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  • #1

Mr. Good Enough

Buchempfehlung: Mr Good Enough: The case for choosing a Real Man over holding out for Mr Perfect

Oder auf Deutsch: Nimm ihn!: Einen Richtigeren findest du nicht. Von Lori Gottlieb.

Ich, w, 35, habe dieses Buch verschlungen, bevor ich mich bei EP nach einem Partner umgesehen habe. Es hat mir die Augen geöffnet! Ich habe einem Mann eine Chance gegeben, der noch vor 5 Jahren nicht in Frage gekommen wäre, und wir sind glücklich! Ich stehe mittlerweile auf dem Standpunkt, dass man eben nicht alles haben kann- bzw. seine Wünsche überdenken sollte.

Wer hat sich ebenfalls einen Mr. Good Enough geangelt und wie sind eure Erfahrungen damit? Und wie fühlen sich die Frauen, die denen „good enough“ eben nicht gut genug war- und die ggf. heute noch warten?

P.S.: Ich habe keinerlei Vorteil durch diese Buchempfehlung.
 
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  • #2
Ich war bis Mitte 40 verheiratet und kannte bis dahin nichts anderes. Dann 10 Jahre Single bzw. alleinerziehend. Nun habe ich einen Mann gefunden, der altersmäßig perfekt zu mir passt, äußerlich attraktiv und meinem Typ entsprechend, hoch gebildet, der aber nur 1 Hobby mit mir teilt: das Tanzen. Skifahren kann ich leider nicht mit ihm und er lebt wesentlich bescheidener als ich, obwohl es mir finanziell auch nicht mehr so gut geht wie früher. Dennoch verzichte ich ihm zuliebe nun gelegentlich auf Restaurantbesuche, Oper/Theater, Badeparadies und Wintersport.
 
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  • #3
Wenn ich lust auf Äpfel habe, kaufe ich mir auch kein Porree nur weil die Äpfel grad vergriffen sind.
Good enough sagt schon alles, grad mal gut genug.
Ich hab mich selbst sehr verändert und meine "Ansprüche" . Deshalb wär es für mich ein Rückschritt i.e. Beziehung zu leben mit vielen Abstrichen. Bin auch kein "Resteesser".
Nein, dann lieber allein und länger warten was ich ehrlich gesagt auch nicht so tragisch finde.
Lieber entspannt allein, als unzufrieden zu zweit.

Good enough klingt irgendwie...hmmm...abwertend.
 
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  • #4
Spannende Frage. Es gibt viele unterschiedliche Kompromisse: Fisch od. Fleisch, aktiv od. passiv, Frühaufsteher od. Langschläfer, hell od. dunkel, Wintersport, etc.

Es gibt jedoch einige Aspekte bei denen ich kaum kompromissfähig bin, wie zB. gegenseitige Wertschätzung und emotionale Nähe, Commitment, Kommunikations- und Kompromissfähigkeit, Treue, schlank, etc. m, 44
 
  • #5
Ich nicht.

Ich hätte mehrere Mr. Good Enoughs haben können - wirklich nette Männer, nach jeglichen Kriterien vorzeigbar, was aber überhaupt nicht funktioniert hat.

Ich war mir sicher, dass es den Richtigen nicht geben würde, habe nur noch ganz locker ohne zu bezahlen auf einer Platform herumgeschaut, ab und zu Männer "angeklickt".

Mein Partner (im Probemonat) hat geantwortet, wir haben telefoniert, uns getroffen - und die Sache war klar. Ich wäre ganz sicher lieber alleine geblieben als einen flauen Kompromiss zu schließen. Sorry, wenn ich nicht wirklich Respekt vor einem Mann haben kann, wenn er nicht mithalten kann, dann bin ich irgendwann so entnervt von ihm, dass er einfach hochkant rausfliegt. Das ist ausgesprochen unfair, die Männer sind ja eigentlich nett und ganz normal, deshalb hätte ich es bleiben lassen.
 
