• #1

Ob es für mich schon zu spät ist?

Hallo liebe Community,
zuerst muss ich mal sagen, dass ich froh bin, dieses Forum gefunden zu haben. Ich lese hier interessante Themen mit.

Jedenfalls ging mir öfter etwas durch den Kopf was heute wieder aufgetaucht ist.
Eine Arbeitskollegin (42) hat mich heute gefragt wie alt ich bin. Als ich 27 Jahre gesagt habe fragte sie mich direkt ob ich verheiratet bin. Habe ich verneint. Dann fragte sie mich, ob ich wenigstens einen Freund habe was ich auch verneint habe.

Sie erzählt eigentlich nur von ihren 2 Kindern und ihrem Mann und als ich ihr dann gesagt habe, dass ich momentan quasi Vollblutsingle bin habe ich mich irgendwie geschämt.
Ich habe mir lange keine Gedanken ums heiraten und Familie gründen gemacht denn ich habe zwei Vorsätze:
1. Ich heirate nur einen Mann mit dem es passt und den ich liebe und der mich liebt!
2. Möchte ich nur Kinder, wenn ich besagten Mann habe, da ich nicht gezielt alleinerziehende Mutter werden möchte. (Ich weiß, man kann es nie garantieren!)

Doch bis auf zwei Männer gab es keine mit denen ich mir das auch nur ansatzweise hätte vorstellen können. Der eine lebt in Ungarn und der andere ist psychisch etwas labil was eine Beziehung leider nicht möglich gemacht hat.(Das war so ein herzzerreißendes Drama was mich heute nach 1,5 Jahren noch beschäftigt)

So langsam kommt mir in den Kopf, dass ich für all das nun schon zu alt bin. Viele in meinem Alter haben entweder langjährige Beziehungen; sind verheiratet oder sogar schon verheiratet mit Kindern.

Wie wir alle wissen, kann man nichts erzwingen. Ich hatte bis jetzt eine längere Beziehung in der wir zusammengelebt haben. Danach hatte ich einige Dates und kurzlebige Annäherungen aus den nichts geworden ist.

Wann ist das alles so verkorkst geworden? Gerade nach meinem Mittagsschläfchen kam ein totales Unwohlsein in mir auf und ich hatte plötzlich Angst, niemals die Chance auf so etwas zu bekommen.

Der letzte Mann(36)mit dem es fast zu einer Beziehung gekommen ist, meinte ich hätte zu hohe Ansprüche. Dazu muss ich aber sagen, ich habe mich nicht auf ihn eingelassen, weil er bei unseren Dates fast nur über seine ex Freundin hergezogen hat ( mit der er sich nach der Trennung noch nicht ausgesprochen hatte und mit der er eine Familie gründen wollte weswegen er sich ein großes Auto gekauft hat und und und)und generell noch mit so vielen Sachen beschäftigt war dass er nie auf mich eingegangen ist. Ich sagte ihm, dass ich nicht das Gefühl habe, dass er sich für MICH interessiert, sondern eher nur jemanden zum reden braucht. Da wurde er beleidigt. Für mich dann das eindeutige Zeichen, dass das nichts werden kann.

So. Nun will ich einfach abwarten und denke mir, irgendwann kommt schon der Richtige. Aber so langsam liegt mir die 27 im Nacken.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Eine Arbeitskollegin (42) hat mich heute gefragt wie alt ich bin. Als ich 27 Jahre gesagt habe fragte sie mich direkt ob ich verheiratet bin. Habe ich verneint. Dann fragte sie mich, ob ich wenigstens einen Freund habe was ich auch verneint habe.

Sie erzählt eigentlich nur von ihren 2 Kindern und ihrem Mann und als ich ihr dann gesagt habe, dass ich momentan quasi Vollblutsingle bin habe ich mich irgendwie geschämt.
Arbeitskolleginnen sollte man privat auf Distanz haben. Dein Privat- und Liebesleben geht sie nichts an!!!

denn ich habe zwei Vorsätze:
1. Ich heirate nur einen Mann mit dem es passt und den ich liebe und der mich liebt!
2. Möchte ich nur Kinder, wenn ich besagten Mann habe, da ich nicht gezielt alleinerziehende Mutter werden möchte.
richtige Vorsätze, Glückwunsch!:)

So. Nun will ich einfach abwarten und denke mir, irgendwann kommt schon der Richtige. Aber so langsam liegt mir die 27 im Nacken.
Wenn Du 37 wärst könnte ich Dein Unwohlsein nachvollziehen, Du bist mit 27 aber sehr jung und hast aus Deinen bisherigen Bekanntschaften und Erfahrungen die richtigen Schlüsse gezogen. Chapeau!

