• #1

Mit Ü30 noch bei den Eltern wohnen?

Hallo!

Was haltet ihr von Leuten, die
1. einen guten und sicheren Job haben,
2. locker genug verdienen um sich eine eigene Wohnung zu mieten,
3. über 30 Jahre alt sind,
4. noch nie einen Handgriff im Haushalt getan haben (außer sich mal eine Fertigpizza in den Ofen zu schieben) und
trotzdem noch mietfrei bei ihren Eltern wohnen und von ihnen verwöhnt werden (kochen, putzen, Wäsche waschen, Bettwäsche wechseln usw. übernimmt die Mutter)?

Und ich meine damit nicht, dass sie in einer abgetrennten Einliegerwohnung dort wohnen, sondern dass sie im Haus oder der Wohnung der Eltern lediglich ein Zimmer (altes Kinderzimmer) bewohnen und sich Badezimmer, Wohnzimmer, usw. mit den Eltern teilen.

Ich hatte mit so einem Mann vor kurzem mehrere Dates. Er erzählte mir anfangs nichts von seiner "Wohnsituation" und als ich dann plötzlich bei seinen Eltern auf der Couch saß war das schon irgendwie ... merkwürdig. Er meinte, dass er halt noch bei den Eltern wohnt weil er sich irgendwann eine Wohnung/ein Haus kaufen will und deshalb so lange wie möglich mietfrei bei den Eltern wohnen will. Am Haushaltsgeld usw. beteiligt er ich auch nicht.
Ganz ehrlich: ich will mir auch eine Wohnung/ein Haus kaufen, aber das ist doch kein Grund sich mit Mitte 30 noch von den Eltern aushalten zu lassen, oder?!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Wieso nicht? Gibt es einen Grund, warum er das nicht tun sollte, außer deinen Erwartungen einen Mann zu haben, der sich den gesellschaftlichen Normen anpasst?

Sein Leben klingt doch toll: keine Wohnkosten, keine Nebenkosten, keine Ausgaben für Haushalt, kostenlose Reinigung und Köchin
 
  • #3
Gibt es einen Grund, warum er das nicht tun sollte, außer deinen Erwartungen einen Mann zu haben, der sich den gesellschaftlichen Normen anpasst?
Die Erwartungen beziehen sich bei mir (ich denke, bei der FS auch) eher auf einen erwachsenen, reifen Charakter und den würde ich bei so einem Mann nicht sehen können oder wollen.
Klar kann man das auch als Wohngemeinschaft sehen, aber da beteiligt man sich ja an den Kosten.
Mir würde aber eher noch die "Bedienmentalität" nicht gefallen und ich hätte Sorge, dass für mich die Übernahme der Rolle der Mutter vorgesehen wäre:
(kochen, putzen, Wäsche waschen, Bettwäsche wechseln usw. übernimmt die Mutter)
Ich hätte auch keine Lust, im "Kinderzimmer" des Mannes zu sitzen, noch schlimmer....mit den Eltern zusammen auf dem Sofa zu sitzen, wenn ich diesen Mann besuchen würde.
Andere schaffen es auch, sich den Traum von einem Haus zu erfüllen und leben deshalb trotzdem nicht im Hotel Mama, bis es soweit ist.
Nein, es ist kein Grund, sich von den Eltern aushalten zu lassen.
W
 
  • #4
Ich hätte kein Problem damit, wenn ein Mann so leben möchte.
Das tut er ganz sicher auch nur dann, wenn er sich super mit den Eltern versteht und wenn die genug Geld haben, dass sie ihn weiter durchfüttern wollen.
Wenn sie sich aber selbst Dinge, oder auch Reisen etc. versagen müssten, weil er nichts zum Haushalt beiträgt, würde ich mich abwenden. Denn Schmarotzer kann ich nicht ausstehen.

Als Kumpel und vielleicht sogar als Partner könnte ich ihn mir vorstellen.
Ich würde aber niemals mit einem Mann zusammen ziehen, der direkt bei seiner Mutter ausgezogen ist. Aber auch keinen, der direkt bei seiner Frau ausgezogen ist.
Ich würde erst mal warten, ob er einen Haushalt ganz allein schafft und das über Jahre.

Ich würde auch unter gar keinen Umständen dort übernachten, wo ich im Bad der Mutter oder jemand anderem begegne oder mich dort aufhalten, wo ich mich nicht traue, mir was aus dem Kühlschrank zu holen.
Das gilt aber gleichfalls für WGs.

Wenn der Mann aber immer zu mir kommen würde, wäre es mir egal, weil es mich dann ja gar nicht betrifft.
Und wie er sein eigenes Leben gestaltet, geht mich nichts an.

w 49
 
  • #5
Kurz und knapp,
Ist jedem sein Ding, wie er lebt.

Aber so einem Mann würde ich als potentiellen Partner nicht 1 sec in Betracht ziehen - außer ich wäre bereit die Mamarolle zu übernehmen.

Zum Thema - Mutter / Sohn eine Wohnung.
Mein jüngerer Sohn wohnt mit fast 20 bei mir, wird dies wohl noch aus Ausbildungsgründen länger machen, und Platz ist mehr als ausreichend vorhanden.
Wir verstehen uns gut, machen so einiges zusammen - aber jeder hat sein Leben, mit Privatsphäre, mit Hobbies, Sozialkontakten.
Und jeder hat seinen Anteil an Haushalt und den diversen Pflichten. Also Einkauf, Putzen, Kochen, Wäsche, handwerkliche Dinge / Reparaturen, je nachdem wieviel Zeit jeder hat.
Wir kochen oft zusammen, machen viele andere Arbeiten gemeinsam, anfänglich damit er dies alles lernt, inzwischen weil vieles zu zweit auch leichter geht. Wir sind Vollprofis für IKEA.
Nicht Hotel Mama, sondern WG im Familienverbund.
Und beidseitig ist es endlich, er wird, sobald er finanziell auf eigenen Füßen stehen kann, sich ganz sicher etwas Eigenes suchen.
Von ihm kam auch, dass er, sobald er kann, auch seinen finanziellen Beitrag leisten mag.

