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  • #1

Passen sich Frauen an die Interessen des Mannes an?

Mir ist schon einige Male folgender Sachverhalt aufgefallen, und ich hoffe ich werde dafür nicht gesteinigt: Frauen, die sich an die Interessen ihres Herzensmannes anpassen.

Beispiel: Er ist Vegetarier oder Veganer, seine Freundin, Verlobte oder Ehefrau fängt an, sich für vegetarisches oder veganes Essen zu interessieren, was sie vorher nicht unbedingt tat (jedenfalls war nichts davon merkbar). Sie wird zu einer glühenden Anhängerin und Verfechterin des besagten Lebensstils.

Ich habe das in die Rubrik für Beziehungen gesetzt, aber manchmal vollzieht sich dieses Verhalten schon nach einigen Dates.

Habt ihr das schon erlebt, ist das ein Frauending, was sind das für Frauen, was haltet ihr davon? Gibt es Männer oder auch Frauen, die überzeugt sind, das sei keine Anpassung und geschieht nur dann, wenn zwei sich gefunden haben und der eine Partner nur das an die Oberfläche befördert, was in dem anderen latent vorhanden war?

Würde gern ein paar Meinungen dazu hören.
 
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  • #2
Ich habe das nie getan, weil ich mich für die Hobbys meines Partners nicht begeistern konnte, er auch nicht für meine, ansonsten verstanden wir uns gut.

Ich meine auch, dass muss nicht unbedingt sein und nur wenn er etwas gern macht, was sie total gut findet. Aber nur wegen Harmonie würde ich das nicht tun, mich zu was zwingen, weil es ihm auch gefällt, egal was es wäre, auch beim Sex.

Auch in einer Beziehung sollte man immer seine Persönlichkeit wahren, denn nur Persönlichkeiten werden ernst genommen und respektiert, andere werden aussortiert.

Und dazu gehört auch ein oder mehrere klare NEIN.
 
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  • #3
Glaube ich nicht. Zumindest halte ich es nicht für ehrlich. Ich z.B. schraube gerne an Oldtimern rum. Meine Frau kann damit absolut nichts anfangen. Aber sie akzeptiert das dies mein Hobby ist. Genauso wenig kann ich mit der leidenschaft meiner Frau anfangen, sie sammelt Engelsfiguren.
Aber das ist ihr Hobby und ich akzeptiere es. Ich muss mich nicht meiner Frau anpassen, genauso wenig erwarte ich von ihr das sie sich anpasst.

Wir sind völlig unterschiedlich, ich bin Frühaufsteher, wärend meine Frau gerne lang schläft.
Vielleicht ist es gerade das was es interessant macht.

Was nicht heißt das man nicht interesse an den Hobby des anderen zu zeigen. Meine Frau begleitet mich auch zu Oldtimertreffen. Vielleicht ist es auch nur das man die interessen des anderen Respektiert. Dazu muss man sich aber nicht angleichen.
 
  • #4
In einem gewissen Rahmen tue ich das, aber gegen meine eigenen (echten) Interessen darf das nicht laufen. So hat mein Liebster ein Hobby, das er sehr intensiv betreibt. Ich finde das Hobby ganz sympathisch, habe auch vor unserem Kennenlernen mal in den Bereich hineingeschnuppert. Jetzt bin ich wegen und mit ihm sehr häufig dabei. Fände ich sein Hobby uninteressant, dann wäre das sicher anders; das Hobby und ich würden dann um seine knappe Freizeit konkurrieren. Ein echter Stressfaktor...

Und natürlich koche ich für uns das, was uns beiden schmeckt. Dinge, die einer von uns nicht mag, muss er dann eben auswärts verspeisen.
 
