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Gast

  • #1

Partnersuche trotz Krankheit?

Eine lebensgefährliche Krankheit kann jeden plötzlich treffen. Dumm halt, wenn man dabei war einen neuen Partner zu finden. Wenn man nun in der Situation ist soweit wieder ok zu sein, die Krankheit jedoch jederzeit wieder ausbrechen könnte, kann man die Suche fortsetzen? Wann soll man es dem neuen Kontakt sagen? Beim ersten Date oder bereits vorher? Wird man nicht automatisch aussortiert? Sollte man evtl. gar nichts sagen und hoffen, die Krankheit tritt nie wieder auf? Denn solange dies nicht passiert, lebt man ein völlig normales Leben.

Was sind eure Meinungen?
 
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Gast

  • #2
Hallo,

vielleicht kann ich aus eigener Erfahrung sprechen bzw. als (Ex) Partner eine Ex Partnerin leidet oder litt an Mukoviszidose.

Sie hat es mir sehr zeitig gesagt um ehrlich zu sein schon beim Schreiben und das war ok für mich, ich fühlte mich nicht überfordert, weil ich einfach erst einmal den Menschen kennenlernen wollte.

Aber jeder ist bekanntlich anderes...

Für mich war es damals kein Hinderungsgrund, aber im Nachhinein würde ich es mir überlegen.. nicht etwa wegen den Menschen sondern einfach (wie in meinen Fall) weil ich mich mit den Thema Tod in einer Beziehung auseinander setzen musste.

Sei ehrlich und sag es, wenn jemand direkt die Segel streicht, hast du auch nichts verloren...
 
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Gast

  • #3
Hallo,

ich bin unheilbar erkrankt und bin deswegen sehr eingeschränkt im Alltag, obwohl man es mir äußerlich nicht ansieht.
Ich persönlich habe das immer sofort gesagt und auch im Profil deutlich geschrieben. Nicht nur dass ich eine Krankheit habe sondern auch wie sich das auf den Alltag auswirkt.
Ich dachte dann schreibt mir keiner mehr, da so ein Leben nicht lebenswert ist. Und trotzdem haben sich viele gemeldet. Sie haben nach der Krankheit gefragt. Ich allerdings habe das Gefühl dass sich eben ein gesunder Mensch nicht vorstellen kann, dass man so krank sein kann dass selbst Haushalt oder mal auf einen Geburtstag gehen ein riesiger Aufwand ist und die Krankheit sogar verschlimmern. Die Herren haben meine Krankheit eher in der Hintergrund gedrückt. Wobei ich es immer wieder zum Thema gemacht habe um mir sicher zu sein dass dieser Mensch weiß worauf er sich einlässt. Wenn ich den Eindruck hatte dass jemand stark genug dafür ist, habe ich meine Fotos freigegeben. Und dann hatte ich das Gefühl haben sie meine Krankheit komplett einfach ausgeblendet. So ist auch meine letzte Beziehung entstanden.
Aber das war eine On/Off Beziehung über 3 Jahre. Er wollte mich haben weil er mich attraktiv fand und ich lieb und treu bin (seine Worte). Aber dass der Alltag wirklich so hart werden könnte das wollte er einfach nicht glauben, musste es aber leider dann spüren lernen. Er dachte "nichts wird so heiß gekocht wie gegessen". Nun weiß er dass ich keinesfalls untertrieben habe. Ich weiß nun selbst nicht mehr wie ich einen Partner finden soll, der die Krankheit ernst nimmt. Es ist schwer... Wenn du allerdings nicht ganz so schlimm eingeschränkt dadurch bist, sei bitte ehrlich kann ich dir nur raten. Wenn du oberflächlich bleibst und deine Krankheit verheimlichst, wirst du auch nur eine oberflächliche Frau finden und die wird dir dann weglaufen wenn sie merkt dass du krank bist.

w30 :) ich drück dir die Daumen, irgenwo ist die/der Richtige
 
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Gast

  • #4
Ja, trotzdem weiter suchen.
Nicht jeder macht sofort dicht wenn das Wort "Krebs" fällt.
Ich denke ich wäre auch nicht froh auf Liebe für alle Zeiten
verzichten zu müssen bloss weil mich eine Krankheit befällt.

Dem neuen Kontakt bitte nicht sofort mit
Chemo-Terminen oder ähnlichem kommen.
Erstmal sollte man sich in Ruhe etwas kennenlernen.
Niemand fühlt sofort Sympathie mit einem Fremden.
Aber einen Freund lässt man schon nicht mehr im Stich.

Letztlich kommt es auf den Menschen an.
Stell dich nicht so unter deine Krankheit.
Viel Glück !
 
