K

KG XS

  • #1

Meckern, nörgeln, kritisieren? Darf das in Beziehungen nicht sein u. welcher Begriff ist richtig?

veranlasst durch diverse Statements im Nebenthread frage ich mich, inwiefern es denn noch normal, angebracht, beziehungsförderlich oder hemmend ist, wenn man dem Partner sagt, was einem nicht passt.

Beispiel: Ich kritisierte meinen Expartner bzgl. seiner hässlichen Wohnung und mangelnder Körperhygiene, da er sich wegen zu wenig Sex beklagte. Sprich, wenn ein Mann 2 Tage nicht geduscht hat, hab ich nunmal keine Lustauf ihn, und eine widerliche Wohnung turnt mich ebenfalls ab...Seine Reaktion war dann ....immer musst Du meckern...

Ich muss sagen, dass ich diesen Begriff "meckern", so derart daneben finde, daneben die Kritikunfähigkeit, bzw. die Unfähigkeit das eigene Verhalten und die Wirkung auf das Gegenüber zu reflektieren, dass mich dieses immer mehr in die Flucht getrieben hat.

Wie seht Ihr das? Wann, wo und wie darf man Kritik am Partner ausüben?
Andersrum - wie geht Ihr mit Kritik um, die Euch entgegen gebracht wird?
 
  • #2
Ganz einfach: nicht meckern und nörgeln, sondern positiv den dahinter stehenden Wunsch benennen. Ich weiß , wir haben das alle nicht gelernt zu dumm aber auch .Weiter hilft hier die Beschäftigung mit GFK,
Der gewaltfreien Kommunikation, gibt jede Menge Literatur oder
Kurse dazu.Sehr gesund für angestrebte langfristige Partnerschaft!
W
 
  • #3
Wann, wo und wie darf man Kritik am Partner ausüben?
Also wenn einem was nicht passt, sollte man das meiner Meinung nach immer sagen. Aber natürlich kommt es auch auf die Art und Weise an.

Andersrum - wie geht Ihr mit Kritik um, die Euch entgegen gebracht wird?
Mich trifft sowas hart. Ich denke drüber nach, ob es was ist, was ich ändern will/kann. Ich kann aber auch mittlerweile unterscheiden, wenn mich einer als Blitzableiter benutzen will. Das hatte ich nämlich auch schon, dass an meinem Verhalten was kritisiert wurde, und es nur darum ging, dass sich einer abreagierte.
Und es kommt auch darauf an, ob der andere bekannt ist als Nörgler. Ich meine, über das Duschen brauchen wir nicht zu reden, aber Du fandst die Wohnung hässlich. Warum? Sollte er sich anders einrichten, weil Dich die Schränke nicht anmachten, oder wie hattest Du Dir das gedacht? Das finde ich, geht schon zu weit als Kritik, es sei denn, es stank, war vermüllt und staubig ohne Ende.
 
M

Michael_123

  • #4
Wann, wo und wie darf man Kritik am Partner ausüben?
Kritik ist Feedback und somit richtig und wichtig - der Tonfall macht die Musik.

Andersrum - wie geht Ihr mit Kritik um, die Euch entgegen gebracht wird?
Ich freue mich über ehrliches und gut gemeintes Feedback von nahe stehenden Personen, die mich gut kennen.

Meckern hat nichts mit Kritik zu tun, sondern ist ein Ventil für ungelöste Konflikte der meckernden Person.

Sprich, wenn ein Mann 2 Tage nicht geduscht hat, hab ich nunmal keine Lustauf ihn, und eine widerliche Wohnung turnt mich ebenfalls ab...Seine Reaktion war dann ....immer musst Du meckern...
Dieser Mann hat grundlegende Probleme und ist nun Dein Exparter. Thema erledigt, oder warum frägst Du diese Frage jetzt im Forum?
 
  • #5
Wann, wo und wie darf man Kritik am Partner ausüben?
Man darf und sollte immer dann Kritik am Partner üben, wenn einem der entsprechende Aspekt wichtig ist. Und für jede Kritik mindestens 3x Lob aussprechen, wenn man weiter Wert auf die Beziehung legt.

In Beziehungen wird oft wegen Kleinigkeiten herumgenörgelt und es wird nicht mehr klar, ob und weswegen der Partner einem trotzdem wichtig ist. Das wird dann als zielloses "meckern, nörgeln, ..." empfunden.
 
  • #6
Ich suche mir Männer aus, die mir grundsätzlich passen und die ich gut finde.

