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  • #1

Muss sie mich auszahlen

Hallo,

vor fünf Jahren haben wir uns ein Haus gekauft und einen Kreditbetrag von 142 Tsd. aufgenommem.
Monatlich haben wir 790 zusammen abbezahlt. Das macht zusammen 47400 Euro.
Natürlich sind da eine Menge Zinsen dabei. Aber auf meinen Kontoauszug steht der Restkreditbetrag von 127500. Also gehe ich davon aus das ca.14500 Euro getilgt sind.
Meine Frau möchte gerne das Haus alleine, mit den Kindern behalten. Da bin ich auch ganz froh darüber.
Muss sie mir jetzt die hälfte von den getilgten 14500 auszahlen?
Wir sind beide Kreditnehmer und stehen auch zusammen im Grundbuch.
Das muss doch sicher auch bei der Bank und dem Grundbuchamt geändert werden, ich will damit eigentlich auch nichts mehr danach zu tun haben.



Hier handelt es sich bei den Antworten jeweils um eine Laienmeinung und ersetzt keinen juristischen Rat vom Fachmann - Ihr Moderationsteam
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Ich bin kein Anwalt und kann das rechtlich nicht beurteilen.
Moralisch würde ich sagen: Ihr habt zusammen in dem Haus gewohnt, ihr habt zusammen die Raten bezahlt, das hört sich nicht ungerecht an. Wenn Deine Frau das Haus jetzt allein mit den Kindern weiterbewohnt und auch allein weiterbezahlt, sollte die Sache damit OK sein.
 
  • #3
Das Haus hat ja jetzt schon einen bestimmten Verkaufswert. Wird deine Frau weiter darin wohnen, wird sie dir die Hälfte dieses Wertes ausbezahlen müssen.

Der bereits getilgte Betrag ist darin enthalten.
 
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  • #4
FS

Das sind ja nun zwei ganz verschiedene Ansichten.
Ich habe ja nun fünf Jahre lang in was investiert, was mir dann gar nicht mehr gehört.
 
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  • #5
Dazu würde ich einen Notar befragen. Ob du ein Recht auf Geld hast, steht leider in den Sternen. Es ist mitunter auch dein Haus, zu sagen: "ich will damit jetzt nichts mehr zu tun haben" ist sehr lustig. So einfach ist es aber nicht.
Manchmal ist das der Wunsch aller Gedanken, einen Batzen Geld zu bekommen, oftmals ist es aber leider so, dass man leer ausgeht. Einfach so Geld wird einem nicht geschenkt. Ein Haus ist immer ein hohes Risiko, der im Regelfall mit dem totalen Ruin endet, wenn man sich trennt und zwar für beide Parteien. Weil man alleine ein Haus kaum halten kann und es kann sogar sein, dass du eher noch Geld drauf zahlen musst, wegen den Kindern.
 
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  • #7
Ich habe ja nun fünf Jahre lang in was investiert, was mir dann gar nicht mehr gehört.

Lieber FS,
Du hast in der Zeit in dem Haus gewohnt und es mit abgenutzt - das ist Dein Anteil von den getilgten 14.500€, z.B. sind Fenster gealtert, die Heizanlage, die Küche .... Irgendwann muss Deine Frau das alles ersetzen.

Üblicherweise läuft es so: Ihr lasst das Haus auf seinen aktuellen Marktwert schätzen (das kostet) oder ihr lasst es wie es ist. Klugerweise nehmt Ihr das Haus nicht als Streitwert ins Scheidungsverfahren, sondern macht vorher eine notarielle Scheidungsfolgenvereinbarung. Das spart reichlich Gerichtskosten. Die Scheidungsvereinbarung ist immer billiger, als der Streitwert im Scheidungsverfahren.

Im einfachsten Verfahren wird der aktuelle Kreditstand genommen und durch 2 geteilt, das wäre der Teil, den Deine Frau Dir auszahlen müsste, d.h. für den sie selber einen Kredit bei der Bank aufnehmen müsste. Dazu gehört, dass das Haus vollständig auf Deine Frau überschrieben wird, also der Grundbucheintrag geändert und der laufende Kredit auf Deine Frau umgeschrieben wird. Hier muss aber die Bank mitmachen, d.h. Deine Frau muss ein Einkommen haben, dass die Bank ihr zutraut, den Kredit selber tilgen zu können, andersfalls wird sie Dich nicht aus der Kreditverpflichtung entlassen - die Bank kann, muss aber nicht.