Und wenn Du Ablenkung brauchst lese einfach die in diesem Forum regelmäßig wiederkehrenden Trennungsdramen von Paaren, die schnell und unüberlegt - teilweise aufgrund vermeintlichen gesellschaftlichen Drucks - geheiratet haben.
 
  • #3
Sie erzählt eigentlich nur von ihren 2 Kindern und ihrem Mann und als ich ihr dann gesagt habe, dass ich momentan quasi Vollblutsingle bin habe ich mich irgendwie geschämt.
Das sind Erziehungsgeschichten, sogenannte Konditionierungen, sei stolz und glücklich dass du mit 27 in jeder Situation frei und unabhängig bist, lese doch einmal eine Woche lang diese Probleme hier über Beziehungen über Ehen über Kinder und schaue dich in deinem Umfeld näher herum und du bist happy und glücklich auch ein Vollblut Single zu sein! Wie innerlich arm Menschen sein müssen, die ausschließlich Gespräche führen über Kind und Mann!
 
  • #4
Zum einen bist du tatsächlich noch schön jung genug um entspannt zu sein. Deine zwei Gebote finde ich schön und vernünftig auch wennn der ein oder andere hier eher Vernunftbeziehungen favorisiert. Was deine Arbeitskollegen denken muss nicht deine Welt sein. Sollte es auch nicht. Bleib dir treu und erwarte einfach entspannt die Zeit die kommt. Erstens kommt es anders als man zweitens denkt. Immer diese Phrasen. 5€ für jede Weisheit hier und wir könnten alle hier mal ein Bier zusammen trinken. Grins...
M46
 
  • #5
Das hört sich alles sehr gut und sehr wohltuend normal an bei dir! Lass dich doch nicht von der Kollegin verrückt machen. Wer weiß, wie es mit ihrem Mann läuft und mit ihren Kindern - das wird vielleicht gar nicht so toll sein. Sie will dir da anscheinend was einreden, warum auch immer. Deine Ansprüche sind sehr gesund - geh davon nicht ab. Es ist viel besser alleine/ Single zu sein, als mit jemandem zusammen, der nicht passt oder/und der einen nicht liebt. Es ist gut wenn man da Ansprüche hat und kompromisslos bleibt. Schließlich kann und darf man heutzutage sogar als Frau alleine existieren. Selbständig, unabhängig, frei. Du hast noch jede Menge Zeit wenn man das junge Alter betrachtet. Du wirst es schon merken wenn es bei einem Mann passt. Ob das nun in einem Jahr ist oder in vier Jahren oder gar in zehn - du schaffst das schon. Alles ist besser, als mit dem Falschen zusammen zu sein.
 
  • #6
Liebe FS,

Torschlusspanik halte ich in deinem Alter für unangebracht. Wenn du 67 wärst, könnte ich es noch nachvollziehen, aber nicht mit 27.

Selbst wenn dir kein Mann über den Weg laufen sollte, mit dem du dir etwas Ernstes vorstellen kannst, dann freue dich doch über das Privileg Single zu sein.

Ich habe schon Kolleginnen so über ihre Partner reden hören, dass man den Eindruck gewinnen konnte, sie wären froh sie wieder los zu sein. Eine meinte, sie hätte nun mal den Mann und könnte ihn schlecht erschießen, aber falls mal Schluss wäre, würde sie nie wieder einen wollen. Du brauchst nicht davon auszugehen, dass alle Beziehungen oder Ehen das Gelbe vom Ei sind. Mancher, der in einer unbefriedigenden Beziehung steckt, wird dich vielleicht um dein Single-Leben beneiden.

Wenn du allerdings um jeden Preis einen Mann suchst und nicht warten willst, bis der Zufall dir einen in die Arme fallen lässt, dann solltest du vielleicht aktiv auf Partnersuche gehen.

Besser fände ich es allerdings, wenn du nicht gleich am Boden zerstört wärst, nur weil eine Kollegin, die Mann und Kinder hat, dich fragt, wie alt du bist und ob du einen Freund hättest, sondern locker und amüsiert darauf reagieren könntest.
 
