• #31
Ich bin die einzige in der riesen Firma und in der vorigen war es auch nicht anders, die selbstständig und frei, vor allem kinderfrei.... Wohnraum bewohnt.
Ich kann Weihnachten und auch wann immer ich will entspannen, lesen......schlafen, Sport machen.
Die anderen können das nicht.
Unfassbar für mich, wie man sein Leben von anderen abhängig macht.
Sie sind alle extrem gestresst und gefrustet.
Aber auf die Idee zu kommen, sich ne Wohnung zu suchen, Reisen allein zu unternehmen etc....passiert nie.
Ich werde seit Jugend an, mit immer dem gleichen Gesichtsausdruck des Gegenüber konfrontiert.
Es ist mir völlig egal geworden.....
Super Einstellung, ich bin auch so! Es ist unglaublich, wieviel eingeschränktes Leben die meisten Menschen leben, nur weil sie nicht alleine sein können, sich selbst nicht aushalten! Sie haben es nicht anders gelernt und auch nichts dazu gelernt, das ist sehr schlimm, wüssten diese Menschen, was sie im Grunde genommen verpassen, sie würden sofort das Leben total umkrempeln und auf den Kopf stellen!!
Ist vielleicht eine Charakterfrage, also ob man das Alleinsein gut aushalten kann...
Und ja, immer wieder kommen Kommentare von Menschen, wo mein Mann sei?
Es ist viel mehr so, dass man für sich im laufe des Lebens, den MEGA Vorteil erkennt, wenn man aus dem fremd konditionierten Leben aussteigt, alles hinterfragt und so gut wie möglich ein für sich selbst bestimmtes Leben lebt!
 
  • #32
ich bin jahrelang alleine gereist. Freundinnen haben mich zwar immer wieder gefragt, ob ich mit ihnen fahren würde, aber ich habe dankend abgelehnt.
Meine Erfahrung ist, dass es sehr anstrengend sein kann, mit Freunden zu verreisen, die den Partner zuhause gelassen haben. Es wurde permanent mit dem Partner kommuniziert, was mich dermaßen nervte. Auch finanziell sollte man ähnlich gestrickt sein, wenn man zusammen verreist.
Ich kenne kaum Frauen, die alleine reisen und ich werde eher kritisch beäugt, wenn ich sage, dass ich alleine wohin fahre.
ich hab meine Alleinreisen bislang immer genossen, mich nie gelangweilt. Sicher gab es auch Momente, in denen ich gerne einen Partner dabei gehabt hätte, aber das ist wohl normal.

Unerträglich waren dagegen Clubs, in denen es Singletreffen gab. Dort herrschte oft eine aggressive Stimmung, viele waren extrem auf der Suche nach einem Partner und betranken sich aus Verzweiflung. Ich bin zu den Treffen dann nicht mehr gegangen und habe mein eigenes Ding gemacht oder mich mit 1-2 anderen Gästen anderweitig beschäftigt.

Ich kann nicht berichten, im Urlaub als Alleinreisende jemals persönlich unangenehm angesprochen worden zu sein wie du es hier beschreibst.

Mein Eindruck ist, dass du womöglich eine gewisse Projektionsfläche bietest für Menschen, die sich entweder selbst nicht trauen alleine zu verreisen oder sogar neidisch werden auf deine Solo-Existenz.
Interessant ist, dass diese Personen dich auch direkt kontaktieren und nicht einfach weitergehen und ihre Gedanken für sich behalten.

Die eine Dame stülpt dir über, ihre Familie satt zu haben und dass sie auch gerne so wie du allein im Urlaub wäre...das finde ich total übergriffig. Sie kennt dich nicht und hat deine Art zu reisen überhaupt nicht zu bewerten.
Du könntest doch zu Hause einen festen Partner haben oder gerade verwitwet sein. Man sieht, sie hat sich darüber keine weiteren Gedanken gemacht, sondern schließt sofort von dir auf sich. Du sagst, du hast die Dame dann getröstet...ich finde das ist nicht dein Job und es kostet doch deine Nerven. Sie ist erwachsen und kann selber entscheiden, ob sie einen Partner will und wie sie in Urlaub fährt.
 
