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Gast

  • #1

Lieber Selbstbefriedung als Sex?

Gibt es Männer oder auch Frauen, die obwohl sie in einer Beziehung sind, sich lieber sebstbefriedigen als mit ihren Partnern zu schlafen?
 
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Gast

  • #2
Naja, ein Unterschied ist das ja schon... aber warum man auf "Handbetrieb" schalten sollte, wenn die Partnerin da und auch nicht abgeneigt ist, entzieht sich meinem Vorstellungsvermögen.
 
  • #3
also nicht prinzipell aber ab und zu ist sicher normal
 
  • #4
Wieso "lieber"? Selbstbefriedigung fühlt sich doch ganz anders an und kann eine schöne Ergänzung oder einfach mal anders sein. Ich glaube, es gibt etliche Männer, die einfach mehr Libido haben und gerne mal zusätzlich masturbieren. Das stört mich nicht, solange ich auf meine Kosten komme. Natürlich helfe ich ihm schon lieber dabei, als wenn er nur neben mir liegen würde und masturbierte. Wäre schon etwas eigenartig, muß ich zugeben.

Problematisch würde ich das ganze erst finden, wenn er wirklich häufig "lieber" masturbieren als Sex haben würde. Das wäre für mich schon ein Alarmsignal, daß etwas in der Beziehung oder beim Sex nicht stimmt. Man müßte versuchen herauszubekommen, ob der Sex zu langweilig ist oder irgendwie sonst nicht erfüllend für ihn ist.

Was mich selbst angeht, so masturbiere ich eigentlich nie, wenn ich in einer Beziehung bin. Mir gefallen interaktive Spiele dann doch besser. Ich glaube aber, daß es einige Frauen machen, deren Männer sich zu wenig Mühe geben. Ist mir aber schleierhaft, warum man die damit durchkommen läßt. :)
 
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  • #5
Das ist doch meist nur eine Notlösung, wenn es keine Partnerin gibt oder sie nicht da ist. Höchste Zeit, sich um eine zu kümmern!
 
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  • #6
Ich bin verheiratet und liebe meine Partnerin. Leider hat sie überhaupt keine Lust mehr auf Sex. Erst haben wir täglich, dann mehrmals pro Woche, dann mindestens noch "samstags" miteinander geschlafen. Seit etwa zwei Jahren sagt meine Frau, dass sie "gerade jetzt" keine Lust habe. Ich bin sicher, dass sie mich liebt, aber wohl nie mehr mit mir Sex haben wird.

Ihr werdet nun sagen: "Klärt das mal und sucht die Gründe." Das wäre zwar vernünftig, du denke ich kaum, dass es viel bringt. Ich habe sie schon oft gefragt, ob sie besondere Wünsche hätte oder ich sonstwas falsch mache, dass sie keine Lust mehr habe. Sie bleibt dann immer sehr ruhig, aber äussert sich nicht konkret.

Unterdessen habe ich tatsächlich den Eindruck, dass auch ich nicht mehr wirklich Lust habe, mit einer Frau zu schlafen. Versuche mit Prostituierten waren zuerst noch ok, aber nur selten wirklich befriedigend. Seit mehreren Monaten masturbiere ich nur noch, und dabei "flippe" ich richtig aus. Ich weiss nicht, ob ich mit meiner Frau darüber wirklich offen reden könnte. Eigentlich geht es uns beiden ja ganz gut so.
 
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  • #7
@ 5 ..Du sagst es: "...EIGENTLICH..."
 
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  • #8
Also als Mann behaupte ich einfach mal (oder gehe von mir aus), das Frauen weniger Sex wollen bzw. können und der "Überschuß" beim Mann sich irgendwie abbauen muss ... manch einer springt auf eine andere Frau, viele machen es selbst (was ich vernünftiger finde). Umgekehrte Fälle gibt es auch, sind jedoch deutlich seltener.

@5 das ist der Anfang vom Ende ... im Idealfall lebt ihr euch auseinander im schlechteren Fall gibts was zu beichten ...
 
