• #181
Bei uns gehen (glaubhaften) Gerüchten zufolge die Parties aufgrund der verhängten Ausgangssperren schlicht länger, also von 20 Uhr bis 5 Uhr (BW).
Wäre mir zu anstrengend, bietet zudem keine Livemusik o.ä. und bei einer Polizeirazzia wie ein Halbstarker vorgeführt und kostenpflichtig belehrt zu werden ist auch nicht meins.

Letzlich je größer die Gruppe umso wahrscheinlicher, dass dann doch ein Nachbar die Polizei ruft.

Openair hatte ich erst am letzten späten Samstag Abend Kontrollen an einem Skateboard Platz beobachtet.
Ich denke schon, dass die gefühlte Belastung zunimmt, das merke ich für mich persönlich ebenso wie in meiner Umgebung. Weniger Bewegung, mehr Essen, mehr Alkohol. Insgesamt eine sehr ungesunde Entwicklung, die sich vermutlich auch bei Drogen niederschlägt.
Ja. Ich kompensiere zwar nicht mit Alk aber zum Teil mit Süßwaren und zur alternativen Freizeitgestaltung gehört halt viel Sitzendes.

Abends nach Homeofficeschluss ist es auch nicht so attraktiv draußen etwas zu machen (eine Ausgangssperre gibt es hier nicht).

Ich versuche daher bis zum frühen Nachmittag eine längere Outdoorpause ohne Maske zu machen um neben Bewegung auch frische Luft und Sonne zu tanken.

Letzteres dürften jene die mit Drogen kompensieren stärker als ich vernachlässigen. Das Business der Nachbarschaftsdealer läuft aber auch sichtbar am Tag. Da sie mich vom sehen kennen bemühen sie sich nicht ihr Treiben mir ggü. zu verdecken, quatschen mich aber auch nicht an.
 
  • #182
Rausch ist anziehend und golden.

Wäre ich nicht seit Jahren in Therapie und würde mit meinem Therapeuten regelmäßig den Wunsch nach einem Rausch besprechen würde ich schon längst wieder trinken. Das ist im Übrigen das einzige Thema bei dem er vehement und deutlich die Gefahren darlegt.
Das ist für dich so.
Für mich nicht. Ich mag den Geschmack meines Whiskeys, der Alkohol ist nicht wichtig. Wahrscheinlich würde ich mehr davon trinken, wen kaum Alk drin wäre. Oder gar keiner.

Im Rausch die Kontrolle zu verlieren ist für mich nicht erstrebenswert. Ich mag kein Cola zum Steak - ich mag ein Bier. Daheim trinke ich ein normales .... bin ich mit dem Wagen unterwegs eben ein alkoholfreies. Oder auch 2 oder 3 ......
Dafür kann ich mich gar nicht gezielt betrinken. Für dich wäre das wohl grausam, wenn ich irgendwann sage: "Ich mag nicht mehr, mir schmeckt es nicht mehr". Weil ich ja nie zu deinem Gold, dem Rausch, komme.

Hast du noch nie erlebt, was Menschen für Blödsinn machen, wenn sie im Vollrausch sind und eben nicht einfach einschlafen? Gerade bei einigen Drogen gab es schon mehr als einen, der meinte, fliegen zu können. Klappt aber nicht ..... manche nehmen Messer oder Schere und stechen wild auf jemanden ein oder verletzten sich selbst .........

Ne du, sei froh,@Dianthus , dass du darüber reden kannst. Denn dein Verhalten ist etwas ganz anderes als das vom Tigerentenfreund. Rausch hast du nicht unter Kontrolle, Genuss schon. Und genau an diesem Punkt muss man genau nachschauen, um einen Rat zu geben .....
 
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  • #183
Ich denke auch, dass der Druck unter Drogendealern wohl sehr zugenommen hat,
Also hier gehen gerade die Marihuanapreise durch die Decke!
Marihuana ist eine Droge die Corona-geeignet ist. Drei Joints und du liegst auf dem Sofa und Corona ist dir egal.
Kokain ist eine Partydroge, die aufputscht. Keine Party, also kein Koks. Also nicht wirklich für die langen Fernsehabende geeignet.
Wie es mit Alkohol aussieht entzieht sich meiner Kenntnis.

Ansonsten mache ich mal den nach, desssen Name ich nicht mehr nenne:
Der Freund der FS ist Konsument und kein Süchtiger.
Man kann gegen den Konsum von Kokain sein. Völlig okay, aber jeden Konsumenten gleich als Süchtigen abzustempeln ist wenig differenziertes Denken.
 
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  • #184
Warum? Welche Gründe hat er aufhören zu wollen? Welchen Leidensdruck?
Das fehlt mir hier auch. Die Motivation ist nicht klar. Weil er es will? Und wenn ja, warum.
Kein Mensch kann den Kick einer synthetischen Droge ersetzen ebenso wenig kannst du das Feeling welches er in seiner Gruppe hat ersetzen können.
Das denke ich auch. Es sei denn, man ist wirklich bereit, sich auf eine bewusstseinserweiternde Reise zu begeben. Das ist ungleich mühevoller, als der Kick durch die Droge und beinhaltet auch die Konfrontation mit dem eigenen Schatten.
 
  • #185
Ansonsten mache ich mal den nach, desssen Name ich nicht mehr nenne:
Der Freund der FS ist Konsument und kein Süchtiger.
Man kann gegen den Konsum von Kokain sein. Völlig okay, aber jeden Konsumenten gleich als Süchtigen abzustempeln ist wenig differenziertes Denken.
Schön, gefällt mir, du kannst es nicht lassen, meinen Namen auch auf diese Art und Weise zu nennen, lach🤗!
Natürlich ist er süchtig, das zeigt eindeutig sein Verhalten, auch und gerade, wie er seine Partnerin für sich manipuliert! Du wehrst dich mit Händen und Füßen, weil du ihn so gut verstehst! 😎😮
 
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  • #186
Ich versuche daher bis zum frühen Nachmittag eine längere Outdoorpause ohne Maske zu machen um neben Bewegung auch frische Luft und Sonne zu tanken.
Ich habe ja schon lange Homeoffice. Und genau das ist einer der Vorteile - du kannst deinen täglichen Spaziergang dann machen, wenn mal die Sonne da ist. Oder hier in letzter Zeit auch oft - wenn es nicht regnet oder schneit.

