• #1

Mein Freund hält an seiner Ehe fest und finanziert weiterhin seine Frau. Soll ich das akzeptieren?

Ich, 52 Jahre, bin seit fast einem Jahr mit meinem Partner, 62 Jahre, zusammen. Er war 27 Jahre mit seiner Frau zusammen, hat sich vor 4 Jahren getrennt und ist aber immer noch verheiratet. Er sagt, dass er mich sehr liebt, diese Ehe nur auf dem Papier besteht und er rein aus finanziellen Gründen verheiratet bleiben will, da er in wenigen Jahren in Pension geht und er auf 500 bis 600 € im Monat verzichten müsste. Ich fände eine Scheidung allerdings trotzdem wichtig, denn ich sehe darin auch einen wirklichen Abschluss dieser Beziehung und das als Grundlage für einen wirkliches Neuanfang.
Mein 2. Problem. Bei der Trennung von seiner Frau hat mein Freund seiner Frau versprochen, dass sie finanziell nicht schlechter gestellt wird als zu Ehezeiten. Sie wohnt also ohne Miete in seiner Eigentumswohnung und er zahlt nunmehr ja seit vier Jahren auch die Nebenkosten für diese Eigentumswohnung und gibt ihr zusätzlich noch einen finanziellen Ausgleich, da er mehr verdient als sie. Wir wohnen nicht zusammen, aber bei Einkäufen für gemeinsame Lebensmittel, Kino- oder Theaterbesuchen oder wenn wir mal Essen gehen, legt er schon wert darauf, dass wir uns die Kosten teilen.
Wie seht ihr das? Also das Festhalten an der Ehe und die kontinuierliche Finanzierung seiner Frau.
 
  • #2
Ist der Typ so unglaublich gut im Bett, dass das Deinen Verstand ausgeschalten hat, Du seit einem Jahr einen Verheirateten datest?

Geh allein essen und geh allein ins Kino. Sowas braucht kein Mensch.
Ändere Deine Telnr. und nimm ihm den Wohnungsschlüssel ab, falls Du ihm seinen gegeben hast und wünsche ihm freundlich alles Gute und gut is.

Was Du machst, geht gar nicht.

(Ich täte noch nicht einmal so einen als Kumpel haben wollen.)
 
  • #3
Wie seht ihr das? Also das Festhalten an der Ehe und die kontinuierliche Finanzierung seiner Frau.
Das musst DU doch wissen, ob Du mit diesem Beziehungs-Modell leben möchtest. Ich würde das niemals tun. Konsequentes Abschließen mit der Ex - emotional, räumlich und rechtlich (auch keine intensiv pflegende "Freundschaft") ist für mich die Voraussetzung für eine Beziehung. Wenn Kinder da sind, ist es selbstverständlich etwas anderes, da ist der Kontakt unerlässlich und auch ein gutes Verhältnis zueinander. Aber ich habe kein Interesse an jemandem, der noch mit einem oder sogar eindreiviertel Bein der alten Sache hängt, die ich schlimmstenfalls noch quersubventionieren darf.
Selbstverständlich soll er sein Leben so leben, wie er das für richtig hält. Ich würde nie von jemandem verlangen, wegen mir seine Überzeugungen und sein Leben zu ändern. Aber ich werde das auch nicht tun. Da sucht man sich den passenden Partner, der mit der eigenen Lebensvorstellung übereinstimmt und dann ist gut.
 
  • #4
Bei der Trennung von seiner Frau hat mein Freund seiner Frau versprochen, dass sie finanziell nicht schlechter gestellt wird als zu Ehezeiten.
Was wäre er für ein Mann wenn er einfach sein Versprechen brechen würde. Du hast dich in die Abmachungen zwischen den beiden nicht einzumischen. Ich kenne mehrere Paare, die sich in dem Alter getrennt haben aber trotzdem verheiratet bleiben. Das Argument der Männer ist dann, die Frau hat meine Kinder erzogen deshalb bekommt sie später auch meine Rente. Ein Gedanke den ich nachvollziehen kann. Für einen Abschluss brauch es keine Scheidung. Die beiden haben sich geeinigt und haben trotz Trennung einen guten Weg des Umganges miteinander gefunden den manche geschiedenen Paare nicht gefunden haben.
Bis du mit dem Mann aus Liebe oder Geldgier zusammen? Wenn es nur Liebe wäre könnte dir das doch egal sein. Eine Beziehung braucht ebenso keine Papiere wie eine Trennung. w58
 
  • #5
Du würdest doch nur jemanden alles finanzieren den du liebst. Jemanden der dir etwas bedeutet, jemanden wo du sicher sein willst das es der Person an nichts fehlen soll und dieser Person auf alle Fälle den Weg geebnet hälst, wenn diese dann zurück möchte. Umgekehrt verhält es sich ja bei Menschen die nicht sooooo wichtig sind, die, die Mann nicht liebt. Da gelten andere regelungen, da achtet man verschärft darauf das alles geteilt wird. Warum in ein Pferd investieren was zum Rennen nicht taugt. Sorry, mit Pferd meine ich dich nicht persönlich. Ich möchte dir nur empfehlen dir einen Mann zu suchen, bei dem du die Nr. 1 bist. Du wirst dich nicht aushalten lassen müssen, das glaube ich dir. Aber du bist einmalig und du bist es Wert einen Mann zu bekommen der dir die Gesten der Liebe ganz zukommen lässt und nicht einer der dir erzählt was er alles für seine Ex blecht, wie Finanzstark er ist und dann auf geteilter Rechnung im Cafe besteht.
 