Wenn Deine Frau nicht Vollzeit arbeitet und kein hohes Einkommen hat, ist es eher unwahrscheinlich, dass die Bank mitmacht, zumal Kinder da sind. Es sei denn das Haus ist ein attraktives Objekt, welches die Bank sich gern im Rahmen einer Zwangsversteigerung einsacken würde.

Es kommen reichlich Kosten auf Dich zu im Rahmen der Scheidung, sodass Du Dich an den 7.000€ um die es Dir hier geht, garnicht lange aufhalten solltest, sondern die Gesamtheit betrachten (Kindsunterhalt, nachehelicher Ehegattenunterhalt, Versorgungsausgleich).

Ich habe das selber mitgemacht, weiß daher, wie es geht.
 
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  • #9
Das Haus hat ja jetzt schon einen bestimmten Verkaufswert. Wird deine Frau weiter darin wohnen, wird sie dir die Hälfte dieses Wertes ausbezahlen müssen.

Der bereits getilgte Betrag ist darin enthalten.

Nicht ganz, es muß natürlich auch noch die Hälfte der Restschuld (Kredit) dagegen gerechnet werden, den seine Frau ja dann künftig alleine abtragen wird.

Ihm gehört im Moment natürlich nicht nur die Hälfte des Hauses, sondern auch die Hälfte der Schulden die beide zusammen noch haben.
 
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  • #10
Liegt der Sachverhalt nicht etwas komplizierte? Hatte jemand von Beiden Eigenkapital miteingebracht (so diesen dann zinsmäßig in die Berechnung miteinbezogen werden müsste). Ich meine, hättest du woanders gewohnt, dann hättest du Miete bezahlen müssen.

Aber mal ganz ehrlich. Deine Noch-Ehefrau wohnt mit DEINEN Kindern in dem Haus. Ich an deiner Stelle würde keinen einzigen Cent zurückfordern. Selbst wenn du ein Anrecht darauf hättest. Oder willst du sie in finanzielle Not stürzen?

w; 44
 
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  • #11
Als Laie: Wenn du die Hälfte der getilgten Summe willst dann sind das etwas über 7.000, dies geteilt durch 5 Monate ist eine lächerliche Miete.
Aber mal ehrlich, kann das sein das Ihr in 5 Jahren nur sowenig abbezahlt habt???Das sind im Jahr nicht mal 3.000.
Nach dieser Rechnung bezahlt deine Frau noch 42 Jahre. Da stimmt doch irgendwas nicht oder verstehe ich es nicht?
w, 42
 
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  • #12
Liegt der Sachverhalt nicht etwas komplizierte? Hatte jemand von Beiden Eigenkapital miteingebracht (so diesen dann zinsmäßig in die Berechnung miteinbezogen werden müsste).

Das gilt aber nur für eindeutig nachweisbares voreheliches Eigenkapital, d.h. Stand damaliger Bausparvertrag/Wertpapierdepot usw. vor der Eheschließung. Alles was während der Ehe als Vermögen aufgebaut wurde gehört beiden gemeinsam, falls es nicht einen Vertrag mit Gütertrennung gibt, der die Faru nicht benachteiligt. So mancher Ehevertrag wurde von Gerichten im Scheidungsverfahren für sittenwidrig erklärt, weil er die wegen Familie Teilzeit tätige Ehefrau unangemessen benachteiligte. Das ist ein weites Feld und ohne gute notarielle Beratung sowie Einvernehmlichkeit wird das nichts Gutes.
 
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  • #13
Hm, schwierig...
Letztendlich: deine Frau hat die Kinder, sie bleibt eh' im Haus wohnen. Und du wirst den Spaß bezahlen, weil die Bank dich nicht aus dem Kreditvertrag lassen wird...
Realistisch gesagt - du zahlst und sie wohnt drin!
Klingt ungerecht? Ja, ist es auch, aber gelebte Realität.
Du kannst alternativ aber auch schon mal dich mit dem Thema Privatinsolvenz beschäftigen.
Darauf wird es sowieso hinauslaufen.
 
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  • #14
Hi
ob das Spaß ist? He, es sind auch seine Kinder.

Aber zuvor. Haus hat zwar seinen Wert aber ob man gerade jetzt das Haus zu dem Marktwert verkauft bekommt, was noch an Restschulden da ist, ist eine Frage.

