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  • #1

Partner gegen Zusammenleben mit mitgebrachtem Kind - und nun?

Vor 2,5 Jahren lernte ich (w,49) meinen jetzigen Freund kennen. Er zog sehr schnell zu mir und meinem Sohn - damals 14. Sein Arbeitsort liegt 125 km von uns weg und er fuhr ein Jahr lang jeden Tag die Strecke. Es wurde zu anstrengend und er war dann Fr - Mo morgen und mittwochs da. So weit, so gut.

Im September letzten Jahres sagte er mir abends, wie gut wir uns verstehen und das Kind wäre auf einem guten Weg... Zwei Stunden später missversteht er meinen Sohn total, packt alle Sachen und zieht aus (nach zwei Jahren). Zehn Tage Funkstille, in denen ich fast durchgedreht bin... Ich habe die Welt nicht mehr verstanden! Dann Annäherung, ein Treffen mit dem Wunsch, mit mir und meinem Sohn eine harmonische Beziehung zu führen - und das geht nur, wenn sich mein Sohn entschuldigt und er sich integriert...

Mein Sohn ist nun 17, räumt freiwillig nicht sein Zimmer auf und hat oft das letzte Wort.... Das nervt mich auch! Aber ich denke, das geht vielen Familien so...
Mein Partner ist der Meinung, Kinder müssen lernen, mal die Klappe zu halten....finde ich grundsätzlich ja auch! Er hat eine Tochter, jetzt 24 und wohnt mit ihrem Freund zusammen.

Und weil mein Sohn das nicht kann, geht für meinen Partner kein Zusammenleben mehr, denn er müsse sich ja auch wohl fühlen, da, wo er wohnt. Grundsätzlich verstehe ich das. Nun sehen wir uns am WE, ich fahre immer zu ihm, manchmal nur bis zum nächsten Tag...mein Partner sagt, er will mit mir durch Dick und Dünn gehen...ist das durch dick und dünn, wenn einer geht??

Ich komme sehr schwer mit der Situation zurecht, zumal mein Freund sagt, mein Sohn habe soo viele gute Eigenschaften, aber er hat dieses "verbale Nachtreten" satt und wird nicht mehr hier einziehen.

Kennt Ihr das, dass Ihr den Partner liebt, aber das Kind nicht wollt....weil es sein Zimmer nicht aufräumt und das letzte Wort hat?

Wie kann ich nur damit umgehen? Ich habe diesen Mann wirklich sehr gernund möchte soo gerne mit ihm durch dick und dünn gehen !

Er findet, Geduld, wir sind auf einem guten Weg und er hat noch so viel mit mir vor....Ich denke, Liebe beweist sich im Alltag....gibt es eine Lösung, was meint Ihr?
 
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  • #2
Liebe FS, eine schwierige Situation. Grundsätzlich kann ich Deinen Partner gut verstehen. Leider hast Du nicht weiter ausgeführt, wie Dein Sohn gegenüber deinem Freund "verbal" nachtritt. Auch erschließt sich mir nicht, was Du genau damit meinst, dass dein Sohn immer das letzte Wort haben muss. Ich vermute, dass dein Sohn in der Vorzeit viele Regeln bei Euch bestimmt hat und du es zugelassen hast. Ein häufiges Problem bei alleinerziehenden Müttern. Dadurch hast Du jetzt ein Problem.

Ich würde Dir raten, bleibt zusammen aber in getrennten Wohnungen, bis Dein Sohn auszieht. Stelle Regeln auf, dass wenn Dein Freund bei Dir ist, dein Sohn deinen Freund zu respektieren hat, bedeutet, er hält sich bei deinem Freund raus! Das ist Grundvoraussetzung!

Habt ihr es mal mit einem dreier Gespräch versucht?
 
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  • #3
Das Problem mit den Kindern kenne ich auch . Meine Freundin hat auch zwei , einen 12 jährigen Sohn und eine 15 jährige Tochter. Gerade der Sohn , machte uns sehr viele Schwierigkeiten . Diese resultierten hauptsächlich durch Verlustängste zum leiblichen Vater und das ich diese Rolle einnehmen wollen würde ?! Und dann gabs da natürlich noch ein paar andere pubertäre Eitelkeiten und Kinderzorn , der unsere Beziehung belastete.. So , also das war die Situation ! Also haben wir beschlossen , definitiv nicht zusammen zu ziehen (wohnen aber auch nur 20 Autominuten aus einander ). wg der Kinder . Nun , 3,5 Jahre später , kann ich nur sagen , das es der richtige Schritt war. Wir haben unsere Partnerschaft erhalten , vertieft und die Kinder kommen mit dieser Situation und mit mir mittlerweile bestens aus das ich 3 - 4 Tage die Woche da bin. Ich weiß aber , bei einem zusammen Zug würde die ganze Situation wieder kippen - es ginge einfach nicht . Wenn Stress in der Luft liegt , habe ich meinen Rückzugspunkt und meine Freundin das Monopol die Probleme Ihrer Kinder autark zu lösen bzw zu bestimmen wo der Frosch die Locken hat und der Bartel den Most holt :).
 
