• #1

Rollenverständnis in der Familie und Auswirkung des Feminismus

Ich habe in einem Forum einen folgenden Beitrag gefunden, (ein Freund hat es bei FB gepostet und ich wurde hellhörig auf das Thema Feminismus)

Zitat:

Angeblich hat die Rockefeller Foundation den Feminismus ins Leben gerufen und gesponsert, indem sie ihre eigenen diversen Medien und Zeitschriften verwendet haben, um die feministische Idee unter die Frauen zu bringen.
Auch die CIA soll laut einer Chefredaktorin in den 60-er Jahren Frauenzeitschriften gestartet und finanziert haben.

Nicholas Rockefeller sagte dazu folgendes:

"Der Feminismus ist unsere Erfindung aus zwei Gründen. Vorher zahlte nur die Hälfte der Bevölkerung Steuern, jetzt fast alle weil die Frauen arbeiten gehen. Ausserdem wurde damit die Familie zerstört und wir haben dadurch die Macht über die Kinder erhalten. Sie sind unter unserer Kontrolle mit unseren Medien und bekommen unserer Botschaft eingetrichtert, stehen nicht mehr unter dem Einfluss der intakten Familie. In dem wir die Frauen gegen die Männer aufhetzen und die Partnerschaft und die Gemeinschaft der Familie zerstören, haben wir eine kaputte Gesellschaft aus Egoisten geschaffen, die arbeiten (für die angebliche Karriere), konsumieren (Mode, Schönheit, Marken), dadurch unsere Sklaven sind und es dann auch noch gut finden."

Der Feminismus maskiert sich als Bewegung für die Frauenrechte, sei aber gegen die Frauen gerichtet, Frauen werden gegen die Ehe und die Mutterschaft aufgehetzt, es wird ihnen eingeredet, Karriere wäre wichtiger als die traditionelle Mutterrolle und die von der Elite kontrollierten Medien verbreiten diese Lügenbotschaft. Nur, was für eine Karriere soll das sein? In einem Büro sitzen und Papier von links nach rechts bewegen? An einer Maschine stehen und immer die gleiche Handbewegung machen? Oder wenn es dann mal hoch kommt, als Chefin andere Kollegen anzutreiben und auszubeuten?

Die Rockefellers und Rothschilds haben den Feminismus erfunden, um die Familie zu zerstören und um die Mann-Frau-Beziehung zu vergiften und Individuen zu schaffen, welche den idealen steuerbaren Konsumenten darstellen....

Ende

WIe ist Eure Meinung dazu? Zerstört der Feminismus die traditionellen Familienformen und lässt die Menschen zu egoistischen Individuen degradieren, die keinen Sinn für Familie haben, weil - nun unter der EInwirkung des Feminismus Frauen sich in ihrer Karriererolle sehen, und die traditonelle Rollenverteilung in der Familie zerstört wird, (wird damit auch gleichzeitig die Familie an sich zerstört)?

Kommentare gerne willkommen
 
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  • #2
Meine Meinung? Liest sich wie Sektengeschreibsel! Quellenangaben absichtlich "vergessen"?
 
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  • #3
Mir ist bekannt, dass andere den Feminismus so sehen. Ich finde, dass manche es übertreiben.

Für mein eigenes Leben bevorzuge ich eine gemäßigtere Form. Nur weil ich arbeiten gehen "darf", ohne dazu die Erlaubnis meine Ehemannes zu benötigen, "muss" ich doch nicht unbedingt Karriere machen, sondern kann mich auch für eine ausgeglichenere Work-Life-Balance entscheiden.

Ich empfinde es als Vorteil, dass ich nicht völlig abhängig von einem Mann bin und eigene Entscheidungen treffen darf. Aus Sicht des Mannes destabilisieren die Rechte der Frau sein Leben als Familienoberhaupt. Es ist für mich aber kein erhaltenswertes Ideal, wenn es einen Herren und sonst nur rechtlose Frauen und Kinder gibt.

Zustimmen muss ich der Behauptung, dass es erwerbstätigen Frauen leichter fällt, sich von ihrem Mann zu trennen. Aber das bedeutet nicht, dass es die Ursache der Trennung ist.
 
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  • #4
Das ist ein Witz, oder? Wenn ich Kinder in die Welt setze, stelle ich zunächst einmal sicher, dass ich sie ernähren kann und nicht nur der Ehepartner oder der Staat. Eine Frau, die weiß, wie schwer sich der Euro verdient, geht nach meiner Erfahrung nicht nur mit selbigem umsichtiger um, sondern auch mit dem Mann, dessen Leistung sie zu schätzen weiß, weil sie sie selbst erbringt. Fast überall in der Welt hindert die Erziehung von Kindern die Frauen nicht daran, zu arbeiten. Wer erlebt hat, wie verbissen gerade Frauen mit geringer Berufsausbildung um einen Mann mit gutem Einkommen kämpfen (meine Ex zum Beispiel) und welche Werte (nur Bares ist Wahres) sie den gemeinsamen Kindern nur vermitteln können, setzt Leistung nicht mehr mit fehlender Weiblichkeit und fehlendem Familiensinn gleich, sondern mit dem Gegenteil.
 
