• #1

Phlegmatische Menschen - wie geht man damit um ?

Meine Partnerin ist eine sehr ruhiger Typ. Dagegen spricht grundsätzlich nichts. Jedoch gewonnen ich immer mehr den Eindruck, dass sie phlegmatisch ist. Sie zeigt keinerlei Gefühlsregungen bei Disskusionen . Wenn ich ein Problem anspreche ( meist sind es eh immer die gleichen Themen) , rede ich und sie sitzt da und schaut nur. Wenn ich sie um ihre Sicht oder Meinung bitte, kommt nichts, bzw sie gibt mir recht. Oder sie behauptet, sie fühlt sich unter Druck gesetzt , wenn ich sage: Was sagst du dazu ?
Ist es ihr egal oder ist sie vielleicht depressiv ? Auch wenn die Probleme mit ihrem pubertierenden Sohn hat, bleibt sie immer in der gleichen Stimmlage , er darf mit ihr reden, wie er will. Sie bleibt phlegmatisch . Es ist , als ob ich aufs Gas steige und sie auf die Bremse.
Ich habe eine schwere Krankheit hinter mir , alles überlebt. Seit 3 Wochen endlich wieder halbwegs fit . Ich will spazieren gehen, will sie nicht, ich biete ihr an, auf einer Parkbank zu sitzen , will sie nicht. Bewegung - will sie nicht . Ihr ei totes Hobby- die Katze...... wenn man sie über die Katze etwas fragt , blüht sie auf .
Ansonsten ...... immer das Selbe ....
Ich liebe sie . Aber ich verzweifle langsam.
Der Plan mit Zusammenziehen ist wegen dem Sohn nicht möglich, aber das bisschen Zeit, die wir gemeinsam verbringen ist langweilig und leer !
 
  • #2
Sei mir bitte nicht böse, wenn ich die Frage stelle, warum bleibt man bei einem solchen Menschen, was du alles hier beschreibst, ist emotionale Insolvenz!
Was sind das für Gründe, warum bestimmte Menschen an einer negativen Beziehung festhalten und sich nicht trenne, sind das: Gewohnheit, nicht allein sein können, bestimmte Bedürfnisse zu befriedigen, wirtschaftliches/ zweckorientiertes Interesse oder was? Ich könnte niemals mit einem solchen Menschen zusammenkommen oder zusammenbleiben!! Meine kostbare Lebenszeit und Lebensenergie sind mir zu schade!
 
  • #3
Liebe Elfe, herzlichen Glückwunsch zur Genesung!! Wie schön :)

Die Beziehung zu deiner Freundin klingt in jedem Post schlimmer. Was genau hält dich denn noch bei ihr?

Konkret hier: war sie schon immer so, oder hat sie sich verändert. Wenn letzteres, dann könnte es durchaus Depression oder etwas in der Art sein. Aber da muss sie selbst drauf kommen, dass sie etwas ändern möchte. Wenn sie schon immer so war und du es jetzt erst bemerkst, dann passt ihr nicht zusammen, denn ändern wird sich das nicht.
 
  • #4
Nach deinen ganzen Fragen ist doch klar, dass sie wahrscheinlich nicht phlegmatisch ist, sondern sich schlicht und ergreifend nicht(mehr) für dich und deine Probleme interessiert.
Warum ist dir das ganze Theater mit dieser Frau noch immer nicht zu blöd geworden?
Bist du so bedürftig?
 
