• #1

Nachlassendes Begehren - wie geht man damit um?

Ich habe mich in eine Situation hineinmanövriert, in der ich momentan nicht so richtig weiter weiß. Seit 7 Jahren bin ich in einer Fern-Beziehung mit einem erheblich älteren Mann („geplant“ war das damals nicht, es ist einfach passiert und plötzlich befand ich mich in einer festgezurrten Beziehung), und mein Gefühl ist heute leider nicht mehr so wie am Anfang – ich begehre ihn einfach nicht mehr und habe immer seltener Lust auf körperliche Nähe. Nun ist das Begehren bei ihm aber umgekehrt ungebrochen, ich habe sogar das Gefühl, je mehr ich mich zurückziehe, desto stärker drängt er, desto häufiger will er mich sehen usw. Ich genieße die Freizeit, den Urlaub mit ihm, das ist sehr schön, erotisch wollen sich bei mir aber keine Gefühle mehr einstellen, sei es, weil ich einen inzwischen stark gealterten Mann in ihm sehe, oder weil ich selbst gerade in die Wechseljahre komme und die Hormone verrückt spielen.

Wenn wir uns 14 Tage nicht gesehen haben, macht er schon wieder leise Pläne für seinen nächsten Besuch bei mir. Mir wird das aber echt zuviel, und ich weiß nicht, wie ich das wieder etwas zurückfahren kann, ohne ihn zu sehr zu verletzen. Wahrscheinlich gibt es nur zwei Möglichkeiten – ja oder nein, ganz oder gar nicht? Als Partner, hauptsächlich als Ansprechparter würde er mir schon sehr fehlen, wir pflegen einen intensiven geistigen Austausch miteinander. Aber man kann sich offenbar nicht nur die angenehmen Seiten in einer Beziehung aussuchen, und so habe ich jetzt die Wahl zwischen ALLEM – mit allem Unangenehmen, oder NICHTS…

Andererseits: ich frage mich schon lange, wie das praktisch gehen soll, auf lange Zeit immer ein und denselben Partner zu begehren – eigentlich ist das, was ich hier beschreibe, doch vorprogrammiert, oder nicht? Das war mehr oder weniger immer so in meinen vergangenen Beziehungen, die länger als 3 Jahre angedauert haben, Tendenz mit den Jahren steigend… Aber da komme ich auch nicht raus aus meiner Haut! Vielleicht bin ich ja Langzeit-beziehungsunfähig?? ;-)))
 
G

Gast

  • #2
Du hast hier ja noch einen anderen Eintrag zum Thema Wechsel-jahre. Als Kerl kann man dazu naheliegenderweise nicht so viel sagen – sollte es besser auch nicht. Gleichwohl wird immer mal wieder postuliert, es gäbe so was bei Männern auch; das nennt man dann sehr verschämt wohl Midlife Crisis.
Wie dem auch sei – ich kann da nicht mitreden. Ich hab' so was nie erlebt, hatte auch bisher nie auch nur den minimsten Einbruch in meinem Sex-Begehren. Umso mehr haben mich grad Frauen fortgeschritteneren, aber noch sehr sex-aktiven Alters beindruckt, die ganz klar und apodiktisch bekundeten, dass sie den Begriff Wechseljahre bei anderen Frauen auch eher nur als faule Ausrede meinen beobachten zu können.
Man sollte es indes nicht fort zu diskutieren versuchen, dass hormonelle Veränderungen bei Frauen wohl zu sehr viel ein-schneidenderen Veränderungen führen als bei Kerlen. Bekannt ist das (nicht sehr häufige) wahrlich ein ganzes Leben zerstörende Phänomen, dass junge Frauen schon mitten in der Pubertät voll, und dann entgültig ausgebremst werden. Weit offensichtlicher und alltäglicher sind die Beobachtungen von Frauen, die bereits mit 28 ausgedient haben, ausgesteuert sind. – Solche Willkür der Natur sollte man nicht einfach mit einer verächtlichen Redensart fort wischen wollen. Um so erfreulicher die Beobachtungen von Frauen, die sich ihre sexuelle Vitalität bis weit-weit über das Alter von 50 Jahren hinaus zu erhalten wissen. – Und darüber kann man mit denen dann auch immer wieder mal sehr gute Gespräche führen. Ich meine, aus diesen Gesprächen, und insbesondere aus eigener Mit-Arbeit deduzieren zu dürfen, dass solche Vitalität auch, und zunächst einmal, ein hohes Maß an Bewusstsein dieser Zusammenhänge voraussetzt; und als (intellektuelle) Folgerung daraus dann auch das aktive Umsetzen. Den beschädigten Arm hält man nicht fit durch Schonung, sondern durch Training. Das gilt noch mehr so für den Brain… - woraus ich folgere, dass meine eigene Sex-Vitalität, wie die solcher Frauen auch, sehr stark davon geprägt ist, dass man in Übung bleibt.
Wenn Du nicht die klassische Tat-Type bist, wirst Du Dich aufs Problem-Grübeln reduzieren müssen. Eine solide Beziehung besteht nicht in erster Linie aus Ablehnen, Ausbremsen (Zitat: wie ich das wieder etwas zurückfahren...); sonst bist Du bald mal ausgebremst. Und - alle 14 Tage...- das ist ja wohl insgesamt schon eher nur noch Pflicht-Übung; da wär' ich schon längst über alle Berge.
 
