• #61
Und du verstehst offensichtlich nicht was die Dynamik eines Suchtkranken innerhalb einer Beziehung ist. Einen Suchtkranken kann man NICHT mit Ultimaten ändern. Ein Suchtkranker kann SICH NUR SELBST ändern. Ihn zu verlassen um in zu ändern wird nicht gelingen. Er muss es für sich selbst und aus eigenem Antrieb wollen. Bei solch einer Herausforderung ist eine Partnerin/ein Partner völlig fehl, denn der Suchtkranke hat mit sich selbst genug zu tun. Der Partner bewirkt in den Moment nur, dass derjenige sich unter Druck gesetzt fühlt. Seine Sucht sollte man IM ALLEINGANG angehen.
Wie @Joggerin gut am Beispiel erklärte: Eine Trennung bringt den Suchtkranken nicht dazu sich zu verändern. Die Trennung ist deshalb leider FÜR DIE FS nur die einzige Lösung.

FS: Rein aus Intresse - ist das genau der gleiche Typ, über den deine Eltern unglücklich bzgl. der Beziehungsanbahnung waren vorletztes Jahr? Wenn ja: Ich kann sie verstehen!
Ich denke, die Diskussion hat eine Dynamik bekommen, in der die Foristen sich schon lange nicht mehr auf den Eingangspost beziehen, ähnlich der stillen Post, wo Worte sich zur Unkenntlichkeit verändern. Der Freund der FS ist nicht drogensüchtig. Er kokst ab und zu. Manche rauchen ab und zu Gras oder was auch immer. Ich bin auch kein Fan davon, aber Leute, es hört sich doch mittlerweile nach Bahnhof Zoo an. Und das ist es nicht.
 
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  • #62
Deswegen sind sie ja auch Rezeptpflichtig und ihre Dosierung soll daher ärztlich gesteuert und überwacht werden.

Ärzte schludern dabei aber öfter mal bei der entsprechenden Patientenbetreuung oder konsumieren selbst. Manche haben eine überaus entspannte Haltung zu Bewusstseins erweiternden Experimenten und propagieren diese ggü. Dritten.

Hier fällt mal wieder auf, dass gerade jene die besonders stark auf die Bewahrung ihrer persönlichen Autonomie fokussiert sind hier einen entspannten Umgang mit Suchtmitteln anregen. Vielleicht korreliert beides regelmäßig?
 
  • #63
Hallo Realwoman, hab ich richtig in Erinnerung, dass du keine Muttersprachlerin bist? (falls ich mich täusche, bitte nicht böse sein)
Drogist ist eine Berufsbezeichnung. Ein Drogist arbeitet in einer Drogerie. Der Name leitet sich von der Arbeit mit Pflanzendrogen her, Tees, freiverkäufliche Arzneimittel, Vitaminpräparate etc.

Drogen sind Stoffe pflanzlichen, mineralischen und tierischen Ursprungs mit Wirkung auf den Organismus. Das kann eine heilende, berauschende oder krankmachende sein, je nach dem, wie die Droge hergestellt wird und in welcher Menge sie aufgenommen wird.
Ein berühmtes Beispiel ist der Fingerhut, der gegen Herzkrankheiten eingesetzt wird aber eben auch tödlich wirken kann.
Ein Arzneimittel auf pflanzlicher Basis besteht somit immer aus Pflanzendrogen.
Allerdings ist es heute nicht mehr so geläufig im alltäglichen Sprachgebrauch.

Deswegen ist es müßig darüber zu diskutieren, ob eine Droge zuerst als Medikament genutzt wurde oder ob man Drogen heute auch für arzneiliche Zwecke nutzt - es ist quasi das gleiche.

In diesem Thread reden wir von Rauschmitteldrogen.
 
  • #64
Rein aus Intresse - ist das genau der gleiche Typ, über den deine Eltern unglücklich bzgl. der Beziehungsanbahnung waren vorletztes Jahr? Wenn ja: Ich kann sie verstehen!
Ich habe mir deine anderen Threads angeschaut. Dein Partner hat sogar schon Potenzprobleme, was eine Nebenerscheinung von Kokain ist ( Koks-P*****).
Ui. Wenn das stimmt, dann ist es sicher alles nicht so harmlos, wie du hier schreibst...
Ich glaube auch nicht, dass man mit Ultimaten weiterkommt. Man kann nur für sich selbst überlegen, ob man das mitmachen kann oder nicht.
Unser Nachbar ist auch von "ein paar Gläschen ab und zu" zu "jeden Abend eins" zu alkoholkrank gerutscht. Die Frau hat immer gemeckert, alle anderen haben sie am Anfang ausgelacht, "ach, der trinkt doch nur ab und zu was" und waren dann ziemlich betreten, als es für jeden ersichtlich wurde und er wegen Leberproblemen in die Klinik kam (da hatte die Frau ihn aber schon verlassen). Der hat auch kurz bis vorm Zusammenbruch noch "funktioniert", d.h. gearbeitet usw. Ich finde, wenn die Partner sich anfangen, Sorgen zu machen, dann ist da meist schon was spürbar.
Ich denke, die meisten, die hier Drogen (auch legale) so locker sehen, die haben vielleicht selbst ähnliche Probleme, die sie damit gleichzeitig wegreden wollen, oder haben noch nie Fälle in der Umgebung gehabt, wo es schiefging. Ich kenne zwei Leute, die wegen Gras eine Psychose hatten (ausgelöst dadurch; das heutige gezüchtete Zeugs ist mit Hippie-Zeiten nicht zu verwechseln) und jetzt dauerhaft Medikamente einnehmen, einer wegen Pilzen, dann besagten Ex-Freund, der heute alles nimmt, was greifbar ist, und noch paar andere entfernte Bekannte, die alkoholkrank sind und deren Körper das nicht mehr lange mitmacht. Wenn man mal Drogen ausprobiert hat aus Neugier ist das auch was anderes, als diese regelmäßig immer wieder zu konsumieren, auch wenn es angeblich "nur" alle paar Wochen ist und in einem Freundeskreis zu sein, wo das noch viel häufiger genommen wird. Das wäre für mich ein Alarmsignal. Die Abstände werden schnell immer kürzer.
 
