• #1

Mann und Frau – unterschiedlich?

Worin seht ihr die oft als Ideal angestrebten und beschworenen Unterschiede von männlichen und weiblichen Eigenschaften?
Ich muss ehrlich gestehen, ich kann mit diesem Gegensatz nichts anfangen: Empathie, Selbstbewusstsein, Schutz suchen und Schutz geben, für sich eintreten, für den anderen da sein, kein Weichei sein im Sinne von Unentschlossenheit und totaler Abhängigkeit … all diese Eigenschaften erwarte ich in einer Partnerschaft sowohl von mir selbst als auch von meiner Partnerin. Wo also sind die angeblichen männlichen und weiblichen Charaktereigenschaften, die vermeintlich so sehr gegensätzlich sind? Ich sehe die Gegensätze stattdessen im Folgenden: in der Figur (sie ist eher schmal, ich eher breitschultrig), in der Stimme, in den sekundären und primären Geschlechtsmerkmalen sowie – im Bett beim Sex.
Wenn ein Mann ein typischer Mann oder eine Frau eine typische Frau ist, dann sind sie für mich meist beide eher langweilig: eine Frau, die sich extrem feminin gibt, in erster Linie fürs Aussehen und Shoppinggehen Interesse hat finde ich genauso anstrengend wie einen Mann, der nur von Fußball, Sport oder den Erfolgen seines Jobs redet.
Wie seht ihr das? (m, 39)
 
  • #2
Lieber SvenBln
Die Unterschiede zwischen Mann und Frau sind tatsächlich da. Es ist jedoch wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Unterschiede zwischen den verschiedenen Männern grösser sind, als die Unterschiede zwischen Mann und Frau. Dasselbe gilt natürlich für die Frauen.
Auch körperlich sind die Unterschiede gross. Du schreibst Frauen sind schmal, Männer breitschultrig. Da ich früher mal als Modell an der Kunstgewerbeschule gearbeitet habe, wurde ich dort vermessen. Meine Schultern sind breiter als meine Hüften, als eher das männliche Schema. Auf der Strasse würdest Du mich jedoch sicher als weiblich einstufen vom Aussehen her. Feminine Kleider, lange Haare, usw.
Mit meinem Partner rede ich nicht übers shoppen, sondern wir haben eine gemeinsame Leidenschaft, Oldtimer-Wohwagen und deren Restauration und natürlich die damit verbundenen Reisen. Es hat eine Weile gedauert, bis wir uns gefunden haben:)
Shoppen gehe ich mit Freundinnen oder meiner Tochter.
Die Welt ist bunt. Höre auf, in Klischees zu denken und freue dich darauf, eine Frau zu finden, die zu Dir passt.
w, 56
 
  • #3
Ich kann mit diesen pauschalen Aussagen auch nichts anfangen. Es gibt ruhige Männer und laute Frauen, dominante und zurückhaltende Menschen, witzige und humorlose.. das bezieht sich ja nicht auf ein Geschlecht per se. Wobei vielleicht das Verhalten (Gestik, Mimik) doch einen großen Unterschied macht. Ich denke das manchmal bei meinen homosexuellen männlichen Bekannten, dass sie sich sehr weiblich bewegen und reden; beispielsweise Wortwahl oder Handbewegungen. Bei vielen habe ich das sofort bemerkt beim ersten Kennenlernen, bei den homosexuellen Frauen dann (aber viel seltener) andersherum. Diese Signale sind dann vielleicht auch das, was zb Männer an Frauen als weibliche Reize wahrnehmen.
Bezüglich der Persönlichkeit habe ich auch schon Frauen getroffen, die ich wahnsinnig toll fand. Aber ich fühle mich halt sexuell nicht von Frauen angezogen. Aber da war alles, was mich an Eigenschaften anzieht, durchaus auch da.
Wenn jemand „echter Mann“ sagt, denke ich an einen wortkargen Macho, der nicht über innere Probleme redet oder reden kann und mit unbewegtem Gesicht über die Prärie schaut. So jemanden möchte ich nicht als Partner.
W, 36
 
  • #4
Wenn ein Mann ein typischer Mann oder eine Frau eine typische Frau ist, dann sind sie für mich meist beide eher langweilig: eine Frau, die sich extrem feminin gibt, in erster Linie fürs Aussehen und Shoppinggehen Interesse hat finde ich genauso anstrengend wie einen Mann, der nur von Fußball, Sport oder den Erfolgen seines Jobs redet.
Ich finde darin liegt schon die Antwort. Ein Mann kann bei den meisten Frauen punkten, wenn er nicht nur typisch weibliche Eigenschaften (Empathie/Fürsorglichkeit), sondern vor allem auch weibliche Interessen teilt, zB Shopping, Theater, Inneneinrichtung.
Bei der Frau halt umgekehrt, dass sie nicht so prinzessinnenhaft ist und sich vielleicht auch mit für Autos, Sport oder das Handwerken interessiert.

Natürliche sollten die geschlechtsspezifischen Eigenschaften erhalten bleiben, sonst geht die sexuelle Anziehungskraft verloren. Aber jeweils so ein bisschen des anderen ist hilfreich, denn so schafft man Gemeinsamkeiten.

Der goldene Mittelweg halt....

Die Unterschiede sollten mMn nur hauptsächlich in der Optik liegen.
 
