• #1

Liegt Schönheit wirklich im Auge des Betrachters?

In zahllosen Beiträgen zu ganz unterschiedlichen Themen hier im Forum wird behauptet, Schönheit liege im Auge des Betrachters. Dabei wird der Begriff Schönheit oft synonym zu "äußere Attraktivität" verwandt. Wenn dies zuträfe, würde das bedeuten, dass jeder Single auf dem Partnermarkt buchstäblich auf den ersten Blick die gleichen Chancen hätte. Stimmt ihr der These zu, dass es unvorhersagbar ist, wie die äußere Attraktivität eines Menschen auf einen anderen Menschen wirkt? Und trifft das auf beide Geschlechter gleichermaßen zu? Gilt die These auch für andere Sinnesorgane? Liegt also die Attraktivität einer Stimme auch im Ohr des Zuhörers? Werden nicht Männer mit tiefen, kernigen Stimmen von Frauen favorisiert? Bevorzugen wir Männer nicht hohe weibliche Stimmen? Kommen blumige Parfumdüfte bei Männern nicht besser an als herbe?
 
G

Gast

  • #2
Das Schönheit im Auge des Betrachters liegt stimmt zwar allerdings trifft das auch nur bedingt zu.
Viele Menschen hierzulande finden Übergewichtige eher unattraktiv, dennoch gibt es auch bei uns Ausnahmen und in anderen Kulturkreisen bekanntermaßen ja auch. Also liegt die Schönheit hier zwar im Auge des Betrachters aber dennoch gibt es eine sehr starke Tendenz von der Allgemeinheit was schön ist.
Ansonsten liegen die Unterschiede in der Wahrnehmung von Schönheit eher in Details. Man kann im groben sagen was bei uns als attraktiv gilt aber dennoch liegt es im Auge des Betrachters ob man das dann auch wirklich attraktiv findet.
Gleiche Chancen gibt es also nicht, aber es gibt zumindest die Chance von irgendeiner Person als attraktiv gesehen zu werden auch wenn die meisten anderen das nicht tun.
 
G

Gast

  • #3
Klar, jeder hat "seinen Typ", und es ist eben ein Synonym zu der " äusseren Attraktivität", die im Auge des Bertachters liegt. Was die Stimmen angeht, glaube, tiefe Stimmen sind eher ein "Hochrenner" ?! Und die Parfümdüfte... hm... schwierig, sehr individuell!
 
G

Gast

  • #4
Gefällt euch wirklich immer die Gewinnerin der diversen Misswahlen? Ich persönlich habe natürlich auch einen gewissen Typ Mann, meine Freundinnen haben jedoch einen ganz anderen "Geschmack". Also JA, die Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Und nur da.
Symetrische Gesichtsformen etc (diverse Studien gibt es bereits dazu was die MASSE toll findet) sagen aber nichts über Ausstrahlung, Herzlichkeit und Ehrlichkeit.
w.29
 
G

Gast

  • #5
Ja und Nein .
natürlich gibt es einen Zeitgeschmack. In den 50-er Jahren galten üppige, kurvenreiche und vollbusige Frauen wie Sophia Loren und Gina Lollobrigida als aüßerst attraktiv. 20 Jahre später fand man dann plötzlich knabenhaft-zierliche Frauen wie Twiggy schön.
Im Moment ist groß und schlank angesagt, vielleicht ändert sich das aber auch wieder.

Andererseits ist wirklich vieles schön, was man mit den Augen der Liebe betrachtet, auch wenn es nicht dem Ideal entspricht.
Mein Freund hat eine etwas schiefe Nase, nicht mehr so viele Haare und sogar einen kleinen Bauchansatz. Für mich ist er aber der schönste und erotischste Mann auf der Welt !
 
G

Gast

  • #6
Aha, Thomas will etwas Philosophieren :eek:)

Also ich persönlich stimme der These zu, dass es unvorhersagbar ist, wie das Äußere auf einen wildfremden wirkt. Man könnte ja meinen, dass ein Mädel das total gepierct ist, auf jemandem im feinen Anzug abstossend wirkt. Geht man davon aus, dass der werte Herr allerdings zum Zeitpunkt der Begegnung "nur" in Dienstuniform unterwegs ist, weil er halt ein Banker ist, muss es keineswegs abstossend sein, schliesslich könnte er ja in seiner Freizeit überall mit "Blech" versehen sein. Da ist jetzt die Frage, unter welchen Voraussetzungen der erste Eindruck entsteht!?

Hier bei EP ist im Durchschnitt der visuelle Kontakt die Bildfreigabe. Wer da nicht das Bild eingestellt hat, das der andere gerne gesehen hätte, siehts meist schon schlecht aus. Allerdings fehlt bei diesen Momentaufnahmen jegeliche Gestik und Mimik, weshalb meines erachtens der erste Blick schon auf ein reeles Treffen zu beziehen ist.

Ob es auf beide Geschlechter so zutrifft, kann man wohl nur "mit hoher Wahrscheinlichkeit ja" beantworten, denn sonst müsste man ja jeden einzelnen befragen.

Für andere Sinnesorgane gilt dies wohl nicht so ganz. Ob man jemanden riechen kann, der abtörnend duftet, könnte man schon eher mit nein beantworten. Es gibt sicherlich Ausnahmen, deren Fetisch strenger Geruch sind, so wie es Leute gibt, die darauf stehen angeschissen zu werden, oder geil werden, wenn man sie anuriniert. Aber die Mehrheit wird wohl jemanden, der zumindest frisch geduscht ist, muss ja nicht gleich Parfüm immer mit dazu sein, eher dufte finden.