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Gast

  • #5
nochmal Gast 2 :)
Dein Kranheit hört sich nach MS oder Panikstörung an.
Du sagst dass du ein normals Leben hast bis eben ein Schub/Ausbruch kommt.
Das ist aufjedenFall besser als eine chrohische Krankheit durch die du jeden Tag eingeschränkt bist.
So einen Schub/Ausbruch ist doch zetilich begrenzt und dass sollte doch bitter jeder Patrner aushalten können?! Umso schöner ist dann doch die Zeit wenn es dir wieder gut geht und ihr eucer Leben genießen könnt, dann weiß man sowas mehr zu schätzen. Also mach dir kein Kopf, verberge deine Krankheit nicht und mache klar was im schlimmsten Fall zu erwarten ist.

w30 viel Glück
 
G

Gast

  • #6
Ganz klares Statement von mir: Du bist ein Mensch wie jeder andere auch- egal ob krank oder gesund! Und du hast ein Recht darauf ein ebenso schönes und erfülltes Leben zu haben wie jemand der gesund ist. Du solltest nur, im Bezug auf deine Krankheit, offen und ehrlich sein. Auf der einen Seite deshalb, weil du dann für dich die Spreu vom Weizen trennen kannst und auf der anderen Seite, weil dein potenzieller Partner das Recht darauf hat dass man ehrlich zu ihm ist.
 
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Gast

  • #7
Am besten ist, von Anfang an offen damit umzugehen. Dann hat jeder potentielle Partner die Chance, sich direkt zu überlegen, ob er so eine Beziehung möchte oder nicht. Wenn du ein paar Monate wartest und es erst dann gestehst, fühlt sich der neue Partner möglicherweise getäuscht und verabschiedet sich. Wenn schon Gefühle vorhanden sind, ist das viel schmerzhafter, als wenn dir jemand bei der ersten oder zweiten Verabredung sagt, er kann keine Beziehung mit dir eingehen. Darüber hinaus ist für dich ja nur ein Partner richtig, der dauerhaft mit deiner Erkrankung umgehen kann. Und das klärst du am besten gleich ab, sonst investierst du auch nur "unnötig" Gefühle, die hinterher verletzt werden.

Ich habe das mal erlebt, dass mir ein Mann nichts von seiner psychischen Krankheit, die in Schüben auftrat, gesagt hat. Als dann unvermittelt so ein Schub kam, war ich völlig hilflos, wusste nicht, was ich tun sollte, um ihm zu helfen. Er rückte dann auch erst häppchenweise damit heraus, wie schlimm es um ihn steht. Er hatte zu Beginn der Beziehung schon versucht, mich zu überreden, dass ich schnellstmöglich zu ihm ziehe etc. Mir wurde klar, er wollte, dass ich mich ihm schon komplett verpflichtet und an ihn gebunden fühle, damit ich bei ihm bleibe, wenn die Krankheit wieder ausbricht. So eine Taktik geht nicht auf. Ich kam mir sehr getäuscht und auch reingelegt vor, zumal mir auch seine Familie die Wahrheit verschwiegen hat.
 
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Gast

  • #8
Es kommt immer darauf an, um welche Krankheit es sind handelt. Ich leide erblich bedingt an einer psychischen Krankheit, die in Schüben verläuft, wenn ich nicht auf mich aufpasse. Trotzdem führe ich ein "normales" Leben, habe jedoch von Anfang an klar gemacht, was es braucht, damit die Krankheit nicht ausbricht und was ich alles dafür tun muss und was es tunlichst zu vermeiden gilt (großen Stress z.B.). Unter diesen Bedingungen bin ich null eingeschränkt. Bricht jedoch die Erkrankung aus, bin ich auch nicht mehr fähig, den Haushalt zu schaffen, jede Tätigkeit im Haushalt kommt mir dann vor wie ein ganzer Marathonlauf. Darauf habe ich aufmerksam gemacht.

Manche hatten jedoch große Schwierigkeiten zu verstehen, dass man eben einfach nicht KANN! Dass man es beim besten Willen nicht schafft, z.B. aufzuräumen, weil der Körper sich dabei auch bleischwer anfühlt, weil jede Bewegung eine Qual darstellt.

Und dann lernte ich meinen Mann kennen. Ich habe mit ihm sehr offen über meine Erkrankung, die in meiner Familie gehäuft auftritt, gesprochen. Wenn es mir schlecht geht, unterstützt er mich, wo er nur kann. Wenn es mir gut geht, revanchiere ich mich entsprechend. Eine Partnerschaft ist ein Geben und ein Nehmen.

Es sei denn, die Krankheit heißt "Borderline-Syndrom". Mit diesen Menschen gestaltet sich eine Beziehung als äußerst schwierig! Da würde ich persönlich ehrlich gesagt die Beine in die Hand nehmen, weil ich bereits Erfahrung mit einem solchen Partner gesammelt habe.
 
