• #1

Lügen, Streit, Heimlichkeiten - Ist meine Ehe am Ende?

Ich bin mit meinem Latein am Ende und mit meinen Nerven völlig runter. Ich brauche mal eine Meinung, denn ich weiß nicht mehr weiter.
Mit meinem Mann bin ich nun seit 8 Jahren zusammen, seit 4 Jahren verheiratet, unsere gemeinsame Tochter ist 2 Jahre alt. Wir leben in einem kleinen Mietshaus. Soweit so gut. Es ist so, dass ich oft und gerne Sex habe, nur leider mein Mann nicht mehr so oft. Zumindest nicht mit mir. Er schaut sich Pornos an, wie ich vor einem Jahr heraus fand. Das hat mich sehr getroffen, wo ich doch gerne Sex habe und ich auch, laut seiner Aussage, sehr attraktiv bin. Nun ging es weiter im letzten Herbst mit der Lüge, dass er zuviel arbeiten müsste, anstatt mal einen Tag früher frei zu nehmen, um mit Töchterchen und mir etwas zu unternehmen. Ich habe das so aufgenommen, bis ich mal nachmittags in seinem Büro anrief und daraufhin weiter geleitet wurde an seinen Kollegen. Der teilte mir mit, mein Mann sei schon fort. Abends bin ich natürlich ausgeflippt, er meinte daraufhin, dass er mit Kollegen weg war, was trinken. Dann betonte er die Wochen darauf noch, wie nervig ich immer wäre und wie nett sdine Kolleginnen seien. Die würden ihn hier auch nicht als Dauerspieler ("er spielt oft stundenlang onlinespiele) erleben, konterte ich. Vor 2 Monaten entdeckte ich, dass er Wohnungen für sich anschaut und bereits 2 Besichtigungstermine hatte. Ich sprach ihn darauf an und er regte sich darüber auf, was mich das anginge. Inzwischen ist die Situation so verfahren, dass wir uns kaum noch etwas zu sagen haben, er geht seinen Dingen nach, ich kümmere mich ums Haus und um unsere Kleine. Sie geht erst ab Sommer in die Kita, dann wollte ich wieder arbeiten. Da ich so traurig und verletzt bin, mit meinem Mann aber nicht zu reden ist, er jegliche Beratung ablehnt und mir die Schuld an allem gibt, weiß ich nicht mehr, was ich tun soll. Bitte helft mir.
 
  • #2
Du hast zumindest eine Teilschuld, auch wenn ich Dich verstehe.
Auf mich wirkst du auch ein wenig "nervig".
....anstatt mal einen Tag früher frei zu nehmen, um mit Töchterchen und mir etwas zu unternehmen....Abends bin ich natürlich ausgeflippt... Dann betonte er ...noch, wie nervig ich immer wäre und wie nett seine Kolleginnen seien. Die würden ihn hier auch nicht als Dauerspieler erleben, konterte ich. Vor 2 Monaten entdeckte ich, dass er Wohnungen für sich anschaut und bereits 2 Besichtigungstermine hatte. ...mit meinem Mann aber nicht zu reden ist, er jegliche Beratung ablehnt und mir die Schuld an allem gibt,
Lass ihn doch Pornos anschauen! Ist das nicht kleinmädchenhaft, wenn du deswegen nen Aufstand machst? Jeder Mann macht das - und nicht nur Männer. Hat nichts mit Eurer Partnerschaft zu tun - lass ihm ein wenig Privatsphäre.
Zur Lüge: Ist blöd, dass er dich angelogen hat, aber er scheint Freiraum zu brauchen.
Ihr habt Eure Kommunikationsebene irgendwie verloren.
ich glaube, dein Mann schaltet schon auf Durchzug, wenn du Luft holst. Er hört Dir nicht zu und Du ihm nicht.
Nimm das ernst, wenn er sagt, dass er Dich nervig empfindet!
Geh mal mit ihm essen in ein nettes Restaurant. Da kann er weder laut werden, noch online spielen und auch nicht wegrennen.
Und dann redet erwachsen: Hör ihm zu ohne Vorwürfe!
Frag ihn, was er nervig findet und wie er sich fühlt und sei ernsthaft interessiert und nicht beleidigt.
Ich verstehe Dich und deine Sorgen und natürlich verhält sich Dein Mann nicht korrekt. Ich wäre auch sauer.
Aber das ist ja nicht konstruktiv in der Kommunikation, wenn du ihm weiter Vorwürfe machst.
Frag ihn, was er vermisst, wie es ihm geht und lass Worte wie "immer" und "nie" weg.
Lass auch Vorwürfe weg, sondern formuliere es um: Sag ihm, dass Du ihn vermisst, als deinen Mann und Partner und auch als Vater und Unterstützer zuhause.
Sucht Wege, dass er Freiräume hat und nicht lügen muss, wenn er mit nem Kumpel ein Bier trinken will - das muss drin sein.
Dann muss es aber auch mal nen freien Abend für Dich geben.
und ein Abend in der Woche muss für Euch beide als Paar reserviert sein (Sauna zu zweit, Restaurant, ne Bar - ohne Kind...es gibt Babysitter). Und ein Tag am WE muss Familientag sein.
Sprecht Euch ab und lass ihn leben.
Wenn er Online-Spiele spielen will, lass ihn eben spielen. Er ist erwachsen und darf das.
Sag ihm, dass das ok ist, aber dass es nicht geht, dass er die ganze Woche weg ist und wenn er zuhause ist, ist er nicht ansprechbar. Sag nicht: "Du bist nie da", sondern "ich fühl mich alleine".
Er macht gerade irgendwie dicht, versuche, an ihn ranzukommen, sonst habt ihr keine Chance. Sei seine Freundin und sag ihm nicht, was er tun soll.
 
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  • #3
Hallo Katharina,

Dein Mann will nicht reden (jedenfalls nicht mit Dir) und er will keine Beratung. Und er sucht sich eine Wohnung, weil er ausziehen und ganz offensichtlich nicht mehr bei Euch sein will. Somit ist die Sache klar wie Klößchenbrühe, oder nicht? Was verstehst Du daran nicht?

Er will sich trennen und so wie es ausschaut, gibt es für ihn offenbar kein zurück mehr und keinerlei Gesprächsbereitschaft. Eure Ehe kannst Du wohl als gescheitert betrachten. Fehler werdet Ihr beide gemacht haben, aber um die geht es ja gar nicht mehr. Der Drops ist gelutscht. Bedauerlich, dass das den Leuten heutzutage meist erst einfällt, nachdem sie ein Kind in die Welt gesetzt haben..,

Du kannst den Dingen jetzt natürlich ihren Lauf lassen. Mir persönlich wäre das aber echt zu blöd, zu nervenaufreibend und auch zu demütigend, und ich würde an Deiner Stelle konsequent einen Schlußstrich ziehen, Deinen Mann rauswerfen oder Dir eine Wohnung mit dem Kind suchen und die Scheidung einreichen. Eure Ehe ist Geschichte, sie besteht nur noch auf dem Papier und wie lange noch, ist lediglich eine Sache der Zeit? Ich frage mich gerade, ob Du den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr siehst, dass Du das nicht erkennst?
 
