzimmer.

Mir persönlich ist Schlaf heilig. Schlafen gibt mir sehr viel Energie, ich schlafe über Dinge, verarbeite Dinge mit Schlaf, am nächsten Tag ist oft alles viel entspannter und oft Ärger vom Vortrag vergessen. Am besten ist es stockdunkel, nicht zu warm und still. Schlafen gehört neben Kuscheln und Kuchen/ Schoggi essen zu meinen Lieblingsbeschäftigungen (und nein ich bin nicht übergewichtig falls das jetzt kommt) .

Meine Bekanntschaft übernachtet bspw. nie bei mir. Sein Grund: Meine Matratze ist ihm zu weich; Mein Grund: er schnarcht! Und das nicht leise. Ich rede hier jetzt nicht von "lautem Atmen". In meinem Gästezimmer möchte er dann aber auch nicht schlafen. Wir haben tatsächlich aufgrund des Schnarchens auch weniger Sex. Da wir kein Paar sind, gibts deswegen zum Glück auch keine wirkliche Diskussion.

Anders bei meinen Freundinnen. Eine, verheiratet, hat ähnliche Schlafbedürfnisse wie ich. Ihr Mann schnarcht, sie muss zu Oropax greifen, ist am Ende aber auch nicht wirklich erholt. Auf ihren Vorschlag getrennte Schlafzimmer einzuführen, reagierte er wohl schnippig, regelrecht beleidigt.

Sind getrennte Schlafzimmer wirklich so ein grosses Problem? Ja, gemeinsam einschlafen ist wunderschön, gemeinsam aufwachen auch. Keine Frage. Doch soll einer für den anderen dann dauerhaft auf Schlaf verzichten oder zu Oropax etc greifen müssen, nur damit das gemeinsame Einschlafen erlebt wird? Ist ein entspannter, ausgeruhter Partner nicht am Ende irgendwie wertvoller als die Tiefschlafphase gemeinsam zu erleben? Wenn alles andere stimmt und nur das gemeinsam in einem Bett schlafen nicht funktioniert, wäre das für mich zumindest kein Trennungsgrund.

Wie sind eure Meinungen dazu? Danke euch.
 
  • #2
Wir schlafen zumindest an Arbeitstagen aus diesem Grund getrennt. Zum Glück hat mein Mann damit überhaupt kein Problem, der würde auch nachts aus dem Schlafzimmer ausziehen, wenn ich ihm sage, er schnarcht.
Ich glaube, wenn er da beim Kennenlernen vor gut vier Jahren herumgezickt hätte, wären wir nicht zusammen, weil ich mir das nicht gegeben hätte.

So sind wir da beide sehr entspannt.
 
  • #3
Ich hatte das Problem noch nicht und meine Eltern schlafen beide schnell ein und schnarchen dann um die Wette :) Da ich im medizinischen Bereich arbeite, denke ich bei starkem Schnarchen als erstes daran, dass mal medizinisch abklären zu lassen. Es kann eine Schlafapnoe vorliegen und das ist nicht so ohne. Dann schläft der Schnarchende auch schlechter, ist tagsüber müder usw. Das fällt mir als erstes ein.
Ansonsten: Ich schlafe gern mit meinem Partner in einem Bett, aber wenn der dadurch nicht schlafen könnte, dass ich schnarche, hätte ich nichts dagegen, uns da räumlich zu trennen. Man will doch, dass es dem anderen gut geht.
w, 37
 
  • #4
In meiner Ehe hat meine Frau 20 Jahre lang neben mir geschlafen und sich eigentlich nie beklagt (die Arme)
Mit meine jetzigen Partnerin geht das nicht. Wir wohnen noch nicht zusammen, hab ihr aber bei mir zu Hause ein schönes Zimmer, direkt neben meinem, mit Durchgangstüre eingerichtet.
Wir schlafen zusammen ein, und wenn sie sich an meiner Schnarcherei stört, stupst sie mich lieb und ich geh rüber in mein Schalfzimmer.
Sie mags stockdunkel und leise, ich brauch bissle Licht und wenns im Sommer sehr heiß ist, darf bei mir auch die Klimaanlage laufen.
Ich denke das passt für uns.
Ich hab auch schon mal mit ihr über dieses Thema gesprochen und sie meinte, dass sie in jungen Jahren auch auf „zusammen schlafen“ bestanden hätte, zu Lasten eines gesunden Schlafes, ihr die jetzige Variante aber lieber ist.
 