  • #5
Ich kenne keinen einzigen, der ausschließlich diese Merkmale aufweist, wenn auch einige, zu deren Facetten auch die von dir genannten zählen.

w 52
 
  • #6
typische Frau ...sich extrem feminin gibt, in erster Linie fürs Aussehen und Shoppinggehen Interesse hat
Das ist keine typische Frau, sondern eine vom Typus bildungsferne Tussi.

typischer Mann ...der nur von Fußball, Sport redet.
Analog dazu der Typus Prolet.

typischer Mann ...der nur von den Erfolgen seines Jobs redet.
Auch dies ist mitnichten der typische Mann, sondern die Sonderform des Angebers.

Alle doof, würde ich sagen, aber die Geschmäcker sind verschieden.
Suche dir doch einfach eine Frau, die dir gefällt und sei der Mann, der dir gefällt, wo ist denn das Problem ?
Du kennst nur Proleten, Angeber und Tussen ? Dann solltest du mal deine Kontakte überdenken.
Ich kenne keinen einzigen, der ausschließlich diese Merkmale aufweist, wenn auch einige, zu deren Facetten auch die von dir genannten zählen. Je nach Kontext ist das für mich ok.

w 52
 
  • #7
In deinem ganzen Beitrag ist von Liebe keine Spur, für mich ist eine Beziehung nur in der gegenseitigen und ausgeglichenen Liebe in Balance möglich, ist eine solche Liebe da, gibt es solche verkopften und zweckorientierten Argumentationen nicht, denn dann ist die Beziehung im Vertrauen, im Respekt, in der Freude, als Ergänzung im Ausgleich gefüllt, gefühlt und gelebt!
 
  • #8
Der Reiz der Geschlechter aneinander entsteht aus der Unterschiedlichkeit. Das Eigene kann einen heterosexuellen Menschen nicht reizen. Die Anziehung entsteht aus der Bipolarität. Woraus diese im Einzelnen entsteht, darüber mag es eine Bandbreite an Vorstellungen geben. Aber Frauen wollen idR keine Softies, Männer keine Mannweiber.

Ich liebe an den Frauen neben die Unterschiedlichkeit der Art, das Indirekte, das mehr Rätselhaft im Wesen und natürlich die weibliche Physis. Mit androgynen Frauen, sowohl psychischer oder psychischer Art, kann ich wenig anfangen.

Eine androgyne Frau in meinem Bekanntenkreis erzählt, sie wirke auffallend häufig auf Männer, die sich als bisexuell herausstellen. Das scheint mir meine Theorie zu bestätigen.
 
  • #9
Der Unterschied ist vor allem sexuell. Die primären Geschlechtsmerkmale. Die innere Sexualität, Orientierung.
Bei Heterosexualität ist darin begründet die Art um einen Partner zu werben - Mann wirbt, Frau sendet Signale. Die Schutzfunktion des Mannes. Reine Urinstinkte. Biologie.
Bei homosexuellen Menschen schon wieder anders, je nach innerer Ausprägung.

Alle anderen Unterschiede sind individuell.

Es muss passen zwischen 2 Menschen. Passung ist absolut individuell.

Ich finde diese betont femininen Frauen auch langweilig, nicht mein Typ. Andere Männer stehen genau darauf.

M, 54
 
  • #10
eine Frau, die sich extrem feminin gibt, in erster Linie fürs Aussehen und Shoppinggehen Interesse hat
Übrigens; ich verbinde eine Frau, die sich nur für Aussehen und Shopping interessiert, nicht unbedingt mit feminin, sondern mit oberflächlich und für mich mit langweilig. Feminin würde ich eher eben besagte Gestik und Mimik verorten, und auch Styling, aber das muss wiederum nicht mit den "nur" Interessen für Aussehen und Shopping zusammenhängen :) Ich selbst tanze ja Swing, und da stehen viele Leute auch auf die Vintage-Kleidung, die Frisuren, den roten Lippenstift usw., aber die haben tausend andere Interessen und spannende Hobbies, nicht nur Shopping - Männer wie Frauen. Die Art "Tussi", die kein weiteres Leben hat außer ihrem Aussehen, die wird aber oft vom Gegenpart, dem Proleten, bevorzugt, der nur Fußball kennt, und dann passt es ja auch wieder. Jeder hat halt andere Vorlieben.
 
  • #11
Dein Problem ist, dass deine Vorstellung von typisch männlich/weiblich nicht charakteristisch ist, sondern sind die Merkmale ehe unreifer Geschlechter. Typisch männlich ist Dominanz, Konkurrenz, Zielstrebigkeit, Schutz, logisches Denken, Konzentriertheit. Typisch weiblich ist Sanftheit, Wärme, Emotionalität, Empathie, Fürsorge, der Sinn für Schöne, aber auch Unklarheit, Harmoniebedüfnis und Stimmungsschwankungen.Dazu kommt, dass in dieser Gesellschaft solche Eigenschaften ehe missverstanden und oft negativ bewertet werden. Dominanz ist nicht Macho, sondern die Führungspersönlichkeit und Emotionalität ist nicht Zickentum, sondern die Fähigkeit, Gefühle auszudrücken. Natürlich können Frauen und Männer die andersgeschlechtliche Eigenschaften entwickeln, aber sie sind nicht angeboren, sondern anerzogen. Der Mensch passt sich sozusagen an die Umgebung an,weil er sonst ausgestoßen wird. Die Unterschiede sind schon aufgrund der Physiologie und den entsprechenden Hormonen gegeben und steuern nachwievor unser Verhalten. Wäre es anders, hätten Karierefrauen keine Probleme, Männer zu finden oder Softiemänner alle vergeben. Dass das so nicht ist, sieht man schon in der eigenen Clique - wie Andreas1965 geschrieben hat, Gegensätze und Polarität ziehen sich an, weil Hetero eben nicht Homo ist. Eine Frau im Kleid und langen Haaren hat mehr Chancen, einen Mann abzukriegen, als eine mit Jeans und kurzen Haaren. Ein verständnisvoller, nachgebender Mann wird von den Frauen verschmäht - gefriendzont-oder ziemlich bald mit einem ehe dominanteren Mann betrogen.
 
