• #1

Mütter und Väter: Wie viel externe Unterstützung brauchen eure Kinder bei den Schulaufgaben?

Meine Frage richtet sich an die Mütter und Väter von Kindern im schulpflichtigen Alter. Kommen eure Kinder mit den Anforderungen der Schule alleine klar oder benötigen sie extracurriculäre Hilfe? Wie viele Stunden verbringt ihr wöchentlich mit Lernunterstützung? Unterstützt ihr selbst oder habt ihr einen Nachhilfelehrer engagiert? Es wäre noch interessant zu wissen, wie alt und in welcher Schulform eure Kinder sind.
 
  • #2
Die Frage ist zwar nicht an mich gerichtet, aber in einigen Jahren eventuell zutreffend...

Es wird für mich eine Selbstverständlichkeit sein, meinen Sohn bei Problemen selbst zu helfen. Sollte es über meinen Möglichkeiten (intellektuell oder zeitlich), würde ich auf professionelle Nachhilfe 'umsteigen'. Allerdings halte ich Prävention für vorteilhafter als Schadensbegrenzung --> soll heißen: ich werde meine Sohn ab Beginn seiner Schulzeit regelmäßig oder unregelmäßig über die Schulter schauen und ggf. unterstützend beiseite stehen. Lernen soll Freude bereiten!
 
G

Gast

  • #3
Mein Sohn, 8 Jahre träumt viel in der Schule und bekommt einiges, selbst wenn es
durchgenommen und die Hausaufgaben noch einmal ausdrücklich erklärt wurden nicht mit.
Wir unterstützen ihn regelmäßig, weil er sonst auch einen Teil der Hausaufgaben einfach
nicht machen würde.
 
  • #4
Keine Nachhilfe nötig, Hausaufgaben hat es schon immer selbsständig gemacht - von Anfang an.
Im Alter von ca. 11 J. - 12 J. habe ich mal 1-2 CD-R's für Sprachen dazu gekauft. Der Vater übt manchmal am WE mit Vokabeln pauken. Davor irgendwann mal so eine spielerische Mathe-CD-R.
 
  • #5
Nancy hat recht, Lernen soll Freude bereiten. Mir war es wichtig, daß die Kinder in der Grundschulzeit das Lernen lernen, richtiger Umgang mit Duden, Textaufgabenverständnis u.v.m. Eine Lehrerin lachte mich aus, als ich von Freude an der Schule sprach. Aber es hat geklappt, auch wenn die Grundschulzeit sehr schwierig war. Die Kinder lernen für sich, nicht für mich. Sind mehr oder weniger fleißig, ist leider etwas geschlechtsabhängig. Mit den Anforderungen in der Schule kommen alle klar. Sie üben mit Schulkollegen, erklären sich auch gegenseitig was, geben evtl. noch Nachhilfe.

Ich verbringe keine Stunden wöchentlich mit Lernunterstützung und Nachhilfe bekommt auch keiner. Wenn einer eine Frage hat, dann kann er jederzeit zu mir kommen. Vor Klassenarbeiten wird extra etwas geübt, aber ohne meine Anleitung. Die Kinder wissen am besten, was sie können und wo ihre Schwachstellen sind, ich habe allerdings auch immer einen Blick über die Schulter und in die Klassenarbeiten getan.

Meine 3 sind alle auf der Realschule, 10. Klasse ist angemeldet Klasse 11 - 13 auf einer anderen Schule zwecks Abi, 8. Klasse und 5. Klasse.

Die Kinder sind übrigens mächtig stolz darauf, daß sie das so toll alleine managen. Und ich bin auch stolz auf sie.
 
G

Gast

  • #6
Meine Tochter (4. Schuljahr) macht ihre Hausaufgaben selbständig und kommt auch alleine damit klar. Selbstverständlich lasse ich mir die gemachten Aufgaben von ihr zeigen oder erkläre ihr auch mal etwas, wenn sie eine Aufgabe nicht verstanden hat (ist aber sehr selten). Sollte sie auf der weiterführenden Schule Schwierigkeiten haben, würde ich erst selbst versuchen zu helfen. Nur wenn das gar nichts bringt oder sie sich von mir nicht helfen lassen will, würde ich Nachhilfeunterricht in Erwägung ziehen, oder in Ausnahmesituationen (längere Krankeit oder so etwas). Ich bin auch der Meinung, dass die Schule zu schaffen ist, wenn die Kinder sich auf den Unterricht konzentrieren. Wenn sie natürlich mit allen möglichen anderen Dingen abgelenkt werden oder sich ablenken lassen, dürfen sie sich hinterher nicht wundern. Die Hausaufgaben waren bis jetzt vom Umfang her auch völlig ok. Ob das jetzt (mit G 8 - Abitur nach 8 Jahren) auch noch so ist, wird sich im nächsten Schuljahr zeigen.
 