Wenn deine Frau eigenes Einkommen hat und die Bank mit spielt, das sie das Haus alleine halten kann mit ihrem Einkommen und Kindergeld, Kindesunterhalt und evtl. Wohngeld.
Ich habe es auch so hinbekommen das ich die Schulden komplett übernommen habe und das Haus auf mich überschrieben wurde.
Hier auch noch der Rat von einem Gast, macht eine Scheidungsvereinbarung beim Notar, ist wirklich kostengünstiger für beide Seiten anstatt nachher alles bei Gericht offen zu legen.
Es kommt darauf an, was willst du? Willst du sie bluten sehen, dann muss du hoffen das das Haus wirklich verkauft werden kann oder sie dich auszahlen könnte, aber auf was? Deine hälftige Schulden vom Haus? Wenn sie die Schulden übernimmt und die Bank dich raus lässt kannst du nur froh sein.
Sie trägt dann das Risiko alleine. Ich hoffe mal sie hat darüber nachgedacht und gerechnet.
Du gehst auch nicht nach 5 Jahren hin, wenn du zur Miete gewohnt hast, lieber Vermieter zahl mich mal aus.
Überlege womit kannst du leben, womit kann deine Familie (denn die Kinder sind deine Familie noch) leben.
 
  • #15
Im Zugewimmwird geklärt, wie viel Geld Dir zusteht. Da geht es auch noch um ganz andere Sachen.(Eigenkapital etc.) Außerdem muß die Bank mitspielen, ob deine Frau das Haus ganz übernehmen kann, jede Bank hat da andere Vorstellungen. Die Bank kann sich auch weigern dich aus dem Kredit zu entlassen, wenn sie der Meinung sind, deine Frau kann es allein nicht abzahlen. w52
 
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  • #16
Lieber FS, genau wie es Gast #5 schreibt, läuft es ab. Für mich bist du aber ganz schön egoistisch. Willst Geld haben und umsonst gewohnt haben. Unglaublich!
Ich habe es auch durchgemacht, guten Verdienst, Beamtin! Kinder waren zu dem Zeitpunkt fast erwachsen, nur noch eins im Haushalt.
Restschulden auf dem Haus waren 60.000€ und hier hat sogar die Bank NEIN gesagt! Ist zwar schon 7 Jahre her, doch so lief es ab. Wir haben dann das Haus verkauft und die restschulden getilgt. Was dann überblieb wurde geteilt.
Stell dir das nicht so einfach vor, die Bank macht heute nicht mehr so schnell mit! Viel Glück. w.50J.
 
  • #17
Für mich bist du aber ganz schön egoistisch. Willst Geld haben und umsonst gewohnt haben. Unglaublich!
Nein, nicht unglaublich sondern ein völlig normales Vorgehen.

@FS,
Ihr müsst den Zeitwert des Hauses ermitteln und von diesen die aktuelle Kreditsumme abziehen. Die Hälfte vom Rest steht dir zu. Du kannst auf Auszahlung bestehen oder diese Summe mit anderweitigen Verbindlichkeiten (z.B. Unterhalt) verrechnen. Jedoch muss die Bank mitspielen. Denn du musst im Gegenzug aus dem Grundbuch und dem Kreditvertrag entlassen werden. Verdient deine Ex nicht genug, wird dies eher schwer.
 
  • #18
Wir hatten dieselbe Situation, nur dass ich die Immo übernommen habe.

Ich nehme an daß Ihr keinen Ehevertrag gemacht hattet. Die günstigste Variante ist nun ein Notarieller Vertag der das Ganze ohne Gericht regelt (wird dennoch kosten, und zwar mehr als Dir aus dem Ganze zusteht).

Die Rechnung dabei ist einfach: Es wird behandelt wie das übrige Vermögen auch. Es gilt der Wert des Hauses zum Scheidungszeitpunkt. Den könnt Ihr von einem Gutachter schätzen lassen (kostet nochmals) oder aber einfacher einen Makler das Ganze anschauen lassen und sagen lassen für welchen Betrag er es veräussern könnte. Wenn Ihr beide Euch einig seid dass dieser Betrag angesetzt wird reicht das.

Von diesem Wert wird die Restschuld abgezogen und das Ganze durch zwei geteilt. Dann werden individuell die VOR der Ehe eingebrachten oder zu einem beliebigen Zeitpunkt ererbte Vermögen die hier investiert wurden abgezogen. Wer wieviel WÄHREND der Ehe an selbst verdientem Geld investiert hat spielt keine Rolle.

Bei dieser Rechnung kann auch ein Auszahlungsbetrag von DIR rauskommen. Wenn z.B. Erbe von Ihr im Haus steckt oder der Wert unter dem Kaufpreis liegt.
 
