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  • #1

Meine Schwiegermutter will dass meine Frau auszieht - was jetzt?

Ich (m, 52) wohne noch im gleichen Haus wie meine Frau. Sie will sich trennen weil sie nach 25 Jahre Ehe einen neuen gefunden hat. Sie möchte aber vorest die Beziehung geheimhalten um ihr "Ruf" zu schutzen. Ihr Mutter (69) akzeptiert das Verhältnis überhaupt nicht und ist sehr "enttäuscht" von ihrer Tochter. Das Haus gehört meiner Schwiegermutter zu 50% und beide Töchter jeweils zu 25%. Weiterhin ist es ein zweifamilien Haus und meine Schwiegermutter wohnt auch im gleichen Haus. Als ich neulich meien Schwiegermutter gefragt habe ob ich ein paar ungenutzte Möbelstücke mitnehmen konnte, hat meine Schwiegermutter aber gesagt dass meine Frau (d.h *ihre* Tochter) ausziehen soll und nicht ich. Sie hat auch angeboten, falls ich eine neue Partnerin finde, kann ich sie gerne einladen, aber der Freund meiner Frau darf nicht ist Haus! Es klingt wie ein Film, aber es ist war!

Soll ich das Angebot annehmen? Mit meiner noch Frau verhandeln um eine besser "Abfindung" auszuschlagen?
 
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  • #2
Nein. zieh einfach aus. Deiner Exfreundin gehört das Haus zu 25% und Du hast eigentlich keinen Grund mehr, dort zu wohnen. Außerdem wie willst Du denn mit der ganzen Sache abschließen und dann jemand Neues finden? Ich wäre an deiner Stelle längst weg.
 
  • #3
Willst Du Deine EX ärgern? Schließ richtig ab und zieh aus, dann kannst Du ohne Altlasten in die Zukunft schauen. Welche neue Frau in deinem Leben will schon zu Dir ins Haus der Ex-Schwiegermutter kommen. w52
 
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  • #4
Deiner Schwiegermutter gehört das Haus zur Hälfte, sie wohnt also in der Wohnung, die ihr gehört und 'eure' Wohnung gehört deiner Frau und ihrer Schwester.
Warum sollte also deine Frau ausziehen ?
Warum sollte deine Schwiegermutter das entscheiden dürfen ?

Deine Frau will die Trennung, aber das ist völlig irrelevant bei dieser Frage. Das Schuldprinzip ist vor über 40 Jahren abgeschafft worden.
 
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  • #5
Für das Trennungsjahr ist es unabhängig wem das Haus gehört. Du kannst (und solltest um Deine Verhandlungsposition zu stärken) wohnen bleiben.

Nach der Scheidunbg kommt es darauf an ob für die Wohnungen des Hauses Teilungserkläriungen vorliegen. Die FS Aussagen deuten eher darauf hin daß das nicht der Fall ist. Das Haus hat wahrscheinlich dem Vater gehört und nach seinem Tode ging es 50/25/25 an Frau und Kinder.

Falls dem so ist und das Haus als Ganzes im Grundbuch steht entscheidet eine Eigentümerversammlung wer dort zu welchen Konditionen wohnt. Falls der FS die Schwiegermutter und Schwester auf seiner Seite hat, kann er gegen Miete dort wohnen bleiben. Falls es eine Konstellation 50/50 gäbe (Schwestern gg. Mutter), wird es interessant und da kann nur ein Anwalt helfen.

Jedenfalls ist die Ausgangslage Deiner Frau nicht gut und als Schuldloser solltest Du dies zu Deinem Vorteil nutzen! m/45
 
M

Mooseba

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  • #6
Ich sehe das so wie die anderen: Du hast 0% Besitzanteile am Haus. Also zieh bitte aus und erkläre dies freundlich und sachlich deiner Noch-Schwiegermutter. Wie die den neuen Freund ihrer Tochter vom Haus fernhält, ist ihr Problem. Schenk ihr dafür zum Abschied einen großen Besen.
 
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  • #7
Ich sehe das ganz genauso wie # 4.

