• #1

Mann redet nicht über seine Arbeit

oder besser Arbeitslosigkeit.
Wir kennen uns seit drei Jahren und er ist selbständig. Er hat sich anfangs alles aus der Nase ziehen lassen und dann gesagt, er müsse sich neu orientieren.
Inzwischen redet er gar nicht mehr darüber, bzw. wir streiten uns dann.
Es war für mich anfangs okay, ich dachte, er braucht die Zeit und findet sich dann wieder. Er hatte vorher eine schwierige Zeit und eine schwierige Exbeziehung.
Es belastet mich zunehmend, weil ich nicht weiß, wie es weitergeht.
Was ich ganz merkwürdig finde, keiner aus seinem Umfeld fragt ihn nach seiner Arbeit.
Ich bin dann immer die nervige Ehefrau, die nachfragt.
Eine Bekannte hat mich gefragt, was er denn amchen würde und mir gesagt, sie würde sich nicht trauen, ihn zu fragen.
Im Prinzip scheinen alle zu wissen, dass ich die finanzielle Hauptlast trage und keiner sagt was.
Gerade von seinen Eltern finde ich das merkwürdig.
Meine Mutter würde mich bei der umgekehrten Situation öfter fragen, wie ich mir mein Leben vorstelle.
Dazu muss ich sagen, wir haben keine Kinder, um die er sich kümmern könnte, er ist also nicht Hausmann, das wäre für mich völlig okay.
Und er ist bereits Ende 40.
 
  • #2
Ich kann zwar verstehen, dass von Deiner Seite aus Gesprächsbedarf besteht, zumal er ja schon seit 3 Jahren arbeitslos und auch nicht mehr der jüngste ist, aber das ist ein recht sensibles Thema.

Der Begriff Männlichkeit ist, nicht zuletzt dank der Damenwelt, eng mit finanzieller Potenz und allgemeiner Leistungsfähigkeit verknüpft (Stichwort "Versorger"). Einen Mann fortwährend auf seine Erwerbslosigkeit hinzuweisen ist so ähnlich, als würde man(n) Frauen fortgeschrittenen Alters regelmäßig den Verlust ihrer Schönheit vor Augen führen.

Wie gesagt, ich verstehe, dass Du das Gespräch suchst. Schließlich hängt nicht nur sein Ego an der Erwerbstätigkeit, sondern auch die gemeinsame Lebensgestaltung, für welche derzeit hauptsächlich Du aufkommst.

Worauf ich hinaus will ist, dass bei einem solchen Thema der Ton die Musik macht. Vorwurfsvoll, drängelnd, quengelnd ... wird eher zu einem weiteren Einigeln führen. Da muss man behutsam vorgehen.
 
  • #3
Ihr seid verheiratet? Mit gemeinsamer Steuererklärung, Rente usw?
 
  • #4
Wie soll man deinen Text verstehen so wirr wie der geschrieben ist?
Du bist verheiratet und weißt nicht was dein Mann arbeitet?
Du sagst er ist selbständig und oben erwähnst du das Wort Arbeitslosigkeit. Ja was denn nun?

Wie kann man als verheiratete Frau nicht wissen ob ober was der Mann arbeitet? Und woher sollen wir das wissen?
 
  • #5
Ja, prima. Läuft doch alles ganz vorzüglich für ihn. Nur noch Deine Fragen, die sind natürlich störend. Den anderen hat er die Fragerei schon ausgetrieben und bei Dir hofft er auch noch darauf.

Das wird genau so lange weitergehen, wie Du das mitmachst. Für meinen Geschmack schon etwas zu lange.

Ich habe nichts dagegen, einen Partner mitzuziehen, der sich in der Klemme befindet, oder der versucht, wieder auf die Beine zu kommen. Aber da würde ich mir doch wünschen, dass er dann wenigstens mal mit mir redet oder auch sonst wie beruflich nachvollziehbares Engagement zeigt.

Jetzt läuft es ja eigentlich nur so, dass niemand weiß, was er macht, bzw. jeder ahnt, dass er im Prinzip nichts macht. Das Ding heißt dann: "die Selbstständigkeit läuft nicht so gut".

Und für Dich bedeutet es, die Hauptlast zu tragen. Und das Ding heißt dann Beziehung. Und die hat ungefragt und schon gar nicht kritisierend zu funktionieren.

Er hatte früher auch eine schlechte Zeit bzw. eine schwierige Ex-Beziehung. Die Ex hat also auch gestresst. So wie Du oder irgendwann mal noch mehr??

Seine Eltern fragen nicht: ich glaube, die haben die letzten 47 Jahre schon genug gefragt und die wissen wohl schon, wie sein Lebensentwurf funktioniert. Vielleicht wollen sie auch die Antwort gar nicht wissen und hoffen, dass es ihm noch lange gut bei Dir geht. Denn das würde ich mir auch wünschen, wenn ich einen verpeilten Sohn hätte. Ganz ehrlich.