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  • #5
Ja, so was habe ich (w) auch schon beobachtet und ich denke, das ist wirklich so ein typisches Frauending. Ein extremes Beispiel hatte ich im Bekanntenkreis, wo es zwar nicht um die Hobbys des Mannes ging, aber wo sich die Frau (der Mann stammte aus einem anderen Kulturkreis) völlig dem Mann angepasste und sich, für mein Empfinden, reingesteigert hat. Der Mann lebte schon länger in Deutschland und sprach perfekt Deutsch. Sie fing an, VHS-Kurse zu besuchen, um seine Muttersprache zu lernen, befasste sich nur noch mit der anderen Kultur, seiner Familie, landestypischen Kochrezepten, seinen Problemen etc. Ich hatte gar nicht den Eindruck, dass er dies forderte oder wollte, es kam von ihr selbst. Am Ende war er deutscher als sie. Klar kann man nur mit jemandem aus einem anderen Kulturkreis zusammen sein, wenn man eine gewisse Offenheit und Verständnis mitbringt, doch letzten Endes grenzte das Verhalten der Frau schon an Selbstaufgabe.

Ich erlebte bei anderen Paaren in meinem Umfeld, wo er Deutscher ist und sie Ausländerin, nie ein Beispiel, wo sich der Mann so intensiv mit der Kultur der Frau befasste. Da herrschte immer der Gedanke, dass man in Deutschland lebt und sie sich anzupassen hat.

Was die Hobbys angeht, so habe ich bei Dates und sog. Beziehungsversuchen in den letzten Jahren gemerkt, dass Männer regelrecht fordern, dass sich Frauen ihren Hobbys anpassen. Es scheint unheimlich wichtig zu sein, dass die Frau die Hobbys des Mannes bereit ist mitzumachen. Ich habe so Sprüche gehört wie: "Wenn du beim ersten Date gesagt hättest, dass du die Sportart XY nicht ausüben willst, hätte ich mich kein zweites Mal mit dir getroffen" oder "Ich möchte unser Kennenlernen nicht weiter fortsetzen, denn ich mag Frauen, die aktivere Hobbys haben als du". Heutzutage soll die neue Freundin unbedingt mit ins Fußballstadion, in die Kneipe, zum Tauchen und weiß Gott wo hin, Hauptsache der Mann kann seine Hobbys weiter ausführen und hat immer eine nette Begleitung. Umgekehrt sind aber diese Männer nicht bereit, z.B. für den Tanzkurs, den die Frau schon immer machen wollte, oder die Frau in die Ausstellung zu begleiten, die sie gerne sehen will etc.

Ich habe mich schon oft gefragt, ob solche Männer überhaupt wissen, auf was es in einer Beziehung eigentlich ankommt. Mir können Männer mit der Einstellung, die Frau müsste sich komplett ihnen anpassen, gestohlen bleiben, aber ich vermute mal, dass es Frauen gibt, die meinen, sich anpassen zu müssen, damit der Mann bei ihnen bleibt.
 
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  • #6
Also wenn man den Wunsch hat, dass es passen soll, ist doch auch klar, dass es in bestimmten Bereichen ohne "An"-passen gar nicht funktionieren würde..
Ich kann doch auch nicht erwarten das ich eine feste Partnerschaft will aber keine Bindung eingehe..
Alles andere ist unreifes Wunschdenken.
Anpassung ist ja zunächst weder positiv oder negativ..Wie es sich entwickelt bringt erst die Zeit mit sich und ob mir das selber zusagt wobei ich mich anpasse..
Wenn meine Freundin Vegetarier ist und ich auch auf Fleisch verzichte und mir das selbst irgendwann gut tut dann ist doch etwas positives durch die Anpassung entstanden.
Logisch das man sich auch mal an Dinge anpasst die einem nicht so schmecken...aber das sollte sich die Waage halten und nicht detailgetreu miteinander verglichen werden. Vorallem weil wir Mann und Frau sind.
 
