• #31
Vier Jahre später, also bei der Entscheidung zur Hochzeit, war aber doch eindeutig, dass sie eher immer weiter zu- als abnehmen würde.

Doch, sie fühlt sich ungeliebt! Hier im Forum wird öfter mal das Buch "Die fünf Sprachen der Liebe" empfohlen,

W, 27
Vielen Dank für deine Antwort! Nun, das Gewicht war nicht das einzige Problem, ich habe auch so einiges mit in die Beziehung gebracht (was ich zuvor in einer Antwort kurz beschrieben habe) sodass auch ich sicher nicht der perfekte Partner war und bin..
Aber ich habe über die Jahre viel an mir gearbeitet.. und dank meiner Frau das beste aus mir machen können..
Und auch Sie lag ja nicht 6jahre auf dem Sofa und hat sich bemitleidet, sondern immer wieder Versuche unternommen (beispielsweise in der Zeit vor der Hochzeit) und mit WW einmal sogar knapp 20kg abgenommen..
Aber wieso lässt man sowas dann einreißen wenn man doch sieht dass man es schaffen kann?
das Buch kenne ich übrigens..
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #32
Sie ist Dir aber doch nicht gut genug.
Und jemand hat hier geschrieben, dass wohl ihr Leidensdruck noch nicht groß genug ist.

Ab und zu hängt sie sich an Dich ran und sportet mit, hat dann aber Schmerzen. Logisch, Du bist auch kein geeigneter Trainingspartner. Es zeigt ihr nur umso mehr, dass sie schlapp ist. Sie gehört in eine fettleibige Frauengruppe oder sowas. Unter Leuten die sie verstehen. Es muss ihr dabei gut gehen!!
.

Ja, offensichtlich ist Ihr Leidensdruck durch Ihr Selbstwertgefühl und die gesundheitlichen Beschwerden nicht groß genug um ausreichend Ehrgeiz zu entwickeln mal ein, zwei Jahre am Stück etwas zu verändern..
Sie liebt sich selbst nicht so richtig, das liegt nicht an mir. Sie weint regelmäßig wenn es darum geht dass sie weder mit unserem Hund so aktiv sein kann wie sie gerne wäre, noch mit Ihrem Mann Intimität zulassen kann weil sie sich selbst so vor ihrem Fett ekelt.

ich erpresse sie sicher nicht..
Und auch die Sporteinheiten die sie macht sind angemessen. In den Phasen wo sie Sport macht hat sie keine Rückenschmerzen, die Fußschmerzen werden besser und sie ist ausgeglichener und zufriedener..
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #33
Ich würde jedenfalls nicht gleich mit Therapievorschlägen anfangen weil psychische Ursachen vermutet werden. Es würde ihr den nächsten Stich versetzen. Sie wäre dann nicht mehr nur dick, sondern auch noch krank.
Das mag vll zutreffen, der Vorschlag muss aber von Dritten kommen.
Stimmt, da gebe ich dir Recht. Der FS als ihr Partner ist nicht derjenige, der eine solche Diagnose stellen oder auch nur andeuten sollte; da würde sie sich nur noch mehr be- und verurteilt fühlen. Das habe ich nicht bedacht und ich ziehe meinen Vorschlag hiermit zurück.

Das mit der Rücken-Reha oder ähnlichem finde ich eine gute Idee! So geht man das Problem von der gesundheitlichen Seite an und das Abnehmen wird dann vor Ort von neutralen Dritten thematisiert. Und wenn psychische Ursachen vorliegen sollten, wird das Fachpersonal dort das sicherlich herausfinden und gemeinsam mit ihr Lösungswege ergründen können.
 
  • #34
Meistens ist es eine Ausrede, wenn jemand behauptet er könne nicht abnehmen. Man kann sich auch vom Arzt untersuchen lassen. Ich hatte auch mal Übergewicht. Das auch ordentlich. Jetzt nicht so viel wie deine Frau. Aber es war schon einiges. Bin 180 Groß. Hatte bestimmt 115 Kilo. Seit 3 Jahren halte ich mein Gewicht auf 75. Bin ehrlich. Es war angefressen.
Dass sie ganz genau weiß, dass Sport hilfreich und gesund ist, was gesundes Essen ist, dass sie alle Diäten kennt einschließlich der Weight Watchers.
Gut ich habe Schlank im Schlaf gemacht. Abends gab es keine Kohlenhydrate. Das ist auch oft verantwortlich für Übergewicht. Mit dieser Methode halte ich mein Gewicht seit 3 Jahren konstant. Ich meine allerdings nicht, dass Weight Watchers schlecht ist.

Natürlich ist Sport und Bewegung auch wichtig. Keine Frage. In erster Linie spielt aber die Ernährung eine große Rolle. Am besten ist 3 Mahlzeiten am Tag und ansonsten überhaupt nichts.
 
  • #35
Lieber T.H,
du scheinst dir aufrichtig Gedanken zu machen und wenn ich deine Antworten lese, habe ich das Gefühl, es geht dir aufrichtig um deine Frau.
Das ist Wundervoll und eine tragfähige Basis. Aber bitte:

Das stimmt nach meiner Erfahrung so eben nicht! Du bist nicht befähigt ihr zu helfen. Du kannst emotional an ihrer Seite sein. Du kannst sie mit zum Sport nehmen, ihr Gemüse schneiden und hinstellen, sie emotional Unterstützen etc. ABER: Du kannst das Pferd nur zu Tränke führen, trinken muss es alleine!
danke für deine Antwort! Ich würde mir einen Gesprächspartner wie dich wünschen, denn ich lese da viel Weisheit und gute Reflektion aus deiner Antort!
Vor allem würde ich aber meiner Frau einen solchen Gesprächspartner wünschen der Ihr hilft zu Ihrem Kern vorzudringen..
 