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  • #6
Man fühlt einfach, ob es passt oder nicht. Es reicht, sich dafür von den Idealvorstellungen trennen und genau hinschauen - und zwar mit dem Herzen.

Alle halbherzigen Ja´s machen nicht zufrieden und werden früher oder später zum unausweichlichen Nein.
Manchmal muss man diese Erfahrung machen, um danach sorgfältiger zu wählen.

Und... ja, man kann auch vorübergehend mit Mr. 60, 70 oder 80 % Glück empfinden. Was spricht schon gegen vorübergehendes Glück? Weit entfernt davon alles mitzunehmen was geht, ist eine Mann-Frau-Beziehung eine Bereicherung, so lange man nach allen Regeln der Kunst Herzschmerz vorbeugen kann.
 
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  • #7
Das Buch ist sicher interessant. Aber unverständlich. Für wen ist das geschrieben?

Auch ich habe derzeit mehrere Bewerber. Das mag sehr schmeichelhaft sein, aber ich bin weder verliebt, noch verschossen, nicht mal erotisiert.
Was nützt mir ein Mann mit gutem Beruf, netten und gepflegten Äußeren, guten Manieren, gutem Umfeld, der mich noch dazu gern hat - toll im Grunde! - wenn ich ihm einfach nicht mehr als Freundschaft entgegenbringen kann!
Soll ich mich zwingen ihn zu lieben, zu küssen oder Sex mit ihm zu haben? Wie soll das gehen!?

Meine Wünsche sind nicht riesig, eher ganz normal. Und ich möchte verliebt sein und meinen Partner wirklich "wollen". Anders gehts nicht. Da nutzt auch keine neunmalkluge Lektüre.

("Gut genug" ist übrigens ein schrecklicher und unpassender Ausdruck für einen Partner und keine Empfehlung für dieses Buch.)
 
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  • #8
Ich hatte jetzt Jahrelang falsche Ansprüche und bin nur in unglücklichen Kurzzeitbeziehungen gelandet, weil sich der gutaussehende, charmante, übermäßiges selbstbewusste, intelligente Frauenheld halt nicht besonders gut für Beziehungen eignet.

Ich habe das jetzt verstanden und werde eher den netten, zuverlässigen, kinderlieben Männern eine Chance geben, obwohl ich Gefühlsmäßig immer noch eher auf den Chameur stehen würde. Denn ich will Familie und habe keine Lust irgendwann mit Mitte 30 und Kinderwunsch ein "NoGo" auf Partnersuche zu sein.

Von daher: ja Mr Good Enough ist für die meisten Menschen wohl die einzige Möglichkeit eine dauerhafte Partnerschaft zu haben.

W 29
 
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  • #9
Was heißt schon "Mr/Ms Perfect" bzw. "Mr/Ms GoodEnough"?

Das hängt doch vollkommen davon ab, wie ich meine Vorstellungen an einen perfekten Partner definiere.

Eine Frau muss nicht 100% deckungsgleich in ihren Interessen sein, um für mich Ms Perfect zu sein. Es genügt eine grundsätzliche Offenheit von beiden Seiten und Interesse für den anderen. Meine Partnerin und ich haben auch ganz viele Dinge, die wir nicht teilen. Ich bin z.B. begeisterter Skifahrer, sie nicht. Sie geht für ihr Leben gerne tanzen, ich nicht. Wir haben einen gänzlich anderen Literaturgeschmack und unser persönlicher Stil ist auch ziemlich weit auseinander (ich eher konservativ elegant, sie experimentierfreudig und farbenfroh). Trotzdem ist sie für mich perfekt, denn es gewährt mir Einblick in Welten, die mir bislang verschlossen waren, und umgekehrt genauso. Ich gehe also durch nicht 100%ige Passung keine Kompromisse ein, ich erweitere meinen Horizont.
Nur in den grundsätzlichen Dingen bezüglich Partnerschaft und Familie brauche ich Übereinstimmung. Wenn dann noch Liebe dazukommt wird aus Ms GoodEnough ganz schnell Ms Perfect.
 
