• #1

Möchte ich zu viel? Wieviel Zeit braucht eine Partnerschaft?

Hallo,

nach einer schwierigen Trennung habe ich (44) letzten Sommer einen sehr liebevollen Mann (52) kennengelernt. Er hat wie ich drei Kinder, meine sind zwischen 5 und 14, seine zwischen 15 und 20. Zwei wohnen bei ihm, der 15jährige erst seit Kurzem, weil er sich mit der Mutter zerstritten hat. Uns trennen 70km einfache Strecke, ich habe kein Auto. Wir sehen uns einmal pro Woche, meist zusammen mit meinen Kindern, weil die selten zum Vater gehen. Für ihn ist das ok. Daneben telefonieren wir jeden Abend.

Entgegen unseren Plänen zu Beziehungsbeginn (da meinte er, ab Herbst wären alle Kinder ausgezogen und er könne mehr in meine Nähe ziehen), wird unsere Partnerschaft nun wohl auf mindestens drei Jahre (Abitur des Jüngsten) mit diesem räumlichen Abstand bleiben müssen.

Er hat ein stressiges Berufsleben und spielt in zwei Bands, seine Musik ist ihm sehr wichtig.

Als ich letztens meinte, im Grunde hätten wir eine Wochenendbeziehung, die ich nicht wirklich als Partnerschaft empfinde, war er sehr betroffen. Für ihn ist die Situation so ok, wenn wir uns mal ein Wochenende nicht sehen, weil er ausschlafen und andere Dinge erledigen muss, leidet er darunter nicht. Ich leider schon.


Wenn ich ihn darauf anspreche, ist er traurig und sagt, dass ich ihm damit ein Gefühl der Überforderung vermittle und das Gefühl, mich nicht glücklich machen zu können ... und dass er diesbezüglich bereits aus einer vorigen nachehelichen Beziehung traumatisiert ist. (Damals lebten seine Kinder bei der Mutter, er zog rasch mit seiner neuen Freundin zusammen, und das Ganze scheiterte, weil sie die Beziehung nach der Alltagserfahrung plötzlich beendete.) Er hat Angst, dass das wieder geschehen könnte - obwohl das Thema Zusammenziehen bei uns gar nicht im Raum steht. Wünschen würde ich es mir mittelfristig schon; er sieht es als frühestens machbar an, wenn alle Kinder aus dem Haus sind. Mein Jüngster ist 5.

Möchte ich zu viel zu schnell?

Er selbst sagt, sein Leben sei zu voll, aber er könne es nicht ändern. Und fragt mich dann, ob er denn seine Kinder/Musik wegen mir vernachlässigen soll. Was ich natürlich nicht verlange. Ich würde gern mal mit allen Kindern etwas unternehmen, er würde dafür sogar ein großes Auto kaufen, doch seine Kinder meinten, solch ein Auto brauche er doch nicht, er solle sich lieber einen Sportwagen zulegen. Immer allein zu Hause bleiben wollen sie aber natürlich auch nicht.

Ich möchte einen Weg finden, längerfristig mit dieser Beziehungssituation umzugehen, ohne andauernd meine Enttäuschung und Sehnsucht runterschlucken und mich in der Warteschleife fühlen zu müssen. Oft warte ich bis 22.30 Uhr abends, bis er Zeit zum Telefonieren hat. Er leidet selbst darunter „ein Chaot“ zu sein, wie er sagt. Ich weiß, er liebt mich wirklich. Und ich ihn. Aber irgendwie tun wir uns dennoch immer wieder weh.

Hat jemand einen Rat für mich? Oder ähnliche Erfahrungen?

Wie arrangiere ich mich mit der Situation, wenn sie sich nicht ohne Weiteres ändern lässt?
 
  • #2
Liebe FS,
eure Situation hat sich aufgrund des Einzugs seines Jüngsten verändert. Das konnte zu Beginn der Beziehung keiner ahnen.
Du sagst ihr seht euch einmal die Woche. Am Wochenende mit Übernachtung oder nur tagsüber? Oder auch mal ein komplettes Wochenende?
Sollte es wirklich nur ein Tag / Abend sein, wäre mir das auch viel zu wenig für eine Beziehung.
Ich führe auch eine Wochenendbeziehung und obwohl wir uns jedes Wochenende von Freitag bis Montag Morgen sehen, empfinde ich es auch nicht als vollwertige Beziehung. Aber ich habe mich arrangiert und bin mit der Situation zufrieden.
Eure Konstellation (wie auch meine, aber wir haben keine Kinder)erfordert einfach mehr Anstrengung. Kannst auch du etwas dazu beitragen, dass ihr euch öfters seht? Deine Kinder mal zu Oma und Opa und du fährst mit dem Zug übers Wochenende hin? An den 3 Jahren wirst du nichts ändern können, aber wenn ihr wirklich zusammen bleiben wollt, muss es eben für die Zeit eine Zwischenlösung geben.
Du bist mit der derzeitigen Situation unzufrieden (kann ich total nachvollziehen). Wenn ihr keine Übergangslösung findet, auch wenn sie nicht 100 % optimal ist, würde ich mich lieber trennen. Denn eine Beziehung ist das nicht was ihr da führt.
 