  • #36
Konkrete Tipps zum Gewichtsreduktion zu geben, finde ich in Anbetracht der Erkrankung deiner Frau schwierig. In meinen Augen wäre es Aufgabe des behandelndes Facharztes, zum Abnehmen zu motivieren und Unterstützung anzubieten, auch psychologischer Natur. Ich denke, allein wird sie es kaum schaffen.

Abgesehen vom Gewicht; gibt es etwas an deiner Frau, was dich körperlich anzieht oder zumindest in der Anfangszeit angezogen hat? Findest du ihr Gesicht hübsch? Geht dir bei ihrem Lächeln/Lachen das Herz auf? Schmilzt du beim Klang ihrer Stimme dahin? Liebst du ihren Duft? Die Art, wie sie sich bewegt?

Hattest du zumindest in der Anfangszeit den Drang, sie zu berühren, zu küssen, Händchen zu halten? Hat sie dich trotz Übergewicht sexuell angemacht?

Oder war das wirklich eine komplette Kopfgeburt, bei der du ausschließlich nach charakterlicher Kompatibilität entschieden hast?

Vielen Dank für die Antwort! Ich liebe meine Frau, auch weil Sie ein wunderschönes Gesicht hat, schöne Augen, süße Sommersprossen und wie schon geschrieben kleidet sie sich sehr gut, sieht trotz hohem Gewicht hübsch aus und selbstverständlich möchte ich auch jetzt noch Intimität austauschen und störe mich haptisch wenig an Ihrer Figur... allerdings lässt Sie es ungern zu (sich beispielsweise unbekleidet berühren zu lassen) weil Sie sich selbst vor Ihrem fett ekelt...Und dann wird es mir eben verwehrt. Über Monate hinweg
 
  • #37
Ja, offensichtlich ist Ihr Leidensdruck durch Ihr Selbstwertgefühl und die gesundheitlichen Beschwerden nicht groß genug um ausreichend Ehrgeiz zu entwickeln mal ein, zwei Jahre am Stück etwas zu verändern..
Der Schlüssel kann nicht sein, dass der Leidensdruck endlich groß genug ist! Dass dieser Druck sie zu Maßnahmen bringen wird wäre dann schon der Idealfall. Leidensdruck macht krank. Im Grunde ist der Leidensdruck inzwischen so groß, dass sie auf sich nicht mehr achtet. Warten bis zum Äußersten geht mE eher nach hinten los. Nicht Druck sich aufbauen lassen, Druck nehmen. Sie muss sich verstanden fühlen.

Ich glaube Dir, dass Du sie nicht erpresst.
Ich glaube aber, dass es so fühlen könnte.

Sport mit Dir zusammen halte ich trotzdem für nicht geeignet. Selbst wenn Du die Einheiten für sie für gut befindest. Ich sehe Dich da eher als schlechten Maßstab für sie.
Und unter Gleichgesinnten fällt es auch leichter zu sagen, dass man nicht mehr kann oder mal eine Pause braucht. Ich denke nämlich, dass sie sich mit Dir zusammen zu sehr verausgabt und danach auch keine Lust mehr auf Sport hat. Es muss ihr Spaß machen.
 
  • #38
Sie hat enorm abgenommen und konnte dadurch ihre Ehe retten. Sie wollte es aber selber. Sie hat zu ihren Eltern gesagt, entweder sie helfen ihr dabei oder sie bringt sich um.
Zustimmung. Ergänzend: man sollte (fast) nichts im Leben machen, nur um eine Ehe zu retten.

Anders herum: warum sucht man sich eine Partnerin, die massiv Übergewicht hat und versucht dann, die auf Normalgewicht zu reduzieren? Irgendwie hat sie doch dann den falschen Partner.

Bei so massivem Übergewicht hat man nur eine Chance, wenn man selbst will und einen der Partner unterstützt. Wenn man dann merkt, dass der Partner einen so wie man ist, nicht mehr mag, führt der Frust doch sowieso nur zu noch mehr Gewicht.

FS, ich sehe da nur zwei Möglichkeiten: entweder Du zeigst ihr, dass Du sie so liebst, wie sie ist oder Du trennst Dich. Wenn sie sich entschließt, abzunehmen oder Sport zu machen, ist das gut, wenn Du mit der Sporttasche und mitleidigem Blick in der Tür stehst und fragst: "Kommst Du mit", ist das vermutlich keine Hilfe.
 
  • #39
Der unerfüllte Kinderwunsch kann mit der Adipositas zusammen hängen. Vielleicht ist das Motivation genug für sie, etwas zu ändern?

Ich schlage Dir einen Perspektivenwechsel vor!

Adipositas kann hormonelle Ursachen haben. Siehe Kinderwunsch-Problem.
Manchmal hängt ein organisches Problem z.B eine Schilddrüsenfehlfunktion o.ä. daran.

Sollte es wirklich am Essen liegen... Esssucht bzw. Essstörungen gehören zu den SUCHTerkrankungen. Wie würdest Du mit einer Tablettensüchtigen Frau umgehen? Wenn es einfach wäre, damit aufzuhören, gäbe es keine Süchtigen!