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  • #4
Ich stimme eher dem Beitrag von @Tini_HH. Ich habe den Eindruck ihr habt euch durch den Alltagsstress als Paar vollkommen verloren.

Auf mich wirkst du auch als eine dominante, kontrollierende, verzweifelte Frau, die nicht aufhören kann und will zu nörgeln, kritisieren und Vorwürfe zu machen.
Das ist eine wechselseitige Wirkung und die Frage ist: was war zuerst da, das Ei oder die Henne? Fühltest du dich seit der Geburt des Kindes von deinem Mann nicht unterstützt und immer im Stich gelassen und übermüdet mit dem kleinen Kind? Und daher die Vorwürfe?

Du möchtest auch gerne und oft mit deinem Mann schlafen aber er schaut sich stattdessen Pornos an. Aber er hat sogar keine Lust auf dich, sie scheint ihm gründlich zu fehlen und er fühlt sich so genervt von dir, dass er heimlich den Auszug plant. Ob er dann auch die Scheidung einreichen will oder nur eine vorübergehende räumliche Trennung möchte, weiss nur er.

War dein Mann bei der Geburt des Kindes dabei? Es soll Männer geben, wie ich gelesen und gehört habe, die durch die Geburt des eigenen Kindes sehr verstört waren und die Ehefrauen nur noch als Mütter und nicht mehr als ihre begehrenswerte Partnerin sehen. Vielleicht fühlte sich dein Mann im ersten Jahr nach der Geburt eures Kindes vernachlässigt und alleine gelassen.

Ich glaube dein Mann braucht wirklich Freiräume und erscheint bereits zu befürchten nach Hause zu kommen, denn er weiss, was sie erwartet. Hinter deinen Vorwürfen gemein vermutlich stecken Gefühle der Einsamkeit, Enttäuschung, Trauer, Wut, Überforderung.

Wenn du mit ihm nicht sprechen kannst und er verweigert dir ja ohnehin jedes Gespräch so würde ich etwas sehr konstruktives machen, denn ihr macht euch das Leben mit Vorwürfen und Gegenvorfürfen zur Hölle.
Man liest aus deinem Beitrag, dass du dich von ihm in Stich gelassen und einsam fühlst, als wärest du eine Singlefrau und Alleinerziehende, die das Familienleben und die gesamte Verantwortung alleine auf ihren Schultern tragen muss.

Schreibe deinem Mann einen Brief, ohne Vorwürfe, ohne Kritik, ohne Nörgeleien. Schreibe den Brief wie eine Art Biografie, indem du nur von dir selbst und von deinen Gefühlen schreibst, wie und weshalb du dich so fühlst.
In welchen Situationen du dich einsam, traurig, enttäuscht, frustriert und verärgert gefühlt hast. Darin soll stehen, dass dein Wunsch wäre, eine gemeinsame Therapie zu machen, damit ihr ein schönes Eheleben habt und wenn er dazu nicht bereit wäre, so hättest du keinen anderen Ausweg als dich selbst scheiden zu lassen.

Vielleicht wird dieser Brief etwas in Gang setzen, damit ihr zusammen die Kurve kriegt. Zu verlieren hast du eher nichts mehr, denn deine Lebenssituation ist, wie wenn du tatsächlich völlig alleine gelassen wärest.
 
  • #5
Die Sache ist doch klar und wenn du noch mal liest was du geschrieben hast, muss es auch dir klar sein. Für deinen Mann ist die Ehe beendet. Er sucht eine Wohnung um auszuziehen und dich zu verlassen. Er scheint auch nicht die Absicht zu haben mit dir über all das zu sprechen. Er wird einfach weg sein, wenn er eine Wohnung gefunden hat. Du hast jetzt 2 Möglichkeiten, die erste ist, du wartest einfach was er tut und lässt dich von ihm vor vollendete Tatsachen stellen. Beginnst dann erst zu überlegen wie du dein Leben als Alleinerziehende bewältigen und finanzieren willst oder du beginnst heute damit dir zu überlegen ob du das Haus alleine halten kannst und willst, dich selber um eine Wohnung zu kümmern, zu klären ob du schon früher eine Betreuung für dein Kind bekommst um früher mit der Arbeit zu beginnen, sicherst die Daten und Informationen die du für eine Scheidung und ein Unterhaltsstreit benötigst und informierst dich bei einem Anwalt über die nächsten Schritte. Dein Mann hat dir klar gemacht, dass es keinen Weg zurück gibt. Was mir zwar nicht klar ist, aber du hast geschrieben das du ihn beim Pornos gucken erwischt hast und es wohl scheinbar da angefangen hat zwischen euch schwierig zu werden. Da verstehe ich nicht ganz. Egal ob er sich von dir genervt fühlt oder du dich durch ihn verletzt, Fakt ist ohne die Bereitschaft zu kommunizieren wird nichts besser. Du könntest einen letzten Versuch machen herauszufinden, warum er sich einer Kommunikation mit dir verweigert. Er scheint der Meinung zu sein, dass man mit dir nicht reden kann. Vielleicht reflektierst du eure Gespräche und überlegst ob du auch ohne jegliche Vorwürfe kommunizieren kannst, eine agressionsfreie Kommunikation betreiben kannst. Das könnte die einzige Chance sein ihn wieder ins Boot zu holen.
 
  • #6
Bei euch ist der Karren dermaßen in den Dreck gefahren, da interessiert nun auch nicht mehr wer die größte Schuld daran trägt. Du bist mit Sicherheit nicht ohne, aber das Verhalten deines Mannes aktuell ist mehr als niveaulos. Er kommt mir vor wie ein großer Junge, der zu feige ist für ein Gespräch, sich heimlich und ganz link hintenherum eine neue Wohnung sucht und dich dann irgendwann - wenn er eine gefunden hat - vor vollendete Tatsachen stellt, mit Sack und Pack auszieht.

Die ganze Sache stinkt zum Himmel. Du schalte bitte sofort den Kopf ein und agiere wie eine kluge und erwachsene Frau. Und da gibt es nur: Trennung...zum Wohle eurer Tochter.

Lass ihn doch Pornos anschauen! Ist das nicht kleinmädchenhaft, wenn du deswegen nen Aufstand machst?
Pornos nur dann, wenn sie das Sexleben der Partner stimulieren, anregen. Wenn er dadurch angeturnt nur noch ausschließlich bei sich selbst Hand anlegt und die Ehefrau gar nicht mehr, ist das nicht mehr normal. Selbstbefriedigung ja, aber nicht zu Lasten des Partners.

Ich sehe als kluge und erwachsene Frau eure Beziehung insgesamt so: Er hat das Interesse an dir verloren, nicht nur sexuell, orientiert sich vermutlich schon anders, ist vielleicht bereits fündig geworden und aus Feigheit die Trennung auszusprechen fabriziert er dieses Theater. Vermutlich auch überfordert weil unfähig sich integer zu verhalten.

Eine gute Beziehung läuft anders. Realisiere, akzeptiere das und halte nicht länger krampfhaft an Etwas fest was ER nicht mehr will.
Der Stress hört sonst nie auf, du gehst nicht nur seelisch kaputt daran.