Ein Mann, Ü30, der sich von vorne bis hinten bedienen lässt, der dies überhaupt annimmt, keine Eigeninitiative hat, keine Alltagskompetenzen, das geht gar nicht.
Eltern / Mütter, die dies machen und zulassen, genauso wenig.
 
  • #6
Jeder kann sein Leben gestalten, wie er möchte. Als Partnerin würde ich persönlich eine solche Frau kritisch sehen. Ich habe da aber einschlägige Erfahrungen. Die Selbstständigkeit ist dann nicht besonders ausgeprägt, die Erwartung, dass Partnerin oder Partner die Rolle von Mama oder Papa übernehmen, hoch. Aber, wie oben schon geschrieben jeder setzt seine Ziele im Leben selbst und manche leben eben nur dafür, sich irgendwann ein Haus kaufen zu können. Auch die Situation hatte ich in der unmittelbaren Nachbarschaft. Der Mann ist heute verheiratet (erst ein paar Jahre nach dem Auszug) und lebt sicher unabhängig.

Letztlich musst Du doch wissen, ob Du das bei dem Mann akzeptieren kannst.
 
  • #7
Hm,

ich wohne 100 km von meinen Eltern weg. War verletzt und bin noch immer für ein paar Wochen eingeschränkt. Meine Mutter hat mir mehrfach angeboten zu kochen, zu putzen. Lieber lauf ich mit Krücken und Besen durchs Haus oder putze vom Rollstuhl aus. Ich möchte nicht das Muttersöhnchen sein. Mein Bruder wohnt 2 km von meinen Eltern weg und kommt jeden Tag dort zum Essen vorbei (er lebt in einer Beziehung im eigenen Haus). Wie seine Frau damit klar kommt weiß ich nicht. So was finde ich seltsam und meiner Ansicht nach haben sich solche Leute nicht abgenabelt.

Für mich käme so jemand nicht zum zusammenwohnen in Frage. Beziehung beginnen wohl eher. Mangelnde Selbstständigkeit, mangelnde Lebenserfahrung für sich alleine etc fehlt einfach. Ich kann es mir auf keinen Fall vorstellen, dass so jemand direkt zu Hause raus und bei mir einziehen würde. Alleine Leben, alleine Einrichten, alleine Kochen, alleine Putzen und das für einen ausreichend langen Zeitraum - dann ja.
Die Idee mit dem eigenen Haus von jetzt auf gleich - schön. Aber will er das dann für sich alleine. Er träumt ja offensichtlich davon. Aber ob diesen Weg eine selbstbestimmte Frau mitgeht? Es sei denn er hat so viel Geld und sie kann kostenlos bei ihm einziehen. Dann wird es vllt. was.
 
  • #8
Was haltet ihr von Leuten, die
1. einen guten und sicheren Job haben,
2. locker genug verdienen um sich eine eigene Wohnung zu mieten,
3. über 30 Jahre alt sind,
4. noch nie einen Handgriff im Haushalt getan haben (außer sich mal eine Fertigpizza in den Ofen zu schieben) und trotzdem noch mietfrei bei ihren Eltern wohnen und von ihnen verwöhnt werden (kochen, putzen, Wäsche waschen, Bettwäsche wechseln usw. übernimmt die Mutter)?
Warum nicht, wenn alle Personen damit glücklich sind? Viele Eltern freuen sich, die Kinder, oder in diesem Fall ein Kind, möglichst lange daheim zu haben.

Ich selbst bin frühzeitig von zu Hause ausgezogen, während meine Schwester bei meinen Eltern blieb. Das Haus ist groß und sie bewohnte vier Zimmer. Während ich monatlich 1000,- € für Wohnkosten ausgab, sparte sie 1000,- € monatlich. Das waren in den zehn Jahren seitdem 120.000,- €. Heute sagt sie zu mir, das hätte ich auch haben können. Wir hätten uns die vier Zimmer und das Bad eben geteilt. Sie will das Haus später übernehmen, weil sie bisher nichts adäquates gefunden hat.

Nach meiner Erfahrung sind etliche, die von zu Hause ausgezogen waren, inzwischen wieder ins elterliche Heim zurück gekehrt, weil ihnen das Leben zu teuer war oder weil sie erkannt haben, dass eine "sturmfreie Bude", doch nicht das Gelbe vom Ei war.

Dieser Mann hat sich schon im Vorfeld ausgerechnet, dass er seinen Traum vom eigenen Haus wahrscheinlich schneller verwirklichen kann - und schuldenfrei - wenn er möglichst lange bei seinen Eltern wohnt. Warum nicht, wenn er sich gut mit ihnen versteht. Vielleicht sieht er einen zusätzlichen Vorteil darin, Frauen die er datet, den Eltern gleich vorzustellen, weil ihre Meinung ihm wichtig ist.

Eine andere Sache ist, dass er von ihnen verwöhnt wird und die Mutter alles wie kochen, putzen, Wäsche waschen usw. übernimmt. Daraus könnte man schließen, dass er das auch von seiner zukünftigen Partnerin erwartet.
Muss aber nicht sein. Er könnte sich, im Gegenteil, aber auch in einer Beziehung gerne an solchen Tätigkeiten beteiligen wollen, eben weil er es bei seiner Mutter nie machen durfte.