Gerade Menschen, die rauchen und gerne etwas trinken, gerne essen ...... achten eigentlich darauf, dies durch Zufuhr von frischer Luft auszugleichen. So ist meine Erfahrung .....

Wie schaut es in diesem Punkt bei deinem Freund aus ? Sport und frische Luft -gehört das zu seinem Tagesablauf ?
 
  • #187
Der Freund der FS ist Konsument und kein Süchtiger.
Warum verhält er sich dann so?
dass er niemals die Drogen mir vorziehen würde, aber dass er eben seinen Freundeskreis nicht aufgeben wolle und er versuchen wird, hier künftig standhafter zu bleiben.
Ich meine "dass er versuchen wird standhaft zu sein"? Keine Frage der Sucht sondern rein taktisches manövrieren um sowohl die Freundin zu halten und parallel weiter zu koksen?

Warum besucht er Kokspartys wenn er angeblich nicht koksen will?

Die Alternative ist, dass er zwar nicht süchtig ist, was ich bezweifle, dann aber seine Freundin bewusst belügt. Auch ein Grund eine Beziehung in Frage zu stellen.

Du bist aus der Sicht der FS quasi auf der dunklen Seite der Macht. Jemand der niemals willens war eine Familie zu gründen oder dies einfach nicht konnte, warum auch immer. Dein Verständnis für solche Wünsche ist daher gering oder überhaupt nicht vorhanden.

Vielleicht gibt es dazu auch einen Zusammenhang mit deinen Marihuana Kenntnissen.

Die Dealer hier waren im ersten Lockdown aufdringlich. Vielleicht gab es damals einen Engpass. Im aktuellen zweiten Lockdown sind sie entspannter.
 
  • #188
Nun ist es so, dass er bei Weitem nicht täglich kokst, er sich auch definitiv unter Kontrolle hat, aber es eben doch so einmal im Monat, manchmal alle zwei Monate vorkommt. Sein enger Freundeskreis ist da noch extremer, bei denen geht es teilweise wöchentlich zur Sache.
Er sagt mir offen, wenn ich frage, ob er was genommen hat. Er weiß, dass es mich sehr stört. Nach unserem letzten Streit deswegen hat er den Vorsatz gefasst, damit aufzuhören. Er will es zumindest versuchen.
Er hat nicht den Vorsatz gefasst, das hat er gesagt, um dich zu beruhigen. Der letzte Satz klingt nicht nach ernstgemeintem Vorsatz.

Da die Freunde um einiges heftiger drauf sind, geh ich davon aus, dass er früher auch wesentlich mehr konsumiert hat. Jetzt erlaubt er es sich nur noch hin und wieder, vielleicht wegen gesundheitlicher oder finanzieller Aspekte. Aber wollen tut er immer noch.

Dieser Abend ist sowas wie sein Highlight des Monats. Der Rest ist grauer Alltag und wenn er dich nicht hätte, würde er sicher ganz schnell wieder tiefer da drinhängen.

Wie sieht eigentlich der Tag danach aus? Ist er da schlecht drauf und hat keine Lust, was zu unternehmen?
 
  • #189
Schön, gefällt mir, du kannst es nicht lassen, meinen Namen auch auf diese Art und Weise zu nennen, lach🤗!
Natürlich ist er süchtig, das zeigt eindeutig sein Verhalten, auch und gerade, wie er seine Partnerin für sich manipuliert! Du wehrst dich mit Händen und Füßen, weil du ihn so gut verstehst! 😎😮
Sehe ich auch so. Und ja, ich habe jahrelang mit Süchtigen gearbeitet und kann das beurteilen (zumindest DAS, was die FS schildert). Sie hat absolute Klischées für Abhängige genutzt, die ich schon zig mal gehört habe. Auch das Verhalten innerhalb der Partnerschaften, wo ich durchaus auch beide vor mir sitzen gehabt habe, die ganzen Dynamiken, sind absolut klassisch. Aber @godot scheint von Sucht und von dem Milieu nicht viel Ahnung zu haben, denn jemand, der sich wie ein Süchtiger VERHÄLT einfach als Kosument zu BETITELN setzt schon eine gewisse Unkenntnis voraus. Seis drum. @Dianthus verharmlost die Wirkung immer noch, betreibt wie der Freund der FS Schuldumkehr (und merkt es nicht mal?) und kennt nicht einmal den Unterschied zwischen Genuss und Rausch, wie @Tom26 das sehr verständlich schilderte. Es ist interessant, wie viel solche Beiträge doch offenbaren. :) Ich denke allerdings, dass die FS sich auch nicht mehr melden wird, da die Konfrontation mit der harten Wahrheit oft nicht gesehen werden möchte und sie, so denke ich, auch noch nicht so weit ist (wie der Inspi zu sagen pflegt "noch nicht genug leidet").
 
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  • #190
Es gelingt mir nicht, über die Drogen einfach hinwegzusehen, es abprallen zu lassen. Es stört mich einfach so sehr.... ich mache mir vor allem jedes Mal Sorgen, ob er heil nachhause kommt. Wenn ich ihm das alles sage, banalisiert er die Drogen
Entschuldigt, ich hab nicht den kompletten Thread gelesen. Vllt habe ich keinen neuen Input, aber immerhin war ich mal in einer ähnlichen Situation wie die tigerente.