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  • #10
Und... ja, man kann auch vorübergehend mit Mr. 60, 70 oder 80 % Glück empfinden. Was spricht schon gegen vorübergehendes Glück? Weit entfernt davon alles mitzunehmen was geht, ist eine Mann-Frau-Beziehung eine Bereicherung, so lange man nach allen Regeln der Kunst Herzschmerz vorbeugen kann.
Es spricht dagegen, dass man nicht immer neu beginnen, sondern endlich mal irgendwo ankommen mag. Von vornherein zu wissen nur "vorübergehend Glück" zu erleben ist unbefriedigend, zumal jede Trennung noch extra schwächt. Nein, so geht das nicht.
Und wer Herzschmerz vorbeugen kann, der hat nicht geliebt, sondern eine Zweckverbindung gelebt.
Meins ist das nicht.
 
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  • #11
Als Mann möchte ich eigentlich nicht nur "good enough" sein, dass hört sich sehr nach zweiter Wahl und Kompromiss an. Wenn allerdings dieses "good enough" so gemeint ist, dass manche Frauen endlich ihre "Hans im Glück"-Allüren mal abstreifen können und dauerhaft mit ihrer Wahl zufrieden sind, dann fände ich das doch trotzdem sehr sinnvoll.

m.
 
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  • #12
Und wer Herzschmerz vorbeugen kann, der hat nicht geliebt, sondern eine Zweckverbindung gelebt.
Meins ist das nicht.
Das stimmt nicht. Man kann sehr wohl stark lieben, aber Strategien entwickeln, wie man im Falle des Scheiterns besser klarkommt. Das hat absolut nichts mit Zweckverbindung zu tun. Richtig zu lieben bedeutet nicht, dass man sich seit der Pubertät nicht weiterentwickeln kann und unter Umständen auch gelassener werden.

Ich finde den Ausdruck "Mr. Good Enough" im übrigen ebenfalls höchst abwertend und unsympathisch, wer seinen Partner oder seine Partnerin so sehen möchte. Es geht auch um die eigene Sicht und den Willen. Man kann in den ersten Wochen vielleicht denken, jemand sei "good enough". Sofern er gut genug ist, um mit ihm zu schlafen, mit ihm schöne Zeit zu verbringen und sich eine gemeinsame Zukunft vorzustellen, dürfte es kein Problem sein, ihn zum eigenen Mr. Perfect zu machen.

Die Differenz zwischen gut genug und perfekt hängt mehr von einem selbst ab, als von der Perfektheit des anderen. Ich sehe keinen Sinn darin, einen Menschen auf so eine Distanz zu halten und in die Kategorie der "Zweitplatzierten" einzuordnen. Man lernt einen Menschen kennen. Wenn es einem gelingt, sich auf ihn einzulassen und die Fehler zu lieben, wird er perfekt. Es sei denn, man will ihn nicht perfekt, sondern sich aus irgendeinem Grund einreden, er sei nur ausreichend gut.

Ich würde mir so eine Platzierung auch niemals von einem Mann gefallen lassen. Dann sage ich, Tschüß. In meinen Augen bin ich Mrs. Perfect. Mit Fehlern, ja, aber für mich gibt es keine Frau, die ich persönlich so gut verstehe wie mich selbst. Das Gleiche erwarte ich von meinem Partner und gebe es ebenso zurück.
 