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Gast

  • #9
Jeder kann zu jeder Zeit von Krebs betroffen sein (ich vermute mal du meinst Krebs, die Beschreibung paßt jedenfalls). Somit ist auch bei jedem bisher Gesunden nicht ausgeschlossen, dass er irgendwann einmal daran erkrankt.

Kein Mensch ist auf ewig gesund, wenn wir eine lebenslange Partnerschaft suchen beinhaltet dieses auch immer, dass wir eines Tages vermutlich mit einer tödlichen Krankheit beim Partner konfrontiert werden. Die Wahrscheinlichkeit steigt mit zunehmenden Alter.

Davor schützen kann man sich also nicht.
Lernt man jedoch jemanden kennen, der schon einmal mit dieser Situation konfrontiert war erlebt man auch wie derjenige damit umgeht, bzw. erfährt wie er damals mit der Diagnose, der Therapie, seinen Sorgen und Ängsten usw. umgegangen ist.
Das empfinde ich als durchaus positiv zu erfahren was für ein Verhalten mich erwartet, wenn mein Partner einmal ernsthaft (also lebensbedrohlich) erkranken sollte.

Es gibt Menschen die sind nach so einer Diagnose nur noch negativ eingestellt mit viel Selbstmitleid, es gibt andere Menschen die trotz Krebs weiterhin positiv denken, versuchen das Beste draus zu machen, sich auf ihre Genesung konzentrieren und das Leben so wie es momentan für sie ist trotzdem genießen.

Ein positiv eingestellter Mensch wird immer beeindrucken, wie souverän und stark er mit so einer Situation umgeht. Diese Erfahrung habe ich selber gemacht, als ich vor ein paar Jahren mit gerade mal 41 einen Tumor entfernt bekam, der zum Glück noch nicht gestreut hatte, aber lokal bereits sehr weit fortgeschritten. Operation, Bestrahlung, Chemotherapie, das volle Programm.

Ich sah von Anfang an das Positive, nämlich dass es in einem Stadium festgestellt wurde wo es noch heilbar war. Erst mein Umfeld hat mir klar gemacht, dass andere Menschen das gar nicht so selbstverständlich sehen. Ich bekam damals sehr viel Bewunderung für meine Art damit umzugehen, auch von meinen Ärzten.

Ein neuer potentieller Partner, der das nicht als positiv erkennt jemanden kennen zu lernen, der bereits sich selbst bewiesen hat, dass er auch in einer richtig schweren Phase seines Lebens seinen Optmismus und seine Lebensfreude behält, sondern der nur denkt "Ohje, eine Frau die (noch) einmal krank werden KÖNNTE, nichts wie weg", der paßt von der Reife her heute gar nicht mehr zu mir und soll halt weiter auf seiner Polly Pocket Märcheninsel leben.
Darum sehe ich auch keinen Grund meine Krankheit von damals zu verschweigen.

w, 44
 
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Gast

  • #10
[Chat gelöscht]
Als ich krank wurde und nicht wusste was mit mir ist bin ich in ein tiefes Loch gefallen und habe meinen Lebensmut verloren weil keiner wusste woran ich erkrankt war und ich Freund, Freunde, Arbeit alles verloren habe.
Nun, da ich eine Diagnose habe, kämpfe ich und bin optimistisch, auch wenn meine Krankheit unheilbar ist! Aber immer wenn ich eine Therapie versuche, die erfolglos ist, dann falle ich für eine Zeit in ein Loch. Ich gebe nicht auf und kämpfe immer weiter, aber keiner kann jeden Tag seine Krankheit einfach wegstecken. Ich finde, der Partner sollte dann einem auch die Schwäche zugestehen, wenn man mal den Mut verliert, aber irgendwann hat man den Rückschlag verarbeitet und kämpft weiter. Also ich würde meinen nächsten Partner belügen, wenn ich sagen würde, dass ich 365 Tage im Jahr immer hoffnungsvoll bin! Das kann ich anderen Menschen vormachen, aber nicht dem Menschen/Partner, der mich jeden Tag erlebt, da kann man das nicht verbergen. Als Partner zu erwarten, dass der Kranke immer optimistisch ist, und diesen wegzuwerfen, wenn dieser einen Durchhänger hat, das finde ich ziemlich traurig.
 
G

Gast

  • #11
Wenn man nun in der Situation ist soweit wieder ok zu sein, die Krankheit jedoch jederzeit wieder ausbrechen könnte, kann man die Suche fortsetzen?
Natürlich kann man die Suche fortsetzen, was für eine Frage.
Wenn nur Menschen auf Partnersuche gehen würden die die Sicherheit haben nicht irgendwann zu erkranken, dann gäbe es niemanden auf der Partnersuche.
 