Die Entscheidung hat zudem eine langfristige und eine kurzfristige Komponente.
Selbst wenn du langfristig ausziehen willst (willst du das überhaupt?), ist es kurzfristig unter taktischen Gesichtspunkten wahrscheinlich erheblich vorteilhafter für sich, wenn du zumindest zunächst in dem Haus wohnen bleibst. Schließlich gibt es im Fall der Scheidung noch genügend zu verhandeln ... und da ist es immer gut, etwas in der Hinterhand zu haben. Ich kann (und will) das hier nicht en detail ausführen. Suche mal im I-Net und mach dich schlau.

Mein Ratschlag: Bestimme jetzt zunächst mit (möglichst) ruhigem Verstand deine eigenen Ziele. Dann überlege dir, wie du sie kurz- und auch langfristig umsetzen kannst.

Ja, das Schuldprinzip ist zwar (juristisch) abgeschafft (wie ein/e Vorschreiber/in bemerkte).
Wehren darfst du dich trotzdem.Ist nämlich auch nicht verboten (juristisch meine ich :) ).


Dir alles Gute
m/51
 
  • #8
Die Schwiegermutter will ihre Tochter = Noch-Frau des FS "bestrafen", weil die untreu wurde und sich vom FS trennen will

Der FS sollte trotz allem zu seiner Noch-Frau stehen, und diese "Bestrafung" nicht zulassen.
Trennung ist schwer, aber Rache ist falsch.

Wenn der FS das Angebot der Schwiegermutter annehmen würde, macht er sich damit zum Mittäter.
Und zum Verräter an seiner Noch-Frau.
Außerdem aussichtslos: Wie will sie ihre Tochter aus deren eigenem Hausanteil verjagen ?

Die Schwiegermutter muß akzeptieren, daß ihre erwachsene Tochter nun einen anderen Mann will.
Obwohl die Schwiegermutter anscheinend gerne den FS beibehalten hätte.

Zieht der FS aus dem Haus aus, (was auch mir am besten scheint), dann ärgert sich diese Schwiegermutter noch mehr über ihre Tochter. Aber das ist deren Beider Problem - nicht das Problem des FS.
 
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  • #9
Die Schwiegermutter will ihre Tochter = Noch-Frau des FS "bestrafen", weil die untreu wurde und sich vom FS trennen will. Wenn der FS das Angebot der Schwiegermutter annehmen würde, macht er sich damit zum Mittäter.
Und zum Verräter an seiner Noch-Frau.

Die Frau des FS hat diesen verraten. Das heißt Sie hat die eheliche Treue und Loyalität einseitig aufgekündigt. Der FS reagiert nur darauf. Das ist kein Verrat! Es nicht zu tun würde Ihren Verrat belohnen.

Natürlich ist es möglich, daß die Svchwiegermutter Ihre Meinung ändert. Sicher ist das aber nicht. Es gibt Familienstreitigkeiten die gehen Dekaden bis zum Sterbebett...
 
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  • #10
Um einer wahrscheinlichen Familienstreitigkeit aus dem Weg zu gehen, würde ich anstelle des FS aus dem Haus ziehen, die Schwiegermutter hat nicht zu entscheiden, wer in der Wohnung lebt. Wie sie das mit dem neuen Mann regelt, ist ihre Sache.

Wenn Du ein Fünkchen Stolz und Ehre besitzt, dann bedanke Dich bei Schwiegermama und ziehe aus.

w
 
  • #11
HI FS

Sorry- Dir gehört an der Immo---NIX. Die Schwiegermutter ist mit der Entscheidung der Tochter nicht einverstanden (was sagen denn die Leut?...wenn ich das richtig verstanden hab) und versucht Dich dafür zu benutzen Sie zurückzutreiben.

Dafür wär ich mich echt zu schade. Geh aufrecht und mit Würde. Da das Haus geerbt und nicht während der Ehezeit erworben wurde hast Du eh keinen Anspruch auf irgendeinen Ziegel daraus. Die Hütte wird in der Vermögensaufteilung schlichtweg nicht eingerechnet. Erbe ist genauso aussen vor wie eingebrachtes Vermögen. Es zählt nur was während der Ehe erwirtschaftet wurde.

