• #1

Reden über frühere Beziehungen und frühere Sexgewohnheiten?

Ich einigen Threads kam jetzt zur Sprache, daß man mit seinem neuen Partner auf keinen Fall über frühere Beziehungen und frühere Sexgewohnheiten sprechen soll. Gleichzeitig finden es aber etliche wichtig, offen über sexuelle Vorlieben zu sprechen -- beides schließt sich ja aber gewissermaßen aus, denn Vorlieben haben ja nun logischerweise immer mit früheren Partnern stattgefunden, oder? Ich würde die ersten drei Dates nie über Expartner sprechen, aber ab dann interessiert es mich schon, wie lange die letzte Beziehung her ist, wie lange sie etwa gedauert hat, ob der potentielle Partner zu ONS geneigt hat; ob es grobe Enttäuschungen gab; wie offen man mit ihm über sexuelle Dinge sprechen kann und so weiter. Später möchte ich auch etwas mehr wissen über eventuelle Altlasten oder die Kindheit wissen. Wie haltet Ihr das?
 
G

Gast

  • #2
Ich sehe das mittlerweile sehr differnziert.

Manchmal tut es weh, wenn man sich den Partner mit früheren Partnern vorstellt und dabei in einem Gedankenstrudel kommt.

Andererseit gibt es keine oder kaum Geheimnisse.

Wichtig ist, sich ein möglichst genaues Bild vom Vorleben zu machen. Beispiel:

Sex mit einer Anzahl von Personen. Hier sind mir die Hintergründe, das warum und die heutige Sichtweise wichtig. Viele Dinge passieren unbewust oder durch Defizite der Erziehung und eigenen Persönlcihkeit. ich kenne Frauen, die glaubten, ihr mangelndes Selbstwertgefühl durch eine hohe Anzahl von Partnern auszugleichen. Heute sind sie totunglücklich darüber


Insgesamt würde ich mir mehr ensthaftigkeit, auch in den medien, wünschen und 1 jahr verhütunsgverbot. dann wären allle etwas vorsichtiger und gewissenhafter.
 
G

Gast

  • #3
Ich weiss schon bevor ich jemanden treffe, wie lange die letzte Beziehung her ist, wie lange sie gedauert hat und warum sie auseinander ging. Das kläre ich meist schon im Briefverkehr ab und es ist auch ein guter Eisbrecher finde ich. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

Alles sexuelle gehört ins Bett, also auch die Frage nach sexuellen Vorlieben, denn das ist etwas sehr intimes, das man auch nur mit jemandem teilt, mit dem man auch intim ist. Und da ist es auch OK über den letzten Partner in sexueller Hinsicht zu sprechen.
 
  • #4
@#2: Interessante und unerwartete Antwort. Ich muß gestehen, daß ich niemals einer flüchtigen Mailbekanntschaft erzählen würde, warum ich mich getrennt habe oder irgendwelche anderen Details der früheren Beziehung. Ich finde, vor dem vierten Date kann man eigentlich gar nicht über Expartner sprechen und auch die EP-Empfehlungen gehen ja strikt dahin, auf keinen Fall beim ersten Date (oder gar noch früher) über Expartner und Beziehungsproblem zu sprechen. -- Es ist interessant, dass Du das so ganz anders hältst und wohl Erfolg damit hast. Ich hätte befürchtet, daß das ganze viele ähnlich sehen wie ich und auf so etwas gar nicht antworten würden. Bei mir hat das auch noch nie jemand versucht!

Außerdem finde ich, daß gerade sexuelle Details früherer Beziehungen nicht ins Bett gehören, denn das Bett gehört nur zweien. Gerade solche Aspekte versuche ich unter so neutralen Umständen wie nur möglich zu besprechen und ich bin fest überzeugt, daß das auf jeden Fall sowohl für ehrliche Antworten als auch für ein lockeres Kommunikationsumfeld höchst empfehlenswert ist. Mich würde es unendlich abturnen, ausgerechnet im Bett über Expartner zu sprechen -- die womöglich sogar noch im gleichen Bett waren! Ne, ne, das geht gar nicht, finde ich.
 
G

Gast

  • #5
@Frederika: Deinem 2. Absatz kann ich nur uneingeschränkt zustimmen. Ich hab mal ne Beziehung beendet weil meine Partnerin da viel zu frei von erzählt hat (Frei nach dem Motto: "Der-und-der hat immer das-und-das gemacht und das war ganz toll"). Es ist kein Problem auch mal Details aus alten Beziehungen zu erzählen. Ich würde das aber nur tun, wenn ich direkt danach gefragt werde oder das Gespräch darauf hinausläuft und auch dann würde ich nur das nötigste erzählen. Das Selbe gilt dann auch für meine Partnerin. Wenn ich konkret wissen will wie viele es denn vor mir waren (wird nicht passieren, aber könnte ja... ;)) kann sie auch ruhig ehrlich darauf antworten. Ansonsten ist das aber ein Tabuthema, finde ich.
 