  • #12
Für die Theorie, dass Männer und Frauen gleich sind und Unterschiede nur durch die Gesellschaft gemacht werden, bist Du bisschen spät dran. Diese Theorie wurde eine Zeitlang auch wissenschaftlich vertreten, ist aber heute überholt.

Du marginalisierstdie körperlichen Unterschiede, in dem Du einfach von schmälerem Körperbau und den Geschlechtsmerkmalen sprichst.
Wenn alles Gleich ist, warum treten im Spitzensport nicht Männer und Frauen gegeneinander beim Laufen oder Skifahren usw. an ??

Selbstverständlich gibt es jetzt hier im Forum eine Frau, die schneller und sportlicher ist, als ein Mann. Wenn wir aber eine Gaugsche Verteilungskurve anschauen, sind die 20% stärksten Frauen so stark wie die 20 % schwächsten Männer.

Tatsächlich gibt es erhebliche körperliche Unterschiede bei Größe, Gewicht, Muskelmasse, Testosteron- und Östrogenspiegel.

Diese körperlichen Gegebenheiten wirken sich selbstverständlich auf das zwischen geschlechtliche Verhalten aus, weil ein Mann seine körperliche Überlegenheit nutzen kann, um seinen Willen durchzusetzen.

Mit den Auswirkungen der Hormone will ich jetzt garnicht anfangen....
 
  • #13
Worin seht ihr die oft als Ideal angestrebten und beschworenen Unterschiede von männlichen und weiblichen Eigenschaften?
Die Frage finde ich gar nicht so leicht zu beantworten. Ja, erstmal sind es die äußeren Unterschiede. Aber was kommt dann. Ich wünsche mir auch von einem Mann Warmherzigkeit, Empathie, Verständnis usw., andernfalls macht die Beziehung mehr Stress als Freude. Andererseits ist doch auch klar, dass es auch die Frage gibt "wann FÜHLE ich mich als Mann/Frau".

Ich denke, das ist typabhängig, nicht geschlechtsabhängig. Also z.B. die Frage: Wer ist der schöne Part in der Beziehung. Es gibt durchaus Paare, in denen der Mann "die Venus" ist, also mehr Schlag durch sein Äußeres hat bei den Frauen, als die Frau bei den Männern, und das weiß. Die Frau ist dann eher der umwerbende Part und führt die Schönheit nach Hause.

Die Klischees berücksichtigen das nicht, dass es typabhängig ist. Die Mythologie ja auch nicht, obwohl von esoterischer Sichtweise, die die Mythologie benutzt, her jeder sowohl die "venushaften" als auch die "marsischen" Anteile in sich hat und ggf. projiziert. Geht man rein von den Hormonen aus, so ergibt sich vielleicht das Klischeebild, aber die Erziehung durch Eltern/Gesellschaft trägt ja auch dazu bei, womit man sich identifiziert.

Frage: Sollte auch eine "männlichere" Frau unbedingt lernen, sich eher mit ihrer weibl. Seite zu identifizieren, wenn sie in Beziehungen glücklich werden will? Hängt viell. davon ab, ob sie sich durchgängig mit der "Männer"rolle identifizieren kann. Also mit einem Mann klarkommt, der nie mal die Männerrolle übernimmt, wie auch immer man das jetzt definieren will. Vielleicht, dass er auch mal den Anfang beim Sex macht und Begehren zeigt.

Mal vorausgesetzt, jeder Feld-Wald-und-Wiesen-Mann hat einen großen "Marsanteil in sich", also will handeln und Ziele setzen und erreichen, und das durch seinen höheren Testosteronanteil ... ich sag mal: unbeugsamer als eine normale Feld-Wald-und-Wiesen-Frau, die schneller ihre Ziele verlagert, wenn sie einen Mann hat (muss nicht stimmen und trifft natürlich auf keinen Fall auf alle Frauen zu).
Dafür könnte das Klischee sprechen, dass man eine Frau zu einer Beziehung verführen kann durch besondere und intensive Umwerbung. Bedeutete dann vermutlich auch, dass Frauen angeblich meist nicht so richtig wissen, was sie wollen. Keine Ahnung, ob das fürs Gros der Frauen stimmt.
Ich denke auch, dass es eine Gruppe Männer gibt, für die gilt: Die Frau ist nicht so richtig ihr Wunschtyp, aber sie denken, den kriegen sie sowieso nie, die Nicht-Wunschtyp-Frau gibt sich viel Mühe, den Mann in eine Beziehung zu kriegen und die dann bestehende Beziehung sehr verbindlich zu machen. Außerdem weiß er selbst auch nicht so richtig, was er in einer Beziehung will und nicht will. Er macht halt wie bei Mutti - Frau sagt, er folgt, dann wird es schon richtig sein für beide.
 
