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  • #1

Männerbild der Frauen

In einem Nebenthread möchte eine Frau gerne das Frauenbild der Männer erfahren.

Ich finde es spannend, wie heutzutage das Männerbild der Frauen ist.
Empfindet ihr die heutigen Männer im Denken und Handeln als richtig männlich?
Strahlt ihre Optik auch Männlichkeit aus?
Ist es Euch überhaupt wichtig, dass ein Mann auch wirklich männlich wirkt und sich so anfühlt? Ist der Kumpeltyp vom Mann begehrt bei den Frauen wie der Kumpeltyp von Frau bei den Männern begehrt zu sein scheint?

Wie könnt ihr die Art der Männlichkeit beschreiben, die ein Mann heutzutage haben sollte, um bei Frauen begehrt zu sein?
Frauen wird oft vorgeworfen, sie wären heutzutage nicht mehr richtig weiblich. Sind denn die heutigen Männer richtig männlich, wenn sie sich das Recht nehmen, bei den Frauen zu bemängeln, sie seien nicht mehr richtig weiblich?

Dürfen denn Männer eine gewisse Vermännlichung den Frauen vorwerfen ohne dabei aber selbst zu hinterfragen, warum dies so ist und ob sie auch nicht dazu beitragen, dass Frauen so werden möchten oder müssen, in dem sie (Männer) sich nicht mehr richtig männlich verhalten?

Wie kommt ihr (w) mit dem heutigen Männerbild zurecht?

w/39
 
  • #2
Ein Mann strahlt für mich Männlichkeit aus, wenn er u.a.:

- körperlich männlich aussieht (groß, nicht zu dürr/schlaksig/zierlich, markante Gesichtszüge statt Babyface)
- eine männliche Ausstrahlung besitzt (ruhige Stimme, souveränes Auftreten, vor anderen reden können und dabei witzig und charmant sein),
- flirten kann (tiefe Blicke, flüchtige Berührungen, Komplimente,...).

Gewisse oberflächliche Attribute (Anzug, tolle Lederschuhe etc. = Chef-Look) können eine männliche Ausstrahlung für mich verstärken.

Genau auf solche Männer stehe ich (Gegenteil = Kumpeltyp, sensibler/schüchterner Typ, ständiger Witzereißer), alles andere zieht mich erotisch nicht an. Ich brauche das Gefühl, von einem sexy Mann begehrt zu werden und ihn für bestimmte Eigenschaften bewundern zu können - einen "Kumpel" brauche ich dagegen weniger, dafür habe ich meine Freundinnen und eben Kumpel.

Ich selbst bin im Gegenzug ein sehr weiblicher Typ (lange Haare, feminine Kleidung etc.). Ich denke, diese beiden Arten von Menschen passen auch am besten zusammen.

Was ein Mann nicht tun muss, um in meinen Augen männlich zu sein: Eine Frau finanzieren/den Ernährer spielen.
 
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  • #3
Der Nachbarthread stammt von mir aber dennoch

Ich finde Männer sind noch männlich im Gegensatz zu Frauen.
Sie tragen seit ewigen Zeiten ihren Kurzhaarschnitt und die obligatorischen Hosen,
was hat sie also verändert?? Für mich nix.

Männer kopieren nämlich optisch nicht ein Frauenbild nach, sie beherrschen weiterhin die Weltbank, die Wirtschaft und die Politik, sitzen in Manageretagen und regeln das Geschäft mit den Millionen, zu unseren Gunsten oder Ungunsten. Frauen immer noch in der Unterzahl und das wird sich wohl nicht ändern.

Auch verdienen Männer in vielen Berufen immer noch mehr als Frauen.

Die Welt wird zum Teil durch das Patriarchat geprägt nicht umgekehrt.
Bsp. arabische Emirate, muslimische Kulturen.

An Fasching kleiden sich Männer ab und an wie Frauen, wie lustig, dennoch werden Männer ihr Monopol nicht freiwillig aufgeben, wozu auch??