  • #3
Ich frage mich, was das für eine Beziehung ist, in der man sich nur alle paar Wochen mal sieht... und das schon so ewig.

Fairerweise solltest du ihm sagen, was Sache ist, dann kann er sich überlegen, inwieweit er sich weiter quälen will mit der Situation oder nicht, und vielleicht könnt ihr wirklich ganz normale Freunde werden.

Alles andere ist Missbrauch und Ausnutzen.
 
G

Gast

  • #4
Lieeb FS,
ich habe Deinen Parallelthread Wechseljahre gelesen - nun wird es deutlicher.
Zum einen kann ich sehr gut verstehen, dass die Lust sehr nachlässt, wenn Du selber im Wechseljahralter bis und noch einen deutlich älteren Partner hast, den Du als "stark gealtert" beschreibst und den Du deswegen auch körperlich nicht mehr begehrst.
In solchen Dingen bin ich als Frau in Deinem Alter ganz klar: ich tu' meinem Körper und meiner Seele keinen Zwang an. Wenn ich den Mann nicht begehre, habe ich keinen Sex mit ihm - ist doch ganz einfach.

Das müssten Männer lernen, die sich deutlich jüngere Partnerinnen suchen, dass sie wegen des Altersunterschieds irgendwann die Partnereigenschaft verlieren und es nur noch für die Befriedigung der sozialen Bedürfnisse/Freundschaft langt. Und Frauen müssen lernen, es als ihr natürliches Recht zu sehen und auch das kommunizieren.
Du kommst mir sozial unreif vor: "wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass" - das funktioniert nicht. Du bist eine ältere Frau und wirst Dich wie eine solche verhalten müssen oder Dich weiterhin mit etwas rumquälen, was Dir anstrengt.

Aufgrund der Tatsache, dass Du wiederholt in die Situation gerutscht bist, dass der Partner nach wenigen Jahren die Attraktivität für Dich verliert, sehe ich ein weiteres Problem: Du gestaltest Beziehungen zu harmonisch, rutschst in der Partnerschaft in die Freundschaftsschiene und deswegen funktioniert der Sex nicht - die Spannung ist weg. Vermutlich hast Du zuwenig eigenen Lebensbedürfnisse und passt Dich zu sehr an.
 
G

Gast

  • #5
Das kenne ich auch so, nach einigen Jahren ist bei mir meist kaum noch Interesse an Sex vorhanden. Das war schon immer so und trotzdem hatte ich lange Beziehungen und eine Ehe, weil ich glücklicherweise Partner hatte, die da auch keinen Riesenwert drauflegten. Ich hatte noch nie eine ausgeprägte Libido und Sex ist für mich kein Focus oder das Wichtigste in einer Partnerschaft so wie viele es hier im Forum darstellen. Für mich sind so viele Dinge wichtig und schön im Leben mit mir und mit meinem Partner.

