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Gast

  • #31
ich bin immer wieder erschüttert, wie spießig viele ältere Männer eigentlich eingestellt sind ... Die überfallen einen dann plötzlichen mit einem Kerzenmeer
Herrlich! Ja, ich bin auch so ein Spießer. Wenn ich das Gefühl habe, daß ich mit dieser Frau den Rest meines Lebens verbringen will, warum sollte ich ihr das dann nicht vermitteln? Sicher, in 20 oder 30 Jahren bin ich als Mann nicht mehr sonderlich attraktiv. Die Frau aber auch nicht. Und das ist möglicherweise der Grund, warum einige von uns, vorwiegend die Weiblein, von Fluchtreflexen geplagt werden: dauerhafte Bindungen führen eben auch das eigene Älterwerden drastisch vor Augen.
 
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  • #32
In den 70iger Jahren war es absolut nicht so, dass man mit jemandem eine Beziehung hatte oder klar war, dass man zusammengeht nur weil man Sex hatte. ONS und Sex beim zweiten Treffen hat es in Studentenzeiten immer gegeben. Das war die Zeit der Sorglosigkeit,
Bitte nicht verallgemeinern. Ich habe Ende der 70er bis Mitte der 80er studiert - und habe dergleichen (wie zahlreiche KommilitonInnen auch) nicht mitgemacht. Es gab Grüppchen, in denen war dieses Verhalten üblich, aber das war in meinem Fach (Humanmedizin) an einer der größten deutschen Universitäten eindeutig die Minderheit - wenngleich eine eher extrovertierte Minderheit, das sicher.

In meinem Freundeskreis war es und ist es bis heute nicht üblich, Sex von "Liebe" (d.h., einer ernsthaften Beziehung) abgetrennt zu praktizieren. Je älter ich werde, desto sicherer bin ich, damit den für mich richtigen Weg gewählt zu haben.

Ich habe deshalb nichts - gar nichts - gegen Menschen,die das anders halten. Mit wem ich Freundschaften eingehe, ist demgegenüber noch immer mir und nur mir selbst überlassen.

Zur Eingangsfrage: nichts ist "neuerdings" so, das war mehrheitlich schon immer so und dafür gibt es außerordentlich gute Gründe. Was es nicht mehr gibt, ist gesellschaftlicher Zwang, sich an Normen und Konventionen zu orientieren.

Schreibt ein "Spießer".
 
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  • #33
Ich, Mann mit 27, schlafe mit keiner Frau, wenn wir nicht schon das Beziehungsthema angesprochen haben. Ausnahme: Offensichtlicher One Night Stand oder Affäre nach Disco oder so.
 
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  • #34
In den 70iger Jahren war es absolut nicht so, dass man mit jemandem eine Beziehung hatte oder klar war, dass man zusammengeht nur weil man Sex hatte. ONS und Sex beim zweiten Treffen hat es in Studentenzeiten immer gegeben. Das war die Zeit der Sorglosigkeit, der beginnenden Emanzipation der Frau, Frau konnte mit der Pille verhüten und katastrophale Geschlechtskrankheiten wie Aids waren unbekannt. Für alles andere gab es Medikamente (Antibiotika u.ä.). Die Flower Power Generation war ja nicht unbedingt für Prüderie bekannt.

Anscheinend sind wir in zwei unterschiedlichen Welten groß geworden. Ich bin 1952 geboren und hatte nie in meinem Leben einen ONS, wenn ich Sex hatte, dann mit meinem festen Freund.
Natürlich war das die Zeit der sexuellen Befreiung, aber wer darunter nur verstanden hat, dass man mit jedem x-beliebigen ins Bett steigt, hat wohl etwas falsch verstanden.
Natürlich haben wir gegen unsere Eltern rebeliert und wollten uns keiner fremdbestimmten scheinheiligen Moral unterwerfen. Aber unsere eigene Moral hatten wir trotzdem.
Die Leute, die wild durch die Gegend gevö..... haben, waren eher die Unterschicht, nicht die Leute, die ich aus dem Studium kannte.

