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Gast

  • #1

Manche Männer ohne Kinderwunsch bevorzugen Mütter, da kein Kinderwunsch-Streß zu erwarten ist?

an alle ab ca. 35 Jahre: bin selber alleinerziehende Mutter eines Sohnes und war ehrlich verblüfft, als in einer Diskussion diese These aufgestellt wurde. Viele kinderlose Frauen wären ab so ca. Ende 30 vom Kinderwunsch getrieben, verbunden mit der Angst, die fruchtbare Zeit zu verpassen. Selbst wenn sie früher selber keine Kinder wollten. Der Kinderwunsch sei ständig omnipräsent und der Mann fühle sich bedrängt und gezwungen. Das geht soweit, dass die Partnerschaft in die Brüche geht. Der Mann hat lieber eine Partnerin, die keine weiteren Kinder möchte, und akzeptiert die vorhandene Kinder, für die er keine Vaterpflichten (finanziell vor allem!) übernehmen muß. Habt ihr Erfahrungen zu dem Thema?
 
  • #2
Also das ist reines Wunschdenken! Die These klingt auf den ersten Blick irgendwie logisch, entpuppt sich aber bei genauerem Nachdenken als völliger Blödsinn und entspricht nicht einmal ansatzweise der Realität.

Fakt ist:

1. Die meisten Männer wollen doch gerne irgendwann eigene Kinder zeugen. Es gibt zwar eine Minderheit, die partout keine Kinder will, aber die überwältigende Mehrheit möchte doch leibliche Kinder haben. Ganz auf Kinder zu verzichten, ist nicht der Wunsch der meisten Männer in dem Alter der Zielgruppe.

2. Die Nachteile in Patchwork-Familien sind enorm. Gerade kinderlose, ledige Männer sind Familienleben weder gewohnt noch sind sie bereit, die Nachteile in Kauf zu nehmen. Die These der Titelfrage entbehrt jeglicher Realität. Das Gegenteil ist der Fall, wie unzählige Threads hier gezeigt haben.

3. Richtig ist nur, dass Frauen Ende 30, Anfang 40 wirklich in einer kritischen Phase bezüglich der Realisierbarkeit ihres Kinderwunsches sind und genau deswegen von Männern mehr oder weniger "gemieden" werden. Männer schreiben gerade hier besonders Frauen bis Ende-Mitte 30 an, darüber wird es für Frauen leider deutlich enger.

4. Frauen ab Mitte 30 mit Kind sollten bevorzugt nach Männern Ausschau halten, die selbst schon Vater sind. Kinderlose, ledige Männer werden sich mehrheitlich eine kinderlose Frau zwecks eigener Familiengründung suchen.

5. Abschließend sollte auch noch bedacht werden, dass es ganz offensichtlich so ist, dass viele Frauen Ende 30 eine neue Partnerschaft ausgerechnet doch noch mit einem weiteren Kind zusammen mit diesem Partner "krönen" wollen. Also der gleiche Kinderwunsch.. schon von daher also kompletter Quatsch die Titelthese.
 
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Gast

  • #3
Ich gebe klar und offen zu, ich bin so ein Mann!
Habe überhaupt nix gegen Kinder, ganz im Gegenteil...
Nur eigene möchte ich eben nicht!
Leider stößt das bei kinderlosen Frauen Mitte bis Ende 30 nicht auf viel Zustimmung!
Letztendlich wollen ALLE Frauen dieser Altersklasse noch Kinder, auch wenn sie oft das Gegenteill behaupten. Dem ist aber mitnichten so...
Frauen checken Männer in dieser Frage blitzschnell ab,auf eine scheinbar harmlose Frage die verkehrte Antwort und schon bist als Mann abgeschrieben ;-)
 
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Gast

  • #4
@Frederika: so ähnlich denke ich ja auch, gerade deswegen war ich so verblüfft. Diese Einstellung kam von einem Mann und wurde von einem anderen Mann bestätigt. Einer der beiden Männer hat übrigens tatsächlich eine Partnerin mit Kind, und sie wollen beide keine weiteren Kinder. Andere (gerade Frauen!) konnten sich der These nicht anschließen, und bei mein jetziger Partner hat selber Kinder. Die Ausgangssituation ist hier also anders.
 