Wie hat er denn sein Geld verdient, bevor er in Dein Leben trat? War er da auch "selbstständig", ich meine wirklich so richtig? Hatte er in der Vergangenheit auch mal richtige Erfolge? ist das hier nur eine schlechte Phase oder sein Lebenskonzept schlechthin??
 
  • #6
Hallo,

ja was nun? Arbeitslos oder selbständig? Wenn er selbständig ist, dann muss er doch zumindest eine Art Gewerbe haben, von dem Du weißt. Oder er wenn er arbeitslos ist, dann hat er ja vermutlich trotzdem einen Beruf gelernt. Könnte ich ja alles verstehen, wenn Du ihn erst vor drei Wochen kennen gelernt hättest? Aber drei Jahre? Und sogar verheiratet? Bei letztem macht ihr doch auch eine gemeinsame Steuererklärung.

Falls er allerdings schon seit Jahrzehnten in diesem Status ist, dann ist das normal, dass niemand mehr nachfragt. Bringt ja nichts.

Viel Glück...
Mann 44
 
  • #7
Liebe FS,

leider hast du eingangs nur eine Situationsbeschreibung geliefert, aber keine Frage ans Forum formuliert. Ich weiß also nicht wirklich, was man auf deinen Post antworten soll.

Ich kann nur den Gedanken äußern, dass ich es unangenehm finden würde, mit einem Mann zusammenzuleben, mit dem man erstens. Icht kommunizieren kann, der sich schon durch die einfachsten Nachfragen in die Enge getrieben fühlt, weil er, wie weiter oben schon jemand sagte, seine Männlichkeit über den Job bestätigt sieht, bzw. angekratzt sieht. Wahrscheinlich gebärdet er sich dazu auch noch wie einer dieser unsäglichen Self- made- Männer und Frauen, die irgendwie glauben, sie müssten sich nirgendwo unterordnen und Regeln (in Privat- und Berufsleben) gelten für sie nicht.

Sozusagen:
Erfolg im Job = besonders männlich
Misserfolg im Job = Kastration.
Was für ein reaktionärer Humbug. (Sorry, ich schweife ab, aber ich hab zu viele dieser sogenannten Selbstständigen kennengelernt, große Klappe, aber sonst ganz kleine Lichter.)

Ich kann dir nur raten, nur nicht aufzuhören, mit ihm zu reden/ nachzufragen, und dich nicht in sein für ihn gut funktionierendes System einzufügen. Sei der Stachel in seinem Fleisch. Entweder es bringt was und er ändert sich, oder er geht dir mit seiner Verstocktheit so auch den Keks, dann trennst du dich halt von ihm. Du kommst ja eh schon für euch beide auf, so wie ich dich verstanden habe, also ist das auch kein Verlust. Was sich nach 3 Jahren nicht eingepegelt hat, wird meistens später auch nicht viel besser.
 
  • #8
Was sollen die Eltern denn einem 50 jährigen sagen?
Er kann sein Leben leben wie er will!

Selbstständigkeit ist nicht einfach. Ich bin übrigens auch selbstständig und habe 11 Jahre gebraucht, bis ich erstmals Geld verdient habe, das mehr als ein gelegentliches Taschengeld war. In der Zeit konnte ich mir ebenfalls viel von anderen Leuten anhören: Ich soll es doch endlich aufgeben und einem normalen Job nachgehen. Irgendwann habe ich ebenfalls aufhört, darüber zu reden, weil mir die Demotivationen von außen nicht hilfreich waren, mich eher noch weiter zurückgeworfen haben.
Es kann also noch ein langer Weg für ihn sein, wenn er sein Business plant und er wird noch einige Male scheitern und verzweifeln. Vermutlich redet er deswegen nicht darüber.

Ich würde ihn in Ruhe lassen. Seine Angelegenheit.
 
  • #9
Mann redet nicht über seine Arbeit und Frau kann nicht klar sagen, was Sache ist.
Da haben sich zwei gefunden...
Im Prinzip scheinen alle zu wissen, dass ich die finanzielle Hauptlast trage und keiner sagt was.

Zum einen: Was sollen die denn sagen? Was erwartest du denn? Mir scheint, du erwartest, dass jemand von den "allen" ihm sagt, dass er mehr Geld verdienen soll.

Aber eigentlich erwartest du von ihm, dass er mehr Geld verdienen sollte, traust dich aber nicht, das so zu sagen.

Im Kern geht es wohl darum, dass du das Gefühl hast, dass er sich von dir aushalten lässt. Dann lieber die Sache beenden. Das hat so keine Zukunft.
 
  • #10
Vorwurfsvoll, drängelnd, quengelnd ... wird eher zu einem weiteren Einigeln führen. Da muss man behutsam vorgehen.

