• #1

Mutter gibt Kind zur Adoption frei

Hallo!
Angenommen eine junge Frau wird ungewollt schwanger, behält das Kind, merkt anschließend aber dass sie für das Kind nicht sorgen kann und will. Der Vater kümmert sich ebenfalls nicht um das Kind.
Nun nimmt die Oma das Kind zu sich und adoptiert es. Die Mutter führt daraufhin ein normales Leben. Sie beendet ihr Studium, geht arbeiten, hat Freunde, eine eigene Wohnung etc. Das Kind holt sie nicht wieder zu sich. Würdet ihr so eine Frau als Partnerin ausschließen?
 
  • #2
Fragst Du für eine Freundin…zwinker?
 
  • #5
Ja ich finde das krass, dass eine Mutter ihr Kind nicht wieder zu sich holen möchte.
Dass sie es bei Überforderung zur Mutter gibt ist ok - aber warum adoptiert die Oma das Kind?
Das wäre doch gar nicht nötig gewesen.
Warum interessiert sich diese Frau so überhaupt nicht für ihr Kind?
Ich finde das sehr traurig.

Wie alt ist die Frau, und wann hat sie es bekommen?
Ich könnte das ja noch verstehen, wenn sie es mit 14/15 bekommt, dann zur Oma abgibt, um weiter die Schule/Ausbildung zu beenden. Das hätte ich als Oma auch gerne für meine Tochter und Enkel gemacht.

Aber wieso unbedingt adoptieren?
Warum interessiert sich die Mutter so wenig für ihr Kind?
Das wirft kein gutes Licht auf die Frau, sorry.
 
  • #7
Nein, würde ich nicht.
Warum ?
Geht es dem Kind bei der Oma gut, hat es eine schöne Kindheit - dann würde ich es als eher negativ sehen, das Kind aus seiner Umgebung zu reissen.
Ich halte es für besser, einem Kind eine geregelte Zukunft zu bieten als selbst mit Widerwillen die Aufgabe zu übernehmen, das Kind aufzuziehen.

Es gibt Frauen, für die die Mutterrolle nichts ist. Besser, sie erkennt das bevor dem Kind Schaden zugefügt wurde.
 
  • #8
Nun nimmt die Oma das Kind zu sich und adoptiert es...... Das Kind holt sie nicht wieder zu sich.
Was hast Du für ein merkwürdiges Rechtsverständnis? Das Kind wurde adoptiert. Sie kann es nicht einfach zu sich holen. Das liegt nicht in ihrer Hand.

Und was hast Du für ein merkwürdiges Sozialverständnis. Ein Kind ist kein Möbelstück, was sich hin- und herschieben lässt, wei es den Erwachsenen passt oder nicht passt.

Würdet ihr so eine Frau als Partnerin ausschließen?
Das wäre für mich nicht das Thema. Dich schon eher wegen s.o. kompletter Respektlosigkeit vor den Bedürfnissen des Kinder, den Adoptiveltern..... und wer immer noch am Leben des Kindes beteiligt ist.
 
  • #9
Ich würde eine solche Frau nicht haben wollen.
Eine Frau die "frei" genug ist, dass sie mit einem x-beliebigen und unzuverlässigen Hallodri ein Kind zeugt, und dann aber die Verantwortung nicht übernehmen will, sondern lieber das Kind dauerhaft abschiebt? Als ernstzunehmende Partnerin aus meiner Sicht völlig ungeeignet.
 
  • #10
Das sind doch viel zu wenig Informationen. Wie soll man da etwas sagen?
 
  • #11
Warum sollte ich eine Frau aufgrund von einzelnen, unvollständigen Details ihres Lebenslaufes pauschal ausschließen? Das wäre doch einfach dumm.
 
  • #12
Es gibt Frauen, die zu gewissen Lebensphasen ihr Kind freigeben, das ist ein großer Schritt, der sicher nicht ohne Not passiert.
Eine Adoption kann man nicht rückgängig machen.
Die Geschichte ist unvollständig, da braucht es den Einzelfall, bevor man die Frau als Rabenmutter und sonstiges verurteilt.
Nicht jedes Kind ist ein Wunschkind, nicht immer ist alles optimal.
 
  • #13
Ich würde fragen warum!
Mal eben adoptieren ist ja auch sehr endgültig...Ich würde einer Tochter zb nicht die Chance komplette nehmen, ihr Kind zurück zu bekommen (schrittweise).