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  • #7
Nun ich gebe hier auch mal meine Meinung ab, da ich die Erfahrungen der FS nicht recht teilen kann.
Sicher gibt es Dinge die der Partner/in unbewußt und manche gewollt übernimmt, denn eine Partnerschaft steht nur auf dem Fundament Toleranz und Kompromissbereitschaft. Viele können es nicht mehr, wollen es nicht mehr und einige haben es auch in unserer egoistischen Neidgesellschaft nie gelernt, nur einmal mit zu gehen statt immer voraus eilen zu wollen!
Ich meine eher zu sehen,daß Frauen ihren Feund oder Mann zu Erfüllung ihrer Wünsche manipulieren und seltener dies umgekehrt der Fall ist.
Da immer noch meist Frauen die Mahlzeiten in Beziehung oder Partnerschaft herrichten, ißt der Mann was auf den Tisch kommt und sollte möglichst vermeiden zu kritisieren oder Nörgeln.
Dekorieren und Einrichten von Whg`n, Kleidung, Urlaub, das Kindeswohl, bestimmte Angewohnheiten, sie alle werden verbal oder nonverbal von Frauen gesteuert.
Männer sind meist eher als Frauen bereit Kompromisse einzugehen, auch wenn es ihnen einmal nicht so passt.
Früher oder später, also manchmal auch schleichend, ist eine Wohnung nach dem Geschmack der Frau eingerichtet, die Freunde und Freundschaften beider nach ihrem Sympathieempfinden sortiert, Urlaub und Bekleidung nach ihrem Wunschdenken ausgerichtet, Zärtlichkeit und Sex unterliegen ihren Zulassungsbedingungen und wenn er nicht gestorben ist und sie sich nicht getrennt, dann leben sie meist heute noch "zusammen";-)!
Wer passt sich nun heute wem an, die Nogo Listen sind des Frauen important rules.

50m,hart aber herzlich
 
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  • #8
Heutzutage soll die neue Freundin unbedingt mit ins Fußballstadion, in die Kneipe, zum Tauchen und weiß Gott wo hin, Hauptsache der Mann kann seine Hobbys weiter ausführen und hat immer eine nette Begleitung. Umgekehrt sind aber diese Männer nicht bereit, z.B. für den Tanzkurs, den die Frau schon immer machen wollte, oder die Frau in die Ausstellung zu begleiten, die sie gerne sehen will etc.

Die erste Anpassung, die sich hier vollzieht, ist die Fortführung des Kontaktes mit einem Mann, der sich nicht anpassen will. Die Frau hätte ja auch die Wahl zu sagen: wenn du keine Lust auf Tanzen und Ausstellung hast und ich keine Lust auf Fußball und Kneipe, tut mir leid, dann passen wir nicht zusammen - und sich freundlich aus dem Leben dieses Herrn verabschieden.

Es ist ja nicht so, daß es keine Männer gäbe, die gerne tanzen und gerne in Ausstellungen gehen.

Folglich haben wir es hier mit einer Korrelation zu tun: nur anpassungswillige Frauen gehen Beziehungen ein, in denen der Mann diese Anpassung dann auch erwartet und fordert. Bei allen anderen stellt sich die Frage erst gar nicht, da sie sich ihre Partner von vorneherein klüger auswählen.
 
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  • #9
Wenn es so geschieht, wahrscheinlich, weil der Mann der Träumer-Kategorie "ich lasse mich nicht verbiegen, es passt oder es passt nicht, keine Kompromisse" angehört, die nichts dazu lernen wollen, und trotzdem eine Beziehung wollen. Damit die Beziehung stattfindet, verbiegt sich eben die Frau. Das macht sie ein paar Jährchen oder gar länger, bis sie merkt, dass der Ping-Pong-Effekt völlig ausbleibt. Nachdem sie einige Kommunikatiosversuche gestartet hat, um ihren Frust mitzuteilen, die der "ganze Kerl" nicht ernst nimmt ("hör auf zu zicken!"), geht sie. Sein Sclusskommentar: "Sie hat mich von heute auf morgen verlassen, ohne Grund, die Beziehung lief gut, wir waren glücklich". Ja ja.
 
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  • #10
Also wenn man den Wunsch hat, dass es passen soll, ist doch auch klar, dass es in bestimmten Bereichen ohne "An"-passen gar nicht funktionieren würde..
Ganz genau so ist es.

Singles die mehr Erfahrung mit gescheiterten Beziehung haben, als mit funktionierenden Partnerschaften, sollten eher bereit sein von Paaren etwas zu lernen, als ihre eigene Beziehungsuntauglichkeit zum Status Quo zu erheben.

m
 
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  • #11
Ich habe bereits mehrmals verfolgt und teilweise auch erlebt, dass ein Partner das Hobby oder Teile des Lebensstils übernimmt, wenn auch öfter von männlicher Seite her. Ich denke, da nehmen sich die Geschlechter nicht viel. Allerdings würde ich das nicht zwangsläufig als Anpassung betrachten, oftmals kitzelt ein Partner bloß ein bestimmtes Interesse wach. Wenn so gar kein Interesse an einem bestimmten Thema besteht, wird es üblicherweise auch nicht zum Lebensbestandteil des bislang unbeteiligten Partners. Im Idealfall kann man sich gegenseitig für neue Dinge begeistern.