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  • #13
Ich war 10 Jahre mit Mr. Goodenough zusammen. Dies nachdem er sich zuerst verliebt hatte und ich ihm erst einen Korb gab und ihn 1 Jahr schmoren liess. Mit der Zeit fühlte ich mich einigermassen verliebt, hatte ihn ziemlich gut kennengelernt (er war ein Arbeitskollege) und dachte, probiers doch mal mit ihm. Und er wollte immer noch. Damals interpretierte ich das als "wow - er hat so lange auf mich gewartet und liebt mich immer noch".
Meine Liebe zu ihm ist mit jedem Jahr gewachsen. Das tönt kitschig aber ich empfand es so. Ich fand ihn den "Richtigen" und wollte mit ihm Familie.
Er hingegen hat sich in den letzten 4 - 5 Jahren allmählich entliebt, hat mir das jedoch nie klar gesagt.
Dann liess er, der mir gesagt hatte dass er mit mir Familie will, mich nach mehreren Jahren des probierens mit 38 auf meinem unerfüllten Kinderwunsch sitzen mit der Begründung, er "hätte das alles eigentlich nie gewollt".
Kann man daraus ein Fazit ziehen? Keine Ahnung. Vielleicht dass auch mit Mr. Goodenough, eine langfristige stabile Beziehung keine Garantie ist .

Im Moment wünschte ich mir einen perfekten Partner: mit den gleichen Interessen wie ich, liebevoll, fürsorglich, intelligent, (das hatte auch Mr. Goodenough zu bieten), und trotzdem eigenständig und dadurch interessant, dazu noch schön und sexy (das war mr. goodenough nur zum Teil).
Nachdem sich aber schon Mr. goodenough als "Flop" entpuppt hatte, bin ich leider eher pessimistisch.

w40
 
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  • #14
Warum wird eigentlich immer die Suche nach Mr. Mrs.Perfekt mit zu hohen Maßstäben oder mit Allüren in Verbindung gebracht?
Mein Mr. Perfekt zb. ist ein Mensch, der positive wie auch negative Seiten haben muss! Der seinen eigenen Charakter leben sollte...auch wenn er an manchen Tagen den rosa Strampler rausholt und zickig ist.
Er muss nicht immer "nett" oder lieb sein. Aber... er muss mich flashen und nicht meine Umwelt.
Da frag ich mich besitze ich deshalb hohe Ansprüche?

Ich kann immer noch nicht verstehen, wie man aus der Einsamkeit seine Bedürfnisse herabsetzt und ignoriert...
Das nenne ich Resignation, viell. sogar mangelnden Selbstwert?!
 
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  • #15
Mr. Good Enough klingt nach Notlösung, nach Torschlusspanik!
Mal ganz ehrlich, liebe Männer.
Wer wollt ihr sein?
Mr. Good Enough oder Mr. Perfect?
Niemand ist perfekt, aber wenn ich verliebt bin, ist dieser Mann perfekt für mich - und nicht good enough!
Klar muss er nicht unbedingt ein Gardemaß wie 1.90m, Waschbrettbrauch und beruflich extrem erfolgreich erfüllen.
Scheuklappen sollte frau abnehmen.
Aber diese Torschlusspanik führt dazu, dass man einen Mann heiratet, der eigentlich gar nicht zu einem passt.
Entweder passt es eben perfekt oder eben nicht - aber man kann nichts passend machen.
Und liebe FS, du hörst dich nicht wirklich glücklich verliebt an und die Frau darunter auch nicht.
Lieber irgendeinen als alleine - das höre ich da eher raus!
Für mich wäre das nichts!
w
 
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  • #16
Ich würde das nicht so schwarz-weiß sehen. Einerseits müssen Menschen gut zueinander passen, andererseits ist perfekte Passung eine Illusion.
Ich bin selbst weder perfekt, noch eine Perfektionistin. MIch interessiert so etwas nicht. Ich stürze mich lieber mit meiner ganzen Erfahrung ins Leben.
Eine Freundin von mir ist eine und zwar ganz extrem. Da muß alles stimmen, mit weniger gibt sie sich nicht zufrieden und so hat sie es mit Mitte 50 immer nur zu großen, detaillierten Plänen, Realisierungsansätzen und Abbruch oder Umbau, weil es doch nicht perfekt war, gebracht. Nicht nur mit Männern, mit allem. Mit Ausbildungen, Jobs, Haus und Garten. Ihr Bad ist seit 7 Jahren eine Baustelle, weil es ihr noch nicht gefällt. Kann man machen. Man sollte sich aber darüber klar, sein, daß man viele Ziele nicht erreicht.