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  • #4
Wieso muß man denn unbedingt zusammenwohnen?
Wenn es so geht, dass Du mit Deinem Sohn lebst und Deinen Freund regelmäßig siehst, dann ist das doch okay?
Diese Zusammenwohnerei ist es doch im Enfeffekt, wieso so viele Beziehungen scheitern. Es spricht nichts dagegen, dass jeder seine eigene Wohnung hat und König in seinen eigenen 4 Wänden ist!
Was Deinen Sohn betrifft: Viele Jugendliche sind eben so, seit allen Zeiten schon.
Trotzdem gehört ein Zimmer aufgeräumt, das benutzte Geschirr zurück in die Küche gebracht und in den Spüler geräumt oder gespült, es wird regelmäßig gelüftet und die Dreckwäsche gewaschen. Ein 17jährer MUSS DIES KÖNNEN. Wenn Dein Freund sich diesen Nervenstress nicht mehr antun möchte, so kann ich dies verstehen. Ich kann aber auch verstehen, dass Dein Sohn keine Lust auf einen "Bestimmer" hat, ebenso kann ich Dich verstehen, dass Du gerne Harmonie möchtest...
Manche Probleme sind unlösbar, auch wenn man heute glaubt, für ALLES gäbe es eine Lösung. Dies ist nicht so - aber es gibt Kompromisse! Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn jeder sein eigenes Reich hat - man sich in der Mitte trifft und die gemeinsame Zeit genießt.
Was bei dieser schnellen Zusammenzieherei herauskommt, sieht man immer wieder: Probleme!
 
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  • #5
Hier nochmal die FS..

Mein Sohn möchte immer alles ausdiskutieren und setzt noch "einen drauf" - allerdings ohne Beleidigungen oder Angriffe...man erklärt ihm was, er:"Ja,aber...." Das nervt mich auch!

An sich ist er ein höflicher und hilfsbereiter Mensch, der allerdings bei Kritik einschnappt...
 
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  • #6
Hier ist nochmal die FS...

Zur Zeit kommt mein Partner nicht hierher und ich fahre am WE hin, manchmal nur für 1 Nacht, mein Sohn ist dann alleine und hat "sturmfrei"..
 
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  • #7
Deinem Freund (merkwürdiges Wort, für jemanden, mit dem man das Bett teilt) fehlt Gelassenheit! Es steht zu befürchten, dass er durch sein Verhalten die Problematik verstärkt. Das sollte er als erwachsener Mann eigentlich wissen.

Sagt er ernsthaft über einen 17-jährigen 'das Kind'?? Ungläubig Kopf schüttel. Da muß man sich über mögliche Reaktionen Deines Sohnes nicht so ganz wundern.

Was Dein Sohn in seinem Zimmer macht, ist seine Sache, das ist sein Reich - soviel Eigenständigkeit muß man einem Jugendlichen zugestehen. Dein Partner hat die Nase aus dem Zimmer Deines Sohnes zu halten und auch Du solltest das tun.
In gemeinsam benutzen Räumen muß allerdings darauf geachtet werden, dass Dein Sohn kein Chaos hinterläßt.

Einen 17-jährigen kann man nicht mundtot machen, man muß sich mit seinen Argumenten auseinander setzen. Das ist - bei vielen jungen Leuten in diesen Alter - gar nicht einfach. Eine durchgehend 'harmonische' Beziehung mit jungen Leuten in diesem Alter ist nicht immer möglich, Je enger und pedantischer die Regeln, dass Korsett sind, in das ein junger Mensch gepreßt werden soll, desto stärker wird die Rebellion. Dein Partner scheint hier mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. (Vielleicht ist da auch Eifersucht im Spiel)
Daher sollten die Regeln wirklich Sinn machen und soviel Eigenständigkeit wie möglich einräumen.

Außerdem betätigt sich Dein Partner gern ein bischen als 'Erzieher' - er hat so viel vor mit Dir .... da läuft etwas nicht richtig und husch, weg ist er. Will er Dich auf die Art zwingen, dass Zusammenleben mit Deinem Sohn abzukürzen (auf gut deutsch: ihn rauszuschmeißen).