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Gast

  • #5
@2: (Bin FS und #3)
Ich kann gut nachvollziehen, dass kinderlose Frauen ab Mitte 30 Torschlußpanik haben können. Das ist ein echter Beziehungskiller, wenn sich der Mann keine eigenen Kinder wünscht.
Was mich so verblüfft an der Konstellation: Du hast nichts gegen Kinder, im Gegenteil, aber willst keine eigenen ... So habe ich auch den einen Mann erlebt, der diese These tatsächlich lebt. Er ging sehr freundschaftlich und herzlich mit dem Sohn seiner Partnerin um.
Kannst Du das erläutern? Ich habe bisher nur wenige Menschen beiderlei Geschlechtes kennengelernt, die grundsätzlich keine eigenen Kinder wollen. Und diese Menschen konnten mit Kindern auch nichts anfangen. Was auch völlig o.k. ist.
Dein Fall ist ja eher so, dass du grundsätzlich Kinder magst, oder?
 
  • #6
@#4: Das ist wirklich das erste Mal, dass ich hier lese, dass ein Mann ganz bewusst Patchwork-Verhältnisse sucht.

Ich glaube nicht, dass die Angst vor dem Kinderwunsch-Streß der Frau der Grund für dieses Verhalten ist. Viel eher könnte ich mir vorstellen, dass Angst vor der Übernahme von Verantwortung der treibende Faktor ist. Das, was ich an der Patchwork-Konstellation immer kritisiere, dass dem Freund einer alleinerziehenden Mutter nicht genügend Kompetenzen eingeräumt werden, das sehen die hier angesprochenen Männer offenbar als Vorteil. Wenn ihnen die ganze Beziehung mit der Freundin und ihrem Kind "zu bunt" wird, dann ist eine problemlose Trennung möglich. Wenn sie die leiblichen Väter solcher Kinder wären, wäre eine Trennung nur mit großen finanziellen Einbußen möglich.
 
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Gast

  • #7
@4
Ganz ehrlich?
#5 hat es in einigen Teilen recht gut erfasst.
Ich möchte mich bewußt der Verantwortung nicht stellen. Das liegt darin begründet weil ich der Meinung bin, dass Beziehungen heutzutage endlich sind!
Klingt hart uns unromantisch, ich weiß - aber das ist der Trend. Diverse Nachbarthreads beschreiben ja recht deutlich, wie die Situation in unserer Gesellschaft ist!
Ich hatte übrigens so eine Konstellation schonmal und ganz so einfach war die Trennung dann doch nicht, von der Mutter zwar ja, aber der Kleine war mir doch tüchtig ans Herz gewachsen!
Der hat dann beim Abschied auch mehr geweint, als die Mutter...
Die Beziehung ging auseinander, weil die Erwachsenen nicht wirklich kompatibel waren, erschwerend kam hinzu, dass kein Konsens in Fragen grundlegenden Fragen gefunden werden konnte. (war ein Fernbeziehung)
Weiterhin denke ich auch, dass nicht zwangsläufig alle Männer, welche keine eigenen Kinder haben, kinderfeindlich oder so sind. Nein, nein, jeder hat bestimmt so seine eigenen, ganz privaten Gründe für. Meine sehe ich u.a. in der völlig degenerierten Gesellschaft heutzutage...aber das ist wieder ein anderes Thema!
 
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Gast

  • #8
#5 Was aber zu bedenken gibt, daß der "Patchwork-Vater" Zeit, Energie und auch Liebe in die Kinder steckt und keinerlei Rechte hat, wenn die Beziehung in die Brüche geht. Darunter leiden diese Männer sehr - und das ist nicht zu unterschätzen.
w/48
 
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  • #9
@6
Danke für die ehrliche Antwort. Ich wollte auch niemandem ohne Kinderwunsch unterstellen, dass er kinderfeindlich ist. Das war nicht meine Absicht. Ich stellte einfach nur bisher fest, dass diese Menschen meistens mit Kindern nichts anfangen können. Ging mir übrigens als ca 20jährige auch so.
 
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  • #10
Ich bin auch alleinerziehende Mutter, möchte aber keine weiteren Kinder haben und suche mir genau so einen Mann. Habe grundsätzlich kein Problem mit dieser Einstellung, möchte aber genau den Hintergrund wissen (es gibt verschiedene) Ich glaube , "die" Einstellung hat mit der Verantwortung nicht unbedingt etwas zu tun (dass sieht man natürlich im Alltag) .
Allgemein: finde , Beziehungen mit "einseitigen" Kindern sind viel einfacher als "Patchworks" (da wären noch die beiden Ex miteinbezogen!)
 
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  • #11
#9...du hast Angst vor der Ex und seinen Kid, oder ist es die alleinige emotionale und finanzielle Aufmerksamkeit die du haben willst......nee du da wärst nix für mich.egoistisch...aber da stehst du ja nicht allein da-außer alleinerziehend---wie so viele deiner Sorte.Kohle,Hingabe und Zeit vom Mann----nur keine Altlasten---obwohl du sie selbst mitbringst.
 