Ich kritisiere (mittlerweile, in meiner Jugend war das anders) NIE. Wenn ich etwas nicht verstehe, frage ich nach. Wenn mich etwas irritiert, sage ich es, nicht als Vorwurf, und nicht verbunden mit einer Forderung. Wenn mich etwas nichts angeht, hocke ich aufs Maul. Aktuelles Beispiel aus meiner neuen Beziehungsanbahnung: Er kann nicht eine Tasse ausspülen oder die Hände waschen, ohne das ganze Spülbecken unter Wasser zu setzen. Da sage ich mir selber, dass ich wohl kaum über die Deutungshoheit im richtigen Händewaschen verfüge und dass Spritzer ums Waschbecken herum global betrachtet gänzlich wurst sind. Ihm gegenüber schweige ich.

Umgekehrt ertrage ich Kritik sehr schlecht. Ich reagiere hyperempfindlich auf Veränderungsversuche.

Frau 50
 
  • #7
Meiner Ansicht nach ist es absolut beziehungsförderlich zu sagen, was einem nicht passt. Jetzt kommen zwei Abers:

Man sollte sich überlegen, über was man sich beschwert, ob es essentielle Dinge sind, die unbedingt angesprochen gehören. Inflationäres Kritisieren vermittelt dem Partner das Gefühl, er könne nichts recht machen und als wolle man sich ihn hinbiegen, wie es einem passt. Als wäre er so, wie er ist, nicht richtig. Das erzeugt Frust, Vertrauensverlust und Gegenwehr.

Außerdem kommt es sehr darauf an, ob man sensibel kritisiert oder den Partner vor den Kopf stößt. Es besteht ein Unterschied zwischen ermutigender, konstruktiver Kritik und der destruktiven Form.

Hier im Schriftlichen wirkst du sehr hart, kompromisslos und etwas trotzig. Auf der Sachebene bist du mit Sicherheit im Recht; mir wäre beides auch ein Graus.
Würdest du mir aber mit diesem Tonfall begegnen, würde ich dich nur aufgrund dessen rauswerfen. Selbst wenn die Kritik angebracht ist, erlaube ich niemandem, respektlos mit mir zu sprechen. Wenn mich aber jemand ermutigen möchte, Dinge zu meinem Besten und zum Besten der Beziehung zu ändern, und ich dem zustimme, ist Kritik zwar noch immer nicht so nett wie ein Schokoeis, aber ich würde drüber nachdenken und wahrscheinlich drauf eingehen.

Bei sensiblen Persönlichkeiten reicht es meist, Kritikpunkte mit ein paar Blumen oder etwas Humor zu schmücken und sie werden trotzdem verstanden, z. B. Mann will Sex - Schatz, ich lass dir mal ne Badewanne ein und dann machen wir es uns gemütlich oder in der Art.
Mit den etwas unaufmerksameren Menschen muss womöglich ein ruhiges, sachliches aber vorwurfsfreies Gespräch geführt werden, um den Standpunkt zu verdeutlichen. Ort und Zeit müssen dafür stimmen, das Gegenüber sollte im Gespräch Respekt und Wohlwollen erfahren und auch hier gilt die Regel: jede Woche ein "Beziehungsgespräch" ist zu viel.
Falls sich trotz allen Bemühungen nichts am Verhalten ändert, muss man einen Punkt finden, an dem Gespräche nicht mehr weiter führen und ggf. die Konsequenzen daraus ziehen.
 
  • #10
Was ist das für ein Niveau? Hast du das nötig?
Er stinkt wie ein Bock ... und bezeichnet dich als Meckerziege?
Mit solchen streitet frau nicht mal ... und tschüss ...
Es gibt über 3 Milliarden Männer auf dieser schönen Erde.
Und wenn DU dich mit derartigen Exemplaren einlässt bist du selber schuld, wenn ihr euch öfters nicht riechen könnt.
Meide das Niveaulose und Unreine!
Körperliche, emotionale, geistige, seelische Klarheit sind befreiend.
Er war ja bereits im Ex ... il
 
  • #11
Man darf und sollte jede Art von Rückmeldung einem Partner geben können, das nennt man Kommunikation. Ohne diese funktioniert keine Partnerschaft. Auch Kritik/Meinungsverschiedenheit lässt sich wertschätzend formulieren.

Wenn der andere sich nicht mit der Sache auseinandersetzt, sondern mit Abwertungen ala "meckern, nörgeln etc" kommt, dann wird die Kommunikation um das Problem und somit um dessen Lösung beendet - im Notfall (mangelnde Hygiene ist ein Notfall) durch Trennung aus dem Stand heraus.

Hässliche Wohnung kann Geschmackssache sein, aber wenn es schon an der Körperhygiene mangelt, dann wird die Hässlichkeit der Wohnung sich kaum auf Dekofragen beziehen.

Warum also willst Du mit einem Schmutzfinken zusammensein, der Dich abwertet - das ist hier die Frage?
Welche wahnsinnigen Eigenschaften hat er, die es toppen, dass Du wegen seiner unzureichenden Körperpflege keinen Sex mit ihm willst?
 