Du kannst Dich informieren, wie Sucht entsteht, und wie die Angehörigen damit umgehen sollen. Stichwort: Co-Abhängigkeit, in der Du m.M. nach tief steckst.
Wichtig ist auch, dass Du auch verstehst, dass Du sie nicht erretten kannst. Sie muss selbst den Schritt gehen.

In jedem Fall solltet ihr euch professionelle Hilfe holen. Ich verstehe, dass Du unterstützen willst. Ich vermute, das sie durch Deine Fittness und Dein Aussehen nur noch weiter unter Druck gesetzt ist.
 
  • #40
Ich finde, Du verhältst Dich als Partner sehr sehr gut...Du warst immer geduldig und liebevoll. Ich verstehe Dein Problem sehr gut, da ich (Kleidergröße 34) auch einen übergewichtigen Freund habe (ca 20 kg zu viel). Mir war ein Versprechen, abzunehmen,nicht wichtig. Ich habe mich in das Gesamtpaket verliebt und mag sein Aussehen mit dem Lachen und derAusstrahlung und der liebevollen Art usw sehr. Ich habe ihn sogar mal dünn gesehen vor unserer Beziehung (war eine kurze Phase) und fand ihn weniger attraktiv als vorher.

Mein Problem ist also nicht fehlende Attraktivität. So wie du mache ich mir nur Gedanken um die Gesundheit... Und dass ich nicht verfrüht Witwe werden will, wenn man es vermeiden kann. Es kann ja auch eine Leberzirrhose etc. auftreten. Und es tut mir leid wenn er Rückenschmerzen etc wie deine Frau hat.

Ich suche auch manchmal das Gespräch mit ihm, rege an, dass wir Sport machen können und er seine Ernährung (Fertiggerichte, Süßes, Burger etc) umstellen muss.Er sagt dann er muss es ändern, aber es passiert nichts. Ich glaube, wir von außen können nichts tun. Das ist die traurige Wahrheit. Das muss aus ihnen selbst heraus kommen. Und ein Schalter im Gehirn umgelegt werden. Und ich denke mein Partner wird auch wenn er ggf mal abnehmen wird, tendenziell immer mit Gewicht/Essen zu kämpfen haben wird und von der fülligeren Sorte sein wird. Damit muss man sich abfinden... und damit dass man von außen nix tun kann. Höchstens selbst mit gutem Beispiel (koche immer frisch und gesund) voran gehen, aber ohne was dazu zu sagen.

w32
 
  • #41
Anders herum: warum sucht man sich eine Partnerin, die massiv Übergewicht hat und versucht dann, die auf Normalgewicht zu reduzieren? Irgendwie hat sie doch dann den falschen Partner
Ja, ich bin auch etwas perplex ob den Versuchen des TEs.

Kapiere das vielleicht auch nicht so richtig. Wenn ich jemand liebe, auch wenn er so dick ist wie die Freundin hier ist, ist es nicht so dass entweder ich dicke Frauen als Fetisch habe oder ich liebe die Frau trotz ihres Körpervolumens. Und wenn ich den Menschen trotzdem liebe darf ich nicht ständig versuchen ihn zu verändern. Wenn er sie so liebt wie er sagt, dann kann sie so dick werden wie es geht. Er schläft mit ihr mit 110 kg, mit 120kg, 130kg? Aha bei 140kg ist Schluss?

Ich versteh auch Dein Ansinnen im allgemeinen nicht. Seit 6 Jahren hast Du es nicht geschafft zu ihr vor zu dringen, Du blickst noch nicht, dass Du nicht der Grund, der Zweck bist. So eine instabile Persönlichkeit, die kreuzunglücklich ist zur Mutter zu machen ist so ziemlich das bekloppeste was man machen kann um diese "arme und bemitleidenswerte" Frau vielleicht heilen zu können.

Nochmal Du als selbst nicht ganz stabiler Mensch wirst Deiner Frau nicht helfen können, das kann sie nur selber und mit Sicherheit nicht für die Aussicht auf ein Kind. Das wäre ein Desaster.

Akzeptiere sie einfach so wie sie ist, wenn Du sie liebst. Kannst Du die alltäglichen Auswirkungen nicht mehr ertragen, trenn Dich.
 
  • #42
Sie liebt sich selbst nicht so richtig, das liegt nicht an mir. Sie weint regelmäßig wenn es darum geht dass sie weder mit unserem Hund so aktiv sein kann wie sie gerne wäre, noch mit Ihrem Mann Intimität zulassen kann weil sie sich selbst so vor ihrem Fett ekelt.
Hast du da schon mal angesetzt - sie gefragt, wie sich das ändern kann, wie sie das ändern will/würde, wie du sie dabei unterstützen könntest?

Ansonsten halte ich auch das Kinderthema für einen guten Ansatzpunkt. Ihr wollt ja sicher ein gesundes, glückliches, zufriedenes Kind. Dafür müsst ihr Vorbild sein. Das Kind sollte auch nicht Mittel zum Zweck sein, damit sie - bedingungslos - geliebt wird. (P. S. Wer sagt eigentlich, dass das Kind nicht etwas Doofes über ihr Gewicht sagen wird? Kinder können gemein ehrlich sein ;-))

Ich drücke euch die Daumen. Bleibt gesund!
 