Nach drei Jahren rumsitzen, nichts tun und auch kein Interesse und keine Perspektive - da kann man wohl kaum von "quengelnd" sprechen. Da darf der Partner sehr wohl ziemlich deutlich werden. Der hat es sich bequem gemacht und weiß, wenn die FS sich scheiden lässt muss sie trotzdem für ihn blechen.
Ein Nachbar, der sich ziemlich interessiert gezeigt hat bei mir vor einiger Zeit schwafelte auch etwas von "selbständig arbeitslos". Hm nee is klar... Er hat wohl auch eine Doofe gesucht, die arbeiten geht während er es sich bequem macht. Er ist jetzt, x Jahre später immer noch "selbständig arbeitslos". Die Brüder glauben, dass es besser aussieht wenn sie sagen können, die Auftragslage wäre schlecht als wenn sie "komplett" arbeitslos sind. Bei "normaler" Arbeitslosigkeit müssten die erklären, warum sie nach Jahren keine Arbeit finden, bei "selbständiger" Arbeitslosigkeit können die alles gut auf die ausbleibenden Aufträge schieben - die Armen sind ja machtlos dagegen... Liebe FS, ich habe schlechte Nachrichten für dich, der Typ hat keinen Bock mehr, jetzt kommen bestimmt die schlauen Ratschläge, er hätte eine Depression und du musst Verständnis haben, in guten wie in schlechten Zeiten, Blabla... Dann soll er halt zum Arzt. Punkt. Nach drei Jahren wird er sich nicht mehr von alleine aufraffen. Du kannst ihm nicht mal damit drohen, ihn zu verlassen weil du dann auch für ihn zahlen musst. Obwohl ich lieber zahlen würde als ihn mir jeden Tag anzutun. Mein Vater war so einer, der keinen Bock hatte, zu arbeiten. Ein Kollege hat zu Hause auch seit Jahren seine Frau sitzen und sie ist natürlich "Künstlerin", malt irgendwelche Bilder, die keinen interessieren, die haben keine Kinder, nichts, sie rührt auch sonst keinen Finger im Haushalt, wenn Handwerker kommen muss er nach Hause, um ihnen die Tür aufzumachen weil die Gute nicht beim Malen gestört werden will.
Das sind alles Zeitgenossen, die es sich im Leben bequem machen auf Kosten anderer.
Natürlich kann es passieren, dass man wirklich Depressionen hat und nicht arbeiten kann aber diese Menschen suchen sich Hilfe und geben ihr Bestes, um wieder leistungsfähig zu sein, weil sie eben nicht jemandem auf der Tasche sitzen wollen. Bei ernsthaften und dauerhaften Erkrankungen ist auch klar, dass man dem Menschen keine Vorwürfe macht. Die anderen nehmen das Wort Depression als willkommene Ausrede. Alles eine Frage der Einstellung.
Keine Ahnung, was du machen sollst. Das musst du entscheiden. Ich weiß genau, was ich tun würde nach dieser langen Zeit der Passivität und völliger Ablehnung mit mir als Partnerin darüber zu sprechen. Zahlen für ihn darfst du, das nimmt er an, aber stell bloß keine Fragen. Na dann...
 
  • #11
Ich würde ihn in Ruhe lassen. Seine Angelegenheit.

Das ist ganz sicher nicht nur seine Angelegenheiten, wenn die FS ihn finanzieren muss. Was ist das für eine Einstellung??? Man laber was von selbständig und andere dürfen dafür zahlen? Herzlichen Glückwunsch wenn man einen Dummen findet, der das tut. Wenn er sein Scheitern selbst zahlt, dann soll er das tun aber einen auf Selbständig machen jahrelang auf Kosten anderer, erst recht wenn derjenige, der zahlt, nicht mal weiß, wofür überhaupt, ist Schmarotzertum und nichts anderes.
 
  • #12
Ich weiß nicht, warum Du von Menschen aus seinem Umfeld erwartest, dass sie ihn darauf ansprechen?
Im Prinzip scheinen alle zu wissen, dass ich die finanzielle Hauptlast trage und keiner sagt was.
Na und?
Ich glaube, dass es "allen" egal ist, wie Ihr Eure Finanzen regelt.
Wenn es Dir nicht egal ist, dass Du die Hauptlast trägst und Du Dich wohl ausgenutzt fühlst, solltest Du was dagegen unternehmen, anstatt darauf zu hoffen, dass irgendwer aus seinem Umfeld Probleme anspricht, die ja nur Du hast. Und ja, sicherlich bist Du dann die nörgelnde Ehefrau. Aber das bist Du ja jetzt auch schon - nur wendest Du Dich an falsche Ansprechpartner. Und so kann das "Nörgeln" keinen Erfolg haben.
 
  • #13
Du schreibst zu wenig.

Lebt ihr zusammen, ein Haushalt? Welche finanziellen gemeinsamen Lasten habt ihr, etc?
Das ist die Kernfrage.
Danach könnte man versuchen, objektiv zu antworten.