Das Ohr ist wohl für alle wichtig, die nicht taub sind. Also betrifft es nur diesen Personenkreis. Da gibt es auch hochsensible Menschen, die das Pfeifen eines Fernsehers oder des Kühlschrankes hören, ich zum Beispiel. Eine Frau, bei deren Stimme, oder auch anderen Geräuschen, es mir negativ die Nackenhaare hochstellt, wäre für mich nur für kurze Dauer zu ertragen. Die meisten haben jedoch eine normale Stimme, nur wenige eine sehr schöne und bisher bin ich keiner begegnet, deren Stimme ich nicht ertragen hätte können. Ich sag mal, dass die Stimme nicht so extrem wichtig ist, vielleicht unterbewusst.

Grundsätzlich sind die Geschmäcker so unterschiedlich und vielfältig, dass ich behaupten kann, dass jede(r) eine Chance hat, aber nicht bei jedem/jeder!
 
  • #7
Meiner Meinung nach ist die These, dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt, nicht nur für den Begriff Schönheit falsch, sondern auch für "äußere Attraktivität".

Schönheit ist für mich ein relativ eng begrenzter Begriff, den ich auf statische (!) äußere Merkmale eines Menschen anwende. Die Gesichtsforum, Glattheit der Haut und Figurform gehören auf jeden Fall zu den bestimmenden Merkmalen. Wie schon gesagt wurde, gibt es zu diesen Eigenschaften etliche Forschungen, die ganz klar belegen, dass es allgemeine Schönheitsideale gibt.

Zur gesamten äußeren Attraktivität gehören insbesondere auch noch dynamische Ausstrahlungsmerkmale dazu, wie etwa das Lachen, Anmutigkeit, der Laufstil und ob jemand hippelig und nervös oder ruhig rüberkommt. Aber auch hier werden bestimmte Ausprägungen von vielen Menschen vor anderen Ausprägungen präferiert. Ein Mann mit einem Lachen wie damals J. R. Ewing dürften bei vielen Frauen untendurch sein. Ein sympathisches, nicht übertriebenes und nicht fieses Lachen kommt dagegen viel besser an. Das liegt einfach nicht im Auge des Betrachters! Ein offener Gesichtsausdruck kommt auch immer besser an als ein mürrischer oder zerknirschter. All das sind Merkmale, die die äußere Attraktivität eines Menschen ganz wesentlich bestimmen und die völlig betrachterunabhängig als gut und schlecht eingestuft werden können.
 
  • #8
@#3: Herzlichkeit und Ehrlichkeit kannst du hier nicht mitbewerten. Das sind eindeutig keine Schönheitsmerkmale und auch keine äußeren Eigenschaften. Es sind innere Werte, um die es hier nicht geht.

Beschreibe doch mal genauer, was du unter "Geschmack" verstehst. Welche äußeren Merkmale fallen darunter und inwiefern unterscheidet sich dein Geschmack von dem deiner Freundinnen?
 
  • #9
Die Schönheit eines Menschen ist eine Eigenschaft, die weitestgehend NICHT vom Betrachter abhängt. Vicky hat im Parallelthread bereits das gute Beispiel gebracht, dass Kinofilem genau darauf beruhen, dass weltweit die gleichen Schauspieler als schön oder hässlich empfunden werden, und zwar mit erstaunlicher Einigkeit und sogar über vergleichsweise große Zeiträume hinweg.

Meines Erachtens macht die ganze Diskussion nur dann Sinn, wenn man ganz klar Attraktivität von Schönheit unterscheidet.

1. Schönheit steht für Symmetrie und Normalität, also Abwesenheit von Krankheiten, Entstellungen, Missbildungen, Abweichungen und so weiter. Schönheit ist ein Selektionskriterium für gesunde Nachkommen. Ausreichende Schönheit genügt da, auch wenn wir durchaus viele Abstufungen wahrnehmen. Es gibt viele Personen, die ich als "schön" beurteile, obwohl ich sie als Partner nicht wollen würde.

2. Attraktivität muss dagegen evolutionsbiolgisch variabel sein, damit alle Individuen einen Partner finden. Eine Population, in der ALLE Männer dieselben Mädchen toll finden, vermehrt sich weniger schnell als eine Population, in der Männer auf VERSCHIEDENE Mädchen fliegen. Der eine auf blond, der andere auf brünett, einer auf große Brüste, der andere auf kleine, einer auf zierlich, der andere auf kräftig. Es macht also evolutiv enorm viel Sinn, dass sich die Geschmäcker unterscheiden und dass Schönheit nicht das Hauptkriterium für Attraktivität darstellt. Die Schönheit muss "reichen", die Attraktivität uns persönlich im Inneren ansprechen.

Wenn es um Partnerwahl geht, so geht es um Attraktivität und dafür sind kleine Nuancen verantwortlich. Man kann auch Attraktivität meist erst zuordnen, wenn man Lächeln, Mimik, Gestik, Bewegung, Anmut gesehen hat, also dynamische Eigenschaften. Was einen anderen Menschen für uns als Partner attraktiv werden lässt, spricht und sehr unbewusst, tief im Inneren an. Schönheit dagegen lässt sich relativ gut statisch an Bildern festmachen.
 
