• #1

Potenziellen Partner/in kennenlernen- Kennlernphase. Wie damit umgehen ?

Mich würde interessieren, wie ihr euch das Kennenlernen mit einem potenziellen Partner vorstellt.
Wird in der Kennenlernphase zu schnell aufgegeben wg zu starrer Vorstellungen, großen Wünschen, zu wenig Reflektiertheit, Altlasten, Wunde Punkte, schlechte Erfahrungen usw?
Der Mensch wird abgeklopft- passt nicht- Nächster.
Man nimmt sich ja aber selbst immer mit.
Mir kommt das oberflächlich und vor wie Kaufhausmentalität.
Spätestens nach Wegfall der rosa Brille bleibt der Mensch.
Habe das Gefühl/ Erfahrung nur Wenige machen sich die Mühe das Wesen seines Gegenüber sehen/ finden zu wollen und ob es passen könnte. Der Partner passt vielleicht nur 60% aber ich entscheide mich zu 100% für diesen Menschen weil ich ihn gut finde.
Wie seht ihr das?
 
  • #2
Das musst jeder für sich entscheiden wann man zufrieden ist und wann nicht. Ich denke den Partner kann man erst nach 2-3 Jahren richtig kennen. Und wenn man in diese Zeit nicht zusammen gewoht hat, dann kann es immer schief gehen bei zusammenziehen.
Ich habe mein Partner gesehen er mich boooom wir haben den ganzen Abend geredet und geredet und der Anfang hat gepasst. Wir wohnen auch mittlerweile zusammen und auch das passt. Wir haben in unsere 1,5 Jahre Bezieung auch schwierige Zeiten hinter uns und auch diese haben wir ohne größere Problemchen geschaft. Als ich die Rosa Brille abgelehnt habe waren hier und da Situationen mit denen isch erst klar kommen müsste. Wir müssten beide auch etwas aufgeben und haben dafür was anderes bekommen. So ist es denke ich überall. Der/Die perfekte gibt es nicht. Der/Die richtige aber schon.
Ich finde, dass es richtig ist wenn man weißt was man will und wenn man lieber von Anfang sagt nein das will ich nicht und geht wieder weiter. Warum soll ich mich mit jemandem arrangieren der nicht passt. Ab bestimmten alter können sich Menschen nicht menhr ändern. Ich denke das es schwieriger ist ab bestimmten Alter Partner zu finden gerade weil man weißt was man will und was nicht, aber wenn man ihm dann findet dann ist es um so schöner.
 
  • #3
Ich hatte sehr viele Dates im Laufe der Jahre. Ich kann rückblickend sagen, dass ich es eigentlich immer sofort gemerkt und gefühlt habe, wenn es gepasst hat. Da war das echte Bewusstsein wesentlich langsamer.

Und ich konnte mir vom Verstand her auch niemanden schönreden, der theoretisch noch so gut gepasst hätte, wenn das Gefühl nicht passte.

Also sich 'Mühe machen' passt für mich nicht mit Liebe und Anziehung zusammen. Das muss für mich leicht und frei sein, ohne Anstrengung. Ich den Wunsch haben, ihn kennenzulernen, rein aus echtem Interesse.

Dafür reicht mir meine Intuition, der Verstand ist dem eher im Weg.

Daher bin ich auch niemanden im Gegenüber böse, wenn er seiner Intuition folgt und mir absagt, ohne mich detailliert zu kennen.

Es passt nunmal nicht jeder zu jedem.
 
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  • #4
Liebe TE

für mich passt schon der Begriff potenzieller Partner nicht.

Habe das Gefühl/ Erfahrung nur Wenige machen sich die Mühe das Wesen seines Gegenüber sehen/ finden zu wollen und ob es passen könnte.
Kapiere ich überhaupt nicht. Gehst Du so an die Partnerfindung ran?

In der Vergangenheit war es so, ich lerne jemand kennen, man versteht sich ganz gut, Sex ist auch gut. Dann stelle ich fest, bin ich verliebt in den anderen? Nein, dann Kontakt beenden. So war es meistens bis auf zweimal. Die zweimal klappte es nicht, einmal war ein Ozean dazwischen, ein anderes mal die Vergangenheit.

Am besten noch eine Liste machen Pro und Contra. Ich kann mir keinen Menschen passend machen.

Deine Gedanken hätte ich vielleicht, wenn ich einen Mitbewohner für eine WG suchen würde oder eine Zweckbeziehung eingehen wollen würde, zu welchem Zweck auch immer.
 