Wenn du Interesse an diesem Mann haben solltest, könntest du das alles ausloten. Wichtig wäre auch, ob du die Eltern nett findest und sie dich. Nur allein die Tatsache, dass er noch zu Hause wohnt, muss nicht bedeuten, dass er nicht für eine Partnerschaft geeignet - oder für die Gesellschaft verloren ist ... ;-)
 
  • #9
Hi, für mich sind das sehr schlaue Leute, die ihr Leben genießen solange es geht... nämlich ohne Schulden für den Bau eines neuen Hauses. Welcher Trottel möchte schon gerne mit 30 mit fast 400.000 Euro auf 30 Jahre verschuldet sein und muss dann 30 Jahre lang auf die schönen Dinge des Lebens verzichten. Ne, dann lieber sich mal etwas Gutes gönnen. Sich die Welt anschauen und interessante Leute kennenlernen.
LG Blueeyes, m,49
 
  • #10
Hm, das wirkt erst mal etwas seltsam; doch: bist Du gerne mit ihm zusammen? Dann lerne ihn und seine Familie besser kennen. Wir laufen ja alle mit den Dogmen der Psychologie herum, dass ein Leben nach einem bestimmten Muster verlaufen muss. Eine meiner Schulfreundinnen hat mit 28 ihren "unberührten" Mann (30) kennengelernt und die Ehe läuft seit 20 Jahren gut. Als er noch nicht einmal Sex mit einer Frau hatte, plante er schon den Hausbau für das Zuhause, in dem sie ihre beiden Söhne aufgezogen haben. Er geht nie aus und ist eher wortkarg. Und nein: er ist gar nicht unattraktiv.
Also einfach mal ausprobieren- die meisten Männer, die beziehungserfahren sind, alleine gelebt haben und begeistert sind von der Idee Vater zu werden und die Familienarbeit zu teilen, fallen nach der Geburt der Kinder gerne in eine passive Rolle. Das Leben ist eine Wundertüte-so oder so. Viel Glück!
 
  • #11
Für mich wäre das absolut nicht gegangen - weil es zu meinen Lebensplänen nicht gepasst hätte.

Anders als @frei, die fast 50 ist, ein erwachsenes Kind hat und selbst von ihren Eltern schon mit Mitte 20 Immobilienbesitz bekommen hat und die niemals mehr mit einem Mann zusammen wohnen will, wollen die meisten Frauen (gerade auch mit Anfang 30) einen Mann für eine gemeinsame Zukunft inkl. Heiraten und Kindern finden - und mir diesem dann auch zusammen ziehen und sich gemeinsam auch Immobilienbesitz aufbauen. (Das sieht nach der ersten Scheidungswelle dann sicher wieder anders aus, wenn eine ältere Frau keinen Mann mehr umsorgen will).

Ein Mann, der sich um gar nichtskümmert? Das wäre für mich charakterlich unmöglich, weil ich nicht seine Mutter nahtlos ersetzen will. Wie soll man mit einem Mann, der im Kinderzimmer wohnt, eine Beziehung aufbauen?
Worauf wartet er denn? In dem Alter hätte er die erste Eigentumswohnung schon abbezahlen können und sie dann als Grundlage für ein eventuelles Haus nehmen: wenn er nie eine Partnerin findet, bleibt er dann zu Hause und will durch Tod der Eltern zum Hausbesitzer werden? Soll also erst eine Frau als Anlass zur Selbständigkeit kommen?

Aber auch hier ganz einfach: kompatibel muss es sein. Er muss nur eine Frau finden, der das nichts ausmacht: ich wäre schallend lachen vom Sofa mit der Mama aufgestanden und hätte drei Kreuze geschlagen, dass ich diesem Langweiler entkommen bin. Klar kann jeder Leben, wie er will: aber jeder andere kann es auch ablehnen in so ein Lebensmodell einzusteigen.
Mein Mann und ich sind Mitte/Ende 30, hatten beide vor der Heirat eine bereits selbst abbezahlte Eigentumswohnung und suchen gerade ein weiteres Haus. Mein Mann ist (genau wie ich) zum Studium ausgezogen, hat seinen Haushalt problemlos alleine geführt und suchte keine neue Mutti, die ihn aus dem Dornröschenschlaf wachsst und rettet.
 
  • #12
Kenne ich gut - unser Nachbarssohn ist gerade vor einigen Wochen ausgezogen nachdem er jahrelang bei den Eltern gewohnt hat. Mit 28.

Er konnte sich nur so eine Wohnung leisten (weil hier in der Ecke die Preise überdimensional hoch sind).

Sein Vater hat im Ausland viel Geld verdient und er in seinem Job auch - jetzt als junger Mann hat er eine große, tolle, neue Eigentumswohnung (die in einigen Jahren nochmal an Wert gewinnt).

Noch einen Plus hatte das - er hat sich eine hübsche Freundin Frau angelacht (auch mit gutem Job) - sonst hätte er vielleicht nicht so viel Erfolg aber die Mädels sind heutzutage sehr pragmatisch und wollen am liebsten das gemachte Nest.

Im Ausland ist fast schon der Normalfall, weil Jobs unsicher und die Mieten unbezahlbar.

Habe auch lange Zeit (das ganze Studium) zu Hause verbracht. Das hat mir viel Geld eingespart fürs Alter sozusagen.

Außerdem mag ich Komfort - ich hätte NIE so eine Wohnung gefunden, die bezahlbar wäre wie die meiner Eltern. Allerdings mußte ich etwas dafür tun im Haushalt etc.

Zuerst wurde ich komisch angeschaut, bis alle gemerkt haben, wieviel Geld ich nun dadurch spare - da kamen dann einige Leute auf die gleiche Idee und wir fuhren dann alle mit der Straba zur Uni.

ABER: man muß schon des Eltern Liebling sein oder sich zumindest gut mit ihnen verstehen.

UND bei mir gab es nie Sex mit den Männern (aber die hatten ja selbst Wohnungen als reiche Arztsöhne, bloß wollte ich da nie übernachten also kein Thema).
 