  • #12
Vorschlag: Potentielle Kandidaten fragen, wie sie mit so einer Situation (Krankheit etc.) zurecht
kämen ?

Ich habe meinen todkranken Vater (Krebs) im Krankenhaus besucht.
Ich habe kürzlich einen Freund wieder besucht, der nun durch schwere Krankheit und zwei OPs
um 20 Jahre "gealtert" aussieht, und um 35 kg. abgenommen hat.

Kann man solche Menschen noch lieben, wie zuvor ? Auch wenn sie nun stark verändert aussehen ?
Man kann - wenn man wirklich liebt.
Und hinter dem kranken Körper den Menschen entdeckt, der nach wie vor in diesem Körper drin steckt.

Voraussetzung: Das man genau diesen Menschen liebt - und dabei ehrlich und nicht oberflächlich ist.
Auch zu sich selber.
 
G

Gast

  • #13
Hier der FS.

Danke für eure Antworten. Einige haben es richtig vermutet - es ist Krebs. Mir erging es, was das positive Denken betrifft, wie Gast #8. Auch ich wurde oft bewundert für die offene, positive Art damit umzugehen. Ich habe noch nie aufgegeben und werde jetzt nicht damit anfangen. Momentan ist wieder alles in Ordnung. Leider liegt die Wahrscheinlichkeit eines Rezitiv bei 40%. Deshalb meine Frage. Denn während der Behandlung verkleinerte sich mein Freundeskreis merklich. Nicht jeder kann mit einer solchen Diagnose umgehen.
 
G

Gast

  • #14
@12
Wünsch Dir alles Gute.
Freunde verlierst du aus weniger wichtigem Grunde sobald mal etwas schief geht.
Die meisten "guten Freunde" halten nicht viel aus.
Beim ersten Regen sind die auch schon über alle Berge.
Oft erfährst du dann mehr Zuneigung von Menschen die du in der schwierigen Phase deines Lebens erst kennen gelernt hast. Ging mir so.
 
S

sjinx

  • #15
Hallo FS!
Danke für Deine Frage, sie hätte von mir sein können.
Nur ich hätte mich nicht getraut sie zu stellen, aus Angst vor zu vielen negativen Reaktionen.
Um so mehr freue ich mich über die vielen positiven und ermutigenden Worte. Sie tuen unglaublich gut!
Danke!
w
 
G

Gast

  • #16
Lieber FS
Schön, dass du die schwierige Zeit überstanden hast und dein Optimismus nicht verloren gegangen ist! Gerade bei Krebs spielt ja der Zeitfaktor eine wichtige Rolle und eine Rezidivwahrscheinlichkeit von 40% ist, denke ich, recht hoch? Natürlich "darfst" du dir eine Partnerin suchen, aber bitte mit offenen Karten spielen. Es gibt bestimmt Frauen, die eine erneute Erkrankung in Kauf nehmen und trotzdem mit dir zusammen sein möchten, anderen wiederum würde der Gedanke, dich zu lieben und dann im schlimmsten Fall zu verlieren, zu grosse Angst machen. Das hat meines Erachtens nichts mit gutem oder schlechtem Charakter zu tun!

Viel Glück!

w, 44
 
G

Gast

  • #17
Liebe FS,
natürlich kannst du suchen, es ist das Schönste was es geben kann. Hat man einen Menschen an seiner Seite ist vieles besser zu ertragen bzw. zu heilen. Wer dich liebt, hat damit überhaupt kein Problem. Man fragt sich auch nicht, wie lange ! Manchmal sind kurze Momente das Schönste was es gibt! Ich habe genau das Gegenteil erlebt......Mein LG hatte mich mit dieser Krankheit über 6 Monate angelogen, warum? Ich weiß es bis heute nicht! Als ich dann erfuhr, es ist gelogen, habe ich ihn verlassen!
Ich wäre mit ihm bis ans Ende der Möglichkeiten gegangen, hätte mit ihm gekämpft. Weil ich ihn liebte, doch diese Lüge hatte mein Leben zerstört.
Deswegen, sei ehrlich und jeder hat seine eigene Entscheidung zu treffen. Aber du wirst erkennen, wer dich richtig liebt! Für dich alles Glück und Kraft, du schaffst das!
 
