• #1

Mit welchem Alter kommt bei Männern die Kinderfrage auf?

Ich möchte Kinder, 100%.Es gibt auch Menschen, Frauen wie Männer die keine Kinder wollen, das ist ok, darum geht es mir nicht. Angesichts des Nachbartreads über den Zeitpunkt wann man das am besten anspricht stellt sich mir jedoch folgende Frage: Wann setzen sich Männer mit diesem Thema insofern auseinander, dass sie die Grundsatzfrage beantworten können? Es geht nicht um das "mit wem?", auch nicht um das "nach wie vielen Jahren Beziehung?" und schon gar nicht um das "wer will das finanzieren?". Es geht um die Grundsatzfrage "WILL ich Kinder?" Wenn ich hier einige Profile sehe mit Männern ab mitte 30 wo ein "weiß ich noch nicht" zu finden ist frage ich mich ernsthaft ob sich diese Männer diese Frage überhaupt stellen oder ob sie (notgedrungen) erst darüber nachdenken wenn eine Frau mit dem Thema anfängt.
 
G

Gast

  • #2
Ich kann dazu nur sagen, als ich den Vater meines Kindes (wir sind jetzt geschieden) damals im Alter von 25 kennenlernte, waren er und ich uns von Anfang an sicher, dass wir beide Kinder haben wollen. Und haben dies genau so kommuniziert. Heute bin ich 40 und schon überrascht, dass es gerade in den jungen Jahren doch so viele unausgesprochene oder unvereinbare Zielesetzungen gibt, wenn zwei Menschen zusammen kommen. Da muss man eben kommunizieren oder sich auch mal Gedanken machen über das Leben!

Mein jetziger Partner hat klar kommunziert, er will keine Kinder mehr - kam mir sehr gelegen, ich will auch keine mehr! Also ganz wichtig, Mann wie Frau muss eine klare Meinung haben - dann kann es auch mit der Kommunikation funktionieren.
 
G

Gast

  • #3
1. Ich habe ein Weiß nicht im Profil, weil es von mehreren Faktoren abhängt ob es klappt.

a) Zum einen braucht es die richtige Frau dazu

b) Zum andern müssen die gemeinsamen Ziele passen ... will sie keine ? Was dann ? Ich hatte ein Date bei dem wir uns direkt ins Gesicht gesagt haben "Mit Dir wäre es gegangen ... Ehe .. Kinder ... alles" und zwar jeder dem andern doch wollte sie definitiv keine mehr und so brach sie den Kontakt ab, denn man kann entweder Kinder haben oder keine und sie hatte Angst vor dem Druck

c) Es muß auch an das Umfeld gedacht werden .. wo leben wir ... geht es beruflich bei ihr ....

d) was ist wenn mein Sperma nicht für die Befruchtung taugt - was dann ? Wenn ich lese, mit welcher Direktheit manche Frauen hier an den Kinderwunsch rangehen sollte man ein Feld einfügen "Zeugungsfähig mit an Elite Partner vorliegendem Zertifikat"

2. Ich denke, es kommt drauf an, welche Einstellung Du zum Leben hast.

a) Es gibt sicher Leute, die leben vor sich hin und in den Tag und ins Jahr hinein, haben ihren Spaß, toben sich sexuell aus und irgendwann gibt ihnen das nichts mehr. Dann kommt die Frage nach mehr.

b) Es gibt aber auch Leute, die haben seit Kindheit das Ziel, ein erfülltes Leben zu haben, das am Ende Erfahrungen in allen Bereichen bringen soll. Und die wichtigsten Erfahrungen sind die, die man für Kinder sammelt, mit Kindern sammelt und an diese weiter gibt. Als Frau kommt hinzu, daß es doch dazu gehört, zu wissen, wie es sich anfühlt, wenn das Kleine heranwächst.

Entsprechend ob Du als Mann Gruppe A oder B zugehörig bist, entscheidet es sich eher spät oder früh ob Du Kinder willst.

3. Wichtig ist aber auch, daß die Antwort "Ja ich will" Ehrgeiz, Ziele und Zwang voraussetzt. Das ist aber gerade bei der Partnersuche kontraproduktiv weil ein "Ich will unbedingt" dazu führt, daß man sich selber aufgibt oder nicht mehr man selbst ist. Das wiederum führt dazu, daß der Beziehungsaufbau weniger gut klappt.

