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Gast

  • #1

Sage mir welche Farbe dein Auto hat und ich sage dir wer du bist!?

Ist es tatsächlich so, dass sich von der Autofarbe auf den Charakter eines Menschen schließen lässt? Oder spielen Automarke + Farbe eine Rolle? Ich habe einen weißen Audi R8-Fahrer kennengelernt und frage mich, was er sich bei dieser Kombination gedacht hat. Er selbst findet das Auto nur geil, aber steckt nicht doch noch ein bisschen mehr dahinter? Ist schwarz die berühmte Understatementfarbe und weiß der "Unschuldsengel"?
 
  • #2
Liebe Fragenstellerin,

theoretisch von der Theorie der Farben schon, aber ist ein Autofahrer mit grünem Auto ein neidischer oder Eifersüchtiger Mensch?
Ich wage allerdings sehr zu bezweifeln, ob sich da ein Stellenwert beimessen lässt, Hauptsache, der Kerl mag das Auto und Punkt.

Ich fahre ein schwarzes Mountainbike und meine Hantelscheiben sind aus Gusseisen und schwarz lackiert. Was heißt das? Wie lang ist mein Penis? Bin ich ein treuer Mann? Wie viele Beziehungen hatte ich schon vorher? Bin ich reich? Bin ich eitel? Wie oft hole ich mir deshalb einen runter? Esse ich lieber Schokolade oder Gummibärchen? Welche Haustiere habe ich daher?

Das ist doch Humbug, sowas wie Hellsehen oder Eingeweideleserei oder Kaffeesatzinterpretation .... hmm, was meint ihr, wie trinke ich meinen Kaffee, wenn meine Badehose helllblau ist? Bin ich daher daminant, selbstbewusst und handwerklich begabt?

Im Kontrast zu meiner Einstellung: Denkt nicht so viel darüber nach. Niko m(25) 7E22AC77
 
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Gast

  • #3
Dann hätten wir vr ein paar Jahren alles Understatements gehabt und derzeit alles Engel.
Modefarben gibt es beim Auto genauso wie bei Kleidung. Die wechseln nur nicht so schnell.
Also Quatsch!!!
Vielleicht kann man ein bißchen nach der Reputation des Autos gehen...vielleicht und mehr auch nicht.
Denn viele Leute in Deutschland kaufen sich ihr Auto noch immer nach dem Geldbeutel und nicht nach der Farbe...was eine unangemessene Fragew...tsss
 
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Gast

  • #4
In der Tat spiegelt die Autofarbe und zunehmend die Innenausstattung den Charakter des Fahrers wider. Hierüber gibt es zahlreiche Studien die diesen Zusammenhang verifiziert haben.
Beachten muß man nur die Korrelation zwischen Fahrzeugdesign und Farbe - dies scheint mir noch nicht hinreichend hinterfragt / analysiert.

Grobabriss (s. ggf. auch Suchmaschinen):
blau und schwarz: eher solide, ausgeglichen (deshalb oft unbewußt Businessfarbe)
silber, grau: eher schüchtern unauffällig (in der Krise fährt die Gesellschaft diese Farbe)
rot und knallige Farben: sportlich aggressiv und um Anerkennung buhlend

Zusätzlich gibt es in jedem Kulturkreis imagebelastete Farben:

- gelber Golf ö.ä. = Postauto (nach wie vor/wenn der Postmann zweimal hupt)
- weiße Autos = Handwerkerfahrzeuge
- rote Autos = nicht mehr zeitgemäß, aber sportlich aggressiv (historisch noch passend für Ferrari)
- orange Autos = Baustellenfahrzeuge öffentl. Dienst


Zunehmend wird versucht mittels Grenzfarbe unbewußt Aufsehen zu erzeugen und zu provozieren (gelbe, orange, hellblaue Mittelklassewagen).

Die Modefarbe kupfer und weiss konnte entgegen der Prognose vor 8 Jahren bei uns nicht Fuss fassen. Die weisse Farbe sollte edel und unberührt bedeuten, wird in unserem Kulturkreis aber eher mit dem Tode (Beerdigung) und einfaches Handwerkerfahrzeug verbunden (anders in z.B. arab. Ländern, in Japan mit Reinheitswahn). Vereinzelt sieht man heute weisse Edelkarossen, wirken alle aber ärmlich deplatziert.