  • #14
Der Reiz der Geschlechter aneinander entsteht aus der Unterschiedlichkeit. Das Eigene kann einen heterosexuellen Menschen nicht reizen. Die Anziehung entsteht aus der Bipolarität. Woraus diese im Einzelnen entsteht, darüber mag es eine Bandbreite an Vorstellungen geben. Aber Frauen wollen idR keine Softies, Männer keine Mannweiber.

Ich liebe an den Frauen neben die Unterschiedlichkeit der Art, das Indirekte, das mehr Rätselhaft im Wesen und natürlich die weibliche Physis. Mit androgynen Frauen, sowohl psychischer oder psychischer Art, kann ich wenig anfangen.

Eine androgyne Frau in meinem Bekanntenkreis erzählt, sie wirke auffallend häufig auf Männer, die sich als bisexuell herausstellen. Das scheint mir meine Theorie zu bestätigen.
Wenn 1 Frau deine Theorie bestätigt, bist du wahrscheinlich kein Wissenschaftler. 1 ist nix, 2 auch nicht. Was du meinst ist, dass das richtig ist, was du zu sehen glaubst. Da bist du in guter Gesellschaft, den Fehler machen viele.
 
  • #15
Typisch männlich ist Dominanz, Konkurrenz, Zielstrebigkeit, Schutz, logisches Denken, Konzentriertheit. Typisch weiblich ist Sanftheit, Wärme, Emotionalität, Empathie, Fürsorge, der Sinn für Schöne, aber auch Unklarheit, Harmoniebedüfnis
Da kennst Du aber die Frauen schlecht, resp. versuchst Dein eigenes Geschlecht zu idealisieren. Konkurrenz und Dominanz sowie Egoismus sind unter Frauen sehr stark ausgeprägt, äußern sich nur anders, will sagen unter einer dünnen Schicht vorgeblicher Empathie.
 
  • #16
Unterschiede sind sicher da - alleine aufgrund der biologischen Differenzen.
Richtig ist auch, dass Ausnahmen die Regel bestätigen.
Klar gibt es Frauen mit grosser Körperkraft, männlichem Auftreten und sogar der Damenbart ist nicht unbekannt.
Dennoch sind manche Eigenschaften eben eher weiblich. Babies sind bspw eher für Frauen interessant. Männer schauen höchstens nach ihrem eigenen Kind. Die Gehirnfunktionen sind messbar anders, weshalb Männer andere Stärken haben als Frauen. Und aus diesen Stärken heraus ergibt sich auch das Verhalten. Und nach wie vor ist unser Bild von Mann bzw Frau von der Evolution geprägt.
Würde ich mich als Mann hinter einer Frau verstecken, wenn Gefahr droht ? Eher nicht, es sei denn, sie fährt den Panzer.
Halte ich es als Mann für gut und richtig, dass Frau meinen Schutz sucht? Selbstverständlich
Die biologische Aufgabe der Frau ist es, sich um den Nachwuchs zu kümmern. Deshalb kann sie die Babies säugen ... wir sind Säugetiere.
Aufgrund dieser unterschiedlichen Aufgaben sind auch die Eigenschaften unterschiedlich verteilt. Brutalität ist eher männlich, da notwendig für Jagd uns Schutz. Fürsorge ist eher weiblich zur Aufzucht der Jungen. Männer und Frauen treten auch untereinander ganz anders in Konkurrenz. Unter Männer wird es eher mal körperlich - dafür sind Männer weniger nachtragend. Männer posen mit Muskeln und PS, Geld und Anführerqualitäten. Frauen mit seidigem Haar, Kleidung, Eleganz und Anschmiegsamkeit.
Sicher sind das nur Tendenzen. Aber überlege mal ... warum haben viele Experimente im grossen oder kleinen Stil, Jungen und Mädchen genau gleich aufzuziehen zum Ergebnis geführt, dass Jungen und Mädchen unterschiedlich sind ?
 
  • #17
Da kennst Du aber die Frauen schlecht, resp. versuchst Dein eigenes Geschlecht zu idealisieren. Konkurrenz und Dominanz sowie Egoismus sind unter Frauen sehr stark ausgeprägt, äußern sich nur anders, will sagen unter einer dünnen Schicht vorgeblicher Empathie.
Dieses Verhalten habe ich oben in meinem Post erklärt - nix Frau, nur kleines unreifes Mädchen, dass heult, weil die andere schöneres Kleid hat. Typische geschlechtlicge Eigenschaften haben reife Personen, alles andere ist Kindergarten mit erwachsenem Körper. Eine warmherzige in sich ruhende Frau betreibt kein Zickenkrieg, sie hat was besseres vor mit ihren Ressourcen.
 
  • #18
Dennoch sind manche Eigenschaften eben eher weiblich. Babies sind bspw eher für Frauen interessant. Männer schauen höchstens nach ihrem eigenen Kind. Die Gehirnfunktionen sind messbar anders, weshalb Männer andere Stärken haben als Frauen
Die Gehirne von Männern, die sich längere Zeit um Kinder kümmern, ändern sich genauso wie die Gehirne von Frauen, die sich längere Zeit um Kinder kümmern.
 
  • #19
Die Gehirne von Männern, die sich längere Zeit um Kinder kümmern, ändern sich genauso wie die Gehirne von Frauen, die sich längere Zeit um Kinder kümmern.
Dahinter steckt wieder das Argument, dass Frauen und Männer von der Gesellschaft gemacht werden.