  • #5
Spätestens nach Wegfall der rosa Brille bleibt der Mensch.
Das ist ja das Kernproblem. Die rosa Brille fällt erst nach 6 Monaten bis zwei Jahren runter. Die Kennenlernphase wünschen sich viele Menschen aber viel, viel kürzer, vielleicht einige wenige Wochen maximal, bis man als Paar fest zusammen ist. Das beißt sich irgendwie, ein richtiges Kennenlernen ist also gar nicht möglich.
Ich kann den Menschen nicht Kennenlernen, solange ich die rosa Brille aufhabe - eine ziemliche Zwickmühle!
ErwinM, 51
 
  • #6
Ja, liebe Maria, mit der Kaufhausmentalität hast Du sicherlich recht, allerdings gibt es Kandidaten, bei denen man schlichtweg keine weitere Lust verspührt, sich Mühe zu geben. Sobald es "mühevoll" wird frage ich mich, ob ich mir das geben muß. Könnten das nicht einfach Anzeichen dafür sein, dass es einfach nicht passt bzw. dafür, dass man Charaktereigenschaften und Eigenarten entdeckt hat, die man sich ersparen möchte?

Eine glückliche Beziehung ist geprägt von Leichtigkeit, Harmonie und Zuverlässigkeit. Jedenfalls erlebe ich das jetzt so. Ich wollte niemals mehr eine Beziehung, die mir weniger bietet.

Um das herauszufinden begibt man sich in eine Beziehungsanbahnung. Und die hält leider nicht immer, was man sich zu Beginn erhofft hat. Ähnlich wie eine Probezeit im Arbeitsverhältnis.

Man könnte sich einige Fehlversuche sparen, wenn man weniger früh Sex miteinander hätte und sich mit dem Kennenlernen Zeit lassen würde. Wenn man zu Beginn heftig den Verstand einschaltet und über Menschenkenntnis verfügt, dann kann man sich auch viel Kummer ersparen. Und Disziplin gehört auch dazu. Nicht jeder Versuchung sollten wir nachgehen.
 
  • #7
Ich finde es schwierig, dass Menschen oft nicht ehrlich sind. Vor allem nicht mit sich selber. Da wird vorgegaukelt und sich aufgeplustert....das führt doch alles zu nichts. Rieche ich dieses Verhalten, fange ich sehr schnell an, nach dem Wesenskern zu bohren. Das mögen viele Menschen nicht. Da bröckelt die sorgsam aufgebaute Fassade.
Aber ich möchte nun einmal nicht die Fassade.
Des weiteren habe ich mir abgewöhnt, Menschen die ich in mein Herz schließe ändern zu wollen. Ich kann andere gut lassen. Mit der Konsequenz das ich gut für mich gucke, ob ich mit gewissen Themen leben kann bzw. will. Kann/will ich das nicht, muss ich mich verabschieden. In unser beider Interesse. Früher habe ich immer darauf gehofft, dass sich wichtige Themen irgendwie zurecht ruckeln. Das nannte ich "um den Menschen kämpfen". Daran glaube ich nicht mehr. Das macht mich heute deutlich weniger Kompromissbereit und lässt mich in der Anbahnung schneller "aufgeben".
 
  • #8
Der Mensch wird abgeklopft- passt nicht- Nächster.
Man nimmt sich ja aber selbst immer mit.
Macht man das nicht letztlich im realen Leben genauso ?

Wenn ich in jungen Jahren länger alleine war , habe ich letztlich auch so gehandelt. Das war zwar nicht besonders nett, aber man will ja nun auch mal mkzt einer Frau zusammenkommen und Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht sammlen (siehe Nachbarthread von "reto")..
Der Trieb treibt uns an.

Irgendwann klopft man grob die äußere Kriterien ab und versucht dann, zum Erfolg (erfolgreiches Kennenlernen) zu kommen.
Der einzige Unterscheid für die Frauen damals im RL:
Sie konnten so tun, als suchen sie gar nicht, oder waren wirklich bereits vergeben. Das ist bei der SB anders, hier haben sie ihre Motivlage offengelegt und ich spüre hier oft, wie sehr die sich daraus ergeben Situation, wie diese FS @Maria.80 nervt, da es in einem gewissen Widerspruch zu ihren inneren Empfindungen steht, und sie sich in dewm Verfahren nicht angemessen wertgeschätzt und auch um gewisse Verhaltensoptionen (die sie für sich allein beanspruchen) betrogen fühlen.

Und ja, das ist eine klassische Marktsituation, deswegen ist "Kaufhausmethalität " schon immer ein grundsätzlicher Bestandteil der Partnersuche, nachdem wir ja auch funktionieren.
Was möchte ich, was biete ich (nicht nur äußerlich), Status, ...etc.