Wenn ich heute sehe, dass es Mädchen gibt, die mit 20 noch Jungfrau und stolz darauf sind, bin ich ziemlich erstaunt. Aber das ist wohl als Gegenreaktion auf die totale Sexualisierung der Medien zu sehen. Wir haben damals gegen unsere reaktionären, prüden Eltern rebelliert und heute kehrt sich das Ganze offenbar um.
Und, ist das schlimm? Ich finde es gut, wenn 20jährige Mädchen überlegen, ob sie mit einem Mann ins Bett gehen oder nicht. Was hat das mit Prüderie zu tun?
Du tust so, als ob es ein Makel wäre, wenn ein Mensch mit 20 noch Jungfrau ist. Ist es aber nicht!
 
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  • #35
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  • #36
Vielleicht, liebe FS, meinst du deine Frage so: Oder ist es verpflichtend, mit jemandem weiter in Beziehung zu bleiben, weil man mit dem Gegenüber Sex hatte?
Nein. Nie. Wenn du aber weisst, ob du mit dem Gegenüber nur Sex und nicht länger in Beziehung treten willst, dann ist es fair, das vorher ausdrücklich zu sagen. Ebenso sage ich es, wenn das erste Mal Sex für mich was anderes heisst, als mal Sex. Das erste Mal Sex kann halt unterschiedliche Bedeutungen haben und es spricht für sich, wenn wir nicht explizit kommunizieren. Das Gegenüber versteht ohne Kommentar, was es will. Ich glaube nicht, dass es neu verpflichtend ist. Nein. Aber ich finde, dass wir es uns selber schuldig sind, fair zu bleiben.
Ja, es gibt Plattformen für Instant-Sex. Doch auch dort entstehen lange Beziehungen und ebenso können auf Partnerschaftsplattformen eben Instant-Sex-Begegnungen entstehen. Das lässt sich nicht ausschliessen.
 
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  • #37
genau denken, machen und reden sich aus eben alle Männer nur mit " ich dache es war Offensichtlicher One Night Stand oder Affäre oder so" .....
Einer Frau, die mit einem Mann schläft, ohne mit ihm über Partnerschaft oder Beziehung gesprochen zu haben, ist es schlichtweg egal, vor dem Sex die Partnerfähigkeit zu prüfen, womit Sex ohne Beziehung für sie ok und eine Möglichkeit ist, der sie offen gegenüber steht. Wenn danach das große Weinen losgeht, muss ich sagen: Selber Schuld. Wenn Sie und ich will, wir aber über weiteres nicht geredet haben, gehe ich das gleiche Risiko ein.
 
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  • #38
und ebenso können auf Partnerschaftsplattformen eben Instant-Sex-Begegnungen entstehen. Das lässt sich nicht ausschliessen.
Doch, das läßt sich ausschließen, es sei denn, beide Personen hätten die Partnerbörse mit einer Sexbörse verwechselt. Erscheint mir aber extrem unwahrscheinlich. Viel wahrscheinlicher ist doch, daß einer von beiden (oft die Frau) glaubt, es ginge dem anderen tatsächlich um Partnersuche.
 
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  • #39
Einer Frau, die mit einem Mann schläft, ohne mit ihm über Partnerschaft oder Beziehung gesprochen zu haben, ist es schlichtweg egal, vor dem Sex die Partnerfähigkeit zu prüfen.
Moment mal! Das mag ja so sein, gilt aber doch für beide Partner, also auch für den Mann, der hier bereitwillig mit in das Bett springt, ohne "über Partnerschaft oder Beziehung gesprochen" zu haben.

Ich schildere das mal aus meiner (m) Sicht: wenn sich die Beziehung noch nicht so weit entwickelt hat, daß wir uns zueinander bekennen, und sie möchte trotzdem Sex, dann gehe ich erst einmal auf Distanz, denn unverbindlicher Sex liegt mir nicht und eine Frau, die unverbindlichen Sex will, liegt mir demnach auch nicht.

Also kann es gar nicht dazu kommen, daß sie ohne klares partnerschaftliches Verhältnis mit mir schläft.
 