Ich finde ja, Männer sind noch Männer, aus diesem Grund wollen "einige" Frauen ihnen auch gleichtun, weil sie sich sonst nicht "wahrgenommen" fühlen und untergraben ihre Fraulichkeit, übersehen dabei aber, dass sie den Männern das Zepter der Weltherrschaft weiter in die Hand reichen, statt es wirklich streitig zu machen.

Die armen Männer heutzutage kann ich nicht bedauern, es geht ihnen auch im Alter besser als jeder Frau, denn auch die Altersarmut ist weiblich.

w/50
 
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  • #4
@1

Was ist nun, wenn der Mann nun sowohl groß und stadtlich gebaut ist, als auch eine ruhige Stimme hat, ein souveränes Auftreten hat und gerne vor Leuten spricht/singt ( wenn er Sänger ist...), ein weiches, schönes Gesicht hat, gerne auch offensiv ist, aber auch weibliche Aktivität als Gegenzug haben möchte ( Gleichberechtigung) und auch gerne Komplimente hört, außerdem grundsätzlich positiv und witzig ist , aber(?) auch sensibel und einfühlsam ist . ( soll ja auch ganz positiv sein, wenn man sensibel ist, um eben auch auf ihm sympathische Frauen eingehen zu können ... ) . Also quasi ein Hybrid aus deinen Pros und Nos. So sind nämlich viele Männer. Keiner ist NUR cool oder NUR Kumpel... wir haben auch Gefühle und Emotionen... Was gibst du denn dem Mann beim Kennenlernen ? Blicke und Lächeln ? Das heißt gar nichts...

M,29
 
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  • #5
Der Nachbarthread stammt von mir aber dennoch


Die armen Männer heutzutage kann ich nicht bedauern, es geht ihnen auch im Alter besser als jeder Frau, denn auch die Altersarmut ist weiblich.

w/50

Mit diesen (armen) "Kreisen" habe ich zwar selbst als m-42 (noch) nichts zu tun, wenn dem aber tatsächlich so sein sollte, liegt das an der bewußten Zerstörung der Familie - damit habe ich mittlerweile leider schon zu tun.

In intakten Familien gibt es keine Armut, erst recht nicht im Alter, das machen die Muslime und andere Naturvölker uns ja schließlich im Jahre 2013 nach Christkind weltweit immer noch vor.

Haupt"schuld" an der Dekadenz des Westens tragen auch die sogenannten (selbsternannten) FeministInnen -um mal ganz p.C. zu sein- der 68er Generation.
Fazit: Wer den Wald rodet (oder wie die Meisten immerhin still duldend dabei zusieht), braucht sich über fehlende Stämme danach nicht zu wundern.
 
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  • #6
Ich finde ja, Männer sind noch Männer, aus diesem Grund wollen "einige" Frauen ihnen auch gleichtun, weil sie sich sonst nicht "wahrgenommen" fühlen und untergraben ihre Fraulichkeit, übersehen dabei aber, dass sie den Männern das Zepter der Weltherrschaft weiter in die Hand reichen, statt es wirklich streitig zu machen.

Die armen Männer heutzutage kann ich nicht bedauern, es geht ihnen auch im Alter besser als jeder Frau, denn auch die Altersarmut ist weiblich.

w/50[/QUOTE]

Was für eine Einstellung! Sie definieren weiblich sein mit " schlecht bezahlt werden, devot sein, lieber Hausfrau spielen als Karriere machen, Stöckelschuhe tragen"???
Es gibt hier kein Naturgesetz!!! Wenn die liebe Frau mag, dann darf Sie auch gerne anders......aber offensichtlich von Frauen nicht gewollt. Ausgenommen von mir :) und ich werde auch genauso wie meine ausnahmslos männlichen Kollegen bezahlt.

Liebe FS,
ich möchte kein Alpha und auch kein Softie......ich will einfach nur einen Mann! Ein Mann der sich trotz gängiger Geschlechterrollen nicht beeinflussen läßt und stark genug für eine starke Partnerin ist.
W/33
 
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  • #7
Mit diesen (armen) "Kreisen" habe ich zwar selbst als m-42 (noch) nichts zu tun, wenn dem aber tatsächlich so sein sollte, liegt das an der bewußten Zerstörung der Familie - damit habe ich mittlerweile leider schon zu tun.