S

Schmetterlingstanz

  • #10
Ciao Thomas, ich finde, du kannst die inneren Werte wie Ehrlichkeit, emotionales Ausdrucksvermögen nicht von der äußeren Erscheinung trennen. Ein Mensch ist für mich dann schön, wenn er authentisch ist. Ich kenne dicke Frauen und Männer, die ich sehr schön finde, weil z.B. ihre Augen so eine enorme Lebensfreude, Herzensbildung und Klugheit ausstrahlen, Ich kenne alte, faltige und glatzköpfige Menschen, die ich dennoch unglaublich schön finde, weil die Persönlichkeit, die diese Person ausstrahlt, so unglaublich schön und berührend ist. Hingegen kenne ich optisch makellos scheinende Menschen, deren schöne Hülle durch fehlende, überzeugende Persönlichkeit ins Gewöhnliche verblasst. Das Schönheitsideal ist nicht nur Epochen-, sondern auch von der Kultur abhängig. Dazu kommen noch unbewußte Faktoren wie: In welcher eigenen Stimmung schaue ich mir diese Person an? Erinnert sie mich an jemand anderen - sind diese Erinnerungen positiv oder negativ besetzt? In welchem Kontext stehe ich zu dieser Person. Wie ich eine Person in ihrer Schönheit bewerte, hängt meiner Ansicht nach auch ganz maßgeblich von meinen Emotionen, Erwartungen und Beziehungsdefinition zu dieser Person ab.
Sicherlich sind einem lächelnde Menschen mit einem gepflegten Äußeren zunächst sympathischer als ungepflegte Menschen mit einem ernsten, angespannten oder verkniffenen Gesichtsausdruck - geht man doch davon aus, das Letztere weniger liebevoll mit sich selber umgehen und somit auch wenig Liebe zu verschenken haben...
Wenn man den Eigengeruch des anderen nicht ertragen kann, dann kann es meiner Meinung nach auch nicht zu einer erfüllenden Liebesbeziehung kommen - aber dieser Eigengeruch ist zum Glück nicht standardisiert. Ich hatte einmal eine Kollegin, die hatte einen Mann sehr geliebt, der jedoch sehr unangenehm aus dem Mund gerochen hat und auch sehr leicht ins Schwitzen geriet, leider auch dieser geruch untragbar für sie. Sie haben sich dann getrennt. Mitterweile ist er glücklich verheiratet - ich schließe mich also #7 an: zum Glück hat das alte Sprichwort noch immer Gültigkeit: zu jedem Deckel gibt es einen passenden Topf!
 
G

Gast

  • #11
Da diese Diskussion im ELITE-Forum stattfindet, sollten wir nicht unbedingt die wissenschaftlichen Kriterien für "Schönheit" heranziehen. Die sind vielfach untersucht worden (s.z.B. Ulrich Renz, Schönheit) und unterliegen einer festen Norm.

Spannender finde ich, wie "Schönheit, Attraktivität" (oder wie immer wir es benennen) hier bei EP funktioniert. Ich selber erlebe immer wieder, dass ich einen Mann bei seiner Bildfreigabe als nicht sonderlich "attraktiv" einschätze, mich aber von dem, was er über sich schreibt, angesprochen fühle. Und siehe da: nicht selten erlebe ich einen vorerst als "nicht schön" eingeschätzten Mann im Gespräch beim ersten Date als ausgesprochen attraktiv.

Umgekehrt geht es mir selbst so, dass der eine Kandidat mich kommentarlos löscht, sobald ich mein Bild freigebe, ein anderer mich euphorisch als "sehr attraktiv" beschreibt. Häufig entpuppt sich der von mir angezogene Mann beim Date dann durchaus auch für mich als "attraktiv" (was allerdings nicht unbedingt in unzähligen tollen Bekanntschaften endet; denn am Ende zählen ja auch noch andere Faktoren ...).

Im EP-Forum ist es also nicht relevant, was (mehrheitlich oder wissenschaftlich) als "schön" beurteilt wird, sondern hier liegt die Wahrheit "im Auge des Betrachters". Das sollte uns allen Mut machen!! w
 
  • #12
Ich finde, dass nichts attraktiver ist als ein sehr intelligenter Mann in Kombination mit der Mündigkeit. Würde es heutzutage einen Klon von Leonardo Da Vinci geben oder einen Universalgelehrten wie Da Vinci ich würde ihn sofort heiraten. Dann wäre es mir egal ob er klein, groß, dick, dünn, athletisch ist.
 
  • #13
"Schönheit liege im Auge des Betrachters", so sehe ich das auch, Schönheit als erster optischer Eindruck im Sinne von äußerer Attraktivität ist subjektiv. Viele schließen sich doch in ihrem Empfinden der Masse an, "Gruppenzwang" unter Medieneinfluss? Ich meine, die Aussagen von mehreren Frauen zu einem unbekanntem, gutaussehenden Herren werden wohl sehr unterschiedlich ausfallen. Jede hat ihre Präferenzen, Haaarfarbe, Augenfarbe,....
Welche Haarfarbe ist den schöner? Oder ist Glatze schöner?
Die Schönheit der Promis ist ebenso subjektiv zu sehen, sollte keineswegs der Maßstab sein. Vor "Titanic" fand wohl kaum eine Frau oder ein Mädchen L. di Caprio schön. Es ist die Bekanntheit und der Starrummel, der dazu verleitet, jemanden als schön zu empfinden, eben "Gruppenzwang". Die jungen Mädels/Teenies fliegen auf den Typen von Tokyo Hotel, ist dieser Herr schön? Wenn wir täglich Fotos von Brad Pitt mit zerschlagenen Gesicht aus Figth Club sehen würden, würde die Mehrheit vermutlich sagen, der Typ ist stockhässlich.

Wie empfindet man ein und denselben (schönen) Menschen auf den ersten Blick im Anzug bzw. in dreckiger Kleidung.
Was hat also der Medieneinfluss mit Objektivität zu tun, das ist Manipulation, nichts weiter. Von denen Medien lasse ich mich nicht beeindrucken.

Das intensive Kennenlernen, intensive Wahrnehmung kann den Eindrück von Schönheit sicher verändern, auch wieder subjektiv. Darum geht es eher nicht.
Zur Attraktivität, speziell zur Stimme, diee Stimme muss einen angenehmen (dunklen) Klang haben und lebendig - nicht langweilig - sein, damit sie mir gefällt. Ob die gleiche Stimme einer anderen gefällt?
Ob allen Herren nur eine helle, piepsige Stimme bei den Damen gefällt, mag bezweifelt werden. Die Stimme von unserer schönen Verona P. ist doch furchtbar, oder?

