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Gast

  • #1

Meine Schwiegermutter in spe ist ein Albtraum! Wie am besten mit dieser Situation umgehen?

Habe zum 1.Mal (nach 6 Mon.) s. Mutter kennengelernt und (tut mir leid) ich hasse diese Frau! Gesehen & Gefressen! Selten habe ich solche Antipathie auf den ersten Blick erlebt! Sie gebärdete sich wie eine Bulldogge & lieferte ohne Ende Spitzen ab! ("ach, Sie sind Krankenschwester, wie nett, also die Frau seines Bruders (die auch anwesend war) hat ja studiert, ist im gehobenen Management"). So ging es die ganze Zeit, sie fragte sogar auf welcher Uni mein Bruder war, wie oft ich meine Mutter besuche! Ich dachte, ich spinne! Mein Freund hat natürlich nichts kapiert & saß nur dumm da! Ich sagte auf dem Heimweg klar, dass ich sie absolut nicht mag, theoretisch froh wäre, sie niemals wieder zu sehen! Er sagte, er war wußte, dass es nicht einfach wird, aber dachte nicht, dass es so dramatisch wird! Am WE steht eine Unternehmung an, der ich aber definitiv nicht beiwohnen will! Wie komm ich da raus? Wie handhabe ich das am besten? Stell schon unsere Bez in Frage!
 
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Gast

  • #2
Naja, also das hört sich für mich nach einer totalen Überreaktion von Deiner Seite an. Kann es sein, dass Du Dich einfach unwohl gefühlt hast, weil Du von Akademikern umgeben warst und selbst "nur" eine Ausbildung hast?

Auch wenn seine Mutter sicherlich nicht besonders sensibel oder taktvoll war, dann ist Deine extreme Reaktion vielleicht einfach ein Zeichen, dass sie einen wunden Punkt getroffen hat. Deshalb eine Beziehung hinzuschmeißen halte ich für ganz falsch und völlig unreif.

Hinsichtlich des Wochenendes wirst Du mitgehen müssen, wenn Dir etwas an ihm liegt. Er kann schon verlangen, dass Du Dir ein bisschen Mühe gibst. Mit solchen Empfindlichkeiten kommt man nicht weit.

Außerdem würde ich mir an Deiner Stelle überlegen, warum Du auf solche taktlosen aber letztlich harmlosen Kommentare so extrem reagierst. Wenn Du mit Dir selbst im Reinen wärst und mit Deinem Job glücklich, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass Du so heftig auf (vermeintliche) Ablehnung reagieren würdest. ich weiss nicht wie alt Du bist. Aber vielleicht wäre es weniger anstrengend das Studium nachzuholen, als sich an sowas aufzureiben und sich und anderen mit der eigenen Unzufriedenheit das Leben schwer zu machen.....

Letztlich hält Dich aber auch nichts davon ab, seiner Mutter mit ruhiger Stimme zu sagen, dass solche Bemerkungen Dich verletzten. Im Übrigen finde ich: Nachfragen nach Deinem Bruder und dem Verhältnis zu Deinen Eltern sind in dieser Deutlichkeit vielleicht ein bisschen krass aber verständlich! Sie möchte schließlich wissen, mit wem ihr Sohn zusammen ist...

Einfach alles etwas gelassener angehen! w 38
 
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Gast

  • #3
Wenn dein Freund "nichts kapiert und nur dumm da sitzt":

Hier bist du genau richtig! Such dir einen neuen ElitePartner.
 
  • #4
Problematischer als die mögliche "Schwiegermutter" finde ich die Rolle, die Dein Freund hier spielt: er hält sich offensichtlich ganz raus!

Du solltest Dir gut überlegen, ob Du sein Verhalten wirklich hinnehmen kannst, denn er wird sich in anderen Situationen auch nicht hinter Dich stellen ... ICH würde das nicht aushalten (eine solche Schwiegermutter aber auch nicht!).
 
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Gast

  • #5
Ganz einfach - eine Mutter kannst dir nicht aussuchen, wohl aber eine Schwiegermutter!
So wie du das schilderst, sucht die SchwiMu etwas ''Besseres'' für ihren Sohn!
Beachte Eines, er wird sich NIEMALS gegen seine Mutter stellen. Im Zweifelsfall bist du die Dumme.
Wenn die SchwiMu möchte, wird sie auf sehr subtile Art und Weise eure Bezeihung zerstören!
 