  • #6
Zwar kann ich seinen Punkt verstehen, weshalb er sich nicht Scheiden lassen möchte, aber trotzdem hätte ich an seiner Stelle trotzdem den klaren Cut gemacht und mich geschieden, die Eigentumswohnung vermietet (da würde er ja vermutlich auch die Kostem wieder reingekommen?!) und hätte einen neuen Start begonnen, genau weil ich unbelastet in die nächste Beziehung reingehen wollen würde und auch nicht noch eine Ehefrau/-mann an der Backe haben wollen würde.

Mein Freund sagt immer: gekauft wie gesehen. Du bist eine Beziehung mit den Mann eingegangen OBWOHL du wusstest das er verheiratet ist und nun musst du ihn halt entweder so nehmen, mit dem evtl. Gefühl schlechter als seine Ehefrau abzuschneiden oder ihn verlassen.
Ich wäre keine Beziehung eingegangen und von daher stände ich niemals vor so einem Dilemma, aber da ich daran verzweifeln würde und mich immer mit seiner Ehefrau vergleichen würde und mich wie eine Affäre fühlen würde, würde ich mich trennen.
 
  • #7
Liebe FS, ich verstehe, dass dich das nervt. Aber ich finde es auch anständig von ihm, seine Ex, mit der er so lange zusammen war (und vielleicht Kinder hat), nicht einfach wegzuwerfen sondern sie weiter zu unterstützen. Wahrscheinlich hat sie für ihn und die Kinder auf eine eigene Karriere verzichtet und ihm den Rücken freigehalten. Oft genug hören wir doch von Männern, die während der Ehe gerne davon profitieren, dass ihre Frau den Haushalt erledigt und sich um die Kinder kümmert, nach der Trennung dann aber möglichst wenig zahlen wollen. Widerlich.

Du bist nun mal in einem Alter, in dem die meisten Menschen Altlasten haben. Dass dein Freund die Kosten für Einkäufe und gemeinsame Unternehmungen halbieren will, finde ich in Ordnung, solange er nicht Dinge kaufen oder unternehmen will, die für dich zu teuer sind. Mein Freund und ich teilen auch alles auf. Wieso auch nicht, ich suchte ja keinen Versorger.

Dass er sich nicht scheiden lassen will, kann er doch rational begründen. Wenn es finanziell wirklich so viel ausmacht, kann ich es verstehen. Du musst die Sache wohl akzeptieren. Love it or leave it.
 
  • #8
An Deiner Stelle fänd ich das auch alles blöde, aber er hat diese Absprache mit ihr, dass er sie finanziert. So hast Du das ganze "gekauft" sozusagen.
Er spart also später als Pensionär ein paar Hunderter jeden Monat. Die gibt er jetzt aber auch für sie aus, denke ich mal. Was passiert, wenn er in Pension geht? Dann geht das aufgrund der Nicht-Scheidung erhaltene Geld ja doch drauf, weil er sie weiter finanzieren "muss" wegen der Absprache.

Irgendwas ist da merkwürdig. Kommt es viel teurer, wenn er sich scheiden lässt und dann eben nicht weiter ihre Nebenkosten finanziert?

Hat er ein schlechtes Gewissen gehabt bei der Trennung? Das fänd ich interessant, ob die Trennung von ihm ausging oder er sie betrogen hatte, oder ob sie sich einvernehmlich trennten und er zu ihr einfach großzügig ist, weil sie so lange zusammen waren und sie vielleicht sich um alles gekümmert hat im Haushalt und mit den Kindern.

Naja, jedenfalls hast Du dieses Folgefrauproblem, dass bei Dir keine Einladungsmentalität seinerseits gezeigt wird. Alles schön geteilt, vielleicht machst Du dabei noch Minus. (Wenn man ohne Ex-Finanzierung Halbe/Halbe macht und Minus macht, weil man mehr hat, ist das mE was ganz anderes, als wenn Du jetzt indirekt die Frau mit finanzieren würdest).

Ich finde es einerseits gut, dass er sein Versprechen hält. Andererseits finde ich es doof, dass er es überhaupt so gegeben hat. Hat wohl nicht dran gedacht, dass er mal eine feste andere Beziehung eingehen wollen könnte.