Die Schönheitsideale unterliegen gesellschaftlichen "Schönheitsbildern", doch wer entwirft diese? Wer entwarf diese, als es noch keine Medien gab? Die Reichen und Mächtigen?

Doch nehmen wir mal Gemälde mit Damen der veschiedenen Epochen, Botticellis Venus,
da Vincis "Mona Lisa", Vermeers "Mädchen mit dem Perlohrring", Rubens "Frauen", Rembrandts Gemälde mit bzw. von Saskia und einige mehr.

Frage an die Herren: Ist für Euch die "Mona Lisa" schön?

Prinzpiell liegt doch auch die Schönheit der Gemälde und vieler anderer Dinge in den Augen des Betrachters, Picassos Gemälde der schönen Dora Maar sind schön, für mich. Warum sollte das Sehen von Menschen anders sein?

Das Beispiel mit dem Parfüm halte ich leider nicht für geschickt, ich mag an mir gar keine süßlichen oder zu blumigen Düfte sondern eher frische, natürliche. Ein Duft muss zur Frau bzw. zum Herrn passen, ein sehr gut aussehender Mann kann mir durchaus durch unangenehmes Parfüm verleidet werden.

Wie willst, Du Frederika, bei einem gutaussehenden Herrn wissen, ob er gesund ist? Vielleicht ist er HIV positiv im Anfangsstadium.
Diese Definition von Schönheit ist unbrauchbar, zumal Du Dir widersprichst. An statisch schönen (schöngefärbten) Bildern kann ich nichts über die Gesundheit erkennen, und eine Narbe im Geischt muss noch lange keine Kranheit bedeuten. Das ist doch wohl sehr oberfläch.
Selbst ein für Dich oder für mich attraktiver Mensch muss nicht gesund sein. Außerdem reduzierst Du Attraktivität wieder nur auf Äußerlichkeiten und diese haben mit der Darwinscher Evolutionstheorie nichts zu tun, es sei man spekuliert wieder nur auf Äußerlichkeiten. Für gesunde Nachkommenschaften spielen die Gene eine wichtige Rolle, und da kann der kräftige, nicht so gutaussehende Arbeiter mit einer nicht so gut aussehenden, gesunden Frau schöne und vor Gesundheit strotzende Kinder bekommen, während die Schönlinge kränklich sind und nur schwächliche Kinder zur Welt bringen.
Vielfalt mag sich schneller vermehren, es bleibt fraglich ob auch gesünder.
 
  • #14
>Wie schon gesagt wurde, gibt es zu diesen Eigenschaften etliche Forschungen, die ganz klar belegen, dass es allgemeine Schönheitsideale gibt.

Ich gehe sogar soweit, zu behaupten, dass jeder, der nen Partner hat der nicht dem allg Schönheisbild entspricht, ne Lüge lebt,

Um es auf den Punkt zu bringen: Geschmäker sind NICHT (!!!) verschieden.
 
V

Vicky

  • #15
Ich glaube, dass es wirklich gut war, wie Frederika das im Parallelthread gemacht hat, nämlich Schönheit von Attraktivität abzugrenzen. Schönheit ist - wie ich schon im anderen Thread sagte - definitiv meßbar. Es gibt unzählige Studien, die genau dies festgestellt haben. Schönheit ist bei Frauen eng verbunden mit dem, was für jung, gesund und fruchtbar steht. Schönheit bei Männern ist eng verbunden mit dem, was für gesund, zeugungsfähig, guter Ernährer bzw. Beschützer steht. Das alles liegt praktisch gar nicht im Auge des Betrachters. Wir sind auf Schönheit programmiert, um zum einen überhaupt und zum anderen gesunde Nachkommen hervorzubringen.

Nicht vollkommen anders aber ziemlich anders sieht es mit dem aus, was auf uns attraktiv wirkt. Ich will man auf Dein Beispiel der Stimme eingehen. Zuerst einmal gebe ich Dir Recht, dass im Grundsatz bei Männern dunkle, tiefe Stimmen bevorzugt werden - einfach, weil es für Männlichkeit steht. Und bei Frauen werden hohe, helle Stimmen bevorzugt - einfach, weil es für Weiblichkeit steht. Nimm aber z.B. mal Verona Feldbusch, ihre Stimme ist sehr hoch, sehr hell und sehr grauenhaft. Das liegt an dieser kreischigen, schiefen Stimmlage und der unmelodischen Art. Schaut man sie an und hat noch nie ihre Stimme gehört, erwartet man eine Stimme, die zu ihrem südamerikanischen Typ passen würde und die wäre eher dunkel, tief, samtig und sexy. Meine eigene Stimme ist für eine Frau auch eher tief und dunkel. Ich habe - zu meiner eigenen Überraschung - aber schon von jedem meiner Freunde, ja sogar von Datingpartnern und auch Kollegen und Freunden (Männer wie Frauen) gehört, dass sie meine Stimme sowohl professionell ernstzunehmend als auch sexy fänden. Mich wunderte dies zuerst sehr, dann habe ich mal darüber nachgedacht. Ich glaube, dass eine ruhige, tiefe Stimme die ist, mit der eine Frau mit einem Mann im Bett spricht. Da spricht man nicht hektisch und nervös, nicht hoch, schrill und piepsig. Durch Erregung wird die Stimme auch bei Frauen tiefer und außerdem liegt man im Bett, auch dadurch hört sich eine Stimme dunkler an. Flüstert man sich Erotisches ins Ohr, tut man das langsam, mit einer ruhigen, tieferen, dunkleren Stimme. Interessanterweise sagen mir aber auch viele, dass meine Stimme im beruflichen Kontext sehr professionell und ernstzunehmend anhört, während Frauen mit einer sehr hohen, sehr hellen Stimme, die dann bei Nervösität teils kreischig wird und "umkippt", oft nicht ernstgenommen wird.