G

Gast

  • #18
Nur Mut!
Meinen Partner habe ich auch mit Krankheit (Krebs) kennengelernt. Ich habe mich einfach verliebt!
Auch habe ich keine Angst vor dem Thema Tod in der Beziehung. Meine Eltern habe ich sehr früh verloren und auch ein paar mit nahestehenden Personen sind, auch durch Unfälle, verstorben.
Wir nutzen dir Zeit sehr intensiv. Ich stehe fest an seiner Seite, wenn er mal einen schlechten Tag hat. Wirklich jeden kann es erwischen - ob nun Krankheit oder Unfall - so ist das Leben.
Aber auch er kann mir viel geben, denn er hat zum Teil eine sehr interessante Sichtweise und ich kömme mir dann albern vor mit meinen Problemchen. Ich bin mir sicher, die Krankheit wird nicht zurückkommen und wenn doch, dann nehmen wir gemeinsam den Kampf auf.
Ich wünsche dir alles Gute - es wird schon!
w52
 
G

Gast

  • #19
Liebe FS,
natürlich kannst du suchen, es ist das Schönste was es geben kann. Hat man einen Menschen an seiner Seite ist vieles besser zu ertragen bzw. zu heilen. Wer dich liebt, hat damit überhaupt kein Problem. Man fragt sich auch nicht, wie lange ! Manchmal sind kurze Momente das Schönste was es gibt! Ich habe genau das Gegenteil erlebt......Mein LG hatte mich mit dieser Krankheit über 6 Monate angelogen, warum? Ich weiß es bis heute nicht! Als ich dann erfuhr, es ist gelogen, habe ich ihn verlassen!
Ich wäre mit ihm bis ans Ende der Möglichkeiten gegangen, hätte mit ihm gekämpft. Weil ich ihn liebte, doch diese Lüge hatte mein Leben zerstört.
Deswegen, sei ehrlich und jeder hat seine eigene Entscheidung zu treffen. Aber du wirst erkennen, wer dich richtig liebt! Für dich alles Glück und Kraft, du schaffst das!
Entschuldige, aber ich sehe das anders! Wenn du jemanden liebst, ist es kein Problem für Dich, wenn dieser Mensch krank ist, vielleicht starke Schmerzen hat? Und du sprichst von richtiger Liebe, die alles erträgt, trennst dich aber von deinem Partner, weil er dir nichts von seiner Erkrankung erzählt hat? Das nenne ich jetzt aber mal konsequent... (Ironie off) nein, Egoismus pur!
Lieber FS, ich wünsche dir viel Glück und weiterhin gute Gesundheit! Ich habe erlebt, dass man auch gerade wegen einer Beziehung krank werden kann.
w/44
 
G

Gast

  • #20
Wer sich in dich verliebt, dem ist es egal, was du hast.

Und natürlich solltest du das sofort sagen, es kann auch den Sympatiebonus erhöhen!

Wenn du etwas verschweigst, wirkt das nicht nur sehr unsympathisch, sondern man weiß auch, man kann dir nie recht trauen! Verschwiegene Leute sind immer schwierig. Ich selektiere aus diesen Gründen solche Partner schon von vornerein aus, die mich nur halb an ihrem Leben teilhaben lassen wollen. Man weiß ja nicht, woran man bei diesen Leuten ist und diese Menschen wollen einen auch nicht wirklich an ihrem Leben teilhaben lassen.

Wie gesagt, jemand, der sich in dich verguckt, dem ist es egal und der lernt damit umzugehen!
 
G

Gast

  • #21
Wer sich in dich verliebt, dem ist es egal, was du hast.

Und natürlich solltest du das sofort sagen, es kann auch den Sympatiebonus erhöhen!
Bitte? Sympathiebonus? Jetzt bleibt mir aber echt die Spucke weg....

Wenn ich mich verliebe, ist es mir ganz und gar nicht egal, ob meinem Partner etwas fehlt, was er durch gemacht hat usw. Hallo? Schon einmal etwas von Empathie und Mitgefühl gehört?

Ich persönlich würde mich auf eine Beziehung mit Dir, FS, einlassen, da ich weiss, wie sich eine lebensbedrohliche Krankheit sehr oft auf das gesamte Denken und Fühlen des Betroffenen auswirken kann. Ich weiss nicht, wie das bei Dir ist, aber ich könnte mit einem "oberflächlichen" (sorry, fällt mir gerade kein besseres Wort ein...) Menschen nicht mehr zusammen sein.

w, 39
 
G

Gast

  • #22
Lieber FS
Es gibt bestimmt Frauen, die eine erneute Erkrankung in Kauf nehmen und trotzdem mit dir zusammen sein möchten, anderen wiederum würde der Gedanke, dich zu lieben und dann im schlimmsten Fall zu verlieren, zu grosse Angst machen. Das hat meines Erachtens nichts mit gutem oder schlechtem Charakter zu tun!
w, 44
Man sollte auch beachten, dass ein schwer erkrankter Mensch selbstverständlich das Recht auf Liebe hat, aber wenn er/sie Single ist, mit den Problemen letztendlich nicht beziehungsfähig ist und keine gesunde Beziehung aufbauen kann.