Lebe mit diesem Mann auf Distanz, er hat nicht genügend Reife und Lebenserfahrung im Umgang mit fast erwachsenen jungen Leuten. Wenn Dein Partner bei Euch zu Besuch ist, soll er Deinen Sohn als fast erwachsenen respektieren und nicht gängeln, Du wirst sehen, auch Dein Sohn reagiert dann ganz anders.

DU möchtest mit diesem Mann durch dick UND dünn gehen, er scheinbar mit Dir nur durch DÜNN.
 
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  • #8
Nachdem du wenig zum allgemeinen Umgang der beiden geschrieben hast, ist es schwer die Situation zu überblicken. Grundsätzlich muss man jedoch bedenken, dass der Junge in einem Alter ist wo Rebellion auf der Tagesordnung steht. Noch dazu scheint es hier einen kleinen Machtkampf zu geben. Der Junge war der Mann im Haus, klar, jung und unreif, aber dennoch. Dass er dann dem neuen Mann nicht einfach so das Feld freimacht ist natürlich. Noch dazu wenn dieser versucht sich über ihn zu stellen.

Ehrlich gesagt finde ich es ja fast lustig, dass der der neu in eine Familie kommt verlangt, dass sich der andere integrieren muss. Und die Entschuldigung- tja, wie gesagt, wenn ein Machtkampf herrscht dann würde eine Entschuldigung einem Kniefall gleich kommen- das von dem Jungen zu verlangen ist etwas naiv.

Aus der Sicht des Sohnes hat dein neuer Partner keine Befehlsgewalt- eine völlig normale Reaktion. Du bist die die klare Verhältnisse schaffen muss. Wenn es dich stört, dass dein Sohn ständig zurückschnauzt, dann musst du ihn in seine Schranken weisen- nicht dein Partner. Es sei denn du hast deinem Sohn klar gemacht, dass du deinem neuen Partner "erlaubst" einzugreifen. Dann musst du jedoch auch hinter deinem Partner stehen und deinem Sohn klar machen, dass er sich gefälligst daran zu halten hat. Wenn du dem Sohn dann danach die Wunden leckst wird er die Worte deines neuen Partners logischerweise nicht ernst nehmen. Dein Sohn wird sich immer nur dir (und deinen Entscheidungen) unterordnen.

Im allgemein kommt es mir immer komisch vor wenn ein neuer Partner meint, dass allein die Kinder des anderen Schuld sind wenn keine Harmonie mehr herrscht. Er ist älter und reifer und sollte eigentlich in der Lage sein eine Lage objektiver zu betrachten als ein 17 Jähriger. Wie gesagt, die Antennen des Jungen sind auf Rebellion eingestellt und das hat erst mal nichts mit deinem neuen Partner zu tun. Diese Auswüchse der Rebellion als persönlichen Angriff zu werten ist unreif. Dass er das von seiner Tochter nicht gewöhnt ist, ist auch logisch. Die hat sich vorwiegend an der Mutter gerieben.

Also klare Verhältnisse schaffen = deinen Standpunkt konsequent vor deinen Sohn UND deinem Partner vertreten und dem Jungen eine klare Struktur bieten auf die er sich verlassen kann. Abgesteckte Grenzen sind nicht nur Einschränkungen an die man sich reiben kann sondern bedeuten auch Sicherheit ("wenn ich mich innerhalb der Grenzen bewege passiert mir nichts"). Die Sicherheit ist nicht gegeben, wenn du sein Verhalten mehr oder minder nicht kritisierst, er aber dann von deinem Parnter deshalb angegriffen wird.
 
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  • #9
Ich schließe mich an: Wartet mit dem Zusammenziehen, habt bisschen Geduld. Das Verhalten deines Sohnes kann schon in einem Jahr ganz anders aussehen. Sobald er volljährig ist, kann er vielleicht auch in eine eigene Wohnung oder WG ziehen.
Und was das Zimmer betrifft: Ignorier das einfach, geh nicht rein (ich weiß, ist nicht leicht). Irgendwann wird er schon aufräumen, wenn es ihn selbst stört. Er ist fast erwachsen, also behandelt ihn auch so. Du kannst z.B. auch mal paar Tage bei deinem Freund verbringen, damit dein Sohn Gelegenheit hat, mal allein zurecht zu kommen. Und unter der Woche genießt ihr die Mutter-Sohn-Abende, das ist sowieso bald vorbei. Sei doch froh, dass dein Sohn und dein Freund sich überhaupt soweit leiden können, es könnte schlimmer sein...