Also da kann soviel hinterstecken, da bräuchte ich Infos und wie ein Mensch reagiert zb.
 
  • #15
Da der Frau in diesem Beispiel so viel Verständnis entgegenschlägt, würde ich mal zur Gegenprobe aufrufen:

Würdet Ihr den Mann in diesem Beispiel als Partner haben wollen - also einen Typen der sich -wie die Mutter- völlig von der Verantwortung lossagt, gemeinsam mit der Mutter sein Studium beendet und dann völlig unbeeindruckt sein Leben (ohne Kind) weiterlebt?
 
  • #16
Verantwortung lossagt, gemeinsam mit der Mutter sein Studium beendet und dann völlig unbeeindruckt sein Leben (ohne Kind) weiterlebt?
Wir hatten hier doch den Fall, wo der F plus Freund während der Schwangerschaft Schluss gemacht hat, weil er das Kind nicht wollte.
Von einigen ForistInnen kam sogar der Rat, das Kind doch besser abzutreiben, wenn der Mann das Kind nicht will.

Glaubst du, dieser Mann wird nie wieder eine Partnerin haben?
(So wie hier der Vater hier sich auch nicht um das Kind kümmert)

Und es gibt zahlreiche Männer, die nur Unterhalt zahlen aber mit dem Kind nichts zu tun haben wollen, die trotzdem Partnerschaften führen.
(Ja und es gibt auch die Fälle, wo die Mütter dazwischen funken um das gleich vorweg zu nehmen.)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #17
Eine Adoption kann man nicht rückgängig machen.
Aber der Weg zur Adoption verläuft auch nicht über Nacht und ist ein längerer Prozess, bei dem das Jugendamt erstmal die Vormundschaft übernimmt. Schließlich müssen die Adoptiveltern auf Eignung hin geprüft werden. So easy ist das in Deutschland nicht…

Das ist ja keine Entscheidung, die Mutter und Tochter unter sich fällen können.

Und es geht den meisten dabei sicherlich nicht darum, irgendwen zu verurteilen. Aber die Frage war, ob man persönlich mit jemanden eine Beziehung eingehen würde, der das eigene Kind zur Adoption freigegeben hat.

und wenn ich da in mich hineinhorche muss ich ganz klar sagen: das geht mit meinen Werten nicht konform. Ich hätte Schwierigkeiten damit, der Person aufrichtigen Respekt und Wertschätzung entgegenzubringen und würde damit als Partnerin ganz klar ausscheiden.

Ich mache da auch keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Ein Mann, der nicht mit Leib und Seele seine Vaterrolle lebt, käme für mich auch nicht infrage.
 
  • #18
Ich könnte das pauschal nicht sagen. Selber gehöre ich eher zu der Sorte, die großen Wert auf Unabhängigkeit legt und sich deshalb die Sache mit dem Kind sehr lange überlegt hat. Eben wegen der Riesen-Verantwortung. Die habe ich aber mit der Entscheidung voll und ganz angenommen und erwarte das auch von meinem Partner.
Generell aber denke ich, dass Adoption besser ist, als abzutreiben oder das Kind nach der Geburt spüren zu lassen, wie unwillkommen es ist. Viele Menschen wünschen sich ein Baby. Mit einer Adoption ist beiden Seiten geholfen.
Ich würde es daher erst mal im Kontext sehen.
 
  • #20
Gilt das auch für den U20jährigen, bei denen die Schwangerschaft ungewollt war, entschieden wurde, nicht abzutreiben, aber es dann doch nicht funktionierte?
ja. Ich kenne Menschen, die mit 16 ungewollt schwanger wurden und dennoch alles hinbekommen haben - inklusive Jura Studium. Sowas formt den Charakter. Ebenso die Entscheidung sich der Verantwortung zu entziehen.

Aber es gibt mit Sicherheit genügend Menschen, denen das nichts ausmachen würde.
 
  • #21
Würdet Ihr den Mann in diesem Beispiel als Partner haben wollen - also einen Typen der sich -wie die Mutter- völlig von der Verantwortung lossagt, gemeinsam mit der Mutter sein Studium beendet und dann völlig unbeeindruckt sein Leben (ohne Kind) weiterlebt?

Tja, stell dir vor, das ist ganz normaler Alltag und passiert jeden Tag tausende Male in Deutschland. Frau wird ungeplant schwanger, Mann verpi** sich und das Kind ist ihm egal.
Wird von der Gesellschaft akzeptiert, nur Frau muss sich rechtfertigen.

