G

Gast

  • #31
Ich persönlich habe mir meine Frauen immer offen und unkonventionell gewünscht, alle anderen Details waren mir egal. Für den Rest gibt es Kompromisse zwischen erwachsenen und liebenden Menschen.

Ich kann mir schon vorstellen, dass sich manche Menschen mit Ansprüchen selbst im Weg stehen, allerdings hängt es immer davon ab, was sie suchen:

Werden primär Partner gesucht, weil man sein Leben in Beziehung führen will, sollte eine Kompromissfähigkeit mit den eigenen Wünschen vorliegen.

Ist der generelle Beziehungsstatus egal, also ein optionaler aber wenn dann genau passender Partner gesucht, steht man sich ja nicht im Weg.
 
G

Gast

  • #32
Und die Dame die gesagt hat wenn Sie Lust auf Äpfel hat und es gibt keine mehr dann nimmt sie auch kein poree....trifft die Sache sehr gut..

Sie hat eben ein vorgefertigtes Partnerprodukt im Kopf ..

Aber wenn sie nicht nur Lust sondern richtig Hunger hat dann würde sie anstatt der Äpfel auch etwas anderes Essen..oder sie hungert eben..

Syymbolisch kann man das richtig gut vergleichen

M
Guter Vergleich. Mir geht es auch so. Wenn ich nicht meine Sorte von Äpfel kaufen und essen kann, dann esse ich lieber gar nichts. Ich bin so gestrickt. Warum, weshalb weis ich nicht.

Ich hatte gestern ein Date. Ein netter, fleissiger, bodenständiger Mann, geschieden, schlank, sportlich, ernährt sich gesund, klingt alles nach einem zufriedenen bescheidenen Leben, hat ganz gute Interessen, vielleicht etwas einfach gestrickt, aber viele würden hier sagen, endlich mal ein halbwegs vernünftiger Mann, denn ich mir krallen sollte.

Aber... mein Eindruck ist, dass er mich nicht als Mensch wahrnimmt. Als Frau schon, aber er fragt nichts. Weder nach meinen Interessen, Vorlieben, Wünschen, Hoffnungen. Er soll mich ja nicht ausfragen, aber ich bin schon wieder an dem Punkt der Monologiesierung des Mannes, während ich Feedback gebe und Fragen stelle. Aber er kann das anscheinend nicht. Und diese ähnliche Kommunikationsstruktur fehlt mir sehr. Ich merke das immer mehr, wie wichtig mir das ist. Ich brauche auch ein wenig Intellektualität, Witz, Humor und eingehen können auf Frau.

Oh Mann, ich glaube, das haben so wenige Männer und die sind alle verheiratet.

w 49
 
G

Gast

  • #33
@#31
m40
Für das erste Date klingt das doch relativ gut. Oft wird das erste Date nur genutzt um sich erstmal grob kennenzulernen, da wird geprüft ob man sich sympatisch ist, auf einer Wellenlänge ist. Tiefgründigere Gespräche kommen meist dann, wenn man sich zu weiteren Dates verabredet. Einige erwarten einfach zuviel beim ersten Date und geben wegen Kleinigkeiten dem anderen keine Chance sich besser kennenzulernen.
 
G

Gast

  • #34
Das mit Mr. Good enough klingt ja zunächst einmal ganz logisch und vernünftig. Aber in der Praxis sieht so etwas oft leider anders aus: ich date im Moment auch einen Mann der unter der Mr. Good enough Rubrik läuft, dh. er ist nett, lustig, unkompliziert bringt eigentlich alle guten Eigenschaften mit außer daß die körperliche Anziehung von meiner Seite aus komplett fehlt und er mich optisch leider überhaupt nicht anspricht bzw. anzieht. Ich müsste mir schon gewaltig einen ansaufen um ihn überhaupt küssen zu können ganz zu schweigen von Sex. Ich habe schon versucht mich zu zwingen ihn anziehnd zu finden nur funktioniert das leider nicht. Und wenn ich mir jedesmal einen ansaufen müsste um ihn küssen zu können bzw. auch mehr dann wäre ich wohl innerhalb von ein paar Wochen ein Fall für die Anonymen Alkoholiker. Daher meine Erfahrung: In der Theorie eine durchaus praktikable Lösung, nur lässt sich die Biochemie nur in seltensten Fällen austricksen und so ganz ohne körperliche Anziehung eine Partnerschaft zu führen ist auch nicht jedermanns Sache. Und damit meine ich jetzt nicht dass man bzw. frau ellenlange Anspruchslisten an die Optik/den Status etcpp. führen sollte sondern nur, dass es ohne eine gewisse Anziehung wohl sehr schwierig ist, eine Partnerschaft zu haben.
 