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Gast

  • #12
#9 zu #10. sorry, habe das Thema nicht ganz verstanden. Ja, ich will keine (eigenen) Kinder mehr haben , aber was hat das mit der finanziellen Aufmerksamkeit (was ist das überhaupt?) etc. zu tun? Wieso "Hingabe und Zeit" vom Mann?! Wenn der Mann keine "fremden" Kinder haben möchte, ist ja ok und niemand wird beleidigt..
 
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Gast

  • #13
ich 39 männlich Akademiker in führender Position (8 jähriger Sohn aus langjähriger Beziehung) suche grundsätzlich nach Alleinerziehenden mit wenn möglich einem Kind, das schon aus dem Gröbsten raus ist. Ich bin mit einem blauen Auge aus meiner Scheidung raus gekommen und konnte mein Haus usw. retten und kann mir trotz Kindesunterhalt noch ein sehr komfortables Leben leisten, bin aber nicht bereit den Kinderwunsch einer weiteren Partnerin zu finanzieren. Unterhaltsleistungen gehen bei Kindern die eine höhere Ausbildung durchlaufen ca. 25 Jahre (da bin ich dann 65, wenn man die Entstehungszeit ab heute mit hinzu rechnet). Verschiedene kurze Beziehungen mit kinderlosen Frauen Mitte 30 habe ich wegen ihrem drängendem Kinderwunsch beendet (da diese teilweise bereits anfingen das Thema Verhütung auf die leichte Schulter zu nehmen). Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meinem Sohn und habe regelmäßigen Umgang mit ihm, wenn ich ehrlich bin gibt es ihn aber, weil mich meine Exfrau mehr oder weniger über Monate hinweg täglich heulend und mit ein paar recht fiesen Mitteln (die ich als Erpressung bezeichnen würde) dazu genötigt hat. Ich kann mit aufgeweckten Kindern ab ca. 3-4 Jahren sehr gut umgehen und finde schnell auf kumpelhafter Ebene Zugang zu ihnen (ich bin großer Bruder und Kumpel aber niemals Vaterersatz), will aber keine weiteren eigenen mehr von null ab großziehen. Somit sind junge Frauen mit Kindern für mich erste Wahl. Sie stehen gegenüber kinderlosen Frauen in stressigen Alltagssituationen (nicht beruflich) weit mehr im Leben und mit beiden Beinen auf dem Boden und bedrängen mich nicht bereits nach ein paar Monaten Beziehung mit Kinderwunsch, denn diesem wäre ich frühestens nach ca. 3-4 Jahren erfolgreich gemeinster und Stress getesteter Beziehung offen gegenüber. Aber diese Wartezeit haben leider Frauen Ende 30 nicht mehr.
Auch wenn ihr jetzt über mich herfallt und mich in der Diskussion zerreißen wollt, für mich persönlich gehen von Alleinerziehenden die geringsten Risiken aus, beim Nutzen einer Beziehung zu einer Person, die im Leben steht, die ich aber mit jemandem teilen muß (und das tue ich auch gerne, denn ich bin nicht so anhänglich, dass ich jede freie Minute mit ihr verbringen muß) .
 