In intakten Familien gibt es keine Armut, erst recht nicht im Alter, das machen die Muslime und andere Naturvölker uns ja schließlich im Jahre 2013 nach Christkind weltweit immer noch vor.

Haupt"schuld" an der Dekadenz des Westens tragen auch die sogenannten (selbsternannten) FeministInnen -um mal ganz p.C. zu sein- der 68er Generation.
Fazit: Wer den Wald rodet (oder wie die Meisten immerhin still duldend dabei zusieht), braucht sich über fehlende Stämme danach nicht zu wundern.

Sorry, aber das Weltbild der muslimischen Kultur als Beispiel zu sehen ist das allerletzte.
Diese Frauen haben nichts, aber auch garnichts zu melden, sie sind dem Willen der Männer total ausgeliefert.

Auch wenn die Armut im Westen bei uns weiblich ist, lebt sie dennoch selbstbestimmt und nicht dem Patriarchat einer muslimischen Welt hilflos ausgesetzt und mutige Frauen dieser Kulturen, die sich politisch mutig für die Rechte der Frau engagieren werden mit dem Tode bedroht.

Niemals könnte ich so etwas positiv sehen, niemals.

Es zeugt nur von männlicher Dekadenz.
 
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  • #8
Es gibt hier kein Naturgesetz!!! Wenn die liebe Frau mag, dann darf Sie auch gerne anders......aber offensichtlich von Frauen nicht gewollt.
W/33
Genau das ist ja das Größte Problem der ach so modernen Frau. Solange es zu ihrem vorteil ist, ist alles ok. Aber wehe es ist nicht zu ihrem vorteil. Dieses ständige Rosinen picken ist was nervt.

Liebe FS,
ich möchte kein Alpha und auch kein Softie......ich will einfach nur einen Mann! Ein Mann der sich trotz gängiger Geschlechterrollen nicht beeinflussen läßt und stark genug für eine starke Partnerin ist.
Ja da wird es schwierig. Ist der Mann ein Alpha (Macho) will Frau ihn nicht weil zu dominat. Ist der Mann ein Softie (Weichei) will Frau ihn auch nicht weil nicht dominant genug. Mädels ihr müsst euch schon entscheiden. Die Eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht.
 
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  • #9
Liebe 39erin

ich lasse es sein mit fest gefügten Männerbildern. Alles ist im Fluss.
Meine empirische Erfahrung lässt sich nicht so leicht auf einen Nenner bringen.
Jeder Mann und jeder Jeck ist anders.


Ob's zu mir passt stellt sich nach ein paar Kollisionen meist heraus.
 
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  • #10
Ich möchte mal als Mann antworten. Ich bin 35, habe vier qualifizierte Abschlüsse, verdiene gut, bewege nicht Millionen sondern hunderte Millionen. Kleide mich eigentlich wie ich lustig bin und pflege mich zwar aber mein Aussehen ist mir nicht mehr so wichtig wie noch vor 10 Jahren. Keine Ahnung ob das markant ist oder nicht. Ich habe keine Ahnung was Frauen heute wollen. Eins ist mir aber klar, wie auch ne Umfrage vor Kurzem zeigte, 70% geht der ganze Frauenquoten, Gleichberechtigungswahn eindeutig zu weit. Warum sollte ich gerade heiraten und Kinder bekommen, oder Kinder mit meiner Partnerin haben. ICH mach mich doch nur abhängig, und werde als Zahlesel ausgenutzt. Ich stehe auf AFFÄREN. Früher war Mann und Frau eine Zweckgemeinschaft, vllcht. war auch mal Liebe dabei. Was soll es heute sein. Warum wollen Männer wie Fraun noch eine feste Partnerschaft oder Ehe. Bei uns im Land geht`s doch den meisten SAU gut und trotzdem sind wir mit nichts aber auch gar nichts zufrieden. Egal in welchem Thread mal hier bei EP liest, es geht immer nur um ICH ICH ICH. Schlagt mal nach was Liebe eigentlich bedeutet...
 