@FS: Fakt ist, du magst es nicht, dass er kokst. Nach den ganzen kritischen Einlassungen hier ruderst du aber zurück und schließt dich den Sichtweisen an, die dir das rudern erlauben. Würdest du dir professionellen Rat holen, würde man dir sagen, ehrlich zu sein und v.a. zu bleiben. (Keine Sorge, ich hab auch geredet wie du). Jeder ist für sein eigenes Leben verantwortlich und für seine eigene Gesundheit. Wenn er mit seiner Gesundheit schlecht umgeht, dann ist das komplett seine Sache.

Du magst es nicht, wenn er kokst. Du magst ihn nicht, wenn er high ist, du magst nicht, wenn er unter irgendwelchen Nebenwirkungen leidet, was bedeutet, dass er dir keine Zeit oder Aufmerksamkeit widmet. Du magst seine Freunde nicht und du magst nicht, dass die Drogenfreunde solche Prio haben in seinem Leben. Du magst ihn nicht, wenn er die Gefahr bagatellisiert.

DAS solltest du ihm sagen.

Nichts anderes ist gemeint mit: die Droge oder ich.

Er kann sich dann klar positionieren. Er kann sagen : ok, wenn es dich so stört, dann höre ich auf. Oder er kann sagen, ok, ich höre aber nicht auf, du musst dich arrangieren.

Es gibt für dich 4 Möglichkeiten.

1. Weiter nörgeln, weiter leiden
2. Aufhören zu nörgeln, akzeptieren, wie es ist, ihn annehmen, wie er ist
3. Ihn bitten, dir zuliebe das Koksen komplett einzustellen, und falls er es nicht möchte, dich trennen, trauern und neu aufstellen. (Pistolenmethode)
4. Dich gleich trennen.

Ich schätze, du wirst (1) wählen - das ist Variante Co-Abhängigkeit. (2) ist unrealistisch - du magst sein Koksen nicht, und würdest du seinen Konsum anders sehen, hättest du hier nicht gepostet. Du kannst ihn SO nicht annehmen (dein gutes Recht), aber höre auf, ihm das vorzugaukeln, indem du von "Sorge" redest. (3) wäre und war mein Weg, zu diesem wurde mir professionell geraten, und ich habe es durchgezogen. Es war schwer für mich, aber ich habe es nicht bereut. (4) wirst du nicht wollen, deinen Beiträgen nach zu urteilen.

Bitte befasse dich ernsthaft mit dem Thema Co-Abhängigkeit - am besten geht das mit professioneller Hilfe. Du kannst dann besser einschätzen, ob du nur in einer für dich unbefriedigenden Situation bleibst, weil du nicht anders kannst, oder weil du es wirklich möchtest, weil es REALISTISCHE Chancen auf Veränderung gibt. Bei beiden Varianten würdest du die Unterstützung bekommen, die du brauchst, um den Weg der Veränderung zu gehen.
 
  • #191
Da die Freunde um einiges heftiger drauf sind, geh ich davon aus, dass er früher auch wesentlich mehr konsumiert hat. Jetzt erlaubt er es sich nur noch hin und wieder, vielleicht wegen gesundheitlicher oder finanzieller Aspekte. Aber wollen tut er immer noch.
Ich glaube nicht, dass es weniger geworden ist, das sagt er nur, um zu beruhigen, man muss doch als Partnerin sehen, was falsch läuft!
Dieser Abend ist sowas wie sein Highlight des Monats. Der Rest ist grauer Alltag und wenn er dich nicht hätte, würde er sicher ganz schnell wieder tiefer da drinhängen.
Diese Aussage muss doch noch viel mehr motivieren, ihn zu verlassen, es kann doch nicht sein, dass die Partnerin seine Suchtprobleme kompensiert, dann soll und muss er eben noch tiefer fallen, damit er zum Lernen kommt!
Ich denke allerdings, dass die FS sich auch nicht mehr melden wird, da die Konfrontation mit der harten Wahrheit oft nicht gesehen werden möchte und sie, so denke ich, auch noch nicht so weit ist (wie der Inspi zu sagen pflegt "noch nicht genug leidet").
Genau, es muss mit dem Leiden noch viel stärker kommen!
@FS: Fakt ist, du magst es nicht, dass er kokst. Nach den ganzen kritischen Einlassungen hier ruderst du aber zurück und schließt dich den Sichtweisen an, die dir das rudern erlauben. Würdest du dir professionellen Rat holen, würde man dir sagen, ehrlich zu sein und v.a. zu bleiben. (Keine Sorge, ich hab auch geredet wie du). Jeder ist für sein eigenes Leben verantwortlich und für seine eigene Gesundheit. Wenn er mit seiner Gesundheit schlecht umgeht, dann ist das seine Sache.
So ist das!
Bitte befasse dich ernsthaft mit dem Thema Co-Abhängigkeit - am besten geht das mit professioneller Hilfe. Du kannst dann besser einschätzen, ob du nur in einer für dich unbefriedigenden Situation bleibst, weil du nicht anders kannst, oder weil du es wirklich möchtest, weil es REALISTISCHE Chancen auf Veränderung gibt. Bei beiden Varianten würdest du die Unterstützung bekommen, die du brauchst, um den Weg der Veränderung zu gehen.
Das wird FS nicht machen, sie hat Angst vor der echten Wahrheit, das sehen wir auch hier, solange sie unverändert das so halten will, muss sie eben noch extrem viel mehr ins Leiden kommen! 😮
 
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  • #192
Denn dein Verhalten ist etwas ganz anderes als das vom Tigerentenfreund. Rausch hast du nicht unter Kontrolle, Genuss schon. Und genau an diesem Punkt muss man genau nachschauen, um einen Rat zu geben ..
Kannst du das irgendwie anders formulieren. Ich verstehe das nicht.