In meiner letzten Partnerschaft war es dann 4 Jahre lang so, dass Sex Mittelpunkt war, weil es für ihn so wichtig war und ich weiss nun nachdem es zuende ist, dass ich das nicht noch mal in dieser Form brauche, es entspricht nicht meinem Naturell. Sex macht mir schon Spass, aber nicht wenn er täglich als selbstverständlicher Liebesdienst dem anderen gegenüber stattfinden darf (ja so hat er es formuliert mit dem Dürfen, sehr nett).

Und sobald einer drängt und der andere sich gedrängt fühlt, wird das Thema schwierig.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass Beziehungen heute nicht mehr viel länger halten als 8-9 Jahre. Muss ja nicht negativ sein, wir leben diesbezüglich einfach in einer neuen Zeit. Wir müssen nicht mehr etwas durchleben bis einer stirbt.

Wahrscheinlich wird das bei euch eher auseinandergehen. Stimmiger mit euch beiden wäre es, wenn er auch weniger Lust hätte. Ja es ist immer schade, dass man das andere Schöne auch verliert, aber den Kompromiss zu machen und Sex zu haben obwohl man nicht will, das kann es eben auch nicht sein.
 
  • #6
Andererseits: ich frage mich schon lange, wie das praktisch gehen soll, auf lange Zeit immer ein und denselben Partner zu begehren – eigentlich ist das, was ich hier beschreibe, doch vorprogrammiert, oder nicht?
Meiner Meinung nach, ist das Verhalten, was du da beschreibst ein Zusammenspiel von vielen Faktoren. Was bei dir negativ auf lange Zeit hineinspielt: "es ist einfach passiert" ...du wolltest nicht unbedingt und es hat sich zu der Zeit gerade so ergeben. Und der zweite Punkt ist das Alter, des Mannes ... er gefällt dir nicht mehr aber du ihm durch deine "frischere" Art noch immer.
Man kann auch auf Dauer keine gleichbleibende Anziehung erwarten, da sich im Umfeld und dadurch auf der partnerschaftlichen Ebene vieles verändert. Es ist aber langfristig normal, dass die Gefühle auch mal schwanken oder man mal grübelt, ob das alles so noch passt. Ich würde sagen eine kleine Berg und Talfahrt, je nach Gemüt und Umständen. Und solange die Abstände zwischen Berg und Tal nicht zu groß sind oder abreißen ist eigentlich alles in Ordnung. Etwas anders verhält es sich mit den Gefühlen und der Anziehung, wenn sich ein Part der Beziehung anderweitig in jemanden verguckt, dann hat der Partner geringere Chancen, aus einem Tal wieder für seinen Partner auf den Berg zu kommen, obwohl er sich kaum verändert hat.
 
  • #7
Liebe Eulodia,
zu einer festgezurrten Beziehung gehören immer zwei und so oder so, hat der Partner ein Anrecht auf Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit. Wenn sich deine Gefühle geändert haben, hat er ein Recht darauf es zu erfahren, um selber für sich entscheiden zu können, ob und in welcher Form er an der Beziehung festhalten möchte, oder nicht. Mit der Wahrheit hat man noch niemanden wirklich verletzt, mit den Verschweigen jedoch sehr. Vielleicht möchte dieser Mann auch alles oder nichts und hat so gar nicht die Chance......

Herzlichst Pia
 
P

Provence

  • #8
Umso mehr haben mich grad Frauen fortgeschritteneren, aber noch sehr sex-aktiven Alters beindruckt, die ganz klar und apodiktisch bekundeten, dass sie den Begriff Wechseljahre bei anderen Frauen auch eher nur als faule Ausrede meinen beobachten zu können.
Jede Frau erlebt ihre Wechseljahre anders. Es gibt Frauen, die mit 30 Jahren wenig oder keine Lust mehr auf Sex haben - und andere, die sich mit 80 noch am Sex erfreuen. Es ist eine gelebte Erfahrungssache (als ich nach einer Trennung lange Zeit keinen Sex hatte, vermisste ich ihn nicht einmal so sehr; Sex-aktiv allerdings fehlt er mir, wenn ich über mehrere Tage keinen habe); aber es hängt auch mit der eigenen Liebesbereitschaft (damit meine ich eher echte Gefühle als Sex) zusammen. Sexunlust auf die Wechseljahre zu schieben, ist in meinen Augen ein viel zu oft wiederholtes Vorurteil (ich bin eine w).

