• #1

Partner nicht erwerbstätig

Hallo zusammen,

ich hätte gerne mal eure Einschätzung zu folgendem Sachverhalt. Ich (w, 28) habe im letzten Jahr über ein Hobby einen wundervollen Mann kennengelernt, der mich mit seiner charmanten, liebevollen Art total für sich eingenommen hat. Neben dem hohen Altersunterschied (er 44) gibt es da jedoch eine Sache, die mich ganz massiv stört.
Er hat bis vor einigen Jahren als Beamter gearbeitet und ist nun aber aufgrund psychischer Probleme schon seit einigen Jahren vom Job freigestellt. Statt seine Probleme aber in irgendeiner Form anzugehen (seiner Meinung nach sind diese nicht mehr relevant, seit er nicht mehr arbeitet), hat er es sich aktuell so ganz gemütlich eingerichtet. Das Geld vom Staat kommt ja pünktlich jeden Monat, er möchte in seinem alten Job nicht mehr arbeiten und hält es auch nicht für nötig, sich anderweitig zu orientieren (da man dann ja zudem die Beamtenprivilegien aufgeben müsste).
Jetzt ist es zwar nicht so, dass er in seiner freien Zeit untätig zuhause sitzt – er hat viele Hobbys – aber irgendwie stört mich seine Einstellung trotzdem massiv. Ich habe sogar oft das Gefühl, dass er auf die Leute in ihren 9 to 5 Jobs herabsieht (O-Ton: Die sollten alle lieber mal was gesellschaftlich sinnvolleres mit ihrer Zeit anfangen), obwohl diese ja eigentlich seinen Lebensstil mitfinanzieren.
Ich stehe dagegen nach meinem Studium gerade in den ersten Jahren meines Berufslebens und kann seine Einstellung überhaupt nicht nachvollziehen. Für mich ist der Job einfach etwas Essentielles, aus dem ich auch viel Anerkennung und Bestätigung ziehe. Zudem finde ich seine Einstellung auch einfach unsozial. Er sieht dagegen mein Problem gar nicht, da er finanziell ja unabhängig von mir ist und ich mich doch somit für ihn freuen sollte, wenn er mit seinem Leben glücklich ist.

Wie seht ihr das? Bin ich da vielleicht zu engstirnig unterwegs? Sollte mir sein beruflicher Hintergrund egal sein, solange er mich glücklich macht?
 
  • #2
einen wundervollen Mann kennengelernt, der mich mit seiner charmanten, liebevollen Art total für sich eingenommen hat.
Du siehst, zwei positive Eigenschaften reichen nun mal nicht aus, um eine langfristige glückliche Beziehung führen zu können. Ihr seid trotz seines fortgeschrittenen Alters absolut nicht auf Augenhöhe.

Und nein: Er wird sich nicht mehr ändern, er hat es sich bereits auf Kosten des Staates gemütlich gemacht. Grund für solch einen Lifestyle kann Resignation sein. Ist aber eigentlich auch egal.

Falls du Familie planst, such dir lieber einen vernünftigen Mann. Mit einem Lebenskünstler ist noch keine Frau langfristig glücklich geworden.
 
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  • #3
In letzter Zeit vermehrt: wahnsinnig verliebte Frauen in "eigentlich" wundervolle Männer mit irgendeinem dicken Haken. Und den sollte frau dann entweder hinter die Beziehung machen oder eben für sich nicht mehr in Frage stellen.

Die Vorgehensweise, sich einen Mann zu suchen, um den dann so umzustricken, wie frau ihn gerne hätte, funktioniert nicht. Ich kenne auch wahnsinnig nette Damen um die 80, die ich gerne 45 Jahre jünger hätte...
 
  • #4
Ich muss dir ganz ehrlich sagen, für mich wäre so ein Mensch gerade in einer Partnerschaft nicht aushaltbar.

Nennen wir es beim Namen dein Partner hat sich in den Hängematten Modus begeben oder ganz krass ausgedrückt er ist ein Faulenzer.

Einer Arbeit wird er nicht mehr nachgehen, es sei denn vielleicht wenn der Geldhahn zugedreht wird. Deswegen hat er auch gar kein Interesse sich einen anderen Job zu suchen.