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Gast

  • #6
Axt oder Arsen ? Das ist das Problem von deinem Freund, nicht von Dir. Entweder er macht den Mund auf, wenn so was passiert und verpasst der Zicke einen vor den Bug oder Du setzt ihm ein Ultimatum. Alles andere wäre wie im Kindergarten.

m,32
 
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Gast

  • #7
Liebe FS, ich hatte auch so eine Schwiegermutter und nannte sie immer Teufelsmutter.
Aber der Rest der Familie war ganz in Ordnung.Männer lieben ihre Mutter und es wird nicht einfach für dich werden.Ich hatte mir am Anfang große Mühe gegeben,aber es war Sinnlos und da bin ich immer nur Anwesend gewesen bei großen Familienfeiern da war es auszuhalten,weil die anderen auch noch da waren.
Ich wünsch dir ganz viel Kraft.
Viele werden hier schreiben du willst ja nicht die Schwiegermutter heiraten.
Aber ich kann dich verstehen und es ist auch nicht schön so eine Schwiegermutter zu ertragen.
In meiner jetzigen Beziehung ist es anders und dadurch für alle schöner.
Du wirst immer dazwischen stehen,er wird dir recht geben und seiner Mutter auch

Ich wünsch dir viel Kraft
 
  • #8
Ihre spitzen Bemerkungen haben Dich verletzt, und es ist verständlich, dass Du wütend bist. Es ist auch klar, dass es in Zukunft nicht einfach werden wird.

Vielleicht hängt sie besonders an ihrem Sohn. Vielleicht wittert sie in Dir Konkurrenz. Vielleicht weiß sie einfach noch nicht, wie sie mit Dir umgehen soll.

Keinen Kontakt mehr zu haben, ist keine Lösung. Diese Frau hat immerhin offenbar einen tollen Sohn zur Welt gebracht und erzogen, also wird wohl etwas Gutes an ihr sein.

Du musst ja nicht ständig freiwillig ganz viel Zeit mit ihr verbringen und sie muss auch nicht Deine beste Freundin werden. Aber ein respektvoller Umgang sollte auf beiden Seiten entwickelbar sein. Darum nimm zumindest die üblichen Anlässe (Familienfeiern) wahr. Sorg dafür, dass man Dir nichts vorwerfen kann. Bleib ruhig und freundlich. Lass Dich nicht auf einen Streit ein. Lerne die Frau auf diese Weise langsam näher kennen und gib ihr die Chance, Dich besser kennen zu lernen. Und wenn sie dann wirklich gemeine Sachen sagt, bring Deine Kritik sachlich vor.

Dein Freund ist sich offenbar zumindest des Problems bewusst. Wenn Du auf Konfrontation zu der Mutter gehst, machst Du es ihm ganz extrem schwer. Bleib mit ihm im Gespräch, such mit ihm gemeinsam nach Lösungen.
 
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Gast

  • #9
Nachtrag: ich finde es auch reichlich daneben, dass Du Deinem Freund so krass sagst, dass Du seine Mutter "absolut" nicht magst! Das geht gar nicht. Das ist immerhin seine Mutter! Du kannst ihm ja sagen, dass Du den ein oder anderen Kommentar nicht so toll fandest, aber das ist auch alles. Nach dem ersten Treffen so radikal zu reagieren geht nicht. Was soll Dein Freund denn machen? Sich zwischen Dir und seiner Mutter entscheiden, nur weil Du sie einmal gesehen und gleich abgelehnt hast? Das Verhältnis zu Schwiegereltern ist oft schwierig und man sollte da sehr vorsichtig sein. Auch und vor allem was Ablehnung betrifft!
 
G

Gast

  • #10
Das wird schwierig, aber wenn Dein Freund sich so wenig loyal Dir gegenüber verhalten hat, solltest Du wirklich zunächst einmal Eure Beziehung klären und danach erst die zur Schwiegermutter in spe. Du hörst Dich ziemlich jung und unreif an, darf man fragen, wie alt Du bist?
 