Pack' deine Tochter unter den Arm und Aus die Maus.
 
  • #7
@Tini_HH Warum trampelst Du neuerdings den Fragestellern so auf der Seele rum? Ich habe Deine Beiträge eigentlich immer gerne gelesen, aber momentan ist das nicht der Fall.
Aggressiver Unterton, "Schuldzuweisungen"... etc.
Das musste ich jetzt mal los werden.

@Katharina300

Egal, was Dein Mann Dir einreden will - nach der geschilderten Situation nimmst Du ihm nicht die Luft. Du hast ganz klare und nachvollziehbare Ansprüche an eine Partnerschaft, an Elternschaft, an Familienleben.
Dein Mann hat darauf keinen Bock mehr. Der will nicht mehr. Der hat sich das Leben mit Frau und Kind wahrscheinlich weniger "zeitfressend" vorgestellt oder was weiß ich.
Da kannst Du Dir den Mund fusselig reden und ihn versuchen mit Strategien á la Tini_HH wieder einzufangen. Es wird nicht viel nützen, denn er nach Deinen Ausführungen ist er schon auf dem Absprung (Wohnungssuche und so).
Mein Ex-Mann hatte damals in seiner Affärenzeit den Klops gebracht, mir von viel Arbeit im Büro vorzuschwafeln, während ich mich hab krankschreiben lassen, weil eines unserer Kinder hohes Fieber bekam. Dass ich selbst auch einen anspruchsvollen beruflichen Terminkalender hatte, spielte keine Rolle.
Und er hatte nicht viel Arbeit, der Schurke - er bummelte nachmittags seine "Überstunden" gemütlich mit seiner Affäre im Kino ab, während ich zu Hause mit dem hochfiebernden Kind und dem kleinen Geschwisterkind zu tun hatte....
Als ich ihn abends bat, mal keine Überstunden zu machen und sich um die Kinder zu kümmern, damit ich eine Stunde weg und das Nötigste im Büro für die Zeit meiner Abwesenheit erledigen konnte, schob er wieder viel Arbeit im Büro vor und ich könne ihn ja dort anrufen. Die Tür klappte und er war unterwegs... Er hatte im Büro eine für mich nicht sichtbare Rufweiterleitung eingerichtet und war bei seiner Affäre....
Raus kam alles später, als ich den gemeinsamen Quittungskarton aufräumte und die Kinotickets und eine Restaurantrechnung vom besagten Abend fand.
Und ich bin diesem Idioten auch noch hinterher gelaufen und habe mich von ihm in einen schmutzigen Rosenkrieg wegen der Kinder zerren lassen müssen.

Meine "Erlebnisse" nur als Denkanstoß für Dich.

Falls ihr beide im Mietvertrag für das Haus steht, kannst Du ihn auch nicht so einfach raussetzen oder das Schloss auswechseln. Leider.

Und nochmal: Wer sich nach einer Wohnung umsieht, tut das für sich oder für den rauszuekelnden Partner oder als Affärenzweitwohnung.

w, 48, 2 Kinder, sturmerprobt
 
  • #8
Ich sprach ihn darauf an und er regte sich darüber auf, was mich das anginge.
Ja, genau, was geht es Dich eigentlich an, wenn Dein Ehemann eine Wohnung sucht?*Ironie* Spinnt der? Also sorry, aber in meinen Augen verdrückt sich da ein Mann ziemlich feige aus der Ehe. Er Läßt Dich im Regen stehen, entzieht sich dem Gespräch und wenn er doch mal was sagt, macht er Dir Vorwürfe und vergleicht Dich mit netten Kolleginnen (die natürlich immer nett und freundlich sind am Arbeitsplatz, wenn die mit ihm leben würden, hätte er auch mit denen Diskussionen bezüglich seiner Unehrlichkeiten).
Vielleicht hast Du überreagiert oder was auch immer "ich bin ausgeflippt" heißen mag. Aber er war vorher unehrlich, oder? Beides keine guten Kommunikationsstrategien. Er hätte ja auch äußern können, welche Bedürfnisse er hat.
Wenn einer mauert, sind solche Situationen nicht aufzulösen, das nützen die besten Strategien nichts.
Ich denke auch, dass eure Ehe zu Ende ist. Vielleicht gibt es noch die Möglichkeit, später nochmal offen zu reden, aber wie will man mit jemanden umgehen, der nicht mehr verbal kommuniziert bzw. nur mit Vorwürfen um die Ecke kommt?
Natürlich haben beide mit dieser Situation zu tun, Du hast ja hier nur eine kurze Sequenz beschrieben, wir wissen nicht, wie es sich so hochgeschaukelt hat.
Ich würde abschließen mit diesem Mann, ich persönlich finde, dass so ein Verhalten ein passiv-aggressives Verhalten ist.
Wenn ich merken würde, dass mich ein Mann zum "Ausflippen" bringen kann, wäre es auch nicht mehr der richtige Mann für mich.
W
 
P

Papillon

Gast
  • #9
Dein Mann wird sich trennen. Das musst du einsehen und realisieren. Du darfst ihn gehen lassen. Er macht keinen Schritt auf dich zu, dann klappt es nicht mit dem Reden und die Beziehung ist nicht mehr zu retten. Er hat die Trennung für sich beschlossen.
Besser ist es du akzeptierst ihn und lässt dich nicht vor einer vollendeten Tatsache stellen.
Kläre für dich und deine Tochter die belastendene Situation. Nimm dein Kind und geh vorrübergehend deine Eltern besuchen.
Schreib ruhig dein Mann einen Brief, jedes Wort von dir empfindet er als Nervfaktor. Also ist der Brief die bessere Wahl. Du kannst schreiben wie du dich fühlst und vielleicht gehst du auf ihn ein. Er fühlt sich sicherlich auch nicht wohl.
Er soll deine Besuchszeit nutzen um nachzudenken und sich bitte zügig eine eigene Wohnung suchen. Die Spannungen sollen zwischen euch sich glätten.
So geht das nicht weiter, du, dein Mann und das schlimmste deine Tochter ihr geht alle kaputt.
 
  • #10
Was Dein Mann macht ist egoistisch und verletzend. Alles. Für Computerspiele nimmt er sich Zeit. Für Wohnungssuche und Kollegen auch - und Pornos. Die Kollegin weiß mehr als Du!???? Aber es ist ihm es nicht wert, sich um die Beziehung zu kümmern?

Prüfe, ob/wieviel Geld verschwindet!

Dir wird vorgeworfen, daß Du Dich darüber aufregst und vielleicht Fehler machst, weil Du erst nach und nach merkst, was er von langer Hand hinterhältig und gemein plant? Immerhin willst Du etwas retten. Er nicht. Womöglich hat er Angst, was noch alles herauskommt. Ich habe jemanden wegen so etwas verlassen. wollte ab einem Moment gar nichts weiter wissen/nicht mehr vera*** werden. Das würde ich auch mit Kind. Denn was Dein Mann lebt ist nichts, was ein Kind als normal kennenlernen sollte.
Dann lieber alleine sein!
 