P

proudwoman

  • #12
Da Frage ich mich allerdings, warum du einen Mann zum Partner hast, der sich nicht pflegt...kam das ganz plötzlich? Eine hässliche Wohnung ist Geschmackssache, das war bestimmt auch von Anfang an so? Einem ungepflegten Mann würde ich das in aller Form sagen. Das ist kein meckern! Aber nur einmal, dann wäre ich weg.
Immer dran denken, der Ton macht die Musike.....
 
  • #13
Kennst du noch die alten Sprüche von Radio Eriwan?
Prinzipiell darfst du alles sagen, aber es könnte sein, dass das Gesagte nicht gut ankommt.
Körperhygiene ist für mich ebenfalls sehr wichtig. Für mich wäre es auch ok, wenn ein bestimmtes Pflegeprodukt (Duschgel o.ä.) kritisiert wird, weil sie den Geruch nicht mag. Oder sie eine bestimmte Farbe an mir nicht mag.
Hässliche Wohnung - hier kommts drauf an: mag sie keine Dachschrägen, meinen Stil aus Holz und Leder nicht, hat sie Probleme mit Modellautos oder der Kunst, die ich an den Wänden habe - dann scheint die Frau nicht zu mir zu passen. Denn sie darf davon ausgehen, dass ich mich in meiner Wohnung wohl fühle. Stört sie dagegen nur, dass ich meine Jacke achtlos auf die Couch geworfen habe - kein Problem.
Auto - wenn sie keinen BMW mag, sollte sie sich überlegen, dass ich nicht umsonst mehrere habe. Sie kann ja gerne Mercedes fahren, aber ständig an meinen Autos rumzunörgeln .... wäre ihr AUS.
Kritik ist ok, solange sie nicht an bewusste Entscheidungen geht, die dem anderen für sein Wohlfühlen wichtig sind. Tipps oder Anregungen sind mir allerdings lieber - gebe ich ehrlich zu.

Dazu kommt der Ton, die Art und auch der Zeitpunkt der Kritik. Stecke ich im Stress, weil ein Projekt werden muss, dann kann ich sicher keine Kritik wegen einem ungespülten Kaffeebecher gebrauchen. Hier sollte man sich auch überlegen, was man selbst in einer solchen Situation als extrem nervend empfinden würde. Und zwar, bevor man den Mund öffnet. Dazu muss man sich dessen bewusst sein, dass man selbst auch Anlass zu Kritik gibt.
Meine Erfahrung ist, dass Frauen, die viel nörgeln, nerven und meckern, meist selbst sehr ungehalten reagieren, wenn sie ebenfalls kritisiert werden. Jede Frau, die den Mann zum Friseur schicken will, sollte sich überlegen - wie käme es bei mir selber an, wenn er mich zum Friseur schicken würde? Möglichst noch mit den Worten: lass mal mindestens die Hälfte abschneiden.
Es kommt also auch noch auf die Wortwahl an.
Ich persönlich versuche, die Kritik etwas zu verpacken. In dem Stil: in dem roten Kleid siehst du aber noch viel toller aus.
Merke: ständiges Gemecker wegen Kleinigkeiten, vorgetragen mit schriller Stimme und vorwurfsvollem Ton - Abturner. Kritik an Geschmacksfragen - sehr heikel. Hier muss ich wissen, was dem anderen wichtig ist - bevor ich kritisiere.
 
  • #14
Hallo KG XS,
ich habe kürzlich ähnliches erlebt. Ich war in einer Beziehungsanbahnung und hatte angemerkt, dass er am liebsten übers Wetter redete (ganz unvermittelt, obwohl ich eine andere Frage gestellt hatte) bzw. bei jedem Satz (und wirklich bei JEDEM!) gesagt hat: Ja da schauen wir mal....
ich habe dann Scherzenshalber gesagt, ich kauf mir nen Zähler (die gibt's beim Golfen, da muss man nur draufklicken und der zählt dann die Schläge) und sag Dir dann Abends wie oft Du das gesagt hast.
Das fand er gar nicht lustig.
auch das mit dem Wetter habe ich oft versucht, nett rüberzubringen, wie z.B. "aber es gibt ja heute noch andere Neuigkeiten in den Nachrichten, wie siehst Du das und das eigentlich....."
Mit dem Ergebnis: "ich bin so wie ich bin". naja nach mehrmaligen Versuchen (er war sonst eigentlich nicht so dumm) musste ich dann doch kapitulieren denn so kann ich mir ein Leben nicht vorstellen.
also Trennung wegen unüberbrückbaren Kommunikatios-Hindernissen.
Tja, was ich Dir damit sagen möchte, wenn es nicht passt, passt es einfach nicht. Eine ungepflegte Wohnung oder noch schlimmer ein ungepflegter Mann, was willst Du mit dem?
W51
 
  • #15
Dieser Mann hat grundlegende Probleme und ist nun Dein Exparter. Thema erledigt, oder warum frägst Du diese Frage jetzt im Forum?
So eine Frage ist immer aktuell, weil es auch immer zwischenmenschliche Liebes Beziehungen gibt, denn in jede Liebes Beziehung gibt es etwas was dem einen Partner am anderen nicht passt und umgekehrt auch und es immer mindestens einen Punkt/Bereich gibt, den man kritisieren kann.