Zu dem Blödsinn von Leuten im Rausch:
Ja, da kenne ich leider einiges im engsten und im weiteren Umfeld (Sprünge vom Hochhaus, eskalierende Gewalt, Psychosen und noch ekligeres).

Mein wichtigster Junge im Leben (das klingt so theatralisch, aber letztlich habe ich nie wieder jemanden so nah an mich herangelassen) hat sich bei regelmäßig die Seele aus dem Leib gekotzt, weil er irgendwas nicht vertragen hat.
Das war schlimm, aber primär deswegen weil wir so jung waren dass wir (ich) nicht verstanden haben wie sehr alles den Bach runter geht.

Auch wenn es hier irgendwie anders klingt.
Ich halte Drogen nicht für harmlos ( @Queequeg ).

In meinen Augen ist Rauschgift insbesondere für junge Menschen (deren Hirnentwicklung noch nicht abgeschlossen ist) hochriskant. Daher sollte Cannabis auch legalisiert werden, da so der Zugang zu Cannabis für Leute unter 21 erschwert wird. Heutzutage ist Gras für Minderjährige einfacher zu erhalten als Alkohol.
Doch der Mann hier ist 35 und hat keine Kinder.
Es gibt Menschen die können konsumieren ohne Abzurutschen.

Zudem klingt bei der FS nirgendwo etwas riskantes durch. Der Mann arbeitet, scheint psychisch relativ stabil zu sein und konsumiert nur alle paar Wochen.

Soll er doch.
Darin sehe ich wahrlich kein Problem.
 
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  • #193
Soll er doch.
Darin sehe ich wahrlich kein Problem.
Na ja, aber die FS ja schon! Dein Rat wäre doch nicht zu sagen, stell dich nicht so an, mag jetzt was, was du nicht magst, oder?

Der Mann arbeitet, scheint psychisch relativ stabil zu sein und konsumiert nur alle paar Wochen.
Das kannst du, glaube ich, nicht beurteilen, niemand kann das hier.

Fakt ist, wenn einer in der Beziehung das Rauschmittel ablehnt, dann ist beim anderen die Versuchung übergroß, den Konsum klein zu reden (oder zu verbergen). Also immer dann, wenn die Beziehung aufrecht erhalten werden soll. Bei demjenigen, der das Rauschmittel ablehnt, ist die Versuchung übergroß, nicht richtig hinzusehen. Den Konsum des Partners ebenfalls - phasenweise - zu bagatellisieren. Auch immer dann, wenn die Beziehung aufrecht erhalten werden soll. Und am Ende kommt nur Murks raus. (Murks =Leiden)

Ich bin nicht deiner Ansicht, @Dianthus, aber ich finde deine Sicht sehr interessant. Was ich dich fragen wollte : du sagst du trinkst nicht, und dein Therapeut hält dich davon ab. Gleichzeitig sagst du, du hättest nie ein Suchtproblem gehabt. Wie geht das zusammen?

Hut ab, übrigens, dass du es schaffst, trocken zu bleiben (oder hab ich was missverstanden?) — das ist eine große Leistung.
 
  • #194
du schlitterst volle Lotte in eine Coabhängigkeit.
Hinterfrage doch einmal deine Rolle in eurem System.
Du BIST bereits Co-abhängig!

Du bildest gerade ein üppiges Helfer-Syndrom aus! Und verrätst Deine Werte!

Allein sein Satz: "Ich VERSUCHE ja,...". Ein Mensch, der sagt, er "versuche" XY... macht eben genau XY NICHT!

Du wirst auch die vielen kommenden nächsten Male weiter leiden, denn er wird NICHT damit aufhören, sich Koks reinzuziehen! Und Du wirst leider auch da noch lange, lange, lange nicht gehen (können). Du liebst ihn nicht, sonst würdest Du auch seine Kokserei lieben, Du bist emotional abhängig von ihm! Du wirst génau so schwer von ihm loskommen, wir er von seinen Drogen. Vielleicht gelingt es Dir, Dein Leiden kurzfristig zu unterdrücken, Dir weiter alles schön zu reden. Es wird Dich aber leider noch gnadenlos einholen!
 
  • #195
Zudem klingt bei der FS nirgendwo etwas riskantes durch. Der Mann arbeitet, scheint psychisch relativ stabil zu sein und konsumiert nur alle paar Wochen.

Soll er doch.
Darin sehe ich wahrlich kein Problem.
Ja, damit magst du recht haben, du arbeitest dich hier aber an einem Thema ab, um das es gar nicht geht.

Es geht nicht darum, ob es ein Problem ist, was dieser Mensch tut und warum, sondern dass die FS ein Problem hat, hinter welchem sie nicht stehen kann und sich selbst solange verbiegt und ihre Toleranzgrenzen solange verschiebt, bis sie glaubt, dass es passt. Wird es aber nicht, wenn sie Drogen ablehnt, wird sie damit immer ein Problem haben.

Was dieser Mensch tut und lässt, ist erstmal seine Sache. Er kann soviel koksen, wie er will, wenn es ihm Spaß macht. Was fremde oder einfach nur bekannte Leute im Umfeld außerhalb meiner Wohnung und meiner Anwesenheit machen, ist mir gelinde gesagt, egal. Aber doch nicht als Partner in einer zukunftsgerichteten Beziehung, in der man was zusammen aufbauen will, eine gemeinsame Vision hat (bei diesem Thema eher lustig ;-) ) und nicht nur zusammen ist, weil man sonst alleine wäre. Ich schreite nur ein, wenn jemand um Hilfe bittet, alles andere lasse ich laufen, solange es mich nicht persönlich einschränkt, bzw. stört. Eigenverantwortung ist da das Stichwort. Der Partner der FS entscheidet also eigenverantwortlich über seinen Konsum. Die Motivation, wieso, weshalb, warum er konsumiert, ist mir ebenso schnuppe. Ob er ne schwere Kindheit hatte und irgendwelche Traumata kompensieren möchte, alles seine Sache. Es gäbe Alternativen zur Verarbeitung von Traumata, aber manche Menschen müssen eben noch ein paar Runden gehen, bevor sie Alternativen erkennen können. Manche lernen es nie und manche noch später. Soweit so gut.