Ich finde die grobe Botschaft des Buches sehr ok. Denn bei der Suche nach Mr. Perfect stören mich drei Sachen:
1. Es wird einer Konstellation von außen und einer anderen Person viel zu viel Optimierungs-Macht im eigenen Leben einge(t)räumt. Wenn bei dem anderen alles stimmt, dann endlich habe ich eine gute Beziehung. Naja.
2. Das passiert mir zuviel in der Phantasie und zu wenig in der Praxis. Man kann sich wunderbar ausmalen, welcher Partner zu einem passt, ob das so ist, erweist das Leben. Denn 50% einer Beziehung ist man immer noch selbst.
3. Wer viel verlangt, muss viel bieten. Da neigen einige zur Selbstüberschätzung.

Aber es soll jeder nach seiner Fasson selig werden. Solange Leute auf Mr. Perfect warten, haben andere unter realen Menschen viel Auswahlmöglichkeiten.
 
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  • #17
Nein, nicht "gut genug". Gut reicht schon. Passend für mich. Das entscheidende Stück mehr Passung als zu einer anderen Frau. Achtsamkeit, Leidenschaft und Vertrauenswürdigkeit. Und natürlich dieselbe Vision von einer gemeinsamen Zukunft.
Dann könnte es klappen...
 
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  • #18
Aus Torschlusspanik eben den nächstbesten Naja-Mann genommen. Das kann gut gehen, wenn der Kinderwunsch im Zentrum steht. Meistens wird der good-enough-Mann dann allerdings entsorgt oder betrogen, wenn dem Gebärdrang entsprochen wurde. Das finde ich ebenso traurig wie Männer, die sich wissentlich einen Ladenhüter als Mutter ihrer Kinder zulegen und dann ausserhalb die wirklich anziehenden Frauen als Affäre.
Doch, wie gesagt: wer das kann, probiert es. Ich begehre nicht, wenn es nicht zumindest am Anfang eine Verknalltheit-irrational, bescheuert, schön!- gibt. Vernunft und Liebe gehören für mich schon gar nicht zusammen, denn die Liebe fordert ja nicht und wägt nicht ab. Vernunft und Beziehung geht, macht mich jedoch nicht glücklich so. Ich mag es lieber kompliziert, wenn es sein muss:)
(w)
 
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  • #19
So ein Quatsch, sie verlangen zu viel.
Wie liebe ich die Pauschalaussage.

Jeder hat einen anderen Geschmack und jeder hat Recht-glücklich zu sein.
Also, ich nehm lieber den Mann der mich aus den Schuhen wirft, als den der noch meine Schnürsenkel suchen muss um meine Schuhe zu öffnen.
Mit einer Wollmilchsau im Körper eines Adonis hat es nicht zu tun, sondern mit Charisma.
Sollten die Ansprüche zu hoch sein, ja und -wessen Problem wäre das?
 
  • #20
Ich würde mir so eine Platzierung auch niemals von einem Mann gefallen lassen. Dann sage ich, Tschüß. In meinen Augen bin ich Mrs. Perfect. Mit Fehlern, ja, aber für mich gibt es keine Frau, die ich persönlich so gut verstehe wie mich selbst. Das Gleiche erwarte ich von meinem Partner und gebe es ebenso zurück.
Genau. Alles andere klingt nach letzter Möglichkeit, die du mit 35 siehst. Und alles andere klingt nach zuviel Berechnung und zuwenig Liebe.
 