  • #13
Für mich wäre ein solcher Mann sicher auch kein Partner - da wüsste ich genau, was mich erwartet: Eine Erwartungshaltung, bedient und vollversorgt zu werden wie bei Mama. Dazu bin ich - mit zunehmendem Alter der Kinder immer weniger - bei meinen Kindern bereit (die sollen nämlich auch erwachsen und selbständig werden), aber nicht bei einem "erwachsenen" Mann.
w48
 
  • #14
In unserem Kulturkreis ist das doch eher ungewöhnlich, ich vermute, so ein Mann ist bei uns doch eher ein rares Exemplar. In Italien hingegen kommt das sehr häufig vor - dort können sich junge Menschen das Gründen eines Single-Haushaltes nicht leisten und auch die Familie hat eine wesentlich stärkere Bindung.

Ich würde es nicht alleine von den oben genannten Fakten abhängig machen. Wenn er jedoch nicht in der Lage ist, sich selbst zu versorgen und in der gemeinsamen Zeit von mir verlangt, die mütterliche Versorgerrolle einzunehmen, dann wäre ich ziemlich schnell weg. Nicht aus Prinzip, sondern weil ich mich damit einfach nicht wohl fühle.
(Diese Verhaltenszüge können einem jedoch auch bei einem Mann begegnen, der in seiner eigenen Wohnung lebt, das muss man vielleicht auch mal erwähnen...)

Die ständige Präsenz der Eltern, wenn wir bei ihm sind würde vielleicht stören, jedoch hätten wir dann immer noch meine Wohnung, in die wir uns (dann wahrscheinlich öfter) zurückziehen könnten.

Eine WG betrachte ich übrigens als etwas völlig anderes als ein Hotel-Mama - in der WG lernt man glaube ich ziemlich viel in Bezug auf Selbständigkeit und Sozialverhalten.
 
  • #15
Generell würde ich es nicht verurteilen, wenn jemand in diesem Alter noch bei den Eltern wohnt, z.B. bei Arbeitslosigkeit oder eigenem geringen Einkommen. Ich bin zum Beispiel nach meinem Studium wieder nach Hause gezogen, weil ich sonst Hartz 4 hätte beantragen müssen, was bei der Jobsuche mehr als hinderlich sein kann.

Aber bloß aus Bequemlichkeit, bzw. weil man zu geizig ist, sich sein eigenes Leben zu finanzieren? Absolutes No Go. Ich habe mal einen solchen Mann kennengelernt und mir war es extrem unangenehm, wie er mit seiner Mutter umging (wie mit einem Dienstmädchen). Auch wenn wir bei mir zu Hause waren, meinte er, sich von vorne bis hinten bedienen lassen zu können. Für mich war er einfach nur extrem unreif und ich habe ihn nicht als potentiellen Partner wahrgenommen.

Eine ehemalige Freundin von mir ist auch von dieser Sorte. Trotz sehr gutem Einkommen wohnt sie noch bei ihren Eltern, und kauft sich lieber Designerklamotten und einen Porsche. Für mich gibt sie vor, etwas zu sein, was sie nicht ist.

Natürlich sind die Lebenshaltungskosten besonders in Großstädten extrem hoch, und auch ich möchte irgendwann einmal Wohneigentum besitzen. Aber deswegen niemals flügge werden? Es gehört meiner Meinung nach zum persönlichen Reifeprozess dazu, dass man mit einem gewissen Budget haushalten kann/muss.
 
  • #16
Das kommt immer auf die Umstände darauf an. Ich(52) hatte bis Anfang 30 immer eine Wohnung im elterlichen Haus und die war meistens größer als die Wohnungen meiner Freunde. Damals habe ich nie eine eigene Wohnung in Deutschland gehabt und meine 1. Wohnung war erst in Frankreich.

Damals hat zwar meine Mutter sich um alles gekümmert, aber nicht weil ich es wollte, sondern weil sie es meinte, dass sie es viel besser könnte. Irgendwann besuchte mich dann meine Mutter in Frankreich und war ganz erstaunt, wie ordentlich es mir ist.

Auch heute im Haus meiner Mutter ist noch die Einliegerwohnung von damals mit Büchern von mir usw. eingerichtet. Jetzt schläft halt meine Nichte darin, wenn sie zu Besuch bei Oma ist.

Am Ende kann man die Frage nicht so allgemein beantworten. Ich kenne begnügend Menschen (M + W), die auf den Anwesen der Eltern wohnen. Es kommt immer auf das Anwesen an. Wohnt der Ü30 auf ca. 2.000 qm mit den Eltern oder auf 60 qm mit den Eltern.
 
  • #17
Liebe FS,

unabhängig von der Wohnsitutation mit den vielen Dienstleistungen der Eltern, wie gestaltet er denn unabhängig davon sein Leben? Das wäre für mich noch entscheidend, zu erfahren, aus welchen Gründen er noch bei seinen Eltern wohnt. Geld zu sparen für ein eigenes Heim, ist das der alleinige Grund? Gibt es Absprachen, oder vielleicht Probleme mit dem Ablösungsprozess? Und wenn ja welche, weil er den Eltern vielleicht unbewusst dienlich sein möchte und ihnen weiterhin diese Rolle gönnen möchte, um ihr Dasein freudvoll zu gestalten. Fühlt er sich verpflichtet, schuldig, oder ist nur bequem, fühlt sich unsicher, oder ähnliches? Oder hat mit den Eltern vereinbart, dass sie mit in das neue Haus ziehen, in eine separate Einliegerwohnung, um für ihr Alter zu sorgen?
Ich finde, darüber kann man liebevoll miteinander reden, ohne einen misstrauischen Fragenkatalog abzuarbeiten.

Was ist sonst mit dem Mann los, du hattest mehrere Dates, d.h., du könntest dir evtl. mehr vorstellen, weil er dir gefallen hat?
 
  • #18
Meine Geschwister und ich, wir alle, waren gleich nach dem Abitur aus dem Elternhaus raus; teilweise schon vorher. Nicht, weil die Eltern das so wollten oder ihr Haus zu klein gewesen wäre, nein, wir verhielten uns so nach eigenem Antrieb.