L

Löwin

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  • #11
Haupt"schuld" an der Dekadenz des Westens tragen auch die sogenannten (selbsternannten) FeministInnen -um mal ganz p.C. zu sein- der 68er Generation.
Fazit: Wer den Wald rodet (oder wie die Meisten immerhin still duldend dabei zusieht), braucht sich über fehlende Stämme danach nicht zu wundern.

Also diese Behauptung finde so...einfach erstmal absurd, aber vielleicht kannst du das etwas genauer erklären.
 
  • #12
Oberbegriff: Mann - Unterart: Kerl

Ich höre und lese oft, daß viele Frauen nicht Männer sondern Kerle haben wollen. Was ist der Unterschied ?

Ein Kerl (ggf. Scheisskerl) ist m.E. grobschlächtig, ggf. oberflächlich, primitiv und egoistisch.

Selbst wenn die Frau allgemein Kritik an allen Kerlen übt, lächelt sie noch dabei.

Was soll an einem Kerl besser sein, als an einem Mann ? (für die Frauen)
 
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  • #13
Mein Männerbild ist: Ich kann die meisten Männer von Frauen nicht unterscheiden, sie sind als Mann quasi unsichtbar. Da ist selten mal jemand, der Charme hat und aus der Masse heraussticht.
Es könnte so einfach sein, sich das Leben zusammen ein bisschen netter zu machen, wenn auch nur für kurze Zeit. Aber nein. Die Männer heutzutage sind entweder träge (und bevor ich mich aufdränge, gehe ich lieber selbst auch meiner Wege) oder zu aufdringlich und grenzüberschreitend, wollen sofort Sex, rennen hinterher, usw. Ein normales Maß an Interesse gibt es da nicht mehr. Man hat nur noch die Wahl zwischen Mister Aufdringlich und Mister Abweisend.
 
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  • #14
Ich finde ja, Männer sind noch Männer, aus diesem Grund wollen "einige" Frauen ihnen auch gleichtun, weil sie sich sonst nicht "wahrgenommen" fühlen und untergraben ihre Fraulichkeit, übersehen dabei aber, dass sie den Männern das Zepter der Weltherrschaft weiter in die Hand reichen, statt es wirklich streitig zu machen.


w/50


Das kann ich nachvollziehen. Das blicken aber sehr viele Frauen nicht durch. Sie meinen, wenn sie erfolgreich im Beruf sind und ein Vollzeiteinkommen haben, sind sie unabhängig von Männern. Ganz so ist es nicht-als Angestellte. Bei Selbstständigen mag es anders sein.

Neulich traf ich eine gute Bekannte von mir. Sie (kinderlos) ist Mitte 50 und war lebenslang eine sehr erfolgreiche Frau im oberen Management eines großen deutschen Konzerns. Sie hat erst mit Anfang 50 zum ersten Mal im Leben geheiratet. Kurz danach hörte sie auf zu arbeiten und wurde-ganz selbstbestimmt und von ihr so gewollt, in Einvernehmen mit dem Ehemann-einfach nur eine Hausfrau, die den Haushalt gerne macht und die Welt mit ihrem Mann bereist. Sie hat kein Einkommen mehr aus einer abhängigen Beschäftigung, sondern nur Erträge aus Inverstitionen. Diese sind geringer als das Vermögen ihres Ehemannes.

Als ich erstaunt sie fragte, warum dieser Wandel, sagte sie mir folgendes: Weißt Du, ich habe es lieber die Füße meines geliebten Ehemannes zu küssen, als die meiner Chefs (und sie war selber schon ziemlich hoch in der Hierarchie). Schade, dass ich das nicht früher begriffen habe.

Ich war erstaml baff, wenn ich aber genau hinsehe-heute ist sie "Dienerin" ihres Ehemannes (positiv gemeint), früher war sie Dienerin einer Schar von Männern, die ihre Arbeitsleitung brauchten, diese mit Geld entlohnten-aber wirklich frei davon war sie (selbst als Managerin nicht), zu dienen.

