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  • #61
Bitte was? In dem von dir beschriebenen Fall hätte der obligatorische Vaterschaftstest erhebliche Vorteile, zwar nicht für die Mutter, jedoch definitiv für Mann und Kind:

- Das Kind würde von Anfang an wissen wer sein biologischer Vater ist und eine Beziehung aufbauen
Für wen ist das ein Vorteil? Für den Vater? Kann sehr gut sein, dass der Vater aber überhaupt kein Interesse an dem Kind hat. Also wird hier der Vorteil zum Nachteil.
Und für das Kind? Es wird dann vielleicht erfahren, dass es einen Vater gibt, der es nicht liebt und einen Stiefvater, der es liebt aber nicht wirklich ein Vater ist. Nachteil ! Das Kind wird psychisch zerrissen.
- Der biologische Vater müsste dann auch finanziell für das Kind gerade stehen

Also auch wieder ein Nachteil für den biologischen Vater.
- Ein evtl. betrogener Mann wüsste gleich woran er bei der Dame ist und könnte sich trennen

Vielleicht will der betrogene Mann das auch nicht wissen.
Und hier geschieht nämlich genau das, was hier bestritten wird - der Generalverdacht.
Eine evtl. betrogene Ehefrau hat nämlich keinerlei Möglichkeit, die Untreue ihres Ehemannes bewiesen zu bekommen.
Das Schuldprinzip ist abgeschafft, soll hier aber über die Hintertür wieder eingeführt werden.

Die Forderung nach einem Test kommt doch nur von Männern, die Angst, haben, sie könnten betrogen werden. Sie wollen sich 100 % der Treue ihrer Partnerin sicher sein und da würde so ein Test schon mal ganz gut helfen. Nicht zu 100 % (es geht ja auch ohne Kind) aber doch zu einem großen Teil.
Was kann aber die Ehefrau machen um sicher zu gehen, dass der Ehemann nich irgendwo ein außereheliges Kind hat? Denn DAS wäre dann die logische Konsequenz.

Wenn hier Männer schreiben, dass sie gegen den Test sind, dann muss das nicht heißen, dass sie ein Kuckuckskind hinnehmen. Sie vertrauen einfach ihrer Frau und sind sich sicher, dass das Kind von ihnen ist und sehen einen Test daher für überflüssig an.
Aber anscheinend gibt es viele Männer, die dies überhaupt nicht nachvollziehen können. Sie stellen grundsätzlich Frauen unter Generalverdacht.
 
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  • #62
Eine evtl. betrogene Ehefrau hat nämlich keinerlei Möglichkeit, die Untreue ihres Ehemannes bewiesen zu bekommen.

Dem Mann steht diese Möglichkeit doch auch nicht zur Verfügung. Der Vaterschaftstest verschafft doch lediglich Gewissheit darüber, ob der Partner auch der Vater des Kindes ist.

Schließlich kann die Frau doch vor, während und nach der Schwangerschaft betrügen und trotzdem kann das Kind vom (Ehe-)Partner stammen, oder? Keine Panik also ... ihr könnt nach wie vor die Puppen tanzen lassen.

Davon abgesehen vermute ich, dass uneheliche Kinder des Mannes deutlich häufiger auffallen. Einfach deshalb, weil die Affaire früher oder später die Rechte ihres Kindes geltend machen wird. Männer haben also keinesfalls einen Seitensprung-Vorteil.
 
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  • #63
Das Problem ist, dass nur die Männer (Partner/Ehemann der Mutter) Gewissheit hätten, ob sie Vater sind oder nicht. Das Kuckuckskind weiß ja nur, wer NICHT sein Vater ist.
Und für den Staat bedeutet es mehr Bürokratie und finanziellen Aufwand: Er muss nämlich dann selbst für das Kuckuckskind zahlen oder Gelder lockermachen, um den echten Vater zu ermitteln - und das wird ein Spaß, wenn Mutti diverse Affären oder einen ONS mit nem Unbekannten hatte. Dann stellt sich ja die Frage: Wie viele Vaterschaftstests dürfen gemacht werden, bis der Vater endlich gefunden ist?!

Es geht immer um das Wohl des Kindes. Es klingt unfair, aber: Ein Kuckucksvater ist für das Kind immer noch besser, als gar keiner. Denn die Folge eines obligatorischen Vaterschaftstest wären im Grunde nur noch mehr Scheidungen/Trennungen und Sozialhilfe vom Staat.

w28 (ohne Kinder & sieht ihrem Vater seeeeehr ähnlich)
 
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  • #64
Irgendwie kann ich den meisten wirren Gedanken hier nicht folgen....

1. Wenn es das "Recht" des Vaters wäre, KANN er es doch einfach ablehnen, wenn er seiner Frau vertraut, also wird ihm das wissen auch nicht "aufgenötigt"

2.Wieso ist "nicht nachweisen können" einer Männer-Affäre ein Grund es bei Frauen nicht zutun?
Wenn es eine Technik gäbe um Mörder zweifelsfrei zu identifizieren, würden wir das doch auch nutzen und nicht sagen "ooh das dürfen wir nicht, weil Vergewaltiger (bei denen die Technik nicht funktioniert) ja dann bevorteilt sind. Wir haben die Technik als nutzen wir es!
Ausserdem kann dadurch ja durchaus festgestellt werden wer der Vater ist, in der Regel sind ONS ja eher mit Freunden/Bekannten und nicht mit vollkommen Fremden.