  • #5
Eigentlich ist es egal, ob sie phlegmatisch oder depressiv ist (übrigens, kennst Du sich auch nicht-phlegmatisch?). Ihr beide passt einfach nicht gut zusammen. Du machst ihr Streß mit Deiner Art, sie macht Dir Streß mit ihrer Art. Liebe hin oder hier - diese wird bald erlöschen. Also trenne Dich gleich, bevor ihr beide noch länger leidet.
ErwinM, 51
 
  • #6
die wir gemeinsam verbringen ist langweilig und leer !
Du schreibst, dass du sie liebst. Was liebst du an ihr?
Versuche dich darauf zu fokussieren und nicht auf ihre Schwächen,
wenn du dich mit der Beziehung zufriedenstellen möchtest.
Sonst wirst du logischerweise immer unzufrieden mit ihrer Art bleiben.
Oder sie behauptet, sie fühlt sich unter Druck gesetzt , wenn ich sage: Was sagst du dazu ?
Ich denke, dass das wirklich so ist und sie es nicht nur behauptet.
Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass Menschen über Dinge diskutieren wollten, die in meinen Augen nicht wichtig sind und ich lieber den Moment oder die Ruhe genießen wollte. Auch andersherum kenne ich es. Ich habe gespürt, dass ein Mensch sich nicht für das Thema interessiert hat, über das ich sprechen wollte. Wenn das bei einigen Themen der Fall ist, wäre das ok für mich in einer Beziehung. Wenn man gar keine gemeinsamen Themen hat, ist man nicht auf einer Wellenlänge. Ein Ex-Partner hat mich oft mit irgendwelchen Technikinfos vollgetextet und ich habe ihm dann auch oft sagen müssen, dass es mich nicht interessiert. Man könnte jetzt sagen, dass sei unhöflich. Ich finde es aber genauso unhöflich, immer die Themen zu bringen, bei denen man weiß, dass sie den anderen nicht interessieren. Bei eher unsensiblen Menschen kann man sich nur davor schützen, indem man ihnen das Desinteresse erklärt, was viele Menschen aus falscher Rücksichtnahme aber nicht tun.
Wenn mir ein Bekannter Dinge erzählt, die mich nicht interessieren, höre ich aus Höflichlichkeit immer zu. Aber bei einem Partner, mit dem man mitunter zusammenwohnt, wäre mir das zu anstrengend, mir seine Meinung ständig anzuhören, wenn man nicht auf einer Wellenlänge ist.
Wie lang seid ihr denn schon zusammen? War deine Partnerin schon immer so? Wenn du sie ganz anders kennst, kann natürlich schon eine Depression dahinter stecken oder sie ist von dir oder etwas anderen in ihrem Leben genervt oder enttäuscht und grübelt innerlich viel. Wenn sie schon immer so ist, hattest du vielleicht vorher eine rosarote Brille auf und nur ihre positiven Eigenschaften gesehen. Jetzt kannst du wie oben beschrieben deinen Frieden mit ihrem Wesen schließen, weiter unzufrieden bleiben oder dich trennen. w, 33
 
  • #7
Es geht bei den Gesprächen nicht um irgendwas . Es sind zb Probleme, die wir mit den kids haben oder wenn ich sie drauf anspreche, dass sie das Geld nicht so rausschmeißen soll . Und ich ihr dann helfen muss . Ich Texte sie ja nicht nonstop zu . Abet ab und zu muss man miteinander reden ....
 
  • #8
Sie war nie anders- Du hast Dich verändert!! Ist doch so oder? Früher hat Dich das nicht gestört, der Reiz jemand näher kennen zu lernen war Dir Abwechslung genug. Jetzt kam eben die Routine und Alltag.

Also frage ich Dich : Hast Du Dich verändert? Hat sie sich verändert?
 
  • #9
Ich darf zitieren und aufpassen, dass das nicht zur Unart wird, aber die meisten Fragen lassen sich so einfach beantworten ohne dies zu tun.

Mach nicht den Fehler zu versuchen, Unpassendes passend zu machen.
Ich bin überzeugt, dass diese Frage zu Deiner "Partnerin" nicht die letzte Frage sein wird, aber auch, dass Du das irgendwie brauchst, bis Du Dich und Deinen Weg gefunden hast. Bis dahin wirst zu Dich an ihr (auf)reiben.
PS: Es ist ihr gutes Recht sein zu dürfen wie sie ist, noch viel wichtiger, Voraussetzung für ihr Lebensglück, ob Deins fraglich.
 