  • #11
... wie nervig ich immer wäre ... Inzwischen ist die Situation so verfahren, dass wir uns kaum noch etwas zu sagen haben, er geht seinen Dingen nach, ich kümmere mich ums Haus und um unsere Kleine.

Von außen schwierig zu beurteilen, wie es dazu kam (nörgelst Du wirklich zu häufig?), aber ich befürchte, das hilft Dir nicht viel. Richte Dich erstmal darauf ein, alleinerziehend zu sein. Also: Job suchen, überlegen, wie und wo Du wohnen kannst, klären, was Du an Unterhalt bekommst. Und dafür sorgen, dass Deine Tochter möglichst wenig Schaden davonträgt...
 
  • #12
Hier die FS: ich bin mehr oder weniger schockiert, dennoch hatte ich all dieses vermutet. Ja, viele hier haben recht. Ich war oft und viel am nörgeln, weil wir uns hier zwar alles gemeinsam ausgesucht haben, uns gemeinsam für ein Kind entschemieden haben, ich aber letztlich alles alleine machen muss, damit meine ich wirklich alles. Ich selbst habe frei entschieden, bei der Kleinen zu bleiben, anstatt sofort wieder zu arbeiten. Ich genieße die Zeit mit unserer Kleinen natürlich auch. Mein Mann war noch nie besonders aktiv, sag ich mal, aber ich habe es ihm nicht böse genommen. Er fängt immer schnell an zu schweigen, ging mir immer schon schnell aus dem Weg, wenn ich auch nur andeutete, dass ich etwas mit ihm besprechen müsste. Es war auch vor unserer Tochter schon manches Mal so, dass er einfach abends wegfuhr, wenn wir keine Einigung fanden oder er schwieg halt 2-3 Tage. Irgendwann wurde dies besser. Seit über ein Jahr ist es leider wieder schlechter. Ich bin auch nicht ohne, denn ich neige dazu, schnell zu weinen, was ich selbst nicht mag, aber ich kann es dann nicht aufhalten. Das war nicht immer so. Aber in den letzten Monaten bin ich nur noch enttäuscht, traurig, auch wütend. Auf mich und auch auf meinen Mann.
 
  • #13
Es tut mir sehr leid für dich und eure Tochter, so im Regen zu stehen. Egal wer sich wie verhalten hat, ihr seid seit zwei Jahren Eltern und als Paar acht Jahre zusammen, habt sogar geheiratet. Egal ob du ihn nervst, ein ehrliches Gespräch wenn er sich trennen möchte wäre das Mindeste an Fairness und dazu eine Lösung, wie ihr euch als Eltern arrangiert. Ich vermute aufgrund deiner Darstellung, dass er sich feige und heimlich trennen will und der Verdacht liegt nahe, dass es eine andere Frau gibt. Bevor nicht alles für ihn geregelt ist, hält er die FS warm bzw. auf Abstand. So kann er in Ruhe und zu seinem Vorteil agieren.

Oder hat es Trennungsgespräche gegeben und du hast seine Äußerungen nicht ernst genommen?

Wie auch immer, du musst die Wahrheit herausfinden und ihr ins Gesicht blicken. Am besten im dem du ihn fragst und seine Reaktionen beobachtest.

Unabhängig davon würde ich mich an deiner Stelle erstmal auf deine Tochter und dich konzentrieren, anstatt mit ständig neuen Erwartungen permanent enttäuscht zu werden.
 
  • #14
Ihr habt eine ganz giftige und hochgradig destruktive Kommunikations- und Streitkultur.

Wenn das überhaupt wieder etwas mit euch werden soll, müsst ihr in eine gegenseitig wertschätzende Kommunikation zurückfinden. Da er hier nicht liest, gehen die Ratschläge an dich. Das heißt natürlich nicht, dass er schuldlos ist. Aber häufig folgt der andere, wenn der eine sich auf eine andere Ebene der Kommunikation begibt. Nur muss einer von beiden über seinen Schatten springen und das bisherige Muster durchbrechen.

Vom Schreiben eines Briefes würde ich absehen. Er hört eh schon viel zu viel von dir. Sicher hat er keine Lust, deine Gefühle auch noch in geballter Form schwarz auf weiß zu erhalten. Das wirkt wie eine Anklageschrift.
Investiere diese Zeit lieber darin, dich im Internet oder via Buch über Kommunikation zu belesen und schau, wie du diese kritisierende, nörgelnde, vorwurfsvolle Art ablegen kannst.
Dein Mann entzieht sich dir in jeder Weise (auch sexuell), weil er eine nörgelnde, unzufriedene Frau vorfindet, wenn er nach Hause kommt, die ihn mit Kritik überhäuft und kein gutes Haar an ihm lässt.

Mach mal den Perspektivenwechsel. Wie würdest du dich fühlen, wenn du von der Arbeit kommst und mit Forderungen und Kritik überschüttet wirst? Wäre das noch ein warmes, trautes Heim für dich, in das du gern zurückkehrst? Dein Ruhepol, dein Ort zum Auftanken nach der Arbeit, deine Basis, aus der du Kraft schöpfst? Würdest du mit einem solchen Mann noch ins Bett gehen wollen?

Er mauert sicher viel, aber ab und zu sagt er dir schon, was ihn stört. "Die Kolleginnen sind viel netter." Du hörst aber gar nicht hin, geschweige denn dass du verstehst, was er dir zu sagen versucht. Stattdessen kriegt er gleich die volle Breitseite von dir "die erleben dich ja auch nicht so sch... wie ich das erdulden muss". Auch wenn du Recht hast, ist das extrem destruktiv.

Ich würde einen letzten Versuch starten und ihm in den nächsten Wochen seine Bedürfnisse erfüllen. Sei fröhlich, wenn er heim kommt, bring ihm einen Kaffee, wenn er Computer spielt, frage ihn nach seinem Tag, interessiere dich für seine Belange und nimm dich erst einmal zurück mit deinen Forderungen. Entschuldige dich für deine Nörgeleien. Wenn er sich dadurch entspannt, wieder Lust bekommt, mit dir zu schlafen und freiwillig (!) etwas für die Familie und für dich zu tun, habt ihr eine Chance. Sollte er weiterhin mauern, würde ich mich trennen, denn es müssen immer beide mitziehen.
 