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  • #21
...wenn ich nur einen Mr. Good Enough treffen würde!! Muss kein Schönling sein (aber auch nicht hässlich oder viel zu alt oder total spiessig/altmodisch) und meinetwegen hat er auch weitgehend andere Interessen als ich und ist vielleicht etwas "einfach gestrickt". Ich habe meine Ansprüche schon sehr heruntergeschraubt!
Und doch ist nicht mal einer "good enough"! Geschweige denn Mr. Right. Ich weiss auch nicht, was los ist. Die beziehungsfähigen, halbwegs attraktiven und nicht-psychopathischen Männer sind wie vom Erdboden verschluckt!
w,40
 
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  • #22
Es hört sich nach einer unglaublichen Arroganz an, einen Menschen, als Gut Genug zu bezeichnen.
Diese Bezeichnung würden wir uns doch nicht im Berufsleben, nicht in Freundschaften...., manche nicht mal bei der Wohnungssuche gefallen lassen. Vom Thema Männer und Autos ganz zu schweigen....:)
Und da sollen wir einem Menschen, dem wir so nah, wie keinem anderen sonst sein wollen, mit dem wir unser Leben, Tage und Nächte verbringen wollen, der unser Bester Freund, Liebhaber, Vertrauter sein soll, diese Bezeichnung anheften????
Würde mein Partner mich als solche bezeichnen, würde ich mich aus Liebe zu ihm trennen und ihm seine Freiheit zurück schenken, DIE Frau zu finden, die die einzig richtige, die für ihn die Einzige sein sein würde.
Es geht hier nicht um perfekte Menschen, um Adonisse, etc. Die gibt es nicht. Nur, das ist nicht der Grund, keinen für mich Richtigen zu finden und auch von einem Mann als solche genannt zu werden. Ich liebe meinen Partner über alles und DAS macht ihn zu meinem Mr.Perfekt !!! Meine Liebe macht seine Schwächen und Macken in meinen Augen wieder schön.
Und ich fühle mich in seiner Liebe aufgehoben und als DIE Frau seines Lebens.
Ob es so für immer bleibt, weiß ich nicht, denn auf Liebe gibt es keine Garantie. Aber heute und jetzt ist ER für mich der Perfekte Partner . Mit seinen Macken und Schwächen...
Ich habe sie doch auch..., vielleicht noch mehr als er...Und ich bin dankbar und glücklich darüber, dass wir uns jeden Tag aufs Neue für UNS als Liebespaar ( Tausend mal mehr als Gut Genug) entscheiden. Mit allem was dazu gehört, auch Verzeihen, Verständnis, Kompromisbereitschaft, Treue, Geduld, Nachsicht....und vor allem LIEBE!!!
 
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  • #23
ich habs so viele Jahre mit Liebe und Leidenschaft versucht, aber war immer nur ungluecklich verliebt weil die Maenner mich nie wirklich wollten. Ich sehe langsam auch keinen Ausweg mehr, ausser mich mit der zweiten Wahl zufrieden zu geben, wenn ich nicht die Chance auf Familiengruendung verpassen moechte.

Vielleicht ist es besser einen Partner zu finden, der mir Geborgenheit gibt und mich gut behandelt, bei dem aber halt das Feuer und die Leidenschaft fehlt, anstatt durch staendige on and off Geschichten immer wieder verletzt zu werden
 
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  • #24
Ja Leute, echt tolle Antworten und als Leser auch für die Weiterbildung geeignet.
Aber die Frage wurde bei 20 Antworten nur von ca. 2 Personen beantwortet. Als Hilfestellung nochmal:
Wer hat sich ebenfalls einen Mr. Good Enough geangelt und wie sind eure Erfahrungen damit? Und wie fühlen sich die Frauen, die denen „good enough“ eben nicht gut genug war- und die ggf. heute noch warten?

Also was bringt so ein Forum der/dem Fragesteller/In, wenn alle Ihre Geschichten und Defintionen zum Besten geben? Das sollte man wirklich professioneller angehen. Klar die Frage ist spannend und wenn man sie auf das Universum ausdehnt kann jeder seinen Senf dazugeben.