Ja, Liebe beweist sich im Alltag, auch beim Verständnis für die unterschiedlichen Toleranzgrenzen und bei der Kompromissfindung.
 
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  • #10
ehrlichgesagt kann ich Deinen Freund verstehen!

Ich habe auch einen Sohn in dem Alter, bin AE und für mich ist klar, dass es für jeden Mann eine Zumutung wäre, wenn er hier mit uns leben müßte, eben aus gleichen oder ähnlichen Gründen, wie Du es beschreibst.
 
  • #11
Dein Sohn ist 17. Er wird ohnehin nicht mehr ewig bei Dir wohnen. Diese Zeit könnt Ihr doch so überbrücken, wie es jetzt gerade funktioniert. Vielleicht sollte man kein größeres Problem daraus machen.

Zuerst war ich geneigt, die Einstellung Deines Partners zu mißbilligen. Beim Nachdenken darüber hat er aber meine Zustimmung gefunden. Natürlich muß man mit Kindern nachsichtig sein, aber es gibt Grenzen und Dein Sohn ist kein Kind mehr. Wenn die beiden nicht miteinander können - warum auch immer -, ist es besser ein Zusammenleben nicht zu erzwingen. Und die Inkompatibilität wird sich nicht auf den Zustand des Zimmers und "Das-letzte-Wort-haben" beschränken. Sicher geht die Problematik tiefer. Wenn er wegen eines "letzten Wortes" ausgezogen ist, dürfte es schon heftig gewesen sein (Mißverständnis hin oder her).

Auch Du möchtest nicht ständig das Gefühl haben, auf einem Pulverfaß zu sitzen, wenn Ihr zusammenwohnt. Du müßest ständig in der Sorge leben, daß es zwischen den beiden knallt. Das würde Deine Beziehung zu Deinem Partner und zu Deinem Sohn belasten. Da ist die Situation jetzt schon besser. Und wie gesagt, das Problem wird sich ja auf Dauer lösen.

P.S.: Ich sehe keinen Widerspruch zur Aussage Deines Partners, mit Dir durch Dick und Dünn gehen zu wollen. Trotz aller Probleme scheint er Dir ein Partner zu sein und zu Dir und der Partnerschaft zu stehen. Durch Dick und Dünn gehen heißt nicht, alles mitzumachen und sich selbst aufzugeben. Wenn ein Zusammenleben mit Deinem Sohn und ihm nicht funktioniert, ist es okay, die Beziehung ohne Zusammenleben fortzuführen. Andere Männer hätten vielleicht längst ihren Hut genommen, weil ein Zusammenleben nicht geht. In diesem Sinn hält er wirklich zu Dir.

Kennt Ihr das, dass Ihr den Partner liebt, aber das Kind nicht wollt....weil es sein Zimmer nicht aufräumt und das letzte Wort hat?

Ich bin mir fast sicher, daß sich das Problem das Dein Partner mit Deinem Sohn hat, nicht auf diese Umschreibung reduzieren läßt. Da muß mehr vorgefallen sein. Niemand zieht aus und verschwindet für zehn Tage wegen eines Mißverständnisses mit dem Sohn der Partnerin, wenn es nicht eine Vorgeschichte und entsprechende Rahmenbedingungen gibt. Vielleicht spricht da eine gewisse mütterliche Nachsicht aus Dir.
 
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  • #12
Schliesse mich Nr. 9 an.
Auch ich AE, w/47 mit Sohn bald 16. Mein Partner versteht sich zwar super mit ihm, wenn er bei mir ist (ca. 2 Nächte pro Woche) aber ob dies auch so wäre, wenn wir zusammen wohnen würden ?
Mhhmmm..

Insofern haben wir entschieden, die getrennten Wohnsitze zu behalten, zumal er eher auf dem Lande wohnt, wo ich mit meinem Sohn nicht hinziehen könnte (würde 1,5 Std. Arbeitsweg für meinen Sohn bedeuten, da keine ÖV) und ich eben ein Stadtkind bin....

Mein Schatz sagt jetzt immer, wir hätten eben 2 Wohnsitze, einen Landsitz fürs Wochenende und einen Stadtsitz für unter der Woche...wenn uns jemand fragt, warum wir nicht zusammen leben.

Wenn mein Sohn älter ist, werden wir sicher zusammenziehen. Und bis dann geniesse ich eine Beziehung, welche innig und toll ist, aber auch mir meinen Freiraum gewährt.