  • #7
Du bist mit 27 im besten Alter, dir steht alles offen, ohne überstürzte Entscheidungen treffen zu müssen. Lass dir von niemandem deine Ansprüche vorhalten, du musst dich mit deinem Partner wohlfühlen. Und bei all den Sorgen und Gedanken um deine Zukunft denke daran, es gibt Frauen, denen sitzt die 35 bzw. 36 im Nacken. Trotz meines Alters habe ich immer noch die gleichen Vorsätze wie du. Weder möchte ich die nächsten 50 Jahre Bett und Tisch mit einem Kompromiss teilen, noch jemanden zu einer Familiengründung drängen, zu der er nicht hundertprozentig steht. Das wäre nicht ich. Also genieße dein Leben und die momentane Unabhängigkeit, mache das Beste daraus und sei einfach du.
w35
 
  • #8
#1 vielen Dank, dass du so auf mein Post eingegeben bist! Das hat Mut gemacht.

#2 ich weiß was du meinst, die Lust auf heiraten ist mir sowieso vergangenen, nachdem ich miterleben musste in welchen Rosenkrieg die Scheidung meiner Eltern endete und wie dramatisch die zweite Scheidung meines Vaters war, sodass er sich dadurch sogar das Leben nahm. Er sagte kurz davor, er steht das alles nicht nochmal durch. (Klar kam da noch mehr zusammen) aber da sieht man ja, wie gefährlich dieser "Vertrag" werden kann.

Ich glaube was ich meine und was mir fehlt ist eine Beziehung zu einem Menschen die mal wunderschön ist und eine Weile bleibt. Jemanden, mit dem ich mal Dramafrei eine gewisse Zeit denselben Weg gehe.. ich bin überzeugt, dass ein Mensch so eine Art von Liebe wenigstens einmal im Leben verdient hat zu erleben.
 
  • #9
Ich denke, die, die in Deinem Alter schon Ehe und Kinder haben, gehen einfach anders ran. Sie warten nicht auf einen Mann, der alles mögliche erfüllt, sondern verspüren den Wunsch nach einem Kind und treffen wen, mit dem sie es sich irgendwie vorstellen können oder bei dem sie so verliebt sind, dass sie an eine Zukunft im Glück glauben.

Dass Dir in Deinem Alter schon auffällt, wenn Dich einer als Rede-Eimer benutzt, wenn er über seine Ex herzieht, wird Dir die Sache schwer machen, dh. Du merkst schon eine Menge, die andere in dem Alter noch nicht durchschauen, und damit steigen tatsächlich die Ansprüche. Viele sind ja blind und kommen in eine Beziehung, wollen die nicht mehr aufgeben und merken DANN, dass sie mit vielem nicht klarkommen. Oder fassen einmal den Entschluss "der/die muss es sein" und reden sich dann die Beziehung schön oder versuchen, sich den Partner passend zu machen.


Warum? Ist Verheiratetsein eine Eigenschaft von Menschen, die besser sind als die Singles? Ich denke mal, es liegt daran, weil dann sowas kommt wie "aber du siehst doch gut aus" oder irgendwas, das DIR die Schuld gibt, dass Dich niemand nimmt. Dass Du selber die Entscheidung gefällt hast, wird nicht gesehen oder vielleicht nicht geglaubt. Man gilt als komischer Außenseiter. Aber das liegt nun an Dir, ob Du Dir den Schuh auch noch selber anziehst.

Allerdings kann es wirklich sein, dass Du Dir unterschwellig Männer suchst, mit denen sich nichts ergibt, weil Du eigentlich die Bez. und die deswegen zu schließenden Kompromisse nicht eingehen willst. Ich würde mich fragen, was für ein Bild ich von Beziehungen habe, wie siehst Du die Frau darin, wie den Mann, was soll alles passen, wo machst Du Kompromisse, wo würdest Du keine machen, was sind Deine beruflichen Wünsche und lassen sie sich vereinbaren mit dem Typ Mann, den Du willst? (Ein Karrieremann z.B. sucht nicht nach einer Karrierefrau, weil das unlösbare Konflikte gibt und sich meist kaum Paarzeit finden lässt, und er selber nicht gebrauchen kann, dass er dauernd Rücksicht nehmen muss auf die beruflichen Wünsche der Frau. Er braucht eine, die sich ihm anpasst und ihr Glück im Familienleben findet.)
 
