• #1

Partner will keinen Sex und keine Zärtlichkeiten. Was tun?

Oh je, dann reihe ich mich hier auch mal ein - leider.
Ich bin 49, mein Partner 59. Wir sind seit 9 Jahren zusammen. Ich habe 2 Kinder aus der vorigen Beziehung ( 11 und 13).
Das ganze Familienleben läuft bei uns super, tolles Verhältnis. Er liebt meine Kinder genauso wie seine eigenen ( 30 und 27). Ich vertraue ihm. Wir uns alle.
Zu meinem Problem: Sex war von Anfang an nicht unproblematisch. Er hatte und hat massive Erektionsstörungen. Auch mit Cialis klappt es kaum. Wir schlafen vielleicht alle 6-8 Wochen mal miteinander, Tendenz eher sehr stark sinkend Richtung alle 3 Monate. Ich hatte von Anfang an eine viel stärkere Libido als er. Hätte am liebsten täglich. Oder 1 mal/Woche. Zärtlichlkeit, Nähe fehlen auch.
Er tut in seiner Freizeit nichts. Feierabend und Wochenende verbringt er auch ausschließlich auf dem Sofa. ER hat keine Hobbys, keine Freunde.
Er kann mich höchstens 3 Sekunden in den Arm nehmen, 3 Sekunden küssen, auf dem Sofa nicht eng bei mir liegen, ich darf mich nicht auf seinen Schoß setzen, das ist ihm alles " zu anstrengend ". Ich wäre beim Sex auch bereit, auf alternative Praktiken umzusteigen. Auch das ist ihm zu " anstrengend ". Er meinte, das wird sich bei mir schon durch die Wechseljahre auch noch regulieren und er wartet nur darauf, dass ich endlich auch weniger " will". Er macht mich sogar lächerlich deshalb.
Wir haben uns die letzten Jahre beide ziemlich an der langen Leine gelassen. Zu viel? Ich habe viele andere Interessen. Das findet er alles " blöd".
Er ist IMMER zu Hause.
ER beteuert, jetzt kommts, er sei super zufrieden und glücklich, mit mir zusammen zu sein. Ich wäre seine Traumfrau. Er ist der Meinung, ich müsste mich halt damit zufrieden geben, dass er nicht wolle.
Ich sage ihm schon immer, was mir fehlt, aber, ich hatte das halt auch bisher lange nicht gemacht. Auf einen Schlag ist mir klar, dass dieser Beziehung massiv viel an Grundlage flöten gegangen ist. Daran waren wir vielleicht mit unserem laxen Umgang .
Er meint immer, irgendwann verlasse ich ihn eh für einen Jüngeren, der mehr mit mir macht. Auf die Idee, dass er mal was tun könnte, um das zu verhindern, käme er nie.
Ich ertappe mich gerade selbst, wie ich mich mit sehr großen Schritten innerlich aus dieser Beziehung verabschiede.
Ziemlich schnell. Ich fange echt an, mich auch mal woanders umzugehen. Ziemlich ernsthaft.
Das macht mich aber irgendwie auch total traurig.
Ich will das alles nicht leichtfertig wegwerfen.
Aber ich kann bald auch nicht mehr!
Ich habe sehr, sehr große Angst davor, mit diesem Mann älter zu werden. Der ist ja jetzt schon ein von mir abhängiger Pflegefall.
Was soll ich machen? Wo fange ich an, meinen Kopf und meine Gedanken zu sortieren? Und welche Richtungen und Möglichkeiten gibt es? Hilfe!
 
  • #2
Ziemlich schnell. Ich fange echt an, mich auch mal woanders umzugehen. Ziemlich ernsthaft.
Warmwechsel ist eine miese Nummer.
Dann beende fair.

Er war doch schon immer so?
Anfangs passte es, über Jahre? Oder eigentlich doch nie wirklich.
Du wolltest Familie, er auch, das reichte als Basis anscheinend.

