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Gast

  • #1

Mögen manche Männer schüchterne Frauen?

Hallo zusammen,

wie sind Ihre Erfahrungen: Stimmt der Standpunkt, den ich irgendwo gelesen haben, dass manche (auch extravertierte, selbstbewusste) Männer eher schüchterne, zurückhaltende Frauen bevorzugen? Ist eine solche Beziehung auf Dauer möglich, ein Mann, der das Gegenteil von Schüchtern ist und eine ganz andere Frau? Die Beiden treten doch ganz unterschiedlich in der Gesellschaft auf...
 
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Gast

  • #2
Ich finde ein bißchen Gegensatz ist optimal, dass einer von beiden den etwas extrovertierten und der andere den etwas ruhigeren part übernimmt. Im Idealfall dann im Wechsel.

Wenn zwei sehr extrovertierte Menschen aufeinander treffen (die beide so viel zu erzählen haben ohne ein Ende zu finden und sich ggfs.öfter ins Wort fallen), passt es meiner Meinung nach ebenso wenig wie zwei ganz ruhige Menschen, die sich nichts zu erzählen haben.

Die Mischung machts! Die Kunst einer guten, fließenden Kommunikation ist meiner Meinung nach selbst etwas zu erzählen zu haben, aber auch gleichzeitig sein Gegenüber aktiv zuhören und charmant hinterfragen können. Leider erlebt man so eine passende Unterhaltung viel zu selten.
w29
 
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Gast

  • #3
Natürlich. Ebenso wie manche Frauen schüchterne Männer mögen. Auch ziehen sich Gegensätze in manchen Punkten oft einfach an, deshalb kann ein nicht schüchterner Mann natürlich eine schüchterne Frau mögen und umgekehrt.

m
 
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Gast

  • #4
Also ich mag schüchterne Frauen anfänglich..find das ganz süss. Aber auf Dauer nicht, weil Mann auf Dauer in meinen Augen eine Frau an der Seite haben will, die auch Entscheidungen trifft oder auf gleicher Höhe agiert...und nicht immer nur "ja" sagt..
 
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Gast

  • #5
Als Mann will ich die Frau kennenlernen, bei der ein Blick in die Augen genügt, um zu wissen, dass sie gütig und warmherzig ist. Das sind in der Regel nicht die Frauen, die sich permanent in den Mittelpunkt des Geschehens drängen und nach Anerkennung und Aufmerksamkeit lechzen, sondern die, die man seltener hört, deren Authentizität dafür allerdings zu keiner Zeit angezweifelt werden muss.
Mit solchen Frauen ist man gerne zusammen, mit solchen Frauen unterhält man sich gerne, solchen Frauen lächelt man gerne aus der Ferne zu, mit solchen Frauen möchte man eine Beziehung, eine Ehe, Kinder und gemeinsam alt werden.
 
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Gast

  • #6
Es kommt wohl immer auf den Grad an: Extreme Schüchternheit könnte man schon als verklemmt auslegen und wird eher negativ bewertet. Andererseits kommen Frauen, die auf allen Hochzeiten tanzen auch nicht gut in der Männerwelt an.

Grundsätzlich gilt aber auch hier: Wenn die Frau hübsch ist, ist es dem Mann egal, ob sie schüchtern oder extrovertiert ist.
 
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Gast

  • #7
Ja, ist meiner Ansicht nach schon sehr schwierig, besonders je älter man wird, desto auffälliger wird dieses Defizit. Ich war auch ein Leben lang eine schüchterne, verklemmte Frau. Dadurch sind mir viele tolle Männer durch die Lappen gegangen, die einfach kein sonderliches Interesse an mir hatten, weil ich:

A) einfach nichts zu erzählen hatte und zu ruhig war, auch beim Date nie was von mir erzählt habe (bin kein Ja-Sager und habe meine eigene Meinung, aber die band ich niemandem auf die Nase, sondern ich war einfach nur still).

B) mich nicht traute, mich ordentlich zu artikulieren, verführerisch zu sprechen oder ein Gespräch anzufangen und gestottert habe

C) weil ich auch in anderen Dingen viel zu verklemmt und verschlossen war. Ich wirkte aufgrund meiner Schüchternheit immer mysteriös und unnahbar. Bis zu einem gewissen Grad ist das toll, aber spätestens beim ersten Date stellt man schnell fest, dass das langweilig und schwierig wirkt und man dadurch auch unreif und unerfahren wirkt und eine Beziehung damit nicht möglich ist. Das mag mit 20 noch ok sein, aber als ältere Frau hat man damit Null Chancen auf dem Partnermarkt - besonders nicht, wenn man es auf besondere Männer abgesehen hat, die es zu beeindrucken gilt mit sprachlicher Kompetenz.