@TE: Ich würde hinterfragen, warum sie das getan hat. Das kann ja viele Gründe haben. Einige würden bei mir dazu führen, auf Distanz zu gehen, andere nicht.

W36
 
  • #22
Ja ich finde das schlimm und hätte dafür auch kein Verständnis.

Ich habe auch sehr jung mit 19 ein Kind bekommen und es wäre für mich niemals in Betracht gekommen, es wegzugeben. Gerade wenn man eine tolle Omi noch an der Hand hat, ist doch alles super zu händeln. Ich habe auch immer viel Unterstützung von den Omas erfahren.

Ich habe mal einen Mann kennengelernt, der die Kinder ins Heim geben wollte, weil die Mutter psychisch krank war und sich nicht mehr kümmern konnte und er seinen absolut durchschnittlichen Job für wichtiger befand. Dies vor allem nach seinen permanenten Erzählungen wie sehr er doch seine Kinder lieben würde.

Ich habe auch moralische Ansprüche an meinen Partner und erwarte Verantwortungsbewusstsein. Wer seine eigenen Kinder ohne große Not weggibt käme für mich als Partner nicht in Betracht.

Kein verdammte Job ist es wert, seinen Kindern so etwas anzutun. Schon gar nicht in einem Land wie Deutschland, in dem man sozial abgesichert ist.
 
  • #23
Hallo @Frau.X . Ich bin zwar eine Frau aber ich sehe keinen Grund, so eine Frau als Partnerin auszuschließen. Man wird älter und reifer. Sich für eine Frau zu entscheiden, heißt immer noch nicht, sie später heiraten zu wollen. Also wenn sie sich als eine tolle Frau erweist...dann war das auch eine gute Entscheidung.
 
  • #24
Mein Expartner hatte ein ungewolltes Kind, um das er sich bis auf Unterhaltszahlungen nicht gekümmert hat, es hat bei der Mutter und ihrem neuen Partner gelebt. War für mich kein Grund, ihn auszuschließen, denn er hatte seine Gründe und war trotzdem nett. Ich bin noch nicht mal auf die Idee gekommen, ihn dafür zu verurteilen, denn ich kannte ihn doch und wusste, dass er ein guter Mensch ist und mir gefällt. Warum sollte ich jemanden wegen so was pauschal ablehnen? Ich würde neugierig nachfragen und mich würden die Details interessieren. Er hat aber damit gerechnet oder hätte es verstanden, wenn ich aufstehe und gehe, nachdem er es mir erzählt hat. Es scheint also durchaus Leute zu geben, die so reagieren. Am Ende kommt es halt individuell darauf an, wie der potentielle Partner darüber denkt und wie seine eigenen Lebenserfahrungen seine Meinung beeinflussen.
w27
 
  • #25
Ich habe auch moralische Ansprüche an meinen Partner und erwarte Verantwortungsbewusstsein.
Was ist denn hier Dein moralischer Anspruch? Rigorismus? Moralismus? Utiliarismus? (Abgesehen davon, dass ich lieber eine Partnerin habe, die einen moralischen Kompass für sich selbst hat) Gerade im Bewusstsein der für einen selbst zu großen Verantwortung kann es doch moralisch richtig sein, für eine gute Versorgung der Kinder zu sorgen.
Wer seine eigenen Kinder ohne große Not weggibt käme für mich als Partner nicht in Betracht.
Wer tut das „einfach so“ ohne Not?
Kein verdammte Job ist es wert, seinen Kindern so etwas anzutun. Schon gar nicht in einem Land wie Deutschland, in dem man sozial abgesichert ist.
Seine persönlichen Probleme auf die Allgemeinheit abzuschieben, hat mit Verantwortung auch wenig zu tun. Auch nicht in einem Land, in dem die Gesellschaft bereit ist, einen aufzufangen, wenn es nicht mehr geht.
 
  • #26
Seine persönlichen Probleme auf die Allgemeinheit abzuschieben, hat mit Verantwortung auch wenig zu tun. Auch nicht in einem Land, in dem die Gesellschaft bereit ist, einen aufzufangen, wenn es nicht mehr geht.
Auch du bist da, wo du bist, weil die Allgemeinheit es dir ermöglicht hat. Oder warst du auf einer privaten Uni, die du zu 100% aus eigenen Mitteln finanziert hast ?
Was ist denn hier Dein moralischer Anspruch? Rigorismus? Moralismus? Utiliarismus? (Abgesehen davon, dass ich lieber eine
Welcher Wert liegt denn der Entscheidung zugrunde, das eigene Kind zu seiner Mutter zu geben, deiner Meinung nach ….?