Vorteil daran: ich wasche keine Wäsche für meinen Partner, putze sein Haus nicht und wenn wir an den Wochenenden bei ihm sind, fühle ich mich immer bisschen wie im Urlaub :)
 
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  • #13
Hier ist nochmal die FS..

Vielen Dank für Eure Antworten, das hilft sehr!!

Das Dumme an der ganzen Sache ist, dass mein Partner meinen Sohn massiv beleidigt hat (A..., du kriegst mal Hartz IV und noch mehr). Mein Sohn ist nun 11. Klasse und ein guter Schüler...das macht ein Hierherkommen meines Partners schwer... das ist wohl beiden nicht zuzumuten..
 
  • #14
Dein Freund beleidigt deinen Sohn, aber der ist freundlich unwillig alles ausdiskutieren. Also wer da eher im Recht ist scheint klar. Interessant wäre ja auch, was dein Sohn dazu sagt. Ich kann verstehen, wenn jemand nicht mit dem Stiefkind zusammen leben will, das scheint ja bei deinem Freund so zu sein. Und der Auszug deines Sohnes ist eh eine Frage der Zeit, da gilt durchhalten. Aber ich würde mich schon fragen, ob ich einen Mann will, der mein Sohn ohne Grund so beleidigt, so ein Ton würde ich in meinem Haus nicht dulden, erst recht noch von Erwachsenen, und der sich nicht auseinander setzten will. Ich diskutiere auch gerne und dein Freund wird nicht nur mit deinem Sohn so respektlos umgehen, wie ist er denn zu dir?
 
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  • #15
Dein Freund macht das richtige wenn er sich zurückzieht. Er hat gegenüber Deinem Sohn keinerlei Erziehungsberechtigung. Er hat somit nur die Wahl, sich von Deinem Sohn mobben bzw. tyrannisieren zu lassen oder zu gehen. Das wegmobben der Freunde betreiben pupertierende sehr gerne. Normalerweise läuft der Machtkampf mit dem Vater, aber der ist ja nicht im Haus. Kenne etliche Fälle wo es genauso läuft. Leider kehrten die Männer nicht mehr zurück.
 
  • #16
Kennt Ihr das, dass Ihr den Partner liebt, aber das Kind nicht wollt....weil es sein Zimmer nicht aufräumt und das letzte Wort hat?

Mit Verlaub, aber ein Dich liebender Partner wird nicht umhin kommen auch Deinen Sohn "zu wollen", i.S.v. eine für Euch drei halbwegs akzeptable Beziehung zu ihm zu haben.

Was das Zimmer angeht, so ist es schlicht sein Zimmer, und wenn er sich in seinem Chaos wohlfühlt, wohlan, sein Problem. Allerdings kann er nicht verlangen, dass irgendjemand sein Chaos ähnlich einladend empfindet wie er seblst --- seine Schmutzwäsche muss er also schon selbst zusammensuchen und zur Waschmaschine bringen, seine Fenster wird er, wenn kein gangbarer Weg zum Fenster führt, schon selbst putzen müssen, usw. Wenn man das eine Weile wirklich konsequent durchhält stellt sich meist recht schnell ein Grad an Ordnung ein, mit dem alle ganz gut Leben können sollten.

Und was das "Das letzte Wort haben müssen" angeh: An den Punkten an denen es nötig ist gibt es halt ab und an eine klare Ansage, und wenn er den Mund für das "Ja, aber..." öffnet hat man sich schon umgedreht und lässt ihn mit offenem Mund stehen. An den Punkten, an denen man in Zweifel gut nachgeben und/oder diskutieren kann macht man im Zweifel genau das. Es kommt nicht darauf an, sich immer und überall durchzusetzen, es kommt darauf an sich an den meist wenigen wirklich wichtigen Punkten durchzusetzen.
 
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  • #17
Hallo,Ihr lieben,

bin sehr dankbar über eure Sichtweisen... bestimmt habe ich zu viel durchgehen lassen...es ist z. B. so, dass mein Partner entschieden hat, dass die Freundin meines Sohnes nicht mit ihm zusammen im Zimmer schläft.. sie war da 14, er 16. Sehe ich genauso, nur hatte mein Sohn MICH gefragt und er hat geantwortet: "Das kommt gar nicht in Frage!", Wir waren derselben Meinug - nur, was kommt dabei raus? "Du bist nicht mein Vater...!"Er denkt, wenn ich das gesagt hätte, hätte er geantwortet:"Das ist auch meine Meinung, besser hätte ich es nicht formulieren können!Damit muss das "Kind" leben!" Er kann auch ungefragt seine Meinug äußern, das ist sein gutes Recht... übrigens eine oft verwendete Vokabel in unserer beziehung...Wenn zwei dasselbe wollen und es geht trotzdem nicht... die Frage ist doch, wie man da hin kommt! Das ist doch kein moderates Reagieren, mann sollte doch auch mal einen Jugendlichen verstehen...! nein, er muss sich "unterordnen"... so kommt mir das vor...
 