  • #33
Ich denke, die Leute beneiden dich insgeheim, weil du genau das machst, was sie nicht können. Wer will nicht gern mutig genug sein, selbstbestimmt zu leben? Die wenigsten tun das. Gerade bei Frauen, wenn dich dann mal eine traut, weckt das Bewunderung. An deiner Stelle würde ich mit einem schelmischen Lachen auf mitleidvolle Äußerungen reagieren.

w32
 
  • #34
FS,

Ein schönes Thema. Lässt es mich doch obwohl nur im Garten sitzend auf Reisen gehen. Lustig was mir da so alles in den Kopf und ins Herz kommt. Könnte glatt die Wanderschuhe überstreifen oder mein Boot vom Carport abnehmen und los gehen, wenn ich morgen frei und heute nicht schon 50km radeln in den Beinen hätte.

Ich denke Deine Erfahrungen sind von Typ und Situation abhängig.

Wenn ich in den Bergen oder aufm Wasser wandern gehe, dann in der Nebensaison. Da trifft man schon jahreszeitlich bedingt stundenlang oder sogar den ganzen Tag keine Menschenseele, selbst hier nah der Heimat. Auch dann bin wohl ich eher der der (an)quatscht. Ich bin sehr gerne mit mir, liebe Schweigen und Denken, aber auch die Kommunikation, den Austausch und Kontakt. Voraussetzung ist, dass der Draht zueinander passt.

Mir ist schon im Alltag schleierhaft, wie viele mit einer zum Schnürschuhe geballten Visage bierernst durch Leben poltern. Ein Lächeln oder Blickkontakt weit gefehlt.

Ich finde es schade und bezeichnend, dass Du das Interesse negativ empfindest und interpretierst. Es bleibt Dir doch unbenommen Nein zu sagen. Nicht überall lauert das Böse und Unangenehme.

Warum Alleinreisen besser zum Kennenlernen sein soll, erschließt sich mir auch nicht.

Viel Vergnügen beim unbeschwerten Reisen.

M51
 
  • #35
Ich bin seit ca 3 Jahren trotz Partnerschaft (LAT) immer mal wieder alleine verreist. Ich bevorzuge Zugfahrt, da ich die Landschaft genießen und dabei meine Lieblingsmusik hören kann. Na gut, Deutsche Bahn ist zwar nicht immer der Zuverlässigste Verkehrsmittel aber ich sehe es als Abenteuer. Ich war sogar schon mal von meinem Air Bnb Host aus Versehen eingeschlossen worden und ich deshalb Polizei anrufen musste. Die Geschichte ist so bizarr, dass ich meine Freunde und Kollegen damit immer wieder unterhalten kann.
Angesprochen wurde ich eher selten, da ich wahrscheinlich den Eindruck gebe, dass icj in Ruhe gelassen werden möchte.
Klar sind manche ziemlich verwundert, wenn sie hören, dass ich alleine irgendwohin verreise. Meine Kollegin war total schockiert, als ich neulich erzählt habe, dass ich alleine auf Föhr mit Zug und Fähre gefahren bin. Sie ist Mitte 40, seit fast 25 Jahre verheiratet und war noch nie ohne ihren Mann unterwegs.
Mein Partner ist zum Glück sehr verständnissvoll und hat genug Vertrauen in mir, dass ich diese Freiheit genießen kann. Ich finde es auch wichtig, dass man sich mal alleine eine neue Herausforderung beim Reisen hinstellt. Man wird hinterher viel selbstbewusster.
 
  • #36
Ich reise auch teilweise alleine....aber nicht, weil ich mich verkriechen will, sondern weil ich neugierig bin und etwas anderes sehen will. Von daher sind die doch eher kurzen Kontakte, die man auf diesen Reisen macht, eine Abwechslung, etwas Schönes, man kann sich kurz austauschen und geht dann weiter. Man schaut sich freundlich an, lächelt vielleicht mal, lacht, und dann macht jeder seins.

Sehr befremdlich würde ich finden, wenn alle durch mich durchsehen, wenn ich eine Art Phantom bin, keiner mich sieht, mich sprechen will, mich meidet....ist dir das lieber?