Ja, viele Frauen dienen auch heute noch den Männern im Beruf-nur sie bemerken das nicht. Sie werden dafür entlohnt-eigentlich ähnlich wie die Hausfrauenehe. Frau erbringt Leistung und wird dadurch entlohnt, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Abhängigkeit (als angestellte Frau) ist immer-ob von dem Ehemann oder von dem Chef/dem Arbeitgeber.

Ich denke oft über diese Frau nach-sie hat eine tolle Karriere gehabt, um dann selbstbestimmt den Rückzug in der Ehe zu suchen und zu finden. Heute sieht sie viel attraktiver und zufrieneder aus als zu den Zeiten, wo sie berufstätig war.
Irgendwo küssen die Frauen doch immer die Füße eines Mannes-wenn nicht des Partners, dann müssen sie dem Chef/dem Arbeitgeber gehorchen und seine Aufgaben erfüllen. Ich denke, wichtig ist nur dabei, dass frau Freude und Spaß daran hat, wofür sie sich entscheidet. Völlige Unabhängigkeit hat eine Frau nur dann, wenn sie ihre Arbeitsaufgaben und Einkommen selber bestimmen kann-bei Angestellten sind die Arbeitsaufgaben und deren Zielerreichung in Qualität und Quantität doch schon in großem Maße (von Männern) vorgegeben.

FS
 
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  • #15
Mein Männerbild hat sich im Laufe der Jahre und Erfahrungen gewandelt -eher zum Schlechten allerdings. Ich spreche von Männern 50 plus, also diejenigen, die mit mir "aufgewachsen" sind.

Einen Großteil (nicht alle!) dieser Männer empfinde ich mittlerweile als sehr wenig differenziert und schwach. Sie blieben lebenslang auf ihre wenigen Lebensziele (berufl.Erfolg, Geld, Status und möglichst viel Sex) fixiert, an denen dann auch komplett ihr männliches Selbstwertgefühl festgemacht wird. Nach gescheiterten, oft langjährig unglücklichen Ehen haben die meisten kaum ihren Anteil am Scheitern reflektiert und daher an ihrem Verhalten auch für zukünftige Beziehungen nichts verändert.

Die meisten Männer meiner Altersklasse können sehr schlecht alleine leben -emotional wie praktisch. Sie binden sich bereits Tage oder Wochen nach Trennungen wieder neu, ohne über die "Altbeziehung" noch eine Sekunde nachzudenken. Aufgrund dieses hohen "Bindungsdruckes" sind sie bei der Partnerwahl wenig wählerisch oder anspruchsvoll. Sobald die Optik der Frau einigermaßen stimmt, diese ihnen nicht auf der Tasche liegt oder eigene Ansprüche stellt, wird sie genommen. Sie verstehen unter Beziehung, möglichst schnell wieder mit einer Frau zusammen zu ziehen, um sich geregelte hauswirtschaftliche und sexuelle Versorgung zu sichern. Diesmal bitte aber ohne finanzielle Verpflichtung, wie in der Ehe.

Soft Skills haben die meisten nie erworben und zur Gleichberechtigung geben sie meist nur Lippenbekenntnisse ab. Insgeheim betrachten sie Frauen als unterlegen und verteidigen strikt (oder auch passiv-aggressiv) ihre Pfründe. Aus langjährigen Versorgerehen sind sie gewohnt, ihr Selbstbewusstsein aus der finanziellen wie emotionalen Abhängigkeit von Partnerinnen und deren Bewunderung zu ziehen. Sie verdrängen oder negieren dabei den zunehmenden gesellschaftlichen Wandel mit der Tatsache, dass gleichaltrige Frauen sie in Pragmatismus, Bildung und finanzieller Ausstattung zunehmend einholen oder sogar überrundet haben. Insbesondere geschiedene Männer mit finanziellen Einbußen haben ein schlechtes Selbstwertgefühl (das sie dann gerne mit Macho-Gehabe kompensieren), wirken depressiv, jammerig und schwach.