Nun, hast Du Dich für ihn entschieden, das war ein Irrtum Deinerseits. Familie, nett sein reicht nicht.
Er wird sich nicht ändern.

Du wirst die ehrliche Bilanz ziehen müssen. Das Ganze beenden, Dich neu sortieren, auch für Deine Kinder und dann ist Platz für Neues.

Mit Warmwechsel entsteht nur Chaos - was meinst Du, was es für Männer sind, die sich darauf einlassen? Keine, die dann tatsächlich eine Partnerschaft mit einer AE und 2 Kindern wollen.

W, 51
 
  • #3
Das ist mit Sicherheit eine gesundheitliche Störung.

Erektionsfähigkeit beim Mann und Libido bei beiden Geschlechtern sind für den gesundheitlichen Gesamtzustand das, was früher der Kanarienvogel im Bergwerk war. Wenn die Luft nicht mehr stimmt, stirbt der Vogel zuerst.

Dein Partner sollte mal zum Urologen und zum Endokrinologen gehen. Das sind die ersten Anlaufstellen in diesen Fällen. Aber nur in 20 % der Fälle liegen Erektionsstörungen unmittelbar in einer Störung des Sexualorgans begründet. In 80 % der Fälle sind es andere Störungen, die stark sind und ausstrahlen. Wenn der Körper gesundheitlich unter Stress steht, fährt er als erstes die Sexualität runter, weil die zum Überleben verzichtbar ist. Häufige Ansatzpunkte sind: Herz-Kreis-Lauf, Stoffwechselstörungen insbesondere Diabetis, tiefe Infekte. Bei letzteren ist nicht an den einen, besonderen Infekt zu denken, sondern typischerweise an mindestens ein halbes Dutzend Allerweltskeime, die sich langsam eingeschlichen haben und in ihrer belastenden Situation potenzieren.

Vor allem seine ständige Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Interesselosigkeit lässt mit großer Wahrscheinlichkeit eine starke körperliche Belastung vermuten.

Lasst Euch beim Urologen/Endokrinologen nicht irreleiten. Wenn die sagen, es liege, keine Sexualstörung vor, und es auf die Psyche schieben, ist das eine falsche Fährte. Sie müssten eigentlich sagen, es liege keine unmittelbare Sexualstörung vor. Tun sie aber nicht.

Der Verweis auf Stress stimmt zwar in den beschriebenen Fällen. Falsch ist nur, darunter nur psychischen Stress zu verstehen. Physischer Stress untergräbt die Sexualität noch viel eher.

Ich hatte eine Zeit lang ähnliche Probleme. Nach akribischer Sucharbeit kam heraus, es steckten chronische Kieferentzündungen und eine Fehlbesiedlung im Darm dahinter. Mir wurden vor Jahrzehnten drei Weisheitszähne gezogen. Die Wunden am Kiefer sind nie richtig verheilt. Zahnärzte sehen das kurioserweise nicht, sondern nur Kieferchirurgen. Die Dauerentzündungen haben das Immunsystem mürbe gemacht. Dito die Parasiten im Darm. 80 % des Immunsystems sind in und um den Darm konzentriert. Wenn es da nicht stimmt, geht Energie ohne Ende verloren.

Die Diagnose hat eine Heilpraktikerin (im Hauptberuf Gynäkologin, also Schulmedizinerin) mit der IST-Diagnose-Methode geleistet. Die würde ich Euch auch empfehlen. Einfach mal nach einem entsprechenden Therapeuten googeln.