3.Es hätte einen enormen Vorteil für alle, AUSSER die Frau , schade das sie nun doch mal für ihre "Fehler" die Konsequenzen tragen muss.
Und wenn das ganze am Anfang passiert, DANN wird es für das Kind auch kein Problem, wenn der Vater dann das Kind ablehnt, dann wird es ihn sowieso nicht als "liebenden Stiefvater" kennenlernen. Das Kind hat eher "garkeinen" Vater (mit seinen Vor und Nachteilen)

4. Nochmals, der Vaterschaftstest lässt garkein Hinweise auf evtl. genetische Krankheiten zu. (Ausser besonders offensichtliche , wenn der ONS-Vater Trisomie 21 hat das Kind ja automatisch gute Chancen)

5. Wenn der rechtl. Vater dann gleich zum Anfang merkt das er nicht wirklich der Vater ist, dann obliegt es der Frau den biologischen Vater in Regress zu nehmen oder es bleiben zu lassen. Wenn sie es nicht will, dann ist das doch auch OK....
 
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  • #65
Teil 1:
Für wen ist das ein Vorteil? Für den Vater? Kann sehr gut sein, dass der Vater aber überhaupt kein Interesse an dem Kind hat. Also wird hier der Vorteil zum Nachteil.
Und für das Kind? Es wird dann vielleicht erfahren, dass es einen Vater gibt, der es nicht liebt und einen Stiefvater, der es liebt aber nicht wirklich ein Vater ist. Nachteil ! Das Kind wird psychisch zerrissen.

Kann sein, kann sein. Alles nur Spekulation. Es könnte genauso gut andersherum sein. Ein Vater, der eine starken Kinderwunsch hegt und gerne eine liebevolle Beziehung zu seinem Kind hätte, darf gar nicht erfahren, dass er ein Kind hat. Ein wesentlicher Teil seines Lebens wird ihm vorenthalten.
Und das Kind? Vielleicht wird ihm erspart, später zu erfahren, dass der Papa eigentlich gar nicht der Papa ist und der eigentliche Vater jemand ganz fremdes ist. Das Kind wird hier psychisch traumatisiert. Stattdessen hat es einen Stiefvater, der es vielleicht gar nicht liebt, dank gewisser Ahnungen, und einen liebevollen Vater, den es nie kennenlernen darf.
Auch das ist nur Spekulation, nur eben in die andere Richtung. Es sollte nur zeigen, was die zitierten Argumente wert sind, nämlich nichts.

Eine evtl. betrogene Ehefrau hat nämlich keinerlei Möglichkeit, die Untreue ihres Ehemannes bewiesen zu bekommen.

Doch natürlich, nämlich dann, wenn Unterhaltszahlungen an das Kind fällig werden, dass durch seine Untreue entstanden ist. Ich sehe hier überhaupt keinen Unterschied zur Situation der Frau. Im Gegenteil, momentan ist die Situation von Frauen sogar besser, denn ein Mann kann nämlich gegen seinen Willen zu einem Vaterschaftstest gezwungen werden. Er hat also im Gegensatz zur Frau, die dem Ehemann ein Kind unterschiebt, gar keine Einflussmöglichkeit darauf, ob seine Untreue auffliegt, oder nicht, (wobei sich mein Mitleid diesbezüglich in Grenzen hält, es muss nur gerecht zugehen).
 
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  • #66
Teil2:
Wenn hier Männer schreiben, dass sie gegen den Test sind, dann muss das nicht heißen, dass sie ein Kuckuckskind hinnehmen. Sie vertrauen einfach ihrer Frau und sind sich sicher, dass das Kind von ihnen ist und sehen einen Test daher für überflüssig an.
Aber anscheinend gibt es viele Männer, die dies überhaupt nicht nachvollziehen können. Sie stellen grundsätzlich Frauen unter Generalverdacht.

Ich vertraue meiner Frau voll und ganz. Ich finde nur, Frauen sollten sich hinsichtlich der Generalverdachtsthese nicht zu wichtig nehmen. Ich kann diese Bedenken voll und ganz verstehen, so ist das nicht. Aber es muss doch auch verständlich sein, dass die Situation für Männer eine ganz andere ist. Momentan ist es so, dass das Dokument, das beweist, dass ich Vater meines Kindes bin, die Eheurkunde über die Ehe mit meiner Frau ist. Diese Vorstellung ist doch mehr als verwunderlich. Ein Mann ist deshalb Vater, weil er mit einer Mutter verheiratet ist. Man stelle sich den umgekehrten Fall mal vor. Eine Frau heiratet einen Mann, und zählt nur deshalb als Mutter, weil sie mit dem Mann verheiratet ist. Ich denke alleine bei der Vorstellung stellen sich den meisten Frauen die Nackenhaare auf.

Ich denke, in dieser Diskussion sind die wichtigsten Argumente ausgetauscht. Wir werden hier zu keiner abschließenden Lösung kommen, für beide Standpunkte gibt es gute Gründe. Ich sehe die Bedenken und Sorgen der Frauen, unter Generalverdacht gestellt zu werden, ja. Trotzdem bin ich für den Vaterschaftstest, weil ich meine, dass in diesem Fall das berechtigte Interesse der Frau einfach hinter denen der Väter und vor allem den verbrieften Rechten der Kinder zurückstecken muss. Aber das ist meine Ansicht. Ich verlange von der Gegenseite nur, dass sie wenigstens den Versuch unternimmt, sich auf rationaler wie emotionaler Ebene in die Situation eines Mannes hineinzuversetzen, die so ganz anders ist, als die einer Frau. Schwer ich weiß. Aber bitte versteht, dass Vertrauen eine schöne Sache ist, aber die felsenfeste Gewissheit ist viel schöner. Noch dazu leben wir in Zeiten, in denen das mit dem Vertrauen so eine Sache ist, wenn man sich ansieht, wie das mit dem Egoismus, der Vereinzelung und dem Narzissmus so ist. In dieser Situation Vertrauen zu verlangen muss man sich erstmal trauen.
 