  • #10
Bleib ganz ruhig, du bist 27! Das Drama mit dem Mann aus Ungarn lass doch langsam hinter dir, auf dich wartet das Leben und seine ganze Bandbreite an Männern. Darunter wird schon einer sein, mit dem es passt. Hilfreich ist es, Gelegenheiten zum Kennenlernen zu suchen - im stillen Kämmerlein auf den richtigen Mann zu warten, ist wenig zielführend. Geh auf (Single)Reisen, Tanzen (Kurs) und viel unter Leute, erweitere das Spektrum der Möglichkeiten.
 
  • #11
Du klingt etwas kindlich, irritiert, weißt nicht, wohin du im Leben möchtest. Hast auch keine konkrete Vorstellung, sondern agierst passiv "der richtige wird schon kommen". Ist dir so eine Frage wie von der Kollegin denn noch nie in den Weg gekommen?

Hat deine Kollegin einen Migrationshintergrund? Weil im Ausland wäre es, mit 27 ganz alleine zu sein, eher unüblich. Und nur in Deutschland fühlt man sich mit 27 zu jung zum Kinderkriegen.

Deine Vorstellungen sind Kind-geblieben.
Selbstverständlich möchte jeder einen Partner, den er liebt, an gerade in Deutschland stellt man sich da etwas zu sehr an finde ich, und wenn man zu lange wartet und immer mehr Ansprüche bekommt, wird es irgendwann gar nichts mehr. Generation Dauersingle über 30 lässt grüßen. Alles passt nicht, alles gefällt nicht. Man verhält sich wie ein Kleinkind, nicht Erwachsenwerden wollen.

Ich finde es nicht verkehrt, dass deine Arbeitskollegin mit 42 dich mal anstupst und dich erinnert, was du so im Leben möchtest. Ist ja deine Kollegin und ihr verbringt sehr viel Zeit miteinander.

Deine Kollegin bildet den Gegensatz zu dir, von ihr kannst du dir eine kleine Scheibe vielleicht abschneiden.

Höre hier bloß nicht auf die älteren Männer hier im Forum. Die suchen nur nach einer so jungen Frau ohne Kinder. Aber auch du wirst eines Tages alt, alleine und kinderlos bleiben, und diese Männer vielleicht austauschen oder stehengelassen werden. Deswegen musst du für dich und dein EIGENES LEBEN denken.
 
  • #12
@Tringi89,

also naja, ich denke, mit 27 sind das eher Luxusprobleme. Ich weiß aber, dass man sich gerade als junge Frau gerne mal von anderen Menschen beeinflussen lässt, die einem ein schlechtes Gefühl geben, weil man um die 30 ...

- noch keine Kinder hat
- zu viele Kinder hat
- zurzeit keinen Freund hat
- zu viele Freunde hatte
- noch nicht verheiratet ist
- mit dem Falschen verheiratet ist
- keinen Erfolg im Job hat
- zu sehr auf die Karriere achtet
- zu wenig Geld verdient
- zu viel Geld verdient
- zu dick ist
- zu schlank etc.

Andererseits hast Du vielleicht auch die Worte Deiner Arbeitskollegin als Kritik verstanden, obwohl es gar keine war. Es ist vielleicht für dich selber ein Knackpunkt, so dass Du es persönlich genommen hast. Denn ich denke nicht, dass ernsthaft jemand heutzutage noch eine 27-Jährige kritisiert, weil sie Single ist. Mir ist sowas nur einmal passiert mit einer !Mutter der Grundschulfreundin meiner Schwester!, die auch ganz schockiert war, dass ich mit 29 noch Single war. Erst war ich auch deprimiert, aber dann habe ich gedacht, ich kenne diese Person doch gar nicht richtig und sie mich nicht. Warum also lasse ich ihre Worte so nah an mich heran? Ich hätte der guten Frau lieber einen netten Spruch um die Ohren hauen sollen. Solche Leute leben halt in ihrer eigenen "heilen" Welt und alles, was davon abweicht, kritisieren sie. Dass ich dafür im Ausland studiert und gearbeitet habe, weil genau DAS mein Leben zu diesem Zeitpunkt erfüllt hat, davon wollen sie natürlich nichts wissen. Manche Menschen erfreuen sich auch einfach am vermeintlichen Scheitern anderer.

Lange Rede kurzer Sinn. Lass dich davon nicht beeinflussen und mach Dein Ding. Ich musste z.B. erst 31 werden und nach Asien ziehen, um meine Liebe zu finden. Eine ehemalige Freundin von mir hatte dafür seit vielen Jahren bereits einen Partner und ist jetzt schon geschieden. So kann's gehen.
 