G

Gast

  • #11
... na das ist doch ganau das was die Schwiegermutter will, Du Musst erst mal Ruhe bewahren und zu Deinem Freund stehen und nicht kirre machen lassen.... wünsche dir Durchhaltevermögen....
 
G

Gast

  • #12
Man heiratet immer die Familie mit.
 
G

Gast

  • #13
Eine Schwiegermutter kann nur so sein, wie es ihr Kind - der Partner - zulässt.

Das Problem an dieser "klassischen" Konstellation ist doch, dass der Partner/die Partnerin sich in der Partnerschaft wie ein erwachsener Mensch verhält

Kaum ist aber die Mutter dabei, so hat sie das sagen und der Partner / die Partnerin wird wieder zum Kind. Der Partner/die Partnerin ordnet sich dann seiner / ihrer Mutter in einer Weise unter, die nur erstaunen kann .....

Während zwischen meiner Ex und meiner Mutter es keine Probleme gab, haben die Frau meines (älteren) Bruders und meine Mutter massive Probleme. Während ich auch mal gegen meine Mutter Position bezogen habe, hat dies mein Bruder nie getan .....

Nun zu Dir:
Die Schilderung Deines Heimweges sagt doch alles. Dein Partner hat geahnt, dass es Probleme geben wird. Das ist wahrscheinlich - leider - nur eine Erfahrung aus früheren Beziehungen.

Denn er ist ja bei dem Gespräch dabei gewesen und hat es entweder nicht mitbekommen oder nicht reagiert -- keines vom beiden ist optimal.

Wichtig für Dich ist der Draht zu Deinem Partner. Ich würde versuchen zu erklären, was dich verletzt. Dann kann er sich um Dich kümmern.

Wichtig ist auch, dass er, Dein Partner, das Problem erkennt --- denn das Problem ist zu einem größeren Teil Dein Partner. Ursächlich ist natürlich seine Mutter das Problem. Aber Dein Partner lässt seine Mutter agieren ....

(Er könnte ja seine Mutter fragen, ob sie ein Problem damit hat, dass Du "nur" Krankenschwester bist bzw. ob eine Krankenschwester weniger wert ist als eine Managerin -- er wird es wahrscheinlich nicht tuen)


Ich bin nicht optimistisch bei dem "Schwiegermutterproblem" bzw. eigentlich "Partner wird wieder zum Kind seiner Mutter-Problem". Viele Erwachsene haben ihr Verhältnis aus ihrer Kindheit zu ihrer Mutter nicht weiterentwickelt.

Vielleicht hast Du aber Glück und Dein Partner ist selbstkritisch genug!
 
G

Gast

  • #14
Wenn dein Partner nicht eindeutig hinter dir steht, dann wird es früher oder später zu Problemen führen.
Natürlich kann ich nicht sagen, was in deinem Fall passieren wird, es gibt immer Ausnahmen, aber für mich wäre die Schwiegermutter ein großes Problem. Ich hätte keine Lust dazu ständig Diskussionen mit der Schwiegermutter zu führen.
Ich habe selbst eine sehr nette Schwiegermutter, mit der ich mich noch immer gut verstehe, obwohl ich ihren Sohn nicht mehr sehen will. Als die Probleme mit meinem Ex immer größer geworden sind, hat sie sogar zwischen uns vermittelt. Als die Beziehung gescheitert ist, hatte ich das Gefühl, dass ich nicht mit dem Sohn, sondern mit seiner Mutter verheiratet war. Ich hatte das Gefühl, dass er mich nur geheiratet hatte, weil seine Mutter mich so sehr mag, und weil sie ihn dazu überredet hatte.
Auch wenn es in meinem Beispiel um eine liebe Schwiegermutter geht, denke ich, dass es schon zeigt, wie stark der Einfluss der Eltern auf die Kinder sein kann.
 
  • #15
Ich fände das auch sehr unangenehm, aber nicht absolut dramatisch.
Das, was mich am meisten dabei beunruhigen würde, wäre der Gedanke:

Er hat eine sehr dominante Mutter und hält still.
Warum hat er sich gerade mich als Partnerin ausgesucht?
 
G

Gast

  • #16
#4 hat Recht. Wenn die SchwiMu will, wird sie ihm die Beziehung vermiesen können - eine Aufgabe, der sich so manche SchwiMu mit Elan widmet. Kann ich aus leidvoller Erfahrung bestätigen.