Es geht hier darum, dass die FS offenbar Drogenkonsum per se ablehnt. Und trotzdem mit jemandem zusammen ist, der Drogen konsumiert. Je mehr ich darüber nachdenke, merke ich eigentlich erst, wie schräg das überhaupt ist. ;)

Das ist hier ein typischer Fall von inkonsequentem Handeln und dem Überhören eigener Bedürfnisse. Die FS muss nicht dazu gebracht werden, Verständnis für IHN aufzubringen, oder in dieser Hinsicht kompromissfähig zu werden. Nein, sie muss dazu gebracht werden, ihre Bedürfnisse mit Rückgrat vertreten zu können, und sich nicht voll labern zu lassen. Sie hat Drogenkonsum für sich eindeutig als nicht akzeptabel identifiziert, wieso steht sie dann nicht dahinter? Wieso kommt sie mit jemandem zusammen, der bekanntermaßen Drogen nimmt, obwohl sie Drogenkonsum ablehnt? Das ist nicht logisch nachvollziehbar, und auch hier wieder: Die FS muss wahrscheinlich noch ein paar Runden gehen, bevor sie klarer sehen kann, was sie sich in ihr Leben holen will und wie sie es wieder los wird. 🤷‍♀️
 
  • #196
Aber @godot scheint von Sucht und von dem Milieu nicht viel Ahnung zu haben, denn jemand, der sich wie ein Süchtiger VERHÄLT einfach als Kosument zu BETITELN setzt schon eine gewisse Unkenntnis voraus.

Ich wiedehole hier meine Argumentation aus Beitrag 144:
Der Mann konsumiert das Kokain nur in einer bestimmten Situation. Er konsumiert nicht in seinen eigenen vier Wände. So wie ich die FS gelesen habe konsumiert er, aber er besitzt es nicht (Im Sinne von 'mit nach Hause bringen - juristisch sieht es wohl anders aus wenn der Freudeskreis das Koks zusammen kauft). Das ist doch kein 'Süchtiger'.

Ich ergänze noch,. Ich habe in meinen Leben drei Freunde / Bekannte verloren. Zwei durch Alkohol und eine durch Heroin. Ich weiss also wie Süchtige sich verhalten.

Das was hier als typisches Verhalten eines Süchtigen interpretiert wird, ist das typische Verhalten eines Menschen, der von einem anderen stark unter Druck gesetzt wird. Zugegeben der Freund der FS argumentiert weder geschickt noch verhält er sich schlau. Würde er eine gefährliche Sportart ausüben (ich denke an Gleitschirmfliegen und Motorcross) und die FS hätte etwas dagegen würde er ähnlich argumentieren. Und niemand würde ihn Sucht unterstellen.

Mir geht es hier nur um die Abgrenzung zwischen Sucht und Konsum. Dramatisierung bringt uns und die FS nicht weiter.
Wenn die FS mit dem Drogenkonsum (nicht der Drogensucht) nicht klar kommt dann muss sie halt die Konsequenzen ziehen.

@Rabentochter hat die Möglichkeiten gut aufgelistet.
 
  • #197
So also jetzt mal Butter bei die Fische! Mein Freund ist weder kriminell noch absturzgefährdet, noch ist er Dealer, notorischer Lügner oder als was auch immer einige ihn hier hinstellen wollen! Das verbitte ich mir doch sehr, solche Behauptungen, die jeglicher Grundlage entbehren und einfach mal aufgestellt werden, weil sie ins Klischee passen.

Mein Freund hat einen sehr guten Job, ist gebildet, hat kürzlich nebenberuflich ein zweites Studium abgeschlossen. Er kokst einmal im Monat und nicht jeden Tag. Er geht auch auf meine Drogenparties, sondern trifft sich mit seinen 2-3 besten Freunden, die eben auch konsumieren bzw. die teilweise wirklich deutlich heftiger drauf sind und bei denen es schon öfter vorkommt (sind aber ebenfalls kleine klischeehaften “Assis”, im Gegenteil. Da sind Ärzte, Anwälte dabei). Mein Freund hätte dafür gar nicht die Zeit und nachdem wir durch die aktuelle Situation viel Zeit verbringen, weiß ich auch, dass es bei ihm nicht öfter vorkommt sondern eben so etwa 1x im Monat. Ich weiß auch, dass es früher, vor unserer Beziehung, mehr war, das hat er offen gesagt.

Sein erstes Mal, als er gesagt hat, dass er aufhören will, kam von ihm aus. Ohne unmittelbare vorherige Diskussion. Er will wieder mehr auf sich schauen (ist eigentlich sehr sportlich, gern an der Natur, hat aber durch Arbeit und Studium einfach die letzten Monate sehr wenig Freizeit gehabt), gesünder leben. Er weiß, dass die Drogen ein Dreck sind und er hat auch selbst gesagt, dass er sich manchmal Gedanken wegen seiner Freunde macht. Insofern sind auch Behauptungen, er wäre da unreflektiert oder ein engstirniger Junkie nicht korrekt.

Was aber stimmt, ist, dass er gern in Diskussionen versucht den Spieß umzudrehen. Dass ich dann immer wieder mit Dingen konfrontiert werde. Das ist aber mMn keine Junkie-Eigenheit, sondern viel eher dem Charakter zuzuschreiben und wie ich sehe auch in nicht-konsumierenden Menschen häufig zu sehen.