G

Gast

  • #35
Aber... mein Eindruck ist, dass er mich nicht als Mensch wahrnimmt. Als Frau schon, aber er fragt nichts. Weder nach meinen Interessen, Vorlieben, Wünschen, Hoffnungen. Er soll mich ja nicht ausfragen, aber ich bin schon wieder an dem Punkt der Monologiesierung des Mannes, während ich Feedback gebe und Fragen stelle.
Ich kann Dich gut verstehen, ich achte ebenfalls sehr darauf, ob der Mann mich zwischendurch auch mal etwas fragt. Triff ihn trotzdem nochmal, denn dass er Dich nichts gefragt hat, kann ein gutes Zeichen sein: Wenn der Mann monologisiert, findet er die Frau nämlich besonders attraktiv. Er hat einfach nicht gelernt, dass es bei Frauen viel besser ankommt, wenn er ihnen auch mal eine Frage stellt.
Und sprich bei dem nächsten Date mit ihm einfach von Dir aus über Dein Leben, dann wirst Du sehen, ob Du ihn auch als Mensch interessierst.
 
G

Gast

  • #37
Wer hat sich ebenfalls einen Mr. Good Enough geangelt und wie sind eure Erfahrungen damit? Und wie fühlen sich die Frauen, die denen „good enough“ eben nicht gut genug war- und die ggf. heute noch warten?
Meine Mr. Goodenoughs gingen mir in kürzester Zeit auf den Geist, sie haben mich gelangweilt, jedes Wort hat mich geärgert. Ich war unzufrieden und habe ständig nach anderen Männern geschielt. Dabei waren beide in mich verliebt, nett, ordentlich, im Grunde perfekt.
"Nur gut genug" war für mich unterträglich.
Ich bin mit beiden nach wie vor befreundet - und plötzlich gehts, ohne Beziehungserwartung verstehen wir uns.

Für eine Beziehung erwarte ich mir ein anderes Gefühl.
Mr. Right muss kein Traumprinz sein, sondern nur ein Mann, bei dem ich mich zuhause und mit dem ich mich verbunden fühle - Liebe eben.
 
G

Gast

  • #38
Ich suche jezt schon ewig vergeblich nach Liebe und Leidenschaft. Leider war die Liebe bisher immer nur einseitig.

Ich spiele auch mit dem Gedanken einfach einen Mr Good Enough zu nehmen. Aber wenn ich das hier so lese, scheint das wohl auch nicht die Lösung zu sein.

Was soll man aber machen wenn man Liebe offenbar nicht findet? Ich suche jetzt schon 8 Jahre. Ich will langsam mal jemanden finden
 
G

Gast

  • #39
Wer bei "Nein, meine Suppe esse ich nicht" bleibt, hat auch noch keinen Hunger. Sprich war noch nicht lange genug Single, als dass er es wirklich leid wäre.
 
G

Gast

  • #40
G

Gast

  • #41
aber seien wir doch mal ehrlich, wie viele Dauerbeziehungen in eurem Bekanntekreis sagen dass es die große Liebe und totale Verliebtheit von Anfang an war? Im Gegenteil, der Großteil meiner Freundinnen sagt Sachen wie "ich hab ihn genommen weil er sich so sehr bemüht hat und mir gezeigt hat das er mich wirklich toll fand". Ich kenne so viele Frauen die irgendwann halt aufgehört haben dem "Klassenschwarm" hinterher zu laufen und statt dessen den Mann im realen Leben, der sich aufrichtig um sie bemüht hat und es ehrlich meinte genommen haben. Das sind genau die, die schon seit Jahren eine Partnerschaft haben, inzwischen verheiratet sind und Kinder haben.

Eventuell leben wir Dauersingles doch in einer Traumwelt wenn wir denken dass eine Beziehung durch beidseitige Totale Verliebtheit von Anfang entsteht und warten auf etwas das es für 90 der Menschen gar nicht gibt. Und warten und warten und warten.

