• #1

Menschen, die immer nur ihre Ruhe haben wollen?

Aufgrund eines anderen Threades hier ist mir aufgefallen, dass Menschen, die ihre Ruhe haben wollen, nicht gerne gesehen werden. Warum ist das so?

Wie geht ihr mit Menschen um, die immer nur ihre Ruhe haben wollen?

Mein Alltag ist z. B. sehr stressig. Wenn am Tag 10 x die Türe vom schwierigen Chef knallt und bellt dazu noch unaufhörlich der Hund im nächsten Block, bekomme ich etliche Telefonate, muss ich meine Unterlagen abarbeiten, und dann meldet sich auch wieder ein alter Verflossener, obwohl ich gerade mit anderen Männern herumbändele, stress dann noch meine Mutter herum, piepst alle 5 Minuten mein Handy und Freunde auf Facebook warten schon seit Tagen auf ihre Antwort, dann gehe ich am Ende des Tages auf die Barrikaden. Meinst sehen so meine Alltage aus, dass ich schwer zur Ruhe finde und ich daher schon an nervösen Zuckungen leide und sehr lärmempfindlich geworden bin, manchmal nachts mit Herzrasen im Bett liege.

Warum ist man Ruhe/Frieden eines anderen so kritisch gestimmt? Oder warum hat man Probleme, wenn sich jemand distanziert?
 
  • #2
Hallo FS,
ich finde es völlig in Ordnung, wenn Menschen zu denen gehören, die gern ihre Ruhe haben wollen.
Das kann - wie in Deinem Fall - von einem hektischen Berufsalltag kommen. Aber auch in der Persönlichkeit eines Menschen liegen.
Ich kenne eine menge von dieser Sorte und finde das nicht "falsch". In der Partnerschaft muss es dann einfach passen.
Wer will sich anmaßen zu sagen: "Ruhe haben wollen ist komisch"?
Wieso sollte es da einen Wertemaßstab geben?
 
  • #3
Wie geht ihr mit Menschen um, die immer nur ihre Ruhe haben wollen?
Ich verstehe die Frage nicht so ganz.
Deine Zeilen machen mich besorgt, denn dein Leben steht offensichtlich in krassem Kontrast zu dem genannten Ruhebedürfnis. Du klingst, als wärst du kurz vorm Burnout oder einem Zusammenbruch vor lauter Stress. Es wäre vollkommen legitim, dass du ab und zu deine Ruhe haben willst. Aber offensichtlich kannst und willst du dir die Ruhe ja nicht nehmen. Du kreierst selber unnötige Geschäftigkeit mit Handykontakten, anbändeln, auf alles antworten etc. und scheinst dich aber zu wundern, dass sich der Kreisel immer schneller dreht.
Tipp: Dringend entschleunigen. Die Welt wird nicht untergehen, nur weil du mal ein bisschen offline bist und wer dich mag, wird Verständnis aufbringen, wenn du deine Lage erklärst und dich ein wenig zurück ziehst.
 
  • #4
Liest sich so als könntest du dich weder privat noch beruflich abgrenzen. Stattdessen richtest du dir selbst eine Überlast ein.

Insbesondere
... und dann meldet sich auch wieder ein alter Verflossener, obwohl ich gerade mit anderen Männern herumbändele, stress dann noch meine Mutter herum, piepst alle 5 Minuten mein Handy und Freunde auf Facebook warten schon seit Tagen auf ihre Antwort ...

Dein Handy kannst du stumm, auf Flugmodus oder ausschalten.

Facebook-Freunde oder reale Freunde auf Facebook? Deinstalliere einfach Facebook wenn es dich stresst. Den echten Freunden sagst du vorher Bescheid.

Mit Männern herum bändeln und gleichzeitig mit Verflossenen kommunizieren? Wenn dich dein polygamer Lebenstil stresst kannst nur du ihn ändern. Auf einen Mann fokussieren oder ersteinmal ohne Beziehung bleiben.

Zur Enttäuschung wenn du dich von jemandem distanzierst.

