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Gast

  • #1

Mein Freund und seine beste Freundin

Hallo zusammen, jetzt hab ich mal eine Frage und wäre froh, wenn ihr mir Eure Meinung schreiben würdet, wie ihr das so seht und wie es Euch dabei gehen würde. Ich (w, 25) bin seit einige Monaten mit meinem Freund zusammen. Nun habe ich seine Eltern kennengelernt und ich war bei seiner alten Schulfreundin, die wohl damals seine beste Freundin war zum Essen eingeladen. Angeblich hätte sie Interesse daran gehabt mich kennenzulernen - nur als wir dann da waren, hätte ich auch einfach gehen können, da sie kein Wort mit mir gewechselt hat. Ich weiß nun nicht wie ich mich verhalten soll... immerhin war/ ist sie die beste Schulfreundin meines Freundes und die beiden kennen sich schon ewig.
 
G

Gast

  • #2
Ich, (auch 25, w) kann dir sagen, dass es gut wäre, wenn du der Schulfreundin nochmal eine Chance gibst. Habe in meiner letzten Beziehung eine ähnliche Situation erlebt und mittlerweile sind wir (über die zerbrochene Beziehung hinaus) gut befreundet. Zeige ihr, dass du daran interessiert bist, dich auch gut mit ihr zu verstehen, weil du weißt, dass sie ein wichtiger Teil deines Freundes ist. Dann wird auch sie sich öffnen und ihr werdet daraufhin immer wieder irgendwelche netten Gesprächthemen finden.
Also: Gib ihr nochmal eine Chance.
 
G

Gast

  • #3
Versuche dich der Loyalität deines Freundes zu dir zu versichern. Deine Geschichte klingt in meinen Ohren (m.47) etwas schräg. Laß dich nicht auf solche Spielchen ein, daß er dich anderen Leuten vorführt wie auf dem Jahrmarkt.

Flechte das Thema unauffällig bei einer passenden Gelegenheit in eine Unterhaltung ein, so scheinbar nebenbei, damit das Thema nicht so direkt und frontal auf ihn trifft. Es geht hierbei nur darum, dich nicht als den Eifersüchtigen zu präsentieren, da du dadurch die Gefahr läufst, daß er sich verschließt. Immerhin bringst du ihm mit deinen Fragen ein gewisses Maß an Mißtrauen entgegen. Dieses Gefühl darf er aus oben genanntem Grund nicht bekommen. A

Erzähle lieber anstatt zu viel zu fragen. Z.B. du fandest die Begegnung sehr interessant. Beschreib ihr Äußeres positiv. Schade, daß man sich nicht so schnell wieder sieht (!!!). Du wünschtest dir auch, eine so intime platonische Freundschaft zu einem Mann. Usw.

Aber du kannst auch vorsichtig fragen. Fand sie mich interessant? Will sie mich wiedersehen? Willst du, daß wir sie auch einladen? Weißt du, warum sie mit mir kein wort redete? Usw.

Streng deine Phantasie an. Bereite dich auf die Unterhaltung vor. Beachte, wann du eine offene und wann eine geschlossene Frage stellst.
 
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Finnley

  • #4
Hm, das ist schade. Ich kann mir vorstellen, dass sich das blöd anfühlt. Ich würde das aber erstmal nicht überbewerten. Sprich doch Deinen Freund mal an, und frag ihn, wie er das sieht -- er kennt sie ja nun auch schon lange.

Die viel wichtigere Frage ist aber, wie Dein Freund zu Dir stand. Es sollte zu jeder Zeit klar sein, dass DU seine Nr. 1 bist und eben nicht die alte Schulfreundin. Wenn er Dir das auch in ihrer Anwesenheit zeigen kann, kann Dir seine Schulfreundin letztendlich doch auch egal sein.
 
G

Gast

  • #5
ich würde die ferndiagnose stellen, dass sie dich sehen wollte, nicht unbedingt kennenlernen. das sind auf jeden fall zwei unterschiedliche paar schuhe. viel mehr würd ich da mal nicht reininterpretieren, gerade wenn sich die beiden lang nicht gesehen haben.
 
  • #6
weiß gar nicht warum du darüber überhaupt nachdenkst. Vergiss sie, so wie es läuft läuft es. du musst niemandens liebling sein.
 
G

Gast

  • #7
Die Meinungen werden hier sicherlich weit auseinander gehen. Meiner Meinung nach sollte die Beziehung Vorrang haben, was eigentlich selbstverständlich sein sollte. Ich denke daher das der Zeitpunkt schon etwas früh ist, wenns dir nicht gefällt, solltest du mit ihm darüber und über deine möglichen Grenzen reden. Ich denke in deiner Formulierung steckt etwas Mißtrauen, da du wie es scheint nicht alles über sie weißt. Kritisch wird es nur, wenn er Treffen mit ihr verheimlicht. Im Moment würde ich aber nur "zuschauen".
 
K

KleinK.