4. Es kommt hinzu, daß die Antwort "Ja ich will" dazu führt, daß, ist man erfolglos, unter seinen Mißerfolgen leidet. Sieh Dir mal all diejenigen an, die nicht schauen, wie gut es ihnen geht, sondern auf ihre Mißerfolge bei der Partnersuche. Nur weil sie in einem Bereich von vielen erfolglos sind und Zurückweisungen bekommen haben (Frau, studiert, hübsch, beruflich erfolgreich, charmant ... das gibts hier ja auch ... single ... findet keinen Mann) nehmen sie die fehlende Anerkennung zum Maßstab der Dinge.

5. Was machst denn mit Leuten, die zwischen Ja und Vielleicht schwanken ? Das Ja ist dann auch unehrlich.

7E2176FE - m, 39
 
A

anoki

  • #4
Wäre schön, wenn es statt "Ja, sehr gerne" als einziger positiver Auswahlmöglichkeit auch noch ein Freitext-Feld gäbe - oder ein paar mehr Auswahlmöglichkeiten wie

"Ja, aber mein Leben wäre auch so ein glückliches"
"Ja, aber ohne Druck."
"Ja, unbedingt."
"Ja, und wenn ich ein Schimpansenbaby adoptieren muß, Hauptsache Kinder!"
"Ja, mit allen Mitteln."

So gibt es halt nur wenig Auswahl und wer nicht _sehr_ gerne ein Kind will, wählt dann vielleicht eher "weiß ich noch nicht."

m/36/ ja.
 
  • #5
·@#2

Zu Punkt 1:

Mir geht es nicht um die Randbedingungen, sondern um den persönliche Entscheidung eine Familie gründen zu wollen. Was bringt es wenn du zeugungsfähig bist, dein Gegenüber deine Traumpartnerin ist, Kinder möchte, das Umfeld passt und du noch nicht mal genau weißt OB du überhaupt Kinder möchtest.

Das alles klingt ein wenig so als wären dem der ein "ja ich will" im Profil stehen hat all diese Punkte egal. Nur weil ich Kinder will heißt das ja noch lange nicht, dass ich sie mit jedem Xbeliebigen zeuge.

Ich gebe zu, ich kann es kaum fassen, dass so viele Mäner dermaßen mit Ängsten zugedeckt sind (nämlich oft ohne selbst schlechte Erfahrugen in dieser Hinsicht gemacht zu haben), dass sie nicht mal mehr auf die Idee kommen die Grundfrage "WILL ich Kinder" mit sich selbst klären sondern auf den Moment warten wo die Randbedingungen am optimalsten sind, die Risiken am geringsten scheinen um sich selbst eingestehen zu können, dass sie Kinder möchten oder auch nicht. Normalerweise ist es doch genau andersrum.

Nehmen wir das banale Thema Kochen: Ich gehe doch nicht in die Buchhandlung, kaufe mir ein Kochbuch, wähle ein Gericht,mache4 gar noch einen Kochkurs davor, besorge alle Lebensmittel, vielleicht noch bestimmte Gerätschaften, bereite alles in der Küche vor- mache alles um überzeugt davon zu sein, dass ich das Gericht kochen KANN und stelle mir DANN die Frage ob ich das Gericht überhaupt kochen WILL. Das ist in meinem Augen ehrlich gesagt einfach absurd. Am Anfang steht doch immer der Wunsch etwas zu nehmen, machen, kaufen, bauen, setzen, tauschen, zeugen... und DANN schaue ich ob ich in der Lage bin mir diesen Wunsch zu erfüllen.

Zu Punkt 3:
Klar, ein "ich will" ist mit einem gewissen Ergeiz, Zielen und einem (selbst auferlegten) Zwang verbunden. Jedoch verhält es sich mit jedem "ich will" so, nicht nur beim "ich will Kinder". In den meißten Fällen nimmt man diese Nebenerscheinungen jedoch ohne murren in kauf, denn man WILL es ja. Ich bin jedoch nicht der Meinung,dass man sich damit aufgibt oder nicht mehr man selbst ist, denn auch meine Wünsche machen einen Teil von mir aus. Genauso könnte man sagen, dass man den Wunsch "monogame Beziehung" aufgibt weil er mit so viel Zwang verbunden ist, so unbedingt ist, dass er die Partnersuche erschwert. Wie gesagt, wenn ich etwas genau so will dann setzt es mich weder unter Druck noch komme ich mal eben auf den Gedanken den Wunsch beiseite zu schieben weils dann leichter wäre. Denn was hab ich davon etwas leicht zubekommen was ich so gar nicht wollte.