26, w
 
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  • #12
Definitiv gibt es so etwas. Gerade das Beispiel mit Veganer/ Vegetarier kenne ich aus meinem Umfeld. Und auch was Musikgeschmack angeht.
Erlebe das bei ca. 80 % meiner Bekannten (Frauen) die sich an ihre Männer anpassen.
Den umgekehrten Fall habe ich interessanter Weise noch nie gehabt.

Manchmal sind es auch nicht direkt Hobbys die übernommen werden, sondern grundlegende Einstellungen und Charakterzüge. Beispiel: Eine Freundin sagte immer, dass sie niemals einen ernsthaften Freund haben möchte der sehr viel raucht. So, nun hat sie jetzt aber einen der genau das tut und jetzt auf einmal meint sie, dass sie es nicht schlimm findet.
Das ging bei einigen Bekannten so weit, dass ich gar keine Lust mehr hatte, etwas mit ihnen zu unternehmen, weil alles nach ihren Typen gehen musste.

Meiner Meinung reden sich Frauen das manchmal zurecht, um das Gefühl zu bekommen, ihr Auserwählter passt besonders gut zu ihnen.

Fazit: Frauen sind schon manchmal komisch und ich persönlich finde diese Art äußerst kindisch, mir würde das auch nicht gefallen, weil ich denke dass man einen Menschen nicht richtig kennenlernen kann, wenn er sich verstellt.

und nein, das hat kein frustrierter Mann formuliert, ich bin weiblich
 
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  • #13
Antwort: Jein.

Ich habe mich teilweise an meinen Partner angepasst, Interessen, Dinge die er gerne so oder so hätte. Teils aus Überzeugung weil er Recht hatte, oder weil ich ihm damit eine Freude mache.
Aber dasselbe gilt für ihn ! Er macht meine Hobbies teilweise mit, lässt sich von mir zu einer Reise dahin überreden wo ich früher gerne mit meiner Schwester war, lässt sich von mir zu neuen Lebensmitteln verführen.
Ist eben ein Geben und Nehmen. Wenn es mal nicht so ist, wird verhandelt.
w,40
 
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  • #14
Ich tippe jetzt darauf, dass du eine Freundin hast, die einem veganen Koch hinterherschwärmt und du deswegen eifersüchtig bist? Denn viele private vegane Männer kenne ich nicht und beim Essen sind Frauen (besonders junge unter 30) sehr sehr eigen. Es darf nicht zu fett sein, bloß kein fettes Fleisch oder Soßen. So sind doch eigentlich alle heutzutage oder nicht?

Männer essen doch generell extrem fleischlastig und deftig. Frauen achten mehr auf ihre Figur und wer superschlank sein will, kommt um eine nahezu vegane Ernährung kaum mehr drum rum heutzutage.

Ich kenne auch Männer, die haben sich extra tätowieren lassen, weil besagte Herzensdame es gut fand. Ein Paar sind sie deswegen trotzdem nicht mehr geworden.

Für die Liebe tun Menschen doch alles... Geld abheben, Haare färben, Kleidungsstil wechseln, abnehmen, zunehmen, andere Musik hören, neues für sich entdecken, Geschenke machen. Vielleicht hast du auch schnomal etwas getan, das nicht unbedingt in deinem Interesse war, um jemandem zu gefallen. Einen Anzug getragen? Etwas neues probiert oder gegessen und Geschmack daran gefunden?
Ich weiß, es ist schwer einzugestehen, aber wir Menschen brauchen soziale Gruppierungen, denen wir uns anschließen können. Wir sind nunmal soziale Wesen und von Natur aus keine Einzelgänger und das spiegelt sich auch heute in allen Alltäglichkeiten wieder. Oder trägst du deine Haare blau, nur um nirgendwo dazu zu gehören? Sicher nicht.