  • #3
Nein, das ist nichts - für euch beide nicht! Ihr habt ein sehr unterschiedliches Nähe-Distanz-Bedürfnis. Ich will jetzt weder seine Gefühle hinterfragen noch sein vollgepacktes Leben. Und auch nicht Deine leichte Klammerei. Im Endeffekt ist alles einerlei: Ihr habt ein unterschiedliches Nähe-Distanz-Bedürfnis, und es leiden jetzt schon beide!
Trenne Dich und suche Dir einen Mann, der besser zu Dir passt.
Und damit er eine Frau finden kann, die weniger klammert und besser zu ihm passt, und auch LAT mag.
Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung!
ErwinM, 49
 
  • #4
Aus der Perspektive eines dreifachen Vaters verstehe ich ihn. Er hat sich ein Leben aufgebaut, seine Kids leben offenbar bei ihm und die brauchen und wollen ja auch eine gewisse Stabilität. Zudem hat er sein Hobby und ist da sehr involviert. Ich denke, dass du vielleicht mehr aus der Sacher erwartest als er. Du suchst einen neuen Lebenspartner, er sucht vielleicht einfach jemanden, der locker und entspannt sein eigenes Leben lebt und ihn nicht als beständigen Teil davon sieht.
Du hast 3 Kinder, die ja auch noch jünger sind als die seinen, und lebst 70 km weit weg von ihm. Ihr habt praktisch kein "gemeinsames Leben" und das macht dich traurig, weil du dir das sehr wünschst. Man kann da aber niemanden hineinbiegen. Was du dir wünschst ist berechtigt und auch findbar, aber ein Mann muss da auf der gleichen Wellenlänge sein wie du und genau das Gleiche zu diesem Zeitpunkt suchen. Vielleicht begegnet dir noch einmal jemand anderes - ich würde auf jedenfall die Augen offen halten und das alles auch wieder lockerer sehen mit diesem Freund.
 
  • #5
Ich möchte einen Weg finden, längerfristig mit dieser Beziehungssituation umzugehen, ohne andauernd meine Enttäuschung und Sehnsucht

Liebe FS,

das *ICH* sollte mit *WIR* ersetzt werden und wo ein gemeinsamer Wille ist, gibt es einen Weg, oder mehrere Wege.
Beziehung heißt Gewinn und Verlust, um es grob auszudrücken. Das bedeutet, dass man andere Prioritäten setzt, um gemeinsam auf einen Nenner zu kommen, Einschränkungen zugunsten der Beziehung vornimmt etc.pp.
Ich lese zu viel gefühltes ICH von seiner und zu viel Rücksicht von deiner Seite aus.
Du hast auch deine Traumen und alle Hände voll zu tun, dennoch nach einem Jahr sollte man wissen, wo es *gemeinsam* hingeht und entsprechend gehandelt werden. Wenn es wegen der Kinder nicht geht, dann vielleicht eine Band weniger und mehr Beziehungszeiten am Wochenende?

Er selbst sagt, sein Leben sei zu voll, aber er könne es nicht ändern. Und fragt mich dann, ob er denn seine Kinder/Musik wegen mir vernachlässigen soll.[/QUOTE

...das sollte er sich selber fragen und vielleicht sein Leben mal entrümpeln, statt eure Beziehung und dich zu vernachlässigen.

Ich würde mich an deiner Stelle anders aufstellen, nicht mit der Keule in der Hand, aber mit Mut und klaren Vorstellungen vom WIR . Lasse ihn getrost, auch aus ICH und DU ein WIR zaubern, indem er ganz konkret Lösungen anbietet und nicht hilflos fragend, bewaffnet mit Ängsten, Traumen und Kulleraugenfeeling an dein Verständnis und Mitleid appeliert.

Ich wünsche dir das Allerbeste.
 
  • #6
Ich denke, es gibt mehrere Möglichkeiten, das Problem zu lösen.
  • Er zieht in drei Jahren um und ihr arrangiert euch bis dahin passend, also mit gemeinsamen langen Wochenenden, Urlauben etc. auch mal ohne Kinder.
  • Du ziehst sofort zu ihm. Das böte eine langfristige Perspektive.
  • Er zieht sofort zu Dir mit ebenfalls langfristiger Perspektive.
Alle Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Welche habt ihr diskutiert?
 
  • #8
Nein, ich würde dir nicht gleich raten, »dich nach einem anderen Mann« umzusehen; schon gar nicht, weil es äußere Dinge sind, die euch das Leben schwer machen und nicht eure Zuneigung - die ist ja schließlich da.

Ihr solltet euch vorerst alleine, später dann zusammen mit deinen und seinen Kindern, zusammen setzen und einen Plan machen. Dabei sollte jede/r erst einmal benennen, was ihm/ihr besonders wichtig ist. Dann habt ihr vermutlich schon einmal eine ziemlich lange Liste, in der ihr - wieder alle zusammen - anfangt, die Dinge übereinander zu legen, die sich ähneln (also z.B. Spieleabende zu Hause und zusammen eine Familienserie im Fernsehen anschauen usw.). Jede/r sollte sich dabei überlegen, worauf er/sie zugunsten einer anderen (gemeinsamen) Tätigkeit verzichten könnte. Damit sind schon einige Aktivitäten runter von der Liste. Und gefestigte Vorschläge eingekreist (z.B. wirklich lieber ein größeres Auto, in das alle reinpassen, anstelle eines Sportwagens, der nur Platz für zwei bietet). Zudem sieht jeder von euch, dass andere in der Runde bereit sind, in einigen Punkten zurück zu stecken und niemand hat das Gefühl, nur er/sie selbst würde ständig auf etwas verzichten.