Ach und zur Frage wie er mir gegenüber ist, wenn er drauf ist: wie wenn er betrunken ist, er trinkt ja dann meist auch Alkohol in Kombination. Etwas anhänglicher noch, liebesbedürftig. Am nächsten Tag verkatert aber selten so, dass er nur schläft oder so.
 
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  • #198
So also jetzt mal Butter bei die Fische! Mein Freund ist weder kriminell noch absturzgefährdet, noch ist er Dealer, notorischer Lügner oder als was auch immer einige ihn hier hinstellen wollen! Das verbitte ich mir doch sehr, solche Behauptungen, die jeglicher a Grundlage entbehren und einfach mal aufgestellt werden, weil sie ins Klischee passen.

mein Freund hat einen sehr guten Job, ist gebildet, hat kürzlich nebenberuflich ein zweites Studium abgeschlossen. Er kokst einmal im Monat und nicht jeden Tag. Er geht auch auf meine Drogenparties, sondern trifft sich mit seinen 2-3 besten Freunden, die eben auch konsumieren bzw. die teilweise wirklich deutlich heftiger drauf sind und bei denen es schon öfter vorkommt (sind aber ebenfalls kleine klischeehaften “Assis”, im Gegenteil. Da sind Ärzte, Anwälte dabei). Mein Freund hätte dafür gar nicht die Zeit und nachdem wir durch die aktuelle Situation viel Zeit verbringen, weiß ich auch, dass es bei ihm nicht öfter vorkommt sondern eben so etwa 1x im Monat. Ich weiß auch, dass es früher, vor unserer Beziehung, mehr war, das hat er offen gesagt.

Sein erstes Mal, als er gesagt hat, dass er aufhören will, kam von ihm aus. Ohne unmittelbare vorherige Diskussion. Er will wieder mehr auf sich schauen (ist eigentlich sehr sportlich, gern an der Natur, hat aber durch Arbeit und Studium einfach die letzten Monate sehr wenig Freizeit gehabt), gesünder leben. Er weiß, dass die Drogen ein Dreck sind und er hat auch selbst gesagt, dass er sich manchmal Gedanken wegen seiner Freunde macht. Insofern sind auch Behauptungen, er wäre da unreflektiert oder ein engstirniger Junkie nicht korrekt.

was aber stimmt, ist, dass er gern in Diskussionen versucht den Spieß umzudrehen. Dass ich dann immer wieder mit Dingen konfrontiert werde. Das ist aber mMn keine Junkie-Eigenheit, sondern viel eher dem Charakter zuzuschreiben und wie ich sehe auch in nicht-konsumierenden Menschen häufig zu sehen.

ach und zur Frage wie er mir gegenüber ist, wenn er drauf ist: wie wenn er betrunken ist, er trinkt ja dann meist auch Alkohol in Kombination. Etwas anhänglicher noch, liebesbedürftig. Am nächsten Tag verkatert aber selten so, dass er nur schläft oder so.
Na dann ist ja alles bestens. Ich habe nur mitgelesen hier, aber so langsam nervt das. Sei weiterhin glücklich mit ihm. Alles Gute.
 
  • #199
Nun, Tigerente,
Dann ist doch alles fein.

Du hast den Partner, den Du liebst und willst, er ist toll, und wenn er gelegentlich kokst, ist es ja irrelevant.

Warum, dann doch noch mal, hast Du diesen Thread aufgemacht?

W, 51
 
  • #200
Vor einigen Tagen hattest du noch ganz traurig geschrieben, du hättest nach seinen Worten seine Ehrlichkeit verspielt und müsstest dir diese erst mal zurückgewinnen. Das war, als er so spät heimkam und ihr Krach hattet.

Dann habt ihr euch jetzt also ausgesprochen und alles ist wieder gut?
 
  • #201
Es kann nicht sein was nicht sein darf.
Die Reaktion war leider zu erwarten. Bestätigt letztlich so manchen Verdacht.

Tigerente, nichts für ungut, aber lies doch bitte mal deine eigenen Beiträge.
 
  • #202
Ich habe nach wie vor ein Problem mit den Drogen und ich weiß, dass uns das ganze noch vor Herausforderungen stellen wird. Und ja, vielleicht muss ich letztendlich einen Schlussstrich ziehen, wenn sich wirklich nichts ändert. Aber ich finde es nicht korrekt, wenn hier haltlose Behauptungen aufgestellt werden, die die Situation dramatisieren bzw. nicht korrekt wiedergeben. Ja, der kKonsum stört mich und ja, er hat sich unreif und nicht korrekt verhalten und ja, es ist eine Zwickmühle, aus der ich grad noch nicht raus weiß. Wir haben aber, wie geschrieben, nochmal gesprochen und ich habe die Hoffnung, dass wir es gemeinsam schaffen - denn er ist eben nicht so ein Schuft, wie es hier durch manche den Anschein macht.

Ob es uns eh holen wird und ich am Ende doch Konsequenzen ziehen muss, wenn er sein Vorhaben nicht umsetzt, werde ich dann sehen. Es hat mir aber schon geholfen, hier unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen und auch beide Extreme.
 
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  • #203
Er weiß, dass die Drogen ein Dreck sind und er hat auch selbst gesagt, dass er sich manchmal Gedanken wegen seiner Freunde macht
Er handelt aber nicht nach dieser Überzeugung. Warum nicht?

Ist es so :

(1) Er will dich vollabern und findet die Drogen doch gut? —Das wäre keine gute Grundlage für eine vertrauensvolle, liebevolle Beziehung. Denn du findest Drogen nicht gut.