Die meisten Frauen reisen nicht alleine, ich weiß, ich bin auch die einzige in meinem Bekanntenkreis. Viele haben dazu nicht den Mut und wissen daher nicht, dass es eine Bereicherung sein kann. Dass jemand dich darauf anspricht dient aber als Gesprächsanfang und nicht als Ausgrenzung o.ä. Ich finde auch, du siehst Feinde und Bedrohungen, wo keine sind.
 
  • #37
Ich bin die einzige in der riesen Firma und in der vorigen war es auch nicht anders, die selbstständig und frei, vor allem kinderfrei.... Wohnraum bewohnt.
Ich kann Weihnachten und auch wann immer ich will entspannen, lesen......schlafen, Sport machen.
Ich lebe selbstständig und frei. Ich mache, was ich will. Trotz/gerade weil/mit Partnerin.
Ich freue mich, morgens in ein geliebtes Gesicht zu schauen.
Frage der Perspektive, der Definition. Es ist für manche besser, alleine zu sein.


Ich denke Deine Erfahrungen sind von Typ und Situation abhängig.
...
Auch dann bin wohl ich eher der der (an)quatscht. Ich bin sehr gerne mit mir, liebe Schweigen und Denken, aber auch die Kommunikation, den Austausch und Kontakt. Voraussetzung ist, dass der Draht zueinander passt.
Mir ist schon im Alltag schleierhaft, wie viele mit einer zum Schnürschuhe geballten Visage bierernst durch Leben poltern. Ein Lächeln oder Blickkontakt weit gefehlt.
Ich finde es schade und bezeichnend, dass Du das Interesse negativ empfindest und interpretierst. Es bleibt Dir doch unbenommen Nein zu sagen. Nicht überall lauert das Böse und Unangenehme.
Das unterschreibe ich in allem.
Ich finde Deine Erfahrungen schade. Bedauerlich Deine negativen Rückschlüsse.

Daher meine Frage. Warum kommt Interesse an Dir so negativ an?
Meistens ist es nicht so gemeint. Es ist einfaches Interesse.

M, 55
 
  • #38
Hallo Ihr Lieben,
hier ist wieder die FS.
Wow! Ich bin völlig überwältigt von den vielen Antworten. Herzlichen Dank dafür!
Die Meinungen gehen ja zu dem Thema teilweise sehr auseinander, aber dennoch scheint mir die Tendenz dahin zu gehen, dass die meisten es unangenehm empfinden, alleine zu reisen. Von daher wundern mich die Reaktionen meines Umfeldes gar nicht mehr so sehr. Ich habe mich vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt. Die Reaktion der Menschen fand ich nicht direkt unangenehm. Im Gegenteil. Es waren durchweg sehr nette Menschen, mit denen ich mich auch gerne unterhalten habe.
Es geht mir mehr darum, was das Umfeld eben im Stillen über Alleinreisende denkt. Ob man eben in eine bestimmte Schublade gesteckt wird oder bemitleidenswert erscheint etc.. Ja, ich gebe zu, dass mir diese Meinungen nicht ganz gleichgültig sind, weil ich früher selber damit Negatives verbunden hätte wie z. B. die hat keinen abgekriegt, die ist vielleicht Einzelgänergrin, wobei gerade letzteres in unserer Gesellschaft einen sehr negativen Touch hat. Dabei ist es in meinem Fall nur so, dass ich durchaus ein aufgeschlossener, sozialer Mensch bin. Ich bin aber leider introvertiert und kann meine Energie nur aus dem Alleinsein ziehen. Aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen strengt mich small talk und ein längeres Zusammensein mit anderen sehr an. Da ich einen sehr stressigen Alltag habe sind diese Reisen Balsam für meine Seele. Natürlich gibt es Nachteile. So habe ich nach wie vor größte Probleme mich Abends alleine in ein Lokal zu setzen. Natürlich würde ich schöne Momente gerne teilen und mich auch einfach mal bei der Urlaubsplanung zurücklehnen, aber diese Nachteile sind nicht wirklich tragisch. Ich will mich nicht verkriechen, weil ich Single bin. Ich möchte mein Leben trotzdem in vollen Zügen gnießen. Wäre es nicht schlimm, wenn ich mit all dem warte würde, bis ein Mann in mein Leben tritt? Außerdem hat mir das Alleinreisen einen Selbstbewusstseinsschub gegeben. Ich hätte mir das früher nie zugetraut, habe alles immer meinem Partner überlassen. Ich dachte immer, so etwas würde ich nie alleine schaffen. Es war eine wichtige Erfahrung für mich, dass es auch alleine möglich ist.
 