Ein Audi R8 in weiss ist für mich etwas widersprüchlich. Die Idealfarbe für dieses Design mag näher am silber liegen, die Fahrzeugklasse ist vom 911er belegt. Entscheidet sich ein Fahrer für die Drittmarke Audi, einen neuen 911 er Konkurrenten und mit weisser Farbe, dann ist er vom Typ her kein Sportfahrer, etwas geizig angehaucht und hat im Inneren keinen echten feinen Lebensstil.
Erstes hätte eher ein Porsche 911, zweites eine silberne oder besser schwarze Farbe und drittes dann ein Aston Martin DB9 sein müssen. Von weiteren Erläuterungen sei hier mal abgesehen (wer dies nicht verstehen will wird dies auch nicht verstehen).

Sorry, ein Idealpartner fährt eher nicht ein provozierendes Aussenseiterauto mit "Aussenseiter- Farb-Design-Kombination".

Im Positiven: Ihr Bekannter hat einmal einen neuen Autotyp "Pseudoimagesportwagen" testen und aus Kostengründen die neue Modefarbe weiss gewählt (ohne an Aussenwirklung und Wiederverkaufswert zu denken).
 
  • #5
Ich glaube nicht, dass man alleine aus Automarke/-modell und Farbe irgendetwas schließen kann.

Weiß ist vor allem eine auffällige Farbe und dient damit der Unfallverhütung...

Wer glaubt schon alleine aus der Marke und der Farbe etwas schließen zu können, ohne weitere Umstände zu betrachten, hat sicher einen Doktortitel in Amateurpsychologie.
 
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  • #6
Ganz wichtig ist zu klären, wie der Audi finanziert wurde.

Also: Aus der Portokasse, geleast, Barzahlung, Ratenvertrag, Zuschuss von der Oma etc..
 
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  • #7
Welcher Weißton ist es denn?

Die Eskimos bspw. kennen 300 Weißtöne. Und wenn du dich auf Parkplätzen umschaust, wirst du auch ohne Arktiserfahrung schnell erkennen können, dass weiß eben nicht gleich weiß ist.

Deswegen haben die Autohersteller auch immer Zusätze in den Farbtabellen stehen. Arktis-Weiß, Polar-Weiß, Grand Prix-Weiß oder, oder.

Und welches Format und welche Farbe haben die Alufelgen? Niederquerschnitt und etwa mattschwarz?
 
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  • #8
@6 Nein weiss ist weiss (vergilben werden sie alle), das andere sind nur Marketingfarbnamen.

Gemeint ist hier sicherlich nicht "elfenbein", denn diese Farbe kann imagemäßig in D sogar ein Kleinkind festlegen (oder auch unsensible Menschen).
 
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  • #9
Na hier werden mal wieder alle Klischees bedient. Die Automarke und auch Farbe ist doch 1.Geschmackssache und 2. oft auch durch praktische Überlegungen zustande gekommen.
Ich fahre als Zweitwagen zum Spass einen kleinen, feuerroten Oldtimer, das Auto gab es damals eben meist in dieser Farbe und es sieht damit auch einfach gut aus. Deswegen bin ich weder aggressiv, noch geltungssüchtig und auch keine besonders sportliche Raserin. Das Auto ist in dieser Farbe eben einfach nur schnucklig. Punkt. Mein Alltagsfahrzeug wiederum ist einfach nur pragmatisch und praktisch.
Jetzt bin ich mal auf meine Psychoanalyse hier gespannt :)
 
  • #10
Es ist mir ja total neu, dass die Farbe weiß in unserem Kulturkreis mit Beerdigungen in Verbindung gebracht wird. Meines Wissens ist das eher in asiatischen Ländern (China, Japan, Korea) der Fall. Ich kann mich auch nicht erinnern, jemals den Wagen eines Bestattungsunternehmers in weiß gesehen zu haben, eher in schwarz oder silbergrau.