Ähnlich würde ich mit dem Zeitproblem umgehen: einteilen, wie die gemeinsame bzw. die allein verbrachte Zeit untergebracht werden kann. All das sollte nicht mit dem Ziel vor Augen geschehen, dass irgendwann ja mal alle aus dem Haus sind, und dann endlich .... Damit würdet ihr ja eine Menge Lebenszeit verschenken. Geht ihr aber die gemeinsamen Vorstellungen etwas lockerer als bisher an, kann es sogar bereichernd sein, wenn ihr (nach einer Trennungswoche) aufeinander trefft und jede/r dabei neue Ideen mitbringt.

Ein Wochenende/Monat solltet ihr nur für euch reservieren, als Paar, also ohne Kinder. Die an diesem Wochenende entweder beim anderen Elternteil oder bei den Großeltern (die Größeren evtl. bei Freunden) untergebracht sind. Das ist dann eure Liebeszeit, in der ihr alles machen könnt, was euch in den Sinn kommt. Vor allem auch, euch besser kennenlernt.

Es ist ja nicht so, dass dein Freund sich alle Rosinen aus dem Kuchen pickt, indem du sein neu zu euch übersiedeltes Kind in die Runde aufgenommen hast: er scheint dich ja kaum ohne deine Kinder nur für sich zu haben, oder habe ich da etwas nicht verstanden? Er scheint also ein recht großzügiger Partner zu sein; auf so einen würde ich (wegen Äußerlichkeiten) wohl nicht verzichten wollen!
 
  • #9
Hallo Laurina,

das kann ich zu gut nachvollziehen. Bei mir hat zwar nur mein Sohn gelebt, dafür war ich richtig AE also keine Wochenendbesuche bei der Mutter, die sich auf einem anderen Kontinent immer noch selbst sucht.
Gerade als er älter wurde wäre ich nicht mehr umgezogen.
Ich würde gern mal mit allen Kindern etwas unternehmen, er würde dafür sogar ein großes Auto kaufen, doch seine Kinder meinten, solch ein Auto brauche er doch nicht, er solle sich lieber einen Sportwagen zulegen. Immer allein zu Hause bleiben wollen sie aber natürlich auch nicht.
Ja klar, den Sportflitzer wollen sie dann ja auch mal fahren. Wie verstehen sich die Kinder untereinander? Gibt es Eifersüchteleien?
Amytan hat schon tolle Tipps gegeben, ich finde ein größeres Auto würde schon helfen. Holt er Dich ab oder fährst Du auch so zu ihm? Gibt es einen Grund warum Du kein Auto hast? Meine Freundin hat noch nicht mal einen Führerschein und ein Auto hätte sie auch nicht bezahlen können. Ist ein Familienurlaub geplant?
 
  • #10
Ich verstehe die FS nicht. Es ist doch toll, einen Partner zu haben, der ein Eigenleben führt. Ich kann die Aussagen des Partners sehr gut nachvollziehen und wer einen anspruchsvollen Job hat, ist abends kaputt.

Hast du kein eigenes Leben und brauchst Zeit für dich? Ich würde verrückt, meinen Partner jeden Tag oder alle zwei Tage zu sehen. Um innerlich geerdet zu sein, brauche ich Ruhe und Zeit für mich. Ich kann super alleine sein, geniesse es sogar.

Ich glaube, dass es für eine Beziehung die besten Voraussetzungen wären, sich selbst gut auszuhalten und zu genügen. Weshalb muss man mit über 40 unbedingt nochmals zusammen ziehen? Weshalb gehst du mit fixen Bildern in eine neue Beziehung? Sei offen, wer er ist und wie er funktioniert. Es geht nicht nur um dich.
Wenn zwei Menschen sich finden, entsteht etwas Neues, das keinem Beziehungsmuster folgen muss.
Der Mann klingt gut und lässt sich berühren. Bitte mach die Gegenwart nicht kaputt mit deinen Vorstellungen und tue das nicht als Fernbeziehung ab.


Zudem sind 70 km echt nicht viel. Er gibt, was er kann und du forderst, was er derzeit nicht geben kann.
 
  • #11
Ich habe 6 Jahre eine solche Beziehung gehabt....obwohl öh nein...wir haben uns alle 2 Wochenenden gesehen.
Irgendwann wäre ich auch den nächsten Schritt gegangen...

Allerdings bis auf das letzte Jahr, auch mit angebotenen Schritten in seine Richtung.
Als meine Jungs 15 wurden, wollte ich bis zum Abi auch hier nicht weg.

Wo sind deine Schritte in seine Richtung?
Vielleicht hilft er einen günstigen Wagen für Dich flott zu machen?
Dazu ziehst du näher zu ihm, wenn deine kids kleiner sind.