Von daher kann dieser Mensch anderen Menschen nicht böse sein, wenn diese mit ihm/ihr keine Beziehung anfangen wollen, aus welchen Gründen auch immer.

w
 
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Gast

  • #23
Ich persönlich würde mich auf eine Beziehung mit Dir, FS, einlassen, da ich weiss, wie sich eine lebensbedrohliche Krankheit sehr oft auf das gesamte Denken und Fühlen des Betroffenen auswirken kann. Ich weiss nicht, wie das bei Dir ist, aber ich könnte mit einem "oberflächlichen" (sorry, fällt mir gerade kein besseres Wort ein...) Menschen nicht mehr zusammen sein.

w, 39
Sorry, ihr Gutmenschen, bin selber Christ, aber meine Eigenliebe steht an erster Stelle und aus Selbstschutz würde ich mit einem Mann der chronisch krank ist, damit sein ganzes Leben, der Alltag, sein Denken und Handeln negativ beeinfluss ist, keine Beziehung anfangen.

Deswegen bin ich nicht oberflächig oder egoistisch, sondern handle nur vernünftig, weil ein schwer erkrankter Mann meistens nicht in der Lage ist, eine halbwegs normale Beziehung aufzubauen, geschweige den zu führen. Automatisch muss die Frau immer Rücksicht nehmen, viel übernehmen usw, die gesunde Balance zwischen geben und nehmen ist gestört, es entsteht ein Abhängigkeitsverhältnis und daraus kann sich keine gesunde Beziehung entwickeln.
 
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Gast

  • #24
Deswegen bin ich nicht oberflächig oder egoistisch, sondern handle nur vernünftig, weil ein schwer erkrankter Mann meistens nicht in der Lage ist, eine halbwegs normale Beziehung aufzubauen, geschweige den zu führen. Automatisch muss die Frau immer Rücksicht nehmen, viel übernehmen usw, die gesunde Balance zwischen geben und nehmen ist gestört, es entsteht ein Abhängigkeitsverhältnis und daraus kann sich keine gesunde Beziehung entwickeln.
Hier der FS. Diese Unterstellung ist durch nichts begruendet. Auch ging es hier nicht um jemand der schwer erkrankt im Sinne von behindert ist. Es geht hier lediglich um die Gefahr, dass der Krebs jederzeit wieder auftreten kann. Solange dies nicht passiert, lebt man ein voellig normales Leben.

Mir ging es nur um die Frage, wann es dem neuen, potentiellen Partner sagen. Denn im Gegensatz zu jemand gesunden, weiss man ja um diese Gefahr.
 
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Gast

  • #25
Sorry, ihr Gutmenschen, bin selber Christ, aber meine Eigenliebe steht an erster Stelle und aus Selbstschutz würde ich mit einem Mann der chronisch krank ist, damit sein ganzes Leben, der Alltag, sein Denken und Handeln negativ beeinfluss ist, keine Beziehung anfangen.

Deswegen bin ich nicht oberflächig oder egoistisch, sondern handle nur vernünftig, weil ein schwer erkrankter Mann meistens nicht in der Lage ist, eine halbwegs normale Beziehung aufzubauen, geschweige den zu führen. Automatisch muss die Frau immer Rücksicht nehmen, viel übernehmen usw, die gesunde Balance zwischen geben und nehmen ist gestört, es entsteht ein Abhängigkeitsverhältnis und daraus kann sich keine gesunde Beziehung entwickeln.
Gast 20:
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil! Ich bin in erster Linie ein Mensch, da spielt die Religion so was von keine Rolle, zudem bin ich kein Gutmensch, der sich dazu berufen fühlt, Mutter Theresa zu spielen. Der FS HATTE Krebs! Er ist also keineswegs chronisch krank oder pflegebedürftig, sondern scheint sein Leben im Griff zu haben und optimistisch in die Zukunft zu schauen.
Ich empfinde Deinen Beitrag als sehr angriffig und undifferenziert und nehme an, dass Du die von Dir geschilderte Situation selbst erlebt hast. (Wenn nicht, umso schlimmer!) Bitte also nicht Birnen mit Äpfeln vergleichen!
 
G

Gast

  • #26
Der FS HATTE Krebs! Er ist also keineswegs chronisch krank oder pflegebedürftig, sondern scheint sein Leben im Griff zu haben und optimistisch in die Zukunft zu schauen.
Ich empfinde Deinen Beitrag als sehr angriffig und undifferenziert und nehme an, dass Du die von Dir geschilderte Situation selbst erlebt hast. (Wenn nicht, umso schlimmer!) Bitte also nicht Birnen mit Äpfeln vergleichen!
Nur getroffene Hunde bellen, aber jede Meinung, solange sie sachlich bleibt, ist ja erlaubt. Auch ein Mensch, der Krebs hatte, ist weiterhin gesundheitlich angeschlagen, so sagte es mir jedenfalls meine Nachbarin, die aufgrund ihrer Brustkrebserkrankung jetzt sogar einen Schwerbehindertenpass hat. Denn bekommt man nicht so einfach. Wer gesund ist, bekommt nicht so einen Pass.