PS: Die sogenannten Potenzmittel wie Viagra, Cialis & Co. sind Durchblutungsmittel für Gefäße. Falls die Erektionsstörung auf mangelnder Durchblutung der Schwellkörper im Penis beruht, wirken sie potenzsteigernd. Ansonsten haben sie keine Wirkung. Es sei denn indirekt, weil irgendwo anders im Körper etwas nicht richtig durchblutet ist. Auf die Libido wirken die überhaupt nicht. Frauen, die aus Neugier mal Viagra genommen haben, berichten unisono von einem Null-Komma-nix-Effekt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #4
Also ich weiß in jedem Fall, dass wenn er immer so war wird es sich nicht ändern never. Wenn ich mich trennen werde dann erstmal für mich.
Ziemlich schnell. Ich fange echt an, mich auch mal woanders umzugehen. Ziemlich ernsthaft.
Bedeutet das, dass du nach neuem Partner Ausschau hälts? Also ich habe warme Wechsel gemacht und mein Partner mit mir auch. Ich habe auch 2 Kinder und mein Partner genau wie bei euch auch zwei aber auch deutlich ältere als meine. Wir sind durch den Warmwechsel durch schwierige Phasen gegangen und ich denke schon das der eine oder andere sich in diese Phase trennen wird. Wir nicht, haben von Anfang an alles ausdiskutiert was bei euch wie ich lese nicht der Fall war und daher weiß ich ganz genau wie mein Partner ist, was ich erwarten kann und wasich nie haben werde, weil er einfach nicht so ist und sich auch nicht ändert. Genau wie ich. Ich musste mir dann kalr machen ob ich damit glücklich und zufrieden leben kann oder ob ich darunter leiden werde. Und dann musst du jetzt auch tun. Du hast denke ich straken durchaltenvermögen und denkst auch sehr an deine Kinder, aber du muss in diese Situation an dich denken. Und ehrlich gesagt, so wie du dein Partner beschreibst bist du sehr ünglicklich und die wenige schöne Wörte die er zu dir sagt können keine Taten ersetzen.
Letzendlich muss du entscheiden. In deine Situation mit deine Schilderung werde ich mich trennen.

W36
 
  • #5
Es gibt kaum etwas schlimmeres als emotional und körperlich neben dem eigenen Partner zu verhungern.
Vor allem wenn der andere nichts daran ändern will.
Es ist völlig unerheblich ob die Störung psychisch oder physischer Natur ist. Wenn er nichts ändern will, wird er nicht die nötigen Schritte einleiten, etwas zu tun. Andreas hat es kurz angerissen, die Ursachenforschung wird ohne hin nicht einfach.
Deinen Frust in allen Ehren aber ich würde nicht warm wechseln. Das ist weder für deine Psychohygiene gut noch besonders fair einem Partner gegenüber den du ja liebst, mal davon abgesehen gibt das kein schönes Vorbild für deine Kinder.
Sprich mit ihm, ggf. auch mit einem Paartherapeut. Sag ihm, dass es für dich so nicht weiter geht, aber ohne es als Druckmittel einzusetzen. Bleibe bei dir und deinen Bedürfnissen. Kommt keine Einsicht oder wenigstens mal der Wille an der Beziehung zu arbeiten, wirst du leider die Konsequenzen ziehen müssen. Aber bitte immer auf eine saubere, faire Weise und nicht feige warm wechseln. Das wäre mein moralischer Kompass.
 
  • #6
Liebe FS,
alles was Du beschreibst ist der Grund warum Frauen in dem Alter, in dem Du mit ihm zusammengekommen bist (40) keinen 10 Jahre älteren Partner wollen.

Du selber schreibst: er war nie anders, hatte nie Interessen, auch mit 50 nicht viel mehr Lust auf Sex. Als ihr zusammen kamt passte er gut. Du hattest 2 kleine Kinder (2 und 4 jahre alt). Da konntest Du nicht unentwegt unterwegs sein - also störte es Dich garnicht, dass er schon damals eine schwächelnde Couchpotatoe war.

Seine Kinder sind um die 30 - er ist bereits von seinem ganzen Lebensstil her in der Opa-Phase. Du stehst da mit 2 Teenagern, ganz andere Lebensphase.