Seit 7 Jahren bin ich in einer Fern-Beziehung mit einem erheblich älteren Mann ... und mein Gefühl ist heute leider nicht mehr so wie am Anfang
Das kommt vor und muss sich nicht unbedingt an seinem Alter festmachen.

Wenn wir uns 14 Tage nicht gesehen haben, macht er schon wieder leise Pläne für seinen nächsten Besuch bei mir. … Wahrscheinlich gibt es nur zwei Möglichkeiten – ja oder nein, ganz oder gar nicht? Als Partner, hauptsächlich als Ansprechparter würde er mir schon sehr fehlen …
Wenn er mehr für dich empfindet, als du für ihn - finde ich es normal, dass er Pläne schmiedet. Dennoch solltest du mit ihm reden und ihm klaren Wein einschenken: »Alles oder nichts« muss das nicht bedeuten. Ich war einmal in einer ähnlichen Situation, ich mochte den Mann, liebte ihn aber nicht … das habe ich ihm liebevoll vermittelt. Heute ist er mein bester (platonischer) Freund, ich wollte ihn nicht missen.
 
P

Provence

  • #9
[QUOTE="Eulodia, post: 830671, member: 13505«] ... ich frage mich schon lange, wie das praktisch gehen soll, auf lange Zeit immer ein und denselben Partner zu begehren … [/QUOTE]

Das geht schon: indem du versuchst, deine Gefühle im Sex UND in den gemeinsamen Gesprächen/Unternehmungen/Interessen zu suchen (und hoffentlich auch zu finden). Eine breite Basis der geteilten Wichtigkeiten ist meist der beste Garant für eine langjährige, glückliche Beziehung.
 
  • #10
Ich frage mich, was das für eine Beziehung ist, in der man sich nur alle paar Wochen mal sieht... und das schon so ewig.
Fairerweise solltest du ihm sagen, was Sache ist, dann kann er sich überlegen, inwieweit er sich weiter quälen will mit der Situation oder nicht, und vielleicht könnt ihr wirklich ganz normale Freunde werden.
Alles andere ist Missbrauch und Ausnutzen.
Das ist eine ganz normale Fernbeziehung. Von meinem momentan nicht vorhandenen erotischen Interesse weiß er, das habe ich klar artikuliert. Ob er sich deswegen so sehr quält, das glaube ich jetzt nicht, denn auf die Schnelle findet er ja auch keinen "Ersatz". Jeder Mensch muss doch auch mit temporärer Enthaltsamkeit leben können, außerdem besteht ja immer die Möglichkeit, dass man/ frau sich selbst hilft!

Zum einen kann ich sehr gut verstehen, dass die Lust sehr nachlässt, wenn Du selber im Wechseljahralter bis und noch einen deutlich älteren Partner hast, den Du deswegen auch körperlich nicht mehr begehrst.
In solchen Dingen bin ich als Frau in Deinem Alter ganz klar: ich tu' meinem Körper und meiner Seele keinen Zwang an. Wenn ich den Mann nicht begehre, habe ich keinen Sex mit ihm - ist doch ganz einfach.
Das müssten Männer lernen, die sich deutlich jüngere Partnerinnen suchen, dass sie wegen des Altersunterschieds irgendwann die Partnereigenschaft verlieren und es nur noch für die Befriedigung der sozialen Bedürfnisse/Freundschaft langt. Und Frauen müssen lernen, es als ihr natürliches Recht zu sehen und auch das kommunizieren.


Du kommst mir sozial unreif vor: "wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass" - das funktioniert nicht. Du bist eine ältere Frau und wirst Dich wie eine solche verhalten müssen oder Dich weiterhin mit etwas rumquälen, was Dir anstrengt.