  • #43
hallo, vielen Dank für die Antwort!
Ich habe Sie nicht genommen weil ich vorausgesetzt habe sie würde irgendwann schlank sein, sondern weil ich mir darüber klar geworden bin dass ich absolut kein perfektes Gesamtpaket bin (ich hatte damals schlechte Haut, Schulden und ein schlechtes Verhältnis zu meiner Familie) und sie ja auch Kompromisse eingehen muss.. und dass ich keine Frau brauche die wie ein Model aussieht um glücklich zu sein..
Mit Ihrer Unterstützung und dem Rückhalt dass Sie mich auch mit meinen Lastern liebt, konnte ich einfach ein viel besserer Mensch werden. Die Schulden habe ich abbezahlt, meine Haut ist besser und zu meiner Familie habe ich ein besseres Verhältnis denn je..
Da wird es doch wohl möglich sein dass ich meine Frau dazu befähige sich um ihr Gewicht zu kümmern und zumindest 40 -50 kg abzunehmen.. einfach um nichtmehr ständig Rückenschmerzen u.Ä. Zu haben
Das dachte ich von Anfang an, nämlich dass es tiefere psychologische Ursachen auch bei dir hat warum du in dieser Vertrackten Situation gelandet bist, du hast sozusagen selbst blinde Flecken wo du deine Gefühle nicht richtig wahrnimmst.

Ich denke der richtige Weg für dich wäre selbst eine Psychotherapie zu machen um zu sehen wie du deinen inneren Wiederspruch auflösen kannst, bzw warum der überhaupt da ist. Dann kannst du sie auch realistisch sehen und hast nicht mehr das Bedürfnis das sie sich verändert.
 
  • #44
Ich denke, im Wesentlichen kannst du gar nichts tun. Entweder akzeptierst du sie, wie sie ist, oder du trennst dich. Stell dir vor, sie bleibt so, wie sie jetzt ist. Fett. Kannst du damit leben? Wenn ja, dann bringe dieses Thema nicht weiter auf den Tisch und bleibe. Wenn nicht, dann trenne dich.
 
  • #45
Der unerfüllte Kinderwunsch kann mit der Adipositas zusammen hängen. Vielleicht ist das Motivation genug für sie, etwas zu ändern?
“Meine Ehe funktioniert nicht. Jetzt ein Kind, um sie zu retten“. Millionenfach erprobt, Millionenfach schiefgegangen, Millionen geschädigte Kinder.

Nehmen wir an, die Frau nimmt 30 kg ab und wird dann schwanger. Ist der FS dann glücklicher, wenn sie als Mutter wieder zulegt? Die Hoffnung, dass sie sich nach Heirat ändert, war doch schon erfolglos...
Warum nicht künstliche Befruchtung und eine Runde Jojo sparen?

Hast du da schon mal angesetzt - sie gefragt, wie sich das ändern kann, wie sie das ändern will/würde, wie du sie dabei unterstützen könntest?
Fragt eigentlich irgendjemand die Frau? Die Methode „Ich heirate eine Frau, deren Eigenschaften mir nicht gefallen, dann unterstütze ich sie darin, sich so zu verändern, wie ich sie gerne hätte“ ist doch irgendwie schräg. Und sie bleibt es, auch wenn sie durchaus beliebt ist.
Vielleicht ist sie ja glücklicher, wenn er 180 kg hat, die nicht durchtrainiert sind? Sie könnte ja mal fragen, wie sie ihn dabei unterstützen kann...

Sie wird auch nicht besser, wenn ich erst meine „moralischen Werte“ politisch korrekt gestalte („Bloß keine Dicken diskriminieren“) und sie dann hinterher doch in Frage stellen muss. Irgendwann taucht hier einer auf, der natürlich keine queeren Personen diskriminieren möchte...

Ich befürchte, das ist Teil eines umfassenden gesellschaftlichen Problems. Immer schön korrekt verhalten. Die Regeln, die früher die Kirche vorgegeben hat, kommen jetzt als „politisch korrektes Verhalten“ von anderen Gruppierungen.
 
  • #46
Es ist immer wieder erschreckend, wie salonfähig bereits die Suchterkrankungen "Fresssucht" oder auch "Binge Eating" sind! Wir werden aber auch täglich "gebrainwashed" durch Werbung etc.
Denn nichts anderes ist das, was deine Freundin hat und das schon VOR eurer Beziehung! Auslöser sind immer psychische Ursachen. Das Initialkennzeichen: Selbst durch logisches Denken (wenn ich Sport mache, habe ich weniger körperliche Schmerzen und Beschwerden) ändert sie ihr Verhalten nicht und schädigt sich bewusst selbst: DAS IST SUCHT!

Ich empfehle ihr in eine Suchtklinik zu gehen um zu erurieren, WOHER sie diese Fresssucht entwickelt hat. Es bringt nichts abzunehmen und die Ursache nicht zu kennen!! Das sagt dir jetzt mal eine Psychologin, die in einer Klinik für Essstörungen gearbeitet hat. Leider ist Übergewicht nicht selten "trendy", ebenso wie Untergewicht. Beides schädigt den Körper erheblich, zumindest in dem Ausmaß, das deine Freundin hat.

Unterstütze sie um die URSACHE anzugehen! Nicht um sie so zu formen wie du sie gern hättest! Wenn sie sich weigert, ist es leider so, dass du dann nur eine Wahl hast: Ihren Zustand akzeptieren oder dich trennen. An deiner Stelle würde ich jedoch zunächst ersteres probieren. Viel Glück!

w.,34

P.S.: Privat hatte ich auch bereits so einen Fall. Er wog 130kg bei 1,82m. Irgendwann konnte ich seine Fettplautze nicht mehr ertragen (ich wiege 58kg bei 1,72m und bin sportlich), ich fand sie ekelig. Wenn er sich, wie seine Eltern auch, das fettige und ungesunde Essen reinschaufelte (am besten ohne Besteck) wurde mir übel. Auch bei ihm war klar eine psychische Ursache zu erkennen, doch er wollte sie nicht angehen (wollte ihn unterstützen). Ich musste mich daraufhin trennen, eine andere Wahl hatte ich nicht.
 