Das andere - was habt ihr für eine Kommunikation?
Ihr führt seit 3 Jahren eine Partnerschaft, und Du weißt nicht, was und ob Dein Partner arbeitet, was er den Tag über macht?
Du trägst die "finanzielle Hauptlast" Eures Paarlebens, wie auch immer das aussieht, und Du hast keine Ahnung, was und welche Einkünfte er hat?
Warum weißt Du nach 3 Jahren seine Basics nicht, fragst nie nach, zahlst und akzeptierst? Welche gemeinsamen Perspektiven habt ihr, Ziele, Vorstellungen?
Worum es nicht geht, ist was sich andere, Freunde, Eltern, trauen zu thematisieren und was nicht. Warum traust Du Dich nicht?!

Selbst bei einer Fernbeziehung und getrennten Wohnungen würde mich immer interessieren, was mein Partner so macht, beruflich, Hobbies, Freunde, etc. einfach aus Interesse, (keine Rechenschaftsberichte - bitte nicht falsch interpretieren, ich will auch keine Schufa Auskunft).

Wenn ich mit jemanden zusammen lebe - als Partnerschaft, nicht als WG, oder als Gratishotel - dann tausche ich mich aus, regele gemeinsam mit einem Partner die Eckdaten, von Haushalt, Finanzen, etc.

Mir bleiben bei Deinem Thread viele Fragezeichen, werde doch mal bitte präziser.
 
  • #14
Bekommt er aufstockend ALG II?

Da ist die Selbstständigkeit eine intelligente Variante, um dem schlimmsten Behördenterror zu entgehen.

Solange jemand damit wenigstens einen Teil beitragen kann, lassen sie ihn dann zumindest nach langer Arbeitslosigkeit und fortgeschrittenem Alter nach erfolglosen Eingliederungsversuchen mit sinnlosen Maßnahmen und dem Bewerbungs- und Kontrollterror in Ruhe.

Das könnte auch erklären, warum da niemand aus dem Umfeld nachfragt. Denn der hat denen sicher gesagt, warum er das macht.

Falls nein, kann es auch sein, dass er einfach Vermögen hat, aus dem er sich finanziert. Vielleicht hat er sich die Selbstständigkeit drüber gestülpt, weil man hier ja immer "beschäftigt" sein muss, auch wenn nur noch rund 5% der Bevölkerung wirklich eine sinnvolle und produktive Beschäftigung haben, die neue Werte schafft. Der Rest wird halt möglichst aufwendig beschäftigt gehalten.
 
  • #15

Also ich finde die FS genauso planlos wie Ihren Mann. Sie gibt ein Bild der 3 Affen. So wie Sie hier die Begrifflichkeiten wahllos durcheinander wirft, läßt das Ganze nichts Gutes ahnen. Da haben sich wieder mal zwei gefunden.

Liebe FS,

Du weißt nicht wie es weitergeht, trägst die (finanzielle) Hauptlast. Kläre Deine Fragen und Bedenken mit Deinem Mann indem Ihr die Top 3 dieser aufschreibt. Dazu notierst Du und Dein Mann Lösungsvorschläge mit to-do und forderst diese auch konsequent ein.

Vorläufige Konsequenz wäre, dass Du nur noch Dinge tust, die Dir zu Gute kommen. Alles was Deinem Mann zu Gute kommt und er keinen eigenen Beitrag leistet, fällt rigoros weg. Zum Beispiel kochst Du dann einfach mal mit einer Freundin bei ihr und Eure Küche bleibt kalt. Überhaupt würde ich mehr ein eigenes Leben führen. Es mir gut gehen lassen.

Aber ehrlich kann ich mir solch ein Verhalten Deines Mannes nicht vorstellen. Ist er krank? Wenn nicht, schicke ihn arbeiten. Wenn er Regale einräumt, Bürgersteige fegt, Müll sortiert, sich sozial engagiert oder, oder, oder ...
 
  • #16
Ich würde ihn in Ruhe lassen. Seine Angelegenheit.
Nur, wenn sie nicht gemeinsam wirtschaften.

Liebe FS, habe ich es richtig verstanden, dass
- ihr euch seit drei Jahren kennt
- ihr verheiratet seid
- ihr zusammen wohnt
- du alle Kosten allein trägst
- er schon immer / lange den Status selbständig hat, somit nie in die Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung einbezahlt hat
- er nie erfolgreich war und nun mindestens seit ihr euch kennt, nichts ( nennenswertes ) verdient ?

Frage: warum hast du ihn geheiratet ?
Uff, du wirst zahlen, bis du schwarz wirst.

Er ist Ende 40, hatte bislang keine Aufträge und keinen Job im Angestelltenverhältnis gefunden. Dann wird er auch künftig kein Geld verdienen.
Wenn er dich nicht hätte, würde er irgendwelche geringen staatlichen Leistungen bekommen.
So nicht, denn er hat ja dich.
Soweit ich weiß, auch nicht, wenn du dich jetzt scheiden läßt.

Ich fürchte, du wirst ihn unterstützen bis einer von euch stirbt.