Im übrigen sind die Farben vermutlich mehr dem Zeitgeist unterworfen als dass man Rückschlüsse auf den Charakter ziehen könnte. Auf dieser Seite:

http://www.farbenundleben.de/autofarben/autofarben_wandel.htm

sieht man wie sich die prozentuale Verteilung der farben über die Jahre verändert hat. Welche allgemeinen Rückschlüsse lassen sich denn aus der Tatsache ziehen, dass der Anteil grüner Fahrzeuge von 19,1% im Jahre 1978 auf 2% im Jahre 2006 abgenommen hat? Haben sich in dieser Zeit wirklich die Charaktere der Autofahrer so sehr verändert? Und grau (silber), 1978 noch nicht in den Top 5 hatte im Jahr 2006 einen Anteil von über 40% - sind wir plötzlich alle schüchtern geworden???
 
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Gast

  • #11
Ich fahre einen roten Smart.
Ist das gefährlich und läßt dieser Umstand Rückschlüsse auf meinen defizitären Charakter zu ?
Ich kann ja immer noch mit dem Bus zum Date kommen, aber mit welcher Linie ? Wenn ich nun mit der falschen Linie komme, will der Typ mich vielleicht nie mehr wiedersehen ?
Und wann soll ich ihm die Wahrheit sagen über meinen roten smart ?

Anna, 48
 
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Gast

  • #12
An dieser Stelle möchte ich einmal versuchen ein paar Einschätzungen abzugeben. Gelegentlich sagt man mir nach einen Dr. h.c. der Amateurpsychologie inne zu haben.

@8 Nein der feuerrote Oldtimer sagt sehr viel aus. Natürlich gab es in den 60er/70er Jahren mit gesteigerter Lebenslust der Gesellschaft fast nur diese Farbe. jedoch hätten sie auch dunkleblau oder silber wählen können wenn ihr Charakter diese eingefordert hätte. Ebenso orange oder grün. Rot steht für "auffallen wollen", Sportlichkeit im allgemeinen (nicht Raserin, sondern eher Normalgewicht) und überdurchschnittlicher Geltungssucht bei seltenen Fahrzeugen.

@9 Nein, Sie haben hier einen verkehrten Bezug hergestellt:
Die weisse Farbe ist letztlich gar keien Farbe, sie strahlt kühle aus und ist seit Urzeiten die Farbe des todes (schenken Sie einer Dame einmal weisse Rosen, ihr Unterbewußtsein wird rebellieren ?). Dass der "seriöse" Bestattungsunternehmer eine solide Farbe (schwarz) fahren muß ist Business like - wie sonst kann er überhöhte Preise mit Minimalaufwand einfordern ohne dass unser Unterbewußtsein Alarm schlägt (oranges Fahrezug mit rosa Streifen?).
Ebenfalls fahren Geschäftsführer unbewußt schwarze oder dklblaue Fahrzeuge, damit man ihre Arbeitsleistung und Souveränität nicht hinterfragt (sind damit eher unnahbarer). That's Psychologie.
Der Anteil an silbernen Farben in der gesellschaft spiegelt dass Bedürfnis wieder nicht aufzufallen, sich zurückzunehmen, fehlende Lebensfreude. Im Vergleich zu den wilden 70ern waren ja gerade poppige Farben (orange, grün, hellblau, rot) gefragt.
Grüne Autos haben nach den wilden 70ern natürlich das Image von Förster- und Gärtnerfahrzegen. Es gibt quasi auch nur noch Frauen die eine solche Farbe wählen (z.B. grüner Golf).

@10 Ein roter Smart für eine moderne Frau im gesetzten Alter ist "total" daneben. Das Fahrzeug soll einen jugendlichen Charakter verströmen und ist imagemäßig maximal für Berufsschüler bis 30 geeignet. Zu Ihnen passt um Größenordnungen ein Golf besser.
 
  • #13
Die Farbwahl sagt in allererster Linie eindeutig etwas über den Geschmack aus -- und ist damit schon mal nicht völlig unbedeutend. Manche Farben sind eher Mainstream, andere eher außergewöhnlich -- auch das sagt etwas über die Haltung und Einstellung des Besitzers aus.

Ansonsten ist klar, dass Autofarben der Mode unterworfen sind und gerade Käufer von Gebrauchtwagen haben daher auch nicht die freie Farbwahl. Daher sagen gerade die Modefarben am wenigsten aus, eine Abweichung davon kann schon eher etwas sagen (welcher ernstzunehmende Mann fährt einen rosa Smart?)