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  • #5
Die Zitate zeigen für mich nur, dass da mal wieder jemand das Konzept vom Feminismus null verstanden hat. Feminismus heißt -nicht-, dass alle Frauen Karriere machen sollen und dafür Familienwünsche zerstört werden müssen. Es heißt nur, dass Frauen die Entscheidungsfreiheit haben dürfen: wer Karriere machen möchte, soll nicht durch veraltete Barrieren aufgehalten werden, und wer eine traditionelle Familie mit allem was dazu gehört haben möchte, darf das ebenso. Keine Variante davon ist besser oder schlechter als die andere. (Und ja, es gibt auch selbsternannte Feministinnen ala Alice Schwarzer, die das Konzept der Entscheidungsfreiheit genausowenig verstanden haben, aber die werden von den allermeisten Frauen doch nur müde belächelt.)
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Konsum durch den Feminismus stark angekurbelt wurde. Mode, Schönheitsprodukte etc. wurden doch schon in den 50er Jahren in Massen gekauft, nur dann eben aus der Brieftasche des Mannes bezahlt. Für den Verkäufer macht das doch keinen Unterschied?
Dass heute meist ein Einzelgehalt nicht mehr ausreicht, um eine Familie zu ernähren, und dadurch oft beide Partner arbeiten müssen, obwohl vielleicht einer lieber daheim bei den Kindern bleiben möchte, ist eine ganz andere Geschichte. Und ich finde es törricht zu glauben, dass der böse Feminismus damit einher geht. Eher haben solche Zitate damit einen bequemen Sündenbock gefunden, aber die wahren Ursachen sind ganz andere, die dann natürlich schön verschleiert werden.
 
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  • #6
Ich seh das in etwa genau so, wie es der Artikle sagt.
Verschwörungtheorie hin oder her, so wie die Rollenbilder heute sind, dienen sie zwar der Wirtschaft, aber nicht der Familie.
Was wir bräuchten ist ein "echter Feminismus" der einem echte Wahlfreiheit lässt.
Heute ist es ja kaum noch möglich Hausfrau zu sein, wenn man es möchte. Entweder aus finanziellen gründen oder aus gesellschaftlichem Druck. Das gleiche gilt für Männer.
Wer sagt schon mit Stolz ich bin Hausmann?
Auch der Ausbau von Krippenplätzen sehe ich sehr kritisch.
Die wollen ihre wirtschaftlichen Interessen durchsetzen und die Leidtragenden sind die Kinder.
Mutter und Vater arbeiten, Kinder in Kitas und Schulen, Opa und Oma wahrscheinlich im Altersheim. Wo bleibt da die Familie?
 
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  • #7
Also wirklich, wie viele Sachen möchtest Du noch aufmachen, die am Ende sich doch um das selbe dreht!

Als das der Feminismus jetzt auch noch eine Verschwörung ist, ist mir neu. Dass er für viele Männer unbequem ist, ist ein alter Hut.

Du hast als Mann Deine Vorstellungen vom Leben und eine Frau soll da rein passen. Dir geht es nicht darum was die Frauen wollen oder was für sie leichter oder besser ist! Dir geht es um Deine Bedürfnisse und wie sie Dir erfüllt werden.

Ich denke nicht, dass ich an einer Gehirnwäsche leide^^ ich möchte nur als Frau selber über mein Leben bestimmen.
 
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  • #8
Hallo Maddog,

Bei deinem Zitat handelt es sich um eine krude Verschwörungstheorie, die von Aaron Russo verbreitet wurde, um seine Filme zu verkaufen.

Zunächst einmal existiert Nicholas Rockefeller nicht. Es gibt die Rockefeller-Familie und die nach ihr benannte Rockefeller-Foundation, jedoch niemanden mit dem Namen Nicholas, der dieser Familie angehört.

Der Grund, warum diese Theorie sich halten kann, liegt vermutlich daran, dass es genügend Männer mit einem Hass auf den Feminismus gibt und ein übersteigertes Misstrauen gegenüber den Eliten haben. Auch wenn Misstrauen prinzipiell gut ist, sollte man dabei vernünftig bleiben.

Was die Theorie an sich angeht kann man auch vieles dagegen halten. Als erstes einmal gibt es die Frauenbewegung schon wesentlich länger als nur seit den 60er Jahren des 20.Jahrhunderts, die Wurzeln gehen zurück ins 18. Jahrhundert und Frauenrechte waren im 19.Jahrhundert heiß diskutierte Themen. Dass nach der weitgehenden politischen Gleichstellung am Anfang des 20. Jahrhunderts, die Frauen bald auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Gleichstellung verlangen würden war nur eine Frage der Zeit und hat nichts mit einer finanzierten Kampagne zu tun.
Wie erklärt sich sonst, dass die Gleichstellung etwa in sozialistischen Staaten teilweise schneller voranging als im Westen? Wohl kaum haben die Rockefellers in der DDR ihre feministische Propaganda verbreitet indem sie Walter Ulbricht gekauft haben.

Ein weiteres Problem dieser gesamten Theorie ist, dass sie suggeriert in der "guten alten Zeit" war die Mann-Frau-Beziehung gut und harmonisch. Die Wahrheit ist aber, dass es keine "gute alte Zeit" gibt, sondern nur eine alte Zeit, in der vieles anders, aber nicht unbedingt besser war.