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  • #40
Ich glaube, ich bin im falschen Film.
Beispiel: Ich lerne einen Mann über EP oder eine ähneliche Partnerbörse kenne, man hat 3-4 Dates, täglihe Telefonate. Beide sind Singles, alles super, man versteht sich gut. Es kommt zum ersten Kuss, nach weiteren 2-3 Dates (also eine Kennenlernphase von ca. 4-8 Wochen) landet man dann im Bett. So stelle ich mir das vor.
Also ehrlich, ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass ich dann einen Mann erst fragen muss, ob das nun eine Beziehung ist oder nicht. Ich käme mir sowas von blöd vor. Nach meiner (anscheinend altmodischen) Vorstellung hat man dann eine Beziehung, das muss man doch nicht verbalisieren - oder?
Ich wäre in meinen Grundfesten erschüttert, wenn der Mann dann plötzlich sagt, das wäre nur eine Affaire.
 
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  • #41
Moment mal! Das mag ja so sein, gilt aber doch für beide Partner, also auch für den Mann, der hier bereitwillig mit in das Bett springt, ohne "über Partnerschaft oder Beziehung gesprochen" zu haben.
Hast du meinen Beitrag auch zu Ende gelesen? ;) Siehe den Hauptsatz:

"Wenn Sie und ich will, wir aber über weiteres nicht geredet haben, gehe ich das gleiche Risiko ein."
 
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  • #42
Woher soll ich eigentlich wissen, ob ich eine Partnerschaft mit einem Mann will, wenn ich noch gar nicht mit ihm im Bett war? Für mich ginge das überhaupt nicht, denn ich will keinen Mann, mit dem ich sexuell nicht zusammenpasse (und das gibt es öfter, als die meisten denken). Wie er bestückt ist, kann ich ihn ja wohl kaum vorher fragen, ob er behaart ist wie ein Affe auch nicht, das kann ich höchstens bei einem vorherigen Schwimmbadbesuch abchecken.

Das Risiko, dass man eine sexuelle Beziehung, Affäre oder wie man das auch nennen mag, anfängt und den Partner danach nicht mehr will, ist doch immer da! Bei mir auf jeden Fall.

Wenn ich allerdings lese, dass es hier sogar Männer in fortgeschrittenem Alter gibt, die nicht mehr als 3 Sexualpartner hatten, wenn überhaupt, dann wundert es mich nicht, wie verquer das von einigen angegangen wird. Die kennen offenbar nicht die himmelweiten Unterschiede die es gibt, bezogen auf die jeweiligen Sexualpartner. Wenn ich einen Mann kennenlernen würde, der zig Jahre verheiratet war, sich auch vor der Ehe nicht ausprobiert hat und nur eine Sexualpartnerin hatte, würde ich sofort das Weite suchen, denn auf Anlernen habe ich keine Lust und darauf würde es dann hinauslaufen. Jede Frau ist anders und die muß Mann auch verschieden "behandeln", das wissen diese Kandidaten aber nicht, denn sie haben ja keinerlei praktische Erfahrung mit verschiedenen Frauen und durch den Konsum von Pornos kann man das garantiert nicht lernen.
 
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Gast

  • #43
Ich glaube, ich bin im falschen Film.
Beispiel: Ich lerne einen Mann über EP oder eine ähneliche Partnerbörse kenne, man hat 3-4 Dates, täglihe Telefonate. Beide sind Singles, alles super, man versteht sich gut. Es kommt zum ersten Kuss, nach weiteren 2-3 Dates (also eine Kennenlernphase von ca. 4-8 Wochen) landet man dann im Bett. So stelle ich mir das vor.
Also ehrlich, ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass ich dann einen Mann erst fragen muss, ob das nun eine Beziehung ist oder nicht. Ich käme mir sowas von blöd vor. Nach meiner (anscheinend altmodischen) Vorstellung hat man dann eine Beziehung, das muss man doch nicht verbalisieren - oder?
Ich wäre in meinen Grundfesten erschüttert, wenn der Mann dann plötzlich sagt, das wäre nur eine Affaire.
Das habe ich genauso wie du gesehen und hielt ich auch für sehr schön. Zwei schöne Monate mit vielen Treffen und Nähe, ohne darüber extrem sprechen zu müssen. Leider ist mir so von Frauen gewaltig das Messer in den Rücken gerammt worden, Stichwort: "Beziehung, wie? Weshalb denn?". So verletzten lasse ich mich nie wieder, weshalb ich es mit keiner Frau schlafe, mit der ich mir eine Partnerschaft vorstellen kann, aber noch nicht darüber gesprochen habe.
 