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Gast

  • #14
Ich bin auch alleinerziehend und dachte nach meiner Trennung auch, dass ich jetzt für sämtliche Männer ohne Kinder uninteressant bin.
Aber das Gegenteil ist seltsamerweise der Fall!?
Ich bin 40 und die Männer Ende 30 bis Mitte 40 sind Kinder in ihrem Umfeld gewohnt. Es ist also nicht so wie bei Männern um die 30, bei denen eine Frau mit Kind noch ein absolutes No-Go ist.
Bisher habe ich keinen Mann so nah an mich und die Kinder rangelassen, dass es eine Art Patchwork-Situation gab, aber ich lerne einige Männer kennen, die nicht unbedingt eigene Kinder wollen. Die Angst haben vor der lebenslangen Verantwortung, finanziell und gesellschaftlich gesehen. Die Angst haben vor einer Frau, die zum absoluten Muttertier nach der Geburt mutiert (einer meinte, das könnte man ja vorher überhaupt nicht abschätzen, er habe einige gute Freundinnen, die seit der Geburt ihrer Kinder nicht mehr wiederzuerkennen seien), die Angst haben vor der sexlosen Zeit, vor einer Trennung mit Kindern, vor der mangelnden Freiheit danach, usw.
Die Männer, die ich kennenlerne, sind sehr interessiert an meinem Alltag, an meinen Kindern irgendwie auch, aber sie finden es herrlich entspannt, dass ich erstens nicht jeden Tag mit ihnen verbringen will und noch Zeit für mich und die Kids und meinen Beruf brauche und sie mögen es, dass sie sich sicher sein können, dass ich nicht doch noch aus Versehen schwanger werde. In dem Punkt können sie mir 100% vertrauen.
Ich brauche auch keinen Versorger, denn ich habe einen guten Beruf und mein Exmann unterstützt mich und die Kinder zusätzlich gut (er kann es sich leisten). Wir leben auf hohem Standard.
Mir ist es egal, ob letztendlich ein Mann mit oder ohne Kinder mein neuer Partner wird. Beides hat Vor- und Nachteile. Ich möchte gerne einen Mann für mich, nicht für die Kinder. Aber es macht es natürlich entspannter, wenn er grundsätzlich mit Kindern umgehen kann und keine Berührungsängste hat.
Ich habe viel kinderfreie Zeit, so dass die Paarbeziehung definitiv nicht zu kurz kommt. Derzeit habe ich eine Affäre mit einem Mann, der eigentlich noch Kinder will (er ist aber auch hin- und hergerissen). Im Moment reicht mir das so. Wir haben viel Zeit zu zweit und er wird meine Kinder nicht kennenlernen, da es eben eine Affäre ist.
Was Frederika schreibt, kann ich nicht bestätigen. Denke, dass ist Frederikas Wunschdenken, weil sie sowieso auf Alleinerziehende nicht so gut zu sprechen ist.
Ich werde auch in SB oft von kinderlosen Männern angeschrieben, die keine Kinder wollen, aber nichts gegen Kinder im allgemeinen haben.

w,40
 
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Gast

  • #15
Merkwürdig was sich einige AE´s zusammenreimen.
Ich als Mann ohne Kinderwunsch suche eine Frau ohne Kinderwunsch.
Eine AE würde mir im Traum nicht einfallen. Für eine Affäre, ok!
Aber für eine Partnerschaft, undenkbar. Ich will keine Kinder und erst recht keine Fremden.
Es mag ja Männer geben die es wünschen, aber diese durften eher der Seltenheit entsprechen.
Oder eben wie Gast #12, der ja auch das Thema wieder ans Licht gebracht hat.
Sprich Väter mit abgeschlossem Kinderwunsch.
m
 
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Gast

  • #16
Hmm ... ich habe schon von vielen Alleinerziehenden gehört, dass diese sich noch ein weiteres Kind oder sogar noch mehrere wünschen. Irgendwie hat das Vorhandensein eines Kindes doch nichts mit dem weiteren Kinderwunsch zu tun? Und was ist mit den zahlreichen Frauen, die überhaupt keine Kinder wollen?

w
 
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Gast

  • #17
Also bei mir war es bis jetzt so (AE, 2 Kinder), dass sie Männer an eine Affäre dachten, als sie mich kennenlernten, sich dann verliebten und dann plötzlich doch noch nen eigenen Kinderwunsch hatten, weil sie es toller als gedacht fanden mit Kindern. Ich wollte aber nicht. Schade!
Danach wurde es doch wieder zur Affäre.
War mir irgendwie auch lieber.
 
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Gast

  • #18
Das kann man wohl eindeutig nicht verallgemeinern, wenn ich mir die verschiedensten Aussagen hier durchlese. Bei mir widerum war es auch ganz anders. Ich war 6 Jahre AE (mit zwei kleinen Kindern) und habe in dieser Zeit einige Männer kennengelernt, die Interesse an einer festen Partnerschaft gehabt hätten / haben. Komischer Weise waren das alle Männer ohne Kinder, aber mit Kinderwunsch. Aber - und jetzt kommt es - diese Männer hatten in erster Linie den Wunsch nach einem Familieleben mit Kindern, ihnen war es jedoch egal, ob die Kinder nun genetisch mit ihnen verwandt wären oder nicht! Auch bei meinem jetzigen Ehemann ist es so. Als wir uns kennenlernten war er 38 Jahre alt und mit "Familienwunsch". Allerdings machte er sehr schnell klar, dass er zwei Kinder (die ich ja bereits mitbrachte) als Optimum empfindet und deshalb keine weiteren leiblichen Kinder mit mir zeugen möchte. Da mir zwei Kinder ebenfalls genug sind, war dieses Thema für uns von Anfang an zufriedenstellend geklärt.

Allerdings ist es bei mir auch so, dass der leibliche Vater der beiden sich seit der Trennung vollkommen aus unserem Leben verabschiedet hat und mein Ehemann somit von Anfang an der erste und einzige "Papa" der Kinder war und diese Rolle ungestört ausleben konnte und kann. Das vereinfacht sicherlich vieles.
 
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