Insgesamt würde ich die Farbe nicht überinterpretieren.
 
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  • #14
Na da werden ja mal wieder fröhlich subjektive Ansichten als allgemeine Gesetzmäßigkeiten dargestellt. Wie schon von ein paar Schreibern angemerkt: Im Grunde reine Geschmackssache und zu viel Hineininterpretieren reine Kaffeesatzleserei.
Zunächst mal ist schwarz kein Farbe sondern physikalisch gesehen die Nichtreflektion aller sichtbaren Wellenlängen. Und strahlt für mich wie auch dunkelblau mitnichten Solidität und Verläßlichkeit aus sondern eher Angepaßtheit und Langeweile.
Dass die Farbe rot für geltungssüchtige Aggressivität stehen soll, ist genauso hanebüchener Quatsch. Schließlich ist es seit längerer Zeit bekannt, dass rote Autos (oder andere Signalfarben) im Straßenverkehr besser und schneller wahrgenommen werden und somit der Verkehrssicherheit förderlich sind. Daraus kann ich dann ebenso gut den Schluss ziehen, dass die Fahrer solcher Autos ein hohes Maß an Sicherheitsbewußtsein haben.
Ganz nebenbei, besonders @3: silber für einen 911 gehört unter Strafandrohung mit nicht unter fünf Stunden Musikantenstadel gestellt und ein Audi R8 liegt preislich deulich über einem normalen 911.
@12:Und ab welchem Alter genau sollte man dann genau welchen Farbwechsel machen? You made my day! Aber der Amateurpsychologe war ja schon selbst wohlweislich betitelt.
 
  • #15
@#13: Nur kurz zu dem anachronistischen "Schwarz ist keine Farbe": Farbe ist für den Menschen in aller erster Linie ein Sinneseindruck und somit ganz genauso eine Farbe wie jede andere auch. Dunkelheit ist keine Farbe, aber Farbe als Terminus dafür, dass nur sehr wenig Licht von einem bestimmten Objekt reflektiert wird, ist vollkommen korrekt, denn es beschreibt, WIE wir dieses Objekt wahrnehmen in bezug auf seine Farbe (und eben nicht in bezug auf eine andere Eigenschaft). Zumal schwarz eben regelhaft nicht "gar kein Licht" bedeutet, sondern "sehr wenig".
 
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  • #16
@14: Ganz richtig, mit der Bezeichnung des Sinneseindruckes schwarz als Farbe geben wir nur einer Unzulänglichkeit unserer Sprache Ausdruck. Ein schwarzer Gegenstand absorbiert alle sichtbaren Wellenlängen, er reflektiert eben nicht regelhaft sehr wenig Licht. Das schlägt sich besonders darin nieder, dass Graduierungen bei schwarz nicht existieren, wohl aber dunkelrot oder hellblau, ein etwas mehr an Lichtreflektion führt zu den verschiedenen Grauabstufungen, schwarz bleibt schwarz, womit wir, wie richtig bemerkt, unseren Sinneseindruck von einem Gegenstand wiedergeben, eine Farbe wie gelb oder violett ist es aber nicht. Aber das artet jetzt etwas in Haarspalterei aus. Einigen wir uns auf unentschieden ;-).
 
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  • #17
@13 Ja, vermutlich bin ich "hochsensibel".
Werfen Sie bitte einmal einen Blick in die Gebrauchtwagenpreislisten und Sie werden einen Großteil Ihrer Fragen beantwortet haben. Ebenfalls läßt sich im Alltag doch sehr vieles erkennen. - Ein gerne gewähltes Beispiel ist für unsensible Menschen (kein Vorwurf) die linke Auobahnspur. Welche Marken haben in der Regel freie Fahrt, welche eher nicht ? In welchen Fahrzeugen sitzen eher Frauen, in welchen eher nicht ? Welche Farben fahren gute Bekannte und wie sieht ihr Verhalten (Charakter) aus (träge, selbstverliebt, geltungssüchtig, emotional ?
Ein Farbwechsel ist aus meiner Sicht immer dann angebracht, wenn man einen Lebensabschnitt beendet hat und dem Umfeld indirekt etwas mitteilen möchte z.B. als junger Mann eher aggresive oder bei niedriger Bildung poppige Farben zum Auffallen in der Clique, im Berufsleben die gesetzteren Farben und in entsprechenden Positionen sind gewisse Marken und Farben dann gesellschaftlich fixiert (ein Bundespolitiker oder Vorstandsmitglied in einer rosa S-Klasse ?).