Zu Parfum: Genau da ist es teils das Widersprüchliche, das reizt. Klar wirken blumige, vanillige Düfte interessant bei Frauen. Aber eine sexy Frau mit einem herben Duft kann eben auch sehr reizvoll sein.

Das, was im Einzelfall als attraktiv gefunden wird, ist oft extremst verschieden. Ich habe sogar mal von einem Mann gehört, der bei Frauen einen Damenbart toll fand. Oder - wie im Parallelthread - es gibt Männer (vielleicht ist es die Mehrheit) die nicht auf rothaarig steht. Aber die Minderheit, die darauf steht, fährt richtig darauf ab und findet es sexy.
 
  • #16
@#8-11: Eure Beiträge weichen von meiner Ansicht mehr oder weniger ab. Und das liegt IMHO daran, dass ihr unter Schönheit und Attraktivität etwas anderes versteht als ich. Wir sollten uns aber auf eine einheitliche Definition einigen, damit wir nicht zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen kommen.

@Frederika: Beim Schönheitsbegriff stimmen wir überein. Er umfasst statische und im Wesentlichen unveränderbare Ästhetikeigenschaften. Den Attraktivitätsbegriff definieren wir aber verschieden. Du scheinst ihn sehr stark mit "als Partner in Frage kommend" zu definieren. Dadurch läufst du aber Gefahr, äußere und innere Eigenschaften miteinander zu vermischen und das führt die Intention dieses Threads ad absurdum. Der Ausspruch aus der Titelzeile ist regelmäßig in anderen Threads gefallen, in denen es ganz klar nur um äußere Eigenschaften ging. Ganz besonders oft kommt er in unseren Figurdiskussionen vor.

Wenn ich also hier von "attraktiv" spreche, dann meine ich damit die äußere Attraktivität. Nicht gemeint ist "als Partner attraktiv".

@#9-11: Ich bestreite ja gar nicht, dass Ehrlichkeit (@#9), Eloquenz (@#10), Intelligenz (@#11) und weitere INNERE Werte für eine Partnerschaft wichtig sind und einen Menschen attraktiv erscheinen lassen. Aber bitte respektiert auch ihr, dass ich mich in diesem Thread auf äußere Merkmale beschränke, also solche, die man mit den Sinnesorganen wahrnehmen kann.

Ich halte diese Einschränkung auch für absolut gerechtfertigt, denn in den allermeisten Kontakten bei EP und ganz besonders draußen wird zuallererst nach äußeren Merkmalen sortiert. Negativ formuliert: Die meisten Menschen fallen wegen ihrer Äußerlichkeiten fremden Selektionsprozessen zum Opfer. Deutlich weniger fallen wegen innerer Werte durch. Für mich ist das Grund genug, auch mal die äußere Attraktivität zu beleuchten.
 
G

Gast

  • #17
Lieber Thomas @5, hier nochmal #3:
Ich stehe im Grunde auf Männer die größer sind als ich, breite Schultern und ein kleines Bäuchlein (nicht fett, aber mit Kuschelfaktor). Dunkle Augen, dunkle kurze Haare. Und "treue Augen". Wenn man es so will, ein Mann, der in meinen Augen "Vaterqualitäten" aufweist (da ich in den nächsten 10 Jahren mal eine Familie gründen möchte).
Meine Freundinnen bevorzugen schlanke Männer, modern gekleidet und "herzeigbar" (nimm einen Querschnitt der Serie GZSZ, dann weißt du ca. welchen Typ ich meine).
Thomas, die ganze Schönheit bringt absolut NIX wenn keine Ausstrahlung da ist. Man kann die Schönheit nur an gewissen Eckpunkten messen (Symetrie etc) jedoch fällt das flach, wenn ein Mann vor mir steht, der mich lieb anlächelt, Humor beweist und eine für mich ansprechende Mimik und Gestik hat (hier gehe ich 1:1 mit Frederika in ihrem letzten Absatz konform).
Beides muss stimmen. Für mich muss er attraktiv wirken UND die Art muss stimmen. Ein Mann, eben wie aus der besagten Serie, käme für mich nie in Frage: ohne Individualität, so wie "alle", zu "glatt", ohne Ecken und Kanten.
Wenn ich mich aber aufgrund der Art und Weise in einen blonden gleichgroßen Mann verliebe, ist es halt so. Ich favorisiere nur den zuvor beschriebenen Typ, bin aber nicht "festgefahren".
Deshalb nochmal: Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters, in ein Bild kann man sich nicht verlieben, das Gesamtpaket muss für jeden individuell stimmen.
Hier darf ich meine liebe Omi zitieren: "Mädel, von der Schönheit allein kannst nit runterbeißen"
 
  • #18
@#13: Nein, Lutetia, du machst da einen ganz grundsätzlichen Fehler. Du ziehst Kriterien wie Haarfarbe und Augenfarbe als schönheitsprägend heran, sagst zurecht, dass die Präferenzen ja gleichverteilt seien und schließt daraus, dass Schönheit im Auge des Betrachters liege.

Das ist aber grundfalsch! Die richtige Schlussfolgerung ist, dass Haarfarbe und Augenfarbe die Schönheit eines Menschen gar nicht so stark beeinflussen. Schau dir die Damen bei den Miss-Wahlen an - die Haar- und Augenfarben divergieren völlig. Trotzdem werden diese Frauen alle als weit überdurchschnittlich schön (oder äußerlich sehr attraktiv) empfunden.
 