  • #15
Du bist völlig fertig? ... Dann genau an dem Punkt, an dem du jetzt bist ... innehalten, auf Sofa sitzen, gemütlich folgendes Buch lesen
'Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest' ... und das Buch 'SoulSex' ... Denn die Autorin war genau an dem Punkt, an dem Du und dein Mann und eure Ehe ist. Und unabhängig, ob du dann die Scheidung einreichst oder dir noch Zeit geben willst. Merke: Du sollst die Zeit DIR geben, nicht der Ehe und nicht dem Mann ... denn das wäre Erwartungshaltung und stressig für dich ... ! Im Auge des Hurrikan ist es ... ruhig!
Weil wenn du dich selber verloren hast, und nicht in deiner Mitte bist, wirst du falsche Entscheidungen treffen. Also bleibe ruhig. So kannst du genauer beobachten, welches Thema DU selber WIRKLICH hast.
Und ob dein Mann ebenfalls stärker und ruhiger wird, wenn DU mehr Ruhe ausstrahlst. Weil dieses Gezerre und Gerenne nach außen, Energie&Sex&Bestätigung suchen im Außen, dieses Zerrütten und Zerschlagen des Zentrums, das ist ja so typisch ... wenn eigentlich das Zentrum zu schwach war. Also geh morgen nicht zum Anwalt, sondern geh in den Buchladen und danach ins stärkende Feld der Frauen, welche dir helfen, wieder deine Mitte zu stärken und die Mitte der Familie zu sein.
Weil unabhängig ob Scheidung oder Zusammenbleiben ... DU wirst die Mitte deiner größeren oder kleineren Familie sein.
Also mitten im Sturm, setze dich hin und lese diese Bücher ...
im Auge des Hurrikan ist es ... ruhig!
Behalte du jetzt in jedem Fall erst mal das Haus und euer gemütliches Nest. Egal ob er für kurz oder immer davon rennt ...
 
  • #16
Es hat ja immer alles seien zwei Seiten, aber ich finde das verhalten dieses "Familienvaters" Ein Verhalten wie es dein Mann an den Tag liegt geht einfach gar nicht. Ich finde es nachvollziehbar, das es problematisch wird wenn ein eigentlich erwachsener mit einem Kleinkind im Haus sich stundenlang zum Spielen am PC nach der Arbeit verzieht. Ist hier Sucht im Spiel? Frech werden, wenn jemand auch nur in die Nähe des Suchtgegenstandes kommt (Spielzeit wenigstens einschränken, zu anderen Zeit spielen, etc.) und lieber die ganze Existenz abreißen um Pornos und Computerspiele zu zocken wäre für mich schon ein Hinweis. Sowas ist kein Mann. Dazu noch feige auf dem Absprung und noch jammern, wenn man von ihm was erwartet, was er selbstverständlich ohne Aufforderung zu leisten hat. Lebt er an seinem Kind vorbei? Auch heute wieder gerne genommen, geht ja auch auf Karneval zu: Mein Altvorderer: "Dä hat do ene Jaadenschlauch wo andere ein Rückgrat han./ Der hat da einen Gartenschlauch wo andere ein Rückgrat haben!" Der Ex aus dem spanischsprachigen Raum: "Err hat keiner Eier". Warum bringe ich das jetzt hier? Das sind Äußerungen von Männern, nicht von angeblich nörgelnden Frauen. Und es gibt noch einen Unterschied. Man muss nicht zwischen den Zeilen lesen können um die eindeutige Botschaft, nicht nachdenken, nicht diskutieren, nicht damit abgeben sondern in einer Zehntelsekunde abschießen und rauswerfen herauslesen zu können. Immer von den Besten lernen! Mir hat noch nie ein Mann gesagt, ich würde nörgeln. Wahrscheinlich ist nörgeln auch ein Fall von Hilflosigkeit, weil man die Situation einfach nicht verändert bekommt. Irgendwann muss man dann eine Entscheidung treffen wenn alles gesagt ist und dein Mann geht extrem feige und ehrlos vor. Von vielen Frauen wird dir hier geraten die Schuld bei dir zu suchen und dich irgendwie zu verbiegen. Du hast alle Informationen die du brauchst. Illoyal, mindestens in der eigenen Wohnung und Familie vor dem eigenen Kind faul, frech und passiv aggressiv rumschweigend. Der größte Knaller ist aber dir zu vermitteln, dass es dich nichts angeht das er ausziehen will. So einen hatte ich auch mal. Macht man alles viel zu lange mit, auch weil man es einfach nicht glauben kann. Dein Anteil ist das du diese Beziehung zu sehr auf Sex aufgebaut hast, das reicht nicht. Für eine lebenslange Beziehung, Familie und Ehe müssen einige andere Charaktereigenschaften dazukommen und die Partner harmonieren. Mir persönlich gefällt daher "Nases" Tipp ganz gut. Sicher auch eine Frau aus deiner Generation, das macht bestimmt zusätzlich Sinn sich mit gleichaltrigen Frauen mit Kindern zu unterhalten was die so täten oder schon umgesetzt haben. Die Möglichkeiten sind heute andere als in den 90ern. Vor dem Trennen und bevor du ihn raussetzt musst du noch Vorkehrungen treffen. Das hat leider auch eine finanzielle Seite. Ich möchte übrigens eine Wette abschließen, das ausgerechnet er bald jaulen wird, dass du ja so hart seist. w50
 
P

Papillon

Gast
  • #17
Ich würde einen letzten Versuch starten und ihm in den nächsten Wochen seine Bedürfnisse erfüllen. Sei fröhlich, wenn er heim kommt, bring ihm einen Kaffee, wenn er Computer spielt, frage ihn nach seinem Tag, interessiere dich für seine Belange und nimm dich erst einmal zurück mit deinen Forderungen. Entschuldige dich für deine Nörgeleien.
...und nach einem halben Jahr ist dann alles wieder beim alten Lied? Das bringt nicht viel, Menschen verändern sich nicht von jetzt auf gleich, sondern langsam. Das ist ein Prozess, beiden würde es helfen, wenn sie die Situation entschärfen und sich erstmal herausnehmen.
Vielleicht vermisst der Mann die FS ja, wenn sie mal nicht verfügbar und unerreichbar ist. Vielleicht hilft es ihr auch mal sich ihrer eigenen Situation bewusst zu werden und ihr Leben aus einer gesunden Distanz zu betrachten.
 
  • #18
Hier die FS: Ich habe ihn bereits nach Kontoeinsicht gefragt, da er vor mir alles geheim hält, doch ich konnte nichts verdächtiges finden, auch nichts, was auf eine Affäre hindeutet.
Das Buch " Liebe dich selbst..." habe ich vor ein paar Wochen um Weihnachten herum gelesen, da ich mich wirklich ziemlich " leer" und hier zu Hause manchmal auch unterfordert fühle. Mir fielen nach Geburt unserer Tochter erst so viele Dinge auf, seitdem ich zu Hause bin und meinen Mann abends von der Arbeit kommen sehe und auch wie er am Wochenende sich so verhält, dass hatte ich vorher nicht so im Blick. Er meinte dazu mal, dass er sich nicht geändert hätte, ich würde mich nur mehr auf ihn fokussieren, was ihn nur noch nervt. Ich habe durchaus auch meine Hobbys, wie stricken, lesen, nähen an der Maschine oder mit unserer Kleinen in der Woche zum schwimmen, doch vorher war ich halt auch voll berufstätig, hatte meine Arbeitskolleginnen, bin am Wochenende durchaus auch mal alleine fort. Nun mache ich das nicht mehr, sondern schaue mit meinem Mann abends traurig und selbst innerlich genervt " seine" Krimis. Ich bin innerlich stark hin und her gerissen. Mag sein, dass ich mich sofort trennen sollte, allerdings, wie einige schon schrieben, ich habe Angst, dass es hinterher die falsche Entscheidung war und ich es bereue, denn wo ich noch arbeiten war, hatten mein Mann und ich uns in dem Sinne zwar auch mal in der Wolle, allerdings habe ich mich, ehrlich gesagt auch gar nicht stundenlang mit ihm beschäftigt bzw habe dem Streit und der Sache gar nicht soviel Gewicht beigemessen, was ich heute wohl scheinbar um ein vielfaches mache. Ich möchte allen hier noch mitteilen, dass ich dankbar bin für die unterschiedlichen Sichtweisen.
 