Tatsache bleibt, dass die Gehirne von Männern und Frauen einfach unterschiedlich aussehen und unterschiedlich funktionieren - auch wenn beide sich um Babys kümmern.

Hierzu gibt es schon Studien mit Neugeborenen, die noch recht wenig mit Rollenklischees belastet sind. Im Ergebnis waren schon bei Neugeborenen geschlechterspezifische Vorlieben in statistisch relevanten Größen erkennbar, nämlich bei Mädchen für Menschen und bei Jungs für Sachen.

Möglicherweise ist es also nicht gesellschaftlich anerzogen, sondern einfach Anlage, dass Männer sich überwiegend weniger für Babypflege interessieren als Frauen.
... und natürlich gibt es hier im Forum auch einen Mann,der sich für Babypflege interessiert und Frauen, die sich nicht für Babys interessieren. Das ist für die Große Mehrheit aber nicht relevant.
 
  • #20
ein stattlicher Typ ist für mich ab 1,90, auch was breite Schultern und tiefe Stimme anbelangt. Solche "Männer" sah ich höchstens in den alten Hollywood-Schinken der 50-ziger Jahre.
Meinst du solche Kirk-Douglas-Typen, die den Herkules in für heutige Augen ziemlich lächerlicher Art gemacht haben ?
Mist, hab's nicht gefunden, aber ich glaube, der war eher klein.

Die Eigenschaften gab es einmal - heute "leider"nicht mehr.
Im meinem Umfeld gibt es kein "echtes Mannsbild" .
Früher war mehr Lametta, gell ?
Boah, Frau Reality, die reality ist, dass die Leute, somit auch die Männer immer größer werden. In den 50ern waren wenige Männer 190 cm groß, heute ist das nicht mehr selten, je jünger umso mehr.
Du siehst nur schmalschultrige, schmächtige Männer und früher waren die alle breit ?
Boah, früher wie heute gab es solche Männer, insbesondere unter den Intellektuellen und früher wie heute gibt es muskulöse, insbesondere unter den Leuten, die körperlich arbeiten oder pumpen.

Bist du enttäuscht, weil du keinen großen Mann findest ? Du findest alle kleineren Männer 'brrrr' ?
....kleine, schmächtige, schmalschultrige Typen mit mehr oder weniger spärlichem Bartwuchs, dennoch alle verheiratet, so dass ich mich frage, welche Frau hat die gewollt - brrrrr...
Boah, Frau Reality, wie fändest du dieses fiktive Statement eines Mannes ?:
....Walküre von 180 cm Größe, dennoch verheiratet. Ich frage mich, welcher Mann hat die gewollt - brrrrr....

Verstehe mich nicht falsch, ich kann es nachvollziehen, dass du gerne einen Mann hättest, der größer ist als du. Mehr wiegt. Der nicht umfällt, wenn du dich an ihn lehnst.
Aber ich bitte dich, die anderen Männer nicht widerlich zu finden und nicht unwürdig, dass jemand anderer sie gut findet.

w 52
 
  • #21
Wenn ein Mann ein typischer Mann oder eine Frau eine typische Frau ist, dann sind sie für mich meist beide eher langweilig: eine Frau, die sich extrem feminin gibt, in erster Linie fürs Aussehen und Shoppinggehen Interesse hat finde ich genauso anstrengend wie einen Mann, der nur von Fußball, Sport oder den Erfolgen seines Jobs redet.
Das sind ja nun wirklich die langweiligsten und nichtssagendsten Klischees. Wenn man den Unterschied zwischen Mann und Frau daran aufhängen will, erstickt man jegliche sinnvolle Diskussion im Keime.

Heutzutage – im Zeitalter der politischen Korrektheit und der Diktatur der selbsternannten Minderheiten – muss man froh und dankbar sein, wenn man überhaupt noch einen Unterschied zwischen Mann und Frau postulieren darf, ohne beschimpft und ostraziert zu werden.

Also: Ja, selbstverständlich ist das sog. binäre Geschlechtsverhältnis das einzige, das es gibt (es gibt Männer und Frauen und basta – alles, was davon abweicht, ist biologisch/evolutionär gesehen lediglich die Ausnahme, die die Regel bestätigt). Und ja, selbstverständlich ergeben sich daraus fundamentale Unterschiede zwischen Mann und Frau, die großenteils biologisch/evolutionär bedingt (und zu einem kleinen [heutzutage massiv überschätzten] Anteil auch ein wenig [sozio-]kulturell geprägt) sind. Allerdings kann und sollte man diese Unterschiede nicht an den o.-g. klischierten Vorstellungen aufhängen.
 
  • #22
Die Großteil der Frauen ist extrem stolz drauf "selbst ist die Frau" und da sucht sie sich eben so was wie die beste Freundin...
Irgendwie beruhigt mich, dass Dein Frauenbild nicht wirklich besser ist als Dein Männerbild.

Ich denke, es beruht auf Erziehung und Aufwachsen in einem anderen kulturellen Umfeld, in dem es eben auch heute noch „echte“ Männer und Frauen gibt. Eigentlich zeigen Deine Beiträge mir immer wieder diese kulturelle Spannung.
Jetzt lebst Du aber in einem anders entwickelten Umfeld. Mag sein, dass Du dann die archaisch geprägte Frau der 1950er bist, die den entsprechenden Mann sucht. Ich denke, den gibt es auch. Das Problem ist, dass er Deine anderweitigen Ansprüche nicht erfüllt, denn die meisten intelligenten Männer sind erkenntnisfähig genug zu merken, dass dieser Typ Mann hierzulande nicht mehr viel nachgefragt wird und flexibel genug, sich anzupassen. Sie haben das längst getan.