@FS damit sich der kritisierte nicht verletzt oder auch gedemütigt fühlt, kann man ihm anders begegnen und zwar mit einem Rollentausch und gleichzeitig mit der Frage: "hättest du auch Lust mit mir zu schlafen wenn ich mehrere Tage nicht geduscht habe?" Was die unordentliche Wohnung betrifft, so ist das für Männer irrelevant. Sie können im grössten Saustall Sex haben - glaube ich.

Du könntest ihn gefragt haben: "fühlst du dich wohl in diesem unordentlichen Saustall?"
Mit einem Augenzwinkern dabei was vielleicht ein bisschen auflockernd und nicht zu hart daher kommt. So könnte vielleicht die Bereitschaft grösser sein, dass der Mann etwas daran ändert,

Vielleicht wäre das ein Anstoss für dich bei einer nächsten Beziehung Kritikpunkte anders anzugehen mit mehr Humor.
Wenn zum Beispiel dein Partner zu lange im Badezimmer braucht und du gerne baden möchtest, so könntest du ihm sagen:

"Wie ich sehe du bleibst noch lange im Badezimmer, so gehe ich schnell und frage unseren Nachbarn, ob ich in seiner Badewanne baden darf"

statt:

"immer bleibst du so lange im Badezimmer und nimmst keine Rücksicht auf mich, dass ich baden will!"
 
  • #16
Hallo FS,

Liebe und persönliche Kritik passt für mich nicht zusammen. Gibt es zu viele Dinge, die am Partner stören, sollte man überlegen, ob er der Richtige ist. Sachlich und in lieben Ton Dinge zu äußern, finde ich dagegen in Ordnung. In Deinem Fall könnte es vielleicht sein, dass er sich ungeliebten fühlt.. !? Zeit, wieder mehr positive Dinge im Alltag zu integrieren. Picknick im Grünen, kleine Liebesbekenntnis, mehr Aufmerksamkeit.

Alles Liebe !
 
  • #17
@ Kerrina, warum passen Liebe und Kritik nicht zusammen? Gerade wenn man jemandem so nahe steht, sollte man auch Kritik üben dürfen. Ohne das der andere sich beleidigt in die Schmollecke zurück zieht. Nein, man muss nicht alles in einem "lieben Ton" äußern. Beim Beispiel des Nichtduschers sind klare Ansagen angesagt.
Liebe FS, ein ungepflegter Mann mit hässlicher Wohnung war also mal Dein Partner . Warum tut man sich als Frau so etwas an?
 
  • #18
Hm, anscheinend muss man erstmal drüber reden, was mit Kritik überhaupt gemeint ist.
Bsp: Waschbecken vollspritzen. Da ich das ähnlich mache, kann ich sagen - es geht nicht anders. Sollte ich das ändern, müsste ich anfangen, mich zu kontrollieren in einer Sache, die ich vom Kopf her nicht kontrollieren will. Denn wenn man in seiner Wohnung ist, also dort, wo man lebt, bewegt man sich eben, wie man sich bewegt, und tut Dinge, wie man sie eben tut. ohne drüber nachzudenken. ABER: Ich wische z.B. hinter trocken, wo es schimmeln könnte.

Dann Bsp. Parfum, Aftershave - das ist doch keine persönliche Kritik, wenn man sagt, man würde den Geruch nicht mögen. Ich hatte das eher so verstanden, dass es um Eigenheiten und Angewohnheiten geht, die man hat. Mangelnde Körperhygiene ist sowas. Der Freund der FS fühlte sich ja anscheinend wohl, wenn er nicht duschte und dann Sex mit ihr wollte. Ihm hätte es - vermute ich mal - vielleicht auch nichts ausgemacht, wenn sie ungeduscht sein würde. Da gibt es so einige Dinge, vor denen sich die einen ekeln und die anderen nicht. Ich hab schon so viele Männer gesehen, die sich in Gesellschaft was aus der Nase holen, dass ich da echt vom Glauben abgefallen bin. Aber die haben auch Frauen. Wenn die Mutter das versäumt hat, kann es die Gattin auch nicht nachholen bzw. es war ihnen vermutlich sogar egal und wenn sie allein sind, machen sie es vielleicht auch beide.