Damit wir uns nicht falsch verstehen, Leute für die ihre Arbeit Lebensmittelpunkt ist und sich alles nur um den Job dreht, wären ebenfalls nichts für mich als Partner.


Es liegt jetzt an dir ob du damit auf Dauer klar kommst. Bedenke du bist 28 und stehst quasi erst am Anfang deines Berufsleben.

Stell dir vor du kommst im besten Fall nach einem 8 Stunden Arbeitstag nach Hause. Und dein Partner lacht dich indirekt noch aus oder verspottet dich noch dafür. Also da würde mir irgendwann der Hut hochgehen
 
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  • #5
Ach ja, die lieben Beamten ..... Solche Einstellungen sind da durchaus verbreitet, kenne auch einige persönlich und habe Ähnliches schon oft gehört, die Arbeitsmoral ist nicht unbedingt die höchste. Andererseits sind die Jobs auch nicht die aufregendsten. Das passt dann schon, und wem's gefällt ... Warum nicht?

Für mich persönlich käme so jemand nicht in Frage wegen

1) 28/44: zu großer Altersunterschied. Der Mann ist gleich 50! Warum suchst du dir keinen netten, jungen, ebenfalls aus dem Studium kommenden und arbeitenden Mann, anstelle eines psychisch-kranken Frührentners?
2) psychische Probleme, die so schlimm sind, dass er nicht mehr arbeiten kann? Aber auf eure Beziehung wirken die sich nicht aus?
3) unsexy Geisteshaltung. Ich verstehe gut, dass er seine Frührente und Beamten-Privilegien genießt und nicht arbeitet, wenn er nicht muss. Was du aber über seine Einstellung schreibst, würde mich auch stören.
4) Du schaust jetzt schon auf ihn herab und verachtest ihn ein wenig. Nicht gut.

An sich ist dagegen nichts zu sagen, wie er sich eingerichtet hat, ihm wird es gefallen und da es anscheinend gut funktioniert ... Ich würde ihn jetzt nicht zu irgendeiner beliebigen Arbeit und zum Aufgeben seiner Beamten-Privilegien überreden versuchen, sondern mir einfach einen jungen, dynamischen, ehrgeizigen Mann in meinem Alter suchen. Ihr passt doch gar nicht zusammen!
w26
 
  • #6
Ich frage mich gerade, wo und inwiefern dieser Mann wundervoll sein kann. Ich seh da nix, sorry to say. Eigentlich ist er das exakte Gegenteil davon. Lauf so schnell du kannst.
 
  • #7
Zudem finde ich seine Einstellung auch einfach unsozial. Er sieht dagegen mein Problem gar nicht, da er finanziell ja unabhängig von mir ist und ich mich doch somit für ihn freuen sollte, wenn er mit seinem Leben glücklich ist.
Es treffen hier zwei extrem verschiedene Lebenswelten, die beiden nicht gut tun, meine Empfehlung, den Kontakt abzubrechen, du wirst sonst stets unzufrieden und permanent launisch werden!
Wie seht ihr das? Bin ich da vielleicht zu engstirnig unterwegs? Sollte mir sein beruflicher Hintergrund
Da er mit seiner Geisteshaltung und mit seiner Einstellung nicht zu dir passt, es keine Kompatibilität gibt, kannst du niemals glücklich mit ihm sein!
 
  • #8
Sollte mir sein beruflicher Hintergrund egal sein, solange er mich glücklich macht?
Er macht dich doch nicht glücklich damit.

Denn langfristig wird seine Einstellung dazu führen, dass du die Nachteile dieses Lebens zumindest finanziell kompensieren musst.

Er wird sicherlich langfristig weniger Bezüge haben als ein Mann mit einem richtigen Job.

Das heißt entweder verzichtest du dann ihm zuliebe auf größere Urlaube, das schönere Auto, das tolle Haus ... was auch immer deine finanzielle Pläne sind ...oder musst sie für ihn mitfinanzieren.

Und das alles ohne jegliche Not. Er ist ja nicht wirklich krank und könnte ja auch anderweitig arbeiten.

Ein Partner mit seiner Lebenseinstellung wäre einfach nichts für mich.
 
  • #9
Ja, schade dass so etwas im Beamtentum immer noch möglich ist, liest man in letzter Zeit wieder häufiger bei Beamten, die schon vor Jahren aus ihrer Position entfernt wurden.