Und unsere Kinder, die meiner Geschwister und meine, haben das genauso gehalten. Mein Sohn war nicht einmal siebzehn, als er eine eigene Wohnung bezog. Wir - und auch unsere Kinder - bekamen nur teilweise finanzielle Hilfen aus dem Elternhaus, den Rest verdienten wir uns dazu. Heinzelmännchen oder TUSMA. Das hatte den Vorteil, dass keiner von uns später bei finanziellen Engpässen (Job weg oder Job-Wechsel mit Durststrecken) unter die Räder gekommen wäre. Wir alle fanden es selbstverständlich, überall einen - wenn es sein musste - Zwischenjob anzunehmen und für uns selbst zu sorgen. Aber: wir haben uns damals dann eben bezahlbare Plätze in WG's gesucht, Zimmer im Studentenwohnheim oder preiswerte Miniwohnungen; halt nicht den großen Luxus, aber angemessen unseren Situationen.

Haus- bzw. Wohnungsbesitzer sind wir trotzdem alle geworden. Und unsere Kinder sind auf dem besten Weg eben dahin.

Keine/r von uns hätte sich je mit einem Nesthocker zusammen getan. Das hätte einfach nicht gepasst (Sozialverhalten, Eigenständigkeit, selber denken und handeln, usw.).
 
  • #19
Die Frage, was man davon hält, stellt sich mir nicht, weil es SEIN Ding ist, so zu leben. Du kannst auch nur von außen drauf gucken, weißt also nicht, wie die Familienstrukturen emotional sind. Wenn die Mutter total klammerig ist, ist das was ganz anderes, als wenn der Sohn einfach ein Ausnutzer ist, wo er sein kann.
Vielleicht sind die Eltern gut betucht und wollen kein Geld von ihm.

Ich würde folgendes abchecken:

Ist er geizig. Wenn er auf ein Haus spart und nichts abzugeben braucht zu Hause, kratzt er vielleicht jeden Pfennig auf sein Konto. Könnte bedeuten, dass er in einer Freundin auch jemanden sieht, der ihm finanziell nützt. Siehe die Männer, die bei den Freundinnen essen gehen, aber nie selber den Kühlschrank voll machen. (Die zahlen aber meist für Ex und Kinder und die neue Frau badet das dann aus.)

Macht er Männchen für die Mutter, damit weiter alles von den Eltern bezahlt wird. Dh. kuscht er, auch wenn es an sein Selbstvertrauen geht, nur damit Ruhe ist. Das machen übrigens viele, die zu Hause ausgezogen sind und die Eltern an Feiertagen besuchen. Sie lassen sich behandeln, als seien sie noch fünfzehn, nur damit kein Stress ausbricht. Nach drei Tagen ist es ja wieder vorbei. Die bleiben ewig "Kind" innerlich, und das schleppen sie auch in die Beziehung, die sie haben.

WILL er nichts für sich machen oder DARF er nicht an die Waschmaschine z.B.? Viele Mütter ziehen ihre Daseinsberechtigung auch daraus, dem Kind was Gutes zu tun. Da muss jeder Schritt in die Eigenständigkeit unterbunden werden, denn sonst könnte das Kind ja ohne Mutti existieren und kommt vielleicht auf die Idee auszuziehen.

Hasst die Mutter seine Freundinnen. Also ergibt sich ein Konkurrenzkampf, wen der Kronsohn mehr liebt. Zu wem hält er dann?

Das "moralische" auf dem darf ich rumhacken, weil er noch bei Mama wohnt ist für mich nur das normale Abreagieren an Menschen, an denen man meint, man dürfe es, um den eigenen Lebensfrust loszuwerden. Menschen, die denken und anderer Leute Leben bewerten als so darf man nicht leben, wenn man voll anerkanntes Mitglied in der Gesellschaft sein will, haben starre Denkmuster im Kopf. Mit denen eine Beziehung einzugehen, ergibt halt andere Probleme, als mit einem Mann wie diesem eine Beziehung einzugehen. WENN er eben nicht geizig ist, seine Eltern am Hungertuch nagen lässt und der Meinung ist, dass Frauen in den Ordner "Kochen, Waschen, Putzen" gehören.

Ich finde die Mutter übrigens übergriffig. Der Mann toleriert das, dass sie in sein intimstes Leben eingreift (Bettwäsche und vermutlich auch Schlüpper usw.). Ich denke, sie ist sehr dominant. Also wenn Du das auch so siehst, könntest Du Dich damit beschäftigen, welche Probleme ein Mann mit sich bringt, der eine dominante Mutter hat. Da gibt es aber auch welche, die schnell verheiratet waren und die Mutti gegen eine dominante Ehefrau eingetauscht haben. Die erkennt man nicht gleich, weil sie ja angeblich wie "Erwachsene" gelebt hatten.
 
  • #20
So, mal andersrum:

Ich bin M26, arbeite Vollzeit als Bürokaufmann, studiere Nebenberuflich und lebe noch bei meiner Mutter. Wie kann man sich das vorstellen? Ich zahle die Hälfte meines Gehaltes an Sie, kaufe trotzdem noch ein, wenn was fehlt bzw. was extra gebraucht wird, bezahle noch meine anderen Ausgaben wie Studienkosten ect., kümmere mich um die Pflege meiner Räumlichkeit, ums Essen kümmert sie vermehrt sich, aber ich koche und backe ebenfalls, um sie auch da zu entlasten. Ich lebe also nicht wie die Made im Speck.

Warum bin ich nicht schon ausgezogen? Ganz einfach, weil alleine wohnen auf Dauer mürbe macht, was ich außnahmslos an meinem Umfeld sehe. Alle, die alleine leben und nicht verpartnert sind, denen fällt irgendwann die Decke auf den Kopf bzw. hängen doch bei den Eltern rum. Es ist nichtmal so, dass ich eine enge Beziehung zu meiner Mutter habe und nur bei ihr "hocke". Wir reden im Alltag mal abends, wenn was vorgefallen ist, aber ansonsten hat jeder sein eigenes Leben. Mir geht es hier vorallem um das Gefühl, dass jemand da ist, vgl. kann man es, ohne dass ich es böse oder abwertend meine, mit einem laufenden Fernseher während dem Wäschebügeln.