Du suchst den osteuropäischen Typus Mann. Den gibt es aber nach meiner Beobachtung bei uns so ausgeprägt kaum. Den gab es auch nie in großer Zahl. Du kannst Dich da über „deutsche“ Männer beklagen, so lange Du willst, wir werden uns in der Masse nicht für Dich ändern.
Und die Frauen hier suchen auch keine „beste Freundin“. Sie suchen einfach einen anderen Typ Mann als Du und sie finden den auch.

Du gibst eine „Realität“ wieder, die weder Männer noch Frauen hier unterschreiben würden und drehst Dich dabei auf der Stelle im Kreis. Du solltest Dich aus meiner Sicht schlicht nach einem Mann mit gleicher Prägung umsehen. Die 2. Generation hat dann sicher weniger Probleme, falls es sie gibt.

Ich bin überzeugt, es gibt „typisch“ weibliche und männliche Eigenschaften, die gerade den gegengeschlechtlichen Reiz ausmachen. Sie sind aber nicht ausschließlich geschlechtstypisch verteilt. Es gibt „männliche“ Frauen und „weibliche“ Männer. Die meisten Männer und Frauen wollen Gegenstücke. Ich freue mich, wenn eine Frau auch einen Schrank aufbauen kann. Eine kluge Frau lässt mich das machen und sagt mir, wie toll ich das kann. Dafür lasse ich sie kochen und lobe sie dafür, obwohl ich auch kochen kann. Dann funktioniert eine Beziehung. Sonst ist es Zankerei in einem Geschlechterkrieg „echter“ Frauen und Männer.
 
  • #23
Denk dir nichts dabei, mir geht es genauso. Die Großteil der Frauen ist extrem stolz drauf "selbst ist die Frau" und da sucht sie sich eben so was wie die beste Freundin - "sie" soll verständnisvoll sein und gut zum Reden, ein Schrank zusammenbauen kann moderne Frau selber.
Es gibt die Theorie, dass dahinter der Nachlass der Trümmerfrauen an ihre weiblichen Nachkommen steckt.
Die Kriegsgeneration der Frauen hat erleben müssen, dass sie unvorbereitet von heute auf morgen ohne Mann selbständig werden mussten.
Diese Kriegs-Frauen haben ihren Töchtern die Werte mitgegeben, immer selbständig zu bleiben, sich nicht von einem Mann abhängig zu machen.

Ein typisches Frauenleben ist aber manchmal abhängig z.B. um die Geburt von Kindern herum.
 
  • #24
Und Frauen verhalten sich in der Regel SEHR eindeutig und sind nur selten nicht zu verstehen.
das Du als Frau das schreibst, wundert mich nicht.
Meine Erfahrung ist aber anders.

Ich habe Jahrzehnte gebraucht um Frauen etwas "lesen" zu können.
Sie lassen Einen oft im Unklaren, weil sie eben nicht eindeutig sein wollen.
Angeblich hätten müssten sie dann die Rache des Mannes fürcheten, und meinen deshalb unklar zu sein. Also ob ich jemals auch nur auf diesen abstrusen Gedanken gekommen wäre....

Es ist eben nur Feigheit, sonst nichts.
Ganz menschlich irgendwie. Für mich persönlich zum Kotzen.
 
  • #25
Früher waren wir auch alle jünger .....
.... und sehr viele Menschen haben die Welt in jungen Jahren als tollen Ort mit vielen Chancen und Möglichkeiten erlebt. Aber diese niemals genutzt. Das sind diejenigen, die heute nur über die schlechte Welt jammern. Sich ihre eigene Situation schönreden und die Welt schlecht. Und das dann Realität nennen. Und immer noch nichts tun, um ihr Leben ihren Vorstellungen anzupassen. Das gibt es leider bei Männern wie bei Frauen.
Ein Unterschied ist meiner Meinung auch, dass Männer gerne mit Resultaten für sich werben. Die sportliche Leistung, der Sieg, die teure Uhr ...... während Frauen eher Stil entwickeln, die Schönheit pflegen. Sei es mit Blumen oder der persönlichen Schönheit. Schau dir die Mode an ..... Männer tragen Jeans oder Anzug. Und Frauen ? Haben zig Möglichkeiten - Kleid, Rock, Kostüm, Hosenanzug, Jeans, Leggins, raffinierte Tops .....
Dumm nur, wenn ER mit einer Duplak Uhr protzen will .... und sie im Alter von Ü50 meint, sie schaue noch so aus wie mit U20. Dann wird es lächerlich .... aber das hat ja auch was.
 
  • #26
Jetzt lebt auch so und jammert nicht so herum.
Die allermeisten Frauen sind sehr froh, in einer Welt wie unserer zu leben.
Einzelne Frauen, die persönlich, eben NICHT als Typus Frau abgehängt worden sind, jammern herum.
Umgekehrt gibt es das bei den Männern auch.

Ich lese gerade ein Buch, in dem es um den Ausschwitzprozeß in Frankfurt 1969 geht.
Die Protagonistin ist eine Dolmetscherin dort und als Nebenthema wird auch ihre persönliche Situation und die ihrer Familie dargestellt.
Du liebe Zeit, was da für ein Frauenbild vermittelt wird.
Und das ist noch nicht so wahnsinnslange her, ich habe da schon gelebt.
Ich werde da mal mit meiner Mutter drüber reden, die hat mir das Buch geschenkt und auch gelesen. Ich will sie fragen, wie sie all das erlebt hat. Sehr spannend.