Ich finde, man muss hier wirklich unterscheiden, was kritisiert wird. Also bin ich persönlich davon betroffen oder nicht. Bei einer hässlichen Frisur kann man zwar sagen, "anders fand ich's schöner", aber das ist für mich nicht zu kritisieren. Beim Nicht-Duschen oder Manieren, die eklig sind, muss man es sagen, da es den erwachsenen Menschen aber bisher nicht gestört hat, er so aufgewachsen ist und das in ihm steckt, wird er vielleicht Probleme haben, es zu lassen nur für den Partner. Ebenso sollte man es kritisieren, wenn einer dazu neigt, den anderen mit irgendwas zu kränken oder - wie Paare öfter auch mal machen - vor anderen Leuten den Partner wie einen Blödi behandeln. Diesen mütterlichen kommandierenden Ton mancher Ehefrauen fand ich auch schon demütigend für ihre Männer, also wäre ich der Mann, hätte ich da mal was gesagt, dass man so nicht mit mir reden sollte.
 
  • #19
Beispiel: Ich kritisierte meinen Expartner bzgl. seiner hässlichen Wohnung und mangelnder Körperhygiene, da er sich wegen zu wenig Sex beklagte.
Solche Retourkutschen sind nie klug. Meist auch nicht passend vorgetragen, mich würde das nerven, wenn mein Partner mir so käme (was nicht heißt, dass mir seine Hygiene unwichtig wäre; aber sein Wohnungsgeschmack ist SEINER und darf es auch bleiben - dann halten wir uns eben öfters in meiner Wohnung auf).

Kritik ist ok, solange sie nicht an bewusste Entscheidungen geht, die dem anderen für sein Wohlfühlen wichtig sind.
Richtig! Und wenn die Kritik dann noch verständnisvoll/nachsichtig vorgetragen wird, kann sie (fast immer) auch ohne Scherbenhaufen angenommen werden. Einfach mal überlegen, wie man selbst mit Kritik umgehen würde, wenn sie so ... oder so vorgetragen wird.
 
  • #20
Natürlich kann und darf man den Partner kritisieren. Allerdings macht der Ton die Musik, zudem sollte Kritik immer sachlich formuliert werden.
Sachlich ware z.B. zu sagen, deine grünen Gardinen finde ich nicht schön.
Unsachlich sind pauschale Aussagen wie deine Wohnung ist hässlich.
Abgesehen davon sind Geschmäcker verschieden. Und letztlich ist entscheidend das sich der Mensch wohl fühlt, der in der Wohnung lebt.
Ich würde z.B. auch nicht anfangen rosa Pullover zu tragen, nur weil eine Partnerin die toll findet.
 
  • #21
Wie ich mit Kritik umgehe? Ignoranz und mein Ding weiter machen. Vom Partner habe ich mich schon innerlich verabschiedet. Gegen später provoziere ich ihn dann erst recht mit diesen Dingen, die ich noch mehr verstärke. Weil ich brauche keine zweite Mutter, ich bin erwachsen.

Es hat immer Gründe, warum man etwas tut und häufig stehen Bedürfnisse dahinter, die nie erkannt werden. Hast du dich schon mal ernsthaft hingesetzt und versucht das Problem deines Partners zu entschlüssen oder ist dein Ego so übermächtig, um dich nicht herunterbegeben zu können? Will er Geld sparen, weil er sich nicht wäscht? Hat er vielleicht sein Leben lang schon einen insgeheimen größeren Traum, dem er verzweifelt nachrennt? Es könnte eine Assoziation dazu sein.
Möchte er sich vielleicht absichtlich Menschen/die Gesellschaft vom Leib halten und pflegt sich nicht?
Hat er Jobprobleme? Burn-Out? Das kann sich auf eine vernachlässigte Wohnung niederschlagen.
Es gilt, zu erkennen, wo die Probleme und Bedürfnisse deines Partners liegen.

Männer, die sich nicht waschen und vieles nicht für nötig halten, mögen das Mainstream-Gehabe oft nicht. Frauen, die jeder Kosmetik und jeder Mode nachrennen inklusive. Leute, die nichts im Kopf haben, außer Konsum. Auch die Doofheit der Leute, sich alles andrehen zu lassen in der Werbung. Für mich ist das alles nachvollziehbar, wenn man sich erst mal hinsetzt und wirklich ersthaft versucht, zu verstehen, warum jemand so und so handelt. Hast du das schon mal aus Interesse zu deinem Partner gemacht?

Erwarte aber jetzt bitte nicht, dass dein Partner sich die Blöße gibt und das mit dir ausdiskutiert. Da muss man selber anfangen, zwischen die Zeilen zu lesen.

Hast du vielleicht selber schon mal versucht, dich 2 Tage nicht zu duschen? Einfach um dich mal auf seiner Ebene zu bewegen und Erfahrungen zu sammeln, um zu sehen, was es mit dir macht? Du könntst deine eigenen Probleme (deinen Ekel) damit überwinden.
 