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  • #65
Und du verstehst offensichtlich nicht was die Dynamik eines Suchtkranken innerhalb einer Beziehung ist.
Natürlich verstehe ich das, aber ich verstehe nicht, warum man mit so einem Menschen zusammen bleiben soll, wenn es ein selber runterzieht und selber kaputt macht, darum geht es doch!
Die Trennung ist deshalb leider FÜR DIE FS nur die einzige Lösung.
Das ist genau meine Meinung!
Darum geht's doch nicht, es geht darum dass ich mit so einem Menschen nicht zusammen sein muss oder in Kontakt stehen muss, Punkt.
 
  • #66
Ich denke, die Diskussion hat eine Der Freund der FS ist nicht drogensüchtig. Er kokst ab und zu. Manche rauchen ab und zu Gras oder was auch immer. Ich bin auch kein Fan davon, aber Leute, es hört sich doch mittlerweile nach Bahnhof Zoo an. Und das ist es nicht.
Die FS fragt das Forum, ob es eine Zukunft mit diesem Mann gibt und was wir an ihrer Stelle tun würden. Natürlich kann es sein, dass er alles unter Kontrolle hat und auch in Zukunft nur ab und zu was nimmt. Aber selbst das führt auf Dauer zu gesundheitlichen Problemen. Und die meisten haben es nun mal nicht unter Kontrolle, da Kokain sehr süchtig macht.
 
  • #67
Hallo Realwoman, hab ich richtig in Erinnerung, dass du keine Muttersprachlerin bist? (falls ich mich täusche, bitte nicht böse sein)
Bin ich nicht, keine Sorge🤓, ja, meine Muttersprache ist Russisch. Ich kenne Drogist als Umgangssprache für Drogensüchtigen, ich weiss aber, dass Drogerie eben was anderes ist😉. Sofern ich weiss Drugs heissen auf English Medikamente.
Was zum Thema Drogen und Medikamente, Opiate und Morphine werden als Schmerzmittel eingesetzt, wobei in Amerika z. B. sehr hohe Rate an Schmerzmittelabhängigkeit gibt. Ja, Drogen waren früher Medikamente, früher war sowieso alles besser😉. Es gab sogar radioaktive Substanzen als Spielset für Kinder, aber auch Talidomid, dass leichtfertig als Schlafmittel verschrieben wurde und trotzdem schwerste Behinderungen beim Föten verursachte.
Ich finde nicht, dass wir hier vom Thema abweichen, weil die FS selber undifferenziert ist bezüglich des Konsums ihres Freundes, was auch ihre Entscheidung beeinflusst, gehen oder bleiben.
Als Betroffene kann ich nur sagen, dass die Abwärtsspirale sehr schleichend ist und eines Tages sitzt man als Co-Abhängige drin und erkennt sich selbst nicht wieder. Ich habe auch verharmlost und entschuldigt und bin selber fast daran zerbrochen.
Mein Onkel ist ausserdem an Drogen bzw. Folgen gestorben. Als Jugendlicher reingerutscht und nie mehr losgekommen, inklusive Gefängnis. Sein Freund hat meine Oma mit dem Beil fast umgebracht, sie hat ihn im Spiegel gesehen und konnte sich halbwegs abwenden, so dass er sie "nur" schwer verletzt hat. Der Onkel ist mit Anfang 40 gestorben, Zigarette im Bett und erstickt am Rauch. Er hat mit seiner drogensüchtigen Freundin Kind gezeugt, was natürlich auch irgendwann mal in die Szene reingerutscht ist.
 
  • #68
Die FS fragt das Forum, ob es eine Zukunft mit diesem Mann gibt und was wir an ihrer Stelle tun würden. Natürlich kann es sein, dass er alles unter Kontrolle hat und auch in Zukunft nur ab und zu was nimmt. Aber selbst das führt auf Dauer zu gesundheitlichen Problemen. Und die meisten haben es nun mal nicht unter Kontrolle, da Kokain sehr süchtig macht.
Es geht hierbei um einen Drogensüchtigen, es gibt nicht einen einzigen Süchtigen, der alles unter Kontrolle hat, hätte er alles unter Kontrolle, wäre er nicht süchtig! Punkt. 😎😮
 
  • #69
Deswegen sind sie ja auch Rezeptpflichtig und ihre Dosierung soll daher ärztlich gesteuert und überwacht werden.
Richtig ...
Hier fällt mal wieder auf, dass gerade jene die besonders stark auf die Bewahrung ihrer persönlichen Autonomie fokussiert sind hier einen entspannten Umgang mit Suchtmitteln anregen. Vielleicht korreliert beides regelmäßig?
Es wird sicherlich einen Zusammenhang geben. Ich persönlich verteufle Drogen nicht gänzlich und kann nachvollziehen, wenn junge Menschen damit ihre Erfahrungen machen wollen. Gleichauf bin ich aber der Meinung, dass das im Leben eines Erwachsenen nichts mehr zu suchen hat.