Er meinte, das wird sich bei mir schon durch die Wechseljahre auch noch regulieren und er wartet nur darauf, dass ich endlich auch weniger " will". Er macht mich sogar lächerlich deshalb.
Er kann halt nicht mehr und will es auch nicht ändern. Er macht den Fehler auf altes Männerwissen aufzubauen, dass Frauen parallel zum altersbedingten männlichen Potenzverlust in die Wechseljahre kommen und dann auch keine Lust mehr haben.

Klartext: er denkt, als ihr zusammen kamt war er 50 und wollte ein ruhiges beschauliches Familien leben mit Dir führen (er beriets auf Opakurs). Lust hatte er schon damals nicht bzw. plagten ihn Potenzprobleme.
Nun bist Du in dem Alter in dem er damals war und er will, dass Du die Wecheljahre hinter Dich bringst und ihn endlich in Ruhe lässt, damit er das beschauliche Opaleben führt, nach dem er strebt.

Und jetzt kommst Du mit Deinen Bedürfnissen: passen die zu seinen Vorstellungen oder nicht? Und hier ist deine Antwort:
ch habe sehr, sehr große Angst davor, mit diesem Mann älter zu werden. Der ist ja jetzt schon ein von mir abhängiger Pflegefall.
Du weißt, dass eure gemeinsame Zeit vorbei ist. Nein, ihr hattet keinen zu laxen Umgang miteinander, bei dem ihr euch verloren habt. Er war in derSubstanz und in seinen Wünschen nie anders (beschauliches Familienleben ohne blinden Aktionismus), wärend es für Dich nur die vorübergehende Lebensphase mit 2 kleinen Kindern war und Du nun wieder Highlife in Tüten willst - alles gut, nur passt es jetzt nicht mehr zueinander.

er sei super zufrieden und glücklich,... ich müsste mich halt damit zufrieden geben, dass er nicht wolle.
Schön für ihn, dass es 9 Jahre nach seinen Bedürfnissen gut gelaufen ist. Du musst damit nicht zufrieden sein. Du kannst Dich trennen.

Ich will das alles nicht leichtfertig wegwerfen.
Was wirfst Du leichtfertig weg? Ein harmonisches Familienleben, aber auch Zurückweisung, verspotten Deiner Bedürfnisse und die Perspektive emotional und sexuell neben ihm zu verhungern sowie an Langeweile zu sterben.
 
  • #7
  1. Liebe FS, ich denke mal, in Deinem Post sind verschiedene Ansatzpunkte, die es zu „bearbeiten“ gilt.
  2. Ich kann mir gut vorstellen, dass es vor neun Jahren für Dich wichtig war, einen Menschen zu finden, der auch Deine Kinder lieben und integrieren mag. Immerhin waren sie ja wirklich noch sehr klein ... ABER: Du schreibst, dass die Sexualität schon IMMER nicht unproblematisch war, d.h., Du hast hier Abstriche gemacht. Völlig ok, niemand ist perfekt, aber das geht nur, wenn einem der Teil eben auch nicht SO wichtig ist. Liest sich bei Dir halt nicht so. Vielleicht hattest Du die Hoffnung, dass sich alles bessert? Tut es meistens nicht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man Kompromisse/Zugeständnisse nur da machen sollte, wo man eben auch gut mitgehen kann. Das Sexualverhalten Deines Partners hat Dir eigentlich nicht gepasst. Du hast Dich über Deine eigenen Bedürfnisse hinweggesetzt und nun haben wir den Salat😉
  3. Mit den Jahren wird das nicht besser, die Bequemlichkeit und Unbeweglichkeit kommt hinzu. Das spürst Du ja jetzt gerade.
  4. Ich kann Dir nur den guten Rat geben, höre JETZT auf Deine Bedürfnisse🙏
@Andreas1965, Deine Ratschläge sind wirklich bereichernd, aber was bringt es denn, wenn der Mann einfach nicht will und für sich keinen Handlungsbedarf sieht?