  • #22
Ganz einfach: nicht meckern und nörgeln, sondern positiv den dahinter stehenden Wunsch benennen. Ich weiß , wir haben das alle nicht gelernt zu dumm aber auch .Weiter hilft hier die Beschäftigung mit GFK,
Der gewaltfreien Kommunikation, gibt jede Menge Literatur oder
Kurse dazu.Sehr gesund für angestrebte langfristige Partnerschaft!
Liebe FS
Ich kann die GFK ebenfalls wärmstens empfehlen. Die Methode ist einfach, aber wenn man sie regelmässig übt, werden wirklich die zwischenmenschlichen Beziehungen besser. Ich habe sehr davon profitiert und und finde es wirklich alltags- und beziehungstauglich.
Weiter kann ich "Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe" von John M. Gottman empfehlen. Dieser Forscher hat sich damit beschäftigt, wie man an der Kommunikation vorhersehen kann, ob ein Paar sich scheiden lassen wird oder zusammen bleibt.
 
  • #23
Ich kritisiere (mittlerweile, in meiner Jugend war das anders) NIE.
Umgekehrt ertrage ich Kritik sehr schlecht. Ich reagiere hyperempfindlich auf Veränderungsversuche.
Ich denke, beides ist ein Beziehungskiller. Dauerndes Genörgel ist etwas völlig anderes als Dinge, die einem ernsthaft nicht gefallen, in angemessenem Ton anzusprechen. Wer das nicht verträgt, muss dann nach einem "perfekten" Partner suchen.
 
  • #24
Wenn man kritisieren muss, sollte zuerst positive Dinge über das Gegenüber zu sagen und Gemeinsamkeiten betonen, ehe man dann Kritik übt. Damit wird die Kritik in einen größeren positiven Rahmen eingebettet.

Und wenn man kritisiert, dann sollte man immer treffsicher das Verhalten ansprechen und nicht den Menschen. Denn ein Verhalten kann man ggfs. ändern.

Und wenn man das Verhalten kritisiert, dann bitte ganz genau rückgebunden an konkrete Situationen, die zeitlich und örtlich bestimmbar sind und in zeitlicher Nähe zu der Kritik liegen.

Schlechte Körperhygiene ist auch nicht konkret genug. Was ist denn damit gemeint? Dreck unter den Fingernägeln? Mundgeruch? Körpergeruch?

Anstatt jemanden wegen schlechter Körperhygiene zu kritisieren, kann man auch einfach sagen: "Willst Du nicht schnell noch unter die Dusche springen? Ich mag es, wenn Du gut riechst!"

Und wenn jemand eine "hässliche" Wohnung hat, dann stellt sich natürlich die Frage, wie jemand selbst die Wohnung sieht und warum er sie gerade so eingerichtet hat? Kein Geld? Keine Lust? Findet er das gerade so gemütlich? Will er damit seine Individualität herausstellen?

Auch da wäre es hilfreich, wenn man statt eines Gesamteindrucks "hässlich" konkret sagt, was an der Gestalltung nach eigener Auffassung nicht stimmig oder ungemütlich ist und wie man das ggfs ändern würde.

Besser als Kritik ist aber in jedem Fall das Lob. Kluge Menschen beobachten genau und verstärken erwünschtes Verhalten.
 