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  • #67
Es ist ein grundlegendes Menschenrecht des Kindes zu wissen wer sein leiblicher Vater und seine Mutter ist. Mit einem Generalverdacht gegen die Mutter hat das nichs zu tun. m

Ein obligatorischer Test würde aber aus einem Recht auf Wissen eine Pflicht zum Wissen machen. Und viele Menschen wollen eben nicht wissen. Ein obligatorischer Test ist deshalb als unverhältnismäßiger Eingriff in die Familie strikt abzulehnen.

Sinnvoll könnte dagegen ein Rechtsanspruch auf einen Test für Väter und Kinder sein.
Wobei ein solcher Test aber lediglich Kuckukskinder identifiziert. Hinweise auf den tatsächlichen Erzeuger gibt er in aller Regel nicht.

Auch ein Auskunftsanspruch gegenüber der Mutter hilft hier nicht unbedingt weiter. Wenn die Dame den Erzeuger nicht nennen will, braucht sie nur zu behaupten, dass die Schwangerschaft das Ergebnis eines alkoholinduzierten Quickies mit einem Unbekannten war.
 
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  • #68
Ich finde diese Diskussion schrecklich. In den meisten Postings der Männer liest man unsagbaren Hass heraus.
Das Normale ist doch, dass der Ehemann der Vater ist und fertig. Warum sollte für ein paar frustrierte Männer, die Gesetzgebung geändert werden.

Das Einzige, was ich gelten lasse, ich das Recht des Kindes, seine Herkunft (auch bei Adoption) zu erfahren. Dieses Recht gibt es aber schon und somit muss nichts geändert werden.
Jedes Kind kann, wenn es möchte, seine Herkunft erkunden.
Die weitaus häufigsten Fälle sind aber Adoptionsfälle oder Samenspenden.

Wieso sollte ein nicht-leiblicher Vater schlechter sein als der leibliche Vater? Bei Adoption geht es doch auch. Und der Großteil der Väter wollen überhaupt nicht wissen, wo ihre uneheligen Kinder sind. Sie sind froh, wenn sie nicht damit belästigt werden.
Ich möchte nicht wissen, welches Geschrei es hier gäbe, wenn alle diese Männer nun plötzlich Post bekommen würden, dass sie sich um ihre Kindern kümmern sollen.
Männer, die uneheliche Kinder haben, sind nur in ganz wenigen Fällen bereit, sich um diese zu kümmern.
Es geht hier doch eher um Männer, die Angst davon haben, dass sie betrogen wurden. Da geht es nicht ums Kind sondern um gekränkte Eitelkeit.
 
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  • #69
1. gewisse Krankheiten sind vererbbar, die Kenntnis allenfalls aus der Abstammung herrührender Risiken kann Leben retten.

Ich wehre mich vehement dagegen, dass alles immer vererbbar sein soll. Ob man krank wird oder nicht, liegt zum Großteil an der eigenen Verantwortung, wie man lebt und mit sich umgeht (Ernährung, Sport, geistige Einstellung). Ist ja immer supereinfach, alles auf seine blöden Gene zu schieben. Und wer meint, man wird bestimmt krank, weil die Eltern es ja auch sind, der wird auch krank! Weil man kann sich auch ein Leben lang was einreden, so lange bis man tatsächlich krank wird.

Und nein, ein obligatorischer Vaterschaftstest setzt voraus, dass jede Frau ja sowieso eine obligatorische Fremdgängerin ist. Was soll das? Entweder hat man mal Vertrauen oder man lässt es. Ihr immer mit eurer heißblütigen Bürokratie. Haben wir nicht genug Probleme als sowas? Was das wieder für Kosten sind, wenn jetzt Vaterschaftstests gesetzlich eingeführt werdne müssen. Man sollte das Problem anderswo an der Wurzel fassen. Wenn eure Frauen fremdgehen, dann liegt es an euch. So ist das halt. Will man nicht wahrhaben.
 
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  • #70
Mal an alle, die gegen einen obligatorischen Vaterschaftstest sind:

Gegen was seit ihr alles versichert und bei wieviel % liegt die Warscheinlichkeit, dass ein Versicherungsfall eintritt?!

Die Warscheinlichkeit bei einem Kukukskind liegt bei ca 20 %(!)...

Wer bei 20% Warscheinlichkeit den Leuten die sich dagegen "verichern" wollen, den schwarzen Peter zuschiebt, ist schlicht und einfach nicht ernst zu nehmen.
 
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  • #71
Ich habe eine Frage an jene Schreiber, die so vehement auf den verpflichtenden Test pochen: Was spricht dagegen, wenn ein Vaterschaftstest nur auf Bestreben eines Elternteils ausgeführt wird, und nicht etwa ungeachtet der Wünsche der Eltern? In diesem Fall kann es nicht daran liegen, den Vater zu schützen, denn wenn er Gewissheit haben wollte, könnte er sie einfordern.