Wenn du gerade herumbändelst denkt der eine oder andere von deinen Männer vielleicht, dass du mit ihm ernsthaft eine Partnerschaft planst und weiß ja nicht, dass du parallel auf diversen Hochzeiten tanzt.

Wenn er vielleicht genau das will, eine Partnerschaft mit dir, reagiert er enttäuscht auf eine Distanzierung von dir. Merkt er, dass er zwar wenig Zeit von dir bekommt, du aber den Kontakt auf Schmalspur am Leben halten willst distanziert er sich seinerseits von dir.

Ich vermute genau das hast du schon erlebt und willst es vermeiden.
 
  • #5
Meinst sehen so meine Alltage aus, dass ich schwer zur Ruhe finde und ich daher schon an nervösen Zuckungen leide und sehr lärmempfindlich geworden bin, manchmal nachts mit Herzrasen im Bett liege.
Wenn es durch Stress schon zu gesundheitlichen Problemen kommt, sollte man in der Tat überlegen, was man ändern kann.

Arbeitsstress kenne ich ebenfalls zur Genüge. Meinen Ausgleich hierzu finde ich im Privaten. Als Single kann ich nach der Arbeit - sofern nicht noch andere wichtige Termine anstehen - abschalten. Das ist ganz wichtig, sich Auszeiten nehmen zu können, sonst macht der Körper irgendwann nicht mehr mit.

Ich gestehe jedem hart arbeitenden Menschen zu, dass er Ruhephasen braucht, sehe das also auch bei anderen Menschen in keiner Weise negativ. Ich denke allerdings, dass Stress durch Handy, Facebook oder sonstige Online-Aktivitäten incl. virtuelle "Freunde" hausgemacht ist. Diese Art von Stress könnte man sich m. E. ersparen.
 
  • #6
Ich bin auch sehr ruhebedürftig. Habe beruflich mit schwierigen Menschen zu tun, muss viele Gespräche führen und Lautstärke aushalten. Deshalb bin ich auf Ruhe in meinen eigenen vier Wänden angewiesen.
Ist aber sicher auch eine Persönlichkeitseigenschaft. Schon als Kind habe ich gerne auch alleine gespielt.
Nachrichten, WhatsApp etc. sind bei mir dauerhaft auf lautlos gestellt und erscheinen auch nicht auf dem Display. Nur Anrufe bekomme ich sofort mit.
Mit Freunden treffe ich mich lieber zu zweit als in einer Gruppe.
Bei mir dudelt kein Radio, TV nur ganz selten. Selbst im Auto gibt es keine Möglichkeit Musik oder Radio zu hören.
Das sind einige Maßnahmen, um Ruhe zu finden.

Partnerschaft würde nur mit einem ähnlich gestrickten Mann klappen. Hatte aber bisher keine Probleme damit, da viele Männer froh sind, wenn sie nicht verplant werden.

Mein Alptraum wäre wohl ein Mann, der im Karnevalsverein ist, Teil einer Großfamilie ist, mich immer dabei haben will, bei dem immer Radio/TV läuft, der mit lauter Stimme spricht und der nach der Arbeit seine Erlebnisse des Tages loswerden muss.

Es sollte auf jeden Fall bei beiden ein ähnliches Ruhebedürfnis vorhanden sein, sonst ist der eine verletzt, wenn der andere sich mal zurück ziehen will.
Oder der gesellige Partner ist tolerant und fähig, Unternehmungen auch mit anderen Menschen oder alleine durchzuziehen, wenn der ruhebedürftige Partner alleine auftankt.
 
  • #7
Ich vermute, dass du mit dem »anderen Thread« den von @Mann54 meinst? Dem auch ich mitgeteilt hatte, dass mir ein Partner, der NUR seine Ruhe will und NUR nervenschwach ist, ziemlich auf den Senkel gehen würde. Mann54 kam bei mir so rüber, dass es eben nichts als Ruhe für ihn geben darf - und das wiederum würde ich für mich problematisch sehen. Oder sollte ich es besser »langweilig« nennen, zumal er das schon 40 Jahre im Zusammenleben mit seiner Partnerin so hält?