Aufgrund der Tatsache, dass Du wiederholt in die Situation gerutscht bist, dass der Partner nach wenigen Jahren die Attraktivität für Dich verliert, sehe ich ein weiteres Problem: Du gestaltest Beziehungen zu harmonisch, rutschst in der Partnerschaft in die Freundschaftsschiene und deswegen funktioniert der Sex nicht - die Spannung ist weg. Vermutlich hast Du zuwenig eigenen Lebensbedürfnisse und passt Dich zu sehr an.
Zu dieser Antwort möchte ich anmerken:
Sie ist zwiegespalten. In den 1. beiden Absätzen Verständnis, ja Zustimmung, dann plötzlich der Vorwurf der sozialen Unreife usw. Dazu kann ich nur sagen:
Ich tu mir eben auch keinen Zwang an und ich kommuniziere das auch offen und ehrlich.
Der Versuch, eine Beziehung harmonisch zu gestalten, kommt zudem von beiden Seiten, sicherlich , weil wir beide zuvor anders, Unschönes erlebt hatten. Was meine Anpassung anbelangt, die ist eher zuwenig vorhanden als zuviel! Ich ziehe doch eher ziemlich mein eigenes Ding durch, sonst würden wir längst unter einem Dach wohnen und wären verheiratet. Das tue ich bewusst aus dem Grund, weil ich die Frische der Beziehung erhalten wollte, auch aus der Kenntnis früherer Erfahrungen, dass Alltag eine solche tötet.
Tja, die Spannung ist nun aber trotzdem weg... Wahrscheinlich war sie von Anfang an nicht sehr stark und die Harmonie überwog. Letzteres hat ja aber auch ihr Gutes. Warum muss man denn alles am Sex festmachen? Ist der denn wirklich soooo wichtig?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
A

ak18

  • #11
Sprich mit ihm - vielleicht ist er ja auch unglücklich.

Vielleicht möchte er schon lange mehr Nähe, vielleicht will er sich lösen und kann es nicht von sich aus.

Egal wie - wenn du dir sicher bist, dass er es nicht "mehr" für dich ist, sag ihm das und gib ihm eine Chance eine andere Partnerin zu finden, die besser zu ihm passt.
 
G

Gast

  • #12
Warum muss man denn alles am Sex festmachen? Ist der denn wirklich soooo wichtig?
Liebe FS,
hast Du vergessen, dass ausgerechnet Du zeitgleich 2 Threads in der Kategorie Sexualität aufgemacht hast? Wenn man daraus nicht schlussfolgern kann, dass DIR das Thema Sex sehr wichtig ist, woraus denn dann?

Du argumentiertst wie viele Frauen und gibt es Gegenwind, dann wird die Wirklichkeit verdreht und ja, das ist sehr unreif weil wenig die Situation reflektierend.

In Deinem Eingangspost schreibst Du, Du begehrst ihn nicht mehr, aber der Dich unverändert und dass er Dich bedrängt.
In einer späteren Antwort, "quält" ihn Dein Desinteresse nicht so sehr. Ja was denn nun? Er bedrängt Dich, weil er Druck hat oder es ist ihn eher egal?

Es ist eben keine normale Fernbeziehung, wenn man sich nur alle paar Wochen trifft. Ich hatte 3 Fernbeziehungen und alle 2 Wochen war der maximale Rhythmus, ansonsten ist es keine Beziehung, sondern Friedship with benefits.
Ja wenn Du auf die Benefits keine Lust mehr hast, dann machst Du eben ohne weiter und wenn er das nicht will, weil ihm die reine Harmonie zuwenig ist und er dafür den Aufwand über die Entfernung nicht will, dann läuft es eben aus. Das ist der Lauf des Lebens.

Mach' Dir doch mal Gedanken, woran es liegt, dass bei Dir Beziehungen nach kurzer Zeit sexuell einschlafen. In meinem Umfeld kenne ich diverse Ehen über mehr als 20 Jahre und meine Freundinnen haben alle noch gernnSex mit ihren Männern. Es ist also nicht normal, das die Sexualität einschläft.
Ich hatte auch mit sexuellen Desinteresse in der Ehe zu kämpfen. Es war aber ein Ausdruck für meine innere Entfernung von meinem Exmann, die ihren Ausdruck in der Sexualität fand und für mich an dieser Stelle als erstes wahrnehmbar war.