Eins habe ich gelernt: ich als Frau arbeite und in einer Ecke denke ich an meine Lieben.
Ich rotiere im Garten und denke/ vermisse nebenbei.
Fast alle Männer die ich kenne konzentrieren sich zu 100% auf das was sie tun....deshalb vermissen sie in dem Moment nichts
 
  • #12
@Laurina
Deine 3 Kinder sind ja noch klein und brauchen dich täglich. Ehrlich gesagt ist mehr als 1x die Woche da doch nicht drin, oder? Da würdest du ja deine Verantwortung für Kinder und Haushalt vernachlässigen... Aber ich kann dich verstehen. Sich nur 1 Abend In der Woche zu treffen, ist für mich keine Beziehung sondern eine Affäre! Nennen wir die Dinge doch einmal beim Namen. Denn dann kannst du dich entscheiden, ob du deine Affäre fortsetzen willst oder nicht. Was bringt sie dir? Der Mann hatte dir erst Hoffnungen gemacht und jetzt kam nach 1 Jahr sein Rückzieher. Die erste Verliebtheit ist vorbei. Er macht lieber sein eigenes Ding am Wochenende! Kein gutes Zeichen! Ich hatte zuletzt auch eine LAT, aber wir haben uns an 4-5 Tagen pro Woche inklusive Übernachtung gesehen. Ich bin gependelt. Macht Ihr denn Urlaub zusammen oder ist es nur schneller Sex zwischendurch? Für mich wäre das definitiv nix. Der Mann ist nicht an dir interessiert. Sonst würde er dich öfters sehen und spüren wollen.
 
  • #13
ihn ist die Situation so ok, wenn wir uns mal ein Wochenende nicht sehen, weil er ausschlafen und andere Dinge erledigen muss, leidet er darunter nicht. Ich leider schon.
Das ist halt leider die Crux. Einer ist bei WE Beziehungen immer dabei der das länger kann, der andere nicht. Aber eine wirkliche Fernbeziehungen ist es auch wieder nicht, da 70 km zu gering sind. Da müsste unter der Woche doch drin sein, oder?
Was heißt alle Kinder aus dem Haus? Wenn Dein jüngster 5 ist, dann dauert das noch 15 Jahre Minimum.
Und ob die Großen Kinder Lust haben, mit so kleinen Kindern was zu unternehmen? Das bezweifel ich. Keine einfache Lage. Beobachte das Ganze und renn nirgends rein.

m 44
 
  • #14
Er selbst sagt, sein Leben sei zu voll, aber er könne es nicht ändern
Warum sollte er etwas ändern wollen, für ihn läuft doch alles rund. Sein Leben ist voll (erfüllt) und einmal pro Woche hat er dich als Zuckerl oben drauf und kann an deiner Liebe zu ihm laben.

Du scheinst mir äußerst pflegeleicht zu sein, denn du wartest sogar bis spät Abends brav auf seine Anrufe. Läuft für ihn! So wie ich das sehe, hat er die ganze Torte und dir bleiben nur Krümel.

Außerdem frage ich mich, wie liebevoll er eigentlich wirklich ist, wenn er dir nur den geringsten Platz in seinem Leben einräumt. Was TUT er denn schon großartig dafür, damit ihr euch BEIDE in der Beziehung wohl und angekommen fühlt und eure Liebe wachsen und gedeihen kann? Was? Er schafft es nicht einmal ein größeres Auto zu kaufen, weil seine Kinder lieber einen flotten Sportwagen hätten. Was eh typisch für Kinder ist und unzählige Eltern trotzdem eine schnöde Familienkutsche kaufen. Man kann es drehen und wenden wie man will, da fehlt es auf ganzer Linie einfach an Bewegung in deine Richtung.

Ich denke, du bist durch deine schwierige Trennung und wahrscheinlich zuvor schwierige Beziehung schon so bescheiden, dass du ein paar Krümel schon für das große Los hälst. Das mag dir die erste Zeit gut getan haben aber wie du inzwischen selber merkst, wirst du unzufriedener und unglücklicher. Du bist eine Mama von 3 Kindern, wenn du etwas gar nicht brauchen kannst, ist das ein Mann der dich am ausgestreckten Arm verhungern lässt. Pass auf dich auf, alles Gute!
 
  • #15
Mir wäre es zu wenig.
Das Bild, Krümel, vielleicht den Appetizer für eine Partnerschaft, finde ich treffend.

Es gäbe Wege, wenn man denn wolle.
Die Prioritäten sortieren, dann ist es eben doch etwas Musik weniger.
Mobilität für Dich.
Das große Auto.
Ene gemeinsame, große Wohnung, oder 2 Wohnungen in direkter Nachbarschaft...

Noch fast 15 Jahre so, bis Dein Jüngster aus dem Haus ist?

Du hast Deine Vorstellungen einer Partnerschaft, und die sind genauso legitim, wie seine.
Für ihn passt alles, für Dich?

Dass Ihr eingebunden sein, klar, aber gerade dann wäre ein Haushalt die einfachere Variante, um gemeinsame Zeit und Paarzeit zu finden.

Ich kenne den Paar, die haben es mit 5 Kindern (2von ihr /3von ihm) geschafft, dieses Jahr ist die letzte ausgezogen.
Beide beruflich erfolgreich, Freiberufler, beide zusätzlich politisch richtig engagiert.
Inzwischen 15 Jahre zufrieden / glücklich verheiratet.