Der Feminismus ist anstrengend, weil mehr Freiheit es erfordert, mehr nachzudenken und die Rollen immer ausgehandelt werden müssen, anstatt diese einfach aus der Tradition zu übernehmen.
Es stimmt schon, dass es durch den Feminismus weniger traditionelle Familien gibt, das liegt aber daran, dass nicht alle Menschen dafür geeignet sind in einer traditionellen Familie glücklich zu werden. Früher nahm man das hin, heute lässt man sich scheiden, oder heiratet gar nicht erst.
Viele sind irritiert von dieser Freiheit und versuchen sie zurückzudrängen, unter Anderem indem solche Verschwörungstheorien verbreitet werden.
 
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  • #9
Naja, das hört sich sehr nach kruder Verschwörungstheorie an.

Ich würde es begrüßen, wenn Frauen emanzipierter, selbständiger und vor allem selbstbewußter wären als sie es zur Zeit in westlichen Ländern sind. Das Ende der traditionellen Rollenverteilung kann Familien nicht zerstören; vielmehr bereichert und verbessert eine nicht-traditionelle Aufgabenverteilung das Familienleben ungemein.

M
 
  • #10
Verschwörungstheorie hin oder her.... Tatsache ist das man mittlerweile keine Familie mehr durchfüttern kann wenn der Mann nicht aussergewöhnlich gut verdient.. und 2 Singlehaushalte konsumieren mehr als ein 2 Personenhaushalt.. etc.. Es ist sehr wahrscheinlich nicht "gesteuert" worden von irgendwelchen Rockefellers oder Rothschilds sondern hat sich so ergeben.. aber das die doppelte Menge an Arbeitskräften das Lohnniveau plötzlich nicht nach Oben zieht sollte auch klar sein..

ich bin für alternative Lebens- und Verdienstmodelle und für eine Vielfalt an Möglichkeiten bei der Gestaltung seines eigenen Lebens.. ich denke es gibt noch viel zu wenig etablierte Alternativen zur "traditionellen Familie" und zu viele Konservative Holzköpfe die eine Mini-Gemeinschaft zwischen dem Gestern und dem Morgen aufreiben. Dazu gehören auch flächendeckendes bedingungsloses Grundeinkommen in Zusammenarbeit mit zumindest ZentralEuropa und kostenlose Bildungsförderung ..
 
  • #11
Ich betrachte es absolut gegenteilig.
Der Feminismus befreit die Frauen vom klassischen Rollenbild = Zwang.

Wenn ich eine Frau wäre, würde ich mich von keinem Mann etc. fremdbestimmen/zwingen lassen.
Weder im Beruf, Job, Kinder, oder als Hausfrau+Mutter.

Wenn es keinen Feminismus gäbe, würde ich ihn erfinden. Dazu brauche ich keinen Konzern und keine CIA. Sondern eigenes, selbstbewusstes, freies Denken.

Wenn der Mann lieber ein "devotes Weibchen" möchte, z.B. als seine Haushälterin, anstatt eine gleichberechtigte, emanzipierte Partnerschaft - dann ist er der falsche Mann für mich.
Und ich die falsche Frau für ihn.

Aber auch als Mann lasse ich mich nicht von Frauen manipulieren. Eben nicht "der dressierte Mann"
Und nicht für "zwei Brüste und eine Vagina." Dafür müssen sich solche Frauen andere Männer suchen, die so dumm sind, und sich zum Deppen machen lassen.

Natürlich kann es auch Mißbrauch des Feminismus geben.
z.B. in der DDR, wo man jede Arbeitskraft für den Sozialismus eingesetzt hat, soweit möglich.
(und im Grunde für die Ausbeutung der DDR durch die Sowjetunion)

Oder z.B. um den Konsum zu steigern, und damit deren Profite.
Auch Stichwort: Doppelverdiener.
Also etwas recht hat der zitierte Text schon. Aber nicht Alles.

Auch die Frauenzeitschriften sind sehr voll mit Werbung. Aber auch andere Zeitschriften.
Manche Zeitschriften bestehen komplett nur aus Werbung, auch deren Artikel.
Aber wer ist so doof, und kauft die Sachen, die überteuert angeboten werden ?
Wer trotzdem meint "das muß ich unbedingt haben" scheint sein Gehirn ausgeschaltet zu haben.
Das ist aber nicht typisch Feminismus, sondern Marketing, Promotion und Werbung.

Wenn ich in einer Zeit gelebt hätte, wo man von mir als Frau solche Zwänge verlangt hätte.
- darf nur verheiratet mit einem Mann zusammen sein
- soll Kinder bekommen, weil verheiratet
- den Ehemann um Erlaubnis fragen, wenn man arbeiten gehen will
- der Ehemann über das gesamte Einkommen und Vermögen verfügt
- öffentlich und/oder im Job keine Hosen tragen dürfen
dann hätte ich ihn ausgelacht.

Das Gleiche schätze ich bei den heutigen Frauen. Die sich weder von Gesetzen, Gesellschaft, ja nicht einmal von Frauenzeitschriften vorschreiben lassen, was sie tun sollen.
Sondern weil sie selber denken und bestimmen, was sie wollen.

Der Feminismus und die Emanzipation hat dies ermöglicht, aber das ist keine Fremdbestimmung. Sondern eine Erweiterung für die Frauen. Sie können auch anders leben, aber sie müssen nicht. Selbst für Kinderwunsch braucht man (fast) keinen Mann.