Lustigerweise ist es ja so, dass man uns Frauen jahrelang versucht hat einzureden, dass unsere Libido zurückginge, wir quasi in den Wechseljahren „vertrocknen“, sorry, bisschen harte Wortwahl ... aber egal wohin ich blicke, der Eindruck meinerseits ist eher andersrum. Diese Erkenntnis, gepaart mit der Tatsache, dass viele Männer gerne jüngere Frauen an ihrer Seite haben möchten, bringt mich ins Grübeln😳
Zumal auch ich ein- oder zweimal diese Erfahrung machen durfte.
Ich denke, die Schere zwischen Wunsch und Realität geht hier ganz weit auseinander und es ist an der Zeit, dass offen geredet wird!
Ich weiß halt nur nicht, inwieweit der fast 60-Jährige dazu bereit ist. Die Hoffnung stirbt zuletzt, also packe das Thema nochmals an💪
 
  • #8
Oh und ich muss dazu noch erwähnen, auch ich hatte in der Zeit, als meine Tochter noch wirklich klein war, so ein oder zwei potentielle Partner, bei denen ganz viel gepasst hat und die auch rührend um uns bemüht haben. Ich habe es versucht, aber auch da war dieser sexuelle Aspekt, der gar nicht passte, war für die Männer nicht so wichtig, konnte nicht, kam ganz schnell usw., ich habe es dann beendet, habe dafür immer unglaublich viel Unverständnis geerntet, quasi mit der Begründung, es sei doch nur Sex, ich solle doch froh sein über sein Interesse.

Die FS ist 49, ich bin 54, vielleicht sind wir auch noch so erzogen worden, dass Sex nicht so wichtig sei, Hauptsache die anderen Dinge stimmen. Ist halt aber eben nicht, wie wir an den ganzen Threads hier sehen können ...
 
  • #9
Ja, dieser Thread triggert mich gerade, ich gebe es zu.

Alleine das Alter Eurer Kinder bzw. dieser enorme Unterschied verlangt einen ganz flexiblen Charakter bzw. Menschen! Deine Kinder waren zwei und vier beim Kennenlernen, seine nahezu erwachsen. Das sind doch komplett andere Lebensabschnitte, das kann gelingen, aber doch nur mit heftigen Einbußen anderer Annehmlichkeiten, wie Du jetzt gerade erfährst.
Man hüte sich vor Projektionen, das ist wirklich eine Erkenntnis, die ich ua diesem Forum zu verdanken habe😉
 
  • #10
Ich sage ihm schon immer, was mir fehlt, aber, ich hatte das halt auch bisher lange nicht gemacht.
Was soll dieser Satz?
Hast Du also gerade erst einmal mit ihm darüber gesprochen, oder ist das schon lange ein auch tatsächlich verbalisiertes Thema bei Euch.

Wenn die Benennung der Probleme gerade erst passiert ist, solltest Du (trotz seiner Versuche, das Problem zu ihm auch nochmal Gelegenheit geben, sich zu verbessern.

Wenn er aber schon seit Jahren weiß, dass Dir diese körperlichen Zuwendungen nicht genügen, dann hat es wenig Zweck mit Euch.
 
  • #11
@Andreas1965, Deine Ratschläge sind wirklich bereichernd, aber was bringt es denn, wenn der Mann einfach nicht will und für sich keinen Handlungsbedarf sieht?
Das macht die ganze Sache natürlich schwierig. Aber so hat die Fragestellerin Argumente an der Hand, oder versteht wenigstens, was wahrscheinlich los ist und nichts mit ihrer Attraktivität als Frau zu tun hat.

Ich hatte in meiner gesundheitlich schwierigen Phase immer das bestimmte Gefühl, ich befinde mich in einem negativen Ausnahmezustand. Würde ich die Ursache aufdecken können, wäre das Ding zu drehen. Und so war es dann auch.