Ansonsten: ich habe gar nichts gegen Ruhe (im allgemeinen), strebe sie sogar an und genieße sie in gesundem Rahmen. Was du, liebe @Elizabetha dagegen aus deinem Alltag beschreibst, würde mich nicht weniger krank machen, als das Zuviel an Ruhe bei @Mann54. Dabei sind viele deiner »Unruhemomente« selbst gewählte: Verflossener, Mutter, Hund in der Nachbarschaft - sogar der anstrengende Chef. Obendrauf packst du dir dann sogar noch freiwillig unzählige Facebook-Nervensägen.

Du müsstest lernen, nein zu sagen. Sogar deinem Chef, indem du ihm erklärst, dass seine Rücksichtslosigkeit den Ablauf deiner/eurer Arbeiten behindert.
Du musst nicht das Forum fragen, warum manch einer Probleme damit hat, wenn sich jemand distanziert. Distanziere du dich von all den Lärmquellen um dich herum ... und bald lässt das Herzrasen in der Nacht wieder nach. Ruhe ist eingekehrt!
 
  • #8
Warum das viele nervt? Weil die meisten Leute Egoisten sind, die erwarten, dass man sich ihre Gedankensülze immer und ohne Grenzen in Endlosschleife anhört, stets verfügbar ist und stets antanzt, wenn gewünscht. Leute, die sich klar abgrenzen, werden da gerne beschimpft und aussortiert. Nur starke Persönlichkeiten ertragen es, wenn Ihnen (in zeitlicher, inhaltlicher, sexueller Hinsicht) Grenzen gesetzt werden und reagieren nicht eingeschnappt.

Dir empfehle ich:
1. Strikte Zeiten für Whatsapp und Facebook einzuplanen am Tag. Zum Beispiel ein Mal abends für 10 Minuten.
2. Die Leute zu erziehen, dh nicht auf jeden Quatsch bei whatsapp zu antworten und wenn mit langen Zeitphasen dazwischen und schon gar nicht auf "Endlos-Chats" einzulassen.
3. Absolutes Handyverbot auf der Arbeit.
4. Whatsapp Benachrichtigung ausschalten.

W31
 
  • #9
und dann meldet sich auch wieder ein alter Verflossener, obwohl ich gerade mit anderen Männern herumbändele, stress dann noch meine Mutter herum, piepst alle 5 Minuten mein Handy und Freunde auf Facebook warten schon seit Tagen auf ihre Antwort, dann gehe ich am Ende des Tages auf die Barrikaden. Meinst sehen so meine Alltage aus, dass ich schwer zur Ruhe finde und ich daher
Sorry, dass ich dafür nicht das geringste Mitleid aufbringen kann, denn das genau ist Dein Anteil daran. Das arme Handy kannst Du aus, ich meine tatsächlich AUS, machen und online musst Du auch nicht immer sein, was Deine facebook "Freunde" usw betrifft. Sag Deiner Mutter Bescheid, dass sie nicht pausenlos herumpiepen soll, sie wird es verstehen, denn es geht ja um die Gesundheit ihrer Tochter, sag mal geht es noch?
Ich fasse es nicht. Was sind das für Freunde?
Hast Du es nicht gelernt, Dich abzugrenzen und für Dich selbst Verantwortung zu übernehmen?
Ich gehöre auch zu denen, die eigentlich nichts anderes schöner finden, als Ruhe und nur wenige Menschen um mich.
Also, fange mal an zu üben, das Handy eine Stunde pro Tag auszumachen und steigere das täglich. Gehe raus in die Natur, in den Wald, in den Park. Ohne Handy, nur mit Dir allein und Vogelgezwitscher. Das ist wie eine Kurzkur.
 
  • #10
Aufgrund eines anderen Threades hier ist mir aufgefallen, dass Menschen, die ihre Ruhe haben wollen, nicht gerne gesehen werden. Warum ist das so?.... Wie geht ihr mit Menschen um, die immer nur ihre Ruhe haben wollen?... Warum ist man Ruhe/Frieden eines anderen so kritisch gestimmt?

Liebe FS,
ich glaube, Du unterliegst einem Irrtum. Wenn jemand Ruhe haben will, dann lasse ich ihn konsequent in Ruhe und so kenne ich das eigentlich von allen Freunden. Es wird akzeptiert.