Was sind denn deine elementaren Werte, nach denen du deine Entscheidungen ausrichtest ?
Ich kenne einige Pflegefamilien und dass die Kinder nicht darunter leiden würden, dass ihre eigenen Eltern sie nicht bei sich haben wollten/konnten, ist natürlich Unsinn. Das beschäftigt die Kinder lebenslang und hinterlässt eine Wunde.
 
  • #27
Auch du bist da, wo du bist, weil die Allgemeinheit es dir ermöglicht hat. Oder warst du auf einer privaten Uni, die du zu 100% aus eigenen Mitteln finanziert hast ?

Welcher Wert liegt denn der Entscheidung zugrunde, das eigene Kind zu seiner Mutter zu geben, deiner Meinung nach ….?

Was sind denn deine elementaren Werte, nach denen du deine Entscheidungen ausrichtest ?

Ich kenne einige Pflegefamilien und dass die Kinder nicht darunter leiden würden, dass ihre eigenen Eltern sie nicht bei sich haben wollten/konnten, ist natürlich Unsinn. Das beschäftigt die Kinder lebenslang und hinterlässt eine Wunde.
Letzteres sehe ich auch so - wir hatten diese Diskussion bereits in einem anderen Strang. Da ging es darum, dass auch Abtreibung was ganz und gar Böses wäre - es war sogar die Rede von Mord. Die Ansicht einiger: wer schwanger ist, MUSS das Kind bekommen, auf Teufel komm raus - egal, ob er sich dazu in der Lage sieht, diese Verantwortung zu tragen - denn dass es eine ist, steht wohl für jeden außer Frage.

Ein Kind zur Adoption zu geben, KANN aber eben auch von Verantwortung zeugen, genauso wie ein Kind erst gar nicht zu bekommen. Es sollten niemals gängige Mittel werden, sondern im besten Falle Ausnahmen bleiben, beides - da es immer Spuren hinterlassen kann.

Deshalb: ich würde immer nach den Gründen fragen und nicht von vornherein verurteilen - ansonsten gäbe es nämlich nur noch die eine Möglichkeit - Sex nur noch, wenn es darum geht, Kinder zu zeugen, alles andere KANN ja trotz Verhütung eben doch "schiefgehen"..
 
  • #28
Auch du bist da, wo du bist, weil die Allgemeinheit es dir ermöglicht hat. Oder warst du auf einer privaten Uni, die du zu 100% aus eigenen Mitteln finanziert hast ?
Hat damit wenig zu tun. Aus meiner Sicht trägt jeder nach Kräften bei. Es wird niemand gezwungen, in einem „verdammten Job“ zu arbeiten oder Kinder in die Welt zu setzen. Individuelle Entscheidungen, deren Konsequenzen man erstmal selbst trägt aus meiner Sicht. Ich selbst habe meine Ausbildung schon lange mit Steuern bezahlt und trage jetzt gerne als Teil der Allgemeinheit dazu bei, dass jeder eine seinen Fähigkeiten entsprechende Ausbildung bekommt.
Welcher Wert liegt denn der Entscheidung zugrunde, das eigene Kind zu seiner Mutter zu geben, deiner Meinung nach ….?
Es war nicht meine Entscheidung. Ich kann das nicht beurteilen und habe deswegen keine moralischen Ansprüche erhoben.

Es könnte rein spekulativ und nicht mal als Meinung zum Beispiel sein, dass die Mutter erkennt, dass sie der Belastung nicht gewachsen ist und deswegen das Kind in eine bessere Umgebung abgibt. Oder sich jetzt einfach schämt, dass sie das getan hat und nicht stark genug ist, dem Kind gegenüber diese Entscheidung zu vertreten. Welche Moral sollte da ansetzen, mal abgesehen von der Stammtischparole „Eine Mutter hat 20 Jahre lang 24 Stunden rund um die Uhr für ihr Kind da zu sein“?
Was sind denn deine elementaren Werte, nach denen du deine Entscheidungen ausrichtest ?
Passt hier überhaupt nicht her. Was haben meine Werte mit der von @Joggerin eingebrachten Moral zu tun? Über die Situation der Frau ist nichts bekannt. Findest Du eine pauschale Kritik aus allgemeinen „moralischen“ Gründen dann sinnvoll? Ich nicht. Das wäre für mich ein elementarer Wert.
Ich kenne einige Pflegefamilien und dass die Kinder nicht darunter leiden würden, dass ihre eigenen Eltern sie nicht bei sich haben wollten/konnten, ist natürlich Unsinn. Das beschäftigt die Kinder lebenslang und hinterlässt eine Wunde.
Einverstanden. (mal abgesehen, dass das an meiner Frage völlig vorbei geht). Ich kenne genug Familienverhältnisse, in denen die Wunde sicher größer ist als in einer liebevollen Pflegefamilie. Die ist in der Regel ausgewählt…
 