Dass er darüber nicht reden will, finde ich sowas von nachvollziehbar. Er hat versagt. Wer will schon ein Versager sein ?
Dass ihn niemand darauf anspricht, finde ich sowas von nachvollziehbar. Wer will schon das Messer in der schwärenden Wunde drehen ?

Du hast einen Fehler gemacht. Mach jetzt das beste draus.
Akzeptiert beide, dass er niemals Geld verdienen wird und du alles bezahlst, auch später deine Rente mit ihm teilst.
Akzeptiert das und lebt trotzdem weiter.
Dein Mann kann kein Hausmann sein, weil ihr keine Kinder habt ? Nun, dann kann er ja immerhin das bißchen Arbeit erledigen, das zwei Erwachsen machen.
Und darüberhinaus sollte er sich ein Ehrenamt suchen, damit er sich nicht so völlig nutzlos vorkommt.
Etwas für jeden Tag, am besten viele Stunden.
Bei den Tafeln oder so.

w 49
 
  • #17
Hinter einer schlecht laufenden Selbstständigkeit kann sich sehr sehr viel verstecken. Das kann natürlich zutreffen und vielleicht tue ich ihm unrecht. Aber prinzipiell bin ich sehr hellhörig, wenn dieses Thema auftaucht, da ich einfach schon zu viele gescheiterete Existenzen gesehen habe, die alle irgendwie selbstständig waren. Verdient haben die natürlich nie was. Hört sich aber schon mal ganz gut an, wenn man sagen kann, man wäre selbstständig.

Da gibt es die Typen, die noch nicht mal ihren eigenen Namen schreiben können, aber sie machen sich selbstständig, die depressiven, die so arg drunter leiden, dass so gar nichts klappt. Diejenigen, die sich obsessiv an ihrer Idee der Selbstständigkeit festbeissen, die Tag und Nacht ackern um am Monatsende mehr Fixkosten wie Einnahmen zu haben, das sind nämlich die, die billiger wären, wenn sie nicht so viel arbeiten würden. Und wenn sie insolvent werden, dann wird der ganze Laden auf die Ehefrau angemeldet. Also pass auf liebe Fragestellerin. Ich kenne nämlich auch einige Frauen, die haben noch die Schulden, aber keine Männer mehr.

Ja, so einen Mann muß man sich erst mal leisten können. Das habe ich mir auch mal 10 Jahre gegönnt und es war sowohl eine emotionale wie auch finanzielle Fehlinvestition. Viel Lehrgeld für mich. Bitte glaub nicht, dass solche Männer irgendwie mal dankbar wären. Das ist ein Trugschluss. Im Gegenteil. Es ist ihnen ja auch irgendwie unangenehm, so viel nehmen zu müssen. Es kann Dir sehr gut passieren, dass er irgendwann mal mit Dir Schluss macht und sich einer unbelasteten Beziehung zuwendet, denn solche Menschen mögen ihre eigenen Hypotheken nicht.

Liebe Fragestellerin. Wie Du siehst, bin ich durch Deinen Beitrag gerade angetriggert. Daher such Dir aus, was auf Dich passt und was nicht. Viel Glück.
 
  • #18
Wie jetzt? er ist seit 3 Jahren arbeitslos und du verdienst alleine?
Und dann darfst du nicht mal fragen, wie es weitergeht? Was er sich vorstellt? Bezieht er jetzt HartzIV?
Wieso darfst du ihn nicht fragen?
Und wieso weißt du so wenig über ihn?
Kann es sein, dass er es sich so ziemlich bequem macht? oder dass er eine Depression hat oder ein Burn-out?
Er scheint den Kopf in den Sand zu stecken, aber mit Ende 40 kann man noch locker 20 Jahre arbeiten, also worauf wartet er? Auf die Rente?
Warum bist du mit diesem Mann noch zusammen? Was sind seine Vorzüge, was die Vorzüge eurer Partnerschaft?
Finde das, was du da so schreibst auch verwirrend:
Wie soll man deinen Text verstehen so wirr wie der geschrieben ist?
Du bist verheiratet und weißt nicht was dein Mann arbeitet?
Du sagst er ist selbständig und oben erwähnst du das Wort Arbeitslosigkeit. Ja was denn nun?

Wie kann man als verheiratete Frau nicht wissen ob ober was der Mann arbeitet? Und woher sollen wir das wissen?
Als Ehefrau kann man ja wohl mal fragen, wie der Mann seinen Lebensunterhalt bestreiten will!? Und du weißt nicht, was er beruflich macht bzw gemacht hat?
Worüber redet ihr denn überhaupt? Übers Wetter und das Essen?
 
  • #19
Wenn ich das richtig gelesen habe, hast du einen Mann geheiratet, dessen Tätigkeit und Einkommenssituation du nicht kanntest und nicht kennst. Keiner von euch beiden ist das Problem offensiv angegangen. Du hast dich von ihm hinhalten lassen. Er erregt mit seinem Rumgeeier inzwischen mehr Aufsehen, als damit, sich zu seiner Erwerbslosigkeit zu bekennen. Das eigentliche Problem wird damit natürlich auch nicht gelöst. Er hat nicht genügend bzw. kein Einkommen, um sich wenigstens an der Finanzierung des Alltags zu beteiligen.