  • #13
Hallo Trinigie,

ich kann dich verstehen...
mit 27 Jahren hast du aber noch Zeit den passenden Mann zu finden. Ich (32) merke auch immer mehr im Verwandtenkreis, dass jeder fragt "und hast du jetzt jemanden?". Mich setzt das auch voll unter Druck. Ich glaube deine Kollegin hat das gar nicht so gemeint, sie hat ja nur gefragt.
es hört sich aber so an, wie wenn du dich da selbst unter Druck setzt und das bringt dann letzendlich auch nichts.

Ich glaube, dass viele Frauen sich einfach nur einen auswählen, um sich den Kinderwunsch zu erfüllen. Und wenn ich mir so einige Beziehungen anschaue im Bekanntenkreis oder Erzählungen der Kolleginnen höre, dann möchte ich so eine Beziehung nicht. Ich suche auch nach jemandem, der mich versteht und mit mir auf Augenhöhe ist.
Letzendlich ist das alles Schicksal, ob und wann man solch einen Menschen trifft.

Versuche jetzt einfach dein leben zu leben wie du es dir wünscht. Probiere Neues aus und sei aktiv. Dann strahlst du Lebensfreude aus und lernst den passenden Mann kennen.
 
  • #14
Das Fenster für eine Familienbildung schließt sich bei Dir langsam. Bedenke, dass Du im biologischen Normalfall noch ca. 10 Jahre hast, problemlos bzw. überhaupt schwanger zu werden. Die Möglichkeiten der assistierten Reproduktion in höherem Alter sind begrenzt, teils mit riesigen finanziellen und sonstigen Schwierigkeiten verbunden und sollten keine falschen Hoffnungen wecken.
Wenn Du Kinder möchtest und diese nicht gerade mit einem Mann zeugen willst, den Du erst sehr kurze Zeit kennst, drängt die Zeit tatsächlich bereits etwas. Das hast Du erkannt, also los geht es.
 
  • #15
ich bin auch 27 und ich glaube wir sind in dem perfektem Alter, um die Liebe des Lebens zu finden. Wir sind zwar nicht mehr ganz so attraktiv wie mit Anfang 20, dafür hat man mit Ende 20 die geistige Reife, die man für sowas braucht. Und die Männer in unserem Alter, sagen wir mal 27plus, also etwa an die 30, sind auch "endlich" beziehungsfähiger und vielen davon haben sich die Hörner bereits abgestoßen ;) Also deine Frage: du bist definitiv nicht zu alt dafür, es ist gerade perfekt. Zu alt wäre vllt. Mitte 30, die müssen dann wirklich entweder die "Reste" nehmen, sorry das klingt jetzt doof, auch die Reste können ja super sein; oder bis zum Scheidungsphase warten.. Wobei ich glaube, das wir selbst in 10 Jahren noch keine Probleme haben werden, man muss nur mehr Kompromisse eingehen (der Partner hat dann vllt. schon ein Kind oder sonstiges) Genieße es!! In meinem Freundeskreis sind fast alle Mädels single, und die sind auch so 27-32.. Klar habe ich auch viele Freundinnen die schon verheiratet sind oder Kinder haben. Aber mir macht es meistens nicht soooo viel Spaß mit denen was zu unternehmen. Das soll jetzt nicht fies klingen, aber man hat halt andere Interesse / Einstellung / Lifestyle;)

Genieße das Leben, gehe viel feiern, reisen, kümmere dich um die Karriere.. du hast noch genügend Zeit für den Mann des Lebens.. Auch wenn unsere Attraktivitätskurve langsam gesunken ist, ich denke optisch ist man noch bis 30 am Höhepunkt !
 
  • #16
Liebe Tringi. Mir ist ganz spontan, als ich Deine Zeilen las, folgendes in den Sinn gekommen. Kennst Du das Marshmellow-Prinzip? Das hat was mit Belohnungsaufschub zu tun. Diejenigen, die warten können, sind meist erfolgreicher im Leben. Für Dich heisst das: Du bist auf dem richtigen Weg. Du nimmst nicht irgendeinen Mann, von dem Du schon weisst, dass es nicht optimal passt, weil Du nicht warten kannst, bis der Richtige kommt.

