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Gast

  • #1

Mann oder Frau? Wer soll die "Beziehungsarbeit" tun?

Also natürlich sollen im Idealfall beide aufeinander zu gehen und gemeinsam die Beziehung pflegen!

Dennoch: Wie sind eure Erfahrungen? Wer bringt eher die Beziehungsimpulse, und macht die "Beziehungsarbeit"? beim Kennenlernen und in längerer Beziehung.
 
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Gast

  • #2
Beide?!
Das kann man doch nicht pauschalisieren?
Jeder Mensch agiert anders, hat sein eigenes Tempo und eine andere Hemmschwelle.
Es gibt so viele facettenreiche Menschen

Leider haben Frauen oft eine große Erwartungshaltung neigen auch zu übermäßiger Beziehungspflege. Mit Sicherheit sind auch diese "Pfleger" unter der Spezies Mann zu finden.

Ein ausgewogenes Verhältnis ist für mich "lebbar". Zu viel erschlägt mich und zu wenig kühlt ab.
Meines Erachtens muss es auch nicht sofort 1:1 umgesetzt werden.
Jeder hat seine Stärken und Schwächen, diese richtig eingesetzt ist schon ein großer Schritt.
 
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Gast

  • #3
1. Beziehung - 10 Jahre - keiner hat Beziehungsarbeit geleistet, weil man zu jung war, um darüber nachzudenken und dachte, das geht einfach so.

2. Beziehung - 10 Jahre - ich (w) habe Beziehungsarbeit geleistet, aber wir haben uns trotzdem auseinander gelebt. Er war zufrieden mit dem Erreichten, ich hatte noch Ziele.

3. Beziehung - bis jetzt schon 6 Jahre - wir leisten beide Beziehungsarbeit, weil wir aus unseren vorherigen Beziehungen Erfahrungen gesammelt haben - positive wie negative. Und wir möchten einerseits die gleichen Fehler nicht noch einmal machen, sind aber auch toleranter geworden.

w/43
 
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Gast

  • #4
Aus Erfahrung, meistens die Frauen. Männer sind da nicht so geschickt, bzw. haben es durch die Eltern oft nicht gut vorgelebt bekommen.

Oft ist es so, dass Männer, die dann gute Beziehungsarbeit leisten, sich dann gerade Frauen aussuchen, die absolute Beziehungs-Legastheniker sind.

Ich frage mich oft, warum die nettesten Männer oft die blödesten Frauen abbekommen.

w 49
 
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Gast

  • #5
Es ist wirklich altersabhängig.
Manche lernen aus ihren vorherigen Beziehungen, andere wiederum nicht. Ein Entwicklungprozess.

Gast 3.
Hast Du schon mal was von dem Buch gehört...Warum die nettesten Männer die schrecklichsten Frauen haben?
Soll ein unterhaltsamer Frauenratgeber sein. Frei nach dem Motto...wie bring ich Mann dazu in meiner Spur zu laufen. Ich hab beim lesen heftig geschmunzelt, sollte man nicht allzu ernst nehmen.
 
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Gast

  • #6
Hast Du schon mal was von dem Buch gehört...Warum die nettesten Männer die schrecklichsten Frauen haben?
Ich bin weder Gast 3 noch die FS, aber das Buch habe ich erst kürzlich gelesen. Da steckt schon viel Wahres drin. Viele Männer wissen es nicht zu schätzen, wenn eine Frau ihnen eine kleine Freude bereitet und nehmen sie schnell für selbstverständlich. Gerade in der westlichen Welt müssen Südeuropäerinnen wie ich sehr achtsam sein, sonst werden wir gnadenlos ausgenutzt. Jetzt kann die deutschen Frauen viel besser verstehen, die mir früher so egoistisch vorkamen. Sie denken in erster Linie an sich, weil sie keine andere Wahl haben und sonst nicht respektiert werden.
 
  • #7
Gerade in der westlichen Welt müssen Südeuropäerinnen wie ich sehr achtsam sein, sonst werden wir gnadenlos ausgenutzt. Jetzt kann die deutschen Frauen viel besser verstehen, die mir früher so egoistisch vorkamen. Sie denken in erster Linie an sich, weil sie keine andere Wahl haben und sonst nicht respektiert werden.
Oh - guter Tipp für mich.
Da ich als Mann trotzdem nicht auf ausnutzen der Frau und Egoismus stehe, wäre somit eine Südeuropäerin passender für mich ?