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  • #9
Entweder ist ihr etwas passiert (Übergriff eines anderen Mannes - war bei mir z.B. nach einem Überfall so) oder sie hat Sorgen oder in ihrem Körper hat sich etwas verändert (z.B. kann die Pille auch Lustlosigkeit bewirken).
Akkupunktur kann auch bei Schockverarbeitung helfen. Ebenso wie Gespräche mit lieben Menschen, die mir halfen, meinen Körper wichtig zu nehmen - und das Lesen guter Frauenbücher und Entspannungstechniken, die einen veranlassen, ausschließich auf den eigenen Körper zu hören.

Druck verstärkt die Situation noch - es hilft nur das wirkliche Gefühl, zu merken, daß jemandem an einem liegt - dann lernt Frau auch wieder sich zu mögen.

Schade für Dich, denn es braucht viel Zeit.
Ich finde sehr gut, daß Du nicht mehr zu Prostituierten gehst und hoffe, ich habe auch mal einen Mann, der dann lieber selbst Hand anlegen würde, falls ich in eine solche Situation käme.
 
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  • #10
Ich glaube schon, dass mit den Prosituierten nie geklappt hat, weil ich meine Partnerin wirklich liebe. Missbrauch - nein, das hätte sie mir sicher gesagt! Wir sind keine Teenies mehr, sie war 32 als ich sie kennenlernte. Es sei denn, das sei in ihrer Jugend gewesen... Aber das ist ja auch nicht wirklich plausibel, denn in den ersten Monaten hatte sie fast täglich Lust. Seit zehn (10) Jahren habe ich nie mehr in sie gepritzt, obschon wir damals noch zwei- bis dreimal pro Woche Sex hatte. So eben, wie sie es mochte, und das hat mich nie gestört.

Zärtlichkeit geht immer noch. Beispielsweise sind wir beide nackt im franzöischen Bett, ausser, sie hat ihre Tage. Vor zwei Jahren hat sie mir noch ab und zu manuell einen Orgasmus gemacht, und ich machte ihr Cunninlingus. Es muss der zweite Grund sein - irgendwas mit ihrer Psyche. Wir sind vermutlich ein seltsames Paar.

EIGENTLICH: Man muss im Leben ab und zu Kompromisse machen. Es soll Frauen geben, die asexuell sind. Als Sex noch Pflicht war in der Ehe, simulierten diese und waren - vermutlich - dabei unglücklich. Ich denke, letztlich darf eine Frau "keine Lust auf Sex haben", aber man muss zusammen eine Lösung für die Libido des Mannes finden. Ich "brauche" dreimal die Woche einen Abspritzer, sonst werde ich nervös, schlafe schlecht.

Am liebsten möchte ich, dass sie meine Onanie einfach akzeptiert. Tut sie ja wohl ohnehin, damit tröste ich mich. Sie glaubt ja nicht an den Storch und spürt mehrmals pro Woche, wenn wir nackt schmusen, wie rasch ich eine Erektion kriege.
 
  • #11
@#9: Wenn Du wirklich damit leben kannst, vielleicht nie wieder richtigen Sex zu haben, OK. Aber so wie ich das herauslese, leidest Du schon und das ist kein guter Dauerzustand.

Asexuell ist Deine Partnerin nicht, denn so ein Zustand entsteht nicht einfach. Sie hat ein wirkliches psychologisches Problem, das Ihr beide entweder besprechen oder aber sogar therapiert werden muss. Da sie früher Sex genossen hat, muss es einen greifbareren Grund geben.

Für mich persönlich wäre eine Partnerschaft ohne Sexualität nicht denkbar und ich bin auch der Meinung, dass man mal dem Partner zuliebe Sex haben muss, auch wenn man selbst gerade nicht Feuer und Flamme ist. Manuell und oral geht ja nun immer und auch Verkehr kann man mal aus Gefallen vollziehen. Ganz häufig kommt der Appetit dann doch sowieso spätestens beim Essen.
 