Letztlich ist es gleichgültig ob man ein Gespür für die "Psychologie der Massen" hat. Es kann hilfreich bei der Partnerwahl sein, da man Worte alleine nicht vertrauen und die Taten und Entscheidungen zu den geäußerten Ansichten stimmig sein sollten. Hat man hierfür keine "Antenne" muß man sich auch keine tieferen Gedanken zu der Korrelation machen.

Ich vermute es ist wie an der Börse: Die einen haben das entsprechende Feingefühl in der "Psychologie der Massen" (werden Politiker oder Investmentbanker), die anderen 90% der Bevölkerung gehen halt baden (und werden abgezockt). That's life.
 
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Gast

  • #18
Wieso lässt sich das nicht aus den Köpfen bringen, dass ich ein bestimmtes Modell und eine Farbe eben nicht wähle, um damit nach außen Signale zu senden oder ein Bild von mir zu ändern, sondern schlicht und einfach weil es mir ganz persönlich gefällt? Ich bin nicht so fremdgesteuert, dass ich mir bei der Farbwahl überlege, welchen Effekt das auf meine Umgebung machen wird, auch nicht unterbewußt. Nur als kleines Beispiel die arabischen Scheichs: Die kaufen sich mal eben vierzig Autos, obwohl sie sie mangels Infrastruktur gar nicht fahren können, somit von der Umwelt gar nicht wahrgenommen werden, einfach weil sie es sich (noch) leisten können und es ihnen gefällt. In irgendeinem Emirat haben sie sich ein paar Quadratkilometer mitten in die Wüste asphaltiert, damit sie wenigstens ab und zu mit ihren unsinnigen Spielzeugen fahren können.
Beruflich ist das natürlich eine ganz andere Sache. Aber eine rosa S-Klasse für Super-Guido, warum nicht?
 
  • #19
@#17: Genau darum geht es doch! Eine Interpretation der Farbwahl macht überhaupt nur Sinn, wenn man annimmt, dass Du die Farbe unbewusst einfach nur nach Deinem persönlichen Geschmack gewählt hast -- genau, wenn das zutrifft, lassen sich farbpsychologische Deutungen überhaupt nur vornehmen. Wenn man bewusst Signale senden wollte, wäre jede Deutung obsolet, weil ja ein Teufelskreis entstünde (als ob man sich das Sternzeichen aussuchen könnte!).

Aber nochmal: Farbpyschologie auf die Autofarbe anzuwenden scheitert schon daran, dass viele Modefarben von der Industrie und Gesellschaft vorgegeben werden und nicht so persönlich sind, wie beispielsweise die Farbwahl bei Kleidung oder Wandfarbe.
 
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  • #20
@ Ja aber es geht hier um die regionale Kultur und da fahre ich auch nicht mit dem Ferrari zum Vorstellungsgespräch. Wenn mich keiner sehen könnte würde ich auch unbedarft mit einem violetten Auto herumgurken.
Natürlich würde rosa zum Guido perfekt passen (privat), aber die Basis würde dann doch eher gelb fordern mit Startnummer 18.
Ich sehe Sie haben den Hintergrund verstanden.

Und glauben Sie bitte nicht ich würde keine Opel-Fahrer erkennen ...
 
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  • #21
#13 @16: Das Beispiel mit der linken Autobahnspur war aber mal eine nette Steilvorlage. Da gab es vor ein paar Jahren mal eine ausführliche Untersuchung vom ADAC. Demnach sind die Raser und Drängler in der Mehrzahl Kombis von Audi, BMW, Mercedes in silber, dunkelblau, schwarz (die beliebten soliden Firmenwagen) und zusammen mit den Kleintransportern auch die häufigsten Unfallverursacher.
 