Ich kann auch nicht verstehen, wie man sich so fatalistisch in einem Schwundzustand von Leben einrichten kann. Aber es ist hier wie überall sonst im Leben wohl das Gleiche. Wer keinen Willen aufbringt, erzielt keine Ergebnisse.
 
  • #12
Wo fange ich an, meinen Kopf und meine Gedanken zu sortieren?
Du sortierst ja schon, das kann man in Deinem Post lesen. Du zählst auf, was alles schon immer fehlte und was Du jetzt so richtig bemerkst.

Ich frage mich auch, warum er nichts ändert. Aber vielleicht weiß er nicht, wo er ansetzen sollte. Das eine Mittel hilft ja schon mal nicht.
Er ist ja nun auch ein sehr bequemer Mensch, der nicht viel Initiative insgesamt zeigt. Von daher müsste er ja nicht nur eine Hürde überwinden, sich auf eine Odyssee der Ursachensuche zu begegeben, sondern sich auch noch "schnell mal" wesensmäßig ändern und von einem Menschen, der hinnimmt und sich einrichtet in allem zu einem Menschen werden, der seine Probleme auch so nennt und was dagegen versucht zu tun.

An Beziehungsgrundlage ist es flötengegangen für Dich, weil Du merkst, was von Anfang an nicht stimmte. Du hast sozusagen die Grundlagensicht geändert. Bzw. findest es JETZT relevant, lange Zeit war anderes wichtiger, weil Du es ja zwar angesprochen, aber ausgehalten hast.

Du guckst schon jetzt ernsthaft woanders. Wenn Du jetzt bleibst, wird das so, wie ich vor kurzem bei zwei Paaren sehen konnte. Lange verheiratet, beide Frauen offensichtlich sexuell ausgehungert. Sie checkten junge Männer ihrer Umgebung offen ab, zwar nicht speziell hinsichtlich sexueller Attraktivität, aber allgemeiner Attraktivität, bei der einen war sogar der Mann zugegen. Es kam noch ne Menge mehr Frust in die Welt, was immer dann passiert, wenn Paare Trennung nicht in Erwägung ziehen und der Partner die Gründe für den Frust nicht ändert. (bei M und F kam Frust offen rüber, weil sie subtil aufeinander rumhackten)
Ich kenne auch beide Männer, es ist vorstellbar, dass das Sexleben wirklich runtergefahren ist bei ihren gesundheitlichen Zuständen. Und früher wird es auch phasenweise kaum stattgefunden haben können, weil die dauernd beruflich reisen mussten. Beides echte Macher, erfolgreich, dauernd auf Achse, wenn nicht beruflich, dann privat. Und zumindest bei einer Frau weiß ich, dass das eine echte Antreiberin hinsichtlich "Erfolghaben des Mannes" ist. Also DAMALS, als der Sex auch noch ab und an funktionierte, und als es den Frauen noch nicht so auffiel, dass das Sexleben einschläft und die noch nicht so alt waren, dass der Frust nach oben kommen konnte, da waren noch "alle Grundlagen" da.

Dieses Abchecken von Männern kenne ich von früher auch, aber da war meine Beziehung schon beendet, u.a. auch weil wir sexuell nicht passten und ich das immer deutlicher merkte. Lag aber keineswegs an etwaigen Erektionsstörungen des Mannes, wir waren nur zu unterschiedlich. Ich will damit sagen, dass selbst, wenn Dein Partner sexuell gut drauf wäre, es immer noch sein kann, dass Du nie richtig heißläufst, weil ihr zu verschieden seid, also jeder eine andere "Sprache" spricht sexuell.
 