Sie wir ihren Sohnemann gegebenenfalls subtil unter Druck setzen (sie kennt ihn noch immer am besten). Dem kannst Du nur dagegenhalten, indem Du ihm diesbezüglich keinen Druck machst bzw ihn nur möglichst wenig dieser Spannungssituation aussetzt. Wenn er sich auf beiden Seiten in einem Spannungsfeld wieder findet wird er mittelfristig versuchen einem Spannungsherd auszuweichen bzw zu eliminieren - und es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht die Beziehung mit seiner Mutter sein, die dann beendet wird.
 
  • #17
@15:
Mit dieser Einschätzung gebe ich dir völlig recht.
Meine persönliche Konsequenz aus dieser Überlegung wäre aber eine ganz andere:
Ich wollte keinen Mann, der sich in diesem Fall für seine Mutter entscheidet.
 
G

Gast

  • #18
Liebe FS, ich hatte in meiner 18jährigen Ehe ebenfalls so eine Schwiegermutter, die mir immer zu verstehen gegeben hat, dass ich ihr ihren Sohn ausgespannt habe. Du wirst mit ihr nie einen gemeinsamen Nenner finden und hast nur die Möglichkeit, zu kuschen oder zu kontern - ein Kampf wird es immer bleiben.

Zu deinem Freund sei zu sagen, dass er, selbst wenn er daneben steht, hinterher sagen wird, er hätte nichts gehört. Er wird sich nie gegen seine Mutter stellen. Wenn du ihn liebst, sieh´zu, dass der Kontakt selten ist und ihr nicht in ihre Nähe zieht. Wenn ihr hinterher Kinder habt, wird sie deine Erziehungsmethoden stets infrage stellen, deine Koch- und Fahrkünste anzweifeln usw. Kannst du das aushalten???

Zieh´doch ans andere Ende der Welt, dann hast du Ruhe.....grins))))
w (44)
 
G

Gast

  • #19
Meine Ex-Schweigermutter in spe war auch so eine gehässige Teufelin, der keine Frau gut genug war für ihr Einzelkind. Sie hatte immer über die Ex-Frau meines Ex hergezogen, was sie alles den Kindern angetan hat, was für eine Rabenmutter sie war. Als mir das irgendwann zu blöd war, mir ihr Geschwätz anzuhören, habe ich mich nicht mehr an den Tisch gesellt und weniger mit ihr kommuniziert. Von da an wurde dem Sohnemann der Kopf wegen mir gewaschen. Sie sah ihre mütterliche Fürsorge darin, den Sohn vor den bösen Frauen zu warnen, die ihn doch nur ausnehmen würden.

Sie hatte, wenn wir weg waren, in unseren Schränken, vor allem in der Wäsche rumgewühlt. Wollte die Putzfrauen in flagranti erwischen, indem sie irgendwo ein paar Groschen rumliegen ließ, ob sie verschwinden würden. Keine konnte ihrer Meinung nach richtig putzen. Sie hat jede Putzfrau vertrieben. Ihr Koch-"Künste" mussten die allerbesten sein. Schmiss die Waschmaschine wegen eines einzelnen Kleidungsstücks an, weil die Kinder unbedingt ein bestimmtes T-Shirt anziehen wollten.

Kaum war sie da zu Besuch, stand sie schon mit Putzeimer und -lappen breitbeinig da. Knirschte mit den Zähnen, wenn sie an einem Topf rieb. Hat ihren Mann ständig beschimpft und schikaniert. Hat angefangen zu heulen, wenn die Kinder etwas nicht aufaßen und ihr nicht versicherten, dass es so lecker schmeckt.

Nach der Trennung hat mein Ex bei ihr über mich gelästert, dann hat sie sozusagen die Sau rausgelassen und mich als Luder bezeichnet (er hatte mich mit vielen Frauen betrogen und sie hatte ihm Alibis gegeben). Ich habe dann erschrocken festgestellt, wie ähnlich sich die beiden doch waren und dass sein ganzer Charakter das Abbild der beschissenen Pseudo-Erziehung dieser Rabenmutter ist. Er hat ihren Psychokomplex mit noch komplexeren Abwandlungen geerbt und es auch an seine Kinder weitergegeben.