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  • #22
#17 @#18: Daraus schließe ich, dass Du es gut heißt, eine Farbwahl nach der zu erzielenden Wirkung vorzunehmen und nicht nach Dem persönlichen Geschmack!? Das meinte ich mit Fremdgesteuertheit. Und etwas in die Farbwahl hineinzuinterpretieren, ist so oder so esoterischer Humbug. Ich als eher ruhiger und ausgeglichener Mensch, habe schon immer als Lieblingsfarbe ein knalliges Rot gehabt, niemand würde mir irgendwelche aggressive Tendenzen nachsagen. Und Modefarben werden nicht von der Industrie vorgegeben, Kleidung mal ausgenommen, sondern von der Allgemeinheit gewählt, Du bekommst ansonsten jede beliebige Farbnuance, ist nur ein Häkchen auf dem Bestellformular.
 
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  • #23
@#3: Witzig, Ihre Deutungen sind letztlich alle negativ, egal, was für eine Farbe das Auto hat. Kann es sein, das Sie eine eher missmutige Natur sind, die in allem erst mal nur das negative sieht?

Allgemein:

Meine Lieblingsfarbe ist z.B. ein eher dunkler Blauton - ich würde aber nie ein Auto in dieser Farbe kaufen oder die Wände damit streichen.

Ich denke, die "beste" Farbe eines Auto hängt sehr stark vom Design des Autos selbst ab. Silber macht Autos z.B. optisch eher kleiner, schwarz eher größer. Daher sehen silberne Sportwagen eher mau aus, denn die sind ja gewöhnlich niedrig gebaut und wirken in silber dann leicht etwas mickrig. Rot ist dagegen sehr auffällig und daher für Sportwagen viel besser. Schwarz geht da aber auch, wenn man gleichzeitig ein wenig Understatement in die Sache bringen will. Weiß ist eher typische Modefarbe, ob die Farbe bei Autos wirklich Bestand hat, darf bezweifelt werden.

Ein weißer R8 sagt also: Fahrer ist modebewusst, möchte aber gleichzeitig zeigen, das er dynamischer Individualist (daher ein R8 und kein 911) ist und viel Geld hat.
 
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Gast

  • #24
Ich erkenne Opel-Fahrer auch! Spätestens wenn diese aus dem Wagen aussteigen...
Aber "Dr. h.c. " hieß schon vor langer Zeit bei Heinz Erhardt "humoris causa".
 
  • #25
Mein Gott, was werden hier für Fragen gestellt.

Was sagt die Farbe weiss bei einem Auto aus? Zum Glück warst Du noch so schlau das Modell dazu zu schreiben.
Weiss:
Kleinwagen = AWO, Stadtwerke oder medizinischer Pflegedienst
Luxuskarosse = Individualität, Mut zum Neuen und in 2 J. wird die Leasingkarre ausgetauscht.

Zum Glück hast Du in einem Nebensatz das Modell erwähnt. Draus lässt sich schon mehr ableiten:
Der R8 ist eine scharfe Rennmaschine. Sein V8 Mittelmotor bringt ordentlich Sound und zieht mit hammermäßigem Dampf (420 PS) alle ab. Ich finde das provokant aggressive Design ist eine Augenweide. Hinzu kommt, dass man den R8 nicht allzu oft sieht.
Die Farbe weiss ist für dieses unangepasste Modell eine deutlich bessere Wahl als schnarchiges Allerwelts-Silber oder schwarz.

Also liebe FS, stell Dir lieber die Frage was dieses Auto über den Fahrer aussagt:
- liebt schnelles Fahren
- will den sportlichen Wettkampf
- erfreut sich an technischen Spielereien
- will auffallen, sich präsentieren, gesehen werden
- er liebt die Show
- kann sich ein 100.000€ Auto oder dessen Finanzierung leisten
- lächelt lässig über die Spritpreise
- Umweltaspekte sind keine Priorität
- rast gerne mal mit 300 über die Autobahn
- kriegt Gänsehaut wenn der Motorsound losdröhnt
- leistet sich eine „ich-kauf-mir-was-ich-will“ Mentalität

Da gibt’s noch vieles mehr. Ich denke Du wirst das schon an dem Typen herausfinden.
Viel Spass!
 