Ich würde mir an der Stelle der FS darüber Gedanken machen, was die Wirkung der Droge, über den Konsumenten aussagt.

Kokain hat eine starke Wirkung auf die Selbstwahrnehmung. Man fühlt sich selbstbewusster, leistungsfähiger und mindert somit Selbstzweifel, soziale Hemmungen und andere Ängste, aber eben auch sowas wie Mitgefühl.

Wieso braucht er sowas überhaupt ?

Und ich sehe da einen Zusammenhang zu seinen Potenzproblemen. Entweder ist er doch nicht so ehrlich, was seinen gelegentlichen Konsum betrifft und das hat bereits körperliche Auswirkungen, oder er hat eben größere Probleme mit sich selbst, wo man wieder bei der Wirkung der Droge wäre.
 
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  • #71
Hallo Realwoman, hab ich richtig in Erinnerung, dass du keine Muttersprachlerin bist? (falls ich mich täusche, bitte nicht böse sein)
Drogist ist eine Berufsbezeichnung. Ein Drogist arbeitet in einer Drogerie. Der Name leitet sich von der Arbeit mit Pflanzendrogen her, Tees, freiverkäufliche Arzneimittel, Vitaminpräparate etc.

Drogen sind Stoffe pflanzlichen, mineralischen und tierischen Ursprungs mit Wirkung auf den Organismus. Das kann eine heilende, berauschende oder krankmachende sein, je nach dem, wie die Droge hergestellt wird und in welcher Menge sie aufgenommen wird.
Ein berühmtes Beispiel ist der Fingerhut, der gegen Herzkrankheiten eingesetzt wird aber eben auch tödlich wirken kann.
Ein Arzneimittel auf pflanzlicher Basis besteht somit immer aus Pflanzendrogen.
Allerdings ist es heute nicht mehr so geläufig im alltäglichen Sprachgebrauch.

Deswegen ist es müßig darüber zu diskutieren, ob eine Droge zuerst als Medikament genutzt wurde oder ob man Drogen heute auch für arzneiliche Zwecke nutzt - es ist quasi das gleiche.

In diesem Thread reden wir von Rauschmitteldrogen.
In der gemeinen Umgangssprache nennt man das auch Drogisten. Überall. Das ist vielleicht der Wortbedeutung nicht entsprechend, aber what shalls.
 
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  • #72
Hier fällt mal wieder auf, dass gerade jene die besonders stark auf die Bewahrung ihrer persönlichen Autonomie fokussiert sind hier einen entspannten Umgang mit Suchtmitteln anregen.

Ejscheff, da pauschalisierst Du.
Zumindest für mich nicht zutreffend.

Ich sehe mich als jemanden, der Autonomie, Selbstbestimmung, Individualität sehr wichtig ist.

Beim Thema Drogen differenziere ich, weiche Drogen, wie Tabak, Alkohol, Cannabis - die Dosis macht das Gift, und welcher Art Umgang damit betrieben wird.

Bei harten Drogen, und da gehört für mich Kokain dazu, gibt es für mich keine Toleranz.
Die medizinische Geschichte bei Tom außen vorlassend, das ist ein Sonderfall.

Bei Alkohol (Hasch analog) kommt es darauf an - Wieviel, wann, welche Anlässe.
Beim einsamen Frustbier steige ich aus... Auch da kann ich null tolerant sein, resultierend aus den entsprechenden Erfahrungen.

W, 51
 
  • #73
Er kokst ab und zu. Manche rauchen ab und zu Gras oder was auch immer.
Hm, nun ja.

Ich stimme zu, dass ich das mit der Sucht jetzt auch nicht so direkt überbewerten würde. Es geht hier eben eher um die Lebenseinstellung des Partners, die mit meiner nicht übereinstimmen würde, und so wie es aussieht, auch nicht mit der der FS.

Ich habe in meiner Jugend auch mal gekifft, hat mir selbst nicht den gewünschten Effekt hervorgerufen, den ich mir erhoffte, außerdem war ich immer zu geizig, für sowas Geld auszugeben. Also hab ich Gott sei Dank recht schnell den Spaß dran verloren. In meinem Freundeskreis gibt es auch heute noch ein paar Leute, die "ab und zu mal kiffen". Mir geht bei denen manchmal ihre Lahmarschigkeit auf den Keks, welche sie mir unter dem Deckmäntelchen der Toleranz und Entspannung verkaufen wollen. Außerdem geht das manchmal mit für mich sehr fragwürdigen Weltanschauungen einher, aber das ist ein anderes Thema.
Ich habe in meiner Jugend auch mal ein paar Leute erleben "dürfen", wenn sie auf Koks waren. Koks macht großkotzig. Das ist für mich widerlich.

Ich kann viele Menschen tolerieren, im Grunde ist es ja jedermanns eigene Sache, mit was er sich zuballert oder auch nicht.

Aber hier geht es um eine Beziehung. Und als Beziehungspartner würden diese Menschen nicht für mich in Frage kommen. Auch nicht Menschen, die täglich ein Feierabendbier brauchen, weil ich das auch nicht in meinem privaten Rückzugsraum (zu Hause) haben will.

Und deshalb verstehe ich die FS nicht: sie hat die grundsätzliche Einstellung, das sie Drogen nicht gut findet, und wusste von Anfang an von seinem Drogenkonsum. Wieso ist sie dann eine Beziehung mit ihm eingegangen? Da braucht sie sich ja nun nicht wundern, dass er jetzt Drogen konsumiert. Und sie nun solche Probleme damit hat.