Es ist keine einfache Konstellation, aber man kann Wege finden, wenn beide wollen.

Und Lass dich nicht verwirren, es gibt genug Menschen, für die eine so rudimentäre Beziehung auch nichts.
Wie soll denn da ein WIR entstehen?
 
  • #16
Es ist doch toll, einen Partner zu haben, der ein Eigenleben führt.

Hier führen doch beide ein "Eigenleben". Beide haben 3 Kinder, die zunächst mal vorgehen. Ihre sind noch kleiner, benötigen also mehr Zeit. Eine Beziehung ist in der Lebensphase eher schwierig zu führen und erfordert einfach, dem anderen die Freiheit zu geben, sein Leben auch noch zu leben.
Wenn die Beziehung grundsätzlich passt, übersteht sie auch die 3 Jahre.
 
  • #17
Es kommt doch nicht darauf an wieviel Zeit man mit einander verbringt wenn die gemeinsame Zeit sehr schön ist. Mir haben am Anfang der Beziehung die Wochenenden gereicht. Und drei Jahre ist doch eine absehbare Zeit. W57
 
  • #18
Ja, ich denke, du willst zu viel.
Seine Kinder sind ja schon älter. Also die Zeit ist absehbar, die sie noch zu Hause verbringen werden. Hier noch einen Umzug zu machen, würde ich für ziemlich rücksichtslos den Kindern gegenüber erachten. Sie haben ja dort ihr Umfeld und ihre Schule.

Mit den Kindern gemeinsam was unternehmen? Stelle ich mir schwierig vor. Wieso sollte sich der 15jährige für den 5jährigen interessieren? Ich denke, die werden froh sein, wenn sie nichts miteinander zu tun haben.

Anderseits 70 km sind auch nicht die Welt. Da könnte man schon mehr Zeit miteinander verbringen. Er wird sich vermutlich denken, die Frauen kommen und gehen, die Bands bleiben. Entweder man reduziert automatisch seine sonstigen Aktivitäten, um einer entstehenden Partnerschaft auch Raum zu geben, oder man tut es nicht. Dann ist es wohl nicht wichtig genug.
 
  • #19
Guten Morgen
TE, ich stell mir das schwierig vor und mir wäre einmal die Woche sehen und immer zusammen mit den Kindern zu wenig.
Du hast kein Auto, Deine 3 Kinder sind kleiner, Du wünscht Dir mehr Zeit mit ihm. Er hat ein Auto, seine Kinder sind größer und er ist zufrieden.
Ohne Wertung ein ziemliches Ungleichgewicht. Zu dem kommt er ist Musiker, auch wenn er nur Hobby-Musiker ist, spielt er in zwei Bands.

Stell Dir mal vor, der jüngste wäre nicht zu ihm gekommen und er hätte sich eine Wohnung mehr in Deiner Nähe gesucht. Du bist nicht so flexibel und hast Deine Kinder zu betreuen, was glaubst Du hättest Du an mehr Nähe gehabt? Und wenn er fertig von seinem stressigen Job und nach der Probe bei Dir auf der Couch einschlafen würde, wäre das auch nicht so prickelnd.

Aber so wie Du ihn bechrieben hast, glaub ich auch nicht, dass Du von diesem Mann sehr viel mehr bekommen wirst. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er mit Dir zusammenziehen würde, selbst wenn es ein großes Haus wäre.

Überleg Dir gut was Du tust.
 
  • #20
@lilli2000
Sie sehen sich nur "einmal die Woche"! Die Wochenenden will er wohl lieber für sich, Zeit zum Ausschlafen etc. Sie leidet darunter. Es gibt offensichtlich keine feste Paarzeit am Wochenende. Vielleicht kann die FS das noch einmal besser erklären? So macht es auf mich den Eindruck, dass er 1x die Woche irgendwann wenn er Lust hat, zum Sex vorbei schaut... Das ist doch unmöglich!
 
  • #21
Vielen Dank für eure Einschätzungen und Meinungen, die ziemlich gut meinen inneren Zwiespalt widerspiegeln.
Einerseits ist mir bewusst, was für einen lieben, toleranten, großzügigen und empathischen Mann ich da kennengelernt habe. Zudem ist er sehr reflektiert in Bezug auf sein eigenes Verhalten. Er ist das Gegenteil dessen, was ich aus 15 Jahren Ehe kenne, und ich halte so einen Menschen nicht für beliebig ersetzbar. Ich möchte ihn um keinen Preis verlieren.
Andererseits erlebe ich ihn in den letzten Monaten als zunehmend getrieben von seinen eigenen Lebensumständen, von denen ich nicht weiß, inwieweit er sie ändern könnte, wenn er wollte bzw. wenn ich meine Wünsche dezidierter vertreten würde.
Er meint es wirklich ernst mit mir, bemüht sich auch sehr um meine Kinder und hat sogar schon vom Heiraten gesprochen.
Er muss demnächst wegen Eigenbedarf aus seinem jetzigen Haus heraus und zieht nun um, leider nicht wie ich insgeheim gehofft hatte, mehr in meine Nähe, sondern in die Nähe der Schule seines Sohnes. Ich verstehe das ... zumal der Sohn stark versetzungsgefährdet ist, weil er lieber nächtelang am PC spielt als zu lernen.
Für mich ist es allerdings im Moment emotional sehr schwierig, ihn eine neue Küche etc. für das Mietshaus planen zu sehen, ohne dass ich nach fast einem Jahr Beziehung mit all dem auch nur das Geringste zu tun habe.
Er sagte mir auch einmal, er könne niemals bei mir einziehen, da für ihn und seine Sachen mein Reihenhaus (das mir in wenigen Jahren fast schuldenfrei gehören wird), viel zu klein sei. Auch das verstehe ich. Wahrscheinlich kann man von niemandem erwarten, dass er zu einem anderen einfach so ins Haus zieht. Einfach so aufgeben kann ich das Haus zum jetzigen Zeitpunkt aber auch nicht. Das würde sich für mich übereilt anfühlen. Ich habe so lange darum gekämpft. Ein komplettes Zusammenziehen scheint im Moment nicht machbar, das würden auch meine Kinder (vor allem meine Tochter, die phasenweise sehr eifersüchtig ist) nicht wollen.