  • #10
Es geht bei den Gesprächen nicht um irgendwas . Es sind zb Probleme, die wir mit den kids haben oder wenn ich sie drauf anspreche, dass sie das Geld nicht so rausschmeißen soll . Und ich ihr dann helfen muss . Ich Texte sie ja nicht nonstop zu . Abet ab und zu muss man miteinander reden ....
Das sind aber wichtige Themen.
Konkret - Warum musst Du Ihr helfen, wenn sie nicht mal mit Für darüber reden will?
Dann helfe ihr nicht.

Dir erst mal Glückwunsch zur Genesung.
Gut, dass Du Dich gegen die Wohnung entschieden hast.
Wie kam das bei ihr an?
Es war ja insgesamt schwierig bei Euch?

Jetzt, wo es für Dich wieder besser aussieht, prüfe Dich mal - ist DAS die Frau mit der Du alt werden möchtest, siehst Du sie mit Dir in 5 Jahren?
Ihr passt nicht zusammen, Du warst ihr regelmäßig egal.

Jetzt, wo es Dir gut geht, meinst Du nicht, es wäre auch Zeit Ballast los zu werden?
Lies noch mal Deine letzten Threads, gute Partnerschaft klingt anders.

Alles Gute Dir.
W,50
 
  • #11
  • Es sind "eh immer die gleichen Themen". Wie oft möchtest du jetzt eine Antwort? Irgendwann macht man dann eben mal dicht.
  • Phlegmatische Lebenswiese bringt einen besser durchs Leben, wenn man seine Emotionen kontrollieren kann. Du bist dagegen impulsiv, gehst also steil auf sie und das turnt dich an, deswegen bist du ja auch mit ihr zusammen, weil du dasselbe nicht hast.
  • Wenn sich ein Partner unter Druck gesetzt fühlt, ist die Beziehung doch eh gelaufen und er plant schon den Ausstieg.
  • Warum depressiv? Kannst du das erklären?
  • Der Sohn "darf nicht mit ihr reden wie er will", der Sohn ist pubertär und das muss man aushalten können als erwachsener Mensch ohne herumzuplärren.
  • Ich hätte niemals einen Partner, der auf die Bremse tritt, während ich aufs Gas will. Da merke ich doch selbst, dass es nicht passt und man sich gegenseitig quält. Warum bist du ein Sadist oder Masochist? Du suchst wie die meisten Menschen Drama, um dich zu bestärken.
  • Du willst spazieren gehen, sie nicht. a.) der Partner muss nicht immer mitmachen b) du könntest alle spazieren gehen oder c.) du könntest akzeptieren, dass es lästig ist, einen Partner zu haben, der völlig andere Interessen und Bedürfnisse hat.
Du willst was von deinem Partner, also gehe auf sie ein. Sie blüht bei ihrer toten Katze auf, das wird von dir missachtet. Und dann erwartest du, dass sie sich für dein Belange interessiert? Ah, ja, so funktioniert es aber nicht in der Welt. Ihr sind gewisse Dinge im Leben sehr wichtig, die bei dir kein Gehör finden. Lerne erstmal, dass man was im Voraus geben muss und sich sehr explizit für das Gegenüber interessieren muss, um etwas zu empfangen.

Die meisten Menschen wollen nur ihre eigenen Pläne durchsetzen. Vielleicht hast du die ganze Zeit noch nicht bemerkt, dass sie nur wegen dir spazieren ging, um dir ständig eine Freude zu bereiten, und es selbst gar nicht gerne tut, genauso wie das Zuhören, das Antworten, das Reden, das Zusammensitzen mit dir.
Sie tut eigentlich nur Dinge für dich, das merkst du nicht. Wenn du ernsthaft überlegen würdest, würdest du da selbst drauf kommen. Nennt sich übrigens Empathie.