Es ist erwiesen, dass diejenigen, die nicht wahllos irgendwelche Beziehungen eingehen, sondern gezielt auf die richtige warten, später glücklicher werden. Und um das zu verstehen, brauchts nicht einmal ein besonders tiefes psychologisches Verständnis. Das hat was mit Reife, Eigenständigkeit und Unabhängigkeit zu tun.

Dazu braucht es Geduld, Vertrauen und Gelassenheit. Und darin können wir uns alle noch üben.

Kennst Du die Anleitung zum Unglücklichsein: ein Punkt davon: "vergleiche Dich mit anderen". Und lass Dir dann am besten noch deren Lebenskonzept überstülpen. Im Prinzip eine unglaubliche Sache: man hat sein eigenes Lebenskonzept, erklärt dieses zum Nonplusultra und erlaubt sich, andere daran zu messen. Genaugenommen unverschämt. Schließlich hast Du von Deiner Kollegin auch keine Rechtfertigung dafür verlangt, dass sie nicht mehr Single ist.

Denke dran: niemand hat immer alles. Für Deine Kollegin ist autonomes und freies Leben Vergangenheit. Ihr Leben ist eng in die Familie eingebunden. Du kannst noch Deine Freiheit leben und Dich auf später, auf den Richtigen freuen.

Ob es nun zu spät ist für Dich. So ein Schmarrn. Meine Freundin hat ihren jetzigen Freund mit 70 kennengelernt.

Entspanne Dich und lass das Leben einfach passieren. Die Kunst besteht letzlich darin, aus jeder Situation das beste rauszuholen. Und glaube mir: bei Deiner Kollegin wird auch nicht alles einfach und glücklich sein, auch wenn sie Dich das glauben lassen möchte. Viel Glück.
 
  • #17
Der gesellschaftliche Druck hat mich wieder zweifeln lassen- das war gestern extrem, eigentlich bin ich da gelassener.
Die Arbeitskollegin hat das nicht bewertet oder böse gemeint, ich glaube sie war einfach nur neugierig. (Ich bin neu in der Abteilung) Ich nehme ihr die Frage auch nicht übel. Worüber ich mir sorgen gemacht habe, war eben meine persönliche(natürlich innerliche) heftige Reaktion darauf. Sie hat meinen wunden Punkt getroffen, was ich ihr aber nicht gezeigt habe.


@Gast712
Ich bin weder irritiert, noch unsicher wohin mit meinem Leben. Es läuft alles in seinen Bahnen und ich habe die letzten Jahre viel dafür gemacht. Da hast du leider einen falschen Eindruck von mir bekommen.
Ich habe ja auch geschrieben, dass ich in dem Thema, in dem ich vielleicht irritiert bin zumindest gewisse Vorsätze habe. Also muss ich mir ja schon meine Gedanken gemacht haben.

Ich merke auch, du hast eine andere Einstellung als ich.
Also soll ich deiner Meinung nach meine kindischen Vorstellungen von Liebe (dass man sich findet, kennen und lieben lernt und gemeinsam schaut wohin die Reise geht) über Bord werfen und irgendeinen Kerl nehmen, mit dem ich mich zwar nicht 100% wohl fühle, aber eben 80%ig wodurch ich ENDLICH heiraten und mich fortpflanzen kann um bloß nicht alleine und Kinderlos zu enden??
Wahrscheinlich bist du so ein Arrangement eingegangen. Es ist schön, wenn es für dich funktioniert. Das hat meiner Meinung aber nichts mit den Kompromissen zutun, die man in der Liebe eingeht. Kompromisse wegen Wohnort, Kinder des Partners oder wer die Spülmaschine ausräumt - natürlich. Aber doch nicht mit Gefühlen!

@thelastman dein Kommentar kann ich gar nicht verstehen. Ich weiß nicht, warum du mir meine tickende Biouhr aufzeigst und meine Ängste noch verschlimmern möchtest sodass sich mehr Druck aufbaut...

@Moona Deine Art die Dinge zu sehen kann ich am Besten nachvollziehen. Das Marshmallow- Prinzip kannte ich nicht, aber das kann ich mir auch vorstellen. Unbewusst lebe ich auch mit der Einstellung (Je länger ich warte, desto gescheiter wird das, was ich bekomme).
Ich habe auch gelesen, dass sich in Deutschland (Generation Y) alles nach hinten verschoben hat. Es ist üblich, dass diese Generation erst mit ende 20 fest im Arbeitsleben steht und erst um die 30 "Erwachsen" wird und dann das Gefühl bekommt, genug Verantwortung für eine ganze Familie übernehmen zu können. Wir lassen uns einfach mehr Zeit als früher. (Dafür ist die Lebenserwartung auch um knapp 15 Jahre gestiegen).
 