Ich fände eine Scheidung allerdings trotzdem wichtig, denn ich sehe darin auch einen wirklichen Abschluss dieser Beziehung und das als Grundlage für einen wirkliches Neuanfang.
Warum bist Du dann nicht gegangen, als rauskam, wie seine Verhältnisse sind? Hast Du gedacht, Du kriegst ihn überredet? Das wäre ungünstig, weil Du dann seine Liebe daran knüpfst, ob er sich scheiden lässt oder nicht, und das will er nicht, aber nicht aus den Gründen, dass er Dich nicht liebt (sagt er ja, dass er das tut). Aber Du fühlst Dich ungeliebt, weil er nicht tut, was Du willst. Und ich denke, Du bist eifersüchtig und/oder auch missgünstig, weil die Frau finanziert wird und Du immer die Hälfte von allem zahlen musst.
Wenn Du das kannst, fänd ich wesentlich besser von dem Mann, wenn ihr abwechselnd zahlt, aber nicht immer die Hälfte ausgerechnet wird. Denn damit trägt er ja in eure Beziehung, dass er bei Dir peinlich genau teilt, während er in seiner Exbeziehung das Geld nur so raushaut. Ich finde, er könnte lockerer sein bei Dir und eben mal einen Zwanziger mehr oder weniger zahlen. Dieses Rechnen ist doch sehr unschön und schürt Deine negativen Gedanken dazu.
 
  • #9
Ich kann zwar schon irgendwie leicht nachvollziehen, dass es dich wurmt, aber steh doch einfach drüber. Wenn man lange zusammen war, finde ich es gut und anständig, weiterhin gut zueinander zu sein, es spricht für einen guten Charakter. Ich finde es nicht schlimm, dass er weiterhin an ihrem Wohlergehen interessiert ist, im Gegenteil! Schockierend fände ich es, wenn man einen Menschen, den man mal geliebt hat, einfach wegwirft. Wenn er dich liebt und du ihm glaubst, ist doch alles ok. Im Grunde ist es ja seine Angelegenheit, was er mit seinem Geld macht. Oder findest du, er sollte mehr davon für dich ausgeben anstelle für seine Ex-Frau?
 
  • #10
ahrscheinlich hat sie für ihn und die Kinder auf eine eigene Karriere verzichtet und ihm den Rücken freigehalten. Oft genug hören wir doch von Männern,
Oft genug ist das eine Mär, weil es
  • oft die Frauen selbst waren, welche die Kinder wollten, und
  • sie auch gerne in Betreuung/Teilzeit gegangen sind, weil sie mit ihren Kindern zusammen sein wollten und beruflich nicht den entsprechenden Ehrgeiz hatten, die Familie finanziell zu versorgen.
Der Mann hat hier aber seiner Frau versprochen, sie weiter auszuhalten.
Das war wahrscheinlich sehr dumm von ihm, aber nun muss er zu seinem Wort stehen. Das geht nicht anders.

Wenn dies der FS nicht gefällt, soll sie sich trennen. Sie wusste doch wahrscheinlich von Anfang an, was gespielt wird.
 
  • #11
Oft genug ist das eine Mär, weil es
  • oft die Frauen selbst waren, welche die Kinder wollten, und
  • sie auch gerne in Betreuung/Teilzeit gegangen sind, weil sie mit ihren Kindern zusammen sein wollten und beruflich nicht den entsprechenden Ehrgeiz hatten, die Familie finanziell zu versorgen.
Aber das hebelt doch das Argument nicht aus, dass der Mann, der auch Familie wollte, eben für sie auch sorgt. Klar, wenn die Frau nach Jahren des Kinderbetreuens keine Lust oder Angst hat, einen neuen Job zu suchen, wäre das nicht gut. Sie könnte wieder, aber tut es nicht. Nur finde ich Deine Argumentation falsch. Natürlich wollten die Frauen auch Kinder, aber das bedeutet ja nicht, dass sie dann eben Pech hat und hätte besser wählen sollen. Oder dass weil sie Kinder auch wollte, sie eben nun mit ihrem spärlichen Jobleben fertigwerden muss, das sie durch die Kinder unterbrochen hat.

Ich finde, der Mann macht "zu viel für die Ex" für eine neue Beziehung, in der er auf einmal rumrechnet "auf den Cent". An Stelle der FS würde ich nicht ätzend finden, dass er mich nicht finanziert, sondern, dass er bei mir so genau ist.
 
  • #12
Ich fände eine Scheidung allerdings trotzdem wichtig, denn ich sehe darin auch einen wirklichen Abschluss dieser Beziehung und das als Grundlage für einen wirkliches Neuanfang.
Das taucht immer wieder mal hier als Thema auf. Ich finde eine saubere Scheidung auch wichtig. Ob Du das als Grundvoraussetzung für eine Beziehung siehst, musst Du entscheiden.
Wie wirkt sich das den praktisch in der Beziehung aus. Ist er "innerlich" getrennt oder spielt sie noch eine große Rolle? Stünde bei euch eine Heirat zur Debatte? Ist es das Geld, das Dich stört oder die nicht vollzogene Scheidung?


Wir wohnen nicht zusammen, aber bei Einkäufen für gemeinsame Lebensmittel, Kino- oder Theaterbesuchen oder wenn wir mal Essen gehen, legt er schon wert darauf, dass wir uns die Kosten teilen.
Wie seht ihr das? Also das Festhalten an der Ehe und die kontinuierliche Finanzierung seiner Frau.
Das hat mehrere Aspekte:
Die Finanzen in eurer Beziehung müsst ihr natürlich so regeln, wie ihr das richtig findet. Manche machen das entsprechend dem Einkommen, manche halbe/halbe. Wie ist eure Regelung? Legst Du Wert darauf, dass er mehr bezahlt, weil er z. B. deutlich mehr verdient? Oder ärgerst Du Dich, weil Du aufgrund Deines hohen Einkommens mehr Anteil an den Kosten trägst?