Der Plan mit Zusammenziehen ist wegen dem Sohn nicht möglich, aber das bisschen Zeit, die wir gemeinsam verbringen ist langweilig und leer !
Hm ja, und du denkst, das Zusammenzieht macht erfüllt? Die meisten Paare werden im Zusammenziehen erst leer! Möchtest du vielleicht selbst ein Kind? Oder mehr in die Erziehung involviert werden? Dir fehlt offenbar ein Kind und eine Lebensaufgabe.
 
  • #12
Liebe Elfe, du warst sehr schwer krank, gut, dass es dir besser geht! Wie hat dich deine Partnerin unterstützt ? Ist sie in der Krise eher eine Kraftquelle gewesen, Oder hat sie dich gestresst ? Du scheinst dominant zu sein, da ihr nicht zusammen wohnt sollte dir eigentlich egal sein wie sie ihren Sohn erzieht oder wofür sie ihr Geld ausgibt. Du warst krank und wir befinden uns mit Corona in einer Krise, die wir auch nutzen können um innezuhalten und Bilanz zu ziehen.Frage dich warum du an dieser Beziehung festhältst ? Alles Gute dir !
 
  • #13
Sie war nie anders- Du hast Dich verändert!! Ist doch so oder? Früher hat Dich das nicht gestört, der Reiz jemand näher kennen zu lernen war Dir Abwechslung genug. Jetzt kam eben die Routine und Alltag.

Also frage ich Dich : Hast Du Dich verändert? Hat sie sich verändert?
Ich denke , ich habe mich verändert . Ich war sehr schwer krank. Hane gekämpft, sie war für mich da - es war sehr knapp . Ich habe einen anderen Blick auf Vieles . Ich bin auch ungeduldiger geworden . Ich habe gesehen , wie wertvoll Zeit ist. Ich verlasse ge nicht viel , ich bin dankbar , dass ich noch da bin . Ich denke , ich habe mich weiter entwickelt. Sie steh im er nich am selben Platz, wie vor 6 Monaten oder ei em Jahr
 
  • #14
Liebe Elfe, du warst sehr schwer krank, gut, dass es dir besser geht! Wie hat dich deine Partnerin unterstützt ? Ist sie in der Krise eher eine Kraftquelle gewesen, Oder hat sie dich gestresst ? Du scheinst dominant zu sein, da ihr nicht zusammen wohnt sollte dir eigentlich egal sein wie sie ihren Sohn erzieht oder wofür sie ihr Geld ausgibt. Du warst krank und wir befinden uns mit Corona in einer Krise, die wir auch nutzen können um innezuhalten und Bilanz zu ziehen.Frage dich warum du an dieser Beziehung festhältst ? Alles Gute dir !
Meine Partnerin war für mich da. Jeden Tag. Sie gab mir Kraft. Sie unterstütze mich . Und ich bin dankbar . Ich habe mich aber dadurch entwickelt . Ich lebe bewusster. Ich will diese Chance nutzen. Und ich wünsche mir, dass ich sie ein bisschen mitreissen kann . Ich will sie nicht verändern . Ich will sie da raus holen .
 
  • #15
Hallo Elfe

Du sagst, Du liebst deine Partnerin. Aber wie sehr liebst Du Dich und das was Du mit Deinem Leben anfangen willst?

Du sagst, Du bist kürzlich dem Tod von der Schippe gesprungen. Ich glaube, Du weisst sehr genau was Du willst und ich würde mich an Deiner Stelle nicht von anderen aufhalten lassen.
 