Viele hier glauben , sie könnten das ethisch so nicht sehen und wollen das bewusst anders steuern.
Das geht aber nicht, denn wir Menschen sind auch ein Bestandteil der Evolution und funktionieren genau so. Das ist dann, als ob man einen See mit einem Eimer leeren wollte.

Bei der SB weiß man eben zusätzlich, dass der andere auch einen Partner sucht; im RL ging man mit Mitte 20 einfach (sozusagen als Arbeitshypothese) nur davon aus..., das Motiv belibt aber immer gleich:
Partner finden!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #10
Wenn bestimmte Rahmenbedingungen nicht passen, dann nützt es auch nichts, das Wesen des anderen zu ergründen.
60% finde ich reichlich wenig - und wüsste ebenso wie @Lebens_Lust nicht, wie ich die beziffern soll.

Ich gewichte außerdem verschiedene Faktoren unterschiedlich. Gewicht und allgemeines Aussehen fielen bei mir unter "nice to have" und nicht unter absolute Voraussetzung - ich verliebe mich in Eigenschaften, nicht in Äußerlichkeiten. Aber meine Kriterien, bis ich überhaupt jemanden kennenlernen wollte, waren trotzdem hart, in anderer Hinsicht.
Die Charaktereigenschaften müssen passen / sich ergänzen / muss man aushalten wollen / können. Und vieles davon spürt man intuitiv schon bei den ersten Treffen.
 
  • #11
Bei mir war / ist das ganz anders .....
Irgendwann war immer die Faszination weg. Die Leichtigkeit, das Spielerische, die Neugier ... nichts mehr.
Stattdessen Regeln, Forderungen, Vorwürfe, Einschränkungen .... alles Dinge, die ich aus meinem Leben möglichst verbanne. Dafür habe ich gearbeitet - und werde diesen ganzen Krampf nicht durch die Hintertür wieder rein lassen. Tja, das war dann auch die Verbannung aus dem Leben des Tom für sehr viele Frauen. Wobei ich die ONS und ähnliches da gar nicht dazu zähle.
Tja, dann kam eine Frau, die ihre Freiheit auch liebt. Sich nicht gerne unterwirft. Ihren Kopf hat und was drin hat .... nicht nur irgendwelche Diplome an der Wand. Die mich fasziniert UND zu mir passt. Für die ich mich täglich neu entscheide .... diese Frau bleibt. Hoffentlich lange so wie es ist.
Hier bin ich kein Objekt, dass von Frau schon dazu gezwungen werden kann, zu funktionieren, wie Frau das mag. Denn der Weg geht bei mir nicht - dazu bin ich zu stark. Besser keine Frau als eine, die mich nervt. Die Belastung und Gewohnheit wird. Deren Genörgel und Gejammer tägliche Hintergrundmusik wird.
Mir kommt wohl sehr zu Gute , dass ich kein Rosa mag - und somit keine rosa Brille habe.
 
  • #12
Was die TE beschreibt, ist für mich auch nichts. Die Alternative: Man wird gefunden, wie schon geschrieben.
Tja, dann kam eine Frau ... ... Denn der Weg geht bei mir nicht - dazu bin ich zu stark.
Genau. Es laufen Frauen herum, die schauen dich aus und haben einen Blick dafür, wie du bist und werden aktiv. Eine davon passt dann und hat ein zu dir passendes Konzept, zu geben und zu bekommen. :) Das geht sicher nicht online.
Früher hatte ich den Blick, dann wurde es umgekehrt.
 
  • #13
Also sich 'Mühe machen' passt für mich nicht mit Liebe und Anziehung zusammen. Das muss für mich leicht und frei sein, ohne Anstrengung. Ich den Wunsch haben, ihn kennenzulernen, rein aus echtem Interesse.
Und genau so geht kennen lernen.
Ich begegne jemanden, finde ihn anziehend, attraktiv.
Ich lerne ihn kennen, imer wieder mit neuen Facetten, Eigenheiten.
Und da prüfe ich durchaus, mag ich diese Seite, kann ich sie akzeptieren, dann geht es weiter.
Kann ich es nicht, ist es der Punkt, wo das Kennenlernen endet.

Ich "bemühe" mich nicht, ich will niemanden ändern.
Ich gehe davon aus, dieser Mensch ist wie er ist. Er ist so ok, aber dann halt nicht passend für mich. Ich nicht passend für ihn.

Prozentzahlen sagen nichts.
Ich fühle mich grundsätzlich gut mit diesem Mann, dann passt es.