Wenn sich da Einer darstellt, als ob Alles "von oben" gesteuert und manipuliert wäre, dann übertreibt er seine Position und Möglichkeiten, um sich zu überhöhen.
Gewiss, ein Großteil des Konsumes ist fremd- und ferngesteuert, denn was braucht man wirklich ?
Aber nicht Alles.

(m,52)
 
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  • #12
...

Bei deinem Zitat handelt es sich um eine krude Verschwörungstheorie, die von Aaron Russo verbreitet wurde, um seine Filme zu verkaufen.

Zunächst einmal existiert Nicholas Rockefeller nicht. ...
...

Ich bedanke mich ganz ausdrücklich bei #7 für diesen sachlichen, aufklärenden Beitrag zu einer Theorie, die schon häufig genug in anderen Foren diskutiert wurde und so langsam jeder wissen sollte, was er davon zu halten hat.
 
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  • #13
Ich halte es ebenfalls für Verschwörungstheorie.

Bezüglich des Familienlebens HABEN wir Wahlfreiheit. Man kann sich natürlich keine/n Partner/in zaubern, die oder der einen nicht will. Das ist heute wie schon zu allen Zeiten so. Ich erwähne es, weil manche, denen es nicht gelingt, ihre Träume umzusetzen, eine gesellschaftliche Schuld dahinter sehen.

Frauen sind nach wie vor nicht gezwungen, Karriere zu machen, sie haben die Wahl. Was gesellschaftlich propagiert wird, sollte für eine Beziehung unter Erwachsenen nicht das Thema sein, solange sie die rechtlichen Möglichkeiten haben.

Was das Finanzielle angeht: Es ist natürlich etwas dran, dass früher ein einzelner Verdiener eine Familie besser durchbringen konnte. Darüber kann man natürlich diskutieren, politisch. Schaut euch doch mal an, wo das Steuergeld hinfließt. Aus diesem Thema kann man 10 und weitere mehr machen, da es diesbezüglich einiges zu kritisieren gibt.

Das ist aber ein politisches Thema, das ich nicht auf eine Feminismusdebatte herunterbrechen würde. Natürlich werden manche Dinge der Bevölkerung propagiert, weil diese den Herrschenden Vorteile bringen. Das ist nichts neues. Deshalb muss man den Leuten aber nicht unterstellen, dass diese sich alle beeinflussen lassen würden. Es gibt hard facts, wie den Umgang mit Finanzen. Leuten den Feminismus ein- oder auszureden, hat dagegen wenig Substanz. Darüber entscheidet jeder selbst, und wer sich von der Politik nichts propagieren lässt, der lässt sich auch nicht von Verschwörungstheoretikern das Gegenteil propagieren.
 
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  • #14
Unser heutiges Problem ist nicht der wachsene Feminismus/ die wachsene Emanzipation, sondern die stetige Verweichlichung des Mannes.

Das ist meine Meinung dazu.
 
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  • #15
Und selbst wenn das alles stimmen sollte, dann wäre es mir persönlich total egal, woher der Feminismus ursprünglich stammt.

Denn ich (w) freue mich jeden Tag aufs Neue, dass ich studieren konnte, Dass ich arbeiten gehe (und sicher nicht einfach nur Papier von rechts nach links schiebe). Dass ich mir eine Putzfrau gönnen kann und die für mich (!) gähnend langweilige Hausarbeit einfach abgeben kann. Ja und auch, dass ich einen Teil der Kinderbetreuung abgeben kann (damit mein Mann und ich einfach mal durchschnaufen können). Und selbstverständlich auch, dass ich mir ein teures Hobby finanzieren kann, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, dass meine Familie drunter leidet.

Und wenn dem nicht so wäre und ich als Hausfrau glücklich wäre, dann würde ich eben zu Hause bleiben. Egal was andere davon denken. Und dann würde es eben Urlaub an der Ostsee geben und keine Flugreisen. Das einzige Problem wäre dann noch die Versorgungsfrage im Falle einer Scheidung. Alles kannman eben nicht haben...
 
  • #16
Whow,

Verschwörungstheorien sind offenbar nicht auszurotten. Bielefeld gibt's gar nicht, reine Erfindung (Googelt mal die Bielefeld-Verschwörung). Genauso funktioniert auch das.

Ich als Mann seh die Gleichberechtigung der Geschlechter absolut positiv, macht die Mädels irgendwie attraktiver. Und erhält Sie auch eher so, da es nach dem Kinderkriegen wieder in die Arbeitswelt geht legt man auch wieder mehr Wert auf sein äusseres. Die Welt wird bei manchem Hausmann/Hausfrau doch arg klein.

Frauen werden gegen die Ehe und die Mutterschaft aufgehetzt, es wird ihnen eingeredet, Karriere wäre wichtiger als die traditionelle Mutterroll
Begreift es doch mal endlich- die sogenannte Tradition ist keine 100 Jahre alt und war Anfangs Ausdruck der besseren Gesellschaft. Mann konnte alleine eine Familie ernähren. Die Jahrtausende davor hatte wirklich die Situation dass die Familie nur überleben konnte wenn ALLE (auch die Kinder übrigens) mitgearbeitet haben. Geschichtlich gesehen ist die Alleinverdienerehe eine absolute Ausnahmeerscheinung die ja auch nicht allzulange Bestand hatte.

Im übrigen hat man immer noch mehr Hürden zu überwinden wenn beide arbeiten gehen wollen UND Kinder haben. Die Entscheidung für eine Alleinverdienerehe ist deutlich einfacher und bequemer. Die Wahl hat man Heute zum Glück.