26, w
 
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  • #72
... Was spricht dagegen, wenn ein Vaterschaftstest nur auf Bestreben eines Elternteils ausgeführt wird, und nicht etwa ungeachtet der Wünsche der Eltern? ... 26, w
1. Die Rechte des leiblichen Vaters an seinem Kind.
2. Dann das Recht des Kindes seinen leiblichen Vater zu kennen, und von diesem versorgt zu werden, sowie das Recht auf ein mögiches Erbe.
3. Dann wird die Gesellschaft möglicherweise zu Unrecht in die Pflicht genommen, d.h. wir alle müssen für die Frau und das Kuckuckskind zahlen, sobald die Versorgung durch den vermeintlichen Vater nicht mehr gewärhleistet ist, obwohl der leibliche Vater zum Unterhalt verpflichtet wäre.
4. Gibt es in unserer Gesellschaft eigentlich auch ein Recht auf Wahrheit? Wenn nicht, dann sollte es in unserem GG festgeschrieben werden. Das wäre ein echter Gewinn!

m
 
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  • #73
#69 Falsch, so kann man das nicht pauschal sagen; die Wahrscheinlichkeit, dass MEIN Mann von MIR ein "Kuckuckskind" untergeschoben bekommt, liegt klar bei 0% !! Und alle anderen Männer sollen das doch bitte privat mit ihren Frauen klären... (wenn es alle so handhaben würden, und vernünftige, erwachsene Beziehungen führen und leben (Männer wie Frauen) gäbe es per se gar keine Kuckuckskinder).
 
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  • #74
@67
Ich finde diese Diskussion schrecklich. In den meisten Postings der Männer liest man unsagbaren Hass heraus.

Ich weiß ehrlich nicht, was du mit Hass meinst. Ja, es ist ein Thema, das viele Männer auch emotional bewegt, mich eingeschlossen (gerade deshalb kann ich diese kategorische Haltung vieler Frauen hier, und die strikte Weigerung, sich auch auf emotionaler Ebene mit der männlichen Situation [übrigens auch ganz allgemein, unabhängig davon, ob ein "Kuckuckskind" vorhanden ist oder nicht] auseinanderzusetzen nicht verstehen). Aber mit Hass hat das überhaupt nichts zu tun. Ich liebe meine Frau, und Frauen ganz im Allgemeinen auch.

Das Normale ist doch, dass der Ehemann der Vater ist und fertig. Warum sollte für ein paar frustrierte Männer, die Gesetzgebung geändert werden.

1. Der Normalfall liegt bei ca. 80-90%. Das heißt wir haben Ausnahmen von 10-20% nach Adam Riese. Wir haben schon für wesentlich kleinere Minderheiten Gesetze geändert. Überhaupt, wie definierst du Normalfall? Wenn ich sage, dass Heterosexualität der Normalfall ist, und Homosexualität nicht, dann werde ich aber ( zu Recht) gekreuzigt. Könnte es sein, dass du nur deswegen so leichtfertig von Normalfall sprichst, weil es sich ausnahmsweise nicht um Frauen, Schwule, Lesben oder sonst eine als diskriminiert anerkannte Gruppe handelt, sondern um Männer?

Wieso sollte ein nicht-leiblicher Vater schlechter sein als der leibliche Vater?

Das ist hier nicht die Frage. Es geht darum, dass niemand (außer vielleicht das Kind für sich selbst, jedenfalls aber kein Gesetzgeber oder eine Mutter) sich anmaßen darf, zu entscheiden, dass ein leiblicher Vater nicht als Vater gelten darf und stattdessen ein anderer Mann. Oder andersherum gefragt, warum sollte ein nicht-leiblicher Vater besser sein, als der leibliche Vater?

Und der Großteil der Väter wollen überhaupt nicht wissen, wo ihre uneheligen Kinder sind. Sie sind froh, wenn sie nicht damit belästigt werden.

Das ist eine unhaltbare Unterstellung, die einzig und allein dazu dient, die Position von Vätern in Bezug auf ihre Kinder zu untergraben.

Ich möchte nicht wissen, welches Geschrei es hier gäbe, wenn alle diese Männer nun plötzlich Post bekommen würden, dass sie sich um ihre Kindern kümmern sollen.

So what! Lass sie doch schreien. Es ist doch dann nur im Interesse der Kinder, oder? Das sollte doch Beleg genug dafür sein, dass es hier nicht darum geht, einseitig Männer zu bevorzugen, sondern um das ernsthafte Anliegen, dass Männer sich kümmern wollen (und das deshalb auch von anderen Männern erwarten).

die #65
 
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  • #75
@70
Was spricht dagegen, wenn ein Vaterschaftstest nur auf Bestreben eines Elternteils ausgeführt wird, und nicht etwa ungeachtet der Wünsche der Eltern

Ganz einfach. Es geht (zumindest mir) nicht darum, Gewissheit zu erlangen, die habe ich schon. Ich habe keinerlei Zweifel. Es geht um etwas anderes, nämlich die Frage, wie wir definieren, wer Vater ist, und wer das Recht hat, dies festzulegen. Ich bin in einem Umfeld aufgewachsen, in dem Gleichberechtigung immer ein großes Thema war. Deshalb ist es für mich logisch, Vaterschaft auf die gleiche rechtliche Stufe wie Mutterschaft zu stellen, und den Vater nicht länger als Anhängsel der Mutter zu definieren, was heute immer noch der Fall ist (vgl. §1592 BGB). Dank Vaterschaftstest haben wir die Mittel dies zu ändern. Ich dachte eigentlich immer, dass das eine Selbstverständlichkeit ist, in einer Gesellschaft, die sich in allen möglichen Bereichen um Gleichheit bemüht, nicht nur von Mann und Frau, sondern auch von Behinderten und Nichtbehinderten, Homos und Heteros, Schwarz und Weiß, etc etc. Und plötzlich erlebe ich, dass das, wozu ich erzogen wurde, auf einmal überhaupt keine Rolle mehr spielt, wenn es Eitelkeiten derjenigen kränkt, die ich bislang immer als Verbündete im Streben nach Gleichheit der Menschen gesehen habe.

die #65
 
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  • #76
Ein obligatorischer Test würde aber aus einem Recht auf Wissen eine Pflicht zum Wissen machen.