  • #5
Sind getrennte Schlafzimmer wirklich so ein grosses Problem? Ja, gemeinsam einschlafen ist wunderschön, gemeinsam aufwachen auch. Keine Frage. Doch soll einer für den anderen dann dauerhaft auf Schlaf verzichten oder zu Oropax etc greifen müssen, nur damit das gemeinsame Einschlafen erlebt wird? Ist ein entspannter, ausgeruhter Partner nicht am Ende irgendwie wertvoller als die Tiefschlafphase gemeinsam zu erleben?
Ich finde das egoistisch wenn der Partner vom anderen Partner verlangt gefälligst neben ihm zu schlafen, obwohl dieser den anderen den Schlaf raubt weil er schnarcht wie ein Holzfäller, Sex kann man auch nach dem schlafen oder davor haben und kuscheln und dann eben getrennt schlafen, klar ist gemeinsam miteinander einzuschlafen und aufzuwachen schöner aber wenn der andere nicht schlafen kann, sollte man Rücksicht nehmen.
Mein Mann schnarcht manchmal auch aber ich schlafe meistens vor ihm ein und dann ist das kein Problem, unser Sohn macht manchmal die Nacht zum Tag, das ist eher der Schlafräuber.
Ich schnarche nicht, nur ganz selten wenn ich mal erkältet bin und keine Luft bekomme deshalb, sonst aber nicht :)

Meine Mutter hat ein mega Bett, ich glaube sie würde ungern woanders schlafen. Das war ziemlich teuer (niemals im Leben würde ich so viel Geld für ein Bett ausgeben) und ist extrem hoch, ich brauche ja fast ne Leiter dafür 😅 mit zig Funktionen.

Ich brauche Platz und gemütlich sollte es sein ☝️

W 27
 
  • #6
Ich hatte vor langer Zeit mal ein ähnliches Thema hier eingestellt und war überrascht, wie viele Leute tatsächlich getrennt schlafen.
Für meinen Partner ist berufsbedingt guter Schlaf extrem wichtig (er belegt sogar manchmal firmeninterne Workshops zu Fatigue Management, wie sie es nennen) und er hat sein Schlafzimmer entsprechend modifiziert (Holzplatten, die er mit Magnetleisten vor den Fenstern anbringt etc.), außerdem verwendet er auch öfters Augenmaske und Ohrenstöpsel, letztere vor allem wegen der stampfenden (springenden?) Nachbarn über uns. Er mag sein Schlafzimmer gerne vollkommen abgedunkelt und absolut still, wir sprechen scherzhaft von seinem "Sarg". Ich selbst hingegen kann überall schlafen und mich stört da fast nichts, ich werde gerne von Sonne und Ökolärm ("Vogelgezwitscher") geweckt. Ich gehe auch meistens später als mein Partner schlafen, weil ich abends noch ein paar Sachen arbeite, und stehe früher auf, da will ich ihn nicht aufwecken, wenn ich mich hinlege oder aufstehe, also schlafen wir öfters in getrennten Schlafzimmern (und in unserem speziellen Fall sogar verschiedenen Wohnungen), er in seinem und ich in meinem Schlafzimmer. Manchmal schlafen wir aber auch zusammen, mal so, mal so. Da man nachts im Prinzip sowieso nur schläft, ist mir das egal. Damals habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, ob es irgendwie komisch sein könnte, weil es ja diese Vorstellung gibt, dass Paare immer in einem Bett schlafen, und manchmal ist das auch wirklich sehr schön, aber es muss auch nicht jede Nacht sein. Sex haben wir übrigens trotzdem auch im Bett, entweder nachmittags oder morgens, ich war dann vielleicht schon joggen, habe geduscht, mir die Zähne geputzt und besuche ihn dann in seinem Bett, krieche unter die Decke und wecke ihn auf. Ich mag diese morgendliche Bettwärme sehr gerne.
w26
 
  • #7
Ich denke, wenn der Schnarchende nichts gegen SEIN Problem unternehmen will, hat der Partner das Recht, getrenntes Schlafen einzufordern.

Es gibt inzwischen genügend Therapiemöglichkeiten - aus dem Familienkreis weiß ich, dass diese Art Schlafmaske, durch die kontinuierlich ein leichter Luftstrom in die Nase geblasen wird, hervorragend funktioniert. Fachbegriff fällt mir grad nicht ein.

Auch ich penne bei Bedarf mal auf dem Sofa, wenn der Herr wieder Bäume sägt und ich ihn angesichts seiner Schlafstörungen nicht zusätzlich ständig wach machen will.
 