So richtig ist ja die angebliche Rechnung ja auch nicht aufgegangen- es fehlt der Konsumentennachwuchs....

Tatsache ist das man mittlerweile keine Familie mehr durchfüttern kann wenn der Mann nicht aussergewöhnlich gut verdient
Mit Verlaub- Bullshit! Durchfüttern geht problemlos, gleichzeitig aber jedem Familienmitglied 50qm Wohnfläche, 3x/Jahr Urlaub in Übersee und zwei Autos nicht. Nur eine Frage der Ansprüche. Mein Bruder hat ein Facharbeitergehalt und hats dennoch geschafft nicht nur seine zwei Kinder in Anstand gross zu ziehen sondern auch noch Wohneigentum zu schaffen.
 
  • #17
Unser heutiges Problem ist nicht der wachsene Feminismus/ die wachsene Emanzipation, sondern die stetige Verweichlichung des Mannes
Kommt darauf an, wie "weich" ?

Ich würde es als Fortschritt betrachten, wenn die Paschas und Machos "aussterben."
Und die Frauen nicht mehr solche Beziehungen/Ehen haben (müssen)

Mir ist es unverständlich, wie und warum Frauen sich solchen Männern unterwerfen.
Und kann es mir nur noch mit Masochismus erklären. Diese Frauen wollen das so, selbst wenn sie darunter leiden.
Es scheint mir wie Hörigkeit zu sein. Jeder Feminismus und Emanzipation prallt an ihnen ab.
 
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  • #18
Verschwörung oder nicht, Tatsache ist das die Beschreibung im Artikel sehr gut mit dem derzeitigen Zustand übereinstimmt.

Meiner Meinung nach war es ein guter und notwendiger Schritt den Frauen die ganz normalen Freiheiten zu geben. Schule, Ausbildung, Berufswahl, Autofahren ... es kann nicht sein das eine Frau gezwungen wird zu heiraten nur weil sie als Frau auf die Welt kam und dann nicht so ausgebildet wird damit sie ein ganz normales unabhängiges Leben bestreiten kann.

Was aber gar nicht geht ist, wenn die Durchschnittsfrau auf Familie, Hochzeit, Kind drängt, aber glaubt so weiterleben zu können wie bisher, und meint der Durchschnittsmann wird sich jetzt dafür interessieren nachdem ihm das die vorigen Tausend Jahre völlig egal war. Diese Haushalts und Aufzuchtsjobs wurden eben früher von der Frau erledigt und nun einseitig gekündigt.

Und die Sache mit dem Gehalt ist recht zweifelhaft, Frauen gehen auch arbeiten wenn sie mit Kind verheiratet sind obwohl es rechnerisch gar nichts bringt, sprich ihr Job bringt weniger als die Ausgaben die sie verursacht weil sie nicht daheim blieb, da rechne ich den unnötigen organisatorischen Stress schon mit ein (z.B. Kind ständig von A nach B zu bringen, ...) Das ist ein reines Egoproblem.

Ausserdem ernähren Zuwanderer aus Südosteuropa ihre Fünfköpfigen Familien mit einem Gehalt nur die Westeuropäischen Familien schaffen es nicht mal eine zweiköpfige zu ernähren. Da liegt schon viel an der Disziplin und Einstellung, beim Geld ausgeben, alles ständig neu kaufen, nichts zu richten versuchen, Mode mitzumachen ... Konsumgesellschaft halt. Schlecht für die Leute und schlecht für den Planeten, Stichwort Ressourcenverbrauch.
 
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  • #19
Der Mann heißt im übrigen Nick Rockefeller und den gibt es.
 
  • #20
Ich halte es ebenfalls für Verschwörungstheorie.

Bezüglich des Familienlebens HABEN wir Wahlfreiheit. Man kann sich natürlich keine/n Partner/in zaubern, die oder der einen nicht will. Das ist heute wie schon zu allen Zeiten so. Ich erwähne es, weil manche, denen es nicht gelingt, ihre Träume umzusetzen, eine gesellschaftliche Schuld dahinter sehen.

Frauen sind nach wie vor nicht gezwungen, Karriere zu machen, sie haben die Wahl. Was gesellschaftlich propagiert wird, sollte für eine Beziehung unter Erwachsenen nicht das Thema sein, solange sie die rechtlichen Möglichkeiten haben.

Was das Finanzielle angeht: Es ist natürlich etwas dran, dass früher ein einzelner Verdiener eine Familie besser durchbringen konnte. Darüber kann man natürlich diskutieren, politisch. Schaut euch doch mal an, wo das Steuergeld hinfließt. Aus diesem Thema kann man 10 und weitere mehr machen, da es diesbezüglich einiges zu kritisieren gibt.

Das ist aber ein politisches Thema, das ich nicht auf eine Feminismusdebatte herunterbrechen würde. Natürlich werden manche Dinge der Bevölkerung propagiert, weil diese den Herrschenden Vorteile bringen. Das ist nichts neues. Deshalb muss man den Leuten aber nicht unterstellen, dass diese sich alle beeinflussen lassen würden. Es gibt hard facts, wie den Umgang mit Finanzen. Leuten den Feminismus ein- oder auszureden, hat dagegen wenig Substanz. Darüber entscheidet jeder selbst, und wer sich von der Politik nichts propagieren lässt, der lässt sich auch nicht von Verschwörungstheoretikern das Gegenteil propagieren.