W29
 
G

Gast

  • #42
Eine Freundin hatte immer gute Chancen beim anderen Geschlecht hatte und war stets mit so genannten "Traummännern" (blendendes Aussehen, gut situiert, gute Umgangsformen) zusammen. Glücklich ist sie mit denen nicht geworden, aber es musste mindestens ein Anwalt sein, und er musste in derselben Stadt wohnen.

Eines Tages hat sie sich auf einen Mr. Good Enough eingelassen - keiner "mit tollem Beruf", sondern Gastronom, nicht aus ihrer Stadt, sondern drei Fahrstunden entfernt. Und vom Aussehen her eher ein Typ auf den zweiten Blick. Dieser Mann hat sich als der absolute Volltreffer herausgestellt, und sie sagt heute: "Mein Schritt war goldrichtig. Ich bin so, so belohnt worden."

Was ich damit sagen will? Es lohnt sich, bei einem angeblichen Mr. Good Enough genauer hinzuschauen - er könnte nämlich der wahre Mr. Perfect sein.
 
G

Gast

  • #43
Eine Beziehung zu beginnen, um angebliches Leid zu beenden, ist garantiert nicht der richtige Weg. Hunger nach Liebe zu haben ist keine Grundlage für eine gute Partnerschaft.
Natürlich kann daraus etwas werden. Es kommt nur darauf an, was man daraus macht! Man muss doch nicht abstinenz leben, bevor einem die große Liebe begegnet. Nichts spricht dagegen, sein Leben zu genießen und seiner Verbitterung oder seinem Hunger ein Ende zu bereiten. Wer dann aber ständig von seinem nur gut genugen Partner redet, hat kein Interesse, dem Elend ein Ende zu bereiten. Sonst könnte man die Beziehung einfach zu einer perfekten machen.

So schwer ist es nun wirklich nicht. Anstatt darüber nachzudenken, ob jemand "ausreicht", kann man schon in der Anfangszeit Fotos bewundern, sich Fantasien ausmalen von der Zukunft usw. Wer das nicht hinbekommt, ist einfach schlecht drauf und sieht nur das Negative, immer auf der Suxche nach dem Haar in der Suppe. Daran ist kein Partner Schuld. Trotzdem kann man selbstverständlich einen Partner aus dem Hunger heraus wählen. Warum nicht. Dass daraus nichts werden kann, das sind platte Küchenweisheiten.
 
G

Gast

  • #44
Ich würde mich auch nicht mit "Ms. Good Enough" zufrieden geben und kann die Einstellung der Frauen daher verstehen.

Trotzdem erschiene es mir sinnvoll, wenn alle männlichen und weiblichen "Good Enoughs" während der Wartezeit auf "Mr. und Ms. Perfect" ordentlich Sex miteinander machen würden. Nur damit wir keine Langeweile bekommen ....
 
G

Gast

  • #45
Aus Mr. good enough kann sehr wohl was werden, wenn wir "good enough" als Ausgangsbasis nehmen, aus der - wir selbst - dann etwas machen und zwar das Beste. "Liebe dich selbst und es ist egal wen du heiratest" meint doch genau das. Nicht die Ansprüche und Bedürfnisse auf den anderen richten, der es nie für uns perfekt machen kann, sondern uns selbst unsere Ansprüche und Bedürfnisse erfüllen. Dann habe ich nicht mehr die Erwartungen an den anderen und siehe da plötzlich passt es....
 
G

Gast

  • #46
Die Antworten sind ca 50 /50...die hälfte könnte es sich vorstellen die andere hälfte nicht..

Woher mag das kommen??

Ich glaube man kann einem anderen Menschen auf 2 arten begegnee um ihn kennen zu lernen.

1. Ich gehe in ein Date und versuch den Typ als Mensch wahrzunehmen und ihn so kennenzulernen..Ohne das ich mein Beuteschema als Kopfkino mitbringen.

Und wenn er mir symphatisch ist dann treffe ich mich auf jeden Fall noch ein 2 3 mal mit ihm..

2. ich gehe mit der Vorstellung in ein Date wenn es nicht gleich klick macht, dann ist der falsche..Und wenn es der falsche ist , lohnen sie keine weiteren Treffen.

Nummer 2 ..fällt mir bei Frauen sehr oft besonders auf.während Männer eher Nummer 1 sind.

Und wer es schafft einem symphatischen Menschen einen zweiten oder dritten Blick der kann sich auch in good enough verlieben..