Mein Freund kommt meist am Samstag Nachmittag zu mir/uns und bleibt dann bis Sonntag nach dem Frühstück. Bis vor einiger Zeit haben wir samstags noch Ausflüge gemacht, seit sein Sohn bei ihm wohnt (der leider nie mitmöchte), nimmt das ab.

Meine Überlegungen kreisen derzeit um die Frage, ob es fair und sinnvoll ist, etwas weniger „pflegeleicht“ zu sein, um mehr gemeinsame Zeit zu erreichen, oder ob ich ihn damit nur noch mehr stresse und alles kaputtmache. Es wäre einfach schön, feste Telefonzeiten zu haben und sich auch mal ein komplettes Wochenende zu sehen … doch wenn ich das anspreche, reagiert er immer gestresst und traurig.

Er steht finanziell viel besser da als ich und spricht davon, sich im Alter mal noch eine Immobilie zu kaufen. Er denkt sehr in der Kategorie Zukunft („irgendwann später wird alles besser“), ich möchte jedoch gern auch im Hier und Jetzt endlich wieder intensiv leben, so gut es geht. Wahrscheinlich bin ich einfach zu ungeduldig?
 
  • #22
@Elfe11
Es geht keinesfalls nur um Sex. Manchmal würde er stattdessen lieber reden, und ich bin diejenige, die sich körperliche Nähe wünscht.
Es ist leider so, dass er im Job unglaublichen Leistungsdruck hat und teilweise nur mit Aufputschmitteln durch den Tag kommt. Abends hat er Haushalt, Wäsche, Einkauf, Schule des Jüngsten, Liebeskummer der Älteren, Verwaltungskram. Seine Musik kommt dabei in letzter Zeit oft zu kurz, wie er sagt.
Dazu muss er jetzt eine Küche und einen Umzug planen. Die beiden bei ihm lebenden Kinder sind Typ-I-Diabetiker, da ist auch viel Krankenkassenkram zu erledigen. Ich glaube ihm die Überlastung.
Ich weiß nur nicht, ob es eigene Fehlplanungen sind (er hat ADHS und nimmt unter der Woche Medikamente), die dazu führen, und ich mehr Druck machen sollte, um mehr Struktur reinzubekommen, oder ob ich ihm damit total unrecht tue, weil er ohnehin jedes Wochenende zu mir fährt, wenn es irgendwie geht.
Leider kann ich ihm seinen Haushalt nicht abnehmen, eine Putzhilfe möchte er sich (noch?) nicht leisten.
Aber es ist nicht so, dass er nach Belieben kommt und geht - er bemüht sich, aber sein Leben ist derzeit so voll ...
 
  • #23
Liebe FS,
ich glaube, ihr müsst einen Plan machen.
Die Idee, dass ihr ein Wochenende im Monat für Euch reserviert, ohne Kinder (auch ohne Deine Kinder!), finde ich zum Beispiel sehr gut. Im Gegenzug versuchst Du, an den anderen Wochenenden mit einer Übernachtung zufrieden zu sein. Auch wenn es keinen Ausflug gibt. Dauerndes Jammers ist blöd
70 Kilometer sind echt keine große Entfernung. Vielleicht kann Dein Freund jede zweite Woche für einen Abend vorbeikommen, zusätzlich. Und dann abends oder am nächsten Morgen nach Hause fahren.
Ich treffe mich derzeit auch mit einem Mann, für den die Kinderbetreuung (das Kind ist aber auch richtig klein!) ein großes Problem ist. Gleichzeitig ist er aber nicht bereit (oder fähig, das ist ja fließend), an seiner Arbeitszeit zu drehen (es geht hier um einen Nachmittag im Monat...). Für mich ist das sehr schwer nachzuvollziehen, weil ich mein Kind auch einer Freundin in die Hand drücke oder einen Urlaubstag nehme, um ihr zu sehen - für mich ist das einfach. Ihm fällt es richtig schwer, er fühlt sich getrieben.
Nur Mut!
 
  • #24
Das rundet das Bild ja schon besser ab.
Sein Sohn will nicht mit, kann man verstehen mit 15 besonders am Wochenende. Läßt Dein Freund ihn jeden Samstag alleine? Würde ich mit tun. Warum wechselt Ihr Euch nicht ab?