Zumindest würde dieser Test das Recht des Kindes auf Wissen erfüllen.
Um die Mutter oder den Vater geht es hier doch erstmal gar nicht, sondern das Recht des Kindes zu erfahren, von wem es abstammt.

Wenn Mutter und Vater sich zu 100% sicher sind haben diese mit einem Test, der routinemäßig wie alle anderen Tests und Untersuchungen gleich nach der Geburt durchgeführt wird, doch null Probleme. Er bringt ihnen keine Nachteile und ändert für sie absolut nichts.

Alle Männer und Frauen, die hier dagegen schreien, können eigentlich nur einen einzigen Grund haben, dass ihnen so ein Test nicht paßt - die betreffenden Frauen nehmen es mit der Treue nicht so ernst, die Männer haben keine Lust für Kinder aufzukommen, die sie in einer Affaire bzw. ONS gezeugt haben.
(Und genau diese werden hier jetzt auch gleich wieder aufschreien.)

Ich habe jemanden im Freundeskreis, bei dem letztes Jahr im Alter von 41 Jahren fortgeschrittener Darmkrebs festgestellt wurde. Eigentlich viel zu jung für so eine Diagnose - seine Eltern waren erblich nicht vorbelastet. Er jedoch hat (wie man nun weiß) eine Veranlagung zu Darmpolypen bereits in jungen Jahren. Diese entarten ab einer bestimmten Größe wohl sehr häufig bösartig.

Ach ja, ein alter Feund des Vaters hat diese Veranlagung ebenfalls - bei ihm wurde diese zufällig in jungen Jahren bereits festgestellt. Ihm werden seitdem regelmäßig Polypen bei Untersuchungen entfernt.
Wie sollte es anders sein, nach der Diagnose des Sohnes wurde von der Mutter einberaumt, dass dieser Freund als Erzeuger in Frage käme, da war damals was...
Inzwischen wurde die Vaterschaft durch einen Test auf Wunsch aller bestätigt.

Mein Freund lebt noch, bekommt Chemotherapie. Gut sieht es nicht aus.
Leider hatte er damals als Baby nicht das Recht, dass überprüft wurde, ob der Vater auch der Erzeuger ist.
Wäre der Seitensprung seiner Mutter damals schon aufgeflogen, wäre vielleicht schon früher thematisiert worden, dass es da eine vererbbare Veranlagung gibt und der Sohn deshalb entsprechend früher zur Vorsorge muß.
Aber die Mutter hatte ihrem Seitensprung damals versichert, er könne auf keinen Fall der Vater sein, es paßt zeitlich nicht, und er hat ihr das wohl gerne geglaubt.

Ich fände so eine Routinetest richtig.
Er dient vor Allem der Wahrung der Interessen des Kindes. Dessen Interessen stehen meiner Meinung nach weit über den (in erster Linie fianziellen) Interessen von Fremdgängern.
Und Interessen von treuen Partnern werden durch so einen Test in keinster Weise berührt.

Da ein Kleinkind seine Interessen selber noch nicht wahrnehmen kann ist es Aufgabe des Gesetzgebers dafür zu sorgen, dass die berechtigten Interessen des Kindes gewahrt werden.
Deshalb von mir ein ganz klares "ja" zur Titelfrage.

w, 44
 
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  • #77
#69 Falsch, so kann man das nicht pauschal sagen; die Wahrscheinlichkeit, dass MEIN Mann von MIR ein "Kuckuckskind" untergeschoben bekommt, liegt klar bei 0% !!

Und warum stört es dich dann, wenn routinemäßig nach jeder Geburt ein entsprechender Test gemacht wird, gleich zusammen mit allen anderen Tests, die sowieso anstehen?
Da du zu 100% weißt was Sache ist kann es dir doch egal sein, du würdest in dem Moment nicht mal darüber nachdenken, dass so ein Test gerade gemacht wird.
Ist es gesetzlich vorgegebene Routine, die täglich tausend Mal gemacht wird, immer und bei jeder Geburt, macht sich da kein Mensch mehr drüber Gedanken, weil es selbstverständlich dazu gehört.
Außer natürlich Fremdgänger oder krankhaft Eifersüchtige, aber deren Seelenheil ist in dem Moment doch ihr eigenes Problem, und kann nicht über den Interessen aller Kinder stehen.

Das ist wie beim Einkauf im Supermarkt, da hat jede Kassiererin auch die Anweisung in JEDEN Einkaufswagen zu schauen, nicht nur bei den Kunden, die ihr "verdächtig" vorkommen.
Fühlt sich irgendeiner hier deshalb in dem Moment unter Generalverdacht gestellt, dass er klaut?
Natürlich nicht, weil man es weiß, dass es zu ihrem Job gehört, es längst als normal empfindet, und als ehrlicher Kunde auch gutheißt, dass so wenig wie möglich Ware unbezahlt den Laden verläßt, schließlich zahlt jeder ehrliche Kunde diese Verluste über den Warenpreis mit.