G

Gast

  • #7
ich kontrolliere die Hausaufgaben meiner groesseren Kinder stichprobenartig (Zwillinge, 2 Klasse Gymnasium), habe aber mittlerweile das noetige Vertrauen, dass ich sie alleine herumwerken lasse. Zwei Gleichaltrige haben natuerlich den Vorteil, dass sie sich auch selbst unterstuetzen, da Staerken und Schwaechen unterschiedlich ausgepraegt sind. Wir lernen aber trotzdem sehr viel gemeinsam, vor allem Mathe und Latein. Mit meinem Kleinen (2. Klasse Grundschule) lerne ich taeglich und setz mich auch bei den Hausaufgaben dazu, ihm fehlt die noetige Konzentration, ausserdem ist er furchtbar schlampig. Die beiden Grossen helfen ihm auch beim Lesen, geben ihm sozusagen 'Geschwisternachhilfe', die nimmt er auch ganz gerne an. Professionellen Nachhilfeunterricht fuer meine Kinder kaeme erst dann in Frage, wenn ich merke, es geraet aus den Fugen, dann weurde ich aber schnell reagieren.
 
  • #8
Erste und zweite Klasse habe ich bei den Hausaufgaben dabeigesessen. Ab da war mein Sohn dann sehr selbständig. In der 10 Klasse (Gymnasium hatte er Nachhilfe Englisch und
Französisch). Hat sich aber nach einem Jahr wieder gegeben. Abi war sehr gut.
Wichtig ist zu den Sprechtagen gehen, Kind unterstützen, Fragen stellen. Auch bei
schlechten Leistungen gelassen bleiben und trösten.
 
G

Gast

  • #9
Ich habe eine Doppelrolle - Mutter und Lehrerin.
Also Mutter: Ich habe meinem Sohn zum lernen angeregt, ihn erinnert, seine HA zu machen und wenn Bedarf da war, habe ich ihm auch geholfen (Vokabeln). Mehr nicht. Das ist nicht mein Job als Mutter.
Als Lehrerin finde ich es schrecklich, wenn ich bei Schülern deutliche Unterschiede in Hausaufgaben und schulischen Leistungen feststelle. Da werden seitenweise die Hausaufgaben von den Eltern gemacht bzw. die Mütter sitzen während der gesamten Zeit neben dem Kind. Das ist völliger Blödsinn.
Klare Regeln, wann HA gemacht werden, Hilfestellung nur bei Bedarf. Lernen kann man lernen, Lernstrategien entwickeln ist das A&O. Kinder sollen selbständig arbeiten und als Lehrer muss ich überprüfen können, wie der Leistungsstand des Schülers ist.
Ab der Mittelstufe habe ich mich überhaupt nicht mehr um die Hausaufgaben meines Sohnes gekümmert, nur in Latein (hatten wir beide nicht) musste er mal für 1 Jahr Nachhilfe nehmen. Er hat alle seine HA nur sehr minimalistisch gemacht, ebenso gelernt und dann trotzdem ein Abi mit 2,0 geschrieben. Sein Prinzip: Mit dem geringsten Aufwand das größtmöglichste Ergebnis erzielen.
Wenn ich überlege, wieviel Zeit manche Mütter mit den HA ihrer Kinder verbringen und wieviel Stress das in den Familien gibt.
 
G

Gast

  • #10
#25

Sehr guter Beitrag! Ich halte es auch so. Unsere Grunschullehrerin hat damals das gleiche gesagt.
Kinder sollen von Anfang an selber lernen ihre HA zu machen. Mutter/Vater können gerne helfen, mal kurz drauf schauen, aber mehr nicht.

Seid 3 Jahren "helfe" ich meiner Tochter mit einer guten Nachhilfelehrerin, einer Studentin, die auch inzwischen fast wie eine große Schwester ist, damit meine Tocter im Gym gut durch kommt. So erspare ich mir Stress und Diskussionen, meine Tochter schaut sich viel von der Nachhilfelehrerin ab, die Jura studiert, mit Erfolg, und nebenbei noch jobben geht, also eine sehr taffe und fleissige junge Frau.

So ist uns allen geholfen und ich hoffe, dass meine Tochter die nächsten 4 Jahre auch noch gut schafft.
 
G

Gast

  • #11
Es gibt keine Hilfe.
Meine Kinder sind in der Mittelstufe des Gymnasiums. wenn sie wollen bekommen Sie Hilfe (auch Nachhilfe wenn nötig von Onkeln, Tanten, Großeltern etc, oder wenn lieber von externen Kräften).
Schulnoten sind so lala - aber immer gut, wenn wirklich erforderlich.
 
