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  • #1

Mann zahlt keine Miete - strafbar, wenn ich Ihn rausschmeisse?

hallo,
ganz kurz gefasst....ich bin verheiratet und habe 2 kinder.
da mein mann 2 monate keine miete bezahlt hat, wurde ich von meinem vermieter angesprochen....mein mann konnte/wollte mir nicht erklären wo das geld hin ist. wir sind beide berufstätig. er war bis dato voll und ich als teilzeit beschäftigt, daher war er für die miete und ich für strom usw verantwortlich.
jetzt habe ich ihn raus geschmissen und ihn gebeten seine sachen aus der wohnung zu holen, da ich auch die scheidung möchte.
er weigert sich natürlich und sagt seit wochen er kommt und bringt mir das geld, aber nichts passiert. meine kinder leiden auch darunter, da er ständig versprechen macht und sie nicht einhält.
allerdings ist er nicht der leibliche vater der kinder.
würde ich mich strafbar machen wenn ich ihm seine sachen einfach vor die tür stelle....sie könnten ja auch geklaut werden.....auch wenn es nicht viel ist was er hat.
 
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  • #2
Um das rechtlich zu bewerten müsste man wissen wer im Mietvertrag steht! Willst Du die Wohnung behalten und Ihn raus schmeißen, musst die offenen Mieten erstmal zahlen und den Mietvertrag auf Dich alleine abändern lassen. Fraglich ist ob der Hauseigentümer eine Halbtagsbeschäftigte als Hauptmieter akzeptiert.
 
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  • #3
Das geht rechtlich nicht? Der Vertrag läuft auf seinen Namen. Warum hat er sich überhaupt aus seiner Wohnung werfen lassen... Stichwort Eigentümer und Besitzer. Wenn überhaupt kann er euch rauswerfen, und selbst das halte ich für äußerst unwahrscheinlich.

Ich hoffe du bist gut versichert.
 
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  • #4
Das geht rechtlich nicht? Der Vertrag läuft auf seinen Namen. Warum hat er sich überhaupt aus seiner Wohnung werfen lassen... Stichwort Eigentümer und Besitzer. Wenn überhaupt kann er euch rauswerfen, und selbst das halte ich für äußerst unwahrscheinlich.

Ich hoffe du bist gut versichert.

Wo steht das denn, dass der Vertrag auf seinen Namen läuft? Davon steht nichts in der Frage.
Wenn der Vertrag auf Beide läuft, dann kann sie ihn sehr wohl aus der Wohnung werfen. Allerdings sollte die FS dazu schnellstmöglichst zum Anwalt gehen, der dann für sie das Wohnrecht festlegt. Schließlich hat sie als Mutter von 2 Kindern mehr Anspruch auf eine Wohnung. Er kann bei einer Trennung leichter eine neue Bleibe finden als sie mit 2 Kindern.
Das Eigentum auf die Straße stellen, das geht natürlich nicht. Sie muss schon einen Termin mit ihm ausmachen um ihm die Sachen dann zu übergeben.
Liebe FS: Geh sofort zum Anwalt, der weiß besser Bescheid als wir hier alle zusammen und er kann dir sicher helfen. Eine Erstberatung ist nicht teuer und zur Scheidung brauchst du eh einen Anwalt. Evtl. kannst du auch eine kostenlose Beratung von einem Anwalt bekommen, z.B. bei Caritas oder sowas.
 
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  • #5
GRUNDSÄTZLICH können Ehegatten sich nicht gegenseitig aus der (ehelichen)Wohnung werfen.
(Gewalttätigkeit ausgenommen), unabhängig wer den Mietvertrag unterschrieben hat!
Den Vermieter geht dies einen feuchten Kehricht an. Selbst wenn der Mann `offiziell` ausgezogen ist, kann er der Ehefrau nicht einfach kündigen (Voraussetzung, die Miete wird pünktlich gezahlt). Die Notwendigkeit eines `neuen` Mietvertrages sehe ich nicht, maximal eine `Änderung`.

Mein Tip: 1.) Schleunigst eine Fulltime-Job annehmen. (Dass er Unterhalt an eine Berufstätige mit Kindern zahlen muss, deren Vater er nicht ist, wirkt eher unwahrscheinlich) 2.) Einen Anwalt zwecks Abholung der Sachen aufsuchen und `seine Restschuld` aus dem Mietverhältnis klären lassen, bzw. die Scheidung einreichen.