  • #8
Hallo FS. Mir ist Schlaf auch heilig, wahrscheinlich weil ich nie genug davon bekomme. Habe seit ich denken kann massive Schlafstörungen. Manchmal kriege ich nachts nur 2-3 Stunden Schlaf zusammen, und die nicht mal am Stück. Mein Schlaf ist so leicht, dass mich jedes kleine Geräusch und jede Bewegung stört. Mein Mann schnarcht leicht, aber genug um mich wachzuhalten. Ich brauche Ruhe, Dunkelheit, frische Luft und keine Bewegung neben mir. Daher machen wir es so:
Wir schlafen zumindest an Arbeitstagen aus diesem Grund getrennt.
Werktags schlafe ich in unserem Gästezimmer alleine und am Wochenende mit meinem Mann zusammen. Wenn ich dann am Wochenende schlechter schlafe, ist es nicht schlimm, da ich noch länger liegenbleiben kann.

Ihn betrübt das, er sieht das getrennte Schlafen als schlechtes Omen für die Beziehung und meint es entfremde uns (aber er hat generell ständig Angst mich zu verlieren). Ich sehe das nicht so. Meine Eltern und fast alle meine Freundinnen schlafen getrennt. Außerdem schläft mein Mann nach 5 Sekunden ein und schläft dann komplett durch, insofern MERKT er ja gar nicht ob ich da bin oder nicht. Er hat doch also gar nichts davon. Ich bin die, die wachliegt und sich ärgert.

Ja, ich bin etwas angepisst dass ihn das Getrenntschlafen stört und er das persönlich nimmt. Das finde ich selbstsüchtig. Ich würde nie von ihm verlangen neben mir zu liegen, wenn er dadurch schlechter schlafen würde... Getrennt schlafen ist sogar gut für unsere Beziehung, weil ich dann ausgeschlafener bin und mich nicht über sein Schnarchen und letztlich ihn ärgere.

W36
 
  • #9
Wenn ich schnarche, werde ich leicht angestubst und verziehe mich dann in ein anderes Zimmer. Warum sollte man das ertragen?
 
  • #10
Meine Bekanntschaft übernachtet bspw. nie bei mir. Sein Grund: Meine Matratze ist ihm zu weich; Mein Grund: er schnarcht! Und das nicht leise. Ich rede hier jetzt nicht von "lautem Atmen". In meinem Gästezimmer möchte er dann aber auch nicht schlafen. Wir haben tatsächlich aufgrund des Schnarchens auch weniger Sex. Da wir kein Paar sind, gibts deswegen zum Glück auch keine wirkliche Diskussion.
Ich sehe dieses Problem völlig anders: erstens gehe ich mit einer Bekanntschaft nicht ins Bett, habe niemals Sex mit solchen Leuten und zweitens besagt eine solche Schlaf-Situation, dass es an Liebe und an Kompatibilität fehlt, da gehe ich nicht mit, das ist alles!
Anders bei meinen Freundinnen. Eine, verheiratet, hat ähnliche Schlafbedürfnisse wie ich. Ihr Mann schnarcht, sie muss zu Oropax greifen, ist am Ende aber auch nicht wirklich erholt. Auf ihren Vorschlag getrennte Schlafzimmer einzuführen, reagierte er wohl schnippig, regelrecht beleidigt
Wenn ich schnarchen würde, was nicht der Fall ist, so würde ich das behandeln lassen, da steckt viel mehr dahinter, es ist nicht damit getan, in einem anderen Schlafzimmer zu schlafen, damit ist das Problem nicht gelöst, lediglich verschoben!
Sind getrennte Schlafzimmer wirklich so ein grosses Problem? Ja, gemeinsam einschlafen ist wunderschön, gemeinsam aufwachen auch. Keine Frage. Doch soll einer für den anderen dann dauerhaft auf Schlaf verzichten oder zu Oropax etc greifen müssen, nur damit das gemeinsame Einschlafen erlebt wird?
Ich sehe darin ein großes Problem mit getrennten Schlafzimmern, da die Beziehung nicht stimmig ist, da bleibe ich lieber alleine!
Niemand würde mit der ersten Liebesbeziehung in getrennten Schlafzimmer schlafen wollen, damit ist schon alles gesagt!!
 
  • #11
Wenn ich schnarchen würde, was nicht der Fall ist, so würde ich das behandeln lassen, da steckt viel mehr dahinter, es ist nicht damit getan, in einem anderen Schlafzimmer zu schlafen, damit ist das Problem nicht gelöst, lediglich verschoben!
Haha, guter Witz, von jemandem, der wirklich noch absolut gar keine Erfahrungen mit sowas gemacht hat. Sich helfen lassen in Form von OPs, Schlaflaboren, etc. hilft bei wenigen Leuten, die meisten müssen mit ihrer Schnarcherei leben. Man wird sie niemals richtig wegbekommen. Man KANN das Schnarchen in den meisten Fällen einfach nicht behandeln, so dass es wirklich weg ist. Höchstens bisschen abmildern.
FÜR DICH sind getrennte Schlafzimmer nicht Okay, für viele andere schon. Ohne gleich die große Katastrophe und Trennung ausrufen zu müssen.
Mach doch! Du behauptest zwar immer das Gegenteil, du seist in einer jahrelangen harmonischen Beziehung, aber im Internet kannst du viel behaupten. In Wahrheit bist du mit Sicherheit sehr einsam.
 