Gleichzeitig ist die Selbsteinschätzung dieser Männer fatal falsch. Selbst körperlich unattraktive, stark übergewichtige Männer, die sich mangels Finanzkraft kaum noch einen Urlaub leisten können, keinerlei Hobbies und kaum Freunde haben, dazu aber jedes 2.Wochenende ihre Kiddies betreuen, nehmen sich selbst als die interessanten, sexy Helden wahr, die sie noch nicht mal in ihren 20gern waren... ich finde es oft wirklich oft zum Brüllen komisch, wie Selbst- und Fremdwahrnehmung da auseinanderdriften.

Meine Hoffnung ist der kleine Teil von Männern, die anders sind.

w, 52
 
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  • #16
Ich halte den Begriff "Männlichkeit" für vollkommen überbewertet. Mir ist es nicht wichtig, dass ein Mann sonderlich "männlich" handelt, was immer das auch genau heißen soll. Mir ist wichtig, dass ein Mann vernünftig, moralisch richtig und sympathisch handelt, und da lege ich die gleichen Kriterien wie auch an Frauen an. Im Gegenteil, ich halte das Pochen auf Männlichkeit sogar für ein Merkmal eines beschränkten Geistes. Ein Mann ist ein Mann, und wenn er bei Romanzen weint, zu Hause bleibt und sich um die Kinder kümmert oder sich sogar in rosa Pumps wirft, bleibt er immer noch ein Mann.

Ich erinnere mich beispielsweise an einen Einkauf, den ich zusammen mit meinem Partner erledigte. Es war nicht sonderlich weit, also gingen wir zu Fuß, und da er deutlich kräftiger ist als ich, war es nur vernünftig, dass er das Tragen des Einkaufes übernahm. Nur wurde ihm an diesem Tag ziemlich schwindlig und ich forderte ihn auf, lieber mir die Tasche zu geben. Einen Moment lang sträubte er sich, aber dann gab er nach, ohne auf alberne Rollenbilder zu pochen. Ob er nun den Einkauf trägt oder nicht, er bleibt ein Mann, aber hätte er sich geweigert, obwohl mir das Tragen in diesem Fall leichter fiel, wäre er ein rechter Dummkopf gewesen.

Ich kenne Männer, die sich in einem solchen Fall strikt geweigert hätten, weil es nicht in ihr Selbstverständnis als Mann passt. Dieses Verhalten ruft bei mir je nach Ausprägung belustigtes Augenrollen bis echten Ärger hervor, und ich bin froh darüber, dass sich viele junge Männer nicht mehr an alten Klischees festklammern und diese alberne Männlichkeitsidee zu ihrer Leitlinie machen. An den Rest: Wenn die Partnerin die Rechnung übernimmt oder ihr nach dem Weg fragt, führt dies nicht zur plötzlichen Verkümmerung der Geschlechtsorgane. Fest versprochen.

26, w
 
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  • #17
Oberbegriff: Mann - Unterart: Kerl

Ich höre und lese oft, daß viele Frauen nicht Männer sondern Kerle haben wollen. Was ist der Unterschied ?

Ein Kerl (ggf. Scheisskerl) ist m.E. grobschlächtig, ggf. oberflächlich, primitiv und egoistisch.

Selbst wenn die Frau allgemein Kritik an allen Kerlen übt, lächelt sie noch dabei.

Was soll an einem Kerl besser sein, als an einem Mann ? (für die Frauen)

Mir ist nicht bekannt, dass Frauen Kerle i.S.v. grobschlächtig, primitiv und egoistisch haben wollen. Ich kenne keine Frau, die so einen Kerl haben will.
Frauen wollen Männer haben-männliche Männer. Unter einem männlichen Mann verstehe ich einen Mann, der zu seinen Worten steht, der ehrlich, liebevoll und zuverläßig ist und stark genug, mit den Tiefen einer Beziehung umzugehen, überhaupt stark genug, eine Beziehung mit einer Frau zu führen und nicht nur eine Affäre zu suchen.

Primitiv, oberflächlich, egoistisch ist nicht nur männlich, sondern bezieht sich auf beide Geschlechter. Primitive, grobschlächtige und egoistische Personen beider Geschlechter sind keine begehrten Partner.
w/39
 
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