Er steht vermutlich kurz vor der Rente. Die wird er mit seiner Frau weitgehend teilen müssen, verliert dadurch also Einkommen. Ob es billiger ist, den Status so zu lassen wie er ist, ist schwierig zu beurteilen.

Grundsätzlich ist logisch, dass er sie nach 27 Jahren Ehe (mit Kinder) auch entsprechend unterstützt (oder das sogar muss). Du hast ihn doch so kennengelernt. War sein Einkommen so entscheidend für den Start einer Beziehung?
 
  • #13
Er ist getrennt, wird verheiratet bleiben - die Gründe irrelevant.
Er hat finanzielle Absprechen mit seiner Frau, die Dich nichts angehen, und auch die Gründe dafür sind irrelevant.

Du möchtest einen Partner, der frei ist, nicht verheiratet und möglichst keine finanziellen Verpflichtungen.

Nun, DU HAST aber diesen Mann als Partner gewählt, hast Du gehofft, dass es sich ändert?
Wenn man keinen gebundenen Partner möchte, dann nimmt man keinen gebundenen Mann.

Das Andere - er teilt mit Dir Kosten 50:50 - das ist doch ganz normal?
Tue ich bei mit meinem Partner auch - nicht akribisch, aber es ist ausgewogen, mal zahlt er mal ich.

Oder hofftest Du, dass er Dich mitfinanziert?
Warum sollte er?

Das hat mit den Vereinbarungen mit seiner Frau nichts zu tun.

Du machst daraus eine Analogie - die Frau bekommt zuviel und es bekomme ich... Sind aber völlig unterschiedliche Dinge.

Du kannst es akzeptieren, oder Du beendest es. Er wird nicht Deinetwegen seine Vereinbarungen brechen.

W,50
 
  • #14
Was mich am meisten stört, ist dieses darauf achten, dass alles sofort zu gleichen Teilen aufgerechnet wird.
Da habe ich mal völlig gegen mein Naturell gelebt, weil ich das immer schon furchtbar und lieblos fand.
Bevor das aus dem Zusammenhang heraus zitiert wird...bitte weiter lesen.

Ich finde es ohne gemeinsame Kinder, völlig normal auch weiterhin sich gleichwertig an Kosten zu beteiligen.
Hasse aber aufrechnen und finde gegendeitiges Einladen wesentlich "wärmer".
Das mache ich sogar mit Freunden und wenn wirklich mal jemand nachrechnen würde, wäre man wohl auch ziemlich pari.
Diese sofortige Aufteilung ist mir zu kühl und distanziert.

Und wenn man jemanden auf Distanz hält, sucht dieser nach Gründen und reagiert eifersüchtig.
Ich käme so zb auf die Idee, sauer über die Zahlungen an die Ex zu reagieren, weil ich mich plötzlich in einem emotionalen Konkurrenzkampf sehe.

Frei von diesem denke ich...
Es ist doch egal warum jemand den ich kennenlerne, einen Betrag XY zur Verfügung hat...ob es einfach sein Gehalt ist oder er xy finanziert.
Es ist sein Geld und hat es schon vorher gemacht...
Die Aussicht, dass sich jemand nicht scheiden lassen möchte, die hätte mich von der Beziehung abgehalten, weil ich glaube was mir jemand sagt und nicht das er das für mich dann doch ändert.

2 Punkte also, weshalb ich diesen Mann nicht wollte und 1 Grund:
Da gibt es kein Wir...
Direkt mit Ansage
 
  • #15
Ich, 52 Jahre, bin seit fast einem Jahr mit meinem Partner, 62 Jahre, zusammen. Er war 27 Jahre mit seiner Frau zusammen, hat sich vor 4 Jahren getrennt und ist aber immer noch verheiratet.
Du wusstest doch sicher von Anfang an, dass er verheiratet ist @Wolke77.

Er war 27 Jahre mit seiner Frau zusammen und selbst wenn er seit 4 Jahren getrennt lebt, besteht die Ehe mit all der Verantwortung gegenüber seiner Frau weiter. Das schließt auch finanzielle Gegebenheiten ein. Wie er das handhabt ist alleine seine Angelegenheit.

Dir gegenüber hat er diese Verantwortung nicht, noch muss er dich versorgen. Er sagt, dass er rein aus finanziellen Gründen verheiratet bleiben will, da er in wenigen Jahren in Pension geht und er auf 500 bis 600 € im Monat verzichten müsste. Das ist von seiner Seite aus eine vernünftige Erwägung, denn 500 - 500€ weniger im Monat ist nicht unerheblich.

Ich fände eine Scheidung allerdings trotzdem wichtig, denn ich sehe darin auch einen wirklichen Abschluss dieser Beziehung und das als Grundlage für einen wirkliches Neuanfang.
Das ist klar und ein verständlicher Wunsch von deiner Seite. Doch wenn er das anders sieht (und seine Frau ebenfalls), wirst du nichts dagegen tun können, außer dir einen Mann zu suchen, der nicht verheiratet ist oder der keine solchen Vereinbarungen mit seiner Frau eingegangen ist.