Nebenbei finde ich es schon tolerant und gut, sich gewissermaßen dem Partner anzupassen und entgegenzukommen und nicht immer nur auf seinem eigenen Standart zu behaaren - das würde manchmal auch Männern nicht schaden. Ich denke, du verunglimpfelst da aus typischem Neidgehabe etwas. Gleichsamkeit ist nunmal die Basis für eine gutlaufende Beziehung.
Es passt eben besser, wenn beide Partner die selbe Musik hören, die selbe Religion/Weltvorstellung haben, ähnlichen Kleiderstil bevorzugen oder selbes Essen essen. Ich finde es ehrlich gesagt, scheiße von den meisten Männern, dass sie immer von den Frauen erwarten, sich ihren Wünschen und Vorstellungen anzupassen, aber selber rein gar nichts in die Beziehung miteinbringen und meinen, sie wären toll so wie sie sind und müssten an sich nichts mehr tun! In den meisten meiner Beziehungen war das nämlich Streitfall.
Wir Frauen sind eben einfach wiedermal zu nett und gutmütig.

w
 
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  • #15
Ja, wenn es zum Beispiel um Sport geht. Ich bin von Natur aus schlank und musste deshalb noch nie viel Sport machen, war auch oft einfach zu faul dafür. Aber seit ich mit meinem Freund, der viel traniert und oft ins Fitnessstudio geht, zusammen bin, gehen wir oft zusammen zum Sport. Ich habe mich ihm also da schon angepasst, weil gemeinsame Interessen ja auch wichtig sind.
 
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  • #16
Aus meiner Erfahrung sind es vor allem Frauen, die sich eine Beziehung passend machen und die Interessen und die Freizeitgestaltung des Mannes übernehmen.

Andererseits muss ich auch meinem Vorredner zustimmen, der schrieb, dass Frauen oft den Bereich Wohnungseinrichtung dominieren. Als Mann würde ich mir da wie ein Gast in meiner eigenen Wohnung vorkommen.

Meiner Meinung nach, lässt der Anpassungswille im Laufe des Lebens nach. Das macht ja die Partnersuche mit 40 so schwer. Jeder hat seine Vorstellungen und Interessen und will davon nicht abweichen. Es wird dann ein Partner gesucht, der da rein passt. Ich habe schon Männer kennen gelernt, die wollten, dass ich in ihre Eigentumswohnung ziehe und nichts verändere. Auch die Freizeitinteressen sollten exakt gleich sein.

Jüngere Paare entwickeln oft noch zusammen Freizeitinteressen, Lebenseinstellungen, Wohnungsstil.
 
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  • #17
Ich denke, das ist ok, so lange man sich dabei nicht selbst aufgibt und auch noch weiterhin seinen eigenen Interessen nachgeht. Mein Ex ist z.B. leidenschaftlicher Motorradfahrer und ich habe als Sozia unsere Ausflüge sehr genossen, wir haben dadurch Zeit zusammen verbracht, viel gesehen und erlebt, Spaß gehabt. Das hätte ich mir vorher nie vorstellen können, aber warum sich nicht mal auf was Neues einlassen? Mein jetziger Freund angelt gerne, dem kann ich aber so gar nichts abgewinnen, also geht er alleine und ich mache in der Zeit mein Ding. Den Fisch kochen und essen wir dann zusammen. Ob eine solche "Anpassung" eher frauen- oder männerspezifisch ist, kann ich nicht beurteilen.
 
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  • #18
Ich (w) hatte mal einen Freund, der sich meinen Interessen angepasst hatte.
Er hatte keine eigenen, kein erfülltes Leben und ich war sein Anker, sein neuer Lebensinhalt.

Es ist schon ok neue Dinge kennenzulernen und vielleicht zu übernehmen. Warum nicht, man lernt durch den Partner dazu und teilt dann sicher auch Interessen. Aber jeder sollte auch schon vorher seine eigenen Hobbies, Ansichten etc. haben.
Sich komplett anzupassen (Ja-Sager) empfinde ich als seltsam und das hat für mich nichts selbstbewusstes = unattraktiv.
 