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  • #19
'#17 Kalle = hat Recht

Ich habs genauso gemacht :

Wohnung schätzen lassen ( Kurzbewertung kostet ca. 500,- beim Gutachter ) ,

Verkehrswert

./. akt. Darlehensschuld

./. Vorfälligkeitsentgeld - bei vorzeitiger Ablösung des Darlehens ( wenn Darlehen nicht umgeschrieben weden kann von der Hausbank auf Ehefrau.. geht nur Ablösung und Neufinanzierung woanders )

===================
Restguthaben


Vom Restguthaben noch evtl. Guthaben aus Erbschaft oder Schenkung oder Barvermögen abziehen

dann den restl. Guthabenbetrag durch 2 teilen - fertig

Wenn Du Zugewinn in der Ehe vereinbart hast - dann gilt es Erbguthaben abzuziehen oder zu verrechnen mit Barvermögen vor der Ehe

Sobald Ihr euch darüber einigt - geht zum Notar macht eine rückwirkende Aufhebung der Zugewinngemeinschaft und Umwandlung in Gütertrennungsvereinbarung mit den Auflagen :

a) Zahlung an Dich die ausgewiesene Guthabenforderung von Dir

b) Übernahe von Darlehen und Eigentumsumschreibung auf Ehefrau

Die Notargebühren - sind ca. 1.000 / 1.500 Euro je Verkehrtswert der beurkundeten Haussumme

Somit könnt Ihr dann später euch noch über die Rechtsanwälte über Hausrat und Unterhalt einigen und dann sind die Gerichtskosten dafür wesentlich geringer .

Wert : 160.000 / Darl. 70.000
Bei uns hatte meine EX 20.000 Euro von den Eltern geschenkt bekommen und ich hatt durch Verkauf der alten Wohnung ( die mir alleine gehörte ) 60.000,- Euro und dies bedeutet :

60.000
./. 20.000
==============
40.000 Euro bekam ich zusätzlich aus Verkehrswert

160.000
./. 70.000
=============
Rest 90.000
./. 40.000
================
Rest 50.000 : 2 = 25.000

Meine EX bekam 25.000 und ich bekam 65.000 Euro aus Bewertung angerechnet .

Fazit :

Einigung ist besser , dann Notariell Gütertrennung vereinbaren mit den Auflagen - dann spart Ihr Geld und Kosten

Bei uns waren dies mind. 3.000 bis 5.000 Euro !


m-46
 
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  • #20
dies geteilt durch 5 Monate ist eine lächerliche Miete.

Ja, und? Das ist genau der Grund, warum Menschen sich verschulden: sie zahlen keine Miete mehr. Die beiden haben einvernehmlich diesen Weg gewählt, also gibt es da auch nichts mehr im Sinne von "für wie viel Geld habe ich 5 Jahre lang dort gelebt" zu verrechnen.

Entscheidend ist: wie viel ist das Haus heute wert, wie viel davon gehört der Bank? Die Differenz kann dann aufgeteilt werden, wobei noch das jeweilige Eigenkapital zu berücksichtigen wäre. Oder auch nicht, so genau kenne ich mich da nicht aus.
 
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  • #21
Wir haben unser Haus verkauft, Restschuld getilgt. Gewinn geteilt und jeder hat sich davon eine Eigentumswohnung gekauft.

Kein Hickhack um die Immoblie oder um das liebe Geld.



W/58
 
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  • #22
@20

Das klingt sehr gut...
Nur ist es in den aller wenigsten Fällen so.

Der Wert der Immobilie ist doch entscheidend, bzw. nicht mal der Wert, sondern das, was bei einem Verkauf maximal zu erzielen ist.
Und ganz ehrlich, die Formulierung der Threadstarters lassen nicht erwarten, dass die Immobilie im Verkaufsfall, na sagen wir mal, ca. 400.000 € Erlös einbringt.
Hier geht es meines Erachtens ums nackte Überleben, nämlich, wie komme ich möglichst ohne Privatinsolvenz aus der ganzen Misere raus.

Deine Worte mögen ja nett gemeint sein, aber ich halte sie eher akademischer Natur...
 
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  • #23
Natürlich muß sie dich auszahlen.Aber erst bei der Scheidung. Es gibt doch einen Zugewinnausgleich.
 
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  • #24
Lieber FS,

grundsätzlich ist vom Wert zum Trennungszeitpunkt auszugehen. Der kann gleich, höher oder niedriger als die Restschuld sein.

Wenn euch das Haus zu gleichen Teilen gehört, muss sie die Hälfte an Dich auszahlen. Die Tilgungen gehen ja in die Endabrechnung ein, da sie den Restkredit mindern.