  • #16
Hat sie denn jemals geäußert, dass sie da raus will? Wo raus eigentlich? Aus einem Zustand, über den du sagst, dass er nicht gut für sie ist? Hör auf, ihr so auf den Zeiger zu gehen! Kümmer dich um dich und die Verarbeitung deines Trauma, welches du zweifelsohne durch eine solche Gratwanderung zwischen Leben und Tod erlebt hast. Sie stand die ganze Zeit hinter dir und gab dir Kraft, und als Dank raubst du ihr jetzt ihre, in dem du sie stresst, weil du glaubst, du müsstest deine Erkenntnisse über das Leben und deine Prioritäten auf sie übertragen. Du warst ja vor deiner Erkrankung schon nicht einfach (Quelle: deine vorangegangenen Posts), aber das was du hier schreibst, ist schon wieder sowas von übergriffig deinerseits, dass es einen wirklich ärgert.

Nochwas: sicherlich ist deine (ich nenne es jetzt mal) "Nahtoderfahrung" eine wichtige und wegweisende Erfahrung in deinem Leben. Schön, dass du wieder im Leben zurück bist und das gröbste überstanden hast. Das hat bei dir sicher einiges verändert und Wichtigkeiten neu geordnet. Du bist nicht die erste, die sowas erlebt. Die meisten Leute, die sowas hinter sich haben, berichten eher, dass sie geduldiger werden, bestimmten Streitigkeiten in der Beziehung oder Eigenarten an anderen Menschen nicht mehr soviel Bedeutung einräumen, allgemein entspannter und relaxter sind, weil sie das Schlimmste, was einem so passieren kann, nun schon hinter sich haben, und alles andere Nachrangig ist. Bei dir ist das nun offenbar anders, sei´s drum. Aber lass damit deine Freundin in Ruhe! Du läufst nicht in ihren Schuhen, sie muss ihr Leben selbst bewältigen, ohne, dass du sie irgendwo rausholen musst. Lass sie zufrieden damit, wenn sie es ist. Und ihre ruhige Art ist für dich phlegmatisch, aus ihrer Sicht ergibt ihr Verhalten durchaus Sinn.

Im Grunde läuft es immer wieder darauf hinaus, was man anderen Menschen ohne Erkrankung auch sagt:

Love it or leave it. Die Frau ist erwachsen, hat einen relativ großen Sohn bis hierhin durchgebracht, und kommt auch ohne deine Ungeduld und Klugscheißerei, Eifersüchteleien und sonstige Dramatik bestens zurecht und durchs Leben. Du musst sie nur mal lassen.
 
  • #17
Meine Partnerin war für mich da. Jeden Tag. Sie gab mir Kraft. Sie unterstütze mich . Und ich bin dankbar . Ich habe mich aber dadurch entwickelt . Ich lebe bewusster. Ich will diese Chance nutzen. Und ich wünsche mir, dass ich sie ein bisschen mitreissen kann . Ich will sie nicht verändern . Ich will sie da raus holen .
Das ist ja nicht deine erste Frage hier. Und immer dreht es sich darum, dass es dir nicht passt wie sie ihr Leben lebt, mit wem sie sich trifft, wie sie ihren Sohn erzieht, das sie alleine leben will, etc. Bist du schon mal auf die Idee gekommen, dass sie gar nicht mitreisen will? Ihr passt nicht zusammen. Vielleicht bist du für sie umgekehrt ja der Problemfall, dem sie mal wünscht sich locker zu machen. Es ehrt sie dass sie dich unterstützt hat, kann aber auch sein, das sie das gemacht hat weil sie es für richtig hielt. "Ich will sie da raus holen" finde ich inzwischen einfach nur noch übergriffig. Hast du keine eigenen Probleme, keine Türe vor der du fegen kannst? Damit meine ich jetzt bestimmt nicht die Krankheit. Ich frage nur, weil ich den Eindruck habe du siehst Fehler, die für andere gar kein Problem darstellen nur bei anderen. So kommst du aber nicht weiter. Auch und besonders nicht für dein eigenes Glück. w53
 
  • #19
Manchmal muss man einfach seine Schritte gehen ohne den anderen am Schlawickel mitzuzerren.

Ein Partner muss nicht um jeden Preis, an jeder Stelle passen...nur an den wichtigen.
Es gab Charakterzüge an meinem Ex, die gingen gegen meine Werte und mein Wohlbefinden.
Deshalb ex...