Mein 2. Problem. Bei der Trennung von seiner Frau hat mein Freund seiner Frau versprochen, dass sie finanziell nicht schlechter gestellt wird als zu Ehezeiten.
Sehr nobel von ihm. Glückliche Ehefrau, denn so handeln längst nicht alle Männer, die sich von ihrer Frau trennen.

Wir wohnen nicht zusammen, aber bei Einkäufen für gemeinsame Lebensmittel, Kino- oder Theaterbesuchen oder wenn wir mal Essen gehen, legt er schon wert darauf, dass wir uns die Kosten teilen.
Auf so etwas muss man sich als "zweite Frau" in der Regel einstellen.
Deshalb: Augen auf bei der Partnerwahl …

Wie seht ihr das? Also das Festhalten an der Ehe und die kontinuierliche Finanzierung seiner Frau.
Er hat vielleicht Schuldgefühle gegenüber seiner Frau und will nicht, dass sie einen Nachteil aufgrund der Trennung hat. So gesehen wird er vermutlich an der Ehe festhalten und seine Frau weiterhin finanzieren.
 
  • #16
Er will also die nächsten Jahre pro forma verheiratet bleiben, um später bei der Rente mehr rauszukriegen. Und was kommt danach?

Aktuell investiert er finanziell gesehen nichts in eure Beziehung. Er fährt das Argument, dass er unter diesem Aspekt nur eine Beziehung stemmen kann und du wärst finanzkräftig genug, deinen Anteil jederzeit selbst zu übernehmen.

Er hat die Rollen damit klar aufgeteilt und ich sehe nicht, dass sich nach seinem Renteneintritt viel ändert. Vermutlich wohnt er weiter mit seiner Frau unter einem Dach, da er die Kraft nicht aufbringt sie zum Auszug zu bitten, und zahlt weiter alle Kosten. Wenn du Glück hast, kann er von den 500 Euro, die er dann mehr in der Tasche hätte, dich mal einladen und sich mit dir ein schönes Leben außerhalb der eigenen vier Wände machen. Aber das erfährst du nur, wenn du ihn fragst, wie er sich das konkret vorstellt. Sonst stehst du Jahre später vor denselben Unsicherheiten. Mir wäre das für eine Beziehung zuwenig.
 
  • #17
Oft genug ist das eine Mär, weil es
  • oft die Frauen selbst waren, welche die Kinder wollten, und
  • sie auch gerne in Betreuung/Teilzeit gegangen sind, weil sie mit ihren Kindern zusammen sein wollten und beruflich nicht den entsprechenden Ehrgeiz hatten, die Familie finanziell zu versorgen.
Du bist ja süss. Sollen die Frauen sich jetzt dafür entschuldigen, dass sie Kinder wollen? Im übrigen sind sie diejenigen, die dir ermöglichen, in diesem Forum zu schreiben und immer wieder über sie ablästern, bin gespannt, wie deine Mama auf solche Ansage reagiert hätte. Ausserdem tragen Frauen dazu bei, dass dir die Kunden nicht ausgehen oder du beim Arzt versorgt werden kannst. Wenn Frauen jetzt Gebärstreik machen, wird unsere Welt spätestens nach hundert Jahren aussterben.
Zum zweiten Punkt - solange die Frauen nicht das Vergnügen haben, die Schwangerschaft zu vermeiden und trotzdem Kinder haben, sollen sie auch nicht den " Ehrgeiz" haben, Familie zu versorgen. Ich weiss nicht, wo du lebst, aber es ist in der Regel der Wunsch der Männer, dass Frauen ganz oder Teil Zeit zu Hause bleiben, sieht man sogar hier an den Treads "Hilfe, meine Frau will arbeiten". Ich höre selten, dass der Mann sagt - sobald die Kinder da sind, arbeite ich weniger, kümmere mich um die Kinder und du gehst auch schaffen. Ausserdem solltest du wissen, dass eine Mutter wesentlich schwerer einen Job bekommt, weil da oft, übrigens von Männern Aussage kommt - ah, sie haben Kinder, nein danke, Sie werden oft fehlen oder keine Überstunden machen.
 
  • #18
Ich kann nachvollziehen, warum er nach dieser langen Zeit noch zu seiner Ehefrau steht und sie finanziell unterstützt. Halte dir doch mal vor Augen, was es bedeutet 27 J verheiratet zu sein. Das wischt man nicht einfach weg und lässt seinen Gegenüber im Dreck liegen. Das mit der Rente kann ich auch gut nachvollziehen. Ich war 'nur' 19 Jahre verheiratet und mein Ex hat einiges an Rentenansprüche an mich abtreten müssen.
Die Frage ist doch, wie Du mit der Situation leben kannst? Er wird nichts daran ändern...
Er liebt dich und behandelt dich gut. Was er mit seiner Eigentumswohnung macht, geht dich ganz einfach nichts an. Ich frage mich, warum das dich so nervt. Einen finanziellen Schaden erleidest Du ja nicht. Du bist eine selbständige Frau, die ihr Leben alleine finanzieren kann. Sei doch stolz darauf und genieße die Zeit mit deinem Freund. Die Beziehung läuft doch gut, was willst Du mehr? Mit 52 willst Du dich doch finanziell nicht mehr von einem Mann abhängig machen wollen.
 