Ich empfehle einen solch betroffenen Menschen, erst von der Krankheit zu erzählen, wenn er den Anderen näher kennengelernt hat und mit ihm/ihr eine Beziehung beginnen möchte. Wird zu früh erzählt, wird der Zauber des Kennenlernens gestört, der Andere fühlt sich vielleicht manipuliert oder in anderer Hinsicht auf der Mitleidsschiene gedrängt.

Mir hat es ein Mann beim 2. Date erzählt, ich war in Urlaub, und fand es nicht passend, denn so wurde mein und auch sein Urlaub gestört, den man muss sich ja damit auseinandersetzen und ich bin kein kalter Mensch, der dann tschüss sagte und sich jemand neues schnell zuwendet.

Ich hätte mir gewünscht, dass der Mann mich in meinem Urlaub nicht als seelischen Mülleimer benutzt, sondern mir und ihm ein paar Tage des unbeschwerten Treffens gibt. Was sich dann später ergibt, zeigt usw. steht auf einem ganz anderen Blatt.

In Zukunft muss ich wohl, sobald ein Mann wieder mit seinen gesundheitlichen Problemen viel zu früh anfängt, warum auch immer er nicht damit warten kann oder will, gleich die Bremse ziehen und den Kontakt beenden.

w
 
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sjinx

  • #27
..., damit sein ganzes Leben, der Alltag, sein Denken und Handeln negativ beeinfluss ist, keine Beziehung anfangen.

Deswegen bin ich nicht oberflächig oder egoistisch, sondern handle nur vernünftig, weil ein schwer erkrankter Mann meistens nicht in der Lage ist, eine halbwegs normale Beziehung aufzubauen, geschweige den zu führen. Automatisch muss die Frau immer Rücksicht nehmen, viel übernehmen usw, die gesunde Balance zwischen geben und nehmen ist gestört, es entsteht ein Abhängigkeitsverhältnis und daraus kann sich keine gesunde Beziehung entwickeln.
Ich bin auch an Krebs erkrankt und befinde mich in der Endphase der Behandlung.
Selbstverständlich ist die Diagnose ein Schock, für jeden wohl. Es hat mich aber auch meinem Leben näher gebracht. Ich blicke sehr optimistisch in die Zukunft und stecke voller Tatendrang. Ich geniesse (fast) jeden Tag und erkenne die Besonderheiten, Kleinigkeiten denen ich vorher keine Bedeutung zugemessen habe. Auch ich wünsche mir eine neue Partnerschaft, gerne mit einem Mann der selbst erkrankt ist. Denn der Schrecken ist nun ein wenig genommen. Auch sehe ich mich nicht als beziehungsunfähig. Die Erkrankung rückt mehr und mehr aus der Mitte raus. Bei mir besteht auch die Möglichkeit, dass die Krankeit irgendwann einmal zurückkommmt. Genauso gut kann es aber auch sein, dass ich gesund bleibe.

Lieber FS, ich kann dich gut verstehen. Wie und wann soll man es jemanden sagen?
Ich würde es wohl gleich bei dem 2-3 Treffen zum Thema machen. Denn wenn man schon starke Gefühle für jemanden hat und ihn dann später die Nachricht in die Flucht schlägt, dann könnte es schon sehr schmerzhaft sein. Ich wünsche dir alles Gute!
w
 
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Gast

  • #28
Nur getroffene Hunde bellen, aber jede Meinung, solange sie sachlich bleibt, ist ja erlaubt. Auch ein Mensch, der Krebs hatte, ist weiterhin gesundheitlich angeschlagen, so sagte es mir jedenfalls meine Nachbarin, die aufgrund ihrer Brustkrebserkrankung jetzt sogar einen Schwerbehindertenpass hat. Denn bekommt man nicht so einfach. Wer gesund ist, bekommt nicht so einen Pass.
Hier der FS. Nur getroffene Hunde bellen und man sollte sich genau informieren, bevor man Halbwahrheiten verbreitet. ;-)