Wenn man fremde Sachen auf die Straße wirft, macht man sich auch nicht `strafbar` sondern schadenersatzpflichtig wenn etwas beschädigt wird. Das übernimmt keine Versicherung!

Im Übrigen braucht Du auch nicht zur `Caritas` Rechtsberatung, Jeder Rechtsanwalt rechnet nach BRAGO ( Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung) ab. Kostenerstattung nach Brago kann jeder im Rahmen der Prozesskostenhilfe beantragen der `bedürftig` ist.

W/45, Immobilienfachwirtin
 
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  • #6
Im Übrigen braucht Du auch nicht zur `Caritas` Rechtsberatung, Jeder Rechtsanwalt rechnet nach BRAGO ( Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung) ab. Kostenerstattung nach Brago kann jeder im Rahmen der Prozesskostenhilfe beantragen der `bedürftig` ist.

W/45, Immobilienfachwirtin

WENN sie bedürftig ist. Das wissen wir nicht. Aber die Möglichkeit einer kostenlosen Beratung sollte man trotzdem nicht außer acht lassen. Hab ich selbst auch gemacht, obwohl ich gut verdiene und mir später auch einen RA genommen habe. Die Ratschläge, die mir der kostenlose Caritas-RA gegeben hat, waren jedoch richtig gut, denn er hatte kein finanzielles Interesse und war daher absolut neutral.
Schon aus diesem Grund habe ich der FS diesen Tipp gegeben.
 
  • #7
Also ich hatte mal vor Jaaahhhhrreeeennn so eine Situation mit einer Freundin und nein einfach Rausschmeissen kannst Du Ihn eigentlich nicht (und bei ehegatten ist das bestimmt noch "schärfer") es gibt so etwas wie das Gewohnheitsmeitrecht das heist (selbst wenn er nicht im Vertrag steht) kann man nach einer bestimmten Zeit davon ausgehen das der Mensch in der Wohnung seinen Lebensmittelpunkt hat ist es völlig knuppe ob er im Vertrag steht oder nicht.

Nein du kannst seine Sachen nicht einfach vor die Tür stellen da es sein Eigentum ist, kommt da etwas zu schaden oder ist weg hast Du für Ersatz ggf. Bezahlung des (Rest) Wertes zu sorgen...

Es tut mir ja leid aber wir leben nicht in Italienischen Werbespots...
 
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  • #8
Ich gehe davon aus, daß beide Partner im Mietvertrag stehen, etwas anderes würde mich bei Verheirateten sehr wundern, es sei denn der Mietvertrag hätte schon vor der Ehe bestanden.

Wenn einer der Partner kein Geld (mehr) hat, muß der andere für die Miete aufkommen, ein wie auch immer geartetes Recht ihn ‘rauszuwerfen besteht nicht. Allerdings kann natürlich jeder der beiden Mieter den Vertrag rechtswirksam kündigen, auch gegen den Willen des anderen. Man könnte in diesem Fall versuchen, gleich einen neuen Vertrag mit nur noch einer Person abzuschließen, aber ob der Vermieter sich bei einer Geringverdienerin mit 2 Kindern darauf einlassen wird?

Ihm seine "Sachen" vor die Tür stellen würde ich tunlichst unterlassen, zum einen müßtest Du für alle Schäden (Witterung, Diebstahl) geradestehen, zum anderen hat Dein Mann ein verbrieftes Wohnrecht und könnte sich jederzeit die Tür vom Schlüsseldienst öffnen lassen.

Sollte, wie oben angedeutet, der Mietvertrag nur auf eine Person lauten, wäre wohl trotzdem von einer stillschweigenden Änderung auszugehen, es sei denn der Vermieter wüßte nichts von Ehe und Einzug des Partners. Dann würde ich mich allerdings auf Ärger mit dem Vermieter gefaßt machen.
 
  • #9
Wohnungszuweisung beim FamilienGericht beantragen. Da Du Kinder hast, wirst Du die Wohnung auch bekommen. Sachen nicht vor die Tür stellen, lieber irgendwo zwischenlagern. w51
 
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