  • #19
Dein Mann wird sich trennen. Ich vermute, da steckt eine andere Frau dahinter. Er sucht bereits eine neue Wohnung und verkündet Dir, dass Dich das nichts angeht. Deutlicher gehts nicht. Sichte seine Finanzen und lass Dich anwaltlich beraten, bevor Du nicht nur emotional, sondern auch noch finanziell über den Tisch gezogen wirst.
 
  • #20
Lies mal genau, was du alles geschrieben hast! Danach lies das Buch wieder, du hast es ja bereits ...
'Der/die Betrogene ist zuerst gegangen ...'
Du siehst ja selber, wie sehr du selber dich verraten hast, deine Hobbys und Kontakte dir nicht mehr gönnst und statt dessen 'seine Krimis' guckst, dich leer fühlst ... und neben ihm hockst und seine Aufmerksamkeit erwartest wie ein abhängiges kleines Mädchen ... Arbeite mal an deinen Mustern!
Ja glaubst du eigentlich, ein Partner ist dazu da, um dich zu 'erfüllen' und dein Feierabend-Progamm zu sein? Dieser Mann hat den ganzen Tag gearbeitet und möchte am Abend nicht mit deinen Erwartungen gestresst werden. Daher fühlt er sich derzeit mit Kolleginnen wohler, weil er sich dort verstanden fühlt und über Gemeinsame Projekte plaudern kann. Auf Dauer wären ihm die Kolleginnen sicherlich auch lästig, wenn er sehr gestresst ist. Aber er zeigt dir, demonstrativ, dass seine Welt wichtig ist und nicht nur deine. Kaum kommt er heim, lauert eine Frau und möchte mit ihm Programm machen, weil sie selber keine eigenen Lebensinhalte mehr hat. Guck mal, wie sehr du dich selber abgräbst! Gönnst dir keinen Job, gönnst dir keinen Selbstwert, keine Freundinnen und schönen Hobbys. Sogar um den Einblick in lebensnotwendige Wirtschaftsbereiche hast du dich seit der Heirat nicht mehr gekümmert. Und du willst eine gute Mutter und Familienfrau sein? Ja was wäre denn, wenn dein Partner plötzlich krank wird oder stirbt? Ich finde sein Verhalten nicht nett ... aber ... DU darfst dich nicht wundern, wenn dein Partner dir die Schatten serviert.
Alles DAS und noch viel mehr ... steht in deinem Weihnachtsbuch!
Solche Bücher liest man nicht nur 1x um sie gähnend beiseite zu legen. Solche Bücher begleiten die gesamte Ehe ... oder die zukünftigen Partnerschaften ...
 
  • #21
@Tini_HH Warum trampelst Du neuerdings den Fragestellern so auf der Seele rum?

Das empfinde ich auch so! Hier ist eine Frau, die verzweifelt ist, weil sie ihren Mann liebt und nicht verlieren will. Sie sucht Hilfe und einen Rat! Mensch, trampelt doch nicht noch zusätzlich auf jemanden herum der eh schon am Boden liegt. Wo ist dein Feingefühl geblieben und das mancher anderen Personen? Es schreibt sich in der Anonymität natürlich leicht "härter" aber muss das sein?
 
  • #22
Liebe TS,
Ich ahne wie es dir geht. Dir entgleitet gerade alles, du spürst dass du deinen Mann verlierst und hast Panik weil du ihn liebst, richtig?

Was du tun kannst? Ich halte einen Brief auch für einen guten Weg nochmal Kontakt aufzunehmen. Schreib deinem Mann wie es dir geht, was du fühlst, dass du ihn liebst und nicht verlieren willst und du gerne an eurer Ehe und Beziehung arbeiten möchtest. Frage ich direkt ob er euch noch diese eine Chance gibt?

Eheberatung oder Gesprächstherapie wäre wichtig. Und ihr müsst euch langsam wieder aneinander annähern. Überfordere ihn nicht und arbeite an dir! Lass deinem Mann Freiräume. Allerdings sehe ich das mit den Pornos auch kritisch. Wenn Pornos das Sexleben ergänzen oder anheizen oder entlasten weil die Frau zB nicht so oft Sex will, dann ist völlig okay.
Aber wenn Pornos den Sex mit der Ehefrau ersetzen läuft was schief. Auch darüber solltet ihr reden, in der Therapie. Was sind eure Wünsche und Bedürfnisse. Was hat ihm das Porno schauen gegeben und warum wollte er mit dir nicht schlafen? Ihr habt viele Baustellen und viel aufzuarbeiten, aber wenn du mit deinem Brief deinen Mann erreichst und er euch noch eine Chance gibt, dann könnt ihr es schaffen. Arbeite du bitte aber auch unbedingt an dir!

Liebe Grüße
 
  • #23
Hier geben einige direkt der FS die Schuld an allem, bezeichnen sie als freiheitsraubend, nörgelnd, fordernd, etc... Fakt ist, dass ihr Mann sie im Stich lässt und es einen gehörigen Redebedarf zwischen den beiden gibt, dem er nicht nachkommt. Ich kann der FS nur in dem Fall die Schuld zuweisen, als dass sie sich das gefallen lässt.

Pornos hin oder her, kann er ja gerne machen. Aber warum soll die FS nun auf Sex verzichten? Da würde ich mich genau so vernachlässigt fühlen. Ebenso finde ich es unmöglich sich als Vater abzuseilen und der Mutter den Umgang mit der kleinen Tochter alleine zu überlassen. Ich weiß beim besten Willen nicht, warum man als dominant etc. gilt, wenn man gerne einen Einblick in das scheinbar geheime Doppelleben des Mannes hätte. Das ist er ihr schuldig und wenn sie schlau ist, setzt sie ein Ultimatum und packt schon mal ihre Sachen.
 
  • #24
Liebe FS, mein Ex-Mann hat auch versucht, alles vor mir geheim zu halten und alles abgestritten, wenn ich ihn auf sein verändertes Verhalten ansprach.
Es liegt nicht an Dir.
Der Mann will weg und plant das von langer Hand. Mich sollte es nicht wundern, wenn er nicht längst schon einen Anwalt aufgesucht hat und mit dem an einem entsprechenden Schriftstück bastelt.
Der hält Dich für naiv.

Sei stark, lass' Dir keine Angst von ihm machen.
Kopf hoch.
Für Dich und Dein Kind.
 