Er ist ein Sozialschmarotzer. Mit so jemanden will ich nichts zu tun haben und noch weniger könnte ich mit so jemanden eine Beziehung führen.

Eigentlich müsste man mal durchgreifen und dieses elende Schmarotzerdasein beenden. Aber gut, Blockwart bin ich auch nicht.

W35
 
  • #11
Sollte mir sein beruflicher Hintergrund egal sein, solange er mich glücklich macht?
Ja. Solange er genug Geld für Unternehmungen und seine psychischen Probleme im Griff hat, hätte ich kein Problem.
Du schreibst, er macht dich glücklich. Warum fragst du dann? Ist doch egal, was jemand macht. Es geht darum, wer er ist.
Das Problem ist meiner Meinung nach, dass Nicht-Erwerbstätige einen schlechten Ruf in der Gesellschaft haben. Die mag keiner. Meiner Meinung nach sind das eher missgünstige und destruktive Menschen, die neidisch auf solche sind, die den Mut aufbringen, gegen den Strom zu schwimmen und sich nicht von einem 40Std Job versklaven lassen möchten.
Aber ich kenne auch Frauen, die sowas gar nicht leiden können. Zumindest der Mann muss in deren Augen erwerbstätig sein. Jemand der keine Lust hat zu arbeiten, ist für sie entweder faul oder asozial.
Ein guter Freund von mir ist Lehrer geworden weil er keine Lust hat, so viel zu arbeiten (dazu steht er). Eine Freundin (40 Jahre alt) arbeitet freiwillig nur 20 Std. In der Bank, in der sie vorher gearbeitet hat, war ein Halbtagsjob nicht möglich, also hat sie eine Umschulung gemacht, arbeitet jetzt 4 Std./Tag als Ernährungsberaterin und kümmert sich den Rest ihrer Zeit um ihre Tiere und ihr Leben. Sie braucht nicht viel Geld, hat sie mir erzählt.
 
  • #12
Ach ja, die lieben Beamten ..... Solche Einstellungen sind da durchaus verbreitet, kenne auch einige persönlich und habe Ähnliches schon oft gehört, die Arbeitsmoral ist nicht unbedingt die höchste. Andererseits sind die Jobs auch nicht die aufregendsten. Das passt dann schon, und wem's gefällt ... Warum nicht?
Dir ist aber schon bewusst, dass Beamte nicht nur in der Amtsstube sitzen und Däumchen drehen, sondern auch als Lehrer und Polizisten tätig sind? Menschen, die sehr viel Einsatz zeigen, Überstunden machen, am Wochenende/Feiertagen arbeiten, damit unser Staat eine Zukunft hat?
 
  • #13
Ja. Solange er genug Geld für Unternehmungen und seine psychischen Probleme im Griff hat, hätte ich kein Problem.
Du schreibst, er macht dich glücklich. Warum fragst du dann? Ist doch egal, was jemand macht. Es geht darum, wer er ist.
Das Problem ist meiner Meinung nach, dass Nicht-Erwerbstätige einen schlechten Ruf in der Gesellschaft haben. Die mag keiner. Meiner Meinung nach sind das eher missgünstige und destruktive Menschen, die neidisch auf solche sind, die den Mut aufbringen, gegen den Strom zu schwimmen und sich nicht von einem 40Std Job versklaven lassen möchten.
Aber ich kenne auch Frauen, die sowas gar nicht leiden können. Zumindest der Mann muss in deren Augen erwerbstätig sein. Jemand der keine Lust hat zu arbeiten, ist für sie entweder faul oder asozial.
Ein guter Freund von mir ist Lehrer geworden weil er keine Lust hat, so viel zu arbeiten (dazu steht er). Eine Freundin (40 Jahre alt) arbeitet freiwillig nur 20 Std. In der Bank, in der sie vorher gearbeitet hat, war ein Halbtagsjob nicht möglich, also hat sie eine Umschulung gemacht, arbeitet jetzt 4 Std./Tag als Ernährungsberaterin und kümmert sich den Rest ihrer Zeit um ihre Tiere und ihr Leben. Sie braucht nicht viel Geld, hat sie mir erzählt.
Alle deine Beispiele werden in der Altersarmut landen. Das ist das genaue Gegenteil von klug. Und im Grunde ist das auch eine Art von Schmarotzertum, sich erst einen schlauen Lenz machen und dann die Allgemeinheit zahlen lassen. Das ist kein Neid, da nutzt mich, die ich gerne arbeite und leidlich gerne Steuern zahle, jemand aus. Sein Leben mit Zeitvertreib auszufüllen, naja, kann man machen, wäre aber für mich deutlich zu anspruchslos.
 