Mir war das selber immer ein Graus, und somit ich habe an dem Defizit gearbeitet, weil ich Interesse daran hatte, besser aufzutreten, besser sprechen zu können, mutiger agieren zu können, zur Gesellschaft zu gehören, und auch aus mir Herauskommen zu können, z.B. auch beim Sex.
Ich konnte das alles vorher überhaupt nicht. Es bereichert einen ungemein, wenn man versucht, an sich zu arbeiten. Dass das viele Jahre Training braucht, dürfte aber klar sein.

Heute sage ich selbst, Schüchternheit ist absolut ätzend und ein No-Go. Besonders über 30. Rethorik gehört einfach zum Leben (heute mehr denn je) und verschafft einem beruflichen und privaten Erfolg.

w
 
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Gast

  • #8
Mit der Beschreibung von Gast 4 kann ich mich identifizieren, habe aber die Erfahrung gemacht, dass Männer langfristig eine Frau wollen, die etwas "hermacht" und mit der sie angeben können. Die Sorte, die der Mittelpunkt auf Partys ist. Eine schüchterne Frau ist viel zu wenig repräsentativ.
 
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Gast

  • #9
Natürlich..Im Gegensatz dazu ergänzt man sich ja auch und jeder kann von jedem etwas lernen..

Man sollte diese Aspekte immer auch von einer positiven Seite können.

m47
 
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Gast

  • #10
Ja, ist meiner Ansicht nach schon sehr schwierig, besonders je älter man wird, desto auffälliger wird dieses Defizit. Ich war auch ein Leben lang eine schüchterne, verklemmte Frau. Dadurch sind mir viele tolle Männer durch die Lappen gegangen, die einfach kein sonderliches Interesse an mir hatten, weil ich:

A) einfach nichts zu erzählen hatte und zu ruhig war, auch beim Date nie was von mir erzählt habe (bin kein Ja-Sager und habe meine eigene Meinung, aber die band ich niemandem auf die Nase, sondern ich war einfach nur still).

B) mich nicht traute, mich ordentlich zu artikulieren, verführerisch zu sprechen oder ein Gespräch anzufangen und gestottert habe

C) weil ich auch in anderen Dingen viel zu verklemmt und verschlossen war. Ich wirkte aufgrund meiner Schüchternheit immer mysteriös und unnahbar. Bis zu einem gewissen Grad ist das toll, aber spätestens beim ersten Date stellt man schnell fest, dass das langweilig und schwierig wirkt und man dadurch auch unreif und unerfahren wirkt und eine Beziehung damit nicht möglich ist. Das mag mit 20 noch ok sein, aber als ältere Frau hat man damit Null Chancen auf dem Partnermarkt - besonders nicht, wenn man es auf besondere Männer abgesehen hat, die es zu beeindrucken gilt mit sprachlicher Kompetenz.

Mir war das selber immer ein Graus, und somit ich habe an dem Defizit gearbeitet, weil ich Interesse daran hatte, besser aufzutreten, besser sprechen zu können, mutiger agieren zu können, zur Gesellschaft zu gehören, und auch aus mir Herauskommen zu können, z.B. auch beim Sex.
Ich konnte das alles vorher überhaupt nicht. Es bereichert einen ungemein, wenn man versucht, an sich zu arbeiten. Dass das viele Jahre Training braucht, dürfte aber klar sein.

Heute sage ich selbst, Schüchternheit ist absolut ätzend und ein No-Go. Besonders über 30. Rethorik gehört einfach zum Leben (heute mehr denn je) und verschafft einem beruflichen und privaten Erfolg.

w
Mangelnde sprachliche Fähigkeiten haben aber nichts mit Schüchternheit zu tun. Smalltalk kann jeder schnell lernen, zur Not aus Büchern.
Schüchternheit ist ein Charakterzug, den man nicht grundlegend ändern kann. Schüchternheit kann sich auch auf bestimmte Lebensbereiche beschränken, während man in anderen Bereichen nicht schüchtern ist.
Das Problem ist, die Männer, die schüchterne Frauen bevorzugen, sind nicht unbedingt vertrauenswürdig.
 
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Gast

  • #11
dass Männer langfristig eine Frau wollen, die etwas "hermacht" und mit der sie angeben können. Die Sorte, die der Mittelpunkt auf Partys ist. Eine schüchterne Frau ist viel zu wenig repräsentativ.
Sollte ich als Mann denn nicht selber am besten wissen, was ich will? Ich kann mich diesem pauschalen "Männer wollen..." schon allein deshalb nicht anschließen, weil ich in der Öffentlichkeit nicht angebe, schon gar nicht mit dem Äußeren meiner Frau.
 
  • #12
Es kommt darauf an wie schüchtern, schüchtern kann aber muss nicht, süß sein. Es sollte halt keib Extrem sein.