Aber nicht weil ich mal Lust hatte xy zu machen und er nicht.

Du willst Deine Welt verändern aber Du hast kein Recht deine Freundin zu bewerten, weil sie das für sich nicht braucht.
Keine Missionarsarbeit und kein permanentes herumschrauben.
 
  • #20
Ja, nicht sie ist das Problem und Ursache Deiner inneren Unzufriedenheit, sondern ....

... Du kannst Dich selbst nicht ausstehen!!!


Bleiben wir mal bei der ungeschminkten Wahrheit.
GUCK TIEF IN DEIN INNERES:

Dich drückt Dein schlechtes Gewissen ihr Gegenüber... denn sie nimmt Dich so wie Du bist ohne Gegenleistung zu erwarten und das meine Liebe ist die höchste Form der Liebe.
Irgendwie weisst Du das.
Du selber hast aber noch Lernblätze und vermagst das noch nicht. Du spürst dass es für Dich so nicht stimmt.

Es ist Zeit für einen neuen Lernpartner welcher Dir hilft auch mal dort anzukommen. Das tönt paradox, wird aber vermutlich die Wahrheit sein. Sie hat Dir das was sie kann "beigebracht" - es stagniert weil es Zeit ist für Dich ein neues Lebenskapitel aufzuschlagen.

Sei ehrlich und sage Ja zu diesem Schritt. Danach wirst Du Dich befreit fühlen. Lasse sie in tiefer Dankbarkeit los, denn sie war, ist und bleibt ein wichtiger Meilenstein in Deinem Leben.
Gehe ohne schlechtes Gewissen.

Überprüfe mal im stillen Kämmerlein ob das Universum Dir "Zeichen" geschickt hat welche meine Vermutung untermauern.

Bleibe lebendig im Fluss des Lebens.
 
  • #21
Das eine ist das naturell deines gegenüber. Manche Menschen sind einfach ruhiger als andere. Da kann man nix machen. Das andere bist du. Wenn sie sagt, du machst sie nervös, dass sie keinen Satz raus bringt, dann machst du wohl was, was das auslöst. Wahrscheinlich bist du zu plump, zu laut, zu aufbrausend, hörst nicht zu und bist eh anderer Meinung und rastest dann aus. Selbst introvertierte Leute plappern bei den richtigen Leuten unentwegt, weil sie sich mit ihnen sauwohl fühlen. Und deine Freundin fühlt sich anscheinend nicht so wohl mit dir, als dass sie sich dir mitteilen will.