  • #14
Wie seht ihr das? Bin ich da vielleicht zu engstirnig unterwegs? Sollte mir sein beruflicher Hintergrund egal sein, solange er mich glücklich macht?
Warum befasst Du Dich mit Deiner Ausbildung und in Deinem Alter mit einem psychisch erkrankten Frührentner als Partneroption?

Du glaubst mit Deinem Bildungshintergrund doch nicht ernsthaft, dass ein Mann Dich glücklich macht, über den Du so negativ denkst:
- Statt seine Probleme aber in irgendeiner Form anzugehen..... hat er es sich aktuell so ganz gemütlich eingerichtet....
- Ich habe sogar oft das Gefühl, dass er auf die Leute in ihren 9 to 5 Jobs herabsieht..... obwohl diese ja eigentlich seinen Lebensstil mitfinanzieren....
- Für mich ist der Job einfach etwas Essentielles..... Zudem finde ich seine Einstellung auch einfach unsozial.

Ohne Deine Meinung zu ihm inhaltlich zu bewerten: es passt nicht mit euch. Gerade wenn Du viel aus dem Beruf ziehst, es werden trotzdem Zeiten kommen, die alles andere als gut laufen, oder die Dich total kaputt machen, denn Du hast noch sehr viele Jahre vor Dir.
Und wenn dann zuhause ein Schlauberger sitzt, der Dir erzählt, Du sollst "lieber mal was gesellschaftlich sinnvolleres" mit Deiner Zeit anfangen, dann wird Dir das Blech wegfliegen. Sowas sieht frau vorher und erspart sich das, insbesondere gleicht sie es mit ihrer Lebensplanung ab, statt unnütz Zeit mit dem falschen Kadidaten zu vertun und später zu jammern, dass mit 30+ "die guten Männer" alle vergeben sind.

Guck mal hin, warum Du keinen Mann mit aussichtsreicher Perspektive in Deinem Alter findest.
Wie willst Du leben? Was sind Deine langfristigen Pläne? Gehen die mit ihm überhaupt.
 
  • #15
Ich stehe dagegen nach meinem Studium gerade in den ersten Jahren meines Berufslebens und kann seine Einstellung überhaupt nicht nachvollziehen
Klar, genau deswegen. Du hast noch gar nicht gearbeitet außer vielleicht nebenher. Er hat schon einiges an Berufsleben gesehen und anscheinend hatte er deswegen ja auch gesundheitliche Probleme.

hat er es sich aktuell so ganz gemütlich eingerichtet
Ist ja auch eine verführerische Situation. Und was könnte er tun. Wenn er im Beamtentum nichts findet, zu dem er sich fortbilden könnte, müsste er ja wirklich auf seine Bezüge verzichten und sich wieder abmühen. Würde sein Problem vielleicht wieder verstärken, wenn es um Stress oder so geht.
Ich glaube, es gibt auch einige, die ihm sagen würden, er wäre blöd, wenn er seine Beamtenvorteile aufgeben würde für einen nächsten Job. Es sei denn, er hat was, in dem er sich verwirklichen wollte, aber ich denke, dann wäre er sowieso nie so ein Beamter geworden.

Ich habe sogar oft das Gefühl, dass er auf die Leute in ihren 9 to 5 Jobs herabsieht (O-Ton: Die sollten alle lieber mal was gesellschaftlich sinnvolleres mit ihrer Zeit anfangen)
Naja, das Gefühl ... Aber er hat natürlich gut reden in seinem gemachten Nest. Und nicht jeder Job ist so nutzlos, wie er seinen zu sehen scheint.

Ich kann verstehen, dass Dir dieses Gerede gegen den Strich geht, denn es ist extrem unintelligent. DAS würde mich stören. Er scheint nicht zu begreifen, dass die 9to5 Leute nötig sind, damit es Leute wie ihn geben kann mit ihrem Leben.