Uff, obwohl mir das alles bewußt war, wird mir jeden Abend, wenn ich im Bett lese, klar, was für ein Glück ich habe, jetzt zu leben und 'jung' zu sein. Die Gnade von der späten Geburt.

Übrigens: ich habe noch nie die Reifen gewechselt oder einen Schrank aufgebaut. Mein Vater und mein Bruder aber auch nicht.
Dafür haben wir alle gekocht.
Früher habe ich Leute dafür bezahlt, heute macht mein Freund sowas alles für mich. Was sehr bequem und billig ist, aber null notwendig.
Es gibt Millionen Dinge auf der Welt, die man tun oder können könnte. Ich mache einfach das, was ich kann oder will, für den Rest findet sich eine Lösung.

w 52
 
  • #27
Es gibt die Theorie, dass dahinter der Nachlass der Trümmerfrauen an ihre weiblichen Nachkommen steckt.
Die Kriegsgeneration der Frauen hat erleben müssen, dass sie unvorbereitet von heute auf morgen ohne Mann selbständig werden mussten.
Diese Kriegs-Frauen haben ihren Töchtern die Werte mitgegeben, immer selbständig zu bleiben, sich nicht von einem Mann abhängig zu machen.

Ein typisches Frauenleben ist aber manchmal abhängig z.B. um die Geburt von Kindern herum.
Da könnte was dran sein. Ich habe meiner Tochter auch mitgegeben, dass sie für sich selber sorgen muss, und vor allem würde ich das jeder Frau hier auch gerne mitgeben. Diese Rollenbilder, die von den ewig Gestrigen postuliert werden, sind ja eigentlich einer Elite nicht würdig. Junge studierte Frauen werden das Bild, das für uns 50er Jahre ist, nicht mehr erfüllen, und vor allem möchten das die Männer auch nicht, die haben nämlich begriffen, wie viel sie dadurch verloren haben. Der Mieter meiner Wohnung nimmt jetzt zum 2. Mal ein halbes Jahr Elternzeit, Ingenieur, sehr gut verdienend, Frau ebenso. Das, liebe Leute, ist die Realität 2020 bei gut ausgebildeten Menschen. Wie das bei Menschen aussieht, die schlecht ausgebildet sind und schlecht verdienen, kann ich mir vorstellen, aber auch das wird sich in den nächsten Jahren komplett ändern. Denn vor allem die Männer möchten kein Heimchen am Herd mehr, nur noch ein paar ältere Herren, die glauben, wenn sie einen Schrank aufbauen, bekommen sie einen leckeren Eintopf. Ich übertreibe hier extra einmal, damit man sieht, wie merkwürdig sich das liest. Um es ganz direkt zu sagen: die Alten sterben weg oder sind nicht mehr vermittelbar. Der wahre Grund warum ältere Frauen auf so ein Exemplar gerne verzichten möchten und lieber alleine leben. Kann ich verstehen, mein Mann ist nicht so, würde ich auch nicht tolerieren, man muss sich durchsetzen.
 
  • #28
Angeblich hätten müssten sie dann die Rache des Mannes fürcheten, und meinen deshalb unklar zu sein. Also ob ich jemals auch nur auf diesen abstrusen Gedanken gekommen wäre....

Es ist eben nur Feigheit, sonst nichts.
Nein, Du siehst das zu spitzwinklig.
Dass DU nicht rachsüchtig bist, glaube ich Dir sofort. Und dass eine große Zahl der Männer das nicht ist, auch. Aber kannst Du Dir nicht vorstellen, dass Frauen es einem Mann nicht ansehen könnten, wie er tickt? *)
Es reicht oft schon eine schlechte Erfahrung, dass Frauen ALLGEMEIN vorsichtig werden und nicht mehr das Vertrauen "in den Mann" haben könnten, weil sie es dem, der ihnen was antat, eben auch nicht angesehen hatten. Denn immerhin kann ein Mann eine Frau vergewaltigen, also ist der Stärkere von beiden, nicht aber sie ihn. Dieses Gefälle ist halt da (wenn die Frau nicht Kampfsport trainiert) und macht Frauen, die sich noch nicht zu Ende damit auseinandersetzen konnten, Opfer gewesen zu sein, nun mal misstrauisch.

Die anderen Frauen, die uneindeutig sind, weil sie Männer warmhalten wollen, naja, die machen es aus Prinzip und schieben vielleicht irgendwas vor. Aber es gibt nunmal auch die Fälle, die nicht "zum Kotzen" sind, da feige, sondern die ein echtes Trauma haben, sich aber trotzdem eine Beziehung wünschen.

Engagiere Dich gegen Gewalt von Männern gegen Frauen, wenn Dir das Thema am Herzen liegt, dass Frauen das Vertrauen in Männer nicht verlieren und klar "nein" sagen, wenn sie "nein" meinen, ohne Angst haben zu müssen, dass ihnen was passiert.
Du kannst Dir auch einfach nur mal die Statistiken ansehen, wieviele Frauen ermordet oder verletzt werden in Beziehungsdelikten und wieviel angezeigte Vergewaltigungen es gibt pro Jahr in Deutschland. Einfach, um das Bild loszuwerden, dass Mann und Frau gleichermaßen betroffen seien von Gewalt und Frauen doch ganz angstfrei "nein" sagen könnten. Wenn eine Frau das nicht macht und Dir von ihren Erfahrungen berichtet, wird das selten eine Lüge sein.