  • #44
Ja Früüüüher war das so, das nach dem ersten Kuss sowas wie eine Beziehung startete.. Heute ist "ein Kuss ist kein Versprechen.." Und "Sex ist kein Vertrag.." Normal....
 
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  • #45
...denn ich will keinen Mann, mit dem ich sexuell nicht zusammenpasse
Niemand will das. Männlein nicht, und Weiblein auch nicht. Trotzdem kann man aber nicht alles vorher ausprobieren. Das wäre ja, als würde ich vom Apfel abbeißen, bevor ich ihn kaufe. Oder erst mal eine Nacht im Hotel probewohnen, bevor ich buche. Und genauso gibt es auch Menschen, die nicht "probegefahren" werden wollen, die sich eine gewisse Verbindlichkeit wünschen. Sollte dann doch etwas Unerwartetes passieren (Apfel wurmig, zwergenhaftes Gemächt), muß man die Sache ja nicht bis zum jüngsten Tag weiterlaufen lassen, ein Bekenntnis zueinander ist ja keine Hochzeit.
 
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Gast

  • #46
#39, so wie Du habe ich auch gedacht und genau dieses erlebt. Nach dem ersten Sex (nach 8 wöchigem Daten) hat sich der Mann dann mit den Worten "das können wir ja gerne mal wiederholen" verkrümelt. Ich war geschockt, hätte diese Reaktion nie im Leben erwartet. Ich weiss allerdings nicht worüber ich mich im Nachhinein mehr ärgere, über sein Verhalten oder meine "Gutgläubigkeit". Er hat sich übrigens alle paar Wochen nochmal gemeldet, mit eindeutigen Absichten. Ich habe den Kontakt dann abgebrochen.
 
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Gast

  • #47
Ich kann nichts schlimmes daran finden, einen Menschen VOR einer Beziehung in allen Hinsichten kennenzulernen, das schließt für mich den Sex unbedingt ein. Ohne vorherigen Sex würde ich niemals eine Beziehung eingehen und eine Partnerin, die das als Tabu seiht, wäre mir ohnehin zu prüde. (M)
 
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Gast

  • #48
Und dann gehst Du nach Hause und überlegst Dir, ob der Sex nun gut genug war für eine Beziehung, oder wie? Könnte man sich denn nicht darauf verständigen, daß man "mit dem Sex" eine Beziehung beginnt? Oder eben nicht, wenn man nicht genügend harmoniert. Spätestens am Morgen danach muß aber doch klar sein, daß man nun a) in einer Beziehung ist oder b) eben nicht. Ohne eine klare Entscheidung darf man den anderen nicht zurücklassen! (m)
 
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Gast

  • #49
"Wenn Sie und ich will, wir aber über weiteres nicht geredet haben, gehe ich das gleiche Risiko ein."
Ja, das ist klar. Fairplay für Fortgeschrittene.
Ansonsten sehe ich es so wie Gast 39.

Es soll aber vorkommen, dass Männer von Beziehung sprechen, zwischendurch ihre Meinung ändern ohne das zu kommunizieren, wenn es nicht von Anfang an ein Fake war, und dann den Sex mitnehmen.
Mit ein bisschen Lebenserfahrung kann man das vielleicht erkennen, und manchmal reicht nicht mal das, um sich vor solchen Erfahrungen zu bewahren. Man ist einfach an einen wenig integren und verantwortungsbewussten Chaoten geraten, der sich des entgegengebrachten Vertrauens nicht würdig erwiesen hat.
Das schmerzt...
 