  • #12
Niemand würde mit der ersten Liebesbeziehung in getrennten Schlafzimmer schlafen wollen, damit ist schon alles gesagt!
Es ist Egoismus gemeinsam schlafen zu erwarten, wenn der andere nicht schlafen kann.
Ich bin gesegnet.
Ich gehe ins Bett, Augen zu, Schlafen. Zwischen 7-8h. Oft stehe ich zwischen durch kurz auf, schlafe problemlos wieder ein.
Meine Frau, sehr leichter Schlaf, unruhig, empfindlich.
Wacht sie auf, ist ihre Nacht vorbei. Ich würde sie wecken, wenn ich kurz aufstehe.
Zusätzlich zu meinem leichten Morgenstundenschnarchen. Sie sagt, besser als jeder Wecker. Pünktlich um 5h00.

Sie hat ihr Schlafzimmer, ich meines, Nähe aller Art findet sich trotzdem.
Mit einer ausgeruhten, entspannten Frau.

Gemeinsam schlafen müssen Relikt aus den 50ern, fremdkonditioniert, mainstream.
Als Zeichen für intakte Beziehung? Mein Kopfschüttel.

Jedes Paar regelt es für sich.
Dauerhafter Schlafmangel produziert psychische Probleme.
Empathie, Achtsamkeit, Liebe dem anderen gegenüber sieht anders aus.

Ein gemeinsames Schlafzimmer begründet keine gute Partnerschaft.

M, 56
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #13
Habe seit ich denken kann massive Schlafstörungen. Manchmal kriege ich nachts nur 2-3 Stunden Schlaf zusammen, und die nicht mal am Stück
Ich habe neulich ein wirklich interessantes Buch zum Thema Schlaf gelesen, why we sleep, von einem Schlafwissenschafter! Das kann ich sehr empfehlen, auch wenn man Schlafstörungen hat. Da geht es auch nochmal um Temperaturunterschiede, Licht, Kaffee usw, alles was negativ beeinflusst (aber ist nur ein Teil). Wirklich, lohnt sich!
 
  • #14
Redest du von Beziehung oder Beziehungsanbahnung? Es ist ja schön, getrennte Schlafzimmer zu haben, wenn man länger in einer Beziehung, dennoch sollte jeder Mensch mal in den Genuss gekommen sein, mit dem Menschen, den er liebt, mal morgens aufgestanden zu sein. Gerade in der Anfangsphase formt sowas die Beziehung. Sowas gar nie erlebt zu haben, finde ich komisch und macht auch keine gute Liebesbeziehung. Da verpasst man doch ziemlich viel.
Jedem ist Schlaf heilig! Vielleicht möchtest du dir nur deine unverbindliche Affäre schönreden?
Ja, das tut es nicht nur bei dir!
Meine Bekanntschaft übernachtet bspw. nie bei mir. Sein Grund: Meine Matratze ist ihm zu weich; Mein Grund: er schnarcht!
Bekanntschaften lasse ich auch nicht übernachten. Ich vermute, ihr habt eher sowas wie eine unverbindliche Affäre und mit der möchte ich auch nicht aufstehen und frühstücken. Das ist ein Privileg für feste Beziehungen und wenn man sich innig liebt.
Wir haben tatsächlich aufgrund des Schnarchens auch weniger Sex. Da wir kein Paar sind, gibts deswegen zum Glück auch keine wirkliche Diskussion.
Also mit Leuten, mit denen ich nur Sex habe, die müssen das Bett vor dem Frühstück wieder verlassen.

Sind getrennte Schlafzimmer wirklich so ein grosses Problem? Ja, gemeinsam einschlafen ist wunderschön, gemeinsam aufwachen auch.
Darum geht es doch gar nicht?! Nein, natürlich soll ein Mensch sich nicht DAUERHAFT plagen. Im Beziehungsalltag braucht man ja auch wieder Energie für andere Dinge, aber in der Beziehungsanbahnung kann das ein Indiz für eine unglückliche Zukunft sein, wenn zwei Leute unterschiedliche Dinge wollen.
Wenn alles andere stimmt und nur das gemeinsam in einem Bett schlafen nicht funktioniert, wäre das für mich zumindest kein Trennungsgrund.
Stimmt wirklich alles bei euch? Ihr habt nur Sex. In diesem Fall würde ich wirklich nicht mein Bett teilen.
 