Ich habe den Eindruck (und der ist bitte ganz wertfrei und kann auch ganz und gar unwahr sein), dass dein Kinderwunsch eher klein ausgeprägt ist. Denn um so kleiner er ist um so mehr lässt man sich von Randerscheinungen beeinflussen. Ist es leicht zu haben nimmt man es gerne mit, ist der Aufwand größer kann man darauf verzichten.

Da stellt sich mir die Frage ob ein starker Kinderwunsch bei Männern eher die Seltenheit ist oder ob es die vielgestreuten Ängste sind die viele Männer daran hindert ihren Wunsch klar zu äusern.
 
  • #6
@anoki

Das wäre durchaus eine Überlegung wert. Für mich wirkt dieses "weiß ich noch nicht" so als hätte sich die Person noch gar nicht mit diesem Gedanken befasst- darum auch meine Frage: mich interessiert einfach ob sich wirklich so viele Mäner schlicht nicht damit befassen / befasst haben oder ob andere Gründe hinter der Wahl stehen.

Und ganz nebenbei: herzlichen Dank für das für sich stehende "ja" auf dass meine Hoffnung etwas geschwängert wird ;)
 
G

Gast

  • #7
@ Fragestellerin

bin Nr. 2.

Ich denke, es wäre interessant, das mal am Telefon auszudisktuieren - mein Profil findest oben. Ich meine, wir sind in vielem einer Meinung, in manchem auch weniger, aber:

1. Ehrgeiz in der Partnersuche ist und bleibt kontraproduktiv und deswegen ist es m. E. ohne Ehrgeiz, Druck und Zwang leichter - ich war auch lange unter dem ewigen single Dasein leidend im Netz unterwegs

2. Ich meine auch, daß es sich einfach ergeben soll ... wenn die richtige da ist .. ich habe beschrieben, daß ich so ein date hatte

3. Mein Kinderwunsch ... ja bis wenn es sich ergibt ... aber das ist so rauenabhängig ... als Mann ohne Frau gehts nicht ... daß ich mir keinen Streß mache bis ich sie habe ob mit oder ohne sie ...

4. Ich lade Dich trotzdem mal ein, mir mal eine mail zu schreiben und ggf. auch mal mit mir zu telefonieren, bist Du doch konsequent und geradlinig im Denken. Weißt, wenn dann mit so einer, denn um auf die Frage nach meinem Kinderwunsch zurück zu kommen:

Ich bin jemand, der sagt: "Ich mache es oder ich mache es nicht." Wenn ich es mache, dann stehe ich auch mit allen Konsequenzen dazu wenn es mal nicht so gut läuft - ich habe schon immer danach gelebt und werde es weiter tun.

Weißt, ich konnte auf dem Band keinen Kilometer auf einem Schnitt 5:30 min / km laufen und hatte den Vorsatz - wegen einer Frau - einen Marathon unter 3 Stunden zu laufen (Schnitt 4:15 Min / km), also einiges schneller.

Aber ich hab eben solange gearbeitet, bis ich stolzer Inhaber einer Maratonzeit sub3 wurde. Und wenn ich sage, daß ich es mit einer Frau durchziehen werde - alles - dann tue ich es auch, nur ist meine Erfahrung, daß dies in der Frauenwelt um so weniger gefragt ist also stumpfe ich gerade diesbezüglich ab.

Du scheinst mir genau anders zu sein und von da her wäre es höchst interessant, Dich mal kennen zu lernen.

Wie gesagt: Bitte eine Partneranfrage an

7E2176FE - m, 39
 
G

Gast

  • #8
Berlinerin, 41 J

an # 4
Dein Beispiel mit dem Kochen ist prima.
Wenn man ernsthaft ein Fischgericht kochen will, wird man losgehen und die Zutaten kaufen.

Ein Mann mit ungeplantem Kind und daraus resultierender Ehe hat es mal so erklärt:
Der Mann will den Sex, die Frau will das Kind.
Also vermehrt sich die Menschheit, weil diese Triebe einfach da sind.
Ich weiss nicht, ob seine Ehe glücklich ist, er ist der Bruder eines Bekannten. Hört sich aber sehr pragmatisch und kein bisschen romantisch an. Er war 23, als er Vater wurde und hat alles gut hingekriegt.