Eigentlich fällt mir nur ein Grund ein, dass eine Frau sich gegen so einen Routine-Vaterschaftstest wehrt, obwohl sie immer zu 100% treu ist - Angst davor, dass der eigene Mann mit einer Affairenfrau ein Kind zeugt, und dieses dann raus kommt, wenn der gehörnte Ehemann der Affairenfrau nachforscht wer der Erzeuger des Kindes ist.

Denn das würde deiner eigenen Familie natürlich finanzielle Einbußen bringen, und deine eigenen Kinder würden auch noch einen Teil ihres Erbes verlieren an ihre Halbgeschwister.
 
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  • #78
Dann wird die Gesellschaft möglicherweise zu Unrecht in die Pflicht genommen, d.h. wir alle müssen für die Frau und das Kuckuckskind zahlen, sobald die Versorgung durch den vermeintlichen Vater nicht mehr gewärhleistet ist, obwohl der leibliche Vater zum Unterhalt verpflichtet wäre.

das wäre die gleiche Situation, wie jetzt auch. Die Frau kann den Namen der Affaire nennen (und einen Test machen lassen) oder nicht. Und wenn die Frau den Namen nicht nennt, hilft auch keine Testpflicht.
 
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  • #79
[...] die Wahrscheinlichkeit, dass MEIN Mann von MIR ein "Kuckuckskind" untergeschoben bekommt, liegt klar bei 0% !!

Das glaube ich Dir gerne. Allerdings wird so wohl jede Mutter argumentieren. D.h. wir hätten schlussendlich 100% der Frauen, bei denen die Wahrscheinlichkeit auf ein Kuckuckskind bei 0% liegt. Und woher, frage ich dann, stammen die 15 - 20% der untergeschobenen Kinder?

Mir scheint langsam, dass manche den Vaterschaftstest einfach nur aus dem Grund ablehnen, weil die Nutznießer - wenn man das Kind mal außen vor lässt - Männer sind. Daraus wird dann quasi der (falsche) Rückschluss gezogen, dass er sich zwangsläufig nur gegen Frauen richten kann.

Wäre der Fall umgekehrt (was natürlich rein biologisch nicht möglich ist), so würde die Bewilligung eines obligatorischen Mutterschaftstest im Forum als Schritt hin zur Gleichberechtigung abgefeiert werden. So jedoch ist es selbstverständlich eine böswillige Tyrannei der Männerwelt. Dass sich der Test im Grunde gar nicht gegen Frauen sondern nur für Männer richtet, wird geflissentlich missachtet.

Was ist denn bitte so verwerflich oder unverständlich daran, dass Männer Gewissheit haben möchten?
 
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  • #80
1. Die Rechte des leiblichen Vaters an seinem Kind.
2. Dann das Recht des Kindes seinen leiblichen Vater zu kennen, und von diesem versorgt zu werden, sowie das Recht auf ein mögiches Erbe.
Das würde voraussetzen, dass ein solcher Test den leiblichen Vater offenbart. Tatsächlich kann er aber nur bestätigen oder widerlegen, dass es sich bei dem anzunehmenden Vater auch um den biologischen Vater handelt. Wenn der Mann tatsächlich auch der Erzeuger des Kindes ist, dann war der Test ohnehin überflüssig, und wenn er es nicht ist, dann sind wir in der Frage der biologischen Vaterschaft zumeist auch nicht klüger. Das ist eine Überlegung, die wir noch vor die Frage setzen müssen, ob mit Blutsverwandtschaft tatsächlich automatisch solche Rechte einher gehen sollen.

26, w
 
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  • #81
@ 72

Ich verstehe was du meinst, aber leider bist du ja auch Teil dieser Statistik und somit war bei dir die Warscheinlichkeit eben auch 20%, aber es sind zum Glück die restlichen 80% gewesen.
Die 20% Warscheinlichkeit bleiben also - auch bei dir (böste Statistik, ich weiß).
Wenn ich jetzt alle Leute aus der Statistik nehme, wo die Situation so wie bei dir ist, dann steigt die Warscheinlichkeit für den Rest, sprich die 20% werden logischerweise noch größer.

Ich kann mir sowas ja auch garnicht vorstellen, aber irgendwoher kommt ja diese hohe Warscheinlichkeit - Wahnsinn, aber es ist halt so.
Ich glaub kein Betroffener, hat davor gesagt, ja gut ich trau es meinem Partner zu , aber was solls.
Aber das ist das übliche "soetwas passiert ja nur anderen" Gehabe.

Deswegen bleibe ich bei meiner Meinung.
 
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  • #82
Im übrigen ist die Information das jemand definitiv nicht mein biologischer Vater ist auch bereits Gold wert. Warum ein tiefere emotionale Beziehung zu einem Mann aufbauen der eben nicht mein wirklicher Vater ist.

Also mir wäre es jetzt wirklich völlig egal, ob mein Vater auch mein Erzeuger ist! Und umgekehrt gilt dies ebenfalls! Biologische Abstammung ist doch wirklich nur für Primitive von Bedeutung! Für hochkultivierte Menschen sind es eben genau diese tiefen emotionalen Bande, die eine verwandtschaftliche Beziehung ausmachen!