Deswegen finde ich schon, dass sie, wenn sie es wirklich so schrecklich findet, diese Beziehung konsequent beenden sollte. Meiner Ansicht nach sind Liebe und Beziehung zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Lieben kann sie ihn weiterhin, aber als Beziehungspartner taugt er halt für sie nicht.

Umerziehen wäre mir an ihrer Stelle zu blöd, denn erstens ist sie nicht seine Mutti, und zweitens machen Hedonisten sowieso nur das, was ihnen Spaß macht, und da hat halt die meckernde Freundin untergeordnete Priorität. Wie gesagt, ich würde mir das nicht in mein Leben holen. Dazu hab ich den viel zu starken Wunsch nach Durchschnittlichkeit.
 
  • #75
Ich sehe mich als jemanden, der Autonomie, Selbstbestimmung, Individualität sehr wichtig ist.
Und genau da liegt der Unterschied zu so manchen Leuten.

Die Menschen, die ihre Entscheidung treffen, nachdem sie selbst nachgedacht haben und ihren gesunden Menschenverstand eingesetzt haben vs die Leute, die keine Persönlichkeit haben und für allen Quatsch Regeln und Vorschriften benötigen, mit Freiheiten nichts anfangen können und "Moral" benötigen, wenn es keine Regeln gibt.

Vielleicht liegt genau da das Dilemma von Tigerente. Der Kerl, der seine eigenen Regeln macht und sein Leben selbst gestaltet - in den hat sie sich verliebt. Und den Koks eben als Teil davon hingenommen. Nun sieht sie ihn anders - er passt sich seiner Clique an. Und hat damit einen Teil seines Reizes verloren. Damit gewinnt ihre Abneigung gegen Drogen die Oberhand.
Ob dieser gordische Knoten durchschlagen werden kann ? Schwierig wird das in jedem Falle ....
 
  • #76
Ich sehe mich als jemanden, der Autonomie, Selbstbestimmung, Individualität sehr wichtig ist.
Hier gibt es ein inzwischen traditionelles Missverständnis zwischen uns.

Für dich sind Autonomie, Selbstbestimmung und Individualität ausserhalb UND innerhalb einer Beziehung wichtig.

Aber auch die Beziehung, ihre Verbindlichkeit und eine gewisse Nähe (z.B. zusammen ziehen) scheinen dir ähnlich wichtig zu sein.

Meine Statement ist aber an jene gerichtet die ihre Autonomie durch Vermeidung von Beziehung oder mindestens durch Unverbindlichkeit in einer Beziehung sichern müssen.

Die Korrelation Suchtmittelkonsum mit diesem Verhalten kann auf den gleichen oder ähnlichen Ursachen beruhen zumal Sucht unfähig für Beziehung (auf gleicher Augenhöhe) macht.

Selbstverständlich können Opiate oder Cannabis medizinisch eingesetzt werden und bestimmte Stimmungsaufheller wirken Kokain ähnlich.

Medikamente aus der Apotheke mit entsprechenden Wirkstoffen weisen allerdings keine Verunreinigungen und eben die richtige Wirkstoffdosierung auf.

Schwarzmarkt Cannabis ist dagegen in der Zucht auf den Rauschwirkstoff THC optimiert während das heilende CBD aufgrund seiner rauschmildernden Wirkung herausgezüchtet ist.

Warum Koks gerade in besonders extremen Jobs beliebt ist zeigt das Beispiel von @Andreas1965 mit der Hobbyhure (dieses Wording finde ich allerdings menschenverachtend).
der seine eigenen Regeln macht und sein Leben selbst gestaltet

Ich bestreite, dass jemand der regelmäßig Drogen konsumiert (egal ob Koks oder Alk) seine eigenen Regel macht und sein Leben selbst gestaltet.

Die Drogen, ihre Finanzierung und bei illegalen Mitteln die Dealer sowie die Sorge vor Strafverfolgung gestalten sein Leben und machen seine Regeln. Rausch, Unklarheit und bei Mitteln wie Koks Größenwahn statt Bewußtheit und Willensfreiheit dominieren.

Der äußere Autonomieanspruch solcher Menschen dient u.a. der Verteidigung dieses Lebensstils. Die häufige Argumentation "ich konsumiere weil es mir Spaß macht und kann jeder Zeit aufhören wenn ich das will" versucht vorhandene Autonomie und Selbstbestimmung vor zu täuschen. Auch sich selbst ggü.

Die einzige Chance der FS ist sich konsequent von ihrem Süchtigen zu abzugrenzen.
 
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  • #77
Hallo! Danke für eure vielen Antworten, wenngleich die Diskussion wohl etwas aus dem Ruder gelaufen ist.

Nein, mein Freund ist nicht drogenabhängig, das weiß ich. Er ist nicht suchtkrank, auch wenn manche das hier behaupten. Ich kenne ihn und ich weiß, dass er ehrlich zu mir ist.

Gestern hatten wir deswegen einen heftigen Streit. Er trifft sich heute mit seinen Freunden, ich habe wohl das Gesicht etwas verzogen weil ich natürlich sofort dachte "Drogen" und da kam eins zum anderen. Sein Standpunkt: Ich will ihm seine Freunde verbieten, ich bin Moralapostel, ich bin nur auf meine Wünsche bedacht. Dass er sich einen Vorsatz gefasst habe und ich ihm vertrauen solle, es aber offensichtlich nicht tu. Und dass er mir künftig lieber nichts mehr erzählen wolle.