Oder ist es so :

(2) Er kann nicht anders handeln? Dann ist es offenbar doch Sucht.

was aber stimmt, ist, dass er gern in Diskussionen versucht den Spieß umzudrehen. Dass ich dann immer wieder mit Dingen konfrontiert werde. Das ist aber mMn keine Junkie-Eigenheit, sondern viel eher dem Charakter zuzuschreiben und wie ich sehe auch in nicht-konsumierenden Menschen häufig zu sehen.
Da hat du recht. Es stimmt, dass nicht nur "Junkie-Typen" "den Spieß umdrehen". Hat in der Tat was mit der Persönlichkeit zu tun.

Aber magst du solche Persönlichkeiten, die, wenn du mal ein für dich sehr wichtiges Problem besprechen möchtest, aufläufst, weil er nicht deiner Ansicht ist? Dass du nicht nur aufläufst, sondern er den Spieß umdreht?

Nein, das magst du nicht. Du magst ihn nicht, wenn er so ist. Da solltest du auch ehrlich sein zu dir und auch zu ihm und ihm das mal sagen.

Wenn du das machst, wird es einen großen hässlichen Krach geben. Du wirst dich sehr lausig und ungeliebt fühlen. Vielleicht hast du dann die Kraft zu gehen.

Aber du machst es nicht, weil DU abhängig bist. Von ihm.
 
  • #204
Was aber stimmt, ist, dass er gern in Diskussionen versucht den Spieß umzudrehen. Dass ich dann immer wieder mit Dingen konfrontiert werde. Das ist aber mMn keine Junkie-Eigenheit, sondern viel eher dem Charakter zuzuschreiben und wie ich sehe auch in nicht-konsumierenden Menschen häufig zu sehen.
Und DAS stört dich neben den Drogen nicht?! In Streitsituationen kommt meines Erachtens die wahre Persönlichkeit zum Vorschein. Meins wäre es nicht. Auf Dauer viel zu anstrengend.
 
  • #205
Kannst du das irgendwie anders formulieren. Ich verstehe das nicht.
Ok, kann ich .......

Ein bewusst herbeigeführter Rausch ist, mit seinem Leben unzufrieden zu sein und sich bewusst "wegzuschiessen". Sein Bewusstsein auszuschalten. All den Blödsinn, den wir beide beschrieben haben, in Kauf zu nehmen. Meist sind es ja gar nicht die ganz grossen Dinge - eher der Führerschein, der weg ist, die Beule am Auto, das zerschlagene Geschirr .... kann alles repariert und ersetzt werden.

Genuss dagegen ist, die Zufriedenheit mit seinem Leben zu steigern. Man kann ja auch Dinge geniessen, die null mit Rausch zu tun haben. Musik, Meeresrauschen, die Sonnenstrahlen auf der Haut oder den Anblick eines Gänseblümchens ..... Ja, Genuss kann auch Folgen haben - die sind allerdings überschaubarer.

Der ganz grosse Unterschied ist die Einstellung - ich bin zufrieden und steigere diese Zufriedenheit durch Genuss .... oder ich bin unzufrieden und kann im Rausch die Scheisse vergessen.

Dieser Unterschied ist dann auch im Suchtpotential zu bemerken. Darum sollte Tigerente auf diesen Punkt achten - und das macht sie ja auch.
 
  • #206
Aber ich finde es nicht korrekt, wenn hier haltlose Behauptungen aufgestellt werden
Das verstehe ich. Es ist hier eben anonym. Da wird wenig Rücksicht genommen. Zieh das aus dem Thread, das dir hilfreich sein kann. Machst du ja auch.

Er ist in jedem Fall süchtig. Er war rückfällig entgegen seinen Überzeugungen. Der Gedanke dahinter ist immer "ach naja dieses Mal geht noch. Ausnahme von der Regel"...
Ich glaube ihm, dass er gesünder leben will und diesbezüglich sich der Sache bewusst ist. Aber dann ist eben doch das Verlangen nach diesem vermeintlichen Spass wieder mal (1x im Monat) grösser. "Warum stört es dich so", fragt er dann.
Er ist stolz, wenn er "standhaft" war, obwohl alle Anderen gekokst habe. Wäre er nicht süchtig, müsste er nicht stolz darauf sein.

Es sind Ärzte, Anwälte, er machte ein Studium neben dem Beruf, das bedeutet viel viel Alltagsstress.
Was als gemeinsame "Jugendsünde" begann, ist jetzt Alltagsflucht. Es ist zudröhnen, um mal komplett abschalten zu können. Und es ist diese Energie, die man dann verspürt. Durch den Kater wird der Alltag dann nur noch anstrengender. Bisher war das zu bewältigen. Da ist man jung und fit und kann noch Berge versetzen. Man kann noch über 20 Stunden arbeiten. Der Erfolg treibt an. Was sie sich nicht vorstellen können, ab 30 geht das langsam bergab.

Womöglich merkt er bald, dass er einen klaren Kopf braucht, um das Pensum durchzuhalten. Dass die Droge ihn mehr ausbremst, als dass sie aufputscht. womöglich hört er auf.
Es kann aber auch sein, dass der Konsum intensiver wird. Dann nicht mehr zum Abschalten und Spass haben, sondern dann zum durchhalten.
 
  • #207
Also Drogenkonsum wäre für mich auch nicht in Ordnung, unabhängig wie oft das angeblich vorkommen würde. Aus meiner Erfahrung geht Drogenkonsum mit bestimmten negativen Eigenschaften einher. Dazu gehört manipulatives Verhalten, lügen, Vertrauen missbrauchen etc.

In meiner Familie hatten und haben meine Schwester und mein Vater Suchtproblem wie auch Drogenprobleme in der weiteren Bekanntschaft. Schon als Teenager hat meine Schwester immer Cannabis geraucht (wohl mehrmals am Tag). Wenn sie von meiner Mutter mal erwischt wurde, hat sie das verharmlost, dass sie das nur selten macht, aber Jahre später kam die Wahrheit raus. Sie selbst hat jetzt starke psychische Probleme, keinen Job.