  • #13
@Andreas1965, ja, da ist wohl etwas dran und vor allen Dingen kann es der FS wirklich dienlich sein in ihrem eigenen Körper- und Selbstwertgefühl. Denn ich kenne es auch tatsächlich, dass versucht wird, die Partnerin abzuwerten ... bei mehr als 10 Jahren Altersunterschied und ca. 20 kg Übergewicht seitens des Mannes irgendwie unglaubwürdig. Mir schon passiert, nach Versagen des Mannes, ich sei halt einfach nicht sein Typ😂
Aber Spaß beiseite, die beiden haben ja eine Beziehung und da sollte man vielleicht nochmal schauen oder eben Konsequenzen ziehen.
Fatalismus ist auch nicht mein Ding, man muss seinen kleinen Arsch schon bewegen im Leben, um Freude zu haben.
Und ja, es ist verdammt unangenehm, sich fremdbestimmt zu fühlen. Den richtigen Ansatzpunkt zur Änderung zu finden, ist prima und das wünsche ich der FS auch!
 
  • #14
ER beteuert, jetzt kommts, er sei super zufrieden und glücklich, mit mir zusammen zu sein. Ich wäre seine Traumfrau. Er ist der Meinung, ich müsste mich halt damit zufrieden geben, dass er nicht wolle.
Mal ganz ehrlich, er hat ja nicht unrecht. Für ihn passt es halt so, er WILL vorsätzlich diesen Lebensstil so pflegen, aus diesem Grund möchte und wird er auch nichts ändern. Sein Leben, seine Entscheidung. Die Frage ist, was du jetzt draus machst. Du musst das ja so nicht akzeptieren. Dann geh eben, du kannst ja nicht die nächsten 10 Jahre darauf warten und hoffen, dass sich an der Geschichte was dreht. 🤷‍♀️
Ich würde auch nicht unbedingt warm wechseln, sondern zusehen, dass ich meine Dinge geregelt kriege (grade weil Kinder dranhängen), und mich erstmal so vereinzeln. Aus dieser Position kannst du ja wieder schauen, ob du noch jemanden Besseres findest. Das Gras ist auf der anderen Seite meistens auch nicht grüner. Wenn du also die Trennung hinter dich gebracht hast, wieder angefangen hast zu daten und dann eventuell über fünf/ sechs komische Typen gestolpert bist, wirdt du vielleicht nochmal neu bewerten, ob täglich Sex sooo wichtig war. Ich versteh schon, du willst auch andere körperliche Nähe von ihm, aber möglicherweise sind deine Forderungen einfach nicht erfüllbar für ihn, aus welchen Gründen auch immer. Da kann man ihm keinen Vorwurf a la „wenn du mich richtig lieben würdest, dann hättest du mehr Lust auf mich“ machen. Man sieht ja, er liebt, und hat trotzdem keine Lust. Und wie an anderer Stelle schon oft geschrieben: keine Paartherapie der Welt kann ihm die Lust und die Kraft geben. Die hat man, oder man hat sie eben nicht. Darüber diskutieren und fordern und mit Liebesentzug erpressen usw., törnt nur noch weiter ab. Meine felsenfeste Ansicht ist, dass man über manche Dinge einfach nicht diskutieren kann, weil es nichts bringt. Lust ist ein Gefühl, das kann man nicht herbeidiskutieren.
Also mach einen sauberen Schnitt, wenn du es wirklich nicht mehr aushälst, es wird sich nicht ändern.
Ich würde bleiben, aber ich bin ja nicht du.
 
  • #15
Ich würde bleiben, aber ich bin ja nicht du.
Ich würde gehen...
Was ist diese "Partnerschaft"?
Eine WG, es funktioniert in Bezug auf die Familie, auf den Alltag.

Ansonsten? Keine gemeinsamen Aktivitäten, Interessen - worüber redet man?
Keine Nähe, Zärtlichkeit, keinerlei Intimität?
Er macht sich noch lustig über ihr Bedürfnis?

Und sie denkt längst ans Beenden, innerlich ist bei ihr die Distanz längst da.

Das ist keine Partnerschaft mehr.