Zugegeben, ich habe ihm eine ziemliche Szene gemacht, es hat sich einfach zu viel angestaut und ich hab in letzter Zeit sehr viel gegrübelt über das Thema. Da bin ich ausgebrochen und hab ihm viel an den Kopf geworfen. Ich will ihm seinen Freundeskreis nicht verbieten, aber hab ihm gesagt, dass ich es bedenklich finde, wenn wir nun seine Freunde mit Drogen gleichsetzen müssen. Dass ich mir eben Sorgen mache und es mir mit dem Thema nicht gut geht.

Nun denn, es gab eine lange Diskussion. Wir haben ums am Ende wieder etwas beruhigt, er war einsichtig, was meine Sorgen betrifft und meinte, er hätte den Vorsatz weiterhin aber die Entscheidung müsse eben von ihm kommen, nicht von mir. Dass er aufhören wolle aber nicht weil ich das sage, sondern dass das von ihm ausgehen müsse. Ich habe eingesehen, dass ich zu heftig reagiert habe, mein Ausbruch unüberlegt und unnötig war und ich ihm vertrauen muss.

Somit bleibt für mich: Ich will ihm glauben, ihm vertrauen und will versuchen, nicht ganz so engstirnig unterwegs zu sein. Er muss das für sich entscheiden, auch wenn ich den Drogen nach wie vor nichts abgewinnen kann. Aber ich vertraue darauf, dass er sich im Griff hat und damit aufhört. Ich liebe ihn unendlich viel und eine Trennung kommt für mich nicht in Frage, denn dazu überwiegen seine guten Seiten zu 1000%. Ich hoffe nun nur, dass dieser Streit keine Narben hinterlässt, denn er war wirklich sehr unangenehm.
 
  • #78
Hier gibt es ein inzwischen traditionelles Missverständnis zwischen uns.

Wahrscheinlich 😉.
Wobei ich nur zeigen wollte, dass eines nicht unbedingt das andere bedingt.
Übrigens halte ich Tom inzwischen mit seiner V für sehr verbindlich, es brauchte wohl den passenden Deckel.

Ansonsten schätzt Du mich inzwischen richtig ein, ja ich möchte das Alles. Was Partnerfindung nicht einfacher machte - die einen zu distanziert, die anderen ließen zu wenig Luft. Früher habe ich mich an den Distanzierten abgearbeitet.

Mir ist es allerdings egal, ob und wer was konsumiert, oder wie sie /er lebt - solange es nicht mich betrifft.

Jemanden, der mal aus gesundheitlichen Gründen kokste, und nur in dieser Zeit, den schließe ich als Partner nicht aus - jemanden, der meint kontrolliert Kokain konsumieren zu können, wäre ein NoGo.
Das ist dann die individuelle Seite, die ich mir anschaue.

In dieses Dilemma, in dem die FS nun steckt, hätte ich mich nicht gebracht.
Das ist aber vielleicht das Thema von Alter und Erfahrung. Wenn man jünger ist, ist man in manchem noch naiv.

Tigerente, nach Deinem letzten Post - Du redest es Dir schön, leider.
Aber Du wirst Deine Erfahrung machen müssen.
Ich sehe Dich auf einen guten Weg in die Co-Abhängigkeit.

W, 51
 
  • #80
@tigerente19
Also er hat den Vorsatz nicht mehr zu koksen, aber die Entscheidung noch nicht getroffen?
Aber du wirst deine Erfahrungen dann machen und herausfinden wo deine Schmerzgrenze liegt.

Zu seinen Freunden: Sollte er wirklich kein Kokain mehr zu sich nehmen, dann wird sich der Kontakt irgendwann wahrscheinlich eh reduzieren und er sich von dieser Männerrunde von allein distanzieren. Solche Menschen sind nämlich nüchtern schwer zu ertragen.
Btw. Ich finde solche Gruppen-Treffen aktuell auch ziemlich fragwürdig. Das zeugt nicht gerade von Verantwortung.
 
  • #81
Somit bleibt für mich: Ich will ihm glauben, ihm vertrauen und will versuchen, nicht ganz so engstirnig unterwegs zu sein. Er muss das für sich entscheiden, auch wenn ich den Drogen nach wie vor nichts abgewinnen kann. Aber ich vertraue darauf, dass er sich im Griff hat und damit aufhört. Ich liebe ihn unendlich viel und eine Trennung kommt für mich nicht in Frage, denn dazu überwiegen seine guten Seiten zu 1000%. Ich hoffe nun nur, dass dieser Streit keine Narben hinterlässt, denn er war wirklich sehr unangenehm.
Unglaublich, wenn ich deine gesamte letzte Post jetzt lese, du wirst und musst noch ganz schön auf die Nase fallen, bevor du bereit bist anzunehmen und zu lernen und wirst erst dann an die Beiträge von uns denken, ich kenne das alles, dein ganzes Verhalten, deine ganze Reaktion, sie sind mir nicht unbekannt, du steckst mit dir in einer sehr tiefen und schlimmen Krise, bist hochgradig manipuliert von ihm, bist hochgradig abhängig von ihm, (das ist auch eine Sucht!) du kannst für dich nicht mehr eigenständig denken, du kannst nicht mehr eigenständig, deine negativen Gefühle lenken, das wird dich noch ganz schön und bestimmt einholen, du bist nicht einsichtig, im Grunde genommen hättest du dein Problem Beitrag, gar nicht hier schreiben brauchen, weil du auf deinem Standpunkt blockiert und festgefressen bist und bleibst! Meine Mutter sagte oft zu mir: "wer nicht hören will, der muss halt fühlen und jeder ist seines Glückes Schmied" ich werde diese Sätze nie vergessen!
 