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  • #25
Ja glaubst du eigentlich, ein Partner ist dazu da, um dich zu 'erfüllen' und dein Feierabend-Progamm zu sein?
Ich habe bis jetzt immer geglaubt, ein Partner ist dazu da, um mit ihm zu sprechen bzw. um miteinander zu kommunizieren. Die FS hat ein Kind bekommen und ihre vorherige Welt "aufgegeben", um für ihr Kind da zu sein. Es wäre die Sache des Vaters, ihre Veränderung anzusprechen bzw. ihr mitzuteilen, dass er sich nicht mehr gut fühlt mit dem, wie es zu Hause läuft. Nur dann kann man was ändern.
So aber läßt der Mann Dich, FS, auflaufen. Er redet nicht, wenn, dann macht er Vorwürfe. Als hätte er mit dem Ganzen nichts zu tun.
Die Krönung ist ja, dass er sagt, dass es Dich nichts angeht, wenn er eine Wohnung sucht. Das zeigt doch, wo er steht.
W
 
  • #26
Auch ich fürchte, dass du deine Ehe nicht mehr retten kannst, auch ich denke, er ist ganz kurz vor dem Absprung.

Alles Reden, weiteres Insistieren, dein Weinen ( wenn ich das auch gut verstehen kann in deiner verzweifelten Situation ) werden ihn nur noch mehr von dir weg treiben.
Ihn jetzt in dieser Endphase eurer Beziehung für dich zurück zu gewinnen, indem du ihm den Kaffee an den PC servierst und aufgesetzt fröhlich begrüßt, wenn er nach Hause kommt, halte ich für ausgeschlossen. Das wird ihn unsäglich nerven, er wird versuchen, immer später nach Hause zu kommen, in der Hoffnung, dass du schon schläfst.

Die einzige, winzige Chance auf seine Rückkehr, physisch und vor allem emotional sehe ich, wenn du ihn jetzt ziehen läßt und er dann feststellt, dass das single-Leben doch nicht sooo toll ist.
Wenn er vielleicht versucht, Frauen klarzumachen und immer nur abblitzt. Oder er kriegt welche ins Bett und die nerven ihn dann auch.
Oder er findet es schlicht doof, abends kein Essen zu bekommen und seine Wäsche selbst machen zu müssen.
Oder er vermißt euer Kind.
Oder....

Es wird sicher einige Monate dauern, bis er wieder angekrochen kommt, FALLS !.
Und dann kannst du überlegen, ob du ihn noch mal nehmen willst.

Hier ist mir noch was aufgefallen:
Ich habe durchaus auch meine Hobbys, wie stricken, lesen, nähen an der Maschine oder mit unserer Kleinen in der Woche zum schwimmen, doch vorher war ich halt auch voll berufstätig, hatte meine Arbeitskolleginnen, bin am Wochenende durchaus auch mal alleine fort.
Du hast Hobbies, die schön sind, aber die dich einsam machen.
Kann es sein, dass du dich voll und ganz auf deinen Mann verlassen hast, was deine sozialen Bedürfnisse betrifft ?
Dass er der einzige erwachsene Mensch ist, mit dem du dich unterhältst ?
Das hat ihn wahrscheinlich überfordert.
Wie auch immer es weitergeht, ich empfehle dir ganz dringend, dir tägliche Kontakte zu anderen Erwachsenen zu suchen.
Nicht nur wegen eurer Ehe, sondern für dich.

w 49
 
  • #27
Liebe Katharina300,
wenn ich deine Zeilen lese, sehe ich viele Parallelen zu meiner Ehe. Ich glaube auch, dass Du Dich im Augenblick noch gar nicht trennen kannst wir sind wahrscheinlich sogar ein ähnlicher Frauentyp. Auch ich habe die gleichen Interessen, wie Handarbeiten. Du bist mir sehr sympathisch.

Auch ich saß Abends unzufrieden und leer auf dem Sofa neben einem Mann und guckte mit seine Sendungen bei denen ich mich fast zu Tode gelangweilt habe. Sich bei solchen Sachen rigoros durchzusetzen war fast eines seiner Spielchen. Man schaut das mit, weil irgendwie Zeit mit dem Partner verbringen möchte. Scheinbare Gemeinsamkeit, die keine ist.

Auch bei ihm spielten Pornos eine große Rolle und wir hatten mitunter 4-6 Wochen keinerlei Intimitäten. Klar, dem fehlte die Kraft dafür. Ich hatte nichts dagegen, dass jeder seine Privatspähre hat, aber normalerweise ist man in einer Ehe ( nach meinem Verständnis einer monogamen Ehe) in gewisserweise voneinander abhängig. Ich hätte auch gern gemeinsam öfter Sex gehabt, nur seine Hand war immer schneller.
Auch er hat seine Arbeit immer vorgeschoben, auch da wurde viel geschummelt und gelogen.
Diese Ehe war am Ende nur noch das nackte Grausen, Liebe Katharina 300. Eine gruselige gemeinsame Wohnraumnutzung. Natürlich habe ich mir außerhalb gute Freundschaften gesucht, natürlich habe ich meine Hobbies gepflegt und bin unterwegs gewesen. Dazu habe ich einen anspruchsvollen, anstrengenden Job. Also auch ein ausfüllendes Aussenleben. Es würde den Rahmen sprengen hier alles zu beschreiben. Ich bin allein gereist, ich habe Freunde getroffen und auf Geburtstagspartys gegangen, aber alles habe ich immer allein gemacht und hätte so vieles gern mit meinem Partner gemeinsam gemacht.

Ich bin einmal ausgezogen und nach meinem Auszug lenkte er plötzlich auf meine Forderungen nach mehr Gemeinsamkeiten ein. Das ging so ca ein knappes Jahr einigermaßen gut.
Ich wollte nicht mehr so leben und er wollte mich weiter am ausgestreckten Arm verhungern lassen. Genau das macht er nämlich mit Dir, liebe FS.

Danach wusste ich, dass diese Ehe nichts weiter als ein bereits verrotteter Leichnam ist. Es gab keine Hoffnung mehr und ich bin gegangen. Ich wurde beim Gehen unfassbar bösartig behandelt und beschimpft. Ich habe es geschafft, wenigstens mit meinen Büchern und meiner Kleidung auszuziehen.
Ich habe mir für die Bewältigung der Trauer eine professionelle Begleitung gesucht, die mir sehr geholfen hat. Ich hab mein Leben ganz gut wieder zusammen gesetzt, natürlich materiell sehr puristisch. Und ich habe inzwischen einen sehr liebevollen Partner gefunden, mit dem ich die Beziehung führe, die ich mir immer gewünscht habe.
 
  • #28
Hallo, hier ist die FS: Ich habe nun vieles gelesen und möchte wieder ein paar Dinge loswerden.
Mein Mann sagte mir zum Zeitpunkt im Streit, dass mich nicht angeht, dass er Wohnungen schaut- dazu muss ich sagen, dass er kurz nach Geburt unserer Tochter auch eine Wohnung gesucht, gefunden und letztendlich für einen Monat gemietet hat, es war Appartment auf Zeit-auch zu dem Zeitpunkt war er schwer überfordert und konnte nicht mit mir reden, da ich sehr emotional war, ich füge aber hinzu, dass er zu keinem Zeitpunkt dort übernachtet hat. Zum Zweiten kann ich zu 100% schreiben, dass keine Frau in dem Sinne einer Affäre der Grund ist, weshalb er gehen möchte oder auch nicht. Ich weiß es nicht. Ich danke allen, die mir hier Mut machen. Mein Mann versucht in seiner Abteilung seit Monaten einige Schritte weiter zukommen, auch das belastet ihn. Ich stehe, so gesehen, wenn ich wieder arbeite, einige Stufen über ihm. Ich habe das höhere Einkommen. Das ist zwar nicht wichtig, allerdings weiß ich, dass das an ihm nagt. Er reagiert schneller wütend oder frech oder straft mich mit schweigen, wobei ich eher dazu neige, emotional zu reagieren, was nicht immer so war, eher erst seit Geburt unserer Tochter. Ich bin seitdem sehr empfindsam geworden. Mein Arzt hat mir allerdings gesagt, dass dies normal ist.
 