  • #15
Jeder 2. Erwachsene schnarcht. 60% der Männer und 40 % der Frauen. Meine komplette Familie sägt nachts den Wald ab. Mein Mann liegt da wie tot und macht keinen Mucks. Ihn beruhigt mein Schnarchen. Und nein, meist kann man gar nichts dagegen tun. Bei Schlafapnoe hilft die Vakuummaske, aber die macht auch Geräusche. Wer genervt ist, braucht ein 2. Schlafzimmer, keine Frage.
 
  • #16
Ist ein entspannter, ausgeruhter Partner nicht am Ende irgendwie wertvoller als die Tiefschlafphase gemeinsam zu erleben?
Zu dem Ergebnis kommt auch nur, wer niemals mit einem Partner in einem Bett eine gemeinsame Nacht verbracht hat. Du hast nur eine Bekanntschaft. Da gibt es nun eine andere (Un)nähe als bei einem Paar, bei dem es gut läuft.

Ich verbringe mit meinem Mann nicht nur die Tiefschlafphase gemeinsam, sondern die ganze Nacht. Wenn ich die Tiefschlafphase getrennt verbringen wollte, dann fehlt auch ganz viel drumherum, denn unmittelbar vor der Tiefschlafphase (derer es mehrere je Nacht gibt) bin ich schon lange nicht mehr in der Lage das Zimmer zu wechseln, weil bereits in leichteren Schlafphasen.

Wenn alles andere stimmt und nur das gemeinsam in einem Bett schlafen nicht funktioniert, wäre das für mich zumindest kein Trennungsgrund.
Das sehe ich auch so. Wir haben jeder ein eigenes Zimmer mit einer sehr komfortablen Schlafgelegenheit. Genutzt wird diese nur wenn einer von uns krank ist.
Wenn mein Mann zu Tode erschöpft ist z.B. nach einer sehr großen Radtour, dann schnarcht er wie ein betrunkener Bär. Mich stört es nicht, im Gegenteil: ich muss aufpassen, dass ich nicht kichern muss.
Irgendwann führt sein so offensichtlicher und tiefer Schlaf dazu, dass ich selber einschfafen kann. Also Großstädterin bin ich nächtlichen Radau gewöhnt.

Mir ist das Vertrautheitsgefühl wichtiger als mein Schlaf - wirkt bei mir wie eine Beruhigungspille.
Wenn ich wirklich schlafe, dann werde ich nicht wach davon, dass mein Mann sehr früh aufsteht und sich auf den Weg zur Arbeit macht. Das bekomme ich nur mit, wenn ich nicht schlafe und ehrlich gesagt ist unsere Beziehung so, dass ich dann mal kurz auf meinen Schlaf verzichte und mich lieber von ihm verabschiede, ggfs. aufstehe und noch einen Kaffee mit ihm trinke.

Schlafen gehört neben Kuscheln und Kuchen/ Schoggi essen zu meinen Lieblingsbeschäftigungen
Ok, ist bei mir anders - ich rede gern mit meinem Mann, bin gern in seiner Nähe, spüre ihn mit allen Sinnen und kuschel lieber mit ihm als mit mir selber oder dem Bello - sry Bello.

Habe seit ich denken kann massive Schlafstörungen. Manchmal kriege ich nachts nur 2-3 Stunden Schlaf zusammen, und die nicht mal am Stück.
Ist bei mir auch so und darum mache ich kein Drama drum.
 
  • #17
Zu dem Ergebnis kommt auch nur, wer niemals mit einem Partner in einem Bett eine gemeinsame Nacht verbracht hat.
Eine gewagte These.
So habe ich auch gedacht, als ich noch jung und naiv war. Da habe ich auch lieber auf Schlaf verzichtet, um das Nähegefühl genießen zu können.
Aber auf Dauer brauche ich meinen ungestörten Schlaf. Ständige Müdigkeit macht unzufrieden und belastet jede Beziehung. Und aus Liebe auf Schlaf zu verzichten, ist mir zu krass. Wo zeigt sich dann die Liebe des Schnarchers zur Partnerin? Ich sehe da nur eine unglaubliche Ignoranz und Rücksichtslosigkeit.
Schlafentzug ist ja auch eine Foltermethode. Das möchte ich in einer Beziehung nicht.
 