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Gast

  • #50
Ich kann nichts schlimmes daran finden, einen Menschen VOR einer Beziehung in allen Hinsichten kennenzulernen, das schließt für mich den Sex unbedingt ein. Ohne vorherigen Sex würde ich niemals eine Beziehung eingehen und eine Partnerin, die das als Tabu seiht, wäre mir ohnehin zu prüde. (M)
Siehst Du: so sind die Menschen unterschiedlich. Mir wäre so eine Frau schlichtweg zu "beliebig". Mit ihr zu schlafen wäre eben so gar nichts "Besonderes" mehr. Genau das sollte Intimität aber sein - aus meiner ganz persönlichen Sicht. Also: Sex vor Beziehung bedeutet Beziehungsausschluss - es kommt dann eben zu keiner richtigen Beziehung mehr. Weshalb dann binden und investieren, mit allen Konsequenzen (und Risiken)? auch M
 
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Gast

  • #51
über weiteres nicht geredet haben, gehe ich das gleiche Risiko ein.
Natürlich. "Sex, die Frau verspricht sich eine Beziehung, der Mann hat kein Interesse" ist für die Frau genauso übel wie "Sex, der Mann verspricht sich Beziehung, die Frau hat kein Interesse" für den Mann. Die Risiken liegen auf beiden Seiten.

Dennoch muß hier die Regel gelten, daß in einer Gruppe immer der langsamste das Tempo bestimmt. In diesem Fall also der Partner mit der geringeren Risikobereitschaft.
 
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Gast

  • #52
Jeder der mit einem anderen Sex hat, geht das Risiko ein, sich unsterblich unglücklich zu verlieben.
Wer keine Hitze verträgt, sollte nicht in der Küche arbeiten. Wasch mich aber mach mich nicht naß, funktioniert auch nicht. Alles Geschreibsel von Regeln und Prinzipien, die der andere einzuhalten hat, ist an der Realtät völlig vorbei. Verlieben kann man nicht willentlich verhindern, das passiert auch ungewollt mit allem folgenden Katzenjammer.

Wer sein seelisches Gleichgewicht behalten und das Risiko ausschließen will verletzt zu werden, darf sich nicht zu weit öffnen, fallenlassen schon gar nicht. Je größer das Glücksgefühl, desto größer der mögliche Liebeskummer. Dieses Risiko kann man nicht ausschließen, wenn man sich auf potentielle Partner einläßt. Jegliche Versuche das eigene Risiko zu mindern, indem man vorherige Vereinbarungen trifft, sind vollkommen nutzlos, man denke mal an die Versprechungen, Schwüre vorm Traualtar und was daraus dann nach einigen Jahren wird! Da kannn man dann froh sein, wenn man seine Kids und sein letztes Hemd aus dem Himmel voller Geigen retten kann.
Das Risiko eines derartigen Absturzes von Wolke 7 ist immer da, immer! Deshalb sind Beiträge "ich schlafe nur mit jemandem, mit dem ich schon eine feste Beziehung vereinbart habe, dann haben wir keine Prüfungssituation u.ä." derart naiv, dass sie schon amüsant sind.
 
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Gast

  • #53
#39, so wie Du habe ich auch gedacht und genau dieses erlebt. Nach dem ersten Sex (nach 8 wöchigem Daten) hat sich der Mann dann mit den Worten "das können wir ja gerne mal wiederholen" verkrümelt. Ich war geschockt, hätte diese Reaktion nie im Leben erwartet. Ich weiss allerdings nicht worüber ich mich im Nachhinein mehr ärgere, über sein Verhalten oder meine "Gutgläubigkeit". Er hat sich übrigens alle paar Wochen nochmal gemeldet, mit eindeutigen Absichten. Ich habe den Kontakt dann abgebrochen.

Da hat es wohl nicht so sehr gepasst, das mehr draus werden konnte. Hätte er sagen sollen "Alles toll, wir kommen zusammen", obwohl es nicht so besonders war? Dann wäre es eine Weile gelaufen und ihr wärt doch nicht glücklich geworden, am Ende hätte es mehr weh getan als so.

Und was das wieder melden mit eindeutigen Absichten angeht, ist doch klar, wie er tickt, für eine Beziehung hat es nicht gepasst, aber wenn er Lust auf Sex hat und sonst gerade keine Frau hat, ruft er eben an.
 