Nur ist es dann oft so, dass diejenigen mit dem " in Ruhe gelassen werden" so garnicht zufrieden sind. Sie wollen nämlich exakt das Gegenteil: Aufmerksamkeit und gepampert werden, man soll ihnen besorgt nachrennen, statt sie von der Gästeliste nehmen, denn ihren angeblichen Stress können sie nur so richtig geniessen, wenn sie ihn lauthals demonstrieren.

Ich bin selber intro und brauche meine Offzeiten. Ich weiß auch, wie ich mir diese verschaffe:
- keine unnützen Onlinekanaele abonnieren die massenhaft Kommunikationsmuell produzieren
- keinen Tross vor Exen hinter mir herziehen, die immer wieder ungeplant aus dem Gebüsch springen können sondern mit dem Beziehungsende erfolgt der Kontaktabbruch. Sollte sich doch einer melden wird er weggedrueckt.
- auf der Arbeit lag mein privates Handy lautlos geschaltet in der Schreibtischschublade und war aus dem Internet abgemeldet
- kein rummachen mit mehreren Männern gleichzeitig, noch nichtmal mit einem wenn das stresst
- Türe knallender Chef? So eine sozial inkompetente Kanaille muss man nicht als Vorgesetzen akzeptieren, wenn man selber gut im Job ist. Guten Leuten stehen auf dem Arbeirsmarkt die Türen offen, also Jobwechsel
- nervende Mutter? Du bist erwachsen, Deine Mutter ist erwachsen und kann ihre Probleme selber lösen. Ein Kontakt in der Woche reicht, wenn sie Dir nicht gut tut.
- Du bist vom ganz normalen Arbeitsalltag overstressed? Du hast Deinen Job nicht drauf. Such Dir was Neues mit geringeren Anforderungen, die Du erfüllen kannst.

Du musst Deinen Lebensstil Deinen Fähigkeiten anpassen - so einfach ist das.
Ach, noch ein Tipp: geringe Fähigkeiten wachsen, wenn man sie trainiert. Kultiviert man hingegen ihr niedriges Niveau im Schonmodus, nehmen sie weiterhin ab.
 
  • #11
Ich bin Lehrerin und im Job halte ich den Lärm gut aus, aber nur wenn ich ausgeruht bin und zu Hause meine Ruhe bekomme ,

Ich liebe die Stille und bin gerne mit mir allein bei guter Musik, mit einem Buch oder dem Internet .

Daran ist nichts falsch , jeder soll so leben wie er es braucht .
 
  • #12
Aufgrund eines anderen Threades hier ist mir aufgefallen, dass Menschen, die ihre Ruhe haben wollen, nicht gerne gesehen werden. Warum ist das so?

Wie geht ihr mit Menschen um, die immer nur ihre Ruhe haben wollen?

Wie soll man mit solchen Menschen umgehen?
Man respektiert den Wunsch nach Distanz und Ruhe.
Und sucht sich Menschen, die Kontakt wollen.

Als Partner oder als Freund ist so ein Mensch nur dann geeignet, wenn man selbst ähnlich distanziert und ruhebedüftig ist. Ansonsten ist es für denjenigen, der mehr Kontakt möchte, schwierig bis schmerzhaft.

Das hier ist alles hausgemacht. Keine Grenzen ziehen, überall dabei sein wollen.
Mein Alltag ist z. B. sehr stressig. Wenn am Tag 10 x die Türe vom schwierigen Chef knallt und bellt dazu noch unaufhörlich der Hund im nächsten Block, bekomme ich etliche Telefonate, muss ich meine Unterlagen abarbeiten, und dann meldet sich auch wieder ein alter Verflossener, obwohl ich gerade mit anderen Männern herumbändele, stress dann noch meine Mutter herum, piepst alle 5 Minuten mein Handy und Freunde auf Facebook warten schon seit Tagen auf ihre Antwort, dann gehe ich am Ende des Tages auf die Barrikaden. Meinst sehen so meine Alltage aus, dass ich schwer zur Ruhe finde und ich daher schon an nervösen Zuckungen leide und sehr lärmempfindlich geworden bin, manchmal nachts mit Herzrasen im Bett liege
Du hast einen Job, mit etlichen Unterlagen, und ein paar Telefonaten. Nunja, Stress klingt anders. Der Chef nervt, sag es ihm. Oder neuen Job

Mehrere Männer plus Exen, selbstgewählt. Warum? Das ist Stress. Mit welchem Benefiz?
Mama nervt? Du bist erwachsen.
Facebook Freunde? Wenn Du das brauchst?
Mach Dein Handy aus, melde Dich bei Facebook ab.