  • #18
Ich sehe darin ein großes Problem mit getrennten Schlafzimmern, da die Beziehung nicht stimmig ist, da bleibe ich lieber alleine!
Niemand würde mit der ersten Liebesbeziehung in getrennten Schlafzimmer schlafen wollen, damit ist schon alles gesagt!!
Was wäre wenn du in einer Beziehung wärst und deine Partnerin richtig schnarchen würde? Würdest du allen ernstes auf deinen Schlaf verzichten? Zu wenig Schlaf kann auch gesundheitliche Probleme verursachen.
 
  • #19
Zu dem Ergebnis kommt auch nur, wer niemals mit einem Partner in einem Bett eine gemeinsame Nacht verbracht hat.

Nein. Ich habe meine ganze Ehe im gleichen Schlafzimmer mit meinem Mann verbracht (bis auf die Zeit der Fernbeziehung am Ende).
Irgendwann bin ich fast durchgedreht, wenn ich nachts wieder stundenlang wach war und er sich auch durch leichtes Anstupsen nicht beruhigen ließ. Er ist auch nicht aus dem Schlafzimmer ausgezogen wie @Lebens_Lust es beschreibt, sondern ich musste dann auf das Sofa umziehen, wenn ich wenigstens halbwegs ausgeruht sein wollte.

Deshalb war mir völlig klar, dass ich mir das nicht noch einmal antue.

Mit zu wenig Schlaf auskommen müssen macht krank.

@Jochen1: Nein, er würde sie zum Arzt schicken, weil man gegen Schnarchen ja immer was tun kann :p. Weigern von ihrer Seite wäre wohl keine Option, dann würde er sich trennen, weil es dann keine "echte, wahre Liebe" von ihr sein kann.
 
  • #20
So habe ich auch gedacht, als ich noch jung und naiv war.
Nun bin ich beides nicht - weder jung noch naiv.

Und aus Liebe auf Schlaf zu verzichten, ist mir zu krass.
Ich verzichte ja nicht aus Liebe auf Schlaf.

Wenn ich nicht schlafen kann, kann ich nicht schlafen - egal ob neben einem menschgewordenen Sägewerk oder allein im ruhigen Zimmer.
Dass ich nicht schlafen kann liegt nämlich an meinen Schlafstörungen. Ob mich der Schnarcher stört oder nicht liegt an meinem Umgang mit den Schlafstörungen.
Weil ich vom Typ "Radikale Akzeptanz" bin mache ich mir damit halt selber nicht die Hölle auf Erden und suche auch nichts/niemanden, der daran schuld ist.

Wo zeigt sich dann die Liebe des Schnarchers zur Partnerin? Ich sehe da nur eine unglaubliche Ignoranz und Rücksichtslosigkeit.
Wieso? Mein Mann verlangt ja nicht, dass ich neben ihm liege - ist meine eigene Entscheidung und mein Umgang mit meinen Schlafstörungen. Es ist ihm aber lieber.
Er kennt sich als Arzt bestens mit den verschiedenen Varianten von Schlafstörungen aus und hätte Verständnis, wenn ich woanders schlafen würde. Außerdem ist er kein Dauerschnarcher.

Dauerschnachen liegt üblicherweise ein gesundheitliches Problem zugrunde, hat viel mit Übergewicht, abendlichem Alkoholkonsum etc zu tun. Meistens kann ein Extremschnarcher selber viel dagegen tun. Macht er das nicht, wäre meine Toleranz am Nullpunkt und ich würde auch machen, was ich will.
Aber so nähert man sich dann auch fix einem Beziehungsende, wenn jeder mehr mit seinen Befindlichkeiten befasst ist, als einen guten Konsenz für beide zu finden - muss man wissen.

Irgendwann bin ich fast durchgedreht, wenn ich nachts wieder stundenlang wach war
Das kann man sich aber auch bei sich selber angucken - wenn ich mich ärgere, dann kann ich nicht schlafen. Mir fehlt halt diese Ärgerbereitschaft.
 
  • #21
Das muss jeder handhaben, wie es ihm passt. Soll heißen, wen es nicht stört, der kann eben in einem Bett schlafen mit dem oder der Schnarcher*in, wenn es stört, sollte es eine Ausweichmöglichkeit geben.

Wenn ich einen schnarchenden Partner hätte, würde ich wohl auch auf zwei Zimmer bestehen, denke ich. Ich kann mir gerade nicht vorstellen, dass ich das IMMER ignorieren könnte. Mal vielleicht schon. Auf jeden Fall bräuchte ich eine Ausweichmöglichkeit.