  • #18
Wenn du 67 wärst, könnte ich es noch nachvollziehen, aber nicht mit 27.
Ob es nun zu spät ist für Dich. So ein Schmarrn. Meine Freundin hat ihren jetzigen Freund mit 70 kennengelernt.
Diese Antworten auf den Post der FS sind wirklich Schmarrn. Sie möchte eine Familie gründen und eine Lebenspartnerschaft finden. Da ist es ja wohl Unfug, ihr zu erzählen, dass sie bis 70 damit Zeit hat. Da geht es nur noch um die letzten gemeinsamen Lebensjahre in Gesundheit - nicht um ein gemeinsames Leben, was die FS sich wünscht.

Ich habe in jungen Jahren geheiratet und war über 20 Jahre verheiratet. Mit Ende 50 bin ich wieder in eine Partnerschaft gekommen.
Es ist ein riesengroßer Unterschied, wie Partnerschaft mit gemeinsamer Lebensplanung in jungen Jahren aussieht und wie sie gelebt wird, wenn sie mit 60 noch andauert, dabei gut läuft oder wie eine Partnerschaft ist, wenn sie erst im letzten Lebensdrittel- oder viertel zustande kommt.

Liebe FS,
Du machst Dir die richtigen Gedanken, solltest trotzdem nicht in Panik verfallen sondern darauf achten, dass Du Dir allmählich einen B-Plan machst, wie Du ein gutes Leben ohne Partnerschaft/Familie führen kannst, wenn Du keinen guten Mann findest.
Denn selbst wenn Du jetzt einen Mann findest, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es innerhalb der ersten 3 Jahre scheitert. Wenn Dir das noch ein weiteres Mal passiert mit Zeitraum für Partnerfindung, dann ist das Familienfenster so gut wie geschlossen. Daher ist der B-Plan wichtig.

Wann immer Dir ein Mann erzählt, dass Deine Ansprüche zu hoch sind, dann ist er nicht der Richtige, genügt nicht und will Dich auf sein Format downsizen.
Bleib' bei Deinen Vorstellungen vom passenden Mann. Alles andere funktioniert langfristig sowieso nicht.
 
  • #19
Liebe Fragestellerin, deine Ansichten für die Auswahl des Mannes, mit dem Du Familie leben möchtest finde ich sehr gut. Ich schätze, dass es viele Partnerschaften gibt, die nicht nach den Kriterien gegründet wurden. Da gehts viel mehr darum, finanziell sicher zu stehen, ein Geschäft auf Gegenseitigkeit oder mit aller Macht Kinder bekommen. Wenn man sich mal in seinem Bekanntenkreis umschaut, sieht man z.T. wirklich garstige Konstellationen. Ich finde auch, dass man mit Familiengründung sehr bedacht umgehen soll und diese erst startet, wenn man jemanden gefunden hat, wo man das Gefühl hat, dass dieser Mensch zu einem passt und man sich gegenseitig liebt. Selbst das ist noch kein Garant, dass es wirklich gut geht. Aber bei einigen Katastrophen, die ich miterlebt habe, war es schon zu Beginn absehbar, dass sich beide keinen Gefallen tun.

Mir fällt bei den Konventionsfragen immer die Sparkassenwerbung ein: Meine Frau, mein Haus, meine Yacht. Das lustige ist, dass diese Werbung sehr viel Wahrheit über das menschliche Zusammensein aussagt, deshalb ist sie vielleicht nach Jahren immer noch so bekannt. Es gibt sehr viele Leute, die nach Statussymbolen leben und seinen Nachbarn/Bekannten/Wen auch immer zeigen wollen, wie toll und vor allem normal sie leben und das sie dazu gehören. Genau das hatte ich mir unterschwellig bei deinem geschilderten Dialog mit deiner Kollegin gedacht.