Da ihr verheiratet seid, wirst du ihn mitfinanzieren müssen, selbst im Fall einer Scheidung. Was für Hilfe erwartest du jetzt im Forum? Wie du ihn dazu bringst, eine Arbeit anzunehmen? Vernünftig kommunizieren wird er mit dir nicht. Er ist Ende 40 und war offensichtlich nie bereit, über Probleme zu reden, egal ob beruflicher oder privater Natur.

Ich sehe es genauso wie @frei. Wenn er sich ein Ehrenamt sucht, damit er sich nicht nutzlos vorkommt wäre schon viel gewonnen. Wenn er wenigstens ein bisschen dazuverdient, auch. Da muss er aber allein drauf kommen.
 
  • #20
So, registriert, Du bist verheiratet.

Ist Dir eigentlich bewusst, dass Du damit einen rechrsgültigen Vertrag abgeschlossen hast?
Ich nehme an, ihr habt keine Gütertrennung, o.ä.

Das heißt, Du haftest mit für die Verbindlichkeiten, die er eingeht, Kaufverträge, etc. -
Auch das Stichwort Gesamtschuldnerische Haftung generell und für Schäden aus seiner Selbstständigkeit. Haushaltseinkommen / Haushaltsvermögen.
Das heißt, es entstehen Unterhalts- und Rentenansprüche.
Usw.
Du hast also - ganz unromantisch - einen Vertrag abgeschlossen, mit Verpflichtungen, deren Dimension Du nicht ansatzweise kennst. Du heiratest einen Mann, von dem Du so grundlegende Dinge nicht weißt.

WARUM?!

Mein ganz dringender Rat, lass Dich mal bei einem Anwalt beraten, was Du da für einen Vertrag geschlossen hast. Und was Du jetzt für Optionen hast.
(Hartz IV kann er in dieser Konstellation gar nicht bekommen)

Hoffentlich war wenigstens die Feier schön...

Aber ER ist schon ein ganz cleveres Kerlchen.
 
  • #21
Ihr führt seit 3 Jahren eine Partnerschaft, und Du weißt nicht, was und ob Dein Partner arbeitet, was er den Tag über macht?
Daß der Partner nicht weiß, was man als Selbständiger den lieben langen Tag tut, ist wahrscheinlich gar nicht mal so selten, geht es doch darum, für sich eine Nische zu finden, die noch kein anderer besetzt hat. Also viel Versuch und Irrtum. Und viel Intention. Menschen, die es gewohnt sind, für jede Minute und jeden Handgriff bezahlt zu werden, können das meist nicht nachvollziehen.
 
  • #22
ch bin dann immer die nervige Ehefrau, die nachfragt.
Eine Bekannte hat mich gefragt, was er denn amchen würde und mir gesagt, sie würde sich nicht trauen, ihn zu fragen.
Im Prinzip scheinen alle zu wissen, dass ich die finanzielle Hauptlast trage und keiner sagt was.
Gerade von seinen Eltern finde ich das merkwürdig.

Rede mit ihm, ganz wichtig, wenn Ihr verheiratet seid und eine Zugewinngemeinschaft habt. Du hast ein Recht auf eurere gemeinsamen Finanzen und er Verantwortung, diese gegenüber dir offen zu legen. Freunde und Bekannte lasse außen vor. Eltern stehen auch außerhalb, es ist Eure Ehe. Ansonsten Finanzamt und Steuererklärung anfordern, alles andere ist Murks.
 
  • #23
Daß der Partner nicht weiß, was man als Selbständiger den lieben langen Tag tut, ist wahrscheinlich gar nicht mal so selten, geht es doch darum, für sich eine Nische zu finden, die noch kein anderer besetzt hat. Also viel Versuch und Irrtum. Und viel Intention. Menschen, die es gewohnt sind, für jede Minute und jeden Handgriff bezahlt zu werden, können das meist nicht nachvollziehen.

Nun, nachdem ich als Freiberuflerin unterwegs bin - selbstständig, und von Zuhause aus arbeitend - kenne ich durchaus die diversen Facetten.
(Und auch manche steuerlichen und vor allem haftungsrechtlichen Problematiken, die daraus resultieren können).

Einem Partner, mit dem ich zusammenlebe, würde sich sogar ohne größeres Nachfragen erschließen, was ich so tue, welches Auftrags- und Aufwandsvolumen gegeben ist.
Das sollte eigentlich wahrnehmbar sein.
Übrigens spätestens bei der Steuererklärung.

Außerdem gehe ich - vielleicht naiverweise - davon aus, dass man sich für seine/n Partner/in interessiert, ohne Kontrolle (dies betont für die manche besonders misstrauisch-interpretierenden Foristen wie @Apfeldieb) , wirklich nur interessehalber, und sich darüber austauscht, was man am Tag so erlebt, ob im Job oder sonst wie.
Außerdem habe ich selbst ein gewisses Mitteilungs- und Kommunikationsbedürfnis.