Sie hatte natürlich auch sehr negativ auf die Kinder eingewirkt. Und ich hatte die ganzen Geschichten über die Ex-Frau geglaubt und war für alles und jeden der Sündenbock/die Böse! Das ehemalige Kindermädchen/Haushälterin hatte mir irgendwann dann gesagt, dass ihr die Kinder (und auch die Mutter) so leid taten in dieser irren Familie, waren sie doch so verwöhnt und dennoch ohne jegliche Liebe aufgewachsen. Ich hatte viel zu lange gegen diesen Starrsin und Irrsinn angekämpft und hatte auch keinerlei Gegenliebe erfahren.

Mit der Ex-Frau habe ich dann nach unserer Trennung gesprochen. Es hatte sich so einiges aufgeklärt und sie fiel mir freundschaftlich um den Hals. Das hätte ich mir nie erträumt!

Ich bin so froh und dankbar, die komplette Familie kinderlos losgeworden zu sein. Leider leben solche Hexen wohl sehr lange und versauen unsere Gesellschaft mit ihren gleichgearteten Nachkommen... Es gibt so unglaublich kranke Gestalten.
 
  • #20
Das Schwiergmutter-Trauma! So gern es in Witzen immer wieder aufgegriffen wird, so schrecklich ist es leider, wenn man mitten drin steckt.

Nein, ich werde niemand mit meinen Erlebnissen langweilen. Ich hatte 2 Schwiegermütter. Die erste war eine echte... (nein, ich sag's nicht). Das Problem mit diesen Frauen ist aber nicht die Frau selbst, sondern die feigen Söhne/Töchter, die sich nicht wirklich entscheiden wollen. Ein paar wenige und entschiedene Worte meines Mannes, hätten damals viel Kummer für alle vermeiden können. Unsere Ehe ist sicher nicht nur - aber zu einem nicht unerheblichen Anteil an dieser Tatsache gescheitert.

Meine zweite Schwiegermutter war mir oft näher, als meine eigene Mama. Sie hatte ein riesengroßes Herz und einen unerschöpflichen Vorrat an Liebe, Herzenswärme, Gerechtigkeitssinn und die untrügliche Sicherheit zu erkennen, wann sie sich neutral zu verhalten hatte. Wenn sie sich genötigt sah, zu etwas Stellung zu nehmen, war das immer überlegt, fokussiert und NIE herabsetzend oder beleidigend. Ich war bis zu ihrem Tode immer mit ihr in Verbindung und ich vermisse sie sehr.

Mein Albtraum ist es, auch nur zu einem kleinen Teil, eine Schwiegermutter zu sein, wie meine erste. Jeder Kontakt zu meinen Schwiegerkindern ist von diesem Gedanken geprägt und ich versuche dann immer an meine zweite Schwiegermutter zu denken.

Es ist schrecklich, dass man das nie ganz los wird. Zum Glück bin ich jetzt in einem Alter, in dem ich davon ausgehen kann, nur noch selten einer Mutter eines potentiellen Partners zu begegnen... - Traurig eigentlich!
 
G

Gast

  • #21
Willst du nicht geliebt - oder zumindest respektiert - sein, so wie du bist?

Und hat dein Freund und die Mutter deines Freundes nicht dasselbe Anrecht?

Wenn du diese Frau nicht lieben kannst, könntest du sie zumindest respektieren!
Und zwar völlig unabhängig davon, ob sie das auch tut oder nicht.

Oft erwarten Menschen vom Gegenüber, dass es beginnen möge, z.B.:
"Wenn sie mich respektiert, tu ich es auch. Wenn sie es nicht tut, hasse ich sie dafür..." etc.
Und so warten Menschen aufeinander und keiner mag den Schritt tun, sich selbst und den anderen zu würdigen, wie er/sie ist. Schade, nicht?

DU selbst bestimmst über genau 50% der Beziehung zwischen dir und ihr, das ist die Hälfte!!!

Indem du sie jetzt abwertest und dich über sie beschwert, tust DU GENAU DASSELBE wie sie. Ist dir das schon aufgefallen?

Selbstverständlich ist es dein gutes Recht, (genau so) verächtlich über sie zu reden (wie sie das vielleicht getan hat). Weshalb erwartest du dann aber, dass sie anders sein soll? Wenn du doch genau dasselbe echost?