W32
 
  • #22
@Elfe1234
Meine Mama hatte Brustkrebs und bekam sehr viele Medikamente in den Kliniken. Zuletzt war sie unausstehlich zu mir. Nicht mehr zu ertragen. Ich wurde als junge Frau mit Ende 20 angegiftet, sobald ich ihr Krankenzimmer betrat. An allem wurde herum gemeckert, was ich mitbrachte, war nix, mein Haar störte sie, die Blumen mussten vor die Tür... Neverending. Ich hatte eine stundenlange Anfahrt, Stress im Verkehr hinter mir sowie 1001 Besorgungen und Kleidung, die ich mitbringen sollte. Damit war ich nach der Arbeit bereits werktags mehrere Stunden beschäftigt, um alles zu besorgen und einzukaufen. Neuer Schlafanzug, Jogginganzug, Perücke, Kleidung aus ihrem Schrank, Marmelade. Ein halbwegs normales Miteinander und Gespräch war erst möglich, nachdem wir uns zusammen in die Sonne setzten auf dem Klinikdach. Mit weitem Blick in die Natur! Ich weiß natürlich dass es an Ihrer Krankheit und noch mehr an den schweren Chemiebombern lag, die sie nehmen musste. Ich hatte den Eindruck, dass für sie unbekannte und fremde Pfleger und Therapeutinnen eher akzeptabel waren als ihre eigene Familie. Es war traurig und schmerzlich für alle. Ihre Schwestern machten leider dieselbe Erfahrung und riefen mich an nach ihren Besuchen. Sie wurden beschimpft und beleidigt. Vielleicht hilft dir dieses Feedback ja weiter? Mach deine Spaziergänge an der frischen Luft und stelle diese Problemdiskussionen für's Erste ein. Du bist noch lange nicht fit und über'm Berg. Bleibe bei dir und arbeite an dir und deinen Gesundheitsthemen, gesunder Ernährung und Aufbautraining! Starte mit veganer Küche und lies dich ein in die Budwig Diät und alternativen Heilwege und Praxiserfahrungen. Verschone deine Umwelt mit Kritiksucht und Aggressionen. Vielleicht gibt es eine Selbsthilfegruppe oder Nachbarn und Freunde, die mit dir gerne Freizeitaktivitäten verbringen möchten? Sei mutig und trau dich alleine raus. Vielleicht täte dir ein Hund gut?! Bitte bedenke auch, dass du dich durch deine Krankheit vermutlich auch optisch, im Geruch und im Verhalten sehr negativ verändert hast. Damit kommen nur die wenigsten Partner nach so einer langen Krankheit zurecht. All die Medikamente solltest du erstmal gründlich entgiften. Deine Partnerin ist offensichtlich im Rückzug. Starte auf Facebook ein paar Aktionen und tritt Gruppen bei, z. B. Kochkursen. Tausche dich dort mit Gleichgesinnten aus. Vielleicht fühlst du dich mal in deine Partnerin ein, die ja leider mit gelitten hat! Wenn es dir besser geht, macht doch eine Paartherapie.
 
  • #23
Was ist denn hier Los? Warum zerreisst Ihr Elfe? Sie ist aktiv, lebensbejahend und möchte hier nur ihre Partnerin verstehen...
Es war vor der Krankheit schon schwierig - 2 völlig unterschiedliche Menschen, dazu der Sohn der Partnerin.

Nun, während der akuten Phase der Krankheit überspielte es sich. Da gibt es ein gemeinsames Ziel, darauf kann man sich fokussieren.
Aber jetzt zeigt es sich wieder - eine aktive Frau und eine eher träge, inaktive Frau. Die Gegensätze sind weiterhin da.

Es heisst immer, Gegensätze ziehen sich an, aber auf Dauer ist es anstrengend. Bei vielem gibt es kaum Kompromisse.

Du hast nur die Wahl - Du akzeptierst, dass Du nicht mit ihr spazieren gehst, dass sie Dich bei Aktivitäten nicht begleitet, dass sie nicht mit ihrem Sohn redet... Oder Du beendest.
Bei zu großen grundsätzlichen Unterschieden klappt es nicht, Dich frustriert es, sie empfindet Druck.
Das geht allen Paaren so, die im Grundsätzlichen unterschiedlich sind - Themen Nähe -Distanz, introvertiert - extrovertiert, und noch anderes.
Ich könnte nicht mit Couchpotatoes, es passt nur, wenn auch mein Partner mit in die Natur geht, Berge kraxelt, Bewegung mag.
Jemand, der gerne isst, Leben genießen mag, auch mal innehält und schweigen kann ... Usw.

Eine schwere Krankheit verstärkt vieles noch - Du warst vorher aktiv, und jetzt magst Du Leben intensiver, bewusster genießen, auf Deine Art. Du möchtest teilen, Dich mit ihr freuen. Es ist aber nicht ihre Welt, sie sieht es nicht, aus empfindet es nicht, und so zeigen sich Eure Unterschiede noch mehr.

Du wirst Dich der Realität stellen müssen, und Deine Partnerschaft überdenken.