G

Gast

  • #12
Wir (Familie mit 2 Kindern an bayer. G8-Gymnasium, 9. und 7. Schuljahr) unterstützen die Kinder soweit es geht selbst, bzw. seit diesem Schuljahr hilft der Ältere der Jüngeren, da so allmählich das Wissen des Stoffes auch bei uns Erwachsenen nicht mehr voll verfügbar ist, bzw. erst aufwendig wieder nachgelernt werden müsste. Es geht auch nicht nur ums lernen an sich, sondern auch in der schwierigen Pubertätszeit die Motivation und Lernbereitschaft hochzuhalten, ein steter Quell von Konflikten...

[Mod.: Forumsregel Nr.6 beachten.] M.
 
G

Gast

  • #13
mein Sohn ist 6 und in der ersten Klasse.
Er macht die Hausaufgaben überwiegend alleine, wir lesen max. 10 Minuten am Tag extra.

Meine Tochter 7. Klasse Gymnasium bekommt 2 x in der Woche Hausaufgabenhilffe. In erster Linie kommt da eine Studentin und sitzt neben ihr und spricht Französisch, Spanisch und Mathe mit ihr noch mal durch. Sie hatte in den drei Fächern bisher immer eine drei, bräuchte also keine Nachhilfe. Sie fühlt sich aber wohler, wenn sie ein wenig "betüdelt" wird....
 
G

Gast

  • #14
Meine drei Söhne haben während ihrer gesamten Grundschul- und Gymnasialzeit ihre Hausaufgaben selbständig und ohne Hilfe erledigt.

Gelegentlich haben sie mich gefragt, wen sie etwas nicht verstanden hatten. Das kam aber selten vor.

Manchmal musste ich allerdings spät abends noch schnell beim Bilderausmalen helfen oder ein paar Zentimeter stricken, weil es am nächsten Tag kontrolliert wurde und die Jungs es "vergessen" hatten :).

53jährige Frau
 
  • #15
Ich habe meinen Kindern selbst helfen können, in Geschichte mein Ex. Ich habe mit ihnen u. a. Vokabeln gelernt oder bei Literaturaufgaben und -aufsätzen geholfen, in Kunst manchmal beraten, und vor den Abi-Prüfungen geübt. Es hilt sich alles in Grenzen, sie waren sehr früh selbständig und diszipliniert. In der Woche waren es je Kind maximal 2 Stunden.
 
G

Gast

  • #16
Puh, das ist eine tolle Frage...

Meine Tochter hat in der Grundschulzeit immer alles alleine gemeistert, wenn ich mir nicht hätte wenigstens einmal in der Woche zeigen lassen, was sie so machen, hätte ich überhaupt keinen Stoff der Grundschule mitbekommen. Und die Zeugnisse waren im Durchschnitt 1,8. Auf dem Gymnasium (sie ist jetzt im 5. Schuljahr) ist sie schlechter geworden und zwar liegt das meiner Meinung nach daran, dass die so gut wie keine Hausaufgaben auf bekommen und sie gar nicht einsieht, wieso sie dennoch die Aufgaben, die sie in der Schule gemacht haben, wiederholen muss. Das brauchte sie in der Grundschule ja zusätzlich (zu den Hausaufgaben) auch nicht zu machen, um gute Noten zu schreiben. Hoffe, es macht bald "klick". Ich versuche ihr das in Abständen immer wieder zu erklären. Im 4. Schuljahr Grundschule hatten die so viel auf, dass die hier 1 1/2 Stunden an den Hausaufgaben saß, im Gymnasium ist sie täglich 20 - 30 Minuten beschäftigt. Gerade in Mathe macht sich das bemerkbar.
So, und mein Kleiner, gerade in der 3. Klasse braucht ständig Unterstützung. Er wird es wohl auch nicht höher als Hauptschule schaffen. Ich finde das sehr schade. Er ist nicht dumm, aber ständig mit was anderem beschäftigt, träumt vor sich hin und bekommt in der Schule nur die Hälfte mit. Gestern habe ich mit ihm noch ein Lernwörterdiktat geschrieben. Da hatte er dann 5 Fehler und als ich ihn die Worte noch mal abgefragt habe, wie sie geschrieben werden, buchstabiert er sie richtig.
Also, Hilfe bei meiner Tochter nach Bedarf und ich versuche in Mathe mit ihr zusätzlich ein paar Aufgaben zu üben, aber sie sieht es noch nicht ein und ist dabei sehr unkonzentriert.
Hilfe bei meine Sohn: Ich halte mich während der gesamten Hausaufgaben mit ihm in der Küche auf, mache nebenbei etwas und animier in ständig seine Hausaufgaben weiter zu machen und erkläre ihm Dinge, die er nicht verstanden hat. Wenn ich nicht mit im Raum bliebe, würde er vor sich hin starren und vor sich hin träumen und nie fertig werden. Er ist kein Theoretiker. Ich denke aus ihm wird mal ein richtig guter Handwerker :)