Ein obligatorischer Vaterschaftstest ist deshalb strikt abzulehen. Einen Rechtsanspruch darauf könnte man dagegen durchaus diskutieren!
 
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  • #83
Wau ich bin wirklich beeindruckt, was alles von so einem kleinem Test erwartet wird!

Wenn hier man jeder mit etwas Logik dran geht, wie viele Krankheiten es gibt, die vererbt werden können! Wenn ich versuchen würde das zu erklären, dad würde den Rahmen hier sprengen.

Eine Vaterschaf kann auch mit so einem Test nie zu 100% bewiesen werden, darum steht da ja auch immer 99,999% oder so. Das zu erklären warum da jetzt keine 100% stehen ist auch zu kompliziert.

So was man nicht von der Hand weisen kann, ein Kind ist nicht günstig und für einen Mann kann das verheerend sein, wenn er für ein Kind bezahlen muss was nicht seins ist.

Der Stadt macht sich das bei Ehepaaren auch sehr leicht. Der Mann war zu dem Zeitpunkt mit der Frau verheiratet, darum ist es sein Kind und er muss dafür sorgen.

Wenn ein Mann mit der Mutter nicht verheiratet ist, dann muss er die Vaterschaf anerkennen und da kann jeder Mann einen Test verlangen, ob die Mutter damit glücklich ist, ist eine andere Geschichte.

Ich als Frau bin nicht wirklich für den Test. Ich kann aber die Wünsche der Männer nachvollziehen, denn er baut ja nicht nur eine Emotionen -Bildung zum Kind auf, er ist auch für die Finanzierung des Kindes mitverantwortlich.

Ich bezweifel, dass ein Kind wirklich davon profitiert. Denn auch wenn es Kinder oder Menschen gibt, die gerne auch nach 20 oder mehr Jahren wissen wollen wer der Erzeuger war aber wenn man logisch überlegt, was so es dem Betroffenem bringen!

Der Test kann nur einen Mann vor einem finanziellem Ruin bewahren. Ich denke, eine größere Bindung entsteht dadurch nicht zum Kind.

Also es wäre schön, wenn die Männer hier einfach zugeben würden, es geht ihnen um das liebe Geld und sie möchten nicht das falsche Kind finanzieren.

Ob duch so einen Test die Abtreibungen wirklich steigen, kann möglich sein aber das rechtfertigt ja nicht die finanzielle Ausbeutung eines Menschen. Klar bringen Frauen gerne die Ausrede, das Kind gibt dem Mann ja Liebe und es ist ja egal wer es gezeugt hat, der Mann war ja vor der Geburt da, nach der Geburt, hat dem Kind vorgelesen u.s.w. Da aber das Finanzielle nicht an die Zuwendung geknöpft ist sondern an die Gene, dann ist das Argument nicht so gut.

Es sprechen schon ein paar Sachen für einen Test, denn es geht für eine Person um viel Geld. Aber ich denke, man kann diese Diskussion beenden, denn der Stadt hat keinen Vorteil davon, denn wenn durch so einen Test viele Ehen zerbrechen oder viel Kinder ohne einen Vater steht, der bezahlt, dann muss er ran.
 
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  • #84
#69 Falsch, so kann man das nicht pauschal sagen; die Wahrscheinlichkeit, dass MEIN Mann von MIR ein "Kuckuckskind" untergeschoben bekommt, liegt klar bei 0% !!

Dann können Sie doch eigentlich nichts dagegen haben, dass Männern mindestens das Recht auf einen Vaterschaftstest eingeräumt wird? Und um den Stress der eingebauten Misstrauensbekundung aus der Sache zu nehmen, könnte der dann durchaus obligatorisch durchgeführt werden.

Ich kann nur genau ein einziges Interesse erkennen, das zu verhindern. Und dieses Interesse ist extrem unfair. Da aber vorliegend Frauen und nicht Männer die Nutznießer sind... Kann man hier ja wunderschön nachlesen ...
 
  • #85
Um den Stress der eingebauten Misstrauensbekundung aus der Sache zu nehmen, könnte der dann durchaus obligatorisch durchgeführt werden.
Genau so habe ich das auch gesehen.
Ich kann nur genau ein einziges Interesse erkennen, das zu verhindern.
Ich neben dem naheliegendem Grund, der Vertuschungsabsicht, leider noch diesen zweiten, auf den ich auch nicht zuvor gekommen wäre:
Zitat von Gast 57:
Ich möchte nicht wissen, wie viel mehr Abtreibungen es geben würde, wäre der Vaterschaftstest obligatorisch.
Da bin ich gerade noch am Überlegen, ob so eine Auswirkung wirklich zu erwarten wäre: Das wäre für mich das Einzige, was gegen einen obligatorischen Test noch sprechen könnte.
 
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  • #86
Das Argument "Wenn man nichts zu verbergen hat, kann man es ja ruhig überprüfen lassen." ist einfach haarsträubend. Ich habe keine Straftat begangen, dennoch wäre ich äußerst unerfreut und würde mich in meiner Privatsphäre empfindlich gestört fühlen, würde ich regelmäßig eine obligatorische Hausdurchsuchung erdulden müssen. Ich selbst habe keine Kinder und wünsche auch keine, mich betrifft diese Frage also überhaupt nicht und ich kann somit gar nichts zu verbergen haben. Dennoch lehne ich einen verpflichtenden Test ab.