Für mich ist dieses Konstrukt einfach nicht verständlich, vor allem aus der Perspektive der FS.

Seine Seite und seinen Anteil kann ich mir besser vorstellen, die negative Interpretation sei entschuldigt.
Vielleicht halte ich ihn völlig zu Unrecht für einen Schmarotzer, der es geschickt schafft, seine Arbeits- und Ertragsvolumina zu kaschieren, sich zu einem guten Teil aushalten zu lassen und sich zusätzlich über die Eheschließung Unterhalts- und Rentenansprüche zu erwirtschaften.

Dann leiste ich gerne Abbitte.
Und es ist auch keine Interpretation, die dem Geschlecht geschuldet ist.

Aber der Thread wirft eben viele Fragen auf, und es fehlen Details.
 
  • #24
Das kann ich (Juristin) nicht so stehen lassen:
Das heißt, Du haftest mit für die Verbindlichkeiten, die er eingeht, Kaufverträge, etc. -
Auch das Stichwort Gesamtschuldnerische Haftung generell und für Schäden aus seiner Selbstständigkeit.
Nein, das stimmt nicht. Bitte hier kein falschen Tatsachenbehauptungen von Nichtjuristen.
Der gesetzliche Güterstand (das heißt ohne abweichende Vereinbarung) ist die Zugewinngemeinschaft - eine Unterform der Gütertrennung. Grob umschrieben gibt es gesamtschuldnerische Haftung dann nur, wenn Verbindlichkeiten gemeinsam eingegangen werden. Es haftet also kein Ehepartner für Verbindlichkeiten des anderen Partners, es sei denn dass er diese Verbindlichkeiten gezielt übernimmt.(gemeinsamer Kauf, Bürgschaft, usw.)
 
  • #25
Der Mann wird wohl kaum Hartz 4 beziehen, weil dafür er ja seine Ehefrau hat.
Bei dem Antrag für Hartz 4 müsste ja die FS auch erst ihre finanziellen Verhältnisse offenlegen.
Eventuell ist ja die Selbstständigkeit des Mannes so wie bei vielen Frauen, die selbstständig sind und wo der Ehemann sehr gut verdient und die dann dies nur als Hobby betreiben.

Er scheint den Kopf in den Sand zu stecken, aber mit Ende 40 kann man noch locker 20 Jahre arbeiten, also worauf wartet er?
Ja und wo???
Der Mann ist Ende 40 und natürlich warten die ganzen Arbeitgeber nur auf so jemand. Ironie off.

Richtig arbeiten hat er vielleicht auch nicht nötig, da er ja verheiratet ist und so viel leichter an seinen
Lebensunterhalt kommt.

Eventuell hat sich der Mann ja auch durch die Hochzeit saniert und jetzt darf die FS es halt ausbaden.
 
  • #26
Also ein Ehemann, der nix tut und nicht darüber reden mag ist ein No-Go! Schick' den Kerl arbeiten oder droh' ihm mit Rausschmiss. Du arbeitest und hast ein Recht, daß er seinen Teil trägt. Basta.
 
  • #27
Wenn ich meine Gedanken noch weiterspinne, dann kommen mir noch ganz andere Sichtweisen, nämlich die: es gibt Problemmenschen, die stecken immer irgendwie in Schwierigkeiten.

Ist sein Problem mit der Arbeit sein eigentliches Problem oder nur ein Symptom für ganz andere Probleme? Hat er denn auch mal keine Probleme gehabt? In der letzten Beziehung wohl nicht und was war sonst, sofern das die Fragestellerin weiß?

Ja, und es gibt sie, die Menschen, die immer Probleme haben und denen nicht zu helfen ist. Die kann man nicht hochziehen, sondern die ziehen ihren Partner dann auch noch runter. Merkst Du schon was liebe Fragestellerin?
 
  • #28
Also ein Ehemann, der nix tut und nicht darüber reden mag ist ein No-Go! Schick' den Kerl arbeiten oder droh' ihm mit Rausschmiss. Du arbeitest und hast ein Recht, daß er seinen Teil trägt. Basta.
Wo schreibt die Fragestellerin denn, daß der Mann „nix tut”? Eine Neuorientierung, warum auch immer, kann mehr Zeit und Mühe in Anspruch nehmen als abhängig Beschäftigte gemeinhin glauben, Durststrecken von zwei oder drei Jahren sind eher die Regel als die Ausnahme. Wer da als Partner nicht solidarisch mitgehen will, soll sich erst gar nicht auf eine Partnerschaft mit einem Selbständigen einlassen.