Viele Männer bekommen erst die Idee vom Kinderwunsch, wenn die Partnerin ungeplant schwanger wird und sie sich entscheiden müssen.
Entweder Frau mit Kind oder Frau ist weg, weil sie ihn wegen der Schwangerschafts-Diskussion verlässt.

Andere Männer bekommen einen Kinderwunsch, wenn sie in glücklicher Beziehung sind und aussenrum alle Babies kriegen.

Ganz selten haben Männer von Anfang an einen Kinderwunsch und suchen sich gezielt eine Frau, die sie sich als Mutter ihrer Kinder vorstellen können.


Wenn ein Mann zwischen 30 und 38 nicht gezielt nach einer familientauglichen Frau sucht, hat er keinen Kinderwunsch und dann sollte frau ihn auch nicht erwählen, wenn sie Familie möchte. Soll er doch weiter wechselne Frauenbekanntschaften pflegen, surfen, kiten und Wildwasser raften.

Ab 35 ist eigentlich das Vater-Gen bei den Männern aktiviert und der Kinderwunsch vorhanden.
Bei manchen ist das aber nie der Fall, egal wie alt sie werden. Such Dir einfach die Männersorte mit dem Vater-Gen.....

Viel Glück
.
.
 
S

Signor Rossi

  • #9
Früher fand ich schwangere Frauen abstoßend, jetzt finde ich sie süß.

Mit 42 sehe ich für mich aber nicht nur diese eine Lebensperspektive, möchte das schon gar nicht übers Knie brechen, und habe deswegen "weiß nicht" gewählt.
 
B

Berliner30

  • #10
Dieses "Weiß nicht oder im Moment nicht" in 30+ Jahren ist ein Zeichen für Planlosigkeit und auch ein Stück Unreif. Ich denke, das man als Erwachsener zu jedem Thema eine eigene Meinung haben sollte.
Für mich war als Teenie klar, das ich mal viele (= 3 oder mehr) Kinder haben möchte und daran hat sich bis heute nichts geändert. Wenn ich keine Frau finde, die ich für geeignet halte, dann ist
Kinderlosigkeit auch nicht schlimm.

Nun glaub aber nicht, das viele Männer so sind und Frauen nicht, denn das wäre falsch. Viele Frauen (nur sie können die Kinder austragen mit allen Folgen) haben so eine Einstellung, da ihnen scheinbare Karriere wichtiger zu sein scheint. Das diese nach oder bei einem Kind zuende ist, begreifen viele Frauen nicht. Aber Tagträumereien sind ein anderes Thema.
 
  • #11
War bei mir nie eine frage, ich wollte schon immer welche, nur die frau dazu fehlt noch.
 
G

Gast

  • #12
Ich bin 43.
verwtiwt und Vater einer 13 jährigen Tochter.
Ich habe ein Kind und bin Stolz darauf.
Ich habe ich weiss nicht in meinem Profil, denn es kommt ganz auf die Situation an.
Wenn ich in einem Profil " Frau 42 Kinder ja sehr gerne sehe und zu Rechnen beginne.
Kennenlernen 6Monate / vieleicht beim 1. mal schwanger 9 Monate / Baby Kindergarten Schule
Ausbildung 20 Jahre
dann bin ich so ca. 65
Ich habe wieder die gewisse Freiheit die ich auch mit einer Partnerin geniessen möchte.

Schöne Grüsse
 
G

Gast

  • #13
Wird dir Kinderfrage von Männern mit Mitte 30 "Weiß ich noch nicht" beantwortet gebe ich Ihnen, Katharina, voll und ganz recht. Verwunderlich im Zusammenhang mit dieser Frage ist, daß die Herren der Schöpfung 55+ teilweise diese Frage ebenso beantworten. Ich Frage mich da, liegt ihnen das Wohl des Kindes mehr am Herzen oder trübt eher die Aussicht auf eine junge Partnerin die Sinne . Sollte die Frage in Verbindung mit dem/n Kind/er stehen, die eine Partnerin mitbringt finde ich die Anwort o.K. Geht aber eindeutig aus der Fragestellung von "ElitePartner" nicht hervor.