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  • #12
Sorry Frederika - da muss ich widersprechen, denn das geht nicht. Wenn du als Frau wirklich keine Lust hast und auch kein Bedürfnis, dann solltest du nie - nur für ihn - den Sex über dich ergehen lassen. Etwas anderes ist es nämlich nicht und du fühlst dich danach ziemlich erniedrigt - mal davon abgesehen, dass dein Partner davon auch nichts bzw. nicht viel hat. Er spürt genau so, dass du es aus Pflichtgefühl tust. Irgendwann kommt der Appetit nicht mehr beim Essen und dann wird es schwierig für beide, einen akzeptablen Weg zu finden. Wenn es gemeinsam überhaupt möglich ist. Außer, jeder akzeptiert, dass der andere genau so ist - und es ist in Ordnung, wenn nichts mehr läuft.
 
  • #13
@#11: Also, damit keine Mißverständnisse aufkommen, überwinden muss man sich natürlich nicht und mein Kommentar war vielleicht mißverständlich, insbesondere in diesem Thread. Er war nur auf ansonsten glückliche, ausgeglichene Partnerschaften bezogen, daher fing er mit "für mich persönlich" an.

Ich habe bisher sexuell glückliche Partnerschaften geführt und unter diesen Bedingungen halte ich es schon so: Wer mein Freund morgens super scharf ist und ich eher nicht, dann ist ein eher kurzer Ritt oder Fellatio bei mir drin. Mir bringt es Spaß, meinen Freund zu verwöhnen und zu befriedigen und man hat nun mal manchmal wirklich den Drang nicht zur gleichen Zeit. Natürlich würde ich das nicht machen, wenn ich mich wirklich "überwinden" müßte, aber ich finde absolut, dass man auch Geschlechtsverkehr haben darf, um dem anderen einen Gefallen zu tun. Wo ist das Problem? Genauso habe ich auch ab und zu am Abend seine Hand genommen und in meinen Schoß gelegt und er hat mich befriedigt, manuell oder oral. Solche Kommunikation der sexuellen Bedürfnisse ist keineswegs schlecht. Und oft kommt der Appetit doch wirklich erst beim Essen und plötzlich ist man eben doch wieder voll dabei. Gerade in längeren Beziehungen wäre es meiner Meinung nach das Aus, wenn man nur noch Sex hat, wenn beide zufällig super scharf sind. Manchmal gehört etwas Ritualisierung und partnerschaftliches Verhalten einfach dazu. Ohne regelmäßigen Sex fehlt auch ganz viel Nähegefühl -- schon das ist es mir wert! Und abstoßend fand ich Sex mit einem geliebten Partner nie.

Also: Aus Pflichtgefühl oder mit Überwindung: Klar nein!
Aber aus Gefallen oder einfach nur mal Mitmachen: Klar ja. Zumindest für mich.
 
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Gast

  • #14
# 5/9:
Ich finde Deine Einstellung großartig!
Inmitten einer Gesellschaft, die nach Sex geradezu giert, eine solch gelassene und respektvolle Sicht der Dinge aufzubauen, dazu gehört schon eine Menge Selbstbewusstsein und Liebe.
Und das sage ich, obwohl ich Sex liebe und natürlich hoffe, nicht in eine solche Situation zu kommen...
Ich weiß jetzt nicht, ob das so richtig hierher passt, aber der Vollständigkeit halber:
Ich, w, komme nicht vaginal oder auf orale Stimulation, obwohl mich das total scharf macht. Selbstbefriedigung kann auch neben dem Partner Spaß machen! :))
 
V

VirginiaWoolf

  • #15
@#5
wenn Ihr Euch beide liebt, da muss doch noch etwas zu retten sein für Euer Sexualleben, ich wünsche es Euch von ganzem Herzen.
Ich hätte nur den Tipp, es mit einem Therapeuten/Psychologen zu versuchen, auch das erfodert wahnsinnig viel Einfühlungsvermögen und Taktgefühl, sie davon zu überzeugen.
Habt Ihr Kinder? Hat Sie vielleicht ohne Dein Wissen abgetrieben?
Alles Gute
 
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Gast

  • #16
ich weiß nicht warum sich mein Partner lieber selbstbefriedigt!
seit dem wir zusammen gezogen sind, hat er sich immer mehr zurück gezogen.
habe ihn mehr mals darauf angesprochen, warum er das tut, er leugnete dies!