Für mich ist der Job einfach etwas Essentielles, aus dem ich auch viel Anerkennung und Bestätigung ziehe
Naja, warte ab. Vielleicht bleibt das auch aus, Du rackerst Dich ab und andere kassieren die Lorbeeren usw.. Ich wünsche Dir aber, dass Du in seinem Alter immer noch Anerkennung und Bestätigung bekommst durch Deine Arbeit.

ich mich doch somit für ihn freuen sollte, wenn er mit seinem Leben glücklich ist
Darüber könntest Du Dich wirklich freuen. Einfach so. Aber die dümmlichen Ansichten über arbeitende Menschen finde ich unattraktiv. Und seine Einstellung natürlich, aber ich vermute, die kommt daher, dass er sich die Lage schönreden will. Ich meine, lieber gesund und einen tollen Job, als das. Nur glaube ich, dass er seinen Job nicht als "toll" erlebt hat.
Vielleicht war er selbst mal so drauf wie Du und ist desillusioniert worden durch die Arbeit. Und dass es bei der nächsten besser wird, ist fraglich. Und ganz aus dem Beamtentum scheiden, um irgendwas zu arbeiten in der heutigen Lage? Sich neu orientieren mit 44? Ich glaube nicht, dass er da große Erfolgschancen sieht, und das müsste er aber, um die Motivation zu haben, sein Arbeitsleben zu ändern.
 
  • #16
Stell dir vor du kommst im besten Fall nach einem 8 Stunden Arbeitstag nach Hause. Und dein Partner lacht dich indirekt noch aus oder verspottet dich noch dafür. Also da würde mir irgendwann der Hut hochgehen
Das hab ich auch grad überlegt. Pass auf, dass du dich nicht allzu sehr beeinflussen lässt. Wie gesagt, für mich wäre das kein Trennungsgrund. Steh dazu, dass du gern arbeitest und auch weiterhin so leben wirst. Es ist sein gutes Recht, nicht zu arbeiten, wenn er das nicht möchte, genauso wie es dein Recht ist, so viel zu arbeiten wie du magst. Und am Abend trefft ihr euch, er erzählt von seinen Erlebnissen und du von deinen. Solang ihm das Geld nicht ausgeht, ist doch alles gut.
 
  • #17
Ach ja, die lieben Beamten ..... Solche Einstellungen sind da durchaus verbreitet, kenne auch einige persönlich und habe Ähnliches schon oft gehört, die Arbeitsmoral ist nicht unbedingt die höchste. Andererseits sind die Jobs auch nicht die aufregendsten. Das passt dann schon, und wem's gefällt ... Warum nicht?
Das hat doch mit der Einstellung nichts zu tun, diese Leute haben Anspruch bezahlt zu werden, auch wenn sie nichts tun, würdest du arbeiten gehen, wenn du das volle Geld kriegen würdest, ohne Arbeit? Ich glaube NEIN!
Er ist ein Sozialschmarotzer. Mit so jemanden will ich nichts zu tun haben und noch weniger könnte ich mit so jemanden ein
Dann ist jede Frau auch ein Sozialschmarotzer, die Geld von ihrem geschiedenen Mann nimmt, weil es ihr gesetzlich zusteht!
Es führt immer ins Leiden, wenn man den Menschen, den man eigentlich Lieben sollte anders haben will, als er nunmal ist.
Das dürfte wohl das Hauptproblem aller Trennungen und Scheidungen sein, weil es überwiegend die Frauen sind, die den Mann verändern möchten!
 
  • #19
Sollte mir sein beruflicher Hintergrund egal sein, solange er mich glücklich macht?
Wenn er dich glücklich macht - ist doch alles gut.

Ist er nun wundervoll (dein Einstieg) oder unsozial (auch deine Worte)? Kann ein Mensch eigentlich beides gleichzeitig sein?

Dein Text erinnert an viele Threads der Vor-Corona-Zeit. Damals gab es hier zahlreiche Threads von Frauen über ihre netten Traummänner - so blumig klang es oft im Eingangssatz. In den weiteren Absätzen wurden dann die mittleren bis schweren Katastrophen beschrieben.

Aber du hast dir den Mann ausgesucht. Ob wundervoll oder unsozial - letztlich wirst du entscheiden müssen, ob er auf Dauer richtig für dich ist.
 