  • #47
Ich denke, im Wesentlichen kannst du gar nichts tun. Entweder akzeptierst du sie, wie sie ist, oder du trennst dich. Stell dir vor, sie bleibt so, wie sie jetzt ist. Fett. Kannst du damit leben? Wenn ja, dann bringe dieses Thema nicht weiter auf den Tisch und bleibe. Wenn nicht, dann trenne dich.
Dem stimme ich voll zu. Am Anfang eurer Beziehung ist deine Frau davon ausgegangen, dass sie abnimmt, weil du dankbar und voller Liebe warst, dass sie deine Schwächen akzeptiert. Diese Liebe hat dazu geführt, dass sie das beste aus sich herausholen wollte. Sie wollte abnehmen, war motiviert. Hat aber nicht geklappt. Jetzt ist die rosarote Brille weg und das einzige, was sie motivieren könnte ist vielleicht der Kinderwunsch, aber nicht deine Vorlieben.

Ich sehe es gesellschaftlich gesehen nicht als sinnvoll an Dicke zu diskriminieren, weil sie dann noch mehr futtern aus Frust. Aber bezogen auf die Partnerwahl darf jeder seine Vorlieben haben, auf welchen Typ Frau er steht. Das hat nichts mit diskrimieren zu tun.
Wenn jemand auf dicke Frauen steht, würde er ja damit alle dünnen diskriminieren und umgekehrt. Wenn er auf blonde Frauen mit blauen Augen steht, ist er auch nicht rassistisch, nur weil es seine optische Vorliebe ist.
 
  • #48
Es ist immer wieder erschreckend, wie salonfähig bereits die Suchterkrankungen "Fresssucht" oder auch "Binge Eating" sind! Wir werden aber auch täglich "gebrainwashed" durch Werbung etc.
Denn nichts anderes ist das, was deine Freundin hat und das schon VOR eurer Beziehung! Auslöser sind immer psychische Ursachen. Das Initialkennzeichen: Selbst durch logisches Denken (wenn ich Sport mache, habe ich weniger körperliche Schmerzen und Beschwerden) ändert sie ihr Verhalten nicht und schädigt sich bewusst selbst: DAS IST SUCHT!

Ich empfehle ihr in eine Suchtklinik zu gehen um zu erurieren, WOHER sie diese Fresssucht entwickelt hat. Es bringt nichts abzunehmen und die Ursache nicht zu kennen!! Das sagt dir jetzt mal eine Psychologin, die in einer Klinik für Essstörungen gearbeitet hat. Leider ist Übergewicht nicht selten "trendy", ebenso wie Untergewicht. Beides schädigt den Körper erheblich, zumindest in dem Ausmaß, das deine Freundin hat.

Unterstütze sie um die URSACHE anzugehen! Nicht um sie so zu formen wie du sie gern hättest! Wenn sie sich weigert, ist es leider so, dass du dann nur eine Wahl hast: Ihren Zustand akzeptieren oder dich trennen. An deiner Stelle würde ich jedoch zunächst ersteres probieren. Viel Glück!

w.,34

P.S.: Privat hatte ich auch bereits so einen Fall. Er wog 130kg bei 1,82m. Irgendwann konnte ich seine Fettplautze nicht mehr ertragen (ich wiege 58kg bei 1,72m und bin sportlich), ich fand sie ekelig. Wenn er sich, wie seine Eltern auch, das fettige und ungesunde Essen reinschaufelte (am besten ohne Besteck) wurde mir übel. Auch bei ihm war klar eine psychische Ursache zu erkennen, doch er wollte sie nicht angehen (wollte ihn unterstützen). Ich musste mich daraufhin trennen, eine andere Wahl hatte ich nicht.
Da gebe ich Dir vollkommen Recht. Es ist eine Sucht. Genau wie die MagerSUCHT. Absolut traurig. Was ich @T.H. ganz hoch anrechne ist, dass er sich auf seine Art Sorgen um seine Partnerin macht und Rat sucht. Auch dass er sich hier regelmäßig zu Wort meldet, Respekt. Ich hoffe für die beiden gibt es eine gute Lösung.🍀
 
  • #49
“Meine Ehe funktioniert nicht. Jetzt ein Kind, um sie zu retten“. Millionenfach erprobt, Millionenfach schiefgegangen, Millionen geschädigte Kinder.
Ja, finde ich gut, dass Lebens_sumpf nochmal darauf hinweist.
Es geht nicht um das Gewicht sondern um die Ursache für das steigende Gewicht. Organische Ursache oder Sucht habe ich in den Raum gestellt.

Nehmen wir an, die Frau nimmt 30 kg ab und wird dann schwanger. Ist der FS dann glücklicher, wenn sie als Mutter wieder zulegt? Die Hoffnung, dass sie sich nach Heirat ändert, war doch schon erfolglos...
Warum nicht künstliche Befruchtung und eine Runde Jojo sparen?
Bei massiver Adipositas hat die künstliche Befruchtung schlechte Erfolgsaussichten. Wird der Eingriff überhaupt durchgeführt bei dem Übergewicht?

Gerade manche organischen Gründe für Übergewicht wie eine Schilddrüsenunterfunktion machen auch eine Schwangerschaft - egal ob durch Sex oder künstliche Befruchtung - unwahrscheinlich.