  • #29
Liebe FS,
jede halbwegs normale Frau würde ausrasten, wenn sie so eine träge undverlogene Socke wie die FS zum Mann hätte:
- er lügt regelmäßig Überstunden vor und geht mit Kumpels aus
- er übernimmt keine Akltivität in der Familie
- er will keinen Sex, weil er sich vor Pornos verausgabt
- den Rest seiner Freizeit hockt er wie ein Pubertier vor der Spielekonsole
- er sucht sich heimlich bereits eine neue Wohnung

Mein Mann war noch nie besonders aktiv..... Er fängt immer schnell an zu schweigen......Ich bin auch nicht ohne, denn ich neige dazu, schnell zu weinen, was ich selbst nicht mag, aber ich kann es dann nicht aufhalten

Erstmal: Du hast den Mann so geheiratet wie Du ihn jetzt hast. Er hat sich nicht wesentlich verändert und es hat Dich nicht gestört solange Du mit Job und eigenen Interessen befasst warst. Nun soll er Dir was in dein leben bringen, was er nie hatte - funktioniert nicht, dafür war er schon immer der falsche Mann.
Gib' nicht das alles-besserkönnende Muttertier und sitz' gelangweilt neben ihmn bei seinem Krimi sondern übergib' ihm die Verantwortung fürs kind und geh' selber raus und zwar regelmäßig nicht nur einmalig, sodass er Familie und Kind als seine Aufgabe wahrnimmt. Sofern er sich trennt, muss er ohnehin lernen, das Kind regelmäßig zu betreuen, damit Du als AE auch mal Luft schnappen kannst.
Damit erlebst Du endlich mal was anderes und bist weniger frustriert. Du hast einfach den falschen Mann für Dein Lebenskonzept, also lös' Dich in weiten Teilen von ihm. Das geht auch ohne Trennung.

Zweites: ihr hattet schon immer eine ganz schlechte Kommunikationskultur, im Moment ist sie nur besonders schlecht. Das bekommt ihr allein auch nicht in den Griff. Versuch' mit ihm zu einer Eheberatung zu gehen.
Insgesamt sehe ich die Chancen als sehr gering an, denn er sucht sich bereits eine Wohnung.

Nicht jeder Mann der sich trennen will verprasst das Geld mit einer Geliebten.
So wie du es beschreibst, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass er gern ohne Dich und Kind seine Freizeit in einem Einzimmerappartement mit Tiefkühlpizza vor dem PC (Spiele und Pornos) verbringen möchte, statt Streitgespräche zu führen oder sich um die Familie zu kümmern.
Er war nie ein Familienmann und hat kein persönliches Entwicklunsgpotenzial: Schule wurde gegen Arbeit ausgetauscht, sonst ist er auf dem Stand der Pubertät stehengeblieben und findet, das reicht ihm zum glücklich sein. Er will die nervige, dauermotzende Mutter los sein und seine Ruhe haben. Damit steht er nicht allein da - ich kenne ohne Ende solche Männer aus dem Job und sehe sie morgens daddelnd in den Öffis. Die meisten sind mit 40 noch Single und die wenigen die mal von einer bestimmenden Frau wie Dir in die Familiensituation gezwungen wurden, sind nach ein paar Jahren geschieden und haben auf Dauer die Nase voll von Frauen.
 
  • #30
Vom Schreiben eines Briefes würde ich absehen. Er hört eh schon viel zu viel von dir. Sicher hat er keine Lust, deine Gefühle auch noch in geballter Form schwarz auf weiß zu erhalten. Das wirkt wie eine Anklageschrift.
Investiere diese Zeit lieber darin, dich im Internet oder via Buch über Kommunikation zu belesen und schau, wie du diese kritisierende, nörgelnde, vorwurfsvolle Art ablegen kannst.
Dein Mann entzieht sich dir in jeder Weise (auch sexuell), weil er eine nörgelnde, unzufriedene Frau vorfindet, wenn er nach Hause kommt, die ihn mit Kritik überhäuft und kein gutes Haar an ihm lässt.

Mach mal den Perspektivenwechsel. Wie würdest du dich fühlen, wenn du von der Arbeit kommst und mit Forderungen und Kritik überschüttet wirst? Wäre das noch ein warmes, trautes Heim für dich, in das du gern zurückkehrst? Dein Ruhepol, dein Ort zum Auftanken nach der Arbeit, deine Basis, aus der du Kraft schöpfst? Würdest du mit einem solchen Mann noch ins Bett gehen wollen?
Gerade deshalb ist ein Brief besser, weil sie alles in Ich-Form schreiben kann und nicht in Du-Form: "Du machst nie..du gehst weg..du lässt mich völlig alleine" Da sind nur Beschuldigungen und Vorwürfe und in einem Gespräch kocht man über, die Emotionen gehen mit einem durch und man verfällt so leicht in destruktive Kommunikation aber in einem Brief (oder auch E-Mail) kann man sich beruhigen, kann man klare Gedanken fassen, neu umformulieren.

Denn wie kann man die heftigen Vorwürfe in einem heissen Streif - wenn sie einmal ausgesprochen wurden - zurücknehmen und korrigieren? Mündlich fallen sehr leicht verletzende Worte! Aber nicht so in einem Brief. Zunächst am Computer geschrieben, kann man ihn jede Zeit ändern und korrigieren. Ein Brief wird die Grundlage sein für weitere mündliche Gespräche.
Ein Brief ist nicht das Ende der Beziehung, könnte vielleicht eine Chance sein, etwas zu ändern.

Es wird sogar von Therapeuten manchmal empfohlen, dass man den Zugang zum anderen schriftlich sucht, wenn man es nicht anders geschafft hat.
Aber ich sehe es schwarz, so wie sie ihren Mann beschreibt uns sein Verhalten schon vor der Ehe. Beide führen eine ungesunde und destruktive Beziehung. Sie ist überfordert, wütend, traurig und enttäuscht von ihrem Mann.

Möglich ist auch, dass er eine andere Frau kennen gelernt hat und deshalb eine neue Wohnung sucht. Aber was er tut ist unbeschreiblich feige. Er entziehst sich den Konflikten und weigerst sich ihr Antworten zu geben. Da ist es sogar besser, wenn sie ihm selbst zuvorkommt und sich von ihm trennt. Dieser Mann ist zu nichts zu gebrauchen, nicht mal für Sex - böse gesagt.
 
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