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  • #19
Das Hobby bzw. die Interessen des Partners bieten eine Chance, einen Einblick aus erster Hand in Dinge zu bekommen, die einem bislang vielleicht nicht zugänglich waren.

Ich habe auch einen Interessensbereich meines Partners übernommen, weil ich mich damit identifizieren kann und es mir Spaß macht. Aber mein Partner hat auch Interessen, die ich absolut nicht teile / teilen möchte.
Mein Partner teilt meine Interessen nicht - ich erwarte absolut nicht, dass er die Stricknadeln zur Hand nimmt oder Blumen steckt :) Ich freue mich jedoch darüber, dass er hin und wieder interessiert nachfragt, was ich denn da stricke und Ähnliches. Und auch ich befrage ihn hin und wieder zu Dingen aus seinem Interessensbereich. Das sind aus meiner Sicht Zeichen des Respekts und der Wertschätzung des anderen und dessen "Leidenschaften", auch wenn man diese nicht teilen mag.

Was Gemeinsames, aber auch jeden sein Eigenes - das ist aus meiner Sicht eine ideale Sache.
 
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  • #20
In einer schönen liebevollen Beziehung interessieren sich beide für Beruf und Interessen, Freunde und Familie des Anderen. Das halte ich bei einem Mann für nicht weniger selbstverständlich als bei einer Frau. Es verbindet und hilft den Partner besser zu verstehen. Eine Frau ohne eigenes Profil, die sich den Interessen meiner Vorgänger und meinen "anpasst", würde ich nicht wollen. Das ist öde.
 
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  • #21
Ja, ich habe auch eine Freundin, die sich ihren verschiedenen Freunden auf verschiedenen Gebieten stark angepasst hat.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, woher es kommt, aber beobachtet habe ich es.

Allerdings merke ich auch bei mir selbst, dass ich mich stellenweise in die Richtungen verändert habe, die mein Freund bei verschiedenen Dingen einschlägt. Allerdings beobachte ich an mir selbst, dass ich mich nach der ersten Verliebtheit wieder auf mein "altes" Niveau einpendele.
 
  • #22
Ja, es ist immer wieder zu beobachten, Frauen definieren sich über die Männer die sich für sie interessieren. Its der Mann erfolgreich, schließen sie daraus sie sind auch erfolgreich, weil er sie ja sonst nicht gewählt hätte. Somit werden seine Eigenschaften gespiegelt und zu ihren eigenschaften.
Hab auch schon erlebt, dass das innerhalb von 6 Wochen auf dem Friedhof endet mit einer überdosis, bei einem wirklichen braven Mädchen.
 
  • #23
Erlebe das bei ca. 80 % meiner Bekannten (Frauen) die sich an ihre Männer anpassen.
Den umgekehrten Fall habe ich interessanter Weise noch nie gehabt.
Das ist nur ein Wahrnehmungsproblem... Frauen passen sich an, Männer werden oft angepasst. Langsam, unmerklich werden Sie umerzogen. Um dann irgendwann für einen verlassen zu werden der so ist wie der Alte vor der Metamorphose.

Das passiert mir nie wieder. Wasn Glück dass meine Liebste sowohl in die Oper als auf auf den Fussballplatz geht (und das auch früher schon gemacht hat).
 
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  • #24
die Frage finde ich komisch. Ja, man passt sich natürlich - bis zu einem gewissen Grad - automatisch an. Also, wenn man sich in jemanden verliebt, dann kann es gut sein dass man sich für Dinge interessiert, die zu seinen Interessen gehören. Das ist doch völlig normal und schön, auf diesem Wege kann eine neue Beziehung das Leben auch bereichern (neben anderem natürlich).
Verliebte Männer interessieren sich aber auch oft für die Interessen ihrer neuen Freundin!!

Soll das hier wieder mal so eine Emanzen- /Feministinnen-Frage sein?
JA, ich bin ein weiches, anpassungsfähiges Weibchen und ich suche auch meinen persönlichen Helden, zu dem ich aufblicken können muss (d.h. er muss schon einiges in der Birne haben und auch sonst....) - so what?!

Bis zur völligen Selbstaufgabe ist es aber von da noch ein weiter Weg, würde ich sagen!

w44
 
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