  • #19
Wie ein Bild, eine Wahrnehmung vom Gehirn verstanden wird, interpretiert wird, was es im Gehirn auslöst, das ist unter Garantie so unterschiedlich wie Menschen unterschiedlich sind.
Aber ich vermute, dass das Bild beeinflusst wird durch vielerlei Parameter, so die Stimme, WIE etwas gesagt wird, die Betonung, das ganze Wesen, die Bewegungen und letztlich das, was die Person von innen nach aussen trägt, ob sie von innen nach aussen "leuchtet" oder kraftlos wirkt.
Ich glaube es ist die Energie, die manche anziehender macht als andere.
Kraftlos wirkende Menschen wirken auch nicht anziehend.
Das könnte der Grund sein, warum erfolgreiche oder mit sich selbst glückliche Menschen (die also erfolgreich sind, den Sinn des Lebens gefunden haben) auf andere erotisch wirken.
Erotik, Sex, das hat mit Energie zu tun und mit nichts anderem als Energie.
So kann auch eine Person, die nach aussen still wirkt, aber in sich viel Energie hält oder auch abstrahlt sehr erotisch wirken. Es hat also nichts mit dem unmittelbaren Erkennen von Energieumwandlung zu tun.
Ich glaube, dass es eine metaphysische Ebene gibt, die eine diesbezügliche Wahrnehmung bei geeigneten Menschen ermöglicht, und ich glaube, dass die Mehrheit geeignet ist insofern sie nicht von oberflächlichen Alltagsthemen zu sehr in dem Moment abgelenkt wird.
 
  • #20
@#15: Ich sehe in deinen Worten eigentlich keinen Widerspruch zu der These, dass die äußere Attraktivität nicht im Auge des Betrachters liegt. Du stimmst mir ja auch im Grundsatz zu Beginn von #15.2 zu. Dann führst du das Beispiel Verona Pooth an, von dem ich jetzt nicht weiß, ob es ein Beispiel oder ein Gegenbeispiel zu der Regel sein soll. Ich persönlich finde ihre Stimme auch nicht besonders toll, weil sie so kreischig ist. Das ist aber doch nur ein Hinweis darauf, dass Männer wahrscheinlich kreischige Stimmen bei Frauen nicht besonders mögen. Und da ist es egal, ob diese Stimme aus Veronas Mund kommt oder aus dem von Hella von Sinnen.

Das Verona-Beispiel ist kein Gegenbeispiel. Es zeigt lediglich, dass die Eigenschaften einer schönen weiblichen Stimme, die ich im Begleittext meiner Frage aufgeführt habe, noch nicht vollständig ist. Das war aber auch nicht mein Ziel.
 
G

Gast

  • #21
@ # 18:

Nun, Du hattest ja gesagt, dass Männer im Grundsatz auf hohe, helle Stimmen stehen. Dem schließe ich mich im Grundsatz an. Veronas Stimme ist sehr hell und sehr hoch, müßte also eigentlich sehr weiblich und damit attraktiv wirken. Die meisten Menschen, die ich kenne, finden ihre Stimme jedoch so schlimm wie eine Kreissäge.

Auch mein Beispiel, dass dunkle, tiefe Frauenstimmen (die dann natürlich immer noch wie Frauen und nicht wie Männer klingen) oft als erotisch empfunden werden, sollte ein Gegenbeispiel zum Grundsatz sein, dass Männer nur auf hoch und hell stehen. Die Stimmen von Frauen von Telefonsexlines sind meist auch tief und dunkel. Aber das möchte ich nicht verallgemeinern, weil diese Stimmen eben auch einen extra-ordinären Touch haben und deshalb nicht mehr schön klingen.

Was ich eigentlich sagen will - das scheint ja nicht richtig rausgekommen zu sein: Was schön ist, ist weitestgehend festgelegt, nachprüfbar und berechenbar. Um zu dem Beispiel von Claudia Schiffer zu kommen, das wir gestern hatten. Einige Deiner Freunde sagten ja, sie fänden sie jetzt gar nicht soo doll. Ich habe sogar von einem Mann gehört, der sie häßlich fand. Wir sind beide davon überzeugt, dass genau diese Menschen aber anders reagieren würden, wenn sie sie jetzt einfach auf der Straße sehen würden, denn da würde sie sich extrem von der Durchschnittsfrau unterscheiden - und zwar im positiven Sinne.

Claudia Schiffer ist sehr viel größer als die Durchschnittsfrau, sehr viel schlanker, hat lange blonde Haare, große Kulleraugen, eine Stupsnase, volle Lippen, große, weiße und relativ gerade Zähne, hohe, ausgeprägte Wangenknochen, ein sehr symmetrisches Gesicht. Das alles unterscheidet sie deutlich von der Durchschnittsfrau. Nach den Kriterien der Schönheit ist sie schön und Punkt. Zu behaupten, sie sei - gemessen am Durchschnitt - durchschnittlich oder gar häßlich, halte ich deswegen schlichtweg für Quatsch.

Eine ganz andere Frage ist es aber, ob man diese Frau als Partnerin ansprechend fände. Und wer z.B. nicht auf groß, nicht auf blond, auf nicht soo schlank steht, wird sie nicht als Partnerin anziehend finden. Mal abgesehen davon darf man nicht vergessen, dass, immer wenn wir Claudia Schiffer sehen, sie von Profis stundenlang zurechtgemacht wurde. In natura wird sie in der Tat sehr viel unscheinbarer aussehen. Genau das habe ich auch schon von jemandem gelesen, der ein Interview mit ihr geführt hatte. Er war überrascht, wie normal und auch ein bißchen fad sie aussah. Und unter der Prämisse gibt es auch nicht wenige Frauen, die tatsächlich hübscher sind.