Ich rege mich immer über die Poltiker auf, wenn die eine Frage gestellt bekommen, wird im seltesten Fall auf diese geantwortet.

Haben wir hier ein vielleicht ein grösseres Problem?
 
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  • #25
@gast 5

"Man fühlt einfach wenn es passt.."

Dann frage ich mich ernsthaft warum sich 9 von 10 paaren nach der verliebtheitsphase wieder trennen?

Wären die denn zusammengekommen wenn Sie nicht gefühlt hätten das es passt..

Oh nein nur mit fühlen alleine ist da nichts...Spätestens in Alltagssituationen stellen sich harte Proben, die ersten Konflikte usw...die nicht alleine mit Gefühlen zu bewältigen sind (wunschdenken)

Und die Dame die gesagt hat wenn Sie Lust auf Äpfel hat und es gibt keine mehr dann nimmt sie auch kein poree....trifft die Sache sehr gut..

Sie hat eben ein vorgefertigtes Partnerprodukt im Kopf ..

Aber wenn sie nicht nur Lust sondern richtig Hunger hat dann würde sie anstatt der Äpfel auch etwas anderes Essen..oder sie hungert eben..

Syymbolisch kann man das richtig gut vergleichen

Wenn ich mir wirklich wieder einen Partner wünsche dann bin ich auch bereit von meinem Traum-Produkt abstriche in Kauf zu nehmen..

Wenn ich aber nur mal so umgucke ob zufällig der Traumprinz irgendwo dabei ist dann stosse ich immer wieder an eigene Hürden die ich mir aufgestellt habe..

Liebe FS

Ich kann dich sehr gut verstehen..Mir ging es genau..Jetzt 2 jahre glücklich mit einer Frau die zunächst nicht meinem Beuteschema entsprach .

Ich habe zwar nicht "dieses"Buch gelesen aber ähnliche.. Und es hat mir ungemein geholfen Frauen besser zu verstehen und worauf es in einer Beziehung zwischen Frau und Mann wirklich ankommt.

Auf anfänglich starken Hormonausstoss jedenfalls nicht.

M
 
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  • #26
Liebe FS, ich habe es mit einem "Vernunftmann" versucht: gute, interessante Gespräche, niveauvoll, gute Manieren, erwachsene Kinder, gemeinsame Interessen & gemeinsamer Horizont in etwa da. Das schaffte ich gerade bis zum zweiten Date. Als er mich bei der Verabschiedung und einem Kuss auf die Wange fragend ansah und sich meinem Gesicht wieder näherte, wurde ich steif wie ein Brett und dachte." Küss mich bloss nicht auf den Mund, oh Gott!"
Sowas wollte ich ihm nicht antun (er war sichtlich und bekennendermassen verknallt) und mir auch nicht. Bei mir gehts nicht ohne Hormonrausch und eine wenigstens rosa getönte Brille am ANFANG ..und das, obwohl oder weil ich Mitte 40 bin und die einigermassen annehmbaren Männer so rar wie ein 6er im Lotto.
Ich wünschte, es ginge über die Ratio-es geht bei mir NICHT. Ich würde körperlich krank oder der Mann dürfte mich nie anfassen:(
 
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  • #27
Wer hat sich ebenfalls einen Mr. Good Enough geangelt und wie sind eure Erfahrungen damit?
Meine Erfahrungen sind sehr gut. Nach zwei ziemlich üblen "ich will unbedingt Mr. Perfect"-Bruchlandungen, die nur im Kopf und nicht in der Realität gut waren, habe ich mich geerdet.
Ich habe mich von ein paar Erwartungen verabschiedet und von einem bevorzugten Männertyp. Ich habe nicht lange gesucht und jemanden getroffen, bei dem ich erst skeptisch war, weil er so ganz aus der Reihe fiel (ich für ihn auch) und bin absolut positiv überrascht worden.
Ich bin entspannt und authentisch, fühle mich sicher und angenommen, hatte noch nie einen so liebevollen und aufmerksamen Mann und im Bett ist es der Hammer, obwohl der Hormonschub schon längst vorbei ist. Bei ihm ist es ähnlich, er war noch nie so männlich und kraftvoll und hat sich noch nie so viel mit einer Frau vorstellen können. Die Beziehung gibt Synergien und ist mehr als die Summe beider Teile. Wir wissen ohne Zweifel, das ist es, in tiefer Liebe, aber ganz unspektakulär.
Es gibt eine gemeinsame Linie und Ziele und über grundlegende Dinge bisher nie einen Dissenz. Wir sind sehr bald zusammengezogen und heiraten nächsten Monat.
 