"Das Kriterium für freie Auswahl kann niemals ein absolutes sein, aber es ist auch nicht völlig relativ. Die freie Wahl der Herren schafft die Herren oder die Sklaven nicht ab. Freie Auswahl unter einer breiten Mannigfaltigkeit von Gütern und Dienstleistungen bedeutet keine Freiheit,
wenn diese Güter und Dienstleistungen die soziale Kontrolle über ein Leben von Mühe und Angst aufrechterhalten — das heißt die Entfremdung. Und die spontane Reproduktion aufgenötigter Bedürfnisse durch das Individuum stellt keine Autonomie her; sie bezeugt nur die Wirksamkeit der Kontrolle."


Soll heißen: Wenn ich mich so verhalte, wie es mir aufgenötigt worden ist (durch falsche Leitbilder, und Lebensvorstellungen), dann stellt meine Entscheidung für ein bestimmtes Verhalten keine Autonomie oder Freiheit meiner Selbst dar, sondern: ist nur Ausdruck der Wirksamkeit der Kontrolle des Individuums.


Freiheit eine Illusion.



aus

Herbert Marcuse "Der EIndimensonale Mensch"
 
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  • #21
Ich finde es gibt da kein Entweder-Oder, also man kann nicht sagen, Feminismus ist schlecht oder ist gut. Das wichtigste ist doch, Jede/r sollte die Wahl haben, wie er/sie leben möchte, und da sollte es natürlich keine Verbote geben wie "Frauen dürfen nicht ohne Einverständnis von Eltern oder Ehemann arbeiten gehen", oder kein Wahlrecht, usw.
Und ohne eigenes Geld steht man nun mal schlecht da. Ohne Berufstätigkeit hat man aber kein eigenes Geld.
w
 
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  • #22
Soll heißen: Wenn ich mich so verhalte, wie es mir aufgenötigt worden ist (durch falsche Leitbilder, und Lebensvorstellungen), dann stellt meine Entscheidung für ein bestimmtes Verhalten keine Autonomie oder Freiheit meiner Selbst dar, sondern: ist nur Ausdruck der Wirksamkeit der Kontrolle des Individuums.


Freiheit eine Illusion.

Ach komm, das sind viele Worte. Werden wir doch mal konkret. Illusion hin oder her. Wenn ich die freie Entscheidung treffen kann, ob ich zuhause bleibe oder nicht, oder welchen Beruf ich wähle, dann ist das für mich frei. Da braucht man keine philosophische Abhandlung über Freiheit für.

Was stört dich denn an der angeblichen Illusion? Man möchte die freie Wahl zwischen den Dingen haben, die für einen selbst interessant sind. Wenn sie durch meinetwegen äußere Einflüsse gar nicht mehr interessant sind, wen interessiert das dann? Wenn ich z. B. so erzogen bin, dass ich unbedingt trotz Kindern weiter arbeiten WILL, und zugleich weiß, ich dürfte mich auch anders entscheiden, dann ist das frei. Wo der Wille herkommt, spielt keine Rolle, es gibt keinen Grund sich zu beschweren, wenn man selbst sich beeinflussen lässt.

Hinter diesen Abhandlungen über mangelnde Freiheit steckt doch in Wahrheit eines: Ich glaube, dass du dich in der Lage siehst, die Entwicklungen zu hinterfragen, den anderen aber unterstellst, sie seien dazu nicht in der Lage, nicht wirklich frei. Du würdest sie gerne in eine andere Richtung lenken, oder? Dann ist aber doch klar, von welcher Richtung die Unfreiheit kommt: Von denen, die die anderen "zu ihrem besten" leiten wollen.

Dir steht dein Weg doch frei. Wenn du das willst, was dir anerzogen wurde, dann ist das doch ok. Muss man das alles hinterfragen, und sich gegen seinen eigenen Willen stellen? Du musst dich nur mit einer zweiten Person über das Modell einigen. Und es steht dir nicht zu, dieser Unfreiheit zu unterstellen. Die Freiheit der Menschen zu akzeptieren, bedeutet auch, deren Willen für deren persönliche Entscheidungen zu akzeptieren, egal worauf er beruht. Es steht einem nicht zu, anderen Unfreiheit zu unterstellen, und ihren Willen als "auferlegt" abzutun.

Ich meine, mal ehrlich, du sprichst vin Freiheit und zugleich von einem "falschen Leitbild"? Fällt dir da nicht etwas auf? DU entscheidest, ob ein Leitbild falsch ist? Jeder Mensch entscheidet für SICH, was für ihn das Beste ist. Das ist Freiheit. Du versuchst die einen Leitbilder nur durch andere zu ersetzen, und das in unfreierer Art, wie es die üblichen Leitbilder vermitteln, wie ich finde. Ich fühle mich durch keine Leitbilder bedrängt. Ich fühle mich bedrängt, wenn ein einzelner Mensch sich hinstellt, und der Welt erzählen will, was die richtigen Leitbilder seien.
 
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  • #23
Klingt nach einer weiteren "urban legend". Quellenangaben wären nett gewesen. So schaut es nur so aus, dass mal wieder eine neue(?) Verschwörungstheorie unter die Leute gebracht wird. Ansonsten liest sich das EP so, als wären Frauen eben nicht emanzipiert, sondern ein wenig dumm (weil hereingefallen) und Männer ebenso, weil sie das mitgemacht haben.
 