Ich hoffe, dass es trägt - ich mag meinen Beitrag geben.
Aber wenn es nicht mehr tragen sollte, - und man keinen Weg gefunden hat, sich wieder anzunähern - dann trennen sich die Wege.
Das ist ok, so frei fühle ich mich auch.

W, 51
 
  • #14
Ich als Akademiker mit Prädikats Abschluss konnte und durfte mir diesen Rotz anhören, irgendwelchen Proleten vor meiner Zeit aus der unteren Bildungsschicht hat sie ihre Frechheiten erspart.
Du bist schon witzig......
Du hörst dir ihre "Frechheiten" an - kannst du dich nicht wehren ? Ist dein "Prädikats Abschluss" vielleicht das Papier nicht wert, auf dem er geschrieben steht ?
Anstatt von deiner Seite aus eine Trennung auszusprechen fragst du sie, ob sie sich trennen möchte ? Ähm ..... was hast du denn studiert?
Nicht deine Frau macht dein Leben kaputt - nein, du selbst machst das. Sehr erfolgreich übrigens ..... aber wahrscheinlich wurde "konsequentes Handeln zum eigenen Vorteil" nicht an deiner Uni gelehrt.
So, wie du hier rumjammerst, geht dein Hund mit dir Gassi ... und nicht umgekehrt.
 
  • #15
Ich habe in meinem Leben nicht allzuviele Dates gehabt. Meist erst, wenn schon zumindest klar war, wir mögen uns irgendwie. Das war eben nicht über Online-Dating oder Apps, sondern irgendwo kennengelernt über Freunde, im Zug, Mitfahrgelegenheit oder so. Daher war es bei mir so, dass ich bereits beim Date zumindest wusste, der andere ist mir grundsätzlich sympathisch und interessant. Nach zwei, drei Dates war dann klar, wir sind zusammen (jetzt Beziehung Nummer 3 und hoffentlich auch die letzte :) ). Das ging immer schnell. Mit den anderen hatte ich meist nur ein einziges Treffen, weil irgendwas nicht passte, meistens das Reden oder grundsätzliche Vorstellunge, manchmal auch keine körperliche Anziehung. Ich hatte auch nie das Gefühl, ich bin da zu starr in meinen Vorstellungen und lehne den anderen zu schnell ab. Es hat entweder gepasst oder nicht für eine Beziehung, was auch bedeutet, es haben sich bei mir Gefühle eingestellt oder nicht. Kann ich schlecht erklären. Ich hatte nur zwei Sachen, wo es schon irgendwie Richtung Beziehung ging, aber ein Fragezeichen drüber hing, und das wurde dann auch schnell beendet, einmal von ihm, einmal von mir (keine Verliebtheit, obwohl sonst alles passte). Ob man dauerhaft zusammen funktioniert, zeigt sich dann erst nach zwei Jahren oder so. Dann hab ich durchaus zu lange an den Beziehungen gehangen, um dran zu arbeiten, wobei das schon klar war, dass es nicht (mehr) geht.
Ich kann mir aber vorstellen, dass man beim Online-Dating abstumpft auf Dauer und seine Kriterien immer höher schraubt. Das erzählen mir andere auch. Der Zauber der zufälligen Begegnung fehlt, man checkt sich ab und hakt die Punkte ab. Was nicht heißt, dass es nicht trotzdem einfach "passen" kann, aber ist vielleicht schwerer, das rauszufiltern..
w, 36
 
  • #16
Wird in der Kennenlernphase zu schnell aufgegeben wg zu starrer Vorstellungen, großen Wünschen, zu wenig Reflektiertheit, Altlasten, Wunde Punkte, schlechte Erfahrungen usw?
Alle Punkte, die Du nennst, sind für eine Beziehung wichtige Anhaltspunkte. Und sie sind natürlich individuell verschieden, auch in der Bewertung. "Zu schnell aufgegeben" auch. Vermutlich hast Du die Erfahrung gemacht, dass Männer ein Kennenlernen aus Deiner Sicht zu schnell beendet haben, weil ihnen einzelne Punkte aus Deiner Sicht nicht gefallen haben. Ich finde das völlig normal. Wie gehst Du umgekehrt vor? Du wirst doch vermutlich genauso schon Kennenlernphasen nach dem ersten Date beendet haben, weil die Person auf der anderen Seite des Tisches aus Deiner Sicht nicht gepasst hat(?) "Zu schnell" gibt es also objektiv nicht.