  • #19
Ich halte deinen Freund nicht per se für anständig, weil er sich Dir gegenüber nicht großzügig verhält, jetzt nicht in dem Sinne Dich auszuhalten, aber ihr zahlt jeder ausgewogen die Hälfte und er besteht auch darauf, das genau jeder seinen Teil bezahlt.
Ich denke, er hat einen finanziellen, wirtschaftlichen, steuerlichen. und absichernden Vorteil durch seine Noch-Frau.
Hast Du denn bereits nach einem Jahr schon tiefe Einblicke in seine Vermögensverhältnisse, und wie die Verstrickungen untereinander sich ausgestalten? So auch bei der Eigentumswohnung, was ihr Anteil oder Investment an der ETW ist und was sein eigener finanzieller Anteil?
Ich denke, das mit seiner Noch-Frau ausgearbeitete Agreement ist eine WinWin-Situation für ihn und sie, für die Erben (Kinder), sofern sie diese haben und auch für den jeweiligen Lebensstandard.

Er ist jetzt 31 Jahre mit seiner Frau verheiratet (27 zusammen und 4 Jahre getrennt lebend) und verdient sehr gut. Wenn er es so weiterlaufen lässt und Rente bekommt, bekommt er diese in voller Höhe und entscheidet dann, was er davon freiwillig für seine Frau ausgibt. Bei einer Scheidung regelt das in Gänze das Gericht und das Scheidungsurteil. Alle Vermögenswerte werden getrennt, die Rentenzahlungen als Versorgungsausgleich im Rahmen der Ehezeit ausgeglichen und er ist dann verpflichtet, seiner Frau einen Fixkostenanteil an Unterhalt zu zahlen. Ich denke, damit kommt er unter dem Strich finanziell viel schlechter weg, als dieses vorteilhafte Übereinkunft für beide Ehepartner aufzulösen.
Und genau das sagt er Dir auch:
...er rein aus finanziellen Gründen verheiratet bleiben will...
Du bist 52 Jahre und für Dich passt eine solche Beziehungskonstellation nicht, die jetzt für die beiden Ehepartner im Alter auf dauerhaft angelegt ist, eben bis einer von beiden verstirbt.
Du möchtest aber für Dich geklärte Verhältnisse, sprich kein geklärtes Netzwerk, sondern die Ex-Frau völlig aus dem Leben deines Partners verschwunden, also klar für Dich, er soll geschieden sein.
Einzig Du fühlst dich in der Situation unzufrieden, benachteiligt und ausgenutzt. Warum eigentlich? Seine Frau wird aktuell an finanziellen Zuwendungen ein kleines bisschen weniger bekommen, als was er für (und an) sie bei einer Scheidung sowieso zahlen müsste. Motzt Du dann im Nachgang der Scheidung, dass er dann kaum Pension bekommt, die ETW weg ist und seine Ex-Frau von ihm dann einen bestimmten Unterhaltsbetrag (trotz alledem handelt es sich wieder um eine finanzielle Zuwendung) bekommt?
Jeden Monat kommt ein solcher Thread: vermögender Pensionär/Rentner mit Immobilien langjährig verheiratet, will sich nicht scheiden lassen, lebt aber schon jahrelang räumlich getrennt, und die neue Freundin schreit sofort nach Scheidung. Warum lässt man sich Frau dann erst auf einen verheirateten Mann ein? Weil er vermögend ist?
 
  • #20
Hast Du Zweifel, dass Du seine Nummer 1 bist?

In der Beziehung sollte der Partner auf Platz 1 stehen, nicht der beste Kumpel, die Ex, nicht die Kinder.
Ich weiß, dass es hier einige Foristen anders sehen. Beziehungen laufen aber besser, wenn der Partner auf Platz 1 steht.

Geld hat was mit Wert zu tun. Der Mann investiert immer noch viel Geld in die Ex, sogar mehr als in Dich. Da liegt der Gedanke nahe, dass die Frau für ihn einen hohen Wert hat, vielleicht sogar mehr als Du.
Ist das Gefühl berechtigt? Da solltest Du mit Dir und ihm abklären, welchen Rang Du für ihn hast und welche Bedeutung eure Beziehung hat.

Vielleicht bist Du auch neidisch, weil sie Vermögenswerte geschenkt für nix bekommt, für die Du kämpfen müsstest.
Schaue Dir das mal an.
 
  • #21
und er rein aus finanziellen Gründen verheiratet bleiben will, da er in wenigen Jahren in Pension geht und er auf 500 bis 600 € im Monat verzichten müsste.
Der Mann handelt nicht aus edlen Motiven so, wie er es jetzt tut. Die Scheidung würde ihn teurer zu stehen kommen als das jetzige Arrangement mit seiner Noch-Ehefrau (die wohl auch seine Angetraute bleiben wird aus genannten Gründen).