  • #25
Also mir ist aufgefallen, dass viele Frauen sich irgendeinen Mann nehmen und dann den, obwohl er gar nicht ihren Vorstellungen entspricht ändern wollen. Du kannst aber einen erwachsenen Mann nicht ändern.
Klar kann ich einem Mann sagen, dass er doch in seinem Alter vielleicht mal eine Putzfrau haben sollte oder dass er sich untenrum rasieren könnte oder duschen (sollte man das einem Mann mit über 20 wirklich sagen müssen?).
Aber ich muss sagen: Wenn ein Mann keine schöne Wohnung hat, dann habe ich keine BEziehung mit ihm.... warum?
Weil mir Ästhetik wichtig ist - in der Wohnung, im Styling, im Geist.
Und weil ich 2 Kinder habe, mit denen ich schon dauernd meckern muss, weil sie nicht aufräumen und mich nicht in die Ecke der meckernden Frau stellen lassen will.
Entweder benimmt er sich erwachsen und hat eine aufgeräumte Wohnung, ist charmant, kann kochen und stylt sich gut oder er lässt es - dann wird er es aber nicht für mich.
Ich kann eventuell, wenn ein Man Spaß daran hat, etwas an seinem Outfit ändern, aber nicht an seinen grundsätzlichen Lebensgewohnheiten.
Wenn du Männer mit definierten Oberarmen schön findest oder mit Waschbrettbauch, dann kannst du aus einem Sportmuffel mit Bürohengstfigur aber keinen sexy Athleten machen. Und aus eine Cochpotatoe keinen interessanten Wochenendpartner.
Und aus einem Mann, der nicht duscht, wird nie ein gepflegter Mann.
Es sind einfach Grundeigenschaften eines Menschen, der sich einfach nicht weiterentwickeln will und der auf dem Stand eines 18jährigen stehengeblieben ist - aus dem wird nie der Mann, den Du willst - man kann versuchen, es positiv zu verpacken nach dem Motto : "Ich mag es total, wenn du nach diesem leckeren Duschgel riechst..." ... oder wenn man ihn fragt : "was hältst du davon, wenn wir mal ein bissche Klar Schiff in deiner Wohnung machen?"... aber wirklich ändern muss sich ja im Kopf desjenigen etwas - wenn er es nur Dir zuliebe EINMALIG macht, bleibt ja alles so wie immer:
IHN stört sein Dreck nicht.
Genauso wie es Männer gibt, die es völlig o.k. finden, bekocht zu werden, die aber trotzdem immer schön 50:50 im Restaurant machen. Oder welche, die nie eine Idee haben oder welche, die sich gerne bedienen lassen. Die sehen ihre vermeintlichen fehler nicht als solche und empfinden deshalb deine Mängelliste als völlig unangebrachte Kritik.
Es gibt wenig wirklich brauchbare Männer, denn die brauchbaren bleiben meistens liiert.
Einer der häufigsten Gründe, weswegen Frauen sich trennen ist ja auf Grund einer frz. Studie der, dass Männer nichts/wenig im Haushalt tun. Also lach Dir doch bitte so einen nicht an!
Ich nehm nur noch Männer mit Putzfrau :-D Problem gelöst!
 
  • #26
Puh, also ich bin mit einem erwachsenen Mann verheiratet und nicht mit einem Hundewelpen: wenn ich mir die Tipps hier teilweise ansehe, kommt es mir vor, als ob man einer Katze beibringen will, das Katzenklo zu benutzen!
Ich lobe meinen Mann sicher nicht für Selbstverständlichkeiten wie tägliches Duschen: tätschelt man ihm da auch den Kopf und sagt "feiner Junge, hast du gut gemacht, jetzt kriegst du ein Leckerli"?
Mit einem Menschen, der müffelt und nicht verträgt, wenn man das sachlich anspricht (nicht in lasziver "ich mag es, wenn du gut riechst" Manier!), kann man wohl kaum eine Beziehung führen.
Ich habe für solche Mimöschen und Sensibelchen wenig Verständnis, weil das Manipulation par excellence ist: ich vertrag das alles nicht, mir is das alles zu viel: da muss sie nur noch mit dem Riechsalz auf die Recamiere sinken!

Einige Männer nutzen ja gerne diese Taktik auch, um Frauen mundtot zu machen: da wird bei jeder Gelegenheit (also bei jedem erwachsenen Gespräch) die Du-meckerst/zickst/nörgelst-Keule rausgeholt als Totschlagargument: is natürlich superpraktisch, wenn man sich dann schmollend zurückziehen kann und sein Verhalten unverändert weiterführt: wie damals mit Mutti!
Ich mache 1x eine sachliche Ansage, da kann dann gerne drüber gesprochen, diskutiert werden - aber ich erkläre sicher keinem Erwachsenen z.B. mehrfach, dass er stinkt. Ich bin nicht seine Mutter und habe keinen Erziehungsauftrag.
 
  • #27
Im Prinzip ist es doch ganz einfach. Man fragt sich einfach, man fragt sich einfach, was man umgekehrt akzeptieren würde und was einen umgekehrt motivieren könnte, zu Gunsten des Partners etwas zu tun, was man selber nicht von sich aus will?

Wenn Sie selber etwas nicht für notwendig erachten, was der Partner sich von Ihnen aber wünscht, dann werden Sie sich allenfalls angegriffen fühlen und erst recht blocken, wenn der Partner Ihnen das vorwurfsvoll vorhält. Solange über das Gewünschte nicht völlig unstreitig keine 2 Ansichten bestehen können (und man kann nahezu immer 2 Ansichten haben), ist das vorwurfsvolle Verhalten anmaßend.

So gibt es z.B. kein gottgegebenes Gesetz, ob Klodeckel auf Wunsch nur eines Partners heruntergeklappt werden müssen, so dass diesbezügliche Vorwürfe allenfalls dazu führen, noch gesichtswahrend dem Wunsch zu folgen. Denn, wenn man dem Wunsch nachgibt, würde man dem Partner quasi recht geben, dass es ein gottgegebenes Recht gibt bzw. man würde den Partner für sein asoziales vorwurfsvolle Verhalten auch noch belohnen.