Lass Dich beraten. Für kleines Geld bei Frage-einen-Anwalt im Netz. Da hast Du in kürzester Zeit eine Antwort vom Profi für n Appel und ein Ei.

w
 
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  • #25
Du willst damit gar nichts mehr zu tun haben, aber deine Kinder leben noch in dem Haus. Was du bisher investiert hast, kannst du nicht zurück verlangen. Tilgung ist ja gut und schön, aber was hilft es, wenn das Haus heute vielleicht weniger Wert ist? Deine Frau muss ja auch irgendwie klar kommen. Wenn du schon jeden Cent aufrechnen willst, dann verkauft lieber das Haus jetzt, teilt das Geld, bevor das 20 Jahre Streit gibt. Besser hättet ihr vorher einen Vertrag gemacht, was genau im Falle einer Trennung wie ausgezahlt wird, sonst sollte man sowas nicht gemeinsam machen.
 
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  • #26
Was auch noch beachtet werden sollte, wie hat die Bank die Finanzierung damals abgestellt?
Warst Du der Hauptverdiener? Dann wird eine Umschreibung auf die Frau kaum möglich sein, im gegenteil könnte die Bank von einem Sonderkündigungsrecht gebrauch machen, den Kredit per sofort endfällig stellen und mit Zwangsverwertung drohen.

Dann könnte es am Ende sogar so aussehen, dass nicht etwa Guthaben geteilt wird, sondern eine Schuld und das ganz ohne das einer von euch beiden was vom Haus hat.

Hier kann kein Kommentar aus dem Forum helfen, sondern nur ein Fachanwalt für Famielienrecht.

Würde ich eh anraten, schon wegen Unterhalt und anderer Fragen...

Ansonsten wurden schon richtige Ansätze hier geschrieben, da in der Ehe (wahrscheinlich) Zugewinn vereinbart war, wird geschaut, wer hat wieviel Eigenkaptial für die Immobilie mitgebracht welches nicht unter den Zugewinn fällt (zB alte Ersparnisse, previligierte Gewinne oder ähnliches), damit darüber die quotelung ermittelt werden kann.
Dann Verkehrswert der Immobilie und die Qzote des Eigenkapitals /2 und schon ist der Betrag da, den sie Dir tilgen muss, falls sie das kann...

Noch ein Tip am Rande, Schulden die während der Ehe gemacht wurden, schmälern das Einkommen und damit den Unterhalt.
Auch wenn nach der Ehe gleichartige Schulden neu anfallen.
Daher lieber eine Eigentumswohnung oder Haus kaufen, anstatt miete zu zahlen.
Damit wird die Unterhaltslast deutlich gedrückt und selbst was für später geschaffen.
 
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  • #27
Ich sehe es auch so, dass da nicht so viel für dich übrig bleibt. Wenn ihr erst so wenig getilgt habt, dann wird sich der Wert des Hauses sicher auch noch nicht wirklich gesteigert haben. Also würde es eben auf ca.7000 rauslaufen. Wenn das Haus auf deine Frau übertragen wird (gehen wir davon aus, dass sie es alleine behalten und abzahlen kann), dann kommen da eben noch einige Kosten auf euch zu, die du natürlich auch zur Hälfte tragen musst.
Du scheinst nur das Ged zu sehen und sonst steckst du den Kopf in den Sand. So einfach ist es nicht, du kannst nicht einfach sagen "zahl mir 7500,- und lass mich in Ruhe".
Geh zu einem Anwalt und lass dich beraten. Sprich mit deiner Noch-Frau und versucht, alles ohne großen Streit zu klären. Am Streit verdienen nur die Anwälte.

Wir hatten eine ähnliche Situation, allerdings war das Haus schon zur Hälfte abbezahlt. Wir haben uns beraten lassen und sind folgender Lösung gekommen:
Ich bin mit den Kindern im Haus geblieben, das Haus gehört nach wie vor uns beiden und ich zahle meinem Ex jeden Monat einen Mietanteil, der ungefähr seine Zins-Tilgungsrate ausmacht.D.h., ich zahle die komplette Bankrate (was einer ortsüblichen Miete entspricht) und das Haus gehört weiterhin uns beiden. Mein Ex hat keine monatlichen Kosten (außer dem Kinderunterhalt), ihm gehört aber immer noch ein halbes Haus.
Wir haben das gemacht, weil wir das Haus gerne für unsere Kinder erhalten möchten.
 
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