In meinen Beziehungen haben Beide die Beziehungsarbeit geleistet. Mal mehr, mal weniger.
Bei manchen Partnerinnen habe ich den Eindruck gewonnen, das ich sprichwörtlich "den Hund zum jagen tragen muß." Diese Frauen waren nicht egoistisch, aber in der Beziehungsarbeit träge und bequem. Hauptsache zusammen = nicht alleine. Und es wurde miteinander gesprochen. Also kein "schweigsames Nebeneinander vor dem Fernseher."
 
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Gast

  • #8
Wenn eine Frau von "Beziehungsarbeit" spricht, heißt es doch im Klartext, der Mann hat kein Bock, etwas für die Beziehung zu investieren und nutzt sie nur aus - meistens für Sex oder für Haushalt oder um die Kinder großzuziehen, damit er selber wieder rausgehen kann, Karriere machen kann oder neue Freunen kennenlernen kann.

Ein Mann der Interesse an einer Gemeinschaft hat, wird sich tunlichst bemühen, seinen Beitrag zu leisten: Aufmerksamkeiten schenken, sich freiwillig in Paartherapien setzen, zusammen reden wollen, über seine Gefühle sprechen.


Andersrum gilt das für Frauen genauso.

Ich empfehle das Buch: "Das Geheimnis wundervoller Beziehungen." Gibt kein Besseres.
 
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Gast

  • #9
Oh - guter Tipp für mich.
Da ich als Mann trotzdem nicht auf ausnutzen der Frau und Egoismus stehe, wäre somit eine Südeuropäerin passender für mich ?

In meinen Beziehungen haben Beide die Beziehungsarbeit geleistet. Mal mehr, mal weniger.
Bei manchen Partnerinnen habe ich den Eindruck gewonnen, das ich sprichwörtlich "den Hund zum jagen tragen muß." Diese Frauen waren nicht egoistisch, aber in der Beziehungsarbeit träge und bequem. Hauptsache zusammen = nicht alleine. Und es wurde miteinander gesprochen. Also kein "schweigsames Nebeneinander vor dem Fernseher."
oh Bernd,
Vorsicht, dies gilt nicht für alle Südeuropäerinnen.:cool:
Bin auch eine, aber wohl zu Deutsch und ein bissel zu männlich.(wenn ich oft weibl. Beiträge lese)
Da spielen viele andere Faktoren. Erziehung, Entwicklung, Bereitschaft...generell das Potenzial zur Beziehungspflege, es gibt halt auch Phlegmatiker.

Dieses Buch sollte man nicht allzu ernst nehmen. Sorry, aber eine Medizin ist auch nicht für jedermann verträglich. Vielleicht sollte man an sich arbeiten, reflektieren und dann schauen ob ein kompatibles Gegenstück zu finden ist.
Viele lesen es, wenden es an und ooops es funzt nicht.
Hmm, warum nicht?
Weil es nicht ihrer Persönlichkeit entspricht, sie sich verstellen und wenn es nicht unserer Struktur entspricht...fällt man oft in alte Muster zurück.
Erst sollte man die "Krankheit" lokalisieren und dann die passende Medizin auswählen bzw. therapieren.
 
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Gast

  • #10
Da ich als Mann trotzdem nicht auf ausnutzen der Frau und Egoismus stehe, wäre somit eine Südeuropäerin passender für mich ?
Ich bin sicher nicht der Ansicht, dass ausschließlich der Mann die sog. Beziehungsarbeit übernehmen sollte. Leider habe ich schon häufig die Erfahrung gemacht, dass die Männer mein Engagement und meine Mühe nicht zu schätzen wussten. Ich fühlte mich irgendwann als selbstverständlich betrachtet. Z. B. wenn ich 2 oder 3x hintereinander angerufen habe um eine Unternehmung vorzuschlagen, gingen sie davon aus, dass ich es immer tun würde und haben sich seltener gemeldet. Und in Fernbeziehungen war es nur kontraproduktiv, wenn ich 2 bis 3x hintereinander am WE zum Partner gefahren bin. Danach wurden sie immer bequemer und wollten mich immer seltener besuchen. Wenn ich mich beschwert habe, musste ich mir anhören ich würde nur rumstressen. Das kann ich nicht gebrauchen.