G

Gast

  • #26
Ich kann #3 zustimmen wenn das Auto von dem Halter so bestellt und neu gekauft wurde.
Bei #9 würde ich sagen "grün" und Auto haben nie zusammen gepasst. Weder bei der Herstellung und erst recht nicht beim Betrieb. Das haben die damals wohl kapiert und sind nicht mehr "grün" gefahren sondern haben grün gewählt oder wenigstens den Müll sortiert.
Silbern verbinde ich nicht mit schüchtern sondern mit technischem Gebrausgegenstand. M 53 J
 
G

Gast

  • #27
Nun ja, zugegeben, der R8 wäre schon mein Traumauto, aber bestimmt nicht in weiß. Da geht nur schwarz : Männlich, kraftvoll, mächtig, raubtierhaft und voll geil, aber eben nur in schwarz;-)
Schwarz ist eine Farbe, die irgendwie anziehend und sexy wirkt, siehe scharfe Dessous, da gibt es eigentlich auch keine Alternative. Rot...oh sorry!
Schwarz ist eine Farbe, die Unnahbarkeit ausstrahlt und deshalb diese verdammt wahnsinnige Wirkung hat. Weiß hingegen ist für mich sehr jungfräulich und ich frage mich, was diese Farbe bei einem R8 soll. Ich komm nicht drauf. Am besten umlackieren lassen...

m36
 
  • #28
@#21: Nein, das meinte ich gerade nicht. Sicherlich DARF man die Farbe seines Autos danach wählen, wie es auf andere wirkt. Als Geschäftsmann ist dies z.B. für einen Dienstwagen eine naheliegende Überlegung, die genauso gerechtfertigt ist, wie jede andere Marketing-Überlegung auch. Ebenso darf man als Mann durchaus das eigentlich einem gefallenen Hellgrün ablehnen, weil die gesellschaftliche Response darauf negativ wäre. Ja, man DARF sich zu einem gewissen Maße anpassen. Sozialisation ist nicht generell negativ. Sicherlich predige ich, man solle authentisch sein und keine Rolle spielen -- das heißt aber nicht, dass man jegliche Wirkung auf andere ignorieren muss. Ganz im Gegenteil ist der Mensch ein hochsoziales Wesen, für den die Einbindung und Akzeptanz seiner sozialen Umgebung von Bedeutung ist. Hier gilt es, Authentizität mit Akzeptanz zu vereinbaren.

Mir liegt esoterischer Krams so fern wie nur irgend möglich und ich wäre die letzte, die irgendwelche Hirngespinste in die Farbwahl hineininterpretiert. Aber selbstverständlich spielen doch charakterliche und pragmatische Faktoren eine Rolle bei der Farbwahl. Ein selbständiger Handwerker, der sich seinen Transporter oder Dienstwagen in silber oder weiß plus Logo-Motiv aussucht, hat z.B. einen deutlich besseren Wiederverkaufswert als wenn er ausgerechnet einen grünen oder beigen Wagen kauft. Das war einer der Hauptgründe, warum die Polizei jetzt silberne (mit blauen Klebestreifen) statt weiß-grün lackierte Fahrzeuge fährt!

Wer eine provokante oder auffällige Farbe aussucht, will und kann damit leben. Wer sich eine sehr angepasste Farbe aussucht, ist eben eher angepasst -- aus welchen Gründen auch immer. Einfach zu behaupten, die Farbe sage gar nichts aus, greift zu kurz. Aber man sicherlich vieles überinterpretieren und dazu gehören sicherlich auch die ganzen Psycho-Farbtheorien.
 
G

Gast

  • #29
So und ich fahre einen englischdunkelgrünen Jaguar und habe meine Schublade noch nicht gefunden. Ein R8 ist natürlich ein Hammergerät und da würde mir weiß nicht so extrem gut gefallen und wenn dann das Interieur dazu noch schwarz ist, nicht wirklich.
Aber vielleicht fällt ja weiß noch mehr auf? Brauchs eigentlich nicht, weil die vier Auspuffrohre ja schon Musik machen, dass einem die Ohren abfallen;-)
 
G

Gast

  • #30
Ich fahre einen Firmenwagen und der hat unsere Firmenfarbe, da gab es nichts auszusuchen ...