Einige werden sagen: "ja, dann such dir ne Freundin" Tja, obwohl ich regelmäßig Sport mache, so auf mich achte und anderen Hobbys nachgehe, ist meine letzte Beziehung ca.8 Jahre her und es zeichnet sich da auch kein Ende ab. Ich bin da leider nicht so gesegnet wie andere.
Eine WG wäre eine Option, aber dafür jemanden zu finden, den man nicht kennt und es dann auch trotzdem noch passt, ist sehr schwer.

Unverständnis bekomme ich i.d.R. nur von Menschen, die selbst nie lange Single waren. Da besucht man den Partner oder er besucht einen selbst. Klar, dass alleine wohnen dann nicht ganz so schlimm.

Versteht mich nicht falsch, spätestens nach meinem Masterabschluss möchte ich unabhängig vom Beziehungsstatus ausziehen. Aber ich kann meine Position momentan für mich begründet annehmen und wenn das für eine Frau trotzdem das entscheidende Ausschlusskriterium ist, dann kann ich mich über meinen restlichen Charakter, meine Werte und letztlich mein Aussehen glücklichschätzen.

Ich hoffe, ich konnte auch mal aufzeigen, dass nicht nur Muttersöhnchen, die keinen Handschlag im Haushalt machen, noch zu Hause wohnen, sondern dass es auch noch "erwachsene Männer" tun, die sich nicht nur bedienen lassen.

Gruß,
Tiberias
 
  • #21
Puhh, @Tiberias , deine Argumentation/Situation finde ich noch schlimmer als den faulen Sohn...

Du kannst nicht allein sein, suchst eigentlich eine Partnerin als Bespaßungsclown, damit dir nicht die Decke auf den Kopf fällt: komisch, dass es da schon seit vielen Jahren nicht mit einer Partnerin klappt... Welche Frau möchte schon die Rolle des Fernsehers im Hintergrund sein? Welche Frau will besser als nichts sein?
Tut mir leid - mit deinem Post hast du den daheim lebenden Männern keinen Gefallen getan!
 
  • #22
Puhh, @Tiberias , deine Argumentation/Situation finde ich noch schlimmer als den faulen Sohn...

Du kannst nicht allein sein, suchst eigentlich eine Partnerin als Bespaßungsclown, damit dir nicht die Decke auf den Kopf fällt: komisch, dass es da schon seit vielen Jahren nicht mit einer Partnerin klappt... Welche Frau möchte schon die Rolle des Fernsehers im Hintergrund sein? Welche Frau will besser als nichts sein?
Tut mir leid - mit deinem Post hast du den daheim lebenden Männern keinen Gefallen getan!
Danke für dein Feedback. Das möchte ich aber aufgrund der Härte aber nicht unkommentiert lassen.
Ich verstehe was du mir sagen willst zu gut und kann deinen Vorwurf nachvollziehen, es entspricht ja auch zum Teil Tatsachen, auch wenn ich zum Vergleich mit dem Fernseher nicht ohne Grund einen Zusatz eingefügt habe. Ich habe kein Problem mal auf eine gewisse Zeit alleine zu leben (Mein Studium und Hobbys nehmen mich schon in Anspruch und ich sitze nicht nur zu Hause rum) und damit meine ich auch Jahre, nur wäre bei mir, nicht wie bei anderen, kein Ende in Sicht. Ich gestehe also, ich bin ein soziales, emotionales Wesen und über Jahre alleine zu leben, täte mir momentan nicht gut. Aber die Tatsache, dass ich keine Partnerin an meiner Seite habe, liegt nicht "nur" daran, dass keine Optionen da wären, sondern weil ich wie von dir beschrieben, nicht in die Rolle "besser als nichts fallen" möchte. Die besagten Frauen sahen in mir mehr einen Freizeitvertreib, als du mir vorwirfst ich in ihnen sehen würde.

Ich verstehe, dass ich hier mit Menschen einer Generation 40+ schreibe, die schon mehrere gescheiterte Beziehungen bzw. Ehe hinter sich hat, das alleine Leben so annimmt, wohl sogar genießt, siehe "Fragestellerin" #42 "Wollen Männer sich nicht binden" und nicht versteht, dass mir alleinewohnen auf Dauer noch nicht gefällt.

Zum Thema nicht alleine sein können: Ich lese hier gelegentlich mit und sehe immer wieder, was Frauen alles auf sich nehmen und wie akribisch sie suchen, um in einer Beziehung zu sein, siehe z.B Lea25 (nicht böse gemeint). Zumal, Onlinedating boomt wie nie zuvor und das liegt nicht daran, weil jeder mit sich selbst auf Dauer alleine glücklich und zufrieden ist.
 
  • #23
Anders als @frei, die fast 50 ist, ein erwachsenes Kind hat und selbst von ihren Eltern schon mit Mitte 20 Immobilienbesitz bekommen hat und die niemals mehr mit einem Mann zusammen wohnen will...
Ja, das stimmt alles, was du sagst, so gesehen stellt sich mir die Frage, wie ich den Mann finde, rein praktisch nicht, aber ich gebe, wie wir alle hier, oft meinen Senf zu Problemen, die nicht meine sind, nie waren und niemals sein werden.
Ich hatte schon versucht, mich in die Rolle der jungen FS, die vermutlich überlegt, ob der Mann für sie als Partner in Frage kommt, hineinzuversetzen und meine Antwort danach ausgerichtet.