Wenn man sich von den Konventionen gedanklich frei macht, lebt man ein viel besseres Leben. Niemand ist verpflichtet, Erwartungen anderer zu erfüllen, schon gar nicht ggü. Leuten, die man nicht leiden mag oder nicht kennt. Ich habe mir z.B. angewöhnt, meine persönlichen Ziele zu verfolgen, ohne irgendwelche Erwartungen zu haben. Das Lustigste dabei ist, dass ich häufiger zu mir den Satz sage: Das ist jetzt wirklich besser gelaufen, als ich gedacht habe (ist wohl doch ein bisschen Erwartung drin). Genauso kannst Du deine Suche nach einem passenden Mann angehen: keine großen Erwartungen, lerne ihn erstmal vernünftig kennen und wenn es passt, ergeben sich i.d.R. alle anderen Sachen daraus, die für euch beide wichtig sind. Das, was sich ergibt, geht nur euch beiden was an. Mit 27 bist Du in einem guten Alter, sehr viele Erfahrungen zu sammeln und für so ziemlich nichts zu alt außer vielleicht den Kindergarten. Lebe, wie es dir gefällt und versuche, viele Erfahrungen und Menschen kennen zu lernen. Daraus ergeben sich Gelegenheiten und diese musst Du erkennen und die interessanten nutzen. Schaffe also Gelegenheiten, davon aber möglichst viele.
 
  • #20
Erzähle deiner Kollegin, dass du gerade den 3. Urlaub für dieses Jahr planst, dass du am Samstag Abend nach dem Konzert, auf dem du warst, wahnsinnig guten Sex hattest und dann am Sonntag bis mittags nicht aus dem Bett gekommen bist.

So mache ich das und die Leute mit Kindern, die mir erzählen wollen, ich müsste jetzt eine Familie gründen, werden dann ganz still.

Du bist 27, du kannst noch alles erleben, was du möchtest. Das wichtigste ist, tu nur, was du in deinem Inneren möchtest und nicht, was dir dein Umfeld einzureden versucht.
 
  • #21
Ich glaube was ich meine und was mir fehlt ist eine Beziehung zu einem Menschen die mal wunderschön ist und eine Weile bleibt. Jemanden, mit dem ich mal Dramafrei eine gewisse Zeit denselben Weg gehe.. ich bin überzeugt, dass ein Mensch so eine Art von Liebe wenigstens einmal im Leben verdient hat zu erleben.
Das liegt meist aber auch an einem selber, wenn man sich Partner mit Drama wählt. Inwieweit das bei Dir zutrifft, weiß ich natürlich nicht, also Du hast noch nichts geschrieben, dass ich das wirklich denken würde.
Es ist schwierig, jemanden zu finden, in den man sich verlieben kann, es sei denn, man hat eben einen Lebensplan, irgendwen halbwegs Passendes zu finden und den Rest zurechzubiegen und hinzuerziehen.
Die Arbeitskollegin hat das nicht bewertet oder böse gemeint
Doch, sie hat gewertet und genau darauf springt man unbewusst an. Sie hat gesagt:
Als ich 27 Jahre gesagt habe fragte sie mich direkt ob ich verheiratet bin. Habe ich verneint. Dann fragte sie mich, ob ich wenigstens einen Freund habe
Darin steckt das Wort "wenigstens" - also wenn Du schon in Deinem Alter nicht geschafft hast, verheiratet zu sein, gibt es denn da wenigstens wen, mit dem das bald passieren könnte. Das wirkt alles unterschwellig. Eine neutrale Aussage sähe anders aus. Überhaupt gibt es noch andere Themen, die man mit einer neuen Kollegin besprechen könnte.
 
  • #22
Das liegt meist aber auch an einem selber, wenn man sich Partner mit Drama wählt.
Oh definitiv, da bin ich deiner Meinung. Bei dem Mann, mit dem ich zusammengelebt habe hat es schon mit Drama und Spielchen angefangen. Als wir zusammengekommen sind haben wir uns ein High Five gegeben. ( Oh Man. Rückblickend.........)
Quasi, weil wir es endlich geschafft haben zueinander zu stehen. Die Beziehung war nach einer Weile ein reines Chaos.
Auf sowas würde ich mich nicht mehr einlassen.

Zum Glück habe ich danach auch gute Erfahrungen gemacht, nur leider nicht auf Dauer.
Als ich eine Freundin getroffen habe meinte sie, sie war von den lieben Kerlen immer schnell genervt.( geschieden mit 2 Kindern) Da sagte ich, ich verstehe das aber empfinde das Gott sei Dank überhaupt nicht mehr so.
Da musste ich erstmal auf die Schnauze fliegen- deswegen denke ich manchmal dass es für mich zu spät ist, weil die lieben Kerle wohl alle vergeben sind, da sie eben liebe Kerle sind!!