Und wenn man so pragmatisch ist, und überlegt, dass man lieber bleibt,, weil so bequemer, dann würde ich in diese Rechnung den Altersunterschied und den Gesundheitszustand hinein nehmen - das Stichwort Pflegefall fiel schon. In ein paar Jahren ist er es.

In so einer Beziehung ist man einsamer als wenn man alleine ist.
Für den Alltag braucht man keinen Mann.

W, 51
 
  • #16
Viele Männer sind so, aber das sollte ja jede Frau mit 50 längst wissen, wie Männer ticken.

Gerade auch wenn man eine jüngere Frau haben will, muss man der ja sexuell was bieten können. Also ich finde es furchtbar, was du mit dir machen lässt und dann noch solche unverschämten, verletztenden Aussagen, dass du mal schnell in die Wechseljahre kommen und in deiner Gesundheit abnehmen sollst, damit das Problem mit dir gelöst ist.
Wer weiß, ob der sich nicht mit einer Jüngeren austobt und dich alte Frau eines Tages mit 60 sexuell gefrustet sitzen lässt.

Ich würde mal nachforschen, ob er nicht heimlich Pornos am Computer konsumiert oder Sexchats am Laufen hat und mich derweil verarscht. Dann wäre er aber dran bei mir.
 
  • #17
Ich finde es sehr schade die eigene Lebenszeit mit derart faulen Kompromissen zu verplempern. Warum sollte sich jemand damit zufrieden geben auf etwas zu verzichten das für ihn/sie elementar wichtig ist? Ist dieser Mann depressiv? Dann gehört er in ärztliche Behandlung. Ich wundere mich über all diese irgendwie " angeschlagenen" Menschen welche von ihren Partner/- innen verlangen auf ihre Bedürfnisse und Wünsche zu verzichten. Diese werden dann oft, zu Verunsicherungszwecken, noch abgewertet und man macht sich noch über ihre Bedürfnisse und Lebenskraft lustig. Super! Sowas sollte man sich auf keinen Fall geben. Was heisst da Traumfrau? Mit " Traum" hat ein solches Vegetieren nicht annähernd etwas zu tun.
 
  • #18
Und wenn man so pragmatisch ist, und überlegt, dass man lieber bleibt,, weil so bequemer, dann würde ich in diese Rechnung den Altersunterschied und den Gesundheitszustand hinein nehmen - das Stichwort Pflegefall fiel schon. In ein paar Jahren ist er es.
Also, auch pragmatisch sein will gelernt sein, liebe @Lionne69 😂
Es scheint ja nun schon auch viele Jahre so geklappt zu haben, er hat sich so verhalten, sie hat es sich gefallen lassen und ist geblieben. Scheinbar gibt es also in einem anderen Bereich ein paar „Benefits“, von denen wir hier nichts wissen. Sei es eine finanzielle Abhängigkeit, oder andere Bedürftigkeiten der FS, die er ausreichend zu befriedigen scheint. Sonst wär sie ja schon weg. Wenn wir also davon ausgehen, dass Trennung trotz aller Klagen für die FS keine Option ist, dann soll sie es doch weiterlaufen lassen, nebenbei aber ihr Ding machen, sich für die schönen Stunden jemanden suchen, und wenn der Mann in absehbarer Zeit wirklich ein Pflegefall wird, dann ab ins Heim mit ihm und nochmal neu durchstarten🤷‍♀️.
Partnerschaft, tssss. Das ist es doch in beiden Fällen nicht mehr, darum gehts doch bei dem Problem schon lange nicht mehr. Er hat doch die Partnerschaft eh einseitig aufgekündigt. So what? Dann kann sie auch ohne schlechtes Gewissen an sich denken.

Bevor hier ein Aufschrei durchs Forum geht, weil wieder mal mein schwarzer Humor untergeht, mache ich hier vorsichtshalber mal ein paar Smileys hin: 😜🤪🤗