Und dann würde ich gerne zu meiner Ehrenrettung die unzweifelhaft richtigen Aussagen in den Kontext meiner Vita zurückbringen, weil hier inzwischen viele Leute sind, die meine alten Posts nicht kennen und ich ja nicht wöchentlich darüber informiere.
Ich habe bis zu meinem ersten Diplom bei meinen Eltern gewohnt, da war ich 25. Dann haben sie mit was zu meinem Diplom geschenkt, vielleicht auch ein bißchen aus dem Grund, damit ich ausziehe.
Später habe ich zur Geburt meiner Tochter noch was bekommen.
Ich habe mehrere ganz gute Abschlüsse und ich verdiene ganz gut, bin also mitnichten von Beruf Tochter. Du meinst das natürlich nicht so, man könnte deine Bemerkungen aber so verstehen.
Das Häuschen, in dem ich jetzt wohne, habe ich komplett selbst abbezahlt und das Häuschen, das ich in Venedig kaufen möchte ( wenn ich mal was finde :-( ), wird beim Kauf schon schuldenfrei sein.
Ja, meine Tochter ist erwachsen und sie ist direkt nach dem Abitur, mit 18 ausgezogen.
Sie schafft alles komplett allein, ihr ganzes Leben fern der Mutter.
Ich bezahle das nackte Überleben, für das schöne Zusätzliche arbeitet sie neben ihrem Studium.

w 49
 
  • #24
Ja finde ich schon ne Spur zu krass. Klar, es ist seine Sache und die der Eltern und wenn die alle cool damit sind, dann ist das halt so. Aber im ersten Augenblick ist das schon eher abturnend.
Wenn man ne eigene Wohnung oder Etage im Haus hat, dann geht das in Ordnung. Aber so?

Weißt du, ich wohne beispielsweise in nem kleineren Ort, jeder kennt jeden ... da gibt es auch den ein oder anderen Ü30, der "noch" im Kinderzimmer des Elternhauses wohnt. Das sind überwiegend Männer, also Junggesellen, die einfach keine Partnerin bekommen haben oder eben noch nie eine hatten. Alle anderen in dem Alter sind verheiratet und haben selbst schon Kinder, haben ne Wohnung oder ein Haus. Damit will ich nicht sagen, dass das jeder so machen muss, aber ich glaube, hätten diese Junggesellen einen Partner, hätten die einfach ne ganz andere Perspektive und Struktur im Leben, wären selbstständiger und hätten gegebenfalls auch schon An- Um- oder selbst gebaut.
Teilweise ist das schon traurig, weil die sich das wahrscheinlich auch anders wünschen würden. Oder ist das deren Ziel, sich bis spät ins Alter von den Eltern im Kinderzimmer aushalten zu lassen? Ich glaube nicht.

Fakt ist aber auch, gerade wenn man dörflich wohnt und mit der Heimat sehr verbunden ist und dort auch gerne bleiben möchte, dann ist es sehr schwer dort ne Wohnung zu finden. Weil es die so gut wie gar nicht gibt.
Also es kommt immer auf die Situation an, aber finds eher komisch. Geldsparen hin oder her, auch das klingt für mich eher nach Ausrede und Bequemlichkeit.
Aber Respekt an ihn, dass ihm das selbst nicht total blöd vorkommt und er da keine Probleme mit hat.
 
  • #25
Hallo!

Was haltet ihr von Leuten, die
1. einen guten und sicheren Job haben,
2. locker genug verdienen um sich eine eigene Wohnung zu mieten,
3. über 30 Jahre alt sind,
4. noch nie einen Handgriff im Haushalt getan haben (außer sich mal eine Fertigpizza in den Ofen zu schieben) und
trotzdem noch mietfrei bei ihren Eltern wohnen und von ihnen verwöhnt werden (kochen, putzen, Wäsche waschen, Bettwäsche wechseln usw. übernimmt die Mutter)?
...solche Leute sind in meinen Augen Schmarotzer der übelsten Sorte. Noch nicht mal was zuhause abgeben, sich den kompletten Haushalt dazu machen lassen, weils ja so billig ist und auf die Frau warten, die dann später die Rolle von Muttern übernimmt und die Dienerin spielt.... na herzlichen Dank auch!
So jemand wird auch später nie einen Handstrich im Haushalt machen, was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!
Wer als Frau so einen Pascha zuhause haben will, viel Spass - ich hab meinen Sohn mit 20 zuhaus rausgesetzt, genau um das zu verhindern - und das wohnen in einer WG hat ihm SEHR gutgetan!
 
  • #26
Ich habe auch mal so einen Mann kennen gelernt, von Mama, die alles machte, zur Frau gezogen, die alles machte.
Als sie dann ging, musste er zum ersten Mal waschen oder den Herd anstellen - ich fand das lustig und drollig aber als Partner lachhaft.
Ich muss keinen Mann haben der alles macht, von mir aus kann er auch eine Putzfrau und Köchin haben aber er sollte zumindest fähig sein, es zu machen.
Ich kenne einen Mann der bei seinen Eltern wohnt aber der Eingang der abgeschlossenen Wohnung ist rückseitig und die Privatsphäre wird respektiert, die Mutter kommt nie unangemeldet und käme gar nicht auf die Idee, zu putzen oder waschen,
Bei den Eltern wohnen kann also beides heissen aber dein Fall, FS, geht gar nicht.
 
  • #27
Ich breche mal eine Lanze für die sparsamen Männer. Ich bin auch die Sorte Mann, die sich gesagt haben sie leben sparsam um sich später Eigentum zu schaffen.

Im letzten Jahr bot sich eine Gelegenheit und ich bin dann mit damals 32 ausgezogen direkt in mein Haus. Die Nebenerwerbskosten konnte ich dadurch bar hinlegen. ( Muss dazu aber auch sagen beruflich war es vorher schwierig und ich war erst 3 Jahre lang davor unbefristet auf Vollzeit beschäftigt. ) Davor 3 Jahre Ausbildung, davor Umschulung usw. .

Mein Vater hat auch "alles" für mich und meine Brüder getan. Ich lebte davor zwar sparsam war aber nie wirklich geizig. Haushaltsgeld habe ich natürlich bezahlt. Ich habe dann auch eine WG gegründet, einfach weil ich den Trubel und etwas Gesellschaft schon schön finde. ( Und die Mieteinnahmen helfen bei den Hauskosten und ein wenig bei der Finanzierung )

Und ja ich übernehme den Großteil des Haushalts alleine mit allen was dazu gehört. ( Die Mitbewohnerin macht dort weniger, ist aber ok sie hat ein sehr anstrengendes Studium )

@BlackBetty
Du scherst ja alles über einen Kamm. Deiner Logik nach dürfte keine Oma ins Altenheim ziehen, der der Mann gestorben ist, weil sie damit keiner lebenden Frau einen Gefallen täte.

Und alle Frauen meiden die ein Haustier besitzen, denn welcher Mann will denn nur ein billiger Ersatz für ein Tier sein? Aber Spaß Beiseite, wenn es denn aktuell nicht mit einer Freundin klappt...heißt es ja nicht, dass da ein Ersatz für den Fernseher gesucht wird.

Ich würde fast jede Wette machen, dass er eine eventuelle Frau auf Händen tragen und sie umsorgen würde wenn er auf Mrs. Right stoßen würde. Und den Fernseher würde er verkaufen wenn ihr das wichtig wäre... . Gerade denen die nicht alle zwei Woche eine "Neue" haben, werden eine tolle Frau an ihrer Seite deutlich mehr wertschätzen als Männer mit wechselnden Bekanntschaften.

@Katy30
Gebe ihm eine Chance und beobachte ihn. Wenn ihr bei dir seid kannst du dir ja ein Bild seiner Eigenständigkeit machen.
 
  • #28
Macht er Männchen für die Mutter, damit weiter alles von den Eltern bezahlt wird. Ich finde die Mutter übrigens übergriffig.
Ein wichtiger Aspekt. Wenn der Mann sich nicht ablöst und auch keinerlei Fähigkeit entwickelt, alleine zu leben, ist das etwas anderes, als wenn er noch studiert und zu Hause wohnt.
Wer heute üblicherweise mit Mitte 20 ein Studium abgeschlossen hat und mit Mitte 30 auszieht

... sparte sie 1000,- € monatlich. Das waren in den zehn Jahren seitdem 120.000,- €.
hat dann die Anzahlung für´s Haus zusammen. Zu sparen, bis es bar abbezahlt ist, macht wenig Sinn, das dauert dann ja fast bis zum Rentenalter. Schaut man sich beispielsweise die Entwicklung der Hauspreise in den letzten Jahren an, kommt man mit sparen kaum hinterher. Irgendwann sollte dann die Planung konkret werden, denn man kann die 1000 Euro dann auch in einen Kredit stecken, der ja momentan günstig zu haben ist und langfristig abgeschlossen werden kann.
 
  • #29
Ich würde mich kritisch abgrenzen, wenn ich du wäre, dem Mann sagen, dass ich was anderes suche. Dem Mann deine Vorstellungen klar sagen, dass du auch mal Sex im Haus willst, gemeinsam Baden und nackt durch die Wohnung laufen willst, wie erwachsene Menschen das tun. Was ist mit Fernsehn gucken? Sitzt da die Mama daneben, wenn man - sorry - fummelt und knutscht? Ich finde, solche Erfahrungen bleiben ihm als Paar verschlossen und wird er nie erleben. Vielleicht ist er dadurch auch sozial etwas rückständig. Hatte er denn überhaupt schon mal eine längere Beziehung?

Nur von Fertigpizza ernähren? Bei Mutti auf der Coach? Nicht mal eine eigene Räumlichkeit? Ich denke, die Eltern haben ihn zu so einem Loser abgerichtet! Weil in dem Alter will ich meinen eigenen Geschmack durchsetzen und nicht noch nach dem Geschmack der Eltern wohnen.
Da hat man doch gar keine Privatsphäre? Was ist mit Sex?

Auch die Idee mit dem Haus ist leicht behämmert für mich. Der Mann muss ja erstmal lernen, alleine zu leben und eine kleine Bude zu pflegen! (Ohne Putzfrau)

Ich denke, solche Leute denken über ihre Situation erst drüber nacht, wenn sie mal verlassen werden und es ihnen richtig weh tut, aber nicht auf Befehl!

Solche Männer lassen Mama für sich kochen und einkaufen. Mit der Begründung, sie gehen ja "hart" arbeiten und bringen das Geld nach Hause. Für mich geht das gar nicht. Weil solche Männer auch dir gegenüber feindlich eingestellt sind, wenn du was sagst.

Wie auch immer - dir muss klar sein, er wird sich nicht ändern, seine Wohnlage wird sich die nächsten 20 Jahrae vermutlich auch nicht ändern und die Mutter wird immer präsent sein in der Form so lange sie lebt.

Such dir einen reiferen Mann! Ich denke, von Heirat und Kinder hält er genauso wenig, stimmts?
 
  • #30
Guten Morgen,

es gab Zeiten, da war es normal, dass mehrere Generationen zusammenlebten und zusammenrückten und sicherlich nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen. Das hat auch gewiss seine Nachteile, wie eben jede andere Lebensform auch.
Ich finde es nicht verwerflich, oder fragwürdig, wenn man nicht allein sein, sondern das Gefühl haben möchte *da ist noch jemand*. Das bedeutet nicht immer, dass man nicht allein sein kann. Das ist mehr als natürlich So kann und darf doch jeder seine Lebensform selber entscheiden.
Als mein Untermieter sich bei mir bezüglich eines Zimmers meldete, hat er gleich von Anfang an betont, dass er sich nicht vorstellen könne, in einer abgeschlossenen 1-Zimmerwohnung zu wohnen, er bräuchte das Gefühl, da ist noch jemand und fragt mal, wie der Tag so war. Auf seinem Pferdegestüt, seinem ersten Wohnsitz, lebt er am Wochenende komplett allein und ist froh, wenn er dort Sonntags wieder wegfahren kann.