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Gast

  • #1

Patentante gesucht!

Hallo liebes Forum!
Ich bin 26 Jahre und frisch gebackenen Mutter eines kleinen Sohnes.
Der Kindesvater hat sich aus dem Staub gemacht, zahlt aber.
Nun bin ich am überlegen wer Patentante meines Sohnes werden soll.
Geschwister habe ich nicht.
Wie seit ihr an das Thema herangegangen?
Nach welchen Kriterien habt ihr eine Patentante ausgesucht?
Wie sind die Erfahrungen damit? Bringt so was überhaupt etwas?
Gibt es da rechtliches zu bedenken? Ist so was offiziell oder spricht man es nur unverbindlich aus?
Danke für eure Antworten!
W/26
 
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Gast

  • #2
Liebe FS
Da die Patentante/Patenonkel schon einen Bezug zum Kind haben sollte, würde ich mir eine liebe Freundin, welche dir nahesteht aussuchen.
 
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Gast

  • #3
Erstmal: GRatulation zu deinem Kind und dazu, dass du einen der Väter erwischt hast, die zumindest zahlen... ;)

Für die Wahl der Patentante war mir wichtig, eine Person zu wählen, die meinem Kleinen eine beständige Bezugsperson sein konnte. Jemand, mit dem mich soviel verbindet, dass er/sie und ich uns nicht einfach so aus den Augen verlieren. Jemand, dem ich zutraue, eine so gute Beziehung zu meinem kind aufzubauen, dass der ihm/ihr später vertrauen und mit ihm/ihr wichtige Dinge bereden kann. In meinem Falle war das meine Schwester - wenn du keine Geschwister hast, hast du aber vielleicht eine gute, langjährige Freundin ,mit der du bereits durch dick und dünn gegangen bist und die sich für dich richitg anfühlt.

Patenschaft selbst wird zur kirchlichen Taufe ausgesprochen (der jeweilige Pfarrer/Diakon berät was das angeht gerne), hier verpflichtet sich die Patin/der Pate, dich und dein Kind zu unterstützen ein Leben nach den Lehren Gottes zu führen - soweit die Theorie. Ich habe zwei Patenkinder, mit denen ich ein herzliches Verhältnis habe und mit keinem jemals über Gott gesprochen. Aber: Ich bemühe mich für sie da zu sein und gerade bei Spannungen mit den Eltern (die Große pupertiert gerade) zu unterstützen und zu helfen.

Früher war der Pate automatisch zuständig, das Kind zu versorgen, wenn den Eltern etwas zustößt - heute ist das nicht mehr so. Dafür müsstest du eine gesonderte, notariell beglaubigte Vollmacht anfertigen. Aber als Entscheidungskriterium finde ich das gar nicht mal so schlecht: Als Patentante/-onkel jemanden auszuwählen, von dem man sich wünschen würde, er würde sich um das Kind kümmern, wenn einem einmal etwas passiert (auch wenn die rechtliche Regelung natürlich mittlerweile anders ist).

Viel Glück!
 
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Gast

  • #4
Ich weiß nicht, wie das heute ist. Damals vor 30 Jahren war das noch nicht so offiziell. Wir haben damals einfach als Patentante eine Tante in Amerika angegeben. Wobei diese Tante höchstwahrscheinlich eh nie zum Einsatz gekommen wäre. Wenn uns was passiert wäre, wären ja noch die Großeltern da gewesen.

Bringen tut es einem ja bekanntlich erst dann etwas, wenn man so etwas dringend braucht. Ist sicher kein Fehler, du wählst eine vernünftige Patentante für den Fall der Fälle. Am besten aus dem Familienkreis irgendwen.
 
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Gast

  • #5
Rechtlich gibt es da überhaupt nichts zu bedenken. Die Pflicht eines Paten ist mehr moralischer Natur
Nimm einfach ein gute Freundin oder aber deine Eltern als Paten des Kindes.
Bei meinen Kindern war es so, dass eine Freundin Patin meiner Tochter war, als die Freundschaft mit ihr zerbrach, endete automatisch auch die Patenschaft für mein Kind. Beim zweiten Kind war mein Bruder Pate, der sich aber auch nie um sein Patenkind kümmerte, weder durch irgendwelche Aufmerksamkeiten noch durch nichtmaterielle Zuwendungen.
Verzichtet nicht sogar die evang. Kirche auf die Nennung von Paten, wenn die Mutter keine findet?
 
G

Gast

  • #6
Liebe FS,

rechtlich muss der Pate gar nichts machen, es ist mehr eine moralische Verpflichtung dem Kind gegenüber und auch für manche eine Ehre, dass man ausgewählt wird.

Meistens reduziert sich das aber auf Geschenke zu Weihnachten und zum Geburtstag, so ist meine Erfahrung im Umkreis, falls überhaupt.

Ich habe damals eine liebe Nachbarin gefragt, sie hatte ein wenig Bauchschmerzen damit, doch dann irgendwie ein besonderes Verhältnis zu meiner Tochter entwickelt.

Mein Bruder ist Pate für meinen Sohn und das interessiert ihn Null, er hat halt nur "ja" gesagt.

Frage jemanden, der es gut meint mit Euch und sich darüber freut.

LG
 
G

Gast

  • #7
Ich habe meine Tochter erst gar nicht taufen lassen, weil ich auch niemanden als Paten wusste. Sie ist heute volljährig und ich habe diesen Schritt nie bereut. Zumindest habe ich ihr dadurch eine evtl. schlechte Erfahrung erspart.
Meine Paten haben sich nie um mich als Kind gekümmert. Keine Geschenke und auch kein Sehenwollen, keine Erkundigungen wie es mir geht. Es war immer fies an Ostern und Weihnachten, wenn meine ältere Schwester gut beschenkt wurde und ich leer ausging. Sie hat wie früher üblich, ein komplettes Silberbesteck bekommen und noch Spielzeug und Süßigkeiten. Meine Eltern haben diese Feste nicht gefeiert, also gab es von der Seite auch nichts. Das war sehr traurig.
Zu meiner Hochzeit habe ich sehr viele Leute eingeladen, aber meine Paten nicht.

W48
 
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