Mir kommt das oberflächlich und vor wie Kaufhausmentalität.
Spätestens nach Wegfall der rosa Brille bleibt der Mensch.
Habe das Gefühl/ Erfahrung nur Wenige machen sich die Mühe das Wesen seines Gegenüber sehen/ finden zu wollen und ob es passen könnte.
Bei Onlinedating bekenne ich mich klar zur Kaufhausmentalität. Profile geben bestimmte Informationen preis, andererseits ist eine Suche ohne Vorstellung davon, was man haben möchte oder davon, was man nicht haben möchte, völlig ziel- und sinnlos. Und wenn ich in ein Kaufhaus gehe, um eine benötigte neue Hose zu kaufen, suche ich eben keinen Pullover. Es kann sein, dass ich dann doch noch eine Flasche Wein mitnehme, aber zunächst gehe ich in die Bekleidungsabteilung.

Also selektiere ich in SB nach Alter, Entfernung, Bildung und einigen anderen Kriterien und schaue mal, ob sich etwas passendes findet. Ggf. justiere ich nochmal nach, wenn sich keine Auswahl ergibt.
Ja, nach Wegfall der rosaroten Brille bleibt der Mensch. Die Frau, in die ich mich vielleicht erstmal verliebe, ist verheiratet, hat drei Kinder, sucht ein wenig Abwechslung, außerdem ist sie Raucherin und ich kann mit ihr kein tiefergehendes Gespräch führen. Alles Punkte, die ich vorher sehen kann.
Das "Wesen" als Kriterium kommt für mich hinzu, wenn die "Ausgangsdaten" stimmen. Das Wesen einer Frau, die keine Kinder möchte, ist für mich nicht interessant, wenn ich welche haben möchte. Dauernde Streitereien erkenne ich nicht im Profil, sondern bemerke sie erst nach einiger Zeit.

Insofern verstehe ich Deine Frage eigentlich nicht. Ich finde völlig normal, dass man nach einigermaßen objektiven Kriterien vorsortiert und sich dann kennenlernt. Und dann merke ich mit immer weitergehenden Kriterien, ob es passt oder nicht. 100% sind nicht erreichbar, aber welche 10 oder 20% nicht passen und ob ich damit umgehen kann, stellt sich dann eben im Laufe der Zeit heraus. Erkenne ich, dass ich irgendetwas auf keinen Fall möchte, ist das ein hartes Abbruchkriterium.
 
G

goldnes herz

  • #17
Mich würde interessieren, wie ihr euch das Kennenlernen mit einem potenziellen Partner vorstellt.
Wird in der Kennenlernphase zu schnell aufgegeben wg zu starrer Vorstellungen, großen Wünschen, zu wenig Reflektiertheit, Altlasten, Wunde Punkte, schlechte Erfahrungen usw?
Der Mensch wird abgeklopft- passt nicht- Nächster.
Man nimmt sich ja aber selbst immer mit.
Mir kommt das oberflächlich und vor wie Kaufhausmentalität.
Spätestens nach Wegfall der rosa Brille bleibt der Mensch.
Habe das Gefühl/ Erfahrung nur Wenige machen sich die Mühe das Wesen seines Gegenüber sehen/ finden zu wollen und ob es passen könnte. Der Partner passt vielleicht nur 60% aber ich entscheide mich zu 100% für diesen Menschen weil ich ihn gut finde.
Wie seht ihr das?
Viele Menschen, insbesondere die beziehungsunfähigen, haben gar nicht vor, die Datingphase jemals wirklich und längerfristig zu verlassen, stattdessen daten sie wild. Gesucht wird da kostenloser Sex, gerne auch mit Menschen, die es zuvor gilt, von sich verliebt zu machen, der Rausch der Gefühle, die Vorstellung, was könnte sein und was wäre wenn. Am Besten und sichersten datest du in deinem sozialen Umfeld, wo du Rückhalt und eine soziale Kontrolle hast. Alles Liebe und Gute dir.
 
  • #18
Und ich kann mich wehren: Ich strafe die Alte seit 10 Jahren mit Verachtung und lasse sie emotional verhungern. Das ist meine Art von "wehren".
Damit strafst Du letzendlich selbst.
Und bevor Du böse aus der Haut fährst...das meine ich noch nicht mal fies
Das kostet Energie und das spürt man schon beim Lesen.

Strafen Nichtachtung ist eine Handlung und dafür werden rein biologisch Energien benötigt.
Chillen zb braucht da kaum etwas
Du beachtest die Nichtachtung
Alleine wie zb @QFrederick auf einem See, verbraucht weniger und das spürt man auch, wenn man es liest

Und das unabhängig davon, ob ihr Beide Euch mit dem beschäftigt, was ihr gerne macht...Wasser oder Hunde

Im Notfall kann man keinen Menschen so gut belügen wie sich selbst....manchmal sogar bei dem Thema: mir geht es gut