  • #20
Nur eine Frage:
Wie kann eine junge Frau, die augenscheinlich vor nicht allzu langer Zeit ein Studium abgeschlossen hat, überhaupt diese Frage stellen?
Mädchen, so charmant und liebevoll kann doch niemand sein, dass man die Probleme nicht sieht.
 
  • #21
Das Problem ist meiner Meinung nach, dass Nicht-Erwerbstätige einen schlechten Ruf in der Gesellschaft haben. Die mag keiner. Meiner Meinung nach sind das eher missgünstige und destruktive Menschen, die neidisch auf solche sind, die den Mut aufbringen, gegen den Strom zu schwimmen und sich nicht von einem 40Std Job versklaven lassen möchten.
Ich hatte ja einen Freund, meinen ersten, bei dem ich das fünf Jahre beobachten konnte. Und ich würde mich nie wieder auf jemanden einlassen, bei dem "gegen den Strom" schwimmen bedeutet, bequem vom Geld der anderen zu leben. Ich finde das einfach moralisch falsch. Wenn man könnte, aber einfach nicht will. Das Geld dafür erarbeiten andere Leute, auf die dann der Freund der FS oder mein Ex noch herabsehen. Das finde ich noch am krassesten und unsympathischsten. Man lebt von ihnen, verachtet sie auch noch dafür.
Jemand, der vom Staat nichts annimmt, sondern irgendwo im Amazonas sein eigenes Essen anbaut und erjagt, gegen den hätte ich nichts. Der lebt halt nicht auf Kosten anderer, sondern schwimmt WIRKLICH gegen den Strom, d.h. er ist konsequent: Wenn er die Konsumgesellschaft verachtet, dann lebt er auch nicht von ihr. Das ist dann authentisch.
Dann ist jede Frau auch ein Sozialschmarotzer, die Geld von ihrem geschiedenen Mann nimmt, weil es ihr gesetzlich zusteht!
Das ist doch Quatsch. Heutzutage bekommt man meist nur noch Unterhalt für Kinder. Und auch früher hat man ja Geld bekommen, weil man dafür was getan hat, also den Haushalt geführt hat, ihm den Rücken nachweislich freigehalten hat o.ä. Der Gesellschaft liegt man damit so oder so nicht auf der Tasche, denn es zahlen eben nicht alle für diese Frauen, sondern nur der Mann, der diese ja freiwillig geheiratet hat und zugelassen, dass sie selbst kein Geld verdient haben. Nach deinem Beispiel wär ja auch Rente Sozialschmarotzertum.
Liebe FS: Ich denke, dir wird das mehr und mehr gegen den Strich gehen, dass er so denkt, wenn du ganz anders leben willst. Ob der andere Geld hat oder nicht, hat damit erstmal gar nichts zu tun, es ist eher die innere Einstellung, das Wertesystem, was dann nicht zusammenpasst. Dazu noch der wirklich hohe Altersunterschied... ändern wirst du ihn nicht können und sollst es auch nicht versuchen.
w, 37
 
  • #22
Das Problem ist meiner Meinung nach, dass Nicht-Erwerbstätige einen schlechten Ruf in der Gesellschaft haben. Die mag keiner. Meiner Meinung nach sind das eher missgünstige und destruktive Menschen, die neidisch auf solche sind, die den Mut aufbringen, gegen den Strom zu schwimmen und sich nicht von einem 40Std Job versklaven lassen möchten.

Es ist etwas anderes, ob ich nicht oder nur Teilzeit arbeite und mich trotzdem selbst finanziere oder ob ich der Allgemeinheit auf der Tasche liege.

Objektiv scheint es ihm gut zu gehen. Offenbar ist er gar nicht mehr so krank, wie er seinem Arbeitgeber weis macht. Damit steht er für mich auf der selben Stufe wie ein Hartz-4-Empfänger, nur dass er deutlich mehr Geld bezieht, als diese.
 