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Gast

  • #54
Hätte er sagen sollen "Alles toll, wir kommen zusammen"
Damit die Dame ihm – und das mit gutem Recht – den nächstbesten Gegenstand über den Kopf zieht? Fehlt eigentlich nur noch, daß er ihr ein paar Scheine auf den Tisch blättert, als Anzahlung für das Abo nach zufriedenstellender Arbeitsprobe.

"Können wir gerne mal wiederholen" ist aber eigentlich ungefähr dasselbe: es drückt Zufriedenheit mit der "Leistung" aus, bei gleichzeitiger Absage an weitere Vereinbarungen jeglicher Art, "oder ist es neuerdings verpflichtend...?" Nein, davon stand nämlich nichts in den AGBs.

Bitte verunsichert mir die FS nicht mit der Vermutung, es habe nicht für eine Beziehung gereicht. Dieser Mann wollte von Anfang an keine Beziehung, wie aus seinem hämischen Abgang deutlich wird. Und die FS ist darauf hereingefallen.

Das nächste Mal bitte vorsichtiger sein, liebe FS. Es gibt auch anständige Männer.
 
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Gast

  • #55
Nun ja, "vorsichtig sein" hilft nicht immer, es gibt sehr viele Männer, die das volle Romantikprogramm abziehen und dann doch nur Sex abgreifen wollen. Ich war ein dreiviertel Jahr mit einem Mann zusammen, als er nach unserem schönen ersten längeren Urlaub zusammen meinte, wir könnten uns ja "weiter einfach locker treffen und zusammen Spaß haben".
Nachdem ich drei solcher Erlebnisse hatte, mache ich mich innerlich auf eine kalte Dusche gefasst, kommt stattdessen Gefühl und Wärme, dann freue mich mich.
Bei Nr. 2 dieses Schlags war ich dann auch verletzt, aber schaltete nach dem ersten Schock schneller und meinte nur: "Schade, wenn Du es so siehst, aber so toll bist Du auch nicht im Bett, dann sehen wir uns nicht jedes Wochenende, und ich treffe dann auch andere. Aber sonst wäre es schon ok als Übergangslösung."
Komisch finde ich nur, dass sowas den Herren immer erst nach dem ersten Sex auffällt, vor allem, wenn sie begeistert dabei waren.Ich knicke dann gerne mal das sexuelle Ego, das tut gut;)
w.
 
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Gast

  • #56
Männer, die das volle Romantikprogramm abziehen und dann doch nur Sex abgreifen wollen. Ich war ein dreiviertel Jahr mit einem Mann zusammen
Mit Verlaub: ist das nicht ein wenig unproduktiv, ein dreiviertel Jahr Romantik für einmal (oder einen Urlaub lang) Sex? Warum sollte nicht auch ein Mann genau das tun, was er bei den Frauen gelernt hat, nämlich: den eigentlichen Grund seines Rückzugs verschweigen, damit er ihn nicht rechtfertigen muß und dabei von der Frau möglicherweise bloßgestellt wird?

Dieses "wollte nur Sex abgreifen" ist die typische Sichtweise der Frau, wenn der Beziehungsversuch scheitert, nachdem man bereits intim war. Würde man den Mann dazu befragen, bekäme man vielleicht eine Antwort im Sinne von "monatelang das volle Romantikprogramm abgreifen, aber...".
 