Meine Mutter und andere Frauen aus der älteren Generation in unserer Verwandtschaft haben sich früher gerne darüber beklagt, dass die Frauen hier lieber irgendwelche Hobbys pflegen und sich mit Freundinnen zu treffen, anstatt ihren Männern und Kindern täglich eine warme Mahlzeit zu kochen und den Großteil der Zeit mit der Familie zu verbringen. Heute kann ich diese Frauen gut verstehen. Wenn sie die Beziehungsarbeit stärker an sich reißen würden, wäre der Respekt seitens der Männer schnell weg. Das gilt natürlich nicht für alle, aber in vielen Fällen ist es so.
 
  • #11
Erfahrungsgemäß derjenige/diejenige, der früher spürt, dass etwas schief läuft...

Da ich die Flöhe husten höre, muss ich mich häufiger bremsen. Aber ich finde es gut, dass ich dann gewarnt bin, ich beobachte die Entwicklung dann ein Weilchen, das Problem erledigt sich von alleine oder es ist ein Gespräch notwendig.

Da ich dann genau die richtige Situation, die richtige Stimmung, den richtigen Ton und die richtige Formulierung wählen kann, hat mann quasi keine Chance... Die Kunst ist dann herauszufinden, was wirklich gut für Beide ist - manchmal nicht so einfach.
 
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Gast

  • #12
Denke, dass derjenige mehr investiert, dessen Gefühle stärken sind (mehr liebt) und dessen Engagement lebhafter ist und der, der mehr Kraft hat. Solange beide sich in der Beziehung verwirklicht sehen, geht das auch gut so, sobald einer meint, er investiert mehr als der andere, besteht auch ein emotionales Ungleichgewicht und die Beziehung krieselt.
 
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Gast

  • #13
Ich bin sicher nicht der Ansicht, dass ausschließlich der Mann die sog. Beziehungsarbeit übernehmen sollte. Leider habe ich schon häufig die Erfahrung gemacht, dass die Männer mein Engagement und meine Mühe nicht zu schätzen wussten. Ich fühlte mich irgendwann als selbstverständlich betrachtet. Z. B. wenn ich 2 oder 3x hintereinander angerufen habe um eine Unternehmung vorzuschlagen, gingen sie davon aus, dass ich es immer tun würde und haben sich seltener gemeldet. Und in Fernbeziehungen war es nur kontraproduktiv, wenn ich 2 bis 3x hintereinander am WE zum Partner gefahren bin.
Aus diesem Verhalten muss Frau ihre Konsequenzen ziehen und immer auf ein gutes Verhältniss von Ping-Pong achten. Wenn ein Mann das nicht mitmacht, dann gibt es eine klare Ansage, wenn er diese auch nicht "versteht", dann sollte Frau die Bekanntschaft beenden, weil dann klar ist, das Hopfen und Malz verloren ist.

In Freundschaften gibt es komischer Weise auch solche Leute, die nicht auf eine gute Balance im Meldeverfahren usw. achten.

w
 
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Gast

  • #14
In Freundschaften gibt es komischer Weise auch solche Leute, die nicht auf eine gute Balance im Meldeverfahren usw. achten.
Das stimmt. Ich renne schon seit Jahren niemandem mehr hinterher. Zwar rechne ich sicher nicht auf á la "Letztes Mal habe ich mich gemeldet, beim nächsten Mal ist er/sie dran." Aber wenn ich merke, dass die Freundschaft nur einseitig (von mir) gepflegt wird, bin ich weg.
 
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Gast

  • #15
Beide sollten Beziehungsarbeit leisten - schon alleine deshalb, damit beiden klar ist, dass Beziehung kein selbständiger Alleinläufer ist und "Arbeit" erfordert.

Impulse bringt wohl eher die Frau - mein EIndruck: Männer haben von sich aus wenig Gespür für sowas auf Dauer.
Wenn Mann das nicht rafft, kann der das schnell als Selbstverständlichkeit oder als Plage missverstehen und dann ists ihm auch nichts wert.
(Meine Erfahrung)