Jeder, der an Krebs erkrankt ist, bekommt automatisch einen Schwerbehindertenausweis. Dieser ist jedoch rein steuerlich und für den Arbeitgeber (mehr Urlaub, Kündigungssicherheit) ausschlaggebend. D.h. mit körperlicher Behinderung oder mit Problemen im täglichen Leben hat dieser Ausweis rein gar nichts zu tun. Ich darf z.B. nicht die ausgewiesenen Parkplätze oder Sitzplätze im öffentlichen Verkehr benutzen. Dieser Schwerbehindertenausweis ist auf 1-2 Jahre befristet und erlischt, wenn bis dahin der Krebs nicht wieder ausbricht. D.h. auch deine Nachbarin wird ein ganz normales Leben ohne fremde Hilfe führen. Wie im Übrigen auch alle Patienten, die mit mir auf der Station lagen. Also, nicht irgendwelche falschen Schlußfolgerungen auf Grund von Halbwissen verbreiten sondern einfach mal einen Betroffenen fragen.

sjinx hat es gut beschrieben. Nach einem ersten Schock sieht man die Welt mit anderen Augen. Es werden kleine Dinge wichtig. Kleine Dinge, die Gesunde als völlig selbstverständlich hinnehmen.

Und um dich zu beruhigen, ich bin in der Lage eine Beziehung zu führen. Ich bin AE-Vater und ich benötige auch keine fremde Hilfe. Ich gehe inzwischen wieder meiner Arbeit und meinen Hobbys nach und nach der anstehenden Reha mache ich auch wieder meinem Sport. Übrigens, die wenigsten Krebsarten sind chronisch. Die meisten sind akut. Also einfach noch einmal die Bitte, erst informieren und dann posten. Halbwahrheiten sind bei einem solchen sensiblen Thema wie Krebs nicht zielführend.
 
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Gast

  • #29
Lieber FS, ich kann dich gut verstehen. Wie und wann soll man es jemanden sagen?
Ich würde es wohl gleich bei dem 2-3 Treffen zum Thema machen. Denn wenn man schon starke Gefühle für jemanden hat und ihn dann später die Nachricht in die Flucht schlägt, dann könnte es schon sehr schmerzhaft sein. Ich wünsche dir alles Gute!
w
Ist es wirklich realistisch nach 2-3 Treffen schon starke Gefühle für Jemanden zu haben?

Selbst wenn man die hat, sollte man vorher nicht den Verstand einschalten und den Anderen erst mal näher kennenlernt, um überhaupt zu erfahruen,ob der Andere auch so fühlt und ob man auch zu dem Anderen überhaupt passen würde, umgekehrt auch, und ob der Andere überhaupt eine feste Beziehung mit einem will und über beziehungsfreundliche Basics (unabhänig von der Krankheit) verfügt?

Wie oft lesen wir hier, dass viele Menschen einfach nur spielen wollen, nur Sex wollen, das Ego gestärkt usw.

Mir hat mal ein Mann erzählt, seine Therapeutin hätte ihm empfohlen sich oft zu verlieben, weil ihm die Glücksgefühle gut tun würden. Hey? Soll ich nur Mittel zum Zweck sein, damit es dem Herrn psychisch besser geht?

w
 
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Gast

  • #30
zu Zitat von sjinx

Ist es wirklich realistisch nach 2-3 Treffen schon starke Gefühle für Jemanden zu haben?

Selbst wenn man die hat, sollte man vorher nicht den Verstand einschalten und den Anderen erst mal näher kennenlernt, um überhaupt zu erfahruen,ob der Andere auch so fühlt und ob man auch zu dem Anderen überhaupt passen würde, umgekehrt auch, und ob der Andere überhaupt eine feste Beziehung mit einem will und über beziehungsfreundliche Basics (unabhänig von der Krankheit) verfügt?

Wie oft lesen wir hier, dass viele Menschen einfach nur spielen wollen, nur Sex wollen, das Ego gestärkt usw.

Mir hat mal ein Mann erzählt, seine Therapeutin hätte ihm empfohlen sich oft zu verlieben, weil ihm die Glücksgefühle gut tun würden. Hey? Soll ich nur Mittel zum Zweck sein, damit es dem Herrn psychisch besser geht?

w
Hallo, lies mal richtig.
Sie schreibt doch gerade weil man beim 2-3 Treffen noch keine Gefühle für jemanden hat sollte man reinen Wein einschenken, denn wenn sich SPÄTER Gefühle entwickeln könne es bei Ablehnung doch sehr schmerzhaft für beide werden. Zu dem Rest schreibe ich mal nichts ...

Ist, wie in diesem Fall, der Krebs früh erkannt, so sind die Heilungschancen mittlerweile sehr gut. Die Lebensqualität ist hoch und die Menschen können mit ihrer Erkrankung sehr gut leben.
Viel sog. gesunde Menschen kommen manchmal weniger mit ihrem Leben zu Recht.
Siehe auch hier im Forum manchmal!

FS: Ich würde es früh erfahren wollen. Genauso wie Beziehungsstatus und ob Kinder vorhanden sind etc.