Auf ihren Vorschlag getrennte Schlafzimmer einzuführen, reagierte er wohl schnippig, regelrecht beleidigt.
Hm. Entweder ist das so einer, den man nicht kritisieren darf, oder er fühlt sich verstoßen und nicht mehr geliebt, weil sie ihn nicht mehr bei sich haben will nachts.

Müsste sie noch mal mit ihm reden, dass es nicht darum geht, dass sie ihn ablehnt.
Kommt auch auf die Formulierung an. Wenn man schon ewig gereizt ist, weil man schlecht schläft, und das ganze dann wie ein Vorwurf formuliert mit "DU ...", ist es ja was anderes, als wenn man sagt "ich halte es nicht mehr aus, ich brauche meinen Schlaf", also ich-Sätze, bei denen man erzählt, was es mit einem macht, sagt.
 
  • #22
Das kann man sich aber auch bei sich selber angucken - wenn ich mich ärgere, dann kann ich nicht schlafen. Mir fehlt halt diese Ärgerbereitschaft.

Liegt vielleicht auch daran, dass ich im Gegensatz zu dir durchaus schlafen könnte ohne menschliches Sägewerk nebendran - liege ich allein im Bett, funktioniert es ja.

Jetzt, da ich meinen Ausweichschlafplatz habe, ärgere ich mich höchstens noch, wenn ich zu lange mit dem Umzug warte und dann zu wach bin, um gleich weiterzuschlafen :D.

Und klar, manche könnten etwas gegen das Schnarchen tun. Meiner hat Übergewicht. Mein Chef, der mal zugegeben hat, ebenfalls zu schnarchen, nicht.

Ich kann mich damit arrangieren, dass er schnarcht. Aber dann eben in getrennten Zimmern. Das macht unsere Beziehung nicht schlechter. Hin und wieder erinnere ich ihn daran, dass er etwas dagegen tun könnte. Aber zwingen kann ich ihn nicht.
 
  • #23
Das kann man sich aber auch bei sich selber angucken - wenn ich mich ärgere, dann kann ich nicht schlafen. Mir fehlt halt diese Ärgerbereitschaft.
Vikky, man schläft nicht, weil man verärgert ist, sondern man ist verärgert, weil man nicht einschlafen kann. Ihr habt jahrelang Fernbeziehung und nur am Wochenende zusammen, da hattest du vier- fünf Tage für dich zum Durchschlafen oder wenigstens nicht gestört werden. Zusammen gezogen seid ihr erst, als du gekündigt hast - du kannst zu Not ubtertags dich hinlegen, es wäre ganz anders, wenn du noch berufstätig wärest.
Seit ich Kinder habe, schlafe ich keine Nacht mehr richtig durch. Ich ertrage keinen in meinem Bett, obwohl ich sehr gern touchy bin. Du hast recht, dass mann einiges verbessern kann, um gut einschlafen oder durchschlafen zu können. Also mit Einschlafen habe ich null Probleme, aber mit Durchschlafen. Sobald meine Prüfungszeit vorbei ist, werde ich mich darum kümmern.
Aber ansonsten liegt gestörter Schlaf nicht nur daran, dass man "selber schuld" ist, sondern oft auch an äußeren Umständen und da die Frauen allgemein leichteren Schlaf haben (Nachwuchsschutz), reagieren sie eben auch leichter auf Störungen. Das Zimmer meines Sohnes ist am anderen Ende der Wohnung, ich muss regelmäßig sein Wecker ausschalten, dass direkt neben seinem Kopf steht😉. Mein Schimpfen hilft nicht - entweder muss ICH ihn wecken oder eben das Geklingele aushalten - er hört es einfach nicht. Wenn ich ihn wecke, ist er oft total orientierungslos - sein Schlaf war schon immer sehr tief.
 
  • #24
Vikky, man schläft nicht, weil man verärgert ist, sondern man ist verärgert, weil man nicht einschlafen kann.

Nein, da hat @Vikky schon recht. Das schaukelt sich gegenseitig hoch. Je mehr man sich ärgert, desto weniger kann man einschlafen, denn entspannt ist man dann ganz sicher nicht mehr.
Sie hat nur den "Vorteil", dass an ihren Schlafstörungen niemand anderes "schuld" ist und sie schon immer damit klarkommen muss.
 
  • #25
Liegt vielleicht auch daran, dass ich im Gegensatz zu dir durchaus schlafen könnte ohne menschliches Sägewerk nebendran - liege ich allein im Bett, funktioniert es ja.

Meine Frau wollte es aushalten.
Das Prinzip Habe halt Schlafstörungen.

Bis wir ernsthaft geredet haben. Mich hat es belastet, zu merken, dass ich sie geweckt hatte, dass ihr Schlaf noch leichter wurde neben mir.