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  • #18
"Das Kind wäre auf einem guten Weg" - bei solchen "wohlwollenden Sätzen wird mir schlecht... Wie gönnerhaft von ihm!
Es obliegt nicht seinem Urteil, zumal er scheinbar keine Ahnung hat von Jugendlichen (was man ihm nicht verübeln kann - aber jeder kann dazulernen!)
Ich denke auch, dass es viel zu früh ist, wenn eine 14jährige beim 16jährigen Freund übernachtet - man will nichts unterstellen, leider gibt es viele Teenagerschwangerschaften - Leidtragende sind die Babies unreifer Eltern.
Ich stamme aus einer "Stief-Familie" und habe es immer gehasst, wenn ich meine Mutter etwas gefragt habe und aus dem Hintergrund krakeelte gleich der Eindringling und spielte das Familienmegaphon...
 
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  • #19
Kenne das ähnlich von einem Freund.

Der hat sich vor zwie Jahren in eine Frau verliebt mit zwei Kindern.
Die wollen von ihm jetzt wissen, warum er in der zeitung zuerst den Wirtschaftsteil liets und machen sich dann über seine Antwort lustig, stellen sein Mobiliar um und verlangen sie überzeugende Gründe, weshalb er das nicht will, oder quatschen Freune von ihm an und frage die, ob sie auch "wilde Nächte" mit ihren Frauen erbringen (wofür er keinen Anlas geboten hat).

Es hat sich jetzt bei mir Rat geholt - was denkt Ihr, was ich ihm empfohlen habe?
Lest dazu oben den Beitrag von "Volljurist" ...
 
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  • #20
Hier ist nochmal Nr. 11, liebe FS.

Also Beleidigungen am Kind, wie du sie beschrieben hast (Hartz 4 etc.), geht gar nicht !

Mein vorheriger Partner hat mein Kind aufs Massivste beleidigt, wollte Vater spielen, aber hat sich sehr ungeschickt angestellt. Da er keine eigenen Kinder hatte, wollte er wohl irgendwas mitzureden haben, hat die Muster von seinem Vater angewendet aus den 60iger Jahren und meinen Sohn schlussendlich dann auch mal geschlagen.

Da habe ich die Notbremse gezogen !

Heute 3 Jahre später, hat mir mein Sohn gestern abend gesagt, dass ich ihn nie gegen meinen Partner in Schutz genommen habe. Dies hat mir ziemlich wehgetan. Mein Sohn hat sehr gelitten in dieser Zeit und musste viel zurückstecken.

Dies tut mir leid, und ich bin froh, jetzt jemanden zu haben, der meinen Sohn schätzt und unterstützt, seinen jugendlichen Leichtsinn mit männlicher Erfahrung bremst, oder fördert, und vor allem nicht vergessen hat, dass wir alle mal schwierig waren....
Pubertät ist, wenn Eltern schwierig werden *smile*

Insofern würde ich sehr in mich gehen, und mich hinterfragen, ob du diese Beziehung so noch willst, oder ob du lieber alleine bist, und auf jemanden wartest, der dir und deinem Sohn besser tut.

Alles Gute
 
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  • #21
Liebe FS
Da hast Du wohl zwei pupertierende Jungs.
Du verteidigst Deinen Freund oder versuchst ihn zu decken. Das funktioniert leider nicht so.
Es giebt nicht die Möglichkeiten: Dich alleine oder Dich mit Sohn.
Wenn er Dich liebt, gehöhrt Dein Sohn dazu. Was wäre, wenn er euer gemeinsamer Sohn wäre? Würde er da auch ausziehen, wenn der Sohn nicht gehorcht oder das letzte Wort hat?
Nein, Euer Problem ist anderswo. Dein Freund macht eine Machtdemonstration um zu prüfen, wie Du zu ihm stehst.
Unterbinde das schnellstens.
17 Jährige machen Fehler, leider. Jungs erleben die Pupertät nicht gleich wie Mädchen.
Dein Freund hat sich nicht in Deine Erziehung einzumischen. Er kann seine Bedenken mit Dir besprechen, jedoch nicht vor Deinem Sohn.
Nebenbei, wenn Dein Sohn seine Freundin bei sich übernachten lassen möchte, finde ich das gut. Wenn ihr rechtliche Bedenken habt, erklährt es den Beiden. Besser die Kinder sind Zuhause und können sich in normalem Rahmen entdecken, als in aller Heimlichkeit.
Mir ist es lieber die Kinder sind mit ihren Partnern bei mir. Da sehe ich auch eher mit wem sie zusammen sind. Wenn sich meine Kinder nicht nach Hause trauen, habe ich keine Ahnung.
Vergiss nicht, wenn die Kinder Sex haben wollen, dann haben sie Sex. Egal was wir "Alten" meinen.
Und wenn sie sich nur einfach Nahe sein wollen, brauchen sie einen Platz wo sie ungestört sind.
Du hast ja auch kein Sex im Wohnzimmer wenn Dein Sohn Zuhause ist.
 