Mein Vater trinkt seit ich denken kann, jeden Abend mindestens 6 Flaschen Bier. Das hat er aber immer offen gemacht. Trotzdem hat er Job und ein normales Leben geschafft. Meine Mutter hatte sich immer darüber aufgeregt. Selbst heute macht sie es noch. Den Mut zu trennen, hatte sie nie. Sowas kann ich natürlich auch nicht respektieren. Außerdem ist mein Vater immer Raucher gewesen. Als wir kleiner waren, hatte er angeblich mal für ein paar Jahre aufgehört. In unserem Keller roch es aber immer nach Rauch und wir haben Zigarettenpackungen dort versteckt gefunden. Im Keller ist er wohl gegangen, weil meine Mutter da nie war.

Ich schreibe das jetzt nicht, weil ich bestimmte Drogen mit Koks vergleichen will. Ich schreibe das, weil ich diese Sprüche, dass man etwas verharmlost und sich ändern will, nur zur Genüge kenne. Meistens wird das irgendwo heimlich weitergemacht.

Menschen mit solchen Eigenschaften wären nichts für mich. Selbst wenn sie angeblich offiziell aufhören, hat man doch immer Vertrauensprobleme, ob sie die Wahrheit sagen, und ob sie irgendwann nicht doch wieder damit oder sogar noch härter anfangen. Einfach eine tickende Zeitbombe.

@tigerente19 Du musst wissen, ob du das willst. Ich denke, du hast Angst, etwas zu ändern und erstmal alleine zu sein. Das kann dir keiner abnehmen. Aber mache es nicht wie andere, die immer darüber reden wollten und selbst heute noch wollen, aber zu feige sind, etwas zu ändern. Dafür kann ich echt keinen Respekt haben.
m32
 
  • #208
Der Mann konsumiert das Kokain nur in einer bestimmten Situation. Er konsumiert nicht in seinen eigenen vier Wände. ... Das ist doch kein 'Süchtiger'.

Mir geht es hier nur um die Abgrenzung zwischen Sucht und Konsum. Dramatisierung bringt uns und die FS nicht weiter.

Ich finde es schwierig, das zu beurteilen.

Bei der Masse an Konsumenten von bestimmten Drogen, Zigaretten und Alkohol genauso wie Hasch oder Kokain, gibt es reichlich welche, die den Konsum "im Griff" haben. Bei vielen fällt der Konsum nicht auf, aber natürlich haben alle das Bild vom Heroinabhängigen mit der Nadel im Arm auf dem Bahnhofsklo im Kopf. Ich denke, für manche sind bestimmte Drogen harmlos, andere gehen daran zugrunde.

Die Beurteilung ist daher eine individuelle. Die FS muss sich klar werden, ob sie mit dem Konsum ihres Partners klarkommt. Wenn nicht, sollte sie aus meiner Sicht schlicht die Beziehung beenden. Und sonst eben damit leben.

Mein Vater trinkt seit ich denken kann, jeden Abend mindestens 6 Flaschen Bier. Das hat er aber immer offen gemacht.
Meine Mutter hatte sich immer darüber aufgeregt. Selbst heute macht sie es noch. Den Mut zu trennen, hatte sie nie.

Das war bei meinem Vater genauso. Ein Leben lang Alkohol getrunken, aber nie irgendwie "in der Gosse" gelandet. Dauergenöle meiner Mutter inklusive.

Es ist völlig in Ordnung, wenn man keinen Partner haben möchte, der trinkt, raucht oder kokst. Aber dann trägt man selbst die Verantwortung dafür, sich den geeignet zu suchen.
In den wenigsten Fällen ändert sich das erst während der Partnerschaft.
Also: vorher schauen, nicht hinterher rumnörgeln.
 
  • #209
sind aber ebenfalls kleine klischeehaften “Assis”, im Gegenteil. Da sind Ärzte, Anwälte dabei).
Das ist aber auch voll das Klischee, oder? Der koksende Leistungsträger.

Dann die Unterscheidung zwischen Genuss und Rausch.
Bei Wein, Whisky etc kann ich mir noch die Unterscheidung vorstellen, Geschmack etc,da kann es auch um Genzss gehen.
Natürlich kann man den guten Wein auch benutzen, um sich abzuschiessen.
Schokolade zum Genuss ider eine Tafel auf einmal aus Frust.

Bein Kokain fallen doch diese Sinneseindedrücke weg. Da gehts doch m. E. um den puren Kick. Und, wenn man beruflich sehr erfolgreich ist, Ansehen, Status, Kohle, alles vorhandenen- braucht es noch den Kick durch Kokain?
Oder ist es doch die Kompensation für die Arbeit ? Die Belohnung, weil man so hart schuftet für den Erfolg.
Und gibts da andere Möglichkeiten für den Leistungsträger, der Segeltrip...
Aber da müsste man selber was tun.
Das Kokain kann man sich liefern lassen und auf dem Sofa konsumieren und bekommt sehr viel Dopamin auf einmal für wenig Einsatz.
Hat er dir gegenüber seine Motivation fürs Koksen dargelegt?
 
  • #210
Ich habe mir das jetzt wirklich alles durchgelesen....und danach noch einmal den Ausgangstext.

Jeder volljährige Mensch, der alleine lebt, kann ja machen, was er will, wenn er anderen nicht schadet. Du hast ihn als Drogen-Konsument kennengelernt und wohnst auch mit ihm zusammen.

Mittlerweile kommst du mit den Drogen nicht zurecht und ich glaube, wenn ich DEINE Beiträge lese, sind es die Drogen + die Persönlichkeit, die dich stören. Sieh bitte mal hauptsächlich darauf, WIE ihr streitet, seine Reaktionen, deine Hilflosigkeit....

Ich weiß ja nicht, was du möchtest...Kinder? Ist das der geeignete Partner für Kinder?
 
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