Manchmal schlafen wir zusammen ein, sie geht dann später. Manchmal kommt sie frühs.
Unter der Woche getrennt, fit für den Tag.
Wir sind so mit 2 Schlafzimmern entspannt, sie schläft besser, ich bin entspannter, weil ich weiß, ich störe sie nicht.

Warum man die Schlafgewohnheiten anderer Menschen abwerten muss, verurteilen und als Gradmesser des Charakters bzw. der Beziehung nimmt, verstehe ich nicht.

Jeder entscheidet für sich, was richtig ist.
Gerade beim Schlaf gilt es, Grenzen zu setzen und zu beachten.

M, 56
 
  • #26
Nein, da hat @Vikky schon recht. Das schaukelt sich gegenseitig hoch.
Es geht um Ursache und Wirkung, weil Ursache kann man beheben. Wenn ich verärgert bin, weil jemand schnarcht, dann helfen mir keine Entspannungsübungen, um relaxter zu sein, weil Schnarcher stört weiterhin mein Schlaf. Warum soll ich lernen, besser damit umzugehen, wenn ich das Problem eliminieren kann (anderes Zimmer nehmen), vor allem weil es ja gar nicht mein Problem ist? Meine Freundin war zu Besuch und hat bei mir geschlafen, ich habe gleich gesagt, ich schlafe unruhig, ob sie auf der Couch schlafen will - nein, sie schlafe wie ein Stein, das stört sie nicht. Tatsächlich. Sie hat die ganze Nacht sogar in der gleichen Position geschlafen. Wäre es anders, hätten wir das Problem lösen können, ohne jetzt unsere Freundschaft infrage zu stellen.
 
  • #27
Es geht um Ursache und Wirkung, weil Ursache kann man beheben. Wenn ich verärgert bin, weil jemand schnarcht, dann helfen mir keine Entspannungsübungen, um relaxter zu sein, weil Schnarcher stört weiterhin mein Schlaf.
Sag ich doch - bei dir ist der Schnarcher die Ursache der Schlaflosigkeit und somit des Ärgers. Bei mir auch. Bei Vikky nicht, deshalb ärgert sie sich auch nicht.

Aber Ärgern hilft trotzdem nicht beim Weiterschlafen ;). Selbst wenn ich dann früher "umgezogen" bin, konnte ich nicht wieder vernünftig einschlafen, weil zu viel Adrenalin im Körper ...
 
  • #28
@Jochen1: Nein, er würde sie zum Arzt schicken, weil man gegen Schnarchen ja immer was tun kann :p. Weigern von ihrer Seite wäre wohl keine Option, dann würde er sich trennen, weil es dann keine "echte, wahre Liebe" von ihr sein kann.
Meine Frau schnarcht übrigens auch. Gut wenn ich jetzt Urlaub habe, dann ist es jetzt nicht so schlimm. Da kann man am nächsten Tag ausschlafen. Ich hätte auch kein Problem wenn ich schnarchen würde auf das Sofa zu gehen. Alles andere wäre egoistisch.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #29
Ich finde es schön, mit der Partnerin so umschlungen einzuschlafen, dass ich gar nicht mehr ganz weiß, wo ich aufhöre und sie anfängt.
Gegen normales Schnarchen hilft oft leichtes Schubsen, etwas Drehen etc.

Nicht schön finde ich, von Anfang an schon in getrennten Betten einzuschlafen, um schwerer Schnarcherei auszuweichen. Dann lieber irgendwann in der Nacht umziehen.
 
  • #30
Ich finde es schön, mit der Partnerin so umschlungen einzuschlafen, dass ich gar nicht mehr ganz weiß, wo ich aufhöre und sie anfängt.
Das haben wir in den ersten Monaten sehr häufig gemacht. Allerdings auch sehr schlecht geschlafen, alle beide :D. Da waren wir aber noch so mit Endorphinen vollgepumpt, dass es uns nicht sehr gestört hat.

Nicht schön finde ich, von Anfang an schon in getrennten Betten einzuschlafen, um schwerer Schnarcherei auszuweichen. Dann lieber irgendwann in der Nacht umziehen.

Dann bist du aber schon wach und kannst, wenn du damit eh Schwierigkeiten hast, womöglich schon nicht mehr einschlafen. Es ist immer alles Abwägungssache. Wenn ich arbeiten muss, kann ich es nicht brauchen, mir deswegen die halbe Nacht um die Ohren zu schlagen.
Mein Mann kommt übrigens manchmal mit in mein Bett und kuschelt mich in den Schlaf. Dann steht er wieder auf (ist ihm meist eh zu früh zum Schlafen).
 
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