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Gast

  • #57
...
Und genauso gibt es auch Menschen, die nicht "probegefahren" werden wollen, die sich eine gewisse Verbindlichkeit wünschen. Sollte dann doch etwas Unerwartetes passieren (Apfel wurmig, zwergenhaftes Gemächt), muß man die Sache ja nicht bis zum jüngsten Tag weiterlaufen lassen, ein Bekenntnis zueinander ist ja keine Hochzeit.
Jedem seht es frei, so kennenzulernen wie Sie oder Er es für richtig hält. Jeder soll sich wohl fühlen. Ich sehe das insgesamt wie du. Frau kann natürlich relativ früh nach einem Monat Kontakt o.ä. den Weg zum Sex suchen, aber dann nach einem sehr intensiven Austausch über unser Leben, unseren Alltag, unsere Lieben, unsere Leiden: Eine Frau, die für mich für mehr in Frage kommt, macht sich mit einem Sex-Wunsch ohne seelische Öffnung und damit einhergehende Verletzlichkeit, ohne langsamen Aufbau von Nähe und damit Herstellung von Vorfreude und noch ohne ein Gespräch über Exklusivität völlig uninteressant. Ich schlaf doch mit keiner, die beim Kennenlernen eines Partners erst mal ein paar Typen durch die Kiste zieht, da schauderts mir. Vor allem bringts mir nix: Beziehungs-Sex ist für mich ganz anders als (Fast-)Unbekannten-Sex: Bei ersterem kann ich auf die Person wirklich eingehen und schauen wir, ob das klappt, bei zweiterem ist es halt eine Nummer und die kriege ich schon bisher zur Genüge durch eine Affäre in einem Club.
Das hat bisher ganz gut geklappt und selbst mit Frauen, die damit ein Problem hatten, gab es überraschend ehrlich Gespräche. Zumindest diese (zwei) Frauen sagten fast das Gleich, dass sie Angst davor haben, sich emotional zu binden, zum dann später zu merken, dass es in der Kiste nicht passt. Solche "Ich geh auf Nummer sicher und riskiere nichts"-Menschen finden ich aber unattraktiv und schließe ich als Partner aus.

M31
 
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Gast

  • #58
Ich (M) habe es einmal exakt andersherum kennengelernt. Eine gemeinsam Bekannte hatte ihrer Freundin meine Telefonummer gegeben. Sie rief mich an und wir verabredeten uns in einem Lokal. Wir haben und nett unterhalten und als das Lokal schloss, habe ich sie noch auf einen Kaffee zu mir eingeladen. Dort sind wir gar nicht mehr zum Kaffee gekommen, sondern haben uns auf ihre Initative (!) die Klamotten vom Leib gerissen, es folgte eine sehr wilde Nacht.

Am nächsten Morgen saßen wir zusammen in der Badewanne und ich habe ihr meine Liebe gestanden, ebenso meinen Wunsch, eine feste Beziehung mit ihr einzugehen. Zu meiner Verblüffung meinte sie, das ginge nicht, wenn sie dermaßen schnell mit einem Typen im Bett lande.

So rum geht es auch, schade! Ich habe sie nie wieder gesehen und wollte auch keine Affaire sein.
 
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  • #59
Ich (M) habe es einmal exakt andersherum kennengelernt. Eine gemeinsam Bekannte hatte ihrer Freundin meine Telefonummer gegeben. Sie rief mich an und wir verabredeten uns in einem Lokal. Wir haben und nett unterhalten und als das Lokal schloss, habe ich sie noch auf einen Kaffee zu mir eingeladen. Dort sind wir gar nicht mehr zum Kaffee gekommen, sondern haben uns auf ihre Initative (!) die Klamotten vom Leib gerissen, es folgte eine sehr wilde Nacht.

Am nächsten Morgen saßen wir zusammen in der Badewanne und ich habe ihr meine Liebe gestanden, ebenso meinen Wunsch, eine feste Beziehung mit ihr einzugehen. Zu meiner Verblüffung meinte sie, das ginge nicht, wenn sie dermaßen schnell mit einem Typen im Bett lande.

So rum geht es auch, schade! Ich habe sie nie wieder gesehen und wollte auch keine Affaire sein.
Schön, dass ich (M) nicht allein bin, ich bin genauso wie die Frau. Frühen Sex finde ich sehr abturnend, für eine Affäre aber genau richtig.
 
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  • #60
Am nächsten Morgen saßen wir zusammen in der Badewanne und ich habe ihr meine Liebe gestanden, ebenso meinen Wunsch, eine feste Beziehung mit ihr einzugehen. Zu meiner Verblüffung meinte sie, das ginge nicht, wenn sie dermaßen schnell mit einem Typen im Bett lande.
Nachvollziehbar. Wenn man sich verliebt, fiebert man dem Tag entgegen, an dem man seiner Flamme ein Stück näher kommen kann, noch näher, noch näher ... das fiel bei Eurem Erlebnis vollkommen weg. Und so macht das (nachträgliche) Verlieben auch keinen Spaß mehr.
 
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