Hast du bemerkt, dass du auf deine Weise in absoluter RE-Aktion bist, lässt dich davon bestimmen, wie sich jemand dir gegenüber verhält, ohne selber (in eigener Aktion!) bewusst zu wählen, wie DU diesem Menschen begegnen möchtest.

Mach dich doch unabhängig und verhalte dich so, wie DU dich ihr gegenüber verhalten möchtest, mit den Werten, die du in einer Beziehung wichtig findest.
Du kannst das (noch) nicht? Na, dann ist sie ein prima Anlass, das mal zu üben.
Denn erst DAS ist erwachsene Selbständigkeit - meiner Meinung nach. Das lässt sich üben.

Also, jammer nicht. Verhalte dich so respektvoll und freundlich, so wie du eben gerne Menschen begegnest.

Falls du dazu mehr Hilfe brauchst, schau bei youtube ein paar Videos mit Byron Katie an und erlebe, wie Menschen andere, stressfreiere Perspektiven gewinnen, wenn sie das mit Katie "life" erarbeiten, was sie "the work" nennt. Vielleicht ist dir das auch eine so große Hilfe, wie es mir war.

Viel Glück!
 
G

Gast

  • #22
Habe leider auch sehr schlechte Erfahrungen mit einer Schwiegermutter gemacht, wobei ich noch Glück mit ihr hatte, da meine Vorgängerin von ihr regelrecht niedergemacht wurde. Kann dir nur den Tipp geben, dass du ihr rechtzeitig Grenzen setzt und ihr lieb deine Meinung sagst, auch wenn es schwer fällt. Hatte den Fehler gemacht und alles in mich hineingefressen, mit dem Ergebnis, dass ich schon eine Woche vor ihrem Besuch (sie kam meist mind. für eine Woche) einen dicken Hals bekam. Hatte soetwas vorher nie erlebt.
Der Mann sitzt immer zwischen zwei Stühlen, ist für ihn sicherlich auch nicht einfach. Aber für die Schwiegertochter ist es ebenfalls unerträglich....
Drücke dir die Daumen
 
G

Gast

  • #23
Hier häufen sich zwar mittlerweile die "böse-Schwiegermutter-Stories", ich möchte aber dennoch auf das Ausgangsposting eingehen. Du, liebe FS, beschreibst in 3 Beispiele ihrer "Bosheiten"

1. auf Deine Info, dass Du Krankenschwester bist, erwähnt sie die Schwiegertochter und dass diese studiert hat.

2. sie fragt, an welcher Uni Dein Bruder war

3. sie fragt, wie oft Du Deine Mutter siehst (vermutlich im Zusammenhang, wie weit weg Deine Mutter wohnt).

Sorry, aber ich kann in allen 3 Äußerungen keine "Spitzen" oder Bosheiten erkennen, sondern lediglich den Versuch von Smalltalk. Frag Dich doch lieber erstmal, warum DU Dich so angegriffen und angefeindet fühlst.

Warum findest Du es so schlimm und herabsetzend, dass über das Studium der anderen Schwiegertochter oder das Deines Bruders gesprochen wird. Das heisst doch nicht, dass Dein Beruf der Schwiegermutter in Spe nichts wert ist? Bei Dir kommt es aber so an -hast Du Minderwertigkeitskomplexe, weil Du nicht studiert hast? Weil Dein Bruder studiert hat? Ich nehme an, auch Dein Partner ist Akademiker. Die Schwiegermutter, ist die auch studiert? In Akademikerfamilien ist es völlig normal, dass studiert wird und interessant, wo studiert wurde.

Und die Frage nach Deiner Mutter und wie oft Du sie besuchst, was ist denn daran bösartig? Meine Mutter wohnt 750 km entfernt und ich werde regelmässig gefragt (wenn ich den entfernten Wohnort erwähne), wie oft ich sie denn sehe.