  • #39
Vielleicht bin ich zu subjektiv....

Also ich mit zwei kleinen Söhnen in einem Hotel. War gezwungen am Pool zu liegen um ein Auge auf die Brut zu haben und mit ins Wasser zu gehen etc.
Die Liegen lagen in Reihen unter dem Sonnenschutz und das war "vorbestimmt". Ich jung lange blonde Haare und Co komme mit den Jungs aus dem Wasser und unsere Liegen standen plötzlich in der Pampa.
Das war mir peinlich, weil meine Jungs dabei waren und weil sie das traurig gemacht hat.
Dafür gestehe Ich, bin ich einmal völlig ausgerastet ( Jungs waren kurz weg).

Aber wenn ich alleine im Urlaub bin, dann liegt ich da nicht in so einem Club und wenn fände ich es nicht peinlich, wenn mich jemand wohlwollend anspricht, ob ich Lust auf Gesellschaftl hätte.
Hab ich die nicht und jemand wird so komisch, wie die Dame hier, dann grenze ich mich ab.
Nur peinlich wäre es mir nicht
 
  • #40
Ja, ich gebe zu, dass mir diese Meinungen nicht ganz gleichgültig sind, weil ich früher selber damit Negatives verbunden hätte wie z. B. die hat keinen abgekriegt, die ist vielleicht Einzelgänergrin, wobei gerade letzteres in unserer Gesellschaft einen sehr negativen Touch hat.
Ja, das alte Leiden der Menschen mit Vorurteil. Allerdings warst Du ja damals wohl selbst in einer Partnerschaft und genau dieses Denken hat Dich vielleicht davon abgehalten, wirklich frei und glücklich zu werden. Ergo müsstest Du alle Paare, bei denen Du Differenzen siehst, ja erstmal per se bedauern. Natürlich sind nicht alle Probleme unlösbar und es gibt Unterschiede, wer was ertragen und wer womit ungehen kann. Aber an sich hast Du doch genug Erfahrung mit Festhalten an Schlechtem, meine ich (von Deinen letzten Threads. Wenn ich mich irre, tut es mir leid und ich nehme es zurück.)
Was nicht heißt, dass man einen Partner wollen würde, aber einen PASSENDEN. Haben alle den? Siehste.

Dabei ist es in meinem Fall nur so, dass ich durchaus ein aufgeschlossener, sozialer Mensch bin. Ich bin aber leider introvertiert
Warum DABEI? Siehst Du Singles immer noch als soziale Versager? Falls ja, streiche diese Selbsteinschätzung vom aufgeschlossenen Menschen. Das war damals ein Vorurteil. Und auch introvertierte Menschen sind kein "Problemmensch". Du klingst für mich noch so, als wäre Dir peinlich, wie Du bist - SONDERBAR, EINZELGÄNGERISCH.

Aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen strengt mich small talk und ein längeres Zusammensein mit anderen sehr an.
Hm. Also das Smalltalken kann man lernen und sogar Entspannung dabei empfinden. Eigene Erfahrung. Es ist einfach das Herstellen einer guten Stimmung durch Reden, Konsensreden. Längeres Zusammensein ... vielleicht, weil Du gleich mit allen Sinnen bei dem Gespräch bist. Vielleicht kannst Du lernen, locker zu lassen und nicht jedes Gespräch als intensives "Fachgespräch" über irgendein Thema zu betrachten, sondern dem Gegenüber einfach nur ein gutes Gefühl geben zu wollen. Um die Stimmung zu erhalten.