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  • #22
Hallo, hier ist nochmal die FS.

Das Kuriose an der Sache ist, dass mein Partner meinen Sohn schon gefördert hat, sein O-Ton:"Man muss dei Kinder fördern, aber man darf sie nicht überfordern."
Und sagt, wir hätten alle unsere schwarzen Löcher, niemand ist perfekt und das ist auch gut so....

Mir kommt es allerdings so vor, als ob die Worte nicht mit seinen Taten übereinstimmen. Er findet ja grundsätzlich, dass mein Sohn ein lieber und guter Mensch ist, aber die Kids müssen Strukturen lernen und lernen, sich zu organisieren und - ganz wichtig- auch mal die Klappe halten;denken können sie, was sie wollen. Das mit Strukturen und Organisieren kann mein Sohn zugegebenermaßen nicht gut.

Die Ansichten meines Partners hören sich super gut an, die Umsetzung ist für mich "Holzhammerharmonie"...Er ist selbst streng aufgewachsen und meint, es habe Einiges gegeben, was ihm nicht gefallen habe, aber es habe ihm nicht geschadet....na ja.
 
  • #23
Mir scheint du hast keine eigene Meinung und machst was dein Freund sagt und es ist kein Wunder das dein Sohn so reagiert. Und wenn er möchte das seine Freundin bei euch übernachtet, dann kann man das in dem alter auch nicht dauerhaft verhindern und du scheinst in deiner Erziehung eh das Ziel zu verfolgen den Kontakt zu deinem Kind zu verlieren anstatt ihn zu verstehen und den Weg mit ihm zusammen auszuhandeln und zu gehen. Inder mit 16-17 müssen sind nicht unterordnen, sie müssen sich freischwimmen und unabhängig von den Eltern werden. Erfahrungen machen, Entscheidungen treffen dürfen, Fehler machen und die Fehler machen eben in der Sicherheit, dass Mama da ist und hilft. je mehr Verständnis und Gemeinsamkeit führt zu mehr zusammenhalt. Dein Freund ist auf dem Holzweg, nicht dein Sohn.mund überlegt, ob du nicht genauso bevormundet wirst von deinem Freund wie dein Sohn. So scheint es und das ist keine Beziehung auf Augenhöhe. Aber scheinbar legst du darauf eh kein Wert in deiner Familie.
 
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  • #24
Ich schliesse mich dem Posting von #22 an. Niemand will und auch "soll" sich mit 16-17 unterordnen und Klappe halten. In dem Sinne kann ich deinen Sohn gut verstehen. Bei Problemen, die eigentlich auch von Deinerm Freund verursacht sind, bist Du die Leidtragende. Mit der Augenhöhe hat es nichts zu tun. Ich habe auch das Gefühl , so wie Du es beschreibst, bist Du jetzt schon ziemlich "untergeordnet". Dass Dein Freund von Dir verlangt, dass nur DU ihn am WE besuchst halte ich für eine Frechheit, ich würde es nicht tun. Genauso würde ich anstelle von Deinem Sohn nicht entschuldigen, wenn ich zu meiner Aussage (wie auch immer) stehe, auch wenn und gerade DESHALB, falls mich als Druckmittel für meine Mutter benutzen würde!
 