Was im Einzelfall als attraktiv - und attraktiv heißt ja eigentlich "anziehend" - empfunden wird, ist sooo unterschiedlich. Nimm nur mal das Thema "Locken" bei Frauen. Es gibt Leute, die das allerliebst, süß und niedlich oder aufregend, wild und sexy finden. Andere finden es einfach nur grauenhaft und wischmoppartig. Obwohl ich schätzen würde, dass ca. die Hälfte oder auch knapp mehr der Männer blond bei Frauen bevorzugen, kenne ich einen Mann, der blond absolut unattraktiv findet. Und das sagt er nicht nur so daher. Eine sehr attraktive blonde Frau hat er in der Regel nicht mal bemerkt. Wenn ich ihn darauf aufmerksam mache, guckt er kurz, zuckt mit den Achseln und sagt: "Wäre sie dunkelhaarig, könnte was aus ihr werden."

Oder nimm die Hautfarbe bzw. -tönung. Trotz aller Unkenrufe, dass Sonnen schlecht für die Haut ist, hält man bei uns zu Lande eine leicht gebräunte Haut immer noch für attraktiv. Die Anzahl an Selbstbräunern und Lotionen mit leichtem Selbstbräuneranteil steigt von Jahr zu Jahr. In früheren Adelszeiten galt es aber eben als schön und vornehm, blaß, ja regelrecht weiß zu sein. Ich habe mal ein Buch gelesen über jemanden, der um 1770 geboren war, er war Deutscher, hatte aber einen ziemlich dunklen Teint. Ich weiß gar nicht, wie oft erwähnt wurde, dass er von seiner Umwelt vor allem aufgrund des dunklen Teints als äußerst häßlich eingestuft wurde.

Mit der Figur ist es genauso. In Hungerzeiten galt es ein Zeichen des Wohlstandes und damit als attraktiv, im wahrsten Sinne des Wortes gut genährt zu sein. Frauen, wie sie heute favorisiert werden, wären in diesen Zeiten als klapperig, dürr und unweiblich abgetan worden. Marilyn Monroe würde heute in der allerersten Modelrunde rausfliegen, man würde sie als moppelig bezeichnen. Dasselbe ist es bei Sophia Loren usw.

Man sieht hunderte Beispiele dafür, wie sehr selbst innerhalb eines Kulturkreises sich das Attraktivitätsideal innerhalb einiger Jahrzehnte komplett verändern kann. Auch innerhalb derselben Zeit gibt es unter den verschiedenen Menschen die diversesten Vorlieben und Abneigungen. Und insofern widerspreche ich Deiner These, dass Attraktivität nicht im Auge des Betrachters läge.
 
  • #22
Wenn ich mir das Bild anschaue
http://www.bunte.de/stars/claudia-schiffer-sie-bekommt-ihr-drittes-kind_aid_14451.html
finde ich sie alles andere als schön. Sie hat ausserdem keineswegs ein symmetrisches Gesicht.
Ich sehe ein kantiges Kinn, einen viel zu langen Hals.
Naja, egal. Hauptsache den anderen gefällt sie und vor allem ihrem Mann.
 
G

Gast

  • #23
schönheit liegt absolut im auge des betrachters. der "schönste" mensch ist langweilig, wenn du deine sinne nicht für ihn öffnen kannst und ein liebendes auge sieht schönheit wo ein nicht liebendes auge sie gar nicht endecken kann. es gibt kulturelle vereinbarungen zur schönheit und trotzdem weerden immer wieder menschen genai das langweilig finden. schönheit ist nämlich nicht die abwesenheit des unschönen (das ist dann eher langeweile). schönheit entsteht durch bewegung, durch sprache, durch witz und humor, durch geist und durch seele. sonst würde ich mich eher auf den begriff "hübsch" stürzen.
 
  • #24
>Was im Einzelfall als attraktiv - und attraktiv heißt ja eigentlich "anziehend" - empfunden wird, ist sooo unterschiedlich.

Nein, das ist es nicht.
Wenn es so wäre, hätte attraktive Frauen Männer mit 150kg auf der Waage.
Wenn es so wäre, hätten Männer das Privileg sich Frauen aussuchen zu dürfen.
Wenn es so wäre, dann würde ne glatte weibliche Haut nicht "Gesundheit" signalisieren.

Geschmäcker in der Augenfarbe, Hautfarbe, Haarfarbe etc. sind belanglos und entscheiden nicht darüber, ob die Menschheit nun überlebt oder nicht.
 
  • #25
@#13 / letzter Abschnitt : Nein, Lutetia, Du hast einfach zu wenig Ahnung von evolutionsbiologischer Argumentation und Deine Aussagen gehen an der Wirklichkeit vollkommen vorbei. Schönheit und Gesundheit meint hier Behinderungen, Entstellungen, genetische Fitness, nicht aber Infektionskrankheiten -- mal ganz davon abgesehen, dass HIV ja wohl auch keinen evolutiven Druck ausgeübt hat, da es damals noch gar nicnt von Bedeutung war. Gerade in Zeiten hoher evolutiver Dichte waren Behinderungen und Entstellungen wahrscheinlich häufiger als heutzutage und die Selektion eines genetisch-gesunden Partners umso wichtiger. Schönheit und "arttypisches Aussehen" ist die Methode der Evolution, neue Arten zu stabilisieren. Es ist regelrecht albern, da mit Infektionskrankheiten oder anderen erst im Erwachsenenalter kontrahierten Krankheiten zu argumentieren.

Gerade WEIL Gene für eine gesunde Nachkommenschaft wichtig sind, liegt es nahe, dass die bekannten optischen Selektionskriterien genau hierfür zumindest unter evolutiven Bedingungen eine wichtige Rolle spielten. Nichts anderem diente unsere Argumentationskette und die ist auch allgemein anerkannt und bewiesen.