Die Alles Gute,
W, 50
 
  • #24
Ich möchte hier auch einmal die Lanze brechen für die Angehörigen und Partner, die kranke Familienangehörige auf ihrem Leidensweg begleiten. @Elfe12834 Ein großes Dankeschön anstatt Kritiksucht und neuer Forderungen wären ein erster Schritt. Sie stand dir beiseite und hat dich begleitet. Vielleicht magst du uns einmal schreiben, was sie für dich gemacht hat?! So habe ich beispielsweise bei meinem Vater täglich 3 Monate lang vor der Intensivstation gewartet, bis sich die Tore geöffnet haben. Ich habe mein Studium für ein Semester ausgesetzt. Ich bin auf Reha mit zu den Physio Stunden gegangen und habe mit geübt! Freiwillig! Ich habe gelernt, meinen Papa ins Bett zu legen, aufstehen zu helfen und auf die Toilette zu setzen. Ich war mächtig stolz auf mich. Leider kam von meiner Familie und Angehörigen nie ein einziges Wort der Anerkennung. Als meine Mutter in der Klinik lag, stellte ich mich an und bettelte um eine zusätzliche Schmerztablette. Ich schob den Infusion Ständer durch die übel riechenden Gänge. Als eine unbeholfene Schwester die Sauerstofflasche nicht aufbekam und wegrannte, blieb ich cool, redete auf meine Mama ein und drehte das Ding mit aller Gewalt auf. Ich fuhr Hunderte von Kilometern und brachte immer gute Laune und viel Liebe mir. Man macht soviel und geht über die eigenen Kräfte. Und man sieht schreckliche Dinge in den Intensivstationen und Rehas. Daneben Studium, dann Vollzeit Job und Partner und Freundeskreis voller Unverständnis. Ich mimte die Positive und Gutgelaunte. Keiner von uns hat Pflege von Angehörigen erlernt oder Medizin studiert. Und immer ist es zu wenig, was man gibt. Und die ständige Sorge und Trauer um die Liebsten begleitet einen 24x7,während alle anderen ein unbeschwertes Leben leben. Ich denke, diese Erlebnisse haben mich bis heute traumatisiert. Vielleicht hat deine Freundin jetzt einfach mal ein liebes Wort und ein kleines Dankeschön verdient. Eine Überraschung. Respekt und Anerkennung. Es ist nicht selbstverständlich, dass sie dich begleitet. Andere laufen einfach davon. Was meinst Du?!
 
  • #25
Kannst du dir vorstellen, dass deine Partnerin nicht phlegmatusch, sondern einfach leer und ausgelaugt ist, nachdem sie dich bei der Krankheit unterstützt hat??
Du hast geschrieben, dass sie schon immer die Ruhige war, für solche Menschen sind die Extroverten und alle, die keine fünf Minuten ruhig sitzen können, das reine Gift. Ich bin selber so eine. Egal, wie nett meine Freunde sind oder wieviel Spaß ich habe, spätestens nach zwei Stunden muss ich raus aus der Situation , sonst drehe ich durch.
Ich verstehe schon, dass du zweiten Atem bekommen hast, aber schalte einen Gang zurück. Erstens bist du nicht gesund, sondern du hast keine Symptome mehr und erst nach paar Jahren kann man sagen, ob du geheilt bist. Zweitens, brauchst du sowieso eine Rehabilitation, um deinen Körper zu entgiften und danach die Reservekräfte aufzubauen. Drittens, muss du dir Gedanken machen, was du vom Leben möchtest und zwar unabhängig von deiner Partnerin. Beschäftige dich mit sich, du betreibst momentan Ablenkung, also hast du bestimmt Themen, wo du nicht genau hinschauen willst. Und viertens, wenn du schon so vor Kraft strotzst, dann gib die überschüssige Energie deiner Partnerin. Und zwar nicht, in dem du ihr vorschreibst, was sie machen soll, sondern finde raus, was SIE will und wie sie es will. Und wenn sie jetzt gar nichts will, sondern nur ihre Ruhe, dann gib ihr das.