Ich dachte eigentlich immer, dass das eine Selbstverständlichkeit ist, in einer Gesellschaft, die sich in allen möglichen Bereichen um Gleichheit bemüht, nicht nur von Mann und Frau, sondern auch von Behinderten und Nichtbehinderten, Homos und Heteros, Schwarz und Weiß, etc etc.
Der Vorgang der Schwangerschaft ist ein Bereich, indem es keine Gleichheit geben kann, weil die Last der Schwangerschaft alleine bei einem Geschlecht liegt. Bedenken Sie die Konsequenz Ihrer Forderung der absoluten Gleichberechtigung in dieser Hinsicht: Wie wird die Frage der Abtreibung geregelt, wenn sich die Eltern nicht einig sind? Im Moment liegt die Entscheidung dafür bei der Frau. Dies ist selbstverständlich dem Mann gegenüber nicht fair, aber es ist auch nicht fair, dass die Last einer Schwangerschaft alleine bei der Frau liegt. Dass das Recht die Entscheidung darüber daher in ihre Hände legt, ist ein Ausgleich für diese einseitige Belastung. Wären gleiche Rechte in diesem Fall tatsächlich auch gerecht, oder nicht vielmehr das Gegenteil?

26, w
 
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  • #87
Richtig, das Recht jedes Kindes, seine Herkunft zu erfahren, gibt es schon, deswegen brauchen wir diesen Test nicht. Auch um Krankheiten o.ä. geht es nicht.
Es geht schlichtweg darum, ob wir ein Menschenrechte anerkennen wollen (das alleine Mänenr betrifft), nämlich das Recht zu erfahren, ob man "biologisch-eigene" Kinder hat.
Bisher wird Männern dieses Recht verwehrt.
Ob Männer davon im Einzelfall Gebrauch machen ist eine andere Frage. Menschen können ihr Hab und Gut verschenken, also von ihrem möglichen Eigentumsrecht keinen Gebrauch machen, und genauso sollen sie auch auf ein Recht, zu erfahren, wer ihr Kind ist, verzichten. Aber es ihnen zu verbieten ist ein Skandal!
 
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  • #88
Da bin ich gerade noch am Überlegen, ob so eine Auswirkung wirklich zu erwarten wäre: Das wäre für mich das Einzige, was gegen einen obligatorischen Test noch sprechen könnte.

Am warum soll bitte eine mögliche Abtreibung gegen einen Test sprechen! Die Frau entscheidet doch hoffentlich nicht danach ob ein Mann vorhanden ist der für das Kind bezahlen muss oder kann. Also auch ich als Frau finde, es sollte der finanziell belastet werden, der das Kind auch gezeugt hat. Also eigentlich bin ich nicht für den Test. Aber wenn man es ganz nüchtern betrachtet dann gibt es direkt nach der Geburt keine Leitfragen, wenn die Frau ehrlich ist. Und da ich hoffe, dass jede Frau weiß mit wem sie so Sex hatte, dann ist auch ein Vater für das Finanzielle da! Wahrscheinlich wird kaum eine Frau nach einer Vergewaltigung das Kind behalten.

Also da ein Kind extreme finanzielle Kosten verursacht und nicht nur was mit Liebe zu tun hat, kann man nicht nur die eine Seite sehen. Klar kommen jetzt die Argumente; ein Kind ist mehr wert als alles Geld der Welt. Ja das ist es und darum sollte die Frau die Entscheidung für eine Abtreibung nicht von dem Erzeuger abhängig machen.
 
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  • #89
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  • #90
Der Vorgang der Schwangerschaft ist ein Bereich, indem es keine Gleichheit geben kann, weil die Last der Schwangerschaft alleine bei einem Geschlecht liegt. Bedenken Sie die Konsequenz Ihrer Forderung der absoluten Gleichberechtigung in dieser Hinsicht: Wie wird die Frage der Abtreibung geregelt, wenn sich die Eltern nicht einig sind?

Entschuldigung, wir reden hier nicht von Schwangerschaft, wir reden hier von Elternschaft. Das sind doch zwei paar Stiefel. Sonst konstruieren wir hier aus der Tatsache, dass nur Frauen schwanger werden eine Elternschaft 2. Klasse für Väter. Ist es das, was du damit zum Ausdruck bringen willst?

Zur Frage der Abtreibung: Natürlich muss es Entscheidung der Frau bleiben, da stimme ich dir zu. Auch wenn ich mir wünschte, dass vor die endgültige Entscheidung eine notwendige Anhörung des Vaters vorgeschaltet ist, freilich nur als Meinungsäußerung zu verstehen, nicht als Anteil an der Entscheidungsgewalt. Dies würde allerdings durchaus auch praktische Schwierigkeiten mit sich bringen, aber das würde hier zu weit führen.
Aber eine Abtreibung findet, soweit ich weiß, vor der Geburt statt, natürlich kann es da keine Gleichheit zwischen Mann und Frau geben, wie absurd wäre das denn.

Ich glaube, dass die Strapazen von Schwangerschaft in diesem Zusammenhang aber gerne als Ausrede genannt werden, warum die Elternschaft von (ich hasse diese Unterscheidung zwar, aber: biologischem wie juristischem) Vater und Mutter nicht auf einer Stufe stehen. Aber dabei wird auch verschwiegen, dass trotz der Strapazen sehr viele Frauen sagen, dass es eine Erfahrung ist, die für sie nicht mehr wegzudenken ist. Man könnte argumentieren, dass bereits das der Ausgleich für die Strapazen ist. Warum dann noch ein anderer Ausgleich?
 
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