  • #82
Somit bleibt für mich: Ich will ihm glauben, ihm vertrauen und will versuchen, nicht ganz so engstirnig unterwegs zu sein. Er muss das für sich entscheiden, auch wenn ich den Drogen nach wie vor nichts abgewinnen kann. Aber ich vertraue darauf, dass er sich im Griff hat und damit aufhört. Ich liebe ihn unendlich viel und eine Trennung kommt für mich nicht in Frage, denn dazu überwiegen seine guten Seiten zu 1000%. Ich hoffe nun nur, dass dieser Streit keine Narben hinterlässt, denn er war wirklich sehr unangenehm.
Nun, dann bleibt wohl nur abwarten. Vielleicht hört er wirklich von selbst auch auf und dann würde ich denken, ändert sich eventuell eh der Freundeskreis auf lange Sicht. Jedenfalls war das häufig früher so bei so Party-Freundeskreisen; wenn einer da nicht mehr so Lust hatte auf Trinken und Feiern, dann ging es schnell auseinander, weil das die Leute zusammengehalten hat.
Den Streit kannst du ja nun nicht ungeschehen machen. Für die Zukunft ists wirklich so, dass man zwar seine Meinung deutlich sagen kann, aber ja, den anderen zwingen zum Ändern oder ihm Vorwürfe machen und ausflippen, hat da wenig Sinn (und würd mich ja auch nerven, wenn mir jemand so eine Szene macht). Du musst eben immer schauen, ob das für dich so passt und du damit umgehen kannst, wie es ist. Da du ihn mit dem Konsum kennengelernt hast, greift für mich wieder die Regel: Man kann nicht jemanden ändern, den man mit bestimmten "Makeln" genommen hat. Man kann dann immer nur akzeptieren oder gehen. Da er versprochen hat, aufzuhören und du dich nicht trennen willst, musst du da eben genug Vertrauen aufbringen, ihm auch zu glauben. Klar kann er dich enttäuschen - dann kannst du immernoch für dich die Konsequenzen ziehen. Aber vielleicht ja auch nicht. Ihm vorher zu unterstellen, dass er das eh nicht durchhält, ist ja schon verletzend.
Viel Glück!
Die Menschen, die ihre Entscheidung treffen, nachdem sie selbst nachgedacht haben und ihren gesunden Menschenverstand eingesetzt haben vs die Leute, die keine Persönlichkeit haben und für allen Quatsch Regeln und Vorschriften benötigen, mit Freiheiten nichts anfangen können und "Moral" benötigen, wenn es keine Regeln gibt.
Soll das heißen, alle, die was gegen Drogen haben, haben nicht selbst nachgedacht? :) Also, da ich ja mitten im Kiffersumpf gelebt habe, auch selbst mal gekifft, habe ich mir meine Meinung zu Drogen - legalen und illegalen - in eigener Anschauung gebildet. Daher käme für mich so ein Partner nicht mehr in Frage, einmal hat gereicht, wenn der Ex jetzt Drogendealer im großen Stil ist. Ich lasse aber anderen völlig frei, anders zu leben. Jeder sucht sich eben Partner, die ähnliche Ansichten haben wie man selbst, das ist ja bei allem so - offene Beziehung oder nicht usw. Da ist keine Meinung oder Einstellung irgendwie schlechter als die andere.
w, 37
 
  • #83

Anna, das ist ja der Punkt. wenn ich jemanden liebe ohne Ende, akzeptiere ich alles, alles was er macht. Ich vermute das sie ihn nicht über alles liebt.
Deswegen sollte es für sie ein leichtes sein und die Verbindung zu diesem Mann zu lösen.
Ich habe auch keine Co Abhängikeit empfohlen @Lionne69 , ich habe ihr nur zwischen den Zeilen zu verstehehn gegeben das die TS nicht die Liebe für diesen Mann empfindet und deswegen auch keine Zukunft in der Verbindung sehen soll.
 
  • #84
Ich hoffe nun nur, dass dieser Streit keine Narben hinterlässt, denn er war wirklich sehr unangenehm.

Er hat dir nun gesagt, was ich befürchtet habe. Er wird es dir nichts mehr erzählen, allein um weiteren Streit zu vermeiden.

Klar hat er recht, wenn er sagt, dass er es selbst entscheiden will und muss und nicht du.

Du musst nun halt entscheiden, wieviel Zeit du ihm geben willst.
Nicht als Ultimatum für ihn, nur für dich.

Er wird sich in der Zwickmühle fühlen. Wenn er aussteigt, gibt er dir nach. Das will sein Ego nicht.
Und das ist wohl das grundsätzliche Problem. Er hat ein zu kleines unsicheres Ego, er fühlt sich schnell unterlegen. Dagegen hilft dann das Kokain, gerade vor den Freunden, da will er jemand sein. Schöner, besser erfolgreicher... das wollen sie alle sein, sich zumindest so fühlen.
Heisst weiterhin, dass sie ihn nicht so akzeptieren, wie er ist. Das glauben sie wahrscheinlich gegenseitig. Keine echten Freunde eben, vor denen man auch Schwäche zeigen kann.

Wenn du ihn erstmal nicht verlassen willst, könntest du versuchen, ihn in seinem Selbstwertgefühl und seiner Selbstakzeptanz zu bestärken. In seinem alltäglichen Tun.
Ihn also nicht auf seine Schwächen hinweisen, sondern seine Stärken loben.
Im Prinzip sollte es darauf hinaus laufen, dass er das Gefühl von Stärke, was er aus dem Drogenkonsum zieht, aus sich selbst schöpfen kann. Dann bietet die Droge keinen Mehrwert mehr.