Für die Nachfolge-Frau gibt es dann oft nur das 50:50-Modell. Verwunderlich ist es nicht, dass die FS sich benachteiligt fühlt. Natürlich fühlt es sich in dieser Konstellation so an, als spiele sie nur die zweite Geige. Und sind wir ehrlich: So ist es auch.

Letztlich, liebe FS, musst du allein entscheiden, ob du weiterhin bereit bist, zu diesen Bedingungen weiterzumachen. Ich kann dein Unbehagen zumindest gut verstehen.
 
  • #22
Wenn dies der FS nicht gefällt, soll sie sich trennen. Sie wusste doch wahrscheinlich von Anfang an, was gespielt wird.
Absolut. Leider denken Viele immer, ach das wird schon... Warum??? Niemals würde ich von jemandem verlangen, seinen Lebensplan meinetwegen zu ändern. Warum sollte ich das wollen und was ist das anschließend für eine Basis fürdieBeziehung? Ich würde auch nicht wollen, dass mich jemand verändert, damit ich für ihn liebenswert sein kann. Schon mal gar nicht wenn die Informationen von Anfang an vorgelegen haben.
Was ist so schwer, Menschen ihr Leben so leben zu lassen wie sie es für richtig halten? Niemand zwingt einen dazu, mit denen eine Beziehung einzugehen wenn deren Lebensentwurf nicht dem eigenen entspricht. Solange man selbst nicht vorsätzlich belogen, betrogen oder sonstwie zu Schaden kommt gibt es kein richtig oder falsch, sondern lediglich verschiedene Vorstellungen. Ein freier Mensch entscheidet dann, was er mit der vorliegenden Situation macht und zieht entsprechende Konsequenzen.
 
  • #23
Niemals wuerde ich in so einer Konstellation leben wollen. Sie sind fuer ihn nichts Besseres als eine Geliebte ohne irgendwelche Rechte. Allerdings wussten Sie beim Kennenlernen schon, wie die Dinge lagen und haben gehofft, wie Frauen das immer tun, dass sich das im Laufe der Zeit zu Ihren Gunsten aendern wuerde. Sie haetten von Anfang an solche Bedingungen nicht akzeptieren duerfen. Dass er sich an seine Versprechen haelt, spricht allerdings fuer ihn. Ich bin ueberzeugt, dass er, sollte seine Frau krank werden, Sie fuer ihn zur Nebensache werden wuerden. Im Alter duerfen Sie ihn dann aber pflegen.

Was hat der Mann fuer besondere Qualitaeten, dass Sie sich so hintenan stellen und ihm die Haushaelterin machen? Koennen Sie nicht alleine sein oder sind die "schoenen" Stunden mit ihm so unergleichlich?
 
  • #24
. Er sagt, dass er mich sehr liebt, diese Ehe nur auf dem Papier besteht und er rein aus finanziellen Gründen verheiratet bleiben will, da er in wenigen Jahren in Pension geht und er auf 500 bis 600 € im Monat verzichten müsste.
Okay...zuerst dachte ich auch, er ist ehrlich und steht zu seinem Wort.
Aber er möchte sich nicht scheiden lassen, weil er dann---siehe Zitat oben.
Dann verstehe ich aber nicht, dass er
Mein 2. Problem. Bei der Trennung von seiner Frau hat mein Freund seiner Frau versprochen, dass sie finanziell nicht schlechter gestellt wird als zu Ehezeiten. Sie wohnt also ohne Miete in seiner Eigentumswohnung und er zahlt nunmehr ja seit vier Jahren auch die Nebenkosten für diese Eigentumswohnung und gibt ihr zusätzlich noch einen finanziellen Ausgleich, da er mehr verdient als sie. Wir
Vielleicht kann mich hier jemand aufklären, der sich auskennt, denn das ist für mich ein Widerspruch.
Sag mal, liebe FS, hat er Dir das alles nicht von Anfang an erzählt?
Ich finde es allerdings auch nicht in Ordnung, dass er Dich nie einlädt usw, seine Ehefrau soll aber nie finanziell schlechter gestellt sein, weil er immer mehr verdient hat. Du darfst aber schon? Aber okay, Du bist nicht die alte Ehefrau.
Für mich wäre das nichts. Sprich mit ihm klar und deutlich. Wenn er nichts daran ändern möchte und Du damit nicht leben kannst, musst Du Dich trennen. Eine andere Möglichkeit sehe ich da auch nicht.
 
  • #25
Eine alte, abgelebte Ehe zweier faktisch getrennter Partner hat für den Mann den Vorteil, eine Wiederverheiratung unmöglich zu machen. Männer wollen idealtypisch nicht, was Frauen unter einer Beziehung verstehen, nämlich eine Vorstufe zur oder eine Quasi-Ehe; schon gar nicht die Ehe selbst Es ist ein bequemer Schutzschild gegen die Bindungswünsche der Nachfolgerinnen.

Wer zweimal geht zum Traualtar, ist dem Schicksal undankbar.
 
  • #26
Viele Ehen bleiben aus finanziellen Gründen bestehen. Wichtig ist doch, dass die Beziehung beendet ist.