Nörgelnde oder ans schnelle Geld denkende Partner können hier sogar kontraproduktiv wirken, das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum so mancher lieber nicht über seine Arbeit spricht. Wenn es z.B. um Investitionen geht, um bestimmte Aufträge bearbeiten zu können, ist Zank darüber, ob man das Geld nicht lieber privat ausgeben sollte („du kannst doch stattdessen auch bla bla” – so einfach ist das aber nicht), alles andere als erquicklich. Kein Wunder also, daß der Kleinunternehmer solche Diskussionen dann lieber von sich fernhält.

Ein besserer Weg wäre z.B., ihm organisatorische Hilfe anzubieten, damit er rascher in die Gewinnzone kommt. Bitte aber ohne ständige Diskussionen darüber, was betrieblich notwendig ist und was nicht. Denn das ist allein seine unternehmerische Entscheidung.
 
  • #29
Es kann verschiedene Gründe haben, wenn er keine Arbeit findet. Es herrschen auch viele Vorurteile auf dem Arbeitsmarkt, gegen Arbeitslose oder wegen des Alters oder anderen Punkten, obwohl bspw. Altersdiskriminierung gesetzlich eigentlich untersagt ist.

Es ist also keineswegs so, dass ein Arbeitsloser einfach "Schuld" ist und nicht arbeiten will, weil ja so großer Fachkräftemangel herrsche. Wer das sagt, hat keine Ahnung, plappert nur die Nachrichten nach und hat sich nie kritisch mit dem Thema auseinandergesetzt. Ich habe schon von Arbeitslosen gehört, die unbedingt arbeiten wollen und sich über 1-Euro-Jobs freuen und traurig sind, wenn sie vorbei sind. Es ist immer schön, welche Lügen und Missachtung gegenüber der eigenen Bevölkerung verbreitet werden, gerade von ach so "sozialen" Leuten.

Dennoch kann ihn die Lage auch wieder bremsen, so dass er selbst nicht so aktiv ist. Deshalb würde ich ihn nicht einfach ausfragen, sondern es sensibel angehen und ihm signalisieren, dass du auf seiner Seite stehst.

So ganz geht aus deinem Post nicht hervor, ob er nun sucht oder aber selbstständig ist und wie ihr lebt. Du sagst etwas von Neuorientierung. Das kann natürlich auch langatmig werden und er kann sich dabei im Kreise drehen. Kann, nicht muss. Daher kann es durchaus Sinn machen, zusammen über die Ziele zu sprechen und ihm klarzumachen, dass er nicht alles ewig durchdenken muss, sondern es leichter ist, aktiv zu werden als er es sich vielleicht vorstellt und, wenn möglich, konkret zu helfen. Wie gesagt, es sind nur Hypothesen, mir geht aus dem Post nicht hervor, was er genau tut.

Ich finde schon, dass ihr Vertrauen zueinander haben solltet als Ehepartner und das besprechen. Ich weiß aber auch nicht, ob du es richtig angehst. Dass du dir wünschst, dass andere und seine Eltern ihn danach fragen, kommt mir z. B. sehr komisch vor. Du solltest seine Vertraute sein und ihn nicht ausfragen wie Eltern, sondern Respekt zeigen und, dass du ihn so annimmst, wie er ist. Was eben ziemlich wahrscheinlich ist bei deinem Post, ist, dass er sich für irgendetwas schämt und ein Geheimnis drum macht, irgendetwas verdrängt. Es ist natürlich ok, wenn er manches alleine durchdenken will. Aber letztlich sollte er schon zu sich stehen können und du solltest ihm das Gefühl geben, dass er das kann. Und dann zusammen nach vorne sehen und konstruktiv sehen, wie es zukünftig weitergeht.
 
  • #30
Eventuell ist ja die Selbstständigkeit des Mannes so wie bei vielen Frauen, die selbstständig sind und wo der Ehemann sehr gut verdient und die dann dies nur als Hobby betreiben.
Möglich, aber bei den Frauen gilt das als normal, wie sie sich etwas auf eine Selbstständigkeit einbilden, die nichts einbringt, oder sich wegen ihren zahllosen Ehrenämtern auf die Schulter klopfen, während auf dem Mann hier rumgehackt und er als Taugenichts hingestellt wird.

Wie genau die finanzielle Situation aussieht, geht aus dem Post gar nicht hervor, nur das die FS die finanzielle Hauptlast trage. Das kann auch einfach nur bedeuten, dass sie mehr verdient, was gar nicht schlimm wäre. Also arbeitet er doch als Selbstständiger.

Es ist natürlich schon verständlich, wenn sie die Hauptlast trägt, dass sie wissen will, was er macht. Obwohl ich Apfeldiebs Argumente verstehe, dass ein nörgelnder Partner der Selbstständigkeit nicht gut tut, finde ich das eine schlechte Haltung zu einer Beziehung. Es kann einfach nicht sein, dass so wenig Vertrauen zwischen Partnern herrscht, der eine kritisch oder gar misstrauisch nachfragt und der andere herumdruckst, anstatt dass an einem Strang gezogen wird. Wahrscheinlich tragen beide Partner gleichermaßen zu solchem Misstrauen bei.
 
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