Wir haben den Begriff Attraktivität hier im Kontext dieses Threads in der Tat mit Äußerlichkeiten definiert -- denn genau darum geht es in diesem Thread. Gut, dass Du das auch gemerkt hast. Natürlich spielen auch innere Werte, zum Beispiel Status beim Mann, Warmherzigkeit bei der Frau eine Rolle bei der Partnerwahl, genau wie viele andere Eigenschaften. Hier geht es aber nun mal um das Aussehen. Genau deswegen beschränken wir uns in diesem Thread darauf und zerreden das Thema nicht mit völlig themenfremden Parametern der Partnerwahl.
 
G

Gast

  • #26
Ich gebe an der Stelle Frederika, #22, Recht.

Es ist ganz klar, dass Gesundheit ein Attraktivitätsmerkmal ist und dieses mehr oder weniger unbewusst abgecheckt wird.
Erweiternd behaupte ich, dass auch Infektionskrankheiten mit gutem Blick erkennbar sind.
Ein voll auf gesunder Mensch sieht auch wirklich toll aus, unbeachtet ob die Person nun eine grosse Nase, kleine Augen oder was auch immer hat.
 
  • #27
..hoppla, war schon wieder draussen, ich war #25 übrigens..
 
G

Gast

  • #28
Die Venus von Milo ist eine Statue, ich glaube man kann sie sich im Louvre ansehen. Sie verkörpert das Ideal weiblicher Schönheit.

Für den heutigen Zeitgeschmack wirkt sie ein bisschen naja...füllig.
Bei Heidi Klum und ihren beiden Hilfs-Sheriffs würde sie glatt durchfallen, und Frau Klum würde mit eisiger Stimme sagen: " Milo.....ich habe heute leider kein Foto für Dich" ;-)
 
G

Gast

  • #29
>> Liegt Schönheit wirklich im Auge des Betrachters? <<

ja, weil jeder Mensch seine eignenen bewussten und unbewussten Vorlieben und somit auch seine eigene Vorstellung von Schönheit hat.

>> Wenn dies zuträfe, würde das bedeuten, dass jeder Single auf dem Partnermarkt buchstäblich auf den ersten Blick die gleichen Chancen hätte. <<

nein, weil nicht sichergestellt ist, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt alle Geschmackstypen auf dem Partnermarkt vertreten sind.

>> Stimmt ihr der These zu, dass es unvorhersagbar ist, wie die äußere Attraktivität eines Menschen auf einen anderen Menschen wirkt? <<

ja, denn alle Menschen sind so individuell und einzigartig (auch Zwillinge), dass man den Körper des anderen immer zum ersten Mal sieht und dann aus dem Gesamtbild entscheidet ob der Mensch schön ist.
Wenn man die Vorlieben eines nahestehenden Menschen kennt, kann man eine Prognose abgeben, ob ein bestimmter Mensch dieser Person gefällt, aber mehr auch nicht.
Manchmal sind Menschen auch überrascht wenn sie sich in eine Person verlieben, die Attribute hat, die diese Menschen sonst als unattraktiv angesehen haben.
Und wenn man sich selbst schon nicht sicher ist was man schön findet, weil es viel zu viele Eindrücke tagtäglich gibt, wie soll da irgend etwas vorhergesagt werden können?!

>> Und trifft das auf beide Geschlechter gleichermaßen zu? <<

ich denke ja

>> Gilt die These auch für andere Sinnesorgane? <<

ja natürlich.
Nicht jeder mag die gleiche Musik und daher mag auch nicht jeder den gleichen Klang der Stimme. Genauso ist es mit dem Geruchs- oder Geschmackssinn.

Nicht zu vergessen ist, dass der Mensch nicht nur mit seinem Erscheinungsbild auf andere wirkt, sondern auch mit seinem Wesen.
Innere Schönheit kann äußerlich sehr attraktiv machen.

w30
 
G

Gast

  • #30
>> Liegt Schönheit wirklich im Auge des Betrachters? <<

ja, weil jeder Mensch seine eignenen bewussten und unbewussten Vorlieben und somit auch seine eigene Vorstellung von Schönheit hat.

>> Wenn dies zuträfe, würde das bedeuten, dass jeder Single auf dem Partnermarkt buchstäblich auf den ersten Blick die gleichen Chancen hätte. <<

nein, weil nicht sichergestellt ist, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt alle Geschmackstypen auf dem Partnermarkt vertreten sind.

>> Stimmt ihr der These zu, dass es unvorhersagbar ist, wie die äußere Attraktivität eines Menschen auf einen anderen Menschen wirkt? <<

ja, denn alle Menschen sind so individuell und einzigartig (auch Zwillinge), dass man den Körper des anderen immer zum ersten Mal sieht und dann aus dem Gesamtbild entscheidet ob der Mensch schön ist.
Wenn man die Vorlieben eines nahestehenden Menschen kennt, kann man eine Prognose abgeben, ob ein bestimmter Mensch dieser Person gefällt, aber mehr auch nicht.
Manchmal sind Menschen auch überrascht wenn sie sich in eine Person verlieben, die Attribute hat, die diese Menschen sonst als unattraktiv angesehen haben.
Und wenn man sich selbst schon nicht sicher ist was man schön findet, weil es viel zu viele Eindrücke tagtäglich gibt, wie soll da irgend etwas vorhergesagt werden können?!

>> Und trifft das auf beide Geschlechter gleichermaßen zu? <<

ich denke ja

>> Gilt die These auch für andere Sinnesorgane? <<

ja natürlich.
Nicht jeder mag die gleiche Musik und daher mag auch nicht jeder den gleichen Klang der Stimme. Genauso ist es mit dem Geruchs- oder Geschmackssinn.

Nicht zu vergessen ist, dass der Mensch nicht nur mit seinem Erscheinungsbild auf andere wirkt, sondern auch mit seinem Wesen.
Innere Schönheit kann äußerlich sehr attraktiv machen.

w30