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  • #24
Unlogisch und inkonsistente Erklärung, daher sicher eine Verschwörungstheorie. Es gibt milliardenschwere Industriezweige die davon leben, dass Frauen sich wie Frauen verhalten (Schmuck, Mode, Schönheitsprodukte), und eben nicht "einen auf Mann machen".
Nummer zwei: Hohe Beschäftigung bringt auch zwingend Arbeitslosigkeit mit sich, denn wenn sowohl Frau als auch Mann arbeiten braucht es mehr Jobs – die aufgrund der immer noch anhaltenden Automatisierung von Produktionsprozessen nicht mehr werden sondern sogar stark sinken. Regierungen müssten also starkes Interesse daran haben, dass die Anzahl der Beschäftigten nicht zu groß wird.
Nummer drei: Familien sollen zerstört werden weil Kinder dadurch leichter manipuliert werden können? Schwachsinn. Intakte kaufkräftige Familien sind für die Wirtschaft wichtiger, weil Kinder die Eltern gerne dazu bringen, Geld für Spielsachen, Süßigkeiten, etc. auszugeben und aus einem stabilen Umfeld eher Absolventen einer Hochschule und damit zuverlässige Steuerzahler werden.

Alle Argumente, die angeblich von den Rockefellers und Rothschilds stammen sollen sind also ziemlich naiv und unglaubwürdig und würden den erwünschten Effekt komplett verfehlen. Von daher sicher eine Verschörungstheorie.
 
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  • #25
Gleichberechtigung und Chancengerechtigkeit sind absolut positive Dinge.

Die eine oder andere Übertreibung des Feminismus und den Gleichheitswahn (speziell Ergebnisse betreffend) braucht es dafür nicht. Das sind durchaus (auch!) ideologische Kräfte (unterschiedlichster Provenienz) am Werk, die sich a) Frauen als Produktivitätsreserve der Wirtschaft und b) die "Lufthoheit über den Kinderbetten" (Zitat Olaf Scholz, der sich dadurch den ironisierenden Beinamen "Windelbomber Harris" eingefangen hat ... *g) wünschen. Das Wohl der Kinder wird dafür gerne rhetorisch in Anspruch genommen, steht aber nicht wirklich im Vordergrund.

Eine (weitere) Verschwörungstheorie ist so überflüssig wie ein Kropf.

M50
 
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  • #26
Habe im Leben einige Amish (reformierende) kennengelernt, und tatsächlich waren/sind die wirklich glücklich - und ihre Kinder ebenfalls! Viele Kinder hier in D tun mir unglaublich leid, weil sie die Unzufriedenheit ihrer Mütter auf sie abfärbt. In Deutschland fühlen sich viele Kinder nicht geliebt, was nicht selten daran liegt, dass viele Frauen so agieren, wie sie heute agieren - und ihre Kinder lieber in Fremdbetreuung abschieben, statt sich selbst um sie zu kümmern. Man liebt sich heute lieber selbst - und seinen Egoismus, statt seinen Kindern wenigstens die ersten 3 Jahre zu gönnen. Der schleichende Schwund von Werten und die Kälte nehmen dafür immer mehr zu. Die Quittung kommt dann, wenn diese Mütter alt sind - und von ihren Kindern dann auch nicht erwarten können, dass sich diese kümmern. Dumm gelaufen dann - Hauptsache immer schön "Karriere" gemacht und überflüssigen Unfug konsumiert...
 
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  • #27
Lieber M

wenn du magst kannst du der Verschwörungstheorie ja glauben. Es gab auch solche Theorien über die Abschläge am 11. September und über die Ermordung Kennedys.

Ich freu ich dass du bereit bist für alle gescheiterten Frauen Hartz 4 zu zahlen wenn sie mal so alt sind dass weder Ehe noch Mutterglück ihnen aufhelfen werden können.

Erziehe deine kleine Tochter doch bitte ganz reaktionär, wie eine dieser komischen amerikanischen Sekten deren Namen ich immer vergesse.
Eigentlich gehörst du da gut hin.
 
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  • #28
Zerstört der Feminismus die traditionellen Familienformen und lässt die Menschen zu egoistischen Individuen degradieren, die keinen Sinn für Familie haben, weil - nun unter der EInwirkung des Feminismus Frauen sich in ihrer Karriererolle sehen, und die traditonelle Rollenverteilung in der Familie zerstört wird, (wird damit auch gleichzeitig die Familie an sich zerstört)?

Gerade Deutschland ist in Familiendingen nach wie vor sehr traditionell - die meisten setzen langfristig immer noch auf die traditionelle Rollenverteilung, zumindest Paare mit Kindern. Stichwort "Rabenmutter", die bei vielen (auch jungen) Leuten zutiefst verachtete "Fremdbetreuung", jahrelange Babypausen, viele maximal Teilzeit arbeitende Mütter, Frauen sollen bei der Heirat immer noch möglichst den Männernamen annehmen, künstliche Befruchtung von Singlefrauen ist nicht möglich usw..
Viele andere Europäer (nicht nur Skandinavier, auch Spanier und Franzosen) schütteln immer nur den Kopf, wenn sie davon hören. Und sind erstaunt, wie konservativ das sonst so moderne Deutschland in Familienangelegenheiten immer noch ist.
Somit ist es mit dem Feminismus hierzulande nicht weit her bzw. es scheint nur so. In Wirklichkeit leben viele Deutsche immer noch in den 50ern, wenn es um Familie geht.
 