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  • #23
Dir ist aber schon bewusst, dass Beamte nicht nur in der Amtsstube sitzen und Däumchen drehen, sondern auch als Lehrer und Polizisten tätig sind? Menschen, die sehr viel Einsatz zeigen, Überstunden machen, am Wochenende/Feiertagen arbeiten, damit unser Staat eine Zukunft hat?
Da würde ich auch einen Unterschied machen, wenn es darum geht, warum jemand seinen Job nicht mehr ausüben kann.
Lehrer an einer Schule im sozialen Brennpunkt, wo man ohne Nahkampfausbildung den Klassenraum nicht betreten kann, würde ich keinen einzigen Tag machen. Oder bei der Verkehrspolizei, wo man jedes WE die zu Matsche gefahrenen Motorradfahrer, betrachten muss, könnte ich auf Dauer auch nicht arbeiten. Da kann ich jeden verstehen, dem das zu viel wird.
Da würde ich erst mal genauer hinsehen, wie es bei dem Freund der FS ist.
Der Altersunterschied ist dagegen zweitrangig. sie wird von Anfang an gemerkt haben, dass er keine 30 mehr ist.
 
  • #26
Das ist kein Neid, da nutzt mich, die ich gerne arbeite und leidlich gerne Steuern zahle, jemand aus.
Nicht du wirst ausgenützt sondern das System. Ich verstehe nicht, dass das alle immer gleich als persönlichen Angriff auffassen.
Fs, ich glaube, du solltest dir überlegen, was du willst im Leben und ob das mit diesem Mann realisierbar ist. Wenn du ein geregeltes, geordnetes Leben willst, ist er wahrscheinlich der falsche für dich.
 
  • #27
Du verwechselst wie so vieles, da fehlen dir noch ein paar wichtige selbst erlebte Erfahrungen, eindeutiges nein, denn die, die Rente bekommen haben ein Vielfaches mehr eingezahlt, als sie dann später wirklich bekommen!!
Was hat das mit selbst erlebten Erfahrungen zu tun? Wenn jemand nicht arbeiten will, obwohl er könnte, stattdessen die ganze Zeit Geld vom Staat bezieht, d.h. von den Steuern, die eigentlich wirklich Leuten zustehen, die nicht arbeiten können, alt oder krank sind, und dann auf die herabschaut, die sein Leben finanzieren, ist das nicht das gleiche wie eine Frau, die als Hausfrau für den Mann gesorgt hat und später daher irgendwie Geld von ihm bekommt nach der Scheidung (auch wenn das NIE mein Weg wäre). Der Mann hat sich schließlich die Frau, die Hochzeit und das Leben selbst ausgesucht und hatte eine Wahl. Der, der Steuern zahlt, hat nicht die Wahl, ob einer auf ewig krank macht, obwohl er nicht krank ist. Du hast beides miteinander verglichen.
Seit dieser Beziehung mit einem echten Sozialschmarotzer bin ich da echt allergisch. Vor allem, da er noch "links" war. Dass es grad nicht links d.h. sozial ist, anderen auf der Tasche zu liegen und sich über die lustig zu machen, da es eben asozial statt sozial ist, das wollte er aber nicht sehen.
 
  • #28
Erstens: Ihr habt 16 Jahre Altersunterschied. Alles was über 10 Jahre geht halte ich persönlich für zu viel. Willst du noch Kinder? Dafür ist er doch dann mit 45 viel zu alt. Warum suchst du dir keinen Partner ungefähr in deinem Alter? Dann hättest du ganz andere Zukunftsperspektiven. Ich hab früher auch mal einen viel älteren Mann gedatet. Heute bin ich froh, dass es nichts wurde. Wäre mir heute peinlich, mit dem rumzulaufen, weil er alt ist.
Er hat bis vor einigen Jahren als Beamter gearbeitet und ist nun aber aufgrund psychischer Probleme schon seit einigen Jahren vom Job freigestellt.
Ich kenne mich mit dem Beamtentum aus. Normalerweise ist der Staat daran extrem interessiert, dass man sich behandeln lässt. Danach kommt die sog. Konvaleszenzphase, in der man Teilzeit mit wenigen Stunden wieder anfängt, seinen Dienst auszuüben. Wenn das gar nicht geht, bekommt man irgendwann einen Bürojob zugewiesen.

Hat er da keinen Druck von oben? Das wundert mich. Eigentlich wird man da kontrolliert. Außer man ist eh über 60, dann lohnt es sich nicht mehr.