Ich finde super, dass Du allein reist. Lass den Schwachsinn über Singles und die Meinung anderer hinter Dir. Ja, ich kämpfe hier auch zuweilen dafür, dass die nicht anders gesehen werden als Menschen in einer Beziehung, aber 😴 und schnarch. Es ist anstrengend und ermüdend und irgendwann kommt man doch zu dem Punkt, dass man selbst pionierischer Weise sagen muss "du weißt es halt nicht besser".

Das "ich bin irgendwie minderwertig als Single" ist auch noch in Deinem Kopf.
Die Meinung anderer ... WER interessiert sich für DEINE Meinung über ihn?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #41
Es geht mir mehr darum, was das Umfeld eben im Stillen über Alleinreisende denkt. Ob man eben in eine bestimmte Schublade gesteckt wird oder bemitleidenswert erscheint etc..
Die Gedanken sind frei - wer kann sie erraten .....
Ja, das ist ein Zitat .....
Tja, wenn man Gedanken lesen könnte, wäre das Problem "Überbevölkerung" ganz schnell erledigt.
Meist behalten wir solche Gedanken ja für uns .....
Was bringt es dir, wissen zu wollen, was andere denken.
Setz dich in ein Eiscafe ... mit Eisbecher und Cappuccino
Von hundert Menschen, die vorbei laufen, denken 20, dass sie auch Lust auf ein Eis haben. Weitere 20 wollen einen Cappuccino, weitere 20 haben Durst auf etwas anderes. Und 5 Leute schauen nur auf die Ducati, die hinter dir parkt. Interessant für dich sind die 3 Buben, die sich überlegen, wie sie dir Eiswürfel in den Ausschnitt werfen können ......

Du bist alleine im Urlaub. Solange du dir nicht selbst leid tust brauchst du kein Mitleid. Geniesse was du hast - und lass den anderen Leuten ihre Gedanken. Manche haben sonst nix - und viele nicht einmal überhaupt Gedanken.
 
  • #42
Ja, ich gebe zu, dass mir diese Meinungen nicht ganz gleichgültig sind, weil ich früher selber damit Negatives verbunden hätte wie z. B. die hat keinen abgekriegt, die ist vielleicht Einzelgänergrin, wobei gerade letzteres in unserer Gesellschaft einen sehr negativen Touch hat.
Sei glücklich., dass du kein Gesellschaftstouch hast! Nur lebendige Fische Schwimmen gegen den Strom! Hingegen tote Fische schwimmen mit dem Strom!
Ich bin aber leider introvertiert und kann meine Energie nur aus dem Alleinsein ziehen. Aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen strengt mich small talk und ein längeres Zusammensein mit anderen sehr an. Da ich einen sehr stressigen Alltag habe sind diese Reisen Balsam für meine Seele. Natürlich gibt es Nachteile. So habe ich nach wie vor größte Probleme mich Abends alleine in ein Lokal zu setzen. Natürlich würde ich schöne Momente gerne teilen und mich auch einfach mal bei der Urlaubsplanung zurücklehnen, aber diese Nachteile sind nicht wirklich tragisch. Ich will mich nicht verkriechen, weil ich Single bin. Ich möchte mein Leben trotzdem in vollen Zügen gnießen. Wäre es nicht schlimm, wenn ich mit all dem warte würde, bis ein Mann in mein Leben tritt? Außerdem hat mir das Alleinreisen einen Selbstbewusstseinsschub gegeben. Ich hätte mir das früher nie zugetraut, habe alles immer meinem Partner überlassen. Ich dachte immer, so etwas würde ich nie alleine schaffen. Es war eine wichtige Erfahrung.
Auch introvertiert sehe ich positiv, du solltest deine Einstellung positiv überarbeiten! Die Energie aus sich selber herausziehen, es gibt nichts besseres, ganz tief innen die Energiequelle bei jedem Menschen, nur ganz wenige Menschen kommen da dran, weil sie im Außen fremd konditioniert sind!
 
  • #43
Ja, ich gebe zu, dass mir diese Meinungen nicht ganz gleichgültig sind, weil ich früher selber damit Negatives verbunden hätte
Früher war mir auch mal wichtiger, was andere Leute denken könnten.