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  • #25
Liebe FS, Du machst Dir vielleicht keine Vorstellung von dem was es bedeuten kann mit fremden Teenagern zusammenzuleben. Mein Ex hatte 2. Eine aggressive Tochter, die bereits handgreiflich wurde, sich ritzte. Sie lebte kurze Zeit vorher noch bei der Mutter und zog aus um sie damit zu zwingen ihren neuen Partner zu verlassen. Sie zog zum Vater und ich erlebte als spätere Partnerin das ähnliche Grauen wie er. Der neue Partner ihrer Mutter erzählte mir das er auf Grund ihres Mobbings bereits beim Psychologen war. Ich habe sie während der Zeit unseres Zusammenlebens auch höllisch erlebt.
Ich würde das nie wieder mitmachen, aus Liebe zu einem Mann, dem ich wie sich herausstellte emotional eh nie etwas wert war. Ich kann Deinen Partner nicht verstehen, wenn Dein Junge sonst freundlich, nett und umgänglich ist, braucht er nicht spontan seine Sachen zu greifen und wortlos 10 Tage zu verschwinden. Das geht nicht. Vielleicht liegt sein Problem tiefer und hat nichts mit Deinem Sohn zu tun. Statt wegzurennen sollte er reden, wenn nicht wäre er als Partner für mich ( und für eine Mutter ) nicht akzeptabel. Das Kind gehört dazu und soll sich auch wohl fühlen. Wenn es aber am Respekt ihm gegenüber mangelt solltest Du klare Stellung beziehen, ansonsten ist es für Neue Partner, die um des Friedens alles ertragen still schlucken
wollen, unerträglich.
 
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  • #26
Ich kann mich in Deinen Freund gut hineinversetzen. Er hat die Notbremse gezogen und ist aus Deinem Familienzug ausgestiegen. Ich hätte es genauso gemacht.
 
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  • #27
Eine Beziehung mit einer Frau die Kinder 10+ hat käme für mich nur in Frage wenn die Kinder entweder außer Haus sind oder in einem Internat untergebracht sind. Hut ab, dass Dein Freund es über zwei Jahre ausgehalten hat.
 
  • #28
Ich habe meinem Partner von Anfang an gesagt, daß ich 2 Kinder habe. Bei näherem Zusammenleben zun Zusammensein kam es zu ähnlichen Problemen, wie bei dir.
Allerdings hat mein Partner sein Haus, ich meine Wohnung. Einen Umzug zu ihm mit meinem Sohn, der ist jetzt nahezu 16, würde für ihn einen Schulwechsel bedeuten, was überhaupt nicht in frage kommt. Mein Sohn besucht eine Privatschule.
Also wohn ich hier, er 100 km von mir entfernt, wir sehen uns regelmässig am Wochenende und in der Woche. Und so geht es. Ich habe mir verbeten, Gemecker und Streit anzufangen und spiele auch nicht den Schiedsrichter. Sicher gibt es Sachen, die den einen am anderen stören und umgekehrt. Und so habe ich verlangt, daß die sich einigen, wie vernünftige Menschen, klar breche ich immer mal wieder eine Lanze für meinen schlampigen Sohn, aber ich habe mir Streitereien unter der Gürtellinie klar und deutlich verbeten und mit ein wenig gutem Willen kriegen die das auch hin! Und bei vernünftiger Umgansweise, deren sie sich nunmehr befleissigen, läßt sich mein Sohn auch mal von ihm was sagen und wütet dafür dann den ganzen Tag mit Säge und dergleichen, um ihm beim Brennholz machen behilflich zu sein.
 
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  • #29
Hier ist nochmal die FS..

Vielen Dank für Eure Antworten, das hilft sehr!!

Das Dumme an der ganzen Sache ist, dass mein Partner meinen Sohn massiv beleidigt hat (A..., du kriegst mal Hartz IV und noch mehr). Mein Sohn ist nun 11. Klasse und ein guter Schüler...das macht ein Hierherkommen meines Partners schwer... das ist wohl beiden nicht zuzumuten..

Also das geht gar nicht. Da habe ich vollstes Verständnis für die Haltung des Sohnes, der ja auch bald volljährig ist.
Ganz ehrlich - hätte dies in jungen Jahren jemand zu mir gesagt, dem hätte ich eine gedonnert.
Beleidigungen massiver Art gegen die Kinder gehen gar nicht.

Meine Kinder stehen auch an erster Stelle - und zwar immer, ohne wenn und aber.

Sie sollten sich mal die Frage stellen, ob nicht zu befürchten steht, daß dieser ;ann sich in anderen Situationen möglicherweise ähnlich wenig im Griff hat.

Ein solches Verhalten ist m.E. nicht tolerierbar.


m 50
 
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  • #30
Wenn der Deinen Sohn psychisch fertig machen wollte, ihm Versagensängste macht ist das nicht mehr akzeptabel. Das trifft den Jungen im Selbstbild. Man soll Kindern Wurzeln geben und Flügel verleihen. Er knickt die Flügel und kappt die Wurzeln. Jetzt musst Du zu Deinem Sohn halten.
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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