Der einzige Weg ist meiner Meinung daher, dem Partner Wege zu bauen, dass er das Gefühl bekommt, dass er sich das selber wünscht. Man kann gerne klar seine Wünsche formulieren ("Ich mag das, wenn...). Wichtig ist, dass man dem Partner immer das Gefühl gibt, dass man es nicht als Selbstverständlichkeit verlangt, den Wünschen nachzukommen, sondern, dass man sich ehrlich darüber freut und auch dankbar dafür wäre. Wenn der Partner sich akzeptiert und geliebt fühlt, dann wird auch bei ihm die Motivation steigen, dem Partner aus eigenem Antrieb und vor allen Dingen auch gesichtswahrend Wünsche zu erfüllen.

Bleiben Sie bei sich, statt dem anderen einen Vorwurf zu machen. Wenn sie wirklich ernsthaft nur wegen der Körperhygiene keine Lust auf körperliche Nähe verspürten (und das kein vorgeschobener Vorwand ist), dann erklärt man z.B., dass man den anderen ja sehr gerne mag, aber schlicht nicht aus seiner Haut rauskommt und bei so etwas Intimes wie Sex nur dann Lust verspürt, wenn man sich dabei auch gut richen kann und es ansonsten nicht möchte.

Der Partner hat dann selber die Wahlmöglichkeit, frei zu entscheiden, was er möchte. Man gibt dem Partner dann die Möglichkeit, die Verhaltensänderung aus eigenem Antrieb selber wollen zu können und eigenen Spaß daran zu empfinden, den Partner glücklicher zu machen.

Gut fand ich dazu einen Onlineartikel in der Welt (einfach mal bei Google eingeben: Wie staendiges Noergeln jede Beziehung zerstoert)
 
L

LadyBink

  • #28
Also ich kann bei einigen der geschilderten Verhaltensweisen auch nur noch verwundert den Kopf schütteln. Dem Mann wie einem kleinen Kind oder Hund sagen, dass er sich doch bitte mal wieder waschen und seine Wohnung nicht vergammeln lassen soll? Und dabei schön loben und hinterher bitte über den Kopf streicheln? Ja was kommt denn als nächstes? Den Mann darauf hinweisen, dass er den Postboten nicht anknurren, das Kissen weder vollsabbern noch die Couch beschmutzen und in meiner Abwesenheit nicht in den Ecken Pipi machen darf?

Wir reden hier aber schon über einen erwachsenen, männlichen Menschen außerhalb eines Petplay-Spiels, ja? Auch wenn ich noch nicht ganz soviel Erfahrung in der hohen Kunst der Herzenslehre wie unsere beiden Herzenspsychologinnen polyamor habe, ich halte erwachsene Männer weder für geistig minderbemittelte noch für sozial inkompetente Wesen per se. In diesem Fall stellt sich mir die Frage, wieso in aller Welt man mit einem stinkenden Typen mit Gammel-Wohnung und Schmolleritis eine Beziehung eingeht?! Manchmal kann ich meine Mitmenschen unisex nicht verstehen.
 
  • #29
z. B. Mann will Sex - Schatz, ich lass dir mal ne Badewanne ein und dann machen wir es uns gemütlich oder in der Art.
was soll das?

Es wäre doch viel einfacher und weniger übergriffig zu sagen: "Ich fühle mich beim Sex viel wohler, wenn wir beide (!) frisch geduscht sind."
oder auch
"Es mach mich richtig rallig, wenn Du frisch aus der Dusche kommst, da könnte ich sofort über Dich herfallen und aufreiten."

Mit solchen Äußerungen hat ER die Möglichkeit zu entscheiden, was ER tun wil - er handelt also selbstbestimmt.

Willst Du ihm das Badewasser einlassen, ist das übergriffig und nimmt ihm die Freiheit zu entscheiden, was er für eine angenehmes sexuelles Erlebnis tun will.
Jeder Mann hat ein Interesse daran, daß die eigene Sexualpartnerin beim Sex ihre eigene Begeisterung daran zum Ausdruck bringt. Also wird auch jeder Mann für eine solche Stimmung sorgen wollen, wenn er selber darüber eintscheiden darf.

Kein Mann will eine Frau, die ihm sagt, wie er zu leben oder Sex zu haben hat, denn kein Mann will Sex mit der eigenen Mutter haben. (nun ja, außer Ödipus und auch der wollte es nur unwissentlich.)
 
  • #30
es ist absolut essentiell das man sich gegenseitig sehr schnell sagt was einem nicht passt oder was man nicht aushalten kann oder will.. und das neutral und ohne das DER ANDERE sich verletzt fühlt.. ich mag das und ich mag das nicht sollte zu einem selbstverständlichen Gespräch werden und fern von irgendwelchen negativen (anhaltenden) Gefühlen.. Kritik sollte immer willkommen geheissen werden.. immer..
 
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