  • #29
Habe im Leben einige Amish (reformierende) kennengelernt, und tatsächlich waren/sind die wirklich glücklich - und ihre Kinder ebenfalls! Viele Kinder hier in D tun mir unglaublich leid, weil sie die Unzufriedenheit ihrer Mütter auf sie abfärbt. In Deutschland fühlen sich viele Kinder nicht geliebt, was nicht selten daran liegt, dass viele Frauen so agieren, wie sie heute agieren - und ihre Kinder lieber in Fremdbetreuung abschieben, statt sich selbst um sie zu kümmern. Man liebt sich heute lieber selbst - und seinen Egoismus, statt seinen Kindern wenigstens die ersten 3 Jahre zu gönnen. Der schleichende Schwund von Werten und die Kälte nehmen dafür immer mehr zu. Die Quittung kommt dann, wenn diese Mütter alt sind - und von ihren Kindern dann auch nicht erwarten können, dass sich diese kümmern. Dumm gelaufen dann - Hauptsache immer schön "Karriere" gemacht und überflüssigen Unfug konsumiert...
Das sind doch einfach zwei Extreme, die da gegenübergestellt werden, natürlich kann es das nicht sein. Bei allem, und wirklich allem, macht immer das Maß das Ergebnis.

Und ich finde es sehr schön, rein theoretisch ganz und gar Frau sein zu dürfen und nicht gezwungenermaßen zu MÜSSEN, sowie die Momente dafür wählen zu können - und ebensogut Dinge machen zu können die früher nur Männern vorbehalten waren, umgekehrt gilt das für Männer natürlich ebenso. Rein theoretisch, weil in den Köpfen der meisten Männer schlicht immer noch ein sehr unflexibel schwarz-weiss-orientiertes Weltbild vorzuherrschen scheint, das die Facetten und Farbigkeit des Lebens schlicht ausblendet und daher ein entsprechender Partner, besonders in einer für mich passenden Altersgruppe, natürlich extrem selten zu finden ist.
 
  • #30
Gerade Deutschland ist in Familiendingen nach wie vor sehr traditionell - die meisten setzen langfristig immer noch auf die traditionelle Rollenverteilung, zumindest Paare mit Kindern. Stichwort "Rabenmutter", die bei vielen (auch jungen) Leuten zutiefst verachtete "Fremdbetreuung", jahrelange Babypausen, viele maximal Teilzeit arbeitende Mütter, Frauen sollen bei der Heirat immer noch möglichst den Männernamen annehmen, künstliche Befruchtung von Singlefrauen ist nicht möglich usw..
Viele andere Europäer (nicht nur Skandinavier, auch Spanier und Franzosen) schütteln immer nur den Kopf, wenn sie davon hören. Und sind erstaunt, wie konservativ das sonst so moderne Deutschland in Familienangelegenheiten immer noch ist.
Somit ist es mit dem Feminismus hierzulande nicht weit her bzw. es scheint nur so. In Wirklichkeit leben viele Deutsche immer noch in den 50ern, wenn es um Familie geht.
Das stimmt absolut, dazu kommt eine unsagbare Härte mit der mit Müttern umgegangen wird, wie also sollen diese entspannt und liebevoll mit ihren Kindern umgehen damit diese wiederum glücklichere Menschen werden können? Woran das liegt, weiß anscheinend keiner so richtig, nur dass das zweitschlimmste Land in Europa für weibliche Elternschaft offenbar England ist. Alle "Freiheit" die Frauen scheinbar haben endet ziemlich unerbittlich für Frauen dann, wenn sie Mütter werden. Das beginnt bei völligem allgemeinen Unverständnis für die ablaufenden Veränderungen in Schwangerschaft und nach Geburt, einer kontraproduktiven Härte gegenüber Kindern im Allgemeinen, und was weiss ich was sonst noch so alles schief läuft in diesem Land.

Wer seelisch Mangel erleidet oder gar instabil ist, ist immer ein "besserer Konsument", psychische Desaster steigern also das Bruttosozialprodukt. Dass das ein paar schlaue Menschen nutzen und ausnutzen bezweifle ich nicht eine Sekunde. Den Text betreffend Feminismus und Rockefellers jedoch durchaus sehr. Es hat sehr, sehr lange Zeit gebraucht, aus dem Mittelalter herauszukommen. Im Übrigen haben zu früheren Zeiten Frauen IMMER gearbeitet, von Mägden, Landarbeiterinnen über Kauffrauen etc. bis hin zu an Machtzentralen agierenden Frauen inklusive Königinnen und Kaiserinnen.
Die Rockefellers und Rothschilds haben den Feminismus erfunden, um die Familie zu zerstören und um die Mann-Frau-Beziehung zu vergiften und Individuen zu schaffen, welche den idealen steuerbaren Konsumenten darstellen....
Individualisierung ist ein Reifungsschritt, der intensiv in der Pubertät stattfindet um nach Vorübergehen derselben zu einer neuen Form der Beziehungsfähigkeit zu führen. Dass letzteres selten stattfindet liegt sicher an vielen Einflussfaktoren, aber nicht am Feminismus.
 
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