Je eher Du gehst desto eher kannst Du Dein Leben Neu aufbauen, der Ruf Deiner Ex sollte Dir mal völlig egal sein.
 
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  • #12
Die Schwiegermutter hat vermutlich eine narzisstische Persönlichkeitsstörung und kann die Wünsche und Entscheidungen der Tochter schlecht akzeptieren. Sich in Beziehungsverhältnisse erwachsener Kinder einzumischen, zeugt von fehlendem Respekt und Anstand. Ich würde meine eigenen Verhältnisse allerdings niemals so meiner Mutter offenlegen. Mit wem ich ins Bett gehe ist Privatsache.

Deine Frau hat das gute Recht zu gehen. Dass ihre eigenen Mutter sie aus dem Haus schmeißt und dich behalten will, ist so grotesk und traurig und verdeutlicht das schlechte Verhältnis zwischen den beiden.

Das schlimme, ich kenne diese groteske Konstellation ebenfalls sehr gut. Meine Mutter wollte meine Männer auch immer im Haus behalten, ich war der unglaubwürdige Abschaum. Mir hat sie nicht mal geglaubt, dass es teils gewalttätige Männer waren, die sie da zum Kaffeetrinken und Kuchenessen eingeladen hat. Ihr Pech. Glaubt sie noch nicht mal heute.... Wenn man solche Mütter hat, braucht man keine Feinde mehr. Jedem meiner Ex steht das Haus sozusagen "offen".

Du solltest natürlich zügig gehen! Stell dir mal vor, du lernst eine neue Frau kennen und lebst im Haus der Schwiegermutter. Wie willst du dich da mannhaft erklären? Das ist doch höchst seltsam und für alle Beteiligten ungut. Auch wenn deine momentane Frau einen neuen Kerl hat und du wohnst im Hinterhalt bei der Mutter. Da kriegst du erstens Stress und zweitens langt sich doch da jeder an den Kopf.

Hilf dieser Mutter ein einigermaßen gesundes Verhältnis zur Tochter zu wahren, indem du freiwillig gehst. Eine Tochter, die solch ein Mutter hat, hatte es im Leben nie leicht.

w
 
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  • #13
Was willst du überhaupt in dem Haus? Erben kannst du es ja sowieso nicht. Spätestens, wenn die Mutter tot ist, kannst du abtanzen aus dem gemütlichen Nest, weil es nahtlos auf die Tochter übergeht. Also schau lieber, dass du ein eigenes kleines Heim findest, wo du sicher aufgehoben bist und dich niemand stören kann.
Außerdem, willst du dich von so einer Beißzange bevormunden lassen? Die zieht doch den Rollo hoch, wenn du abends über die Straße gehst und wird jeden deiner Schritte überwachen. Mich gruselt es.
 
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  • #14
Auf diesen Deal würde ich micht nicht einlassen. Es ist schon so, dass sie Dich für ihre Zwecke einspannt, um ihrer Tochter "eins" auszuwischen, lass Dich da in nichts reinziehen. Irgendwann mal ändert die Schwiegermutter ihre Meinung, verträgt sich wieder mit der Tochter und jagt Dich aus der Wohnung. Rechte hast Du an dem Haus gar keine und Du stehst auf der Strasse.

w
 
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  • #15
Es ist nie gut wenn zwei sich verbünden um einem Dritten zu schaden. Wo soll das hinführen? Spuckt Ihr zusammen Gift und Galle über die böse Tochter/Ehefrau? Dann wird Dich das Jahre lähmen im Abschließen und Annehmen der neuen Situation.
Sei ein großherziger Mensch, zieh aus, sag der Schwiegermutter dass Du Dich bedankst aber ausziehst. Weil Du davon ausgehst dass es für alle Beteiligten psychisch gesünder ist, wenn sie auf einer neuen Basis wieder zusammenfinden. Frau, 48
 
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  • #16
Lieber FS,

Merkst Du was? Die weiblichen Kommentare raten Dir alle zum Ausziehen und "großzügig" sein. Mann ist versucht zu sagen "Eine Krähe kratzt der anderen (Deiner Frau) nicht die Augen aus."