Ganz ehrlich: Was willst du mit so einem faulen alten Opa? Sag ihm, dass du möchtest, dass er wieder arbeitet, egal was. LG w31
 
  • #29
Er ist ein Sozialschmarotzer. Mit so jemanden will ich nichts zu tun haben und noch weniger könnte ich mit so jemanden eine Beziehung führen.
Ich würde ihn auch nicht zum Partner wählen aufgrund mangelnder Passung, aber um nochmal eine Lanze für ihn zu brechen: Es scheint ja Gründe zu geben, warum er nicht arbeitet, das wird ja auch ärztlich geprüft. Warum sollte er dann sein Leben nicht genießen? Meine Mutter z.B. ist auch aufgrund einer chronischen Erkrankung berufsunfähig, was aber nicht heißt, dass sie den ganzen Tag im Bett liegt und dahinvegetiert, es gibt solche und solche Krankheiten. Sie hat nach einem stressigen Jobleben endlich wieder Zeit für Hobbies, malt bunte Bilder, gärtnert, lässt sich die Sonne ins Gesicht scheinen. Sie empfindet die Zahlungen auch als Glück und erfreut sich ihres Lebens. Ähnlich ist es hier vielleicht auch. Warum sollte er das nicht genießen, wenn er kann?
Dir ist aber schon bewusst, dass Beamte nicht nur in der Amtsstube sitzen und Däumchen drehen, sondern auch als Lehrer und Polizisten tätig sind? Menschen, die sehr viel Einsatz zeigen, Überstunden machen, am Wochenende/Feiertagen arbeiten, damit unser Staat eine Zukunft hat?
In Berlin werden Lehrer nicht verbeamtet und wenn ich mir die Polizisten so anschaue ... Nein, es gibt natürlich in jedem Beruf solche und solche. Ich kenne einfach einige Büro-Beamte, die es sehr locker angehen lassen, momentan nur jede zweite Woche bei vollem Gehalt arbeiten, noch Corona-Bonus-Zahlungen kriegen und selbst Witze darüber machen, dass sie trotzdem genau so viel Output haben wie früher, da waren nur die Kaffeepausen länger. Aber hey, es sei ja gegönnt.
Alle deine Beispiele werden in der Altersarmut landen.
Ich finde diese ständige Panik vor der Altersarmut etwas übertrieben, sollen die Menschen doch im Jetzt glücklich und zufrieden sein. Viele sterben, bevor sie überhaupt in Rente gehen können. Ein erfülltes Leben ist viel wichtiger, als nur immer Reichtümer für das Alter zu horten. Klar, alles in Maßen und etwas Vorsorgen ist gut, aber was bringt es, mit 40 einen Burnout zu haben und mit 60 das Gefühl, man hat nie richtig gelebt? Zeit und bestimmte Erlebnisse bekommt man nicht mehr zurück, nicht mit allem Geld der Welt. Deswegen wahrscheinlich sind die Superreichen alle so scharf auf irgendwelche Jugendtränke und lebensverlängernden Erfindungen: weil sie bis ins Alter nicht gelebt haben, sondern nur aufs Geldscheffeln fokussiert waren. Und dann haben sie endlich genug Geld, aber merken plötzlich, sie haben ihre Jugend verloren und sich keine Zeit für das Schöne und Wichtige genommen. Blöd, dass die verlorene Zeit sich nicht kaufen lässt.
w26
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #30
Jetzt ist es zwar nicht so, dass er in seiner freien Zeit untätig zuhause sitzt – er hat viele Hobbys – aber irgendwie stört mich seine Einstellung trotzdem massiv. Ich habe sogar oft das Gefühl, dass er auf die Leute in ihren 9 to 5 Jobs herabsieht (O-Ton: Die sollten alle lieber mal was gesellschaftlich sinnvolleres mit ihrer Zeit anfangen),
Liebe FS,
was für Hobbys hat er denn? Sind die gesellschaftlich sinnvoll? Da würde ich schon unterscheiden — wenn er sinnvolle Dinge für die Gesellschaft macht, ohne eben dafür bezahlt zu werden, dann könnte ich mich damit vielleicht schon arrangieren. Denn ich sehe es auch umgekehrt nicht unbedingt so, dass man automatisch so wahnsinnig viel für die Gesellschaft tut, „nur“ weil man für etwas Geld bekommt. Ich sehe das in beide Richtungen differenziert.
Viele Grüße
w45
 
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