Nur so meine Theorie. Ob das funktionieren kann, insbesondere ohne dass er sich selbst mit sich auseindersetzt...keine Ahnung. Aber vielleicht einen letzten Versuch wert.
 
  • #85
Ich habe auch keine Co Abhängikeit empfohlen @Lionne69 , ich habe ihr nur zwischen den Zeilen zu verstehehn gegeben das die TS nicht die Liebe für diesen Mann empfindet und deswegen auch keine Zukunft in der Verbindung sehen soll.

Madita,
Ich lese nicht zwischen den Zeilen, sondern das, was da stand.
Und so kam es bei mir an.

Aber, Du siehst, sie liebt ihn. Wahre Liebe.

W, 51
 
  • #86
Übrigens halte ich Tom inzwischen mit seiner V für sehr verbindlich
Ich teile deinen Eindruck.

Mich interessiert auch nicht ob jemand mal gekifft, gekokst oder gesoffen hat. Mich interessiert was er daraus gelernt hat und wie er jetzt ist.
Damit dürftest Du ziemlich allein stehen. "Hure" ist die Bezeichnung, die Huren selbst für sich wollen.
Dies gilt jedenfalls für die aktivistischen Huren aus "Leidenschaft". Da diese ihre Berufung offenbar z.T. mit Drogenkonsum stützen bleibe ich skeptisch.
Nein, mein Freund ist nicht drogenabhängig, das weiß ich. Er ist nicht suchtkrank, auch wenn manche das hier behaupten. Ich kenne ihn und ich weiß, dass er ehrlich zu mir ist.
Die Standardsicht coabhängiger Menschen
Ich will ihm seine Freunde verbieten, ich bin Moralapostel, ich bin nur auf meine Wünsche bedacht. Dass er sich einen Vorsatz gefasst habe und ich ihm vertrauen solle, es aber offensichtlich nicht tu. Und dass er mir künftig lieber nichts mehr erzählen wolle.
"ich konsumiere weil es mir Spaß macht und kann jeder Zeit aufhören wenn ich das will" ein Standardspruch von Drogisten, Alkis und anderen Süchtigen.

Gehört wie "Moralapostel" und die Forderung nach Vertrauen zu dem Programm welches unter Druck gesetzte Konsumenten abspulen.
wenn wir nun seine Freunde mit Drogen gleichsetzen müssen.
Wenn seine Freunde insgesamt Konsumenten sind ist das richtig, denn deren primäre Gemeinsamkeit ist der Drogenkonsum.

Beistand z.B. in Notlagen bekommt man nie von solchen "Freunden".

Nichtkonsumenten sehen solche "Freunde" als Feinde oder zumindest Störung an. Integration in so einen "Freundeskreis" bedeutet Integration in deren Drogenkonsum.
Klar, dass es dir als nicht Teil dieses "Hobbies" schlecht geht. Dagegen hilft kein Verständnis für das Hobby sondern die eigene Abgrenzung.
Ich hoffe nun nur, dass dieser Streit keine Narben hinterlässt, denn er war wirklich sehr unangenehm.
Ganz normal. Du wolltest, dass er auf etwas verzichtet was er zum Leben brauch. Er hat es also wie sein Leben verteidigt.

Die Streitigkeiten werden häufiger und intensiver werden je mehr er in seiner Situation verharrt und du dich nicht davon abgrenzt. Das kannst du durch leugnen seiner Defizite und "lieben" niemals kompensieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #87
. wenn ich jemanden liebe ohne Ende, akzeptiere ich alles, alles was er macht.

Das mag bei dir so sein, aber allgemeingültig ist es sicher nicht.

Was du beschreibst ist Selbstaufgabe. Du stellst damit sein Handeln über deinen Selbstschutz, deine Selbstliebe, deine Verantwortung, dich selbst vor Schaden zu bewahren.

Weil du ihn liebst, darf er dich schlagen, mal provokant gefragt?

Du akzeptierst aus Liebe, wenn er kriminell ist, anderen schadet?

Also bei mir wäre es da ganz schnell mit der Liebe vorbei.
 
  • #88
Soll das heißen, alle, die was gegen Drogen haben, haben nicht selbst nachgedacht?
Ganz sicher nicht !
Wer seine eigenen Entscheidungen trifft hat meist nachgedacht. Wer aber ausschliesslich nach Regeln leben kann, wer niemals solche Regeln hinterfragt ...... der denkt nicht.

Freiheit bedeutet doch nicht, dass man all das unbedingt machen muss, was machbar ist. Die Gedanken sind frei - und jeder hat seine ganz eigenen, individuellen Gedanken. Und trifft seine Entscheidungen. Deine Entscheidungen sind oft andere als meine ..... für mich ist das ok.

Nicht ok ist für mich die Tendenz, Gedankengut quasi verbieten zu wollen, mittels irgendwelchem angelesenen und nicht verstandenem PsychoUNwissen anderen Menschen unsinnige Regeln aufzuzwingen, nur, weil man selbst nicht zu mehr fähig ist. (Ich weiss, nicht deine Adresse).

Auch Tigerente sieht das durchaus differenzierter - die Gefahr, dass es nicht passen wird besteht dennoch. Anregungen zum Nachdenken hat sie bekommen - nun liegt es an ihr.
 
  • #89
Ich teile deinen Eindruck.

Mich interessiert auch nicht ob jemand mal gekifft, gekokst oder gesoffen hat. Mich interessiert was er daraus gelernt hat und wie er jetzt ist.