Aber gerade bei fremden Menschen - und mit denen hattest du ja zu tun - sollte es dir wirklich egal sein, was sie denken. Die gehören doch gar nicht in dein Leben, kennen dich nicht, wissen deinen Namen nicht. Die siehst du nie wieder.

Im Übrigen hattest du überwiegend positives Feedback. Wenn dir eine Frau sagt, sie beneidet dich für dein freies Singleleben - dann glaube es. Die Frau hatte keinen Grund, dir etwas vorzuflunkern.
 
  • #44
Zitat von Hasendompteur:
Ja, ich gebe zu, dass mir diese Meinungen nicht ganz gleichgültig sind, weil ich früher selber damit Negatives verbunden hätte
Früher war mir auch mal wichtiger, was andere Leute denken könnten.
Ich kenne das auch aber aus ganz anderen Perspektiven

Aus der Perspektive meiner Mutter die sich oft vor den Leuten für meinen Vater und später für mich geschämt hat. Beispielsweise wenn ich als Kind mit einem Stock gegen unsichtbare Feinde gekämpft habe.

Aus der Perspektive meiner Exschwiegermutter und meines Neuschwiegervaters: Was denken die Nachbarn über uns wenn wir im Garten sitzen oder durch den Ort spazieren? Das wir faul oder neugierig sind?

Ich hatte mal jemanden als Begleitung zu einem Operball eingeladen. Ständig wurde sie böse angestarrt. Sie vermutete, dass wir nicht gut genug angezogen sind. Sie hat diese Blicke allein gesehen. Ich habe keinen einzigen dieser Blicke wahrgenommen.

Ich selbst bin nicht immer als Strahlemann unterwegs. Schlechte Laune sieht man mir an. Einmal wurde ich gefragt ob ich ein Problem mit dem Fragenden hätte weil ich so finster schaue. Nein hatte ich nicht. Ich hatte über etwas unangenehmes nachgedacht. Mit dem Menschen hatte es nichts zu tun.

Letztens haben wir zu Zweit einen Ausflug gemacht. In einem Restaurant gab es nur für jeweils vier Personen die sich kennen noch einen freien Tisch. Ein junges Paar (ca. 20 Jahre jünger) stand unsicher vor diesem einzigen Lokal am Ort.

Ich habe sie eingeladen, dass wir uns kennen ;) und deswegen gemeinsam den Tisch nehmen können. Ich dachte erstens an Essen, zweitens an den Tisch und drittens, dass sich mit diesen Paar ggf. ein nettes Gespräch ergibt. Ich habe sie zwar für den Tisch in gewisserweise instrumentalisiert aber ihnen so auch geholfen und im übrigen nichts böses für sie gewollt.

Umgehrt habe ich im Zug auch schon einmal einem volltrunkenden nach Urin riechenden Mann gesagt, dass er sich nicht auf den freien Platz im Abteil setzten wird sondern weiter gehen soll. Der ging weiter.

Meine Mutter und andere hätten sich für dies und anderes geschämt. Arme Menschen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #45
Ich verreise schon mein Leben lang alleine. Ich bin nie mit einem Partner verreist, man hatte einfach unterschiedliche Sommerplanungen bzw. einer musste eben immer Arbeiten im Sommer.
Ich finde Frauen merkwürdig, die andere Leute brauchen und sich eben "dranhängen". Hätte daran keinen Spaß. Die wirken auf mich immer wie Anhängsel.
 
  • #46
Ich verreise schon mein Leben lang alleine. Ich bin nie mit einem Partner verreist, man hatte einfach unterschiedliche Sommerplanungen bzw. einer musste eben immer Arbeiten im Sommer.
Ich finde Frauen merkwürdig, die andere Leute brauchen und sich eben "dranhängen". Hätte daran keinen Spaß. Die wirken auf mich immer wie Anhängsel.

Ich bin immer skeptisch wenn jemand von "Partnerschaft" also Teilhabe spricht aber kaum Alltag oder Freizeit mit seinem "Partner" verbringt als wenn der "Partner" eher stören als bereichern würde