Ich war bei den Gesprächen im Familienkreise nicht dabei, aber so ganz kann ich mich nicht des Verdachtes erwehren, dass hier ein Sender-Empfänger-Problem vorliegt und die Schwierigkeiten vielleicht von dir und nicht der Schwiegermutter in Spe ausgehen? Vielleicht sass Dein Freund ja nur "dumm da", weil er die Gespräche ganz anders verstanden und gewertet hat? Ich würde an Deiner Stelle nochmal tief in Dich gehen, was da bei dem Besuch wirklich gesagt und was von Dir hineingedeutet wurde. Dazu kannst Du ja auch Deinen Freund fragen, wie er diese oder jene Äusserung seiner Mutter verstanden hat, der kennt sie ja schliesslich am besten.

Deinem Partner nach dieser einmaligen Begegnung an den Kopf zu werfen, dass Du seiner Mutter hasserfüllt gegenübertrittst, war nicht besonders diplomatisch. Und IHN deswegen jetzt auch noch abzustrafen, indem Du weitere Zusammenkünfte verweigerst, finde ich kindisch.

Stell Dich der Herausforderung und wenn du meinst, die Schwiegermutter lässt einen bösen Spruch ab, dann frag doch einfach lächelnd "wie meinen Sie das jetzt"? Damit demonstrierst Du (falls sie tatsächlich bösartig ist), dass Du sie durchschaust und ggfls. Grenzen steckst, falls sie es liebenswürdig meint, machst Du aber auch nichts kaputt.

Viel Erfolg! w,49
 
G

Gast

  • #24
@22
BINGO! Genau meine Meinung.
Zu einem Streit gehören immer zwei. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass du bereits mit einer gewissen Vorstellung und Unsicherheit in die Begegnung gegangen bist.
Die Frau wahrscheinlich ebenso,
Nun prallen eure Vorstellungen aufeinander und treffen sich so überhaupt nicht. Eine typische Sender-Empfänger-Problematik.
Sie hat gesagt: Die Frau des Bruders hat studiert und hat einen tollen Job.
Was sagt das aus? Nicht mehr oder weniger als dass sie studiert hat und einen guten Job hat. Das ist erst einmal völlig wertfrei.
Diese wertfreie Äußerung kann aber sehr unterschiedlich ausgesendet und auch unterschiedlich empfangen werden.
Vielleicht hat deine Antipathie auch nur einen negativen Empfang zugelassen.

Ich würde dir raten, noch einmal ganz vorurteilsfrei zum nächsten Treffen zu gehen und wirklich zu versuchen, ihre Äußerungen positiv auszulegen. Probier es einfach mal. Versuche auch, ihr offen und freundlich entgegen zu treten. Sei nett zu ihr und schau mal, was passiert. Mach ihr ein nettes Kompliment (es wird schon irgendetwas geben, z.B. was sie doch für einen tollen Sohn hat) und schau, wie sie darauf reagiert.

Was deinen Freund angeht: Stell dir mal vor, wenn er dir sagen würde, dass du eine schreckliche Mutter hast. Wie würdest du reagieren? Würdest du dich von deiner Mutter lossagen?

w 55
 
V

Vicky

  • #25
Liebe FS,

das hört sich alles sehr schwierig an und ich sage pauschal: das läßt wenig hoffen auf eine gute Zukunft mit Deinem Freund.

Wenn es sich so zugetragen hat, wie Du beschreibst, wäre ich auch ziemlich sauer und enttäuscht. Andererseits - manchmal faßt man Sachen auch gravierender auf als sie eigentlich gemeint waren. Nur Du warst dabei, wir nicht. Interessant wäre gewesen, wie denn ein objektiver Dritter die Lage analysiert hätte. Hat die Schwiegermutter bei Dir tatsächlich einen wunden Punkt mit der Nicht-Akademikerin getroffen und dies vielleicht gar nicht beabsichtigt?

Dass Du Deinem Freund nach dem Besuch klargemacht hast, dass Du seine Mutter für unmöglich hälst und sie am liebsten nie wiedersehen willst, halte ich für sehr unklug. Es ist eine Sache, wenn man seinem Partner selbst etwas Negatives über die eigenen Eltern sagt. Sagt der Partner aber etwas Abwertendes über die Eltern, so reagiert man in der Regel empfindlich. Das geht mir so und das habe ich auch schon von vielen anderen so gehört.