Dies gilt jedenfalls für die aktivistischen Huren aus "Leidenschaft". Da diese ihre Berufung offenbar z.T. mit Drogenkonsum stützen bleibe ich skeptisch.

Die Standardsicht coabhängiger Menschen

"ich konsumiere weil es mir Spaß macht und kann jeder Zeit aufhören wenn ich das will" ein Standardspruch von Drogisten, Alkis und anderen Süchtigen.

Gehört wie "Moralapostel" und die Forderung nach Vertrauen zu dem Programm welches unter Druck gesetzte Konsumenten abspulen.

Wenn seine Freunde insgesamt Konsumenten sind ist das richtig, denn deren primäre Gemeinsamkeit ist der Drogenkonsum.

Beistand z.B. in Notlagen bekommt man nie von solchen "Freunden".

Nichtkonsumenten sehen solche "Freunde" als Feinde oder zumindest Störung an. Integration in so einen "Freundeskreis" bedeutet Integration in deren Drogenkonsum.

Klar, dass es dir als nicht Teil dieses "Hobbies" schlecht geht. Dagegen hilft kein Verständnis für das Hobby sondern die eigene Abgrenzung.

Ganz normal. Du wolltest, dass er auf etwas verzichtet was er zum Leben brauch. Er hat es also wie sein Leben verteidigt.

Die Streitigkeiten werden häufiger und intensiver werden je mehr er in seiner Situation verharrt und du dich nicht davon abgrenzt. Das kannst du durch leugnen seiner Defizite und "lieben" niemals kompensieren.
Dem ist echt nichts mehr hinzuzufügen! Absolute Klischeesprüche wie aus dem Lehrbuch. Oh je. Auch die anderen Threads der FS zeigt bereits ihre starke Co-Abhängigkeit.

FS, geh doch mal auf die Fragen ein! Ist es derselbe Typ wie aus den alten Threads (Sorge der Eltern, seine Impotenz)? Sorry, aber er steckt da wesentlich tiefer drin als du hier behauptest.

Anna, das ist ja der Punkt. wenn ich jemanden liebe ohne Ende, akzeptiere ich alles, alles was er macht. Ich vermute das sie ihn nicht über alles liebt.
Deswegen sollte es für sie ein leichtes sein und die Verbindung zu diesem Mann zu lösen.
Ich habe auch keine Co Abhängikeit empfohlen @Lionne69 , ich habe ihr nur zwischen den Zeilen zu verstehehn gegeben das die TS nicht die Liebe für diesen Mann empfindet und deswegen auch keine Zukunft in der Verbindung sehen soll.
Ach und was ist mit SELBSTLiebe?! Steht die unter der Liebe zu einem anderen Menschen? Bitte kein selbstschädigendes Verhalten hier propagieren. Was du beschreibst ist Selbstdegradierung, Abhängigkeit. Keine Liebe.
 
  • #90
Zu seinen Freunden: Sollte er wirklich kein Kokain mehr zu sich nehmen, dann wird sich der Kontakt irgendwann wahrscheinlich eh reduzieren und er sich von dieser Männerrunde von allein distanzieren. Solche Menschen sind nämlich nüchtern schwer zu ertragen.
Btw. Ich finde solche Gruppen-Treffen aktuell auch ziemlich fragwürdig. Das zeugt nicht gerade von Verantwortung.
Blauäugig so zu denken, dass er freiwillig seine Männerrunde aufgibt, seine Liebe zur Männerrunde ist vielfach stärker, als seine Liebe zu seiner Partnerin, die fehlt!😮
Vielleicht hört er wirklich von selbst auch auf und dann würde ich denken, ändert sich eventuell eh der Freundeskreis auf lange Sicht.
Auch blauäugig!😮
Da er versprochen hat, aufzuhören und du dich nicht trennen willst, musst du da eben genug Vertrauen aufbringen, ihm auch zu glauben. Klar kann er dich enttäuschen - dann kannst du immernoch für dich die Konsequenzen ziehen. Aber vielleicht ja auch nicht. Ihm vorher zu unterstellen, dass er das eh nicht durchhält, ist ja schon verletzend.
Unglaublich, so zu denken! 😮
Wenn du ihn erstmal nicht verlassen willst, könntest du versuchen, ihn in seinem Selbstwertgefühl und seiner Selbstakzeptanz zu bestärken. In seinem alltäglichen Tun.
Ihn also nicht auf seine Schwächen hinweisen, sondern seine Stärken loben.
Kopfschüttel😮
Ich vermute das sie ihn nicht über alles liebt.
Deswegen sollte es für sie ein leichtes sein und die Verbindung zu diesem Mann zu lösen.
Ebenso eine unglaubliche Ansicht, es ist explizit umgekehrt, das Problem von FS ist, dass sie ihn blind und kopflos über alles liebt, deshalb kommt sie von ihm nicht los, würde er sie schlagen, sie würde auch bleiben! Er jedoch ist ein drogenabhängiger EGOIST, liebt sie nicht, es ist also eine mir bekannte, einseitige Liebes-Beziehung, die so niemals halten kann und niemals halten wird, sie wird schon noch selbst mit der Zeit dahinter kommen, wenn es zu spät ist, mit sehr, sehr viel Herz-Schmerz, mit großer Enttäuschung und mit noch viel mehr Verletzungen, sie wird deshalb ihren zukünftigen Männern, nicht mehr vertrauen und nicht mehr glauben können, das ist dann das Ergebnis, wenn man eine solche verlogene und betrogene Beziehung aufrecht erhält!😮😮
 
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