Hier geht es nicht um Gefühle. Die kannst nur Du beurteilen. Es geht um den Einfluß den ein Auszug deinerseits auf eine (ja wahrscheinliche) Scheidung hätte. Und da kannst Du Durch einen Auszug nur verlieren.

Wird Sie Dir danken? Kaum, sie sieht Deinen Auszug ja als "recht und billig" an. Wird es Deine Chancen erhöhen daß sie bleibt? Im Gegenteil, den Du machst Ihr es ja durch den Auszug einfacher die Trennung durchzuziehen.

Selbst wenn Sie danke sagt ist dies bis zur Scheidung längst vergesssen. Beispiel aus dem Leben: Nachdem meine heutige Ex Ihre Trennabsicht verkündigt hatte, bettelte mich um eine Unterschrift bei einem Mietvertrag damit Sie ausziehen könne. Ich wollte die Ehe aber unbedingt retten. Letztendlich stimmte ich zu und meine Ex versicherte, daß Sie meinen Großmut nie vergessen würde. 5 Monate später negierte Sie alle bis dahin getroffenen Absprachen (natürlich nur weil Ihre Anwältin Ihr dies geraten hätte) und versuchte mir materiell das Fell über die Ohren zu ziehen....

Und meine Ex ist Akademikerin mit vielen Stärken - eine "Elite" Frau.

m
 
  • #17
Hey#15
Wird Sie Dir danken? Kaum, sie sieht Deinen Auszug ja als "recht und billig" an. Wird es Deine Chancen erhöhen daß sie bleibt? Im Gegenteil, den Du machst Ihr es ja durch den Auszug einfacher die Trennung durchzuziehen
Sorry, falsche Taktik. Also für den FS. Klar doch macht das die Trennung leichter- aber eben auch für Dich. Sie hat nen Neuen- wieso also auf eine Rückkehr hoffen? Nur um dann für den nächsten verlassen zu werden.

Um das klar zu machen- würde Euch das Haus gemeinsam gehören wäre ausziehen taktisch unklug wegen der Besitzaufteilung. Hier aber gibt's nix aufzuteilen- das Haus gehört IHR und wird auch nicht angerechnet.

So aber ist ein baldmöglichstes Gehen für den FS die beste Option. Erst wenn er dort weg ist, kann er seine Seele aufräumen und SEIN Leben neu aufbauen. Lässt er sich in einen Krieg zwischen Tochter und Mutter reinziehen, kann er nur verlieren und blockiert sein weiteres Leben.

Liebe #15

Du hättest Deine Frau auch nicht gehallten, wenn Du nicht ausgezogen wärst. Einmal zweite Wahl bist Du es immer.
 
  • #18
Der FS: Viele Antworten und viele verschiedene Meinungen. Danke an alle. Ich muß gestehen, zum Teil ist es für mich eine Frage der Ehre (oder vielleicht des Egos). Sie hat mich ohne Vorwarnung einfach "weggeschmissen" und ich sehe nicht ein, dass ich ausziehen soll. Sie möchte sich trennen, und ich möchte ihr die Gelegenheit geben. Ich habe es lang und öfters überlegt und es ist nicht eine Frage der Rache, sondern Gerechtigkeit. (was nicht immer mit dem Gesetz übereinstimmt.)
 
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  • #19
FS, Dein letzter Post wirft ein ganz schlechtes Licht auf Dich. Bleibe also da wohnen, tu Dich mit der Schwiegermutter zusammen, bastelt Euch Eure eigene Definition von Ehre und Gerechtigkeit.
Verlassen zu werden ist niemals schön. Aber dennoch normal. Du würdest auch nicht bei einer Frau bleiben wenn Du sie nicht mehr liebst.
Für mich tun sich bei Deiner Denkweise und der Deiner Schwiegermutter Abgründe auf.
Du wusstest beim Einzug dass Du dort von ihren Gnaden wohnst. Schiebe ihr jetzt keine Schuld zu. Du bist verantwortlich, Du hast aufs falsche Pferd gesetzt und Dich abhängig gemacht. Ziehe lieber daraus Schlüsse, nur dann hast Du die Möglichkeit, nun menschlich zu wachsen. Frau, 48
 
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