Also wenn sie Kinder ernsthaft will, müsste sie das Thema Körpergewicht angehen.

Wir hatten hier eine ähnliche Frage. Damals ist die Frau immer dicker geworden, weil sie sexuell an der Arbeitsstelle belästigt worden war und nicht mehr attraktiv sein wollte
 
  • #50
Hallo,

Es wurde ja schon viel gesagt dazu, dass ihr Übergewicht psychische Ursachen haben wird und die Aussage "Ich nehme einfach nicht ab" eine Ausrede ist. Aber bisher hat (glaube ich) noch keiner etwas zum Thema PCO gesagt. Du schriebst ja, deine Frau ist davon betroffen. Ich hatte mit dem Thema in letzter Zeit zufällig öfter Kontakt und würde Dir empfehlen, Dich dazu ein wenig zu informieren.
PCO hat unbekannte Ursachen, liegt aber hauptsächlich im Zusammenhang mit Übergewicht vor. Die Frauen habe zu viele Androgene, und werden davon unfruchtbar. Oft liegt neben Übergewicht auch eine Insulinresistenz vor.
Nehmen die Frauen ab, kann sich die Lage extrem verbessern und die meisten werden dann auch wieder fruchtbar. Dieses Abnehmen sollte aber am besten von einem Arzt begleitet werden. Ich denke, deiner Frau würde es helfen zu verstehen, dass sich für SIE (nicht in erster Linie für dich) nur Vorteile ergeben, wenn sie es in Angriff nimmt. Dabei sollte einmal alles geprüft werden (Hormone, Schilddrüse, Psyche) und dann gibt es bestimmt eine Möglichkeit, ihr da raus zu helfen.

Dass sie so einen engagierten und verständnisvolen Partner hat, ist auf jeden Fall schonmal ihr großes Plus!

Wünsche euch viel Erfolg!
 
  • #51
Ich finde es immer wieder merkwürdig, wenn sich Menschen auf Beziehungen einlassen, die eigentlich von der Grundstruktur her nicht passen.

Ich sehe daher das eigentliche Problem eher beim FS, der auf Teufel komm raus etwas an der Partnerin ändern möchte, die Gründe dafür werden ihm bekannt sein.

Wir müssen hier nicht über Gesundheit diskutieren, das ist wirklich obsolet, aber auch spannend, wie viele hier sich voller Inbrunst ins Zeug werfen😉
Leute, wir sind erwachsen, wir alle wissen, dass Übergewicht nicht gut ist! Und nun? Solche Aussagen wie „Ich koche immer gesund ...“, das kann man sich sparen. Der Partner ist eine erwachsene Person und entweder er übernimmt Verantwortung für sich oder er lässt es!
Ich zB bevorzuge Männer, an denen etwas mehr dran ist, obwohl ich sehr schlank bin. Ich lebe schon relativ gesund, aber ich würde NIE meinem Partner in seine Essgewohnheiten reden wollen. Das ist mega unattraktiv, das habe ich bei meiner Tochter praktiziert, aber nur da hätte ich einen Erziehungsauftrag.
Love it of leave it😉
 
  • #52
Deine Partnerin hat ihr Warum noch nicht gefunden. Diäten bringen gar nichs, sondern nur eine Ernährungumstellung. Eiweiß rauf, KH runter. Damit fängt es an. Da muss es bei ihr Klick machen, dann wird sich auch etwas ändern. Du kannst sie nur darin unterstützen und begleiten.
Es gibt so viele Angebote ( und ich meine nicht ww) Das und mit einem fachkundigen Arzt gelingt auch eine Abnahme. Doch sie muss es wirklich, wirklich wollen
 
  • #53
Ich würde mich nie mehr auf eine Beziehung einlassen, bei der der Partner mir eine Änderung verspricht, die auf jeden Fall noch kommt. Entweder ich finde ihn gut wie er ist und seine Fehler sind mir egal, oder es wird nichts. Mein erster Freund hat nach zweimaligem Schulabbruch beim Kennenlernen getönt, er macht noch sein Abi und studiert und bleibt nicht auf Sozialhilfe. Mir war nicht der Abschluss wichtig, aber dass der andere ein Ziel im Leben hat und nicht aus Faulheit auf Kosten der Gemeinschaft lebt. Und? Heute, ca. 16 Jahre später, lebt er noch immer so und findet das gut. Mein Partner ist er glücklicher Weise nicht mehr. Ich habe daraus für die danach folgenden Beziehungen gelernt. Man sollte nicht darauf eingehen, wenn der andere verspricht, sich zu ändern. Wäre es ihm ernst, hätte er das ja schon getan oder wäre aktiv dabei. Gerade beim Abnehmen braucht man extrem viel Disziplin und ich denke nicht, dass da noch mal ein Umdenken stattfinden wird, wenn sie es bereits so häufig probiert hat. Nötig wäre ja keine Diät, sondern eine dauerhafte Umstellung fürs ganze Leben; das ist nicht ohne...
w, 37
 