*) Ich selbst war auch mal persönlich beleidigt, weil ein Prof panische Angst zu haben schien, die Tür seines Büros zu schließen, als er mit mir allein eine Besprechung hatte. Damals war gerade aufgekommen, dass in den USA Männer nicht mehr allein mit Frauen Fahrstuhl fahren sollten.
Aber dieser Prof hatte nie erlebt, dass eine Frau sich die Klamotten zerrissen hatte und behauptet hatte, er hätte sie angegrabscht.
Also ja, ich verstehe schon, dass man es persönlich nehmen kann, wenn einem Misstrauen entgegenschlägt. Aber ich finde es im Falle von Gewalt gegen Frauen nun nicht schwer nachzuvollziehen, dass es Misstrauen geben kann, da das nun unzählig häufiger vorkommt, als dass eine Frau sich die Klamotten zerreißt und irgendwas behauptet.
Man muss es bei der Frau lassen, wenn sie Opfer geworden ist und misstrauisch ist, statt es persönlich zu nehmen, sie der Lüge oder Feigheit zu bezichtigen und damit zu verurteilen, dass sie Angst hat.
 
  • #29
Denk dir nichts dabei, mir geht es genauso. Die Großteil der Frauen ist extrem stolz drauf "selbst ist die Frau" und da sucht sie sich eben so was wie die beste Freundin - "sie" soll verständnisvoll sein und gut zum Reden, ein Schrank zusammenbauen kann moderne Frau selber. Dass " sie" irgendwann mal nicht mehr anziehend genug wird, was verständlich ist, ist vielen egal - man trennt sich natürlich immer aus anderen Gründen aber geht dann doch zu einem, der mehr nach Mann aussieht.
Handwerken ist eine Leidenschaft von mir. Ich bin nicht "extrem stolz" darauf. Es bereichert mich und bringt Freude in mein Leben, ganz einfach und normal. Und oh Wunder, ich habe doch einen Mann abgekriegt:). Weil er toll findet, wie ich lebe und was ich mache.....und ja, er sieht ganz eindeutig nach Mann aus.
 
  • #30
Es reicht oft schon eine schlechte Erfahrung, dass Frauen ALLGEMEIN vorsichtig werden ...
Das ist ohne Zweifel so und Frauen sind da wirklich das schwächere Geschlecht. Da gibt es auch nichts wegzudiskutieren. Ich erschrecke hier immer wieder, wie oft Beiträge von Frauen kommen, die unter Gewalt leiden. Aber fast noch mehr, wie manche das hinnehmen (müssen), weil sie sich nicht wehren können. Frauen müssen eindeutig darin gestärkt werden, sich gegen diese Männer zu wehren.
Es ist aber leider auch so, dass ich in einzelnen Fällen ziemlich hilflos daneben gestanden habe, wenn bei Beziehungen im weiteren Umfeld die Umgebung gewarnt, die Frau aber nicht reagiert hat.

Meine Partnerin hat sich z. B. in der Vergangenheit auch mehrfach auf Männer eingelassen, die sie dann, mal vorsichtig ausgedrückt, "dominiert haben". Zum Glück wohl ohne körperliche Gewalt, aber Eifersucht kann auch eine Form von Einsperren sein. Das ist sicher kein Einzelfall. Die Beschreibung der Männer, ihrer eigenen familiären Vergangenheit, ihrer Probleme mit Alkohol etc. lassen durchaus Muster erkennen.

Das ist die traurige Konsequenz - das Vertrauen in alle Männer ist dann verloren. Und sie gewinnen es auch nicht wieder, wenn ihnen nicht geholfen wird. Frauen reagieren auf solche Erfahrungen unterschiedlich. Manche ziehen sich zurück und haben Angst, andere werden aggressiv gegenüber "allen" Männern.

Ich habe selbst Frauen erlebt, die entsprechende Erfahrungen hinter sich haben.
Du hast Recht, ich kann das nur bei ihnen lassen, denn es hat nichts mit mir zu tun.
Es bringt natürlich auch nichts, eine Frau dann der Lüge oder Feigheit zu bezichtigen. Sie lügen selbstverständlich nicht und mit Feigheit hat das auch nichts zu tun. Das hilft in Beziehungen aber auch nicht weiter.
Die Folgerung ist daher leider auch, dass ich dann als Mann um solche Frauen einen Bogen mache, wenn die psychischen Schäden ein gewisses Ausmaß überschreiten, weil sie im Grunde keine vertrauensvolle Beziehung mehr führen können. Ich bin kein Therapeut, ich fühle mich zu Hilfe nicht in der Lage. Mit fortschreitendem Alter gibt es zunehmend Männer und Frauen, die einfach beziehungsunfähig sind, das wird ja von Frauen umgekehrt auch hier oft beschrieben. Egal, ob sie etwas dafür können oder nicht. Und Du kannst hier auch immer wieder ziemlich klar in Beiträgen lesen, dass bei manchen ForistInnen das Männer- oder Frauenbild so kaputt ist, dass eine Beziehung nicht mehr möglich ist. Jedenfalls aus meiner Perspektive.
Traurig. Das Problem ist offensichtlich. Die Lösung für mich nicht erkennbar. Für Dich?