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  • #28
Aber die Frage wurde bei 20 Antworten nur von ca. 2 Personen beantwortet.
Sei doch froh über die Antworten! Aus denen kannst du dir auch deine Antworten ziehen. Wenn nur zwei die Frage beantwortet haben, wäre das auch dann der Fall gewesen, wenn die anderen nicht geantwortet hätten. Du kannst dir doch keine Leute herbeizaubern, die über etwas berichten. Niemand MUSS hier antworten, das ist immer noch freiwillig, und kein professionelles Antwortforum.

Als Hilfestellung nochmal:
Wer hat sich ebenfalls einen Mr. Good Enough geangelt und wie sind eure Erfahrungen damit? Und wie fühlen sich die Frauen, die denen „good enough“ eben nicht gut genug war- und die ggf. heute noch warten?
Mein Ex war zuerst ein Good Enough, deshalb habe ich mich auf ihn eingelassen. Er wurde dann aber zum perfekten. Gut genug war er mir letztlich doch nicht. Hätte aber auch anders laufen können.
 
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  • #29
@23
Wenigstens hast du diese Frage ausführlich themenbezogen beantwortet, gell?;-)

Ich habe früher Partner gehabt, die eigentlich nicht meinem Beuteschema entsprachen.
Das war auch das übliche über die Freundschaft usw, sogar meine Ehe.
Mittlerweile habe ich festgestellt, daß mich das nicht glücklich gemacht hat und nicht glücklich machen wird.
Hab mich hingesetzt, überlegt was will ich, was kann ich geben.
Fazit: Tja, und nu will ich jemanden der Innen, wie Außen mir zusagt. Ecken und Kanten sind gestattet.
Jeder wie er es braucht. Nur aus Verzweiflung sich was halbherziges suchen, finde ich traurig.
GsD sind Geschmäcker/Einstellungen unterschiedlich.
 
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  • #30
Bücher sind Gehirnwäsche, denn jeden kann man manipulieren, und theoretisch kann man jeden in jeden "verliebt machen", wenn man ihm nur immer und immer wieder die Vorteile dieser Beziehung eintrichtert, besonders mit immer den selben gleichen Worten und Wortwiederholungen, geht das sehr gut (die Werbung macht das Selbe mit uns) und ein Buch, womit sich ein Mensch 5-8 Stunden intensiv beschäftigen muss, passiert sehr viel im Kopf des Lesers. Der Mensch steht generell immer hinter "seinem" Buch, das er gelesen hat, denn er hat beim Lesen sehr viel eigene Arbeit und Initiative hineinsteht, die er nun selbst lobt.

Dir hat es gut getan. Ich sage auch nicht, dass alle Bücher schlecht sind. Denn jetzt bist du ein glücklicher Mensch und sicher würde es einigen gut tun, sowas auch mal zu lesen, einfach um mal Ruhe vor den vielen jammernden Singles zu haben - allerdings weißt du selber, hast du dafür diverse Opfer aufgebracht. Z.b. dich eben in einen Mann verliebt, in den du dich sonst nie verliebt hättest. Sowas nennt man Fremdbestimmung. Wir Menschen fühlen und manchmal nur gut, wenn andere Leute unsere Entscheidungen abnehmen.