Das mit dem größeren Auto ist auch unbedeutend, wenn Du nicht zu ihm kommst.
Geld hast Du ja, warum hast Du kein Auto? Gerade mit 3 Kindern wäre das doch ein Stück Unabhängigkeit.
 
  • #25
Für mich ist es allerdings im Moment emotional sehr schwierig, ihn eine neue Küche etc. für das Mietshaus planen zu sehen, ohne dass ich nach fast einem Jahr Beziehung mit all dem auch nur das Geringste zu tun habe.
Das zeigt was Du wirklich willst, wie Pia62 direkt schrieb, Du hast kein "Wir".
Er lebt so wie er es will, und Du rechtfertigst ja auch alles was er tut. Nur beim Sohn hast Du im Post deutlich Stellung bezogen, der spielt die ganze Nacht am PC und die Versetzung ist gefährdet. Der böse Sohn, der Euch einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Eigentlich wünscht Du Dir ein Familienleben, jemand der Euch wieder komplett macht oder zumindest für Dich da ist.

und sich auch mal ein komplettes Wochenende zu sehen
Warum kommt nicht mal ein Babysitter zu Dir, damit Du ihn besuchst oder mal seiner Band zuhörst, Dinge die ihm Spaß machen? Mit ihm und seinen Sohn ins Spaßbad gehen oder bowlen? Aber da kommen wahrscheinlich zig schwerwiegende Gründe(Ausreden) warum das nicht geht.

Er macht das, was er im Moment kann und will mehr geht nicht.
 
  • #26
...Lebensumständen, von denen ich nicht weiß, inwieweit er sie ändern könnte, wenn er wollte bzw. wenn ich meine Wünsche dezidierter vertreten würde.

Ich lese nichts dazu, inwieweit Du Deine Lebensumstände anpassen würdest. Dass er bereit ist, für Dich alles mögliche auf sich zu nehmen, scheint klar. Bei 70 km kann man ja unter Umständen auch in die Mitte ziehen oder Du zu ihm(?) Wie ist Deine Bereitschaft, evt. zu ihm oder auch bei Dir umzuziehen, um dann ja auch Platz für mehr Personen zu schaffen? Im Grunde blockiert Deine Wohnsituation doch ein Zusammenziehen, oder?

Ein Sportwagen und eine Familienkutsche sind ja unter Umständen auch ein Kompromiss. Wie sieht es mit seinen Musikaktivitäten aus, wenn er umgezogen ist? Stellt er die ein? Tolerierst Du dann, dass er die Wochenenden trotzdem mal unterwegs ist?

Für Dich fühlen sich Änderungen bei Dir "übereilt" an, aber wenn er sein Leben nicht gleich komplett über den Haufen wirft, geht Dir das zu langsam.

Ein komplettes Zusammenziehen scheint im Moment nicht machbar, das würden auch meine Kinder (vor allem meine Tochter, die phasenweise sehr eifersüchtig ist) nicht wollen.

Er zieht in Deine Nähe, aber nicht mit Dir zusammen?

Mein Freund kommt meist am Samstag Nachmittag zu mir/uns und bleibt dann bis Sonntag nach dem Frühstück.

Und Du fährst dann am anderen Wochenende zu ihm, wenn Deine Kinder bei Deinem Exmann sind? (Sorry, wahrscheinlich eine rhetorische Frage)

Meine Überlegungen kreisen derzeit um die Frage, ob es fair und sinnvoll ist, etwas weniger „pflegeleicht“ zu sein, ...sich auch mal ein komplettes Wochenende zu sehen … doch wenn ich das anspreche, reagiert er immer gestresst und traurig.

Ja, ist unbedingt sinnvoll. Druck machen, wenn man es noch nicht bequem genug hat, ist immer gut. Ich würde darauf bestehen, dass er Freitag Mittag kommt und bis Montag morgen bleibt. Natürlich samt seinen Kindern, damit die Patchworkfamilie schonmal zusammenwachsen kann.

Er steht finanziell viel besser da als ich und spricht davon, sich im Alter mal noch eine Immobilie zu kaufen.

Du hast ja schon eine fast abbezahlte...

Wahrscheinlich bin ich einfach zu ungeduldig?

Ich bin nicht sicher, ob ich es als ungeduldig bezeichnen würde. Vielleicht eher als bequem. Für mich entsteht doch ein wenig der Eindruck, dass er der Part ist, der deutlich mehr für die Beziehung tut...
 
  • #27
Er steht finanziell viel besser da als ich und spricht davon, sich im Alter mal noch eine Immobilie zu kaufen. Er denkt sehr in der Kategorie Zukunft („irgendwann später wird alles besser“), ich möchte jedoch gern auch im Hier und Jetzt endlich wieder intensiv leben, so gut es geht. Wahrscheinlich bin ich einfach zu ungeduldig?

Ich denke das Problem liegt da, dass du von ihm erwartest, dass er deine Mankos wie geringes Einkommen, kein Auto, keine Zeit kompensiert.

Du bist jedoch diejenige, die völlig unflexibel ist.

Ich meine, dass es vor allem an dir wäre, etwas an der Situation zu ändern, wenn du unzufrieden bist, zB. als erstes mal ein Auto anzuschaffen und auch mal einen Babysitter für deine Kinder zu organisieren.