  • #29
Ich kenne einige Pflegefamilien und dass die Kinder nicht darunter leiden würden, dass ihre eigenen Eltern sie nicht bei sich haben wollten/konnten, ist natürlich Unsinn. Das beschäftigt die Kinder lebenslang und hinterlässt eine Wunde
Ich habe einige Familienverhältnisse mitbekommen, da entstehen tiefere Verletzungen als sie durch eine gut ausgesuchte Pflegefamilie entstehen.
Hier ist es die Oma, immerhin leiblich.
Da ging es darum, dass auch Abtreibung was ganz und gar Böses wäre - es war sogar die Rede von Mord. Die Ansicht einiger: wer schwanger ist, MUSS das Kind bekommen, auf Teufel komm raus - egal, ob er sich dazu in der Lage sieht, diese Verantwortung zu tragen - denn dass es eine ist, steht wohl für jeden außer Frage.

Ein Kind zur Adoption zu geben, KANN aber eben auch von Verantwortung zeugen, genauso wie ein Kind erst gar nicht zu bekommen. Es sollten niemals gängige Mittel werden, sondern im besten Falle Ausnahmen bleiben, beides - da es immer Spuren hinterlassen kann.

Deshalb: ich würde immer nach den Gründen fragen und nicht von vornherein verurteilen
Ich bin ganz bei Dir, nach manchen Meinungen MUSS die Frau, die junge Frau, das Mädchen, ein Kind bekommen, und danach sich liebevoll darum kümmern, ob dazu überhaupt in der Lage ist irrelevant, und am besten Zuhause bleiben, wo es ggf. keinen dazugehörigen Vater gibt, weil der sich entzieht.
Das Leben ist kein Ponyhof, es kann viele Gründe geben, für Entscheidungen, die muss man sich individuell anschauen.
Hier wird mit 1 dürrem Fakt hingerichtet, Adoption, bei jedem Strafprozess wird umfassend geprüft.
Keine Frau entscheidet sich leichtfertig für einen Schwangerschaftsabbruch, und erst recht nicht für die Freigabe zur Adoption, was länger dauert.
Dazu kommt, wie lange ist es her, reden wir von einer damalig Minderjährigen und wir sind inzwischen Jahrzehnte weiter? Auch das ein Unterschied.
 
  • #30
Ja ich finde das schlimm und hätte dafür auch kein Verständnis.

Ich habe auch sehr jung mit 19 ein Kind bekommen und es wäre für mich niemals in Betracht gekommen, es wegzugeben. Gerade wenn man eine tolle Omi noch an der Hand hat, ist doch alles super zu händeln. Ich habe auch immer viel Unterstützung von den Omas erfahren.

Ich habe mal einen Mann kennengelernt, der die Kinder ins Heim geben wollte, weil die Mutter psychisch krank war und sich nicht mehr kümmern konnte und er seinen absolut durchschnittlichen Job für wichtiger befand. Dies vor allem nach seinen permanenten Erzählungen wie sehr er doch seine Kinder lieben würde.

Ich habe auch moralische Ansprüche an meinen Partner und erwarte Verantwortungsbewusstsein. Wer seine eigenen Kinder ohne große Not weggibt käme für mich als Partner nicht in Betracht.

Kein verdammte Job ist es wert, seinen Kindern so etwas anzutun. Schon gar nicht in einem Land wie Deutschland, in dem man sozial abgesichert ist.
Sorry aber deine Wertungen kann ich null nachvollziehen. Antun? Es ist verantwortungslos, sein Kind zu jemandem zu geben, wo es gut betreut wird und ein besseres Leben hat. Um genau zu sein, das Gegenteil ist der Fall. Deine unreflektiert, Schuld zuweisende Haltung wäre für mich viel eher der Punkt. Abstand zu halten. Das ist ein ganz trauriges Niveau.
 
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