Er hat finanzielle Hilfe versprochen - guter Mann, er hält sich dran.
Er wird seine Gründe haben und es auch so wollen. Und es wird Gründe geben, die andere Personen auch nicht nachvollziehen können.
Es geht Dich mE nichts an, so lange er Dir nicht auf der Tasche deswegen liegt, oder Dich um Geld bittet, um es weiter zu geben.
Welchen Nachteil hast Du denn?
 
  • #27
Ich würde das gar nicht mitmachen. Ich bin zwar ein Mann. Wenn ich mit einer Frau zusammen wäre und sie noch Kontakt mit ihrem EX hat würde ich mich unwiderruflich trennen.
 
  • #28
Ich würde nach knapp einem Jahr Beziehung die ganzen Details, warum er sich nicht scheiden lässt, gar nicht so genau wissen wollen. Es ist sein Geld und damit kann er machen was er will. Er will sich nicht scheiden lassen, Punkt. Warum hat er dir das alles so haarklein erzählt?

Und ob er in eurer Beziehung eher geizig ist und 50:50 Kostenteilung auf den Cent genau will (ich übertreibe jetzt), würde mich dann auch stören, wenn er keinen Unterhalt zahlen müsste. Wie @pixi67 schon schreibt, das mache ich noch nicht mal bei Freunden.

Außerdem sind bei euch ja schon die nächsten Baustellen in Sicht. Er geht bald in Rente und hat Freizeit ohne Ende (gibt er da eigentlich viel Geld für sich alleine aus?), du musst noch 15 Jahre arbeiten. Dann kannst du dich mit Renteneintritt um deinen 77jährigen verheirateten Freund kümmern, toll.

w 55
 
  • #29
Er sagt, dass er mich sehr liebt, diese Ehe nur auf dem Papier besteht und er rein aus finanziellen Gründen verheiratet bleiben will.... Ich fände eine Scheidung allerdings trotzdem wichtig, denn ich sehe darin ...Grundlage für einen wirkliches Neuanfang.
Liebe FS,
ihn interessiert nicht, was Du wichtig findest. Er tut, was er will, seine Finanzen sind ihm wichtiger als Deine Zufriedenheit.
Willst Du dauerhaft eine Liason mit einem verheirateten Mann, ja oder nein. Was anderes gibt es mit ihm nicht.
Weiterhin verheiratet zu bleiben ist für ihn nicht nur ein finanzieller Vorteil, sondern auch der sicherste Schutz, Dich keinesfalls heiraten zu müssen. Er agt Dir natürlich nicht, dass er anders als Du garkeinen Neuanfang mit Dir will.

Was mich immer wieder wundert, ist das nachträgliche Meckern von Frauen: erst jeden Kerl mit allen Macken akzeptieren, um den Fisch an die Angel zu kriegen und dann unzufrieden sein.

Bei der Trennung von seiner Frau hat mein Freund seiner Frau versprochen, dass sie finanziell nicht schlechter gestellt wird als zu Ehezeiten.
Was geht denn bei Dir ab, dass Du willst, dass seine Frau schlechtergestellt wird? Das geht Dich doch garnichts an. Was hast du davon, dass die andere Frau schlechter gestellt wird? Und wofür brauchst Du das?
Warum soll er sich scheiden lassen und viel an seine Ehefrau weggeben, sie im Lebenskomfort unabhängig von ihm machen? Solche Menschen behalten gern die Macht in den Händen.

Wir wohnen nicht zusammen... legt er schon wert darauf, dass wir uns die Kosten teilen.
Er finanziert bereits eine Frau, mit der er ein langes gemeinsames Leben verbracht und für dieses Leben Vereinbarungen getroffen hat.
Du bist eine erwachsene Frau mit eigenem Einkommmen. Ihr steckt in einer noch jungen Beziehung ohne gemeinsame Verbindlichkeiten und vermutlich seinerseits ohne langfristige Perspektive.
Warum also soll er Deine Rechnungen bezahlen?

Wie seht ihr das? Also das Festhalten an der Ehe und die kontinuierliche Finanzierung seiner Frau.
Ich halte aber sehr viel von Menschen, die zu ihrem Wort stehen, auch nach Jahrzehnten und wenn die Bedingungen sich verändert haben.

Was Du schilderst ist mir wohlbekannt. In meiner Hamburger Kinoclique war eine Frau, die genauso lebte, wie die Ehefrau Deines Partners. Er wohnte mit einer Neuen im ehemaligen Familienheim. Er verstarb, die Neue ging komplett leer aus und musst auch prompt aus dem Haus ausziehen. Die Ehefrau erbte wie es zwischen ihnen vereinbart war alles.
Hey, die Neue war nur die Gespielin, keine Partnerin, der gegenüber er Pflichten, Fürsorge, Vorsorge über den aktuellenTag hinaus eingehen wollte.
So geht es Frauen, die sich mit verheirateten Männern einlassen - love it or leave it.
 
  • #30
War auch mit jemandem zusammen, der rechtlich noch verheiratet war und auch im selben Haushalt lebte. Obwohl er mir versicherte, dass zwischen ihnen nichts läuft und woran ich ehrlich gesagt auch geglaubt hatte, habe ich die Beziehung beendet. Ich kann es mit meinen Werten nicht vereinbaren und neben den anderen paar Problemen war es die richtige Entscheidung...