Dann könntest auch du mal zu ihm fahren oder ihr euch in der Mitte treffen und ihr könntet Paarzeit genießen. Dass er nicht immer Lust auf Familienzeit hat, könnte ich mir auch vorstellen.

Beim Daten habe ich mir genau überlegt, was ICH organisatorisch leisten kann und will, was in mein Leben passt.

Obwohl ich ein Auto habe und auch keine Kinder mehr zu Hause, wäre eine 70 km entfernte Beziehung nichts was ich haben wollte, weil ich nicht stundenlang im Verkehr stecken möchte in meiner Freizeit oder ein spontanes Treffen dann mit einem Zeitaufwand von minimum 5 Stunden verbunden wäre, wovon die Hälfte Fahrzeit ausmacht...

Daher mein Tip: Schau, was du selbst ändern kannst, statt nach seinen Ressourcen zu schielen.
 
  • #28
Hallo @Laurina
mit jedem Post versteh ich es weniger.
Er hat genausoviel um die Ohren wie jedes Elternteil, was Kinder betreut, umgezogen ist bestimmt auch schon jeder, die meisten mit Kindern und ohne Umzugunternehmen. Moment ich muss grad lachen, der arme Mann muss eine Küche planen. Dann zieht er jetzt wieder in ein Mietshaus, träumt aber im Alter eine Immobilie zu kaufen.
So, dann nimmt er Drogen, anders kann ich das nicht nennen, um seinen Tag zu überstehen, wenn er bei Dir ist möchte er mal reden, geht aber nicht, weil Du mal richtig genommen werden willst.

Er kommt zu Dir und läßt jedes Wochenende seinen 15jährigen Sohn alleine, wie alt das andere Kind ist wissen wir nicht.

mehr Druck machen sollte, um mehr Struktur reinzubekommen
Mach das bloß nicht. Aber so oder so, er macht das nicht mehr lange.
 
  • #29
@Laurina
Mich verwundert ehrlich gesagt sehr, dass du ständig von "Beziehung" sprichst. Ihr führt eine Affäre oder F+. Und wenn Euch beiden das so gefällt und gut tut, ist das voll in Ordnung. Ich würde sowas nie im Leben wollen - egal ob mit oder ohne Kinder! Wenn ich Kinder hätte, würde ich ihnen sicher keinen fremden Mann zumuten, der 1x die Woche zum Übernachten vorbei kommt und nach dem Kaffee wieder fährt... Wie stehst du denn da?!! Wenn du diesen Mann nur einmal in der Woche siehst, kennst du ihn doch auch nicht wirklich. Er plant sein Leben ohne dich, mit seinen Kindern. Eine Immobilie ist ihm wichtig, davon träumt er. Deine scheint ihm überhaupt nicht zu gefallen bzw. nicht gut genug zu sein. Ein Zusammenleben will er nicht mit dir. Das hat er jetzt nach 1 Jahr für sich entschieden. Liebe und aufregende Leidenschaft auch nicht, sonst würde er oder du unter der Woche einmal beim Anderen übernachten. Ich denke, es verläuft sich irgendwann im Sande. Du bräuchtest Unterstützung durch Oma / Opa oder Nachbarn für die Kinderbetreuung. Und einen Führerschein. Dann könntest du ihn 1x die Woche besuchen. Auf sein Heiratsversprechen brauchst du nichts zu geben, denn er will ja nicht zusammen ziehen. Er macht es sich sehr bequem. Von einem psychisch kranken Mann kannst du keine verbindliche Beziehung erwarten. Tut mir leid, ab und zu Kino, ein Glas Wein und Übernachten, mehr ist da nicht drin. Ist natürlich für dich offenbar besser als nichts. Ich denke du bist ohne Halt nach der Scheidung und dabei in Affären hinein zu rutschen.
 
  • #30
Es wäre einfach schön, feste Telefonzeiten zu haben und sich auch mal ein komplettes Wochenende zu sehen

Ja ist sehr verständlich und ist auch wirklich nichts, was ihm nun weiß Gott was abverlangen würde. Du behandelst diesen Mann wie ein rohes Ei, sobald er auf deine Ansichten oder Wünsche betroffen und traurig reagiert oder sich überfordert fühlt, machst du verunsichert einen Rückzieher. Kommt zumindest so rüber.

Man wird seinem Partner doch wohl mal sagen dürfen, was man fühlt und denkt oder sich wünscht, ohne dass er gleich Zustände kriegt.

Wenn es ihn nach einem Jahr Beziehung mit dir überfordert, sich mal ein ganzes Wochenende für dich frei zu schaufeln, dann soll er es eben lassen.
Wenn er meint, dass er sich an keine festen Telefonzeiten halten kann, musst du ja nicht mehr ran gehen wenn spät Abends noch ein Anruf von ihm kommt.

Mit deiner Angst zuletzt alles kaputt zu machen und ihn zu verlieren, stellst du nur dein eigenes Licht unter den Scheffel. Du bist doch auch etwas wert. Deinen Wert gibt nicht er dir sondern dein Wert muss von dir kommen und du musst für deinen Wert einstehen. Was bedeutet, hochwertige Qualität nicht zum Schnäppchenpreis raus zu ballern!
 
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