Wenn Dir etwas an der Beziehung liegt, solltest Du versuchen, mit ihr auszukommen. Man ist zwar nicht mit der Schwiegermutter zusammen aber man darf sich nichts vormachen. Die ganze Ursprungsfamilie hat man in der Regel mit am Bein - im Guten wie im Schlechten. Immer wieder kommen Feierlichkeiten, wo man als Kind seine Eltern, Geschwister, Verwandten usw. trifft und bei denen der Partner in der Regel mitkommt bzw. mitkommen sollte.

Ich kann es nur aus meiner Wachte sagen: Ich komme mit meinen Eltern sehr gut aus, sie sind das Gegenteil von Alptraum-Schwiegereltern - aus meiner Sicht. Ein Mann, der mit ihnen dauerhaft und überhaupt nicht auskäme, käme für mich nicht in Frage. Denn ich denke, dass man immer jemanden finden kann, wo sehr vieles kompatibel ist und wo es keine Probleme im Umgang mit Eltern und Schwiegereltern gibt. Wenn Du also von Deinem Freund verlangst, sich für Dich und gegen seine Mutter zu entscheiden, so wirst Du meiner Meinung nach den Kampf verlieren. Partner kommen und gehen bei den meisten, Eltern hat man nur einmal. Ich finde es normal, dass man in diesen Dingen ein Sippen-Denken hat. Es sei denn, man selbst kam noch nie gut mit seinen Eltern aus und hat den Kontakt schon seit Jahren auf das Nötigste reduziert.
 
G

Gast

  • #26
Hallo alle zusammen,hier die Fragestellerin...vielen Dank für die sehr hilfreichen und teilweise auch etwas "weniger hilfreichen"Antworten:)

Ich bin zwar Krankenschwester aber deswegen kann ich doch trotzdem auch Akademikerin sein,bzw werden,oder nicht?Ich studiere nebenbei noch Gesundheitsökonomie und bin bald fertig..ich hänge sowas nicht an die grosse Glocke weil ich durchaus kein Ego-Problem habe..sie wusste das nicht und es geht sie auch nichts an..allein die Äusserung an sich ist einfach unglaublich deplatziert....längst haben 95%aller Schwestern Abitur und studieren danach noch,meistens Medizin....zum Thema "mangelnde Diplomatie"..ich hasse es wenn Menschen drum rum reden und nie etwas beim Namen nennen,ich bin grade raus und mein Freund schätzt eben das an mir,er wollte in meinen Worten hören wie ich den Abend empfand und ich habe gesagt was ich fühle-nicht mehr,nicht weniger..ich erwarte solch eine Offenheit in einer Beziehung,vorallem da er selbst weiss dass seine Mutter sehr schwierig ist und mit Komplikationen rechnete...von daher weiss ich nicht wo das Problem liegt.
 
G

Gast

  • #27
FS, du bist lustig: "...von daher weiss ich nicht wo das Problem liegt."
DU hast doch hier die Frage eingestellt...? Jetzt versteh ich gar nix mehr. Dann gibt's also kein Problem? Die Schwiegermutter ist dir zwar nicht sympathisch, aber dein Freund hält zu dir`? Ja was willst du denn noch, dann ist doch alles gut?
 
G

Gast

  • #28
@#26..Du musst richtig lesen..ich meinte damit meine undiplomatische Ehrlichkeit die hier angeprangert wird...wieso soll ich nicht ehrlich sein wenn er die Ehrlichkeit einfordert..in diesem Punkt weiss ich nicht wo das Problem liegt..nicht bei der eigentlichen Problematik
 
G

Gast

  • #29
Und wie haben Du und Dein Freund jetzt das Problem mit weiteren Familientreffen gelöst?
 
G

Gast

  • #30
Liebe FS

sei mir nicht böse, aber so wie du hier argumentierst und rüberkommst, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es Schwierigkeiten mit deiner Schwiegermutter gibt.
Du scheinst auch nicht der einfachste Mensch zu sein, du hast deine klare Prinzipien und da haben sich andere Menschen gefälligst dran zu orientieren. Du bist Du und fertig.
Ich weiß nicht, ob du in der Lage bist, dich in die Rolle eines anderen Menschen zu versetzen. Das wäre mal ganz gut, dich mit den Augen deiner Schwiegermutter zu sehen. Für dich ist es einfach so, dass diese Frau schwierig ist. Aber vielleicht bist du in ihren Augen ja auch schwierig.