Dass du da Stress hast, ist zwar logisch, hat aber nur der Frage nichts zu tun .

Du bist nicht ruhig und distanziert, Du bist omnipräsent, omnierreichbar und hast ein chaotischen Leben.
Räume auf.

M, 54
 
  • #13
Menschen, die vom Alltag dermaßen gestresst sind, haben meistens ihre Balance nicht gefunden. Da ich kein Therapeut sein will, wünsche ich diesen Menschen viel Kraft, aber als Partner sind sie ein absolutes No-Go, weil sie ihren Energiehaushalt nicht im Griff haben und schnell zum Energieräuber werden.
 
  • #15
Ich glaube, vor allem im Hinblick auf den Herren im Nachbarthread, dass jemand, der noch nie eine „Partnerschaft“ mit einem solchen Menschen geführt hat, gar nicht weiß, wovon da überhaupt die Rede ist, und kann demzufolge auch gar nicht mitreden. Wir sprechen da alle von anderen Dingen.

Liebe FS, im Nachbarthread kopierte jemand meinen Post und meinte, dass jeder mal Ruhe für sich braucht. Da kann ich nur sagen, dass es darum absolut gar nicht geht! Natürlich muss man Menschen auch mal alleine lassen, damit sie wieder auftanken können. Das geht selbst mir so, und ich bin an sich sehr gerne in Gesellschaft.

Es geht hier um Menschen, die ein behandlungsbedürftiges Ruhebedürfnis haben. Wie der Herr im Nachbarthread. Der sich wegen seiner Frau aufregt, mit der er schon 40 Jahre das Leben teilt, die einfach eine Kodderschnauze hat, mit der er nicht umgehen kann. Er übertreibt in allem was er sagt, stellt seine Freundin als total schlecht hin, sich selbst aber als Konfliktvermeider, der am liebsten hätte, dass alle außer ihm vom Erdball verschwinden (im Grunde sagt er dass ja auch sehr deutlich so). Er merkt überhaupt nicht, dass er derjenige ist, der da total psycho agiert, seine Partnerin damit nervt, darauf hinweist, dass er schwache Nerven habe und viel seine Ruhe braucht. Das grenzt schon irgendwie an Hysterie, und das bei einem Mann. Und daraufhin kann man nur entgegnen: „ja dann trenn dich und leb alleine, denn du bist überfordert von den ganz normalen zwischenmenschlichen Anforderungen in einer Partnerschaft“.

Wenn die Nerven schon zu schwach sind, sich mal im Alltag mit anderen Menschen auseinanderzusetzen, und sei es nur, der Partnerin zu sagen, dass sie sich gerade im Ton vergriffen hat, dann ist diese Nervenschwäche einfach mal behandlungsbedürftig. Das braucht vielleicht aller 14 Tage mal nen Betreuer, aber keine Partnerin, wo es um Liebe und sexuelle Anziehung geht. So ein Mensch ist eher ein Pflegefall, als ein wirklicher Partner. Wie gesagt, wer allerdings die Erfahrung noch nicht gemacht hat, weiß einfach nicht, was damit gemeint ist.

Bei dir, liebe FS, ist doch der Fall ganz anders gestrickt. Du hast eigener Aussage nach einen Alltag, in dem du dich völlig deiner Natur zuwiderlaufend eingerichtet hast. Du lässt dich mega stressen, obwohl du genau merkst, dass das eigentlich gar nicht gut für dich ist. Häufig sieht man das bei Menschen, die karrieremäßig „was erreichen“ wollen. Die begeben sich dann in ein solches Hamsterrad.