  • #6
mann kann ja über vorlieben sprechen, man muss je nicht jedem auf die nase binden von welcher ex man das hat und wie sie war oder was auch immer. es reicht ja das ICH das jetzt mag. punkt
 
G

Gast

  • #7
@#3: es geht ja nicht darum, mit dem früheren Partner zu prahlen oder ihn niederzumachen. Aber falls halt das Gespräch darauf kommt (und das war ja auch der Kern deiner Ausgangsfrage), kann man ja - taktvoll! - darüber sprechen. Ich könnte über intime Themen nicht mit jemandem sprechen mit dem ich selber nicht intim war (OK, die berühmten Frauengespräche mal ausgenommen). So meinte ich das. Der Takt ist das Mass aller Dinge.
 
G

Gast

  • #8
Ehrlich gesagt ist das alles ziemlicher Blödsinn -- wenns passiert, dann passiert es, weil es beide wollen. Und was dann daraus wird, zeigt sich danach. Mit meiner -- mittlerweile, und das liegt NICHT daran -- Exfrau war ich auch am ersten Abend im Bett und wir waren sechs Jahre zusammen. Und niemand hat den anderen für ein Flittchen/Schlampe/Sexgeilen/... gehalten. Mein Gott, seid doch nicht so prüde, wir leben im 21. Jahrhundert!
 
G

Gast

  • #9
Um was geht es hier? Um die Vorlieben einer Verflossenen? Oder um die e i g e n e n? Was immer auch eine Vorgängerin gemacht haben - wenn es mir selbst gefallen hat, dann kann ich es doch der neuen Bettgefährtin schmackhaft machen. Und sie nach ihren Vorlieben und Wünschen fragen. Alles kann, nix muß.
 
G

Gast

  • #10
also ich frage meinen partner ( ein mann) öfter nach seiner vergangenheit un wieviele affären er vor mir hatte. er blockt aber immer ab un will es mir niht sagen. warum ist das so? hatte er viele oder wenig? und dann gibt es immer streit weil ich es unbedingt wichtig finde offen darüber zu reden aber er findet es unsinnig. könnt ihr mir helfen?
 
G

Gast

  • #11
@9
Frag dich doch mal, warum es dir so wichtig ist?
Ich finde es gut, dass er offen nicht darauf eingeht, anstatt der Einfachheit
halber irgendeine Zahl zu nennen, die dir gefallen könnte.
 
G

Gast

  • #12
Also ich persönlich finde, man sollte so wenig wie möglich von Exen sprechen. OK, wenn es um Trennungsgründe geht, spreche ich darüber.

Ich war mal ein Jahr lang mit nem Mann zusammen, der sehr viel von diversen Exfreundinnen gesprochen hatte. Mich sogar in einer Streitsituation mit einer von diesen Frauen verglichen hat und ich dann sozusagen schlechter dastand und mir an ihr ein Beispiel nehmen sollte...

In seiner Wohnung existierten mehrere Erinnerungsstücke von unterschiedlichen Frauen.

Und dieser Punkt war sicherlich einer der Trennungsgründe, weil mich das tierisch genervt hatte.
 
M

Mooseba

  • #13
Also ich habe erst sehr spät meine ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht gemacht. Das bedeutete, dass ich bei Dates oder in Mail-Kontakten mit noch 28 (!) mitteilen musste, dass ich ein Unerfahrener bin, wenn mal wieder nachgefragt wurde, wie lange ich wieder Single sei. Ist es zu kurz, ist es falsch und war es bisher immer so, ist es auch falsch. Somit waren viele Kontakte schnell wieder Vergangenheit - was ich den Frauen einfach übel nehme, weil sie mich überhaupt nicht kannten sonst. Deshalb lehne ich das Reden über vergangene Beziehungen komplett ab, nur so viel wie unbedingt nötig soll erwähnt werden.

Ich finde es manchmal echt daneben, in einer Welt zu leben, wo in allen Lebensbereichen automatisch ein dem Alter entsprechender Erfahrungsstand vorausgesetzt wird. Allerdings habe ich ausreichend Erfahrungen mit Menschen gesammelt, dass ich sicher weiß: Erfahrungsstand und menschliche Reife sind zwei völlig verschiedene Dinge. Das gilt auch für Frauen und Männer mit quantitativ mehr längerer Beziehungserfahrung als ich.