  • #8
Hallo,

ich (w, 26) würde Dir raten, zu versuchen mit ihr auszukommen. Ich finde es ganz furchtbar, wenn sich neue Partner gegen alte Freundschaften stellen. Gib ihr noch eine Chance. Vielleicht war sie auch nur unsicher und hat Angst, dass Du gegen sie sein und die Freundschaft boykottieren könntest. Allerdings alles in Maßen! Sollte sie sich trotz Deines Bemühens nicht besser verhalten, dann denke ich, kannst Du das Deinem Freund auch sagen. Pass nur auf, wie Du das machst. Bei solchen Dingen wird Frau ja gerne in die Zickenschublade gesteckt!

Ich drücke Dir die Daumen! Gruß,
K.
 
G

Gast

  • #9
Hallo -

Ich habe die Frage mit grossem Interesse gelesen, weil ich das Thema kenne und die gleiche Frage stellen wollte!

Ich kam immer schlecht als Frau (45 Jahre) mit den sogenannten "platonischen Freundinnen" klar (in meinem Fall waren das 5-6 Frauen, mit denen er ständigen Kontakt / Besuche Telefonate / etc ? ...? hatte). Das hat mich enorm gestört, aber ich war immer unsicher, ob ich nicht zu konservativ und unaufgeschlossen war. Freundschaften sollten selbstverständlich nicht gelöst werden, wenn jemand eine Partnerbeziehung eingeht. Aber was ich mich immer gefragt habe ist, warum ein Mann fast ausschliesslich weibliche Freunde hat. Ist das nicht etwas seltsam?

Grund für meine Haltung ist, dass ich meine, dass ich mit so einem Partner nicht auf die Dauer hätte auskommen können, weil ich annehme, dass er, falls mal Probleme in unserer Beziehung aufgetaucht wären, sich bei den Freundinnen ausgesprochen (oder mehr...) hätte, anstatt das Problem mit mir zu bearbeiten und unsere Beziehung zu festigen.

Ich habe einfach zu grosse Bedenken, mein Leben an einen Mann zu binden, der so ist und m.E. einfach noch nicht weiss, was er will.

Ich möchte nicht nur die Frau zu Hause sein, die alles regelt und treu ist, während er sich noch andere Möglichkeiten offen hält.

Ich meine, ein erwachsener Mann mit festen Bindungsabsichten (ich spreche in meinem Fall von einem 48 Jährigen) sollte doch langsam wissen, dass eine Frau, die wie ich auf ehrlicher Partnersuche ist, so einen Zustand nicht ernst nehmen kann. Ich würde sehr gerne die Meinung anderer Männer / gerne auch in diesem Alter dazu erfahren.

Liebe Grüsse
M.M.
 
  • #10
@#8 also ich bin auch so ein mann. mein freundeskreis ausserhalb meines kampfsport trainings und dem beruf ist aussschließlich weiblich.

hat bei mir 2 gründe 1. bin ich von einer horde frauen aufgezogen worden und interessiere mich deshalb kaum für typische "männer" sachen also autos, motorsport, fußball ( sport passiv allgemein), alkohol... das einzige interesse, dass ich uneingeschränkt teile sind frauen und dazu habe ich natürlich eine ganz andere startposition und betrachte andwere männer als konkurenz, warum mir die freiwillig ins haus holen.

der zweite grund ist, ich bin von hausaus nicht der offensive kontakttyp und nach dem ich mein ganzes leben einmal resetet habe und einen neuen freundeskreis aufgebaut habe, waren das natürlich auch wieder frauen, ich ziehe ja nicht aus und quatsche einen mann an *lol*
 
G

Gast

  • #11
Hi Thomas,

Ok danke- das ist ja interessant. So habe ich die Sache noch nie gesehen. Wärest Du denn umgekehrt auch tolerant, wenn Deine Partnerin so eine ganze Reihe männlicher Freunde hätte? Würde Dich das nicht verunsichern? Mich hat das immer gestresst, weil ich mich immer in einer Konkurrenzsituation gefunden habe. Alles viel zu anstrengend auf die Dauer. Ich habe mich nicht als etwas Besonderes für ihn gefühlt, sondern nur eben als eine von x anderen.... Naja, Deine Gründe verstehe ich auch, aber ich glaube, ich hätte damit auch weiterhin etwas Schwierigkeiten...

Grüsse, Monika
 
G

Gast

  • #12
Also für mich wäre das nichts, wenn meine Freundin x enge Männerbekanntschaften hätte. Egal, ob man sich das rational schönreden kann oder nicht. Wäre für mich emotional echt belastend. Wäre vielleicht sogar ein Grund, auf die Beziehung zu verzichten, wenn eine Frau derart enge Bekanntschaften zu Mänern pflegt.
 
G

Gast

  • #13
Frage an #11: ja ich stimme Dir zu - das ist ja genau mein Problem. Soll ich das meinem Partner zugestehen, mehrere Frauenfreundschaften mit täglichem Kontakt/Telefonaten/Besuchen zu pflegen?
Mir ist das auch zu viel. Was denken die Männer darüber? Ist so ein Verhalten unter Männern als akzeptabel anerkannt oder nicht auch etwas seltsam? Macht ein Mann mit ernsten Absichten so was?