Kurzum: ein Mensch, dem der eigene Lebensgefährte dauerhaft zu viel wird, warum auch immer, ist dem anderen kein Partner, sondern eher ein Stein am Bein. Wenn man mehr Zeit in Ruhe verbringen möchte, als mit dem Partner, dann dies bitte ganz deutlich beim Kennenlernen kommunizieren, oder auf die Partnersuche komplett verzichten. Sowas braucht kein Mensch als Partner.
 
  • #16
Die Frage passt nicht ganz zu deinem Tagesgeschehen zusammen.

Wenn ich deine Abläufe anschaue, dann bist Du zu sehr belastet und solltest einiges ändern. Daraus resultiert dein Ruhebedürfnis, weil Du dir tagsüber zu viel zumutest. Und natürlich ist es dein gutes Recht, als Ausgleich am Abend Ruhe zu suchen und eingfach auf der Couch zu liegen. Ich denke, das verwehrt dir sicher niemand.

Kann sein, dass einige Freunde von dir sich zurückgestellt fühlen, weil Du eben nichts anderes mehr machen magst, als die notwendige Ruhe abends zu suchen. Das spricht eher dafür, dass Du früher agiler warst und mehr privat unternommen hast. Das wäre heute sicherlich auch möglich, dafür müsstest Du dir die Stellschrauben in deinem Alltag anschauen und versuchen, die besonders stressigen Dinge nach und nach wegzurationalisieren.

Allgemein gesehen kann jeder so viel Ruhe suchen wie er will, auch wenn andere Menschen das nicht verstehen wollen. Das ist dein gutes Recht. Du darfst aber andersherum von anderen Menschen nicht verlangen, dass sie immer ruhig sein müssen. Solange sie sich an die Gesetze halten, dürfen sie Abends bis 10 Uhr auch mal lauter sein. Das ist gesellschaftliche Toleranz. Wenn Du immer lärmempfindlicher wirst, dann liegt die Ursache bei dir. Das heißt, Du musst es lösen. Entweder suchst Du dir ruhige Plätze oder Du arbeitest an den Ursachen.
 
  • #17
Ein ganz einfacher Tipp von mir - preiswert und sehr effektiv:
Kauf dir im Baumarkt für 10 Euro einen Gehörschutz. Himmlische Ruhe, kein Hund, kein Gepiepse .....
Ein gutes Buch dazu .... und du wirst deinen Feierabend lieben lernen.
Wenn du sowieso übermüdet bist - wirst du einschlafen. Sehr erholsam .... versuchs doch mal.
 
  • #18
Ich finde Deine Reaktion normal und gesund.
Wenn ich nicht immer mal wieder n Waldspaziergang mache oder einen "Alleine Tag" habe, werde ich ungemütlich.
Daran sind auch Beziehungen schon gescheitert.
Aber es ist halt so.
Die meisten sind reizueberflutet.
Viele merken es nicht mal und geben ihren Stress weiter.
Glücklich wer sich Sensibilität erhalten kann und für Ruheinseln eigenverantwortlich sorgt...
Solche Menschen sind mir sympathischer, auch wenn sie mal absagen, als ach so gestresste Zeitgenossen, die sich und ihre Karriere so unglaublich wichtig nehmen und dabei garnicht merken, welche Zumutung ihre Getriebenheit und Gestresstheit für ein Gegenüber ist....
 
  • #19
Ich liebe auch meine Ruhe. Nur habe ich die auch meistens. Ich ruhe in mir selbst. Also keine nervösen Zuckungen und Herzrasen.

Mach dein Ding und gut isses.

Menschen, die immer ihre Ruhe haben wollen? Klingt etwas unbelastbar. Und es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen "Ruhe mögen" und "in Ruhe gelassen werden wollen".
 
  • #20
Ich sehe einen Unterschied zwischen: Grenzen ziehen um zur Ruhe zu kommen oder dem: ich will nur meine Ruhe im Nachbarthread.

Du kannst Dich nicht abgrenzen und bekommst Stress.
Ich bin eher gesellig und trotzdem ist mein Handy fast immer stumm.
Und wenn ich meinen Freunden sage, ich brauch Ruhe, fühlt sich niemand ausgegrenzt.. höchstens ein: Geniess es.

Im Nachbarthread ist es doch so, dass er nicht mal eine Position einnimmt.
Ruhe in Form von Passivität.

Es ist peinlich angeschaut zu werden, was wichtiger ist als zb eine Bedienung in Schutz zu nehmen.
Oder sich mit der Frau einmal auseinander zu setzen.
Sie ist schon die Böse, weil sie überhaupt etwas tut.

Die Bedienung ist nicht das Opfer sondern der arme Mann.
Somit geht's nur um ihn

Passivität ist aber kein Indiz für Heilige ..nichts tun ist eben auch " ein Verbrechen".

Du brauchst Auszeit aus deinem Stress immer erreichbar zu sein und jeden " zu bedienen "
 
  • #21
die sich und ihre Karriere so unglaublich wichtig nehmen und dabei garnicht merken, welche Zumutung ihre Getriebenheit und Gestresstheit für ein Gegenüber ist....

Wenn diese Zeitgenossen nur sich selber stressen würden, wäre es ja deren alleiniges Problem, aber meistens ist es ja so, dass sie ihren Maßstab auch bei den Menschen ihres Umfeldes ansetzen und diese damit dann zu einer Zumutung werden.

Liebe @Elizabetha,

wenn Du Dich gestresst fühlst, dann ist es Zeit, ein paar Gänge runterzuschalten und ein paar Dinge neu zu sortieren.

Ich bin z.B weder bei FB, WA noch sonst in irgend einem Netzwerk zu finden, meine Kontakte pflege ich real und ich umgebe mich auch nur mit Menschen, mit denen ich mich im Zusammensein wohl fühle und die mir auch am Herzen liegen.

Mein Handy habe ich, wenn ich nicht explizit einen Anruf erwarte nie dabei.
Wer mich erreichen will, probiert es eben später noch mal, auf eine SMS kann ich auch reagieren, wenn ich wieder zurück bin.
Ich muss nicht immer erreichbar sein und überall abrufbar.

Ich empfinde die Welt und meine Mitmenschen oft als rücksichtslos, laut und nervig.

Ich habe oft das Bedürfnis nach Alleinsein und brauche das auch.
Denn auch ich habe viele Jahre damit zugebracht, so zu leben:

Du hast eigener Aussage nach einen Alltag, in dem du dich völlig deiner Natur zuwiderlaufend eingerichtet hast.

Tatsächlich bin ich ein sehr introvertierter Mensch, der sich und sein Bedürfnis nach Abgeschiedenheit heute genau einschätzen kann und ja, auch mal etwas absagt, wenn es droht, mit gerade zu viel zu werden.
Die Menschen, die mich kennen, wissen das und nehmen es mir nicht übel, so, wie ich es ihnen nicht nachsehe, wenn es für sie gerade mal nicht passt.

Es gibt Dinge und Menschen, die mir wichtig sind, zu tun und zu sehen und alles andere, besonders hirnloses Zeitgeist-Geblubber bleibt bitte draussen.

Ich kann Dir nur empfehlen, Dich mehr abzugrenzen und man muss auch nicht mit jedem Menschen, der einem über den Weg läuft interagieren oder befreundet bleiben, zumindest dann nicht, wenn diese Kontakte mehr von mir nehmen, wie geben.

Ich nehme nur wahr, was mir wirklich wichtig ist, alles andere bleibt draussen und ob jemand ein Bild bei FB hochläd oder in Hamburg fällt eine Schaufel um, ist beides für mich unrelevant.

Lerne, Deine Prioritäten zu setzen, auch im Job. Ein Chef, der brüllt und Türen knallt, scheint mir sozial wenig kompetent.

Versuche, so es möglich ist, Dich räumlich zu trennen (anderes Büro, Kommunikation mehr via Mail etc...) und überlege, wie es da für Dich persönlich weitergehen kann und welche Optionen Du hast.

Und vielleicht wäre es auch mal gut für Dich, Dich mal weniger Verfügbar für Männer zu halten, sondern Dir mal bewusst Ruheinseln schaffst und lernst, mal ohne Bestätigungssucht etc.... auszukommen.

Alles Gute
 
  • #22
Ich glaube, vor allem im Hinblick auf den Herren im Nachbarthread, dass jemand, der noch nie eine „Partnerschaft“ mit einem solchen Menschen geführt hat, gar nicht weiß, wovon da überhaupt die Rede ist, und kann demzufolge auch gar nicht mitreden. Wir sprechen da alle von anderen Dingen.

Liebe FS, im Nachbarthread kopierte jemand meinen Post und meinte, dass jeder mal Ruhe für sich braucht. Da kann ich nur sagen, dass es darum absolut gar nicht geht! Natürlich muss man Menschen auch mal alleine lassen, damit sie wieder auftanken können. Das geht selbst mir so, und ich bin an sich sehr gerne in Gesellschaft.
Das war ich. Ehrlich gesagt hätte ich auch viel lieber meine Ruhe als mit so einer zusammen sein die sich in der Öffentlichkeit nicht benehmen kann und mich überall blamiert. Ich bin übrigens auch gerne in Gesellschaft.
 
  • #23
Das war ich. Ehrlich gesagt hätte ich auch viel lieber meine Ruhe als mit so einer zusammen sein die sich in der Öffentlichkeit nicht benehmen kann und mich überall blamiert. Ich bin übrigens auch gerne in Gesellschaft.

Du hast da grundsätzlich recht. Keiner will sich in der Öffentlichkeit blamieren. Der dargestellte Fall klang aber sehr danach, dass der FS stark übertreibt und die Dinge (zugegebenermaßen möglicherweise) in seine eigene Realität überträgt und eher ein Problem mit sich selber hat.

Trotz allem hat das nicht viel zu tun mit dem, was die Fragestellerin in dem aktuellen Thread thematisiert.
 
  • #24

Ich nicht .
Weil es nicht um die Reaktion geht.

Wenn man sich die Stressfaktoren der FS anschaut, dann ist das gänzlich hausgemacht. Sehr speziell.

Pausen und ähnliches einzurichten, Ruhepausen, das ist normal und gesund.

Wenn aber jemand omnipräsent ist, und sich darüber beschwert, kann ich es nicht ganz ernst nehmen.

M, 54
 
  • #25
Ich finde natürlich schon, dass jeder mal seine Ruhe braucht. Wenn man in einer Beziehung und verheiratet ist, kann man natürlich nicht jeden Tag seine Ruhe haben. Ich denke das ist damit gemeint. Wenn man mal einen Tag seine Ruhe haben will ist natürlich in Ordnung. Wenn das allerdings täglich ist würde ich mich auch fragen was das soll. Dann kann man auch alleine bleiben. Ich denke das ist damit gemeint. Da würde ich mir dann auch blöd vorkommen, wenn meine Frau jeden Tag ihre Ruhe haben will. Dann braucht man auch keinen Partner oder Partnerin zur Seite.
 
M

moobesa

Gast
  • #26
Manche hier scheinen hier ja die fleischgewordene Gelassenheit zu sein.
Also ich hätte genauso viel Stress und v.a. Ängste und Sorgen im Kopf, wenn ich nur einen Halbtagsjob hätte. Mein Bedürfnis nach Rückzug wäre das gleiche. Warum sollte ich mich mit Menschen treffen, wenn ich gedanklich eh nur bei meinen Problemen wäre? Auf die anderen kann ich mich dann gar nicht einlassen. Schwierig bis überfordernd wird es dann, wenn diese Menschen mit mir über ihre Probleme reden wollen. Ich kann denen nicht annähernd eine Hilfe sein.
Einen Job zu haben ist für mich automatisch mit Sorgen verbunden. Das gilt eigentlich allgemein für Verantwortung. Nichts im Leben gibt's zum Nulltarif. Wenn dann noch andere Probleme dazukommen wie jahrelanges unfreiwilliges Singledasein und damit verbundenen Selbstwertproblemen, geht die Lust auf geselliges Beisammensein ruckzuck gegen Null.
Aber klar, man soll sich dann stets zwingen.
 
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