  • #54
FS, Du erwähnst ganz nebenbei PCO.
Damit ist die Chance abzunehmen fast gleich Null, soweit ich weiß..
Irgendetwas muss es ja sein, das Deine Frau zum Essen hintreibt.
Trauer, Einsamkeit, Frust, Langeweile, der unerfüllte Kinderwunsch?
Ich bin selber sehr dick und dabei auch krank, habe u.a. durch Medikamente zugenommen und mich abgestrampelt wie sonstwas - ich habe in 1,5 Jahren nur 3 kg verloren (Wasser) und dann ging nix mehr!
Ein neuer Arzt hat mir gesagt, mit den Medikamenten, die ich nehme, sei abehmen unmöglich. Wir haben mich umgestellt und ich protokolliere ein wenig mein Essen - Seit Anfang 2020 sind 15 kg weg, Tendenz weiter fallend. Abnehmen ist nicht leicht und manchmal leider wirklich unmöglich bzw. begünstigen manche Krankheiten eine Zunahme und wenn dann noch sowas wie ein unerfüllter Kinderwunsch hinzukommt - das stelle ich mir sehr schrecklich vor. Deine Frau muss sehr unglücklich sein. Leider kann man auch niemanden zwingen, sich helfen zu lassen. Wenn sie es partout ablehnt, musst Du Dich wohl irgendwann trennen, denn Du hast natürlich ebenso ein Recht auf Dein Glück.
 
  • #55
Für Sport braucht man eine intrinsische Motivation. Wer eigentlich keinen Bock auf Sport hat, sondern nur Sport macht, um abzunehmen, verliert schnell die Lust daran. Das sind die ganzen Leute, die sich in den Fitten abstrampeln, am Anfang noch dreimal die Woche, dann nie wieder (aber dank Knebelvertrag noch bis zum Ende des Jahres zahlen). Wenn sie eine Sportart findet, die ihr Spaß macht, und sie den Ehrgeiz entwickelt, wirklich gut darin werden zu wollen, wird sie freiwillig möglichst oft trainieren, nicht um abzunehmen, sondern weil Sport ihr Hobby ist und sie ihre sportlichen Ziele erreichen will. Dann wird sie ganz nebenbei abnehmen. Sportler achten meist auch automatisch auf ihre Ernährung, eben weil sie wichtig für die Performance ist.

Ich komme aus der Triathlon- und Laufszene, also empfehle ich ein gemeinsames Ziel, z.B. dass ihr beide in zwei Jahren einen (Halb-)Marathon lauft oder an eurem ersten Volkstriathlon teilnehmt, und zwar mit durchschnittlich guter Zeit. Dann könntet ihr systematisch mehrmals die Woche zusammen dafür trainieren (aber vorher gut informieren, Gesundheitscheck, langsam anfangen). Triathlon ist besonders gut, weil man Abwechslung hat und Schwimmen/Radfahren sehr schonende Disziplinen sind. Ausdauersport ist sowieso gesund und perfekt, um nebenbei abzunehmen. Es sollte aber nicht ums Abnehmen gehen, sondern um den Spaß am Sport in der Natur und die eigenen sportlichen Ziele. Es gibt kein berauschenderes Gefühl, als nach hartem, disziplinierten Training eine Ziellinie zu überschreiten. So was hat man im Alltag nicht. Allgemein macht Sport gute Laune und glücklich. Man fühlt sich selbstbewusster, attraktiver und glücklicher. Sport ist wirklich ein Allheilmittel.
 
  • #56
ein gemeinsames Ziel, z.B. dass ihr beide in zwei Jahren einen (Halb-)Marathon lauft oder an eurem ersten Volkstriathlon teilnehmt, und zwar mit durchschnittlich guter Zeit. Dann könntet ihr systematisch mehrmals die Woche zusammen dafür trainieren (aber vorher gut informieren, Gesundheitscheck, langsam anfangen). Triat
Sorry, aber der Vorschlag ist unpassend. Die Frau hat ganz andere Sorgen und gehört dringend in ärztliche Behandlung. Außerdem hat nicht jeder Spaß an sportlichen Aktivitäten. Bei der Freundin des FS, sofern die Angaben 175cm/140kg stimmen, geht es nicht um einige Kilos und fitter aussehen, sondern darum, dass sie nicht daran stirbt. So hart es auch klingen mag.
 
  • #57
Sorry, aber der Vorschlag ist unpassend. Die Frau hat ganz andere Sorgen und gehört dringend in ärztliche Behandlung. Außerdem hat nicht jeder Spaß an sportlichen Aktivitäten.
Ja, das kann im Detail sein. Ich wollte nur auf die Ausgangsfrage ("Was kann ich tun, um sie zu motivieren?") eingehen und darauf verweisen, dass es nichts bringt, von außen zu sagen: "Mach Sport und achte auf deine Ernährung, um abzunehmen!" Der FS hatte das Sport-Thema in seinem Eingangspost angeschnitten. Sicherlich sind die anderen Vorschläge wie Therapie, ärztliche Hilfe etc. richtig. Nur wollte ich (zusätzlich) darauf hinweisen, dass Sport/gute Ernährung schnell zur Qual und lästig wird, wenn man es nicht aus Überzeugung und Spaß an der Sache selbst macht, sondern nur weil man denkt und andere (Partner, Ärzte....) sagen, man sollte. Ich bin der Überzeugung, dass es für jeden Menschen die richtige Sportart gibt, sei es Standardtanz, Yoga oder Rennradfahren. Und wenn man Spaß daran hat, integriert man das gerne and freiwillig in seinen Alltag. Und wer regelmäßig Sport macht, ernährt sich auch gesünder, der Körper verlangt dann auch nach guten Nährstoffen. Außerdem hat man schnell Erfolgserlebnisse, wenn man eine neue Technik lernt, ein schwereres Gewicht stemmt oder länger laufen kann. Man fühlt sich gut und will auf den Erfolg aufbauen, ist motiviert, macht freiwillig noch Extra-Dehn- oder Kraftübungen und isst lieber die Proteine und den Salat als die Schokolade. Dadurch kommt man in eine Aufwärtsspirale, hat mehr Erfolge und fühlt sich besser. Und vor allem macht es, wenn man seine Sportart gefunden hat, Spaß, man trifft andere interessierte Menschen, hat gemeinsame Gesprächsthemen, findet neue Freunde ... Aber das funktioniert alles nicht, wenn man lustlos im Fitnessstudio auf dem Laufband läuft und es eigentlich hasst. Ich bin daher für das Finden der richtigen Sportart und sportlicher Ziele -- für Sport um seiner selbst willen und aus Spaß.