Schliesslich sind viele Paare so zusammen kommen., Und ich bin sogar der Meinung das diese Beziehung besser laufen als die die von anfänglichem Liebesgedöns von Ihren Hormonen überrant wurden.
 
  • #47
Und ich bin sogar der Meinung das diese Beziehung besser laufen als die die von anfänglichem Liebesgedöns von Ihren Hormonen überrant wurden.
Moment, Moment, von "Blitzschlag" und "Traummann" oder solchem Unsinn war nicht die Rede!

Das wäre ja nun kurzsichtig ohne Ende, wenn spontane Verliebtheit DER entscheidende Punkt wäre - wir sind doch nicht mehr 16!

Nein, aber erwachsene, beziehungserfahrene Menschen wissen, welche Art von Menschen sie einfach brauchen, wer sie ergänzt. Bei mir z.B. war es immer schon ein auf lässige Art führender, gradliniger und sehr empathischer Mensch, der aber einen gründlichen Schuss Verrücktheit im Blut haben muss. So. Ok, das mag ziemlich seltsam und schräg klingen, aber nur dann passt es.

Solche Männer sind selten, ich habe insgesamt in meinem Leben vielleicht zwei Dutzend kennen gelernt - in allen Altersstufen, die meisten natürlich gebunden etc. Ich wusste, dass ich fast keine Chance habe, habe Kompromisse geschlossen, sie lebhaft bereut und wäre schließlich im Zweifelsfall einfach lieber alleine geblieben als völlig gefrustet zu sein von einer Beziehung, die nicht stimmig ist für mich.

Lieber Gast #45, ich bin mir sicher, dass auch andere Mr. Perfect-Sucherinnen nicht den Model-Typen möchten, der das Hormongewitter entfacht, sondern wohl durchdachte Anforderungen haben, die ihnen einfach wichtig sind. Völlig legitim, oder?

Ich glaube auch, dass ähnlich viele Männer wie Frauen ohne den "Funkenflug" kein zweites Date wollen. So habe ich nie gedacht, das halte ich eindeutig für kontraproduktiv.
 
G

Gast

  • #48
Ich kenne dieses Buch beispielsweise überhaupt nicht.

Zunächst klingt "Mr.Good Enough" abwertend, auf den 2.Blick aber nicht. Mein jetztiger Partner ist auch eher der Mr.Nice Guy - liebevoll, bodenständig, treu, hilfsbereit, kinderlieb - vor 5 Jahren hätte mich so ein Mann nicht mal im Ansatz interessiert, ich schaute eher nach den "Piraten" und wurde dadurch öfter enttäuscht und verletzt.

Kompromisse sollte man in einer Partnerschaft immer eingehen und den 100%-Partner gibt es überhaupt nicht - und ja: Ich bin sehr glücklich.

w
 
G

Gast

  • #49
Natürlich kann daraus etwas werden. Es kommt nur darauf an, was man daraus macht! Man muss doch nicht abstinenz leben, bevor einem die große Liebe begegnet. Nichts spricht dagegen, sein Leben zu genießen und seiner Verbitterung oder seinem Hunger ein Ende zu bereiten. Wer dann aber ständig von seinem nur gut genugen Partner redet, hat kein Interesse, dem Elend ein Ende zu bereiten. Sonst könnte man die Beziehung einfach zu einer perfekten machen.

Trotzdem kann man selbstverständlich einen Partner aus dem Hunger heraus wählen. Warum nicht. Dass daraus nichts werden kann, das sind platte Küchenweisheiten.
Ich schäzte mal, diese Zeilen kommen von einem Mann. Ich wähle mir keinen Mann zum Partner, sondern der wird erst durch partnerschaftliches Verhalten zu sich selbst und mir gegenüber zum Partner. Das braucht Zeit, Engament und gut Bedingungen. Das sind keine Küchenweisheiten, sondern klare und logische nachvollziehbare Fakten.

Sich aus einem Elendsgefühl her dem anderen Geschlecht zuzuwenden ist unreif, denn man spielt damit mit den Gefühlen des Anderen, der vielleicht diese Elendsgefühle nicht hat und wirklich ehrlich verliebt ist, während man selbst ja nur seinen Hunger stillen will.

Was ist denn das für eine unreife Einstellung zum Thema Liebe und ernsthafte Beziehung?
 
G

Gast

  • #50
@gast 5

"Man fühlt einfach wenn es passt.."

Dann frage ich mich ernsthaft warum sich 9 von 10 paaren nach der verliebtheitsphase wieder trennen?

Wären die denn zusammengekommen wenn Sie nicht gefühlt hätten das es passt..

Oh nein nur mit fühlen alleine ist da nichts...
M
Ich muss widersprechen!
Man fühlt sehr wohl, ob es passt oder nicht.
Eine ältere Dame meinte mal zu mir:
"Schätzchen, das, was dich beim ersten Treffen als erstes gestört hat, wird später Euer Trennungsgrund!"
Fand ich faszinierend, denn das Bauchgefühl ganz am Anfang, wenn die Hormone einem noch nicht die objektive Wahrnehmung vernebelt haben, ist meistens richtig.
Ich bin derzeit in einen Mann verliebt, bei dem ich ganz sicher WEISS, dass es nichts werden kann, dass man mit diesem Menschen nicht glücklich werden kann. Und trotzdem bin ich verliebt und will ihn so oft sehen, wie nur möglich. Aber wenn alle das machen würden, was der Verstand und der Bauch sagen, würden viele Beziehungen nicht zustande kommen, weil das Herz einfach manchmal wieder was anderes sagt!

Ich hab ja schon ein Statement hier geschrieben als Nr.14.

Aber um die Frage der FS zu beantworten:
Ja, ich hatten einen Mr. Good Enough.
Er war anders, als meine vorigen Freunde und ich habe diesen Mann dann geheiratet. Die biologische Uhr tickte, er kam mir als Versorger und Vater meiner zukünftigen Kinder gut vor und natürlich war ich auch verliebt - aber nicht so doll und es hatten mich auch schon ganz zu Anfang viele Dinge gestört. Aber ich dachte, ich kann darüber hinwegsehen - Nobody is perfect!
Aber wie ich schon bei 14 geschrieben habe:

Wenn man wirklich verliebt ist, dann ist dieser Mensch für einen perfekt, egal, wie viele offizielle NoGos er in sich vereint.
Im Nachhinein muss ich auch sagen ist es auch unfair als Frau, sich einen Mann zu angeln und ihn zu ehelichen, wenn man das Gefühl hat, er ist nicht Mr Right, sondern Mr. Good Enough.
ich will für einen Mann auch nicht die B-Lösung sein, sondern seine Königin, seine Prinzessin, seine Liebste, sein Schatz, sein Ein und Alles - und umgekehrt soll ein Mann das für mich auch sein dürfen.

Das ist sonst ja frei nach dem Motto:
Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.

w,40
 
G

Gast

  • #51
Das Grundproblem liegt darin, dass das, was die Gesellschaft und der gesellschaftlich eingeschiente Mensch als erstrebenswert betrachten, nicht unbedingt gut im Zwischenmenschlichen ist.

Deswegen wird häufig etwas gesucht, das die Qualität eines Abziehbildes hat, wohingegen das, was einem wirklich gut tun würde, nicht wahrgenommen wird.

Viele Menschen kennen sich entweder selbst nicht, oder suchen zu sehr in der akzeptierten Norm.

Im Umkehrschluss ist Mr.-"aus Sicht der Norm"-"nur"-Good Enough vielleicht tatsächlich Mr. Best-"For Me".
 
G

Gast

  • #52
Ich schäzte mal, diese Zeilen kommen von einem Mann.
Nein, die Zeilen kamen von mir, einer Frau.

Ich wähle mir keinen Mann zum Partner, sondern der wird erst durch partnerschaftliches Verhalten zu sich selbst und mir gegenüber zum Partner. Das braucht Zeit, Engament und gut Bedingungen. Das sind keine Küchenweisheiten, sondern klare und logische nachvollziehbare Fakten.
Es sind absolute Küchenweisheiten, dass dies nicht aus einem Hunger heraus passieren dürfe.

Sich aus einem Elendsgefühl her dem anderen Geschlecht zuzuwenden ist unreif, denn man spielt damit mit den Gefühlen des Anderen, der vielleicht diese Elendsgefühle nicht hat und wirklich ehrlich verliebt ist, während man selbst ja nur seinen Hunger stillen will. Was ist denn das für eine unreife Einstellung zum Thema Liebe und ernsthafte Beziehung?
Warum sollte man nicht seinen Hunger stillen mit jemand anderem? Das ist ein schönes und angenehmes Gefühl. Natürlich kann man das trotzdem als verliebt bezeichnen, denn auch wenn man Hunger hat, nimmt man nicht irgendwen, sondern is sensibel und hat Ansprüche.

Es tut mir leid, wenn einige das nicht kennen, und nur dann andere sich für sie interessieren, wenn sie eigentlich auch ohne die anderen könnten und den super funktionierenden, glücklichen Mensch repräsentieren. Ich habe mir schon von Männern helfen lassen, und das machte mich erst verliebt in sie.

Und mein Interesse für Männer kommt überhaupt nur auf, wenn ich Hunger auf sie habe, nicht wenn ich gesättigt bin. Erst aus dem Hunger heraus entsteht richtige Leidenschaft. Nicht, wenn man eigentlich total happy ist und nur noch das Sahnehäubchen braucht, dass einen in der Freizeit begleitet, und man seinen Freundinnen vorstellen kann. Das brauche ich nicht. Ich finde das total langweilig, diese immer glücklich scheinen müssenden Menschen, die natürlich mit sich selbst zufrieden sind. Lieber ist mir ein hungriger Mann.

Mit Unreife hat das im übrigen nichts zu tun. Unreif ist es höchstens, anderen die eigenen Vorstellungen aufdrücken zu müssen. Wenn du in "guten Bedingungen" und "gesättigt" deinen Partner wählst, tu das doch, viel Spaß. Aber lasse die anderen sich hungrig um den Hals fallen.
 
  • #53
Und mein Interesse für Männer kommt überhaupt nur auf, wenn ich Hunger auf sie habe, nicht wenn ich gesättigt bin. Erst aus dem Hunger heraus entsteht richtige Leidenschaft.

Aber lasse die anderen sich hungrig um den Hals fallen.
Vielleicht Leidenschaft, keine Ahnung, so mag das bei manchen Menschen vielleicht laufen.

Aber dass es auf diese Art zu dauerhaften Beziehungen kommt, bei denen viel passt und die Partner viele Übereinstimmungen haben, auf denen sich aufbauen lässt - ohje, da habe ich ja deutliche Zweifel.
 
G

Gast

  • #54
Nana, Ihr wisst doch wenn man hungrig einkauft, kommt man mit viel mehr nach Haus, als geplant und hat die Taschen voll von Dingen, auf die man eigentlich keine Lust hat.
-Sorry, aber das fiel mir spontan dazu ein.

Den Spruch der alten Dame hab ich so ähnlich gesagt bekommen und ich muss zugeben, ich kann mir niemanden schöngucken oder schönreden(Gespräche).


Normalerweise sollte man sich kennen, wie man tickt und welcher Typus Mensch passt.
So wie jemand meinte, man sucht nicht Mr. Pussycat sondern die Ergänzung die einem nicht zu viel Kompromisse abverlangt.
Ich bin temperamentvoll, quirlig, bissel dominant mit ner Prise dunkl. Humor.
Wenn da ein Mann kommt, der ruhig und extrem harmoniebedürftig ist...das wäre das Chaos.
U.a. ein Grund warum ich mittlerweile geschieden bin.

Wer bei "Nein, meine Suppe esse ich nicht" bleibt, hat auch noch keinen Hunger. Sprich war noch nicht lange genug Single, als dass er es wirklich leid wäre.
Naja, wenn du einen Kuchen backen möchtest nimmst du doch auch kein Salz anstatt Zucker nur weil du grad keinen vorrätig hast?
Seh mal die Partnerschaft als Backrezept. Du kannst variieren was divers. Zutaten betrifft, aber das Grundrezept (Zutaten)ist unveränderbar.

Muss gerade schmunzeln wie nah Essen und Liebe sich doch sind.
 
G

Gast

  • #55
Vielleicht Leidenschaft, keine Ahnung, so mag das bei manchen Menschen vielleicht laufen.

Aber dass es auf diese Art zu dauerhaften Beziehungen kommt, bei denen viel passt und die Partner viele Übereinstimmungen haben, auf denen sich aufbauen lässt - ohje, da habe ich ja deutliche Zweifel.
Die Zweifel kannst du gerne haben, aber aus so eine Art lassen sich genauso "Beziehungen" aufbauen wie auf jede andere Art. Als ob man planen könnte, ob eine Beziehung andauert. Es gibt Menschen, die sind 30 jahre glücklich zusammen, und dann endet es. Na und?

Übereinstimmungen spürt man im übrigen, da stimme ich #49 zu. Man spürt es einfach, und man spürt vor allem, was einem wichtig ist. Wenn es einem nichts ausmacht, dass der Partner andere Hobbies hat, dann ist es doch gut? Viele Übereinstimmungen finde ich völlig überschätzt. Ich suche keinen Freizeitpartner. Was du bspw. an Übereinstimmungen wichtig findest, muss ich doch deshalb nicht wichtig finden?

Natürlich gibt es Beziehungen, die auf Leidenschaft basieren. Was man darauf aufbaut, hängt von den Fähigkeiten ab, sich mit einem Menschen auseinanderzusetzen und dessen Interessen zu akzeptieren.
 
G

Gast

  • #56
Liebe #53,

schöne und passende Argumentation. Jetzt verstehe ich, dass Liebe auch über den Magen und den Einkaufswagen geht. Wer sich selbst schätzt, der überlegt vorher, was man an guten Lebensmitteln braucht und oft ist weniger mehr.

Wer wahllos einkauft, kauft oft zuviel und ungesundes. Ist bei der Suche nach der passenden Frau bzw. Mann genauso.

w 49
 
G

Gast

  • #57
Naja, wenn du einen Kuchen backen möchtest nimmst du doch auch kein Salz anstatt Zucker nur weil du grad keinen vorrätig hast?
Seh mal die Partnerschaft als Backrezept. Du kannst variieren was divers. Zutaten betrifft, aber das Grundrezept (Zutaten)ist unveränderbar.

Muss gerade schmunzeln wie nah Essen und Liebe sich doch sind.
Weiter oben ging es sicher nicht um "nimm, was du kriegen kannst", sondern "erkenne, was du selbst wert bist". Steht da Suppe statt Trüffel auf dem Tisch, wird das schon seine Gründe haben.
 
G

Gast

  • #58
bei dieser diskussion schwingt leider immer der tenor "ich bin zwar besser, aber ich lasse mich herab" mit.
Ich denke, manche menschen (keine andeutung auf teilnehmer dieses forums!) sollten tatsächlich überlegen, ob sie sich nicht selbst überschätzen.
Daher sollte es eher heißen: "Mr/Ms Good enough FOR ME"
 
G

Gast

  • #59
Seh mal die Partnerschaft als Backrezept. Du kannst variieren was divers. Zutaten betrifft, aber das Grundrezept (Zutaten)ist unveränderbar.
Da viele Menschen nicht backen können oder wollen, wissen sie nicht mal, welche wirklich notwendige Zutaten für einen Kuchen vorhanden sein müssen, damit der Kuchen (Beziehung) auch wirklich gut gedeihen und gut schmecken kann.

Deswegen kaufen sich viele Menschen den meistens schlecht schmeckenden Fertigkuchen, finden den Geschmack auch noch normal, wundern sich aber, warum sie dadurch dick und krank werden.

Ich danke für den Erwähner der Methapher Essen mit Liebe und Beziehung.

w
 
G

Gast

  • #60
Gast 46 Saepe

""Nein, aber erwachsene, beziehungserfahrene Menschen wissen, welche Menschen zu ihnen passen.."

Diese Menschen wissen in erster Linie das ein Beziehungsweg ein lernprozess ist, indem es gilt zusammen zu wachsen.

Dafür brauch es nicht das angedachte Beuteschema..Im gegenteil : Viele machen ja gerade dieses umgekehrte Erlebnis indem sie schreiben, nett war aber gar nicht mein typ und hat sich von meinem bisherigen Beuteschema sehr unterscheiden..

Heute bin ich sehr glücklich mit ihm/ihr

Ich übrigens auch..und ich hatte davor ne menge Beziehungserfahrung..

Unser Beuteschma macht uns für diese Art offen zu sein einen dicken Strich durch die Rechnung.

Ich denke, (ohne jetzt mal die äusseren Umstände zu berücksichtigen)

starke Symphatie und sexuelle Lockpunkte reichen grundsätzlich als vorrausetzung um jemand näher kennen zu lernen.

Nicht umsonst sind aus freundschaften auch schon Beziehungen entstanden.

Der Schritt vom guten Kumpeltyp zum Partner ... Die Hürde die da im Weg steht ist oft nur Kopfsache und eine verkomplizierte Denkweise.