Aber das nur als zusätzliche Anmerkung zu all den anderen wichtigen und richtigen Dingen, die schon gesagt wurden.
 
  • #58
Hallo Junger Mann und FS,

konntest du inzwischen mit deiner Frau sprechen?

Übrigens, dass habe ich zur PCO-Krankheit gefunden:

"Man geht aber davon aus, dass der heutige „Lifestyle“ mit fettreicher und zuckerreicher Ernährung, wenig Bewegung seinen Teil zur Entstehung eines PCOS beiträgt."

Bitte halte das Forum auf dem Laufenden, wie es bei euch weiter geht.

W
 
  • #59
@Inanna*
Ich bin auch der Meinung, dass Sport ein gewisses Allheilmittel ist, wie du sagst.

Es ist nur leider so, dass die Frau des FS einen ganz anderen Lebenszuschnitt hat. Du bist als Leistungssportlerin motiviert und diszipliniert.

Wenn die Frau des FS nur einen Bruchteil deiner Motivation und Disziplin hätte, wäre sie nicht bei 70 kg Übergewicht. Ich gehe jetzt einfach mal nicht davon aus, dass sie eine Stoffwechselstörung oder Ähnliches hat und das Übergewicht nur vom Essen kommt. Daher ist es wohl sinnvoller, herauszufinden, woher diese Antriebslosigkeit sowie der ganze Frust herkommt. Da die Frau sich dem FS nicht öffnet, müssen da wohl Fachleute ran.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #60
Lieber T.H.,

ich fühle mit. Kein normalgewichtiger Mensch wird das Thema verstehen können. Sämtliche Ratschläge mit Diät, zum Sport animieren und motivieren kannst du vergessen. Es bringt nichts die Symptome zu bekämpfen, die Ursache ist das Problem. Und das ist auch die Antwort auf deine Frage, warum man das "einreißen lässt" wenn man mit Methode X abgenommen hat.

Wenn nicht eindeutig physisch diagnostiziert, ist die Ursache psychischer Natur, i. d. R. aus der Kindheit/Elternhaus. Das Essen ist die Flucht, der Trost, man will sich kurzzeitig was Gutes tun und sich vor allem betäuben. Andere ertränken das oder nehmen Drogen usw. Ich spreche aus Erfahrung. Mein Höchstgewicht war 130 kg. Es ist ein lebenslanger Kampf, eine Esssucht und daraus resultierend eine Zuckersucht (letztere hat bei mir in den letzten Jahren drastisch nachgelassen). Man isst obwohl man schon satt ist oder man hat ein schlecht/gar nicht wahrnehmbares Sättigungsgefühl durch die irgendwann folgende Insulinresistenz. Wir alle wissen, was gesunde Ernährung ist und wie wir abnehmen können. Wir können alle Zutatenlisten lesen. Aber selbst wenn man Obst/Gemüse gerne isst, es macht nicht so "glücklich" wie Kuchen oder Schokolade oder ein (nicht zu) voller Bauch (ist auch schon hinreichend wissenschaftlich untersucht, weswegen Lebensmittelhersteller in fast alles Zucker geben). Hat man abgenommen, lebt man aber weiterhin mit der Ursache der Esssucht, und es fängt alles wieder von vorne an. Ein ständiges Auf und Ab des Gewichtes und es bestimmt das ganze Leben. Kein Normalgewichtiger kann auch nur im Ansatz verstehen, wie extrem das Leben und Denkweisen davon bestimmt werden. Es zerstört und hindert einen am Leben.

Auch ich habe mich viel mit mir beschäftigt, kenne meine Ursache. Wenn deine Frau es nicht schafft mit welchen Methoden auch immer mit sich selbst und anderen ins Reine zu kommen, sich nicht mit sich selbst beschäftigen will, sehe ich nur therapeutische Hilfe als Ausweg. Ich habe das nicht gemacht, weil in meinem Fall kein Therapeut der Welt etwas sagen kann, das irgendetwas ändert, mich anders fühlen lässt oder vor allem meine Realität ändert. Deine Frau ist noch jung, die Kindheit kaum entfernt. Die besten Chancen sind jetzt. Wartezeiten für Therapeuten sind nur lang. Eine Bekannte sollte 6 Mo warten, schrieb dann einen Brief an ihre KK, dass sie es nicht mehr aushält und sich das Leben nehmen will und bekam dann schnell einen Platz.

Zur Selbsthilfe wenn sie die Ursache kennt empfehle ich EFT = Tapping. Führend ist Nick Ortner, es gibt Bücher + jede Menge youtube Videos wo man nur nachsprechen muss (kaum von Ortner, Zugang auf seiner Seite mit Kosten), deutsche kenne ich nicht, aber Brad Yates ist super wenn man Englisch spricht, kostenlos und en masse für etliche Themen verfügbar. Tapping ist auch für körperliche Beschwerden.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: