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  • #1

Lieber geschieden als Single?

Letztens habe ich in einer Zeitung gelesen, dass eine 42-jährige Frau einem befreundeten Scheidungsanwalt gesagt habe, sie wäre in ihrem Alter lieber geschieden als Immer-noch-Single. In den gehobenen Kreisen, in denen sie verkehrt, wäre das ein Stigma, nicht verheiratet oder geschieden zu sein. Keine Ehe bis dahin auf die Reihe bekommen zu haben, würde ein bisschen nach Versagen auf dem Partnerschaftsmarkt riechen.

Wie denkt ihr darüber?
 
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  • #2
Ich denke dass die Frau da auf dem Holzweg ist und würde ihre subjektive Meinung darüber, was sie so meint was andere denken nicht so ernst nehmen. Ich bin mir selber ehrlich gesagt ziemlich dankbar, dass ich es mit dem Heiraten gelassen habe. Was soll auch daran bitte besser sein, wenn man es nicht auf die Reihe bekommen hat seien Ehe zu erhalten? DAS ist für mich das wahre Versagen. Das man so was wie ein Scheidung im Leben brauchte um nicht als Versager dazustehen ist mir völlig neu. Das kann auch nur jemand erfinden der noch keine Scheidung und Ehekrisen erleben musste. Wer unbedingt heiraten will kann das auch machen. Wenn es nur darum geht gibt es auch Männer die eine Aufenthaltsgenehmigung brauchen. Dann kann sie den heiraten und sich dann scheiden lassen. Wem's gefällt? w47
 
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  • #3
Diesen Artikel kenne ich nicht, aber ich kann mir sowas sehr gut vorstellen. Ich hatte mal einen Vorgesetzten, der irgendwann das Unternehmen verließ, um einen leitenden Posten bei einem Konzern anzunehmen. Dort war es das erwünschte Profil, dass der Bewerber Frau und Familie hatte. Ihm wurde beim Einstellungsgespräch auch ein Expose für ein entsprechendes Wohnhaus vorgelegt, dass er zu kaufen hatte.

Ich bin heilfroh, nicht zu solchen Kreisen zu gehören und kann mein Privatleben in Freiheit genießen, ganz wie es mir gefällt.

w, 49
 
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  • #4
Letztens habe ich in einer Zeitung gelesen, dass eine 42-jährige Frau einem befreundeten Scheidungsanwalt gesagt habe, sie wäre in ihrem Alter lieber geschieden als Immer-noch-Single. In den gehobenen Kreisen, in denen sie verkehrt, wäre das ein Stigma, nicht verheiratet oder geschieden zu sein. Keine Ehe bis dahin auf die Reihe bekommen zu haben, würde ein bisschen nach Versagen auf dem Partnerschaftsmarkt riechen.

Wie denkt ihr darüber?

Reines Schönreden der Situation.

Sie hat doch gar keine Wahl, Status "ledig" wird sie nie wieder erreichen. Sie bleibt geschieden und das bedeutet für andere wiederum: Hat sich wohl den falschen Mann ausgesucht?!
Die einen deuten es als Versagen, die anderen reden sich Erfahrung ein.... jeder wie er mag.
 
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  • #5
Eine Ehe erfordert Mut, eine Scheidung auch.
Und wenn ein Mensch weder das eine noch das andere ist, dann frage ich mich schon warum das so ist.Ist er als Mensch so kompliziert, verdreht oder sonst was......
Normalerweise strebt ein Mensch doch eine Verbindung an wo er Liebe und Geborgenheit erhält und auch geben kann.
Also um es kurz zu sagen, in meinen Augen sieht es so aus als wenn diese Menschen nicht in der Lage in der Richtung irgendwas auf die Reihe zu bekommen.
Ausgenommen Menschen mit extrem exotischen Berufen. Bei denen verstehe ich fast alles.
 
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  • #6
Liebe FS,

das sehe ich ähnlich - besonders, wenn es mir schlecht geht und ich mich einsam fühle. Dann hält mich der Gedanke aufrecht, dass sich immerhin schon mal jemand dafür entschieden hat, sein Leben lang mit mir zusammen sein zu wollen - auch wenn es nur 25 Jahre gehalten hat. Das man bei der Dauer und sauber Scheidung von Versagen auf dem Partnerschaftsmarkt reden kann, denke ich noch nicht mal in meinen allerdunkelsten Stunden. Ich kenne niemanden in einer unehelichen Partnerschaft, der so lange zusammen war.

Die Scheidung war überhaupt nicht schlimm, nicht mehr als ein Verwaltungsakt, Kosten unbedeutend, kein Streit, kein Stress.

Wenn ich immer Single gewesen wäre, dann würde es mir in diesen schlechten Phasen wohl den Boden wegreißen. Ungewollt Single zu sein, fasse ich als Versagen auf, nicht geschieden zu sein.
 
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  • #7
Der Status "ledig" klingt ab einem gewissen Alter nach Überständer, Mauerblümchen u.ä. Das kommt noch aus Zeiten, wo man nicht unverheiratet zusammenleben konnte und da waren das wirklich alles schräge Vögel.
 
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  • #8
Sie hat doch gar keine Wahl, Status "ledig" wird sie nie wieder erreichen. Sie bleibt geschieden und das bedeutet für andere wiederum: Hat sich wohl den falschen Mann ausgesucht?!
Die einen deuten es als Versagen, die anderen reden sich Erfahrung ein.... jeder wie er mag.

Du hast die Frage nicht verstanden. Die Frau, um die es geht war nicht verheiratet und ist folglich sehr wohl noch "ledig".

Da es in der Gesellschaft als normal angesehen wird, zumindest einmal verheiratet gewesen und nicht lebenslang Single gewesen zu sein, wird es natürlich zu dieser Reaktion kommen. Ich behaupte einmal, diese Einstellung wird sich in den nächsten 40 Jahren ändern. Bis dahin müssen sich die lebenslangen Singles wohl oder übel als "Opportunistin" fühlen, die gegen den Strom schwimmen. Schlecht finde ich das persönlich aber nicht.
 
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  • #9
Stimmt. Aber nur, wenn man sich für einen Partnerschaftsmarkt interessiert. Oder für irgendwelche oberflächlichen Beurteilungen. Was soll das?
 
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  • #10
Der Status Geschieden bedeutet: Ehe oder gar Familie, d.h. eine ganz Existenz kaputt, inkl. (finanzieller) Altlasten für viele Jahre. Ein Geschiedener hat in jeder Hinsicht versagt und bekommt es mit dem Scheidungsurteil sogar offiziell beglaubigt.
Damit bist du gebrandmarkt - vor allem auf dem Singlemarkt!
 
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  • #11
Letztens habe ich in einer Zeitung gelesen, dass eine 42-jährige Frau einem befreundeten Scheidungsanwalt gesagt habe, sie wäre in ihrem Alter lieber geschieden als Immer-noch-Single. In den gehobenen Kreisen, in denen sie verkehrt, wäre das ein Stigma, nicht verheiratet oder geschieden zu sein. Keine Ehe bis dahin auf die Reihe bekommen zu haben, würde ein bisschen nach Versagen auf dem Partnerschaftsmarkt riechen.

Ich finde die Unterscheidung zwischen "Single" und "geschieden" völlig unsinnig. Entweder, jemand ist frei für eine neue Beziehung oder nicht. Geschieden sagt nicht mehr aus, als dass eine Partnerschaft gescheitert ist. Die allermeisten über 25 haben eine gescheiterte Partnerschaft hinter sich und ich finde da keinen großen Unterschied zwischen geschieden und einfach wieder getrennt. Eigenartig ist es höchstens, wenn jemand ab einem gewissen Alter noch nie eine Beziehung hatte. Und das mit den "gehobenen Kreisen" finde ich immer besonders lächerlich...

m, 46
 
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  • #12
Die Geschiedenen bilden wohl eine Subkultur und bleiben unter sich. Scheidung ist schon etwas spezielles und der Umgang damit erfordert sicher Fachkenntnis und formt Menschen auf eine gewisse Art und Weise. Das kann kein Single nachvollziehen. Aus der Sicht eines Singles wirken Geschiedene ausgebufft und mit allen Wassern gewaschen, sodass man sich grundsätzlich eher fern hält. Geschiedene haben oft mehr, als nur dieses eine Problem. Das will man dann auch lieber nicht zu genau wissen.
 
  • #13
Es ist ein Gesellschaftsproblem. Die Ehe genießt ein hohes Ansehen und steht für den Nachweis für Solidität. Ledige gelten als unentschlossen oder nicht bedingungsfähig..
 
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  • #14
Ich bin bisher recht froh, nicht verheiratet zu sein.
Wenn ich sehe, wie im Bekanntenkreis reihenweise die Ehen durch die Esse gehen....
Hinzu kommt, dass eine Scheidung teuer ist und für viel ein langer Kollateralschaden die Folge ist.
Das sagen natürlich nur die Wenigsten, bzw. geben es zu.

m,42
 
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  • #15
Die Geschiedenen bilden wohl eine Subkultur und bleiben unter sich. Scheidung ist schon etwas spezielles und der Umgang damit erfordert sicher Fachkenntnis und formt Menschen auf eine gewisse Art und Weise. Das kann kein Single nachvollziehen. Aus der Sicht eines Singles wirken Geschiedene ausgebufft und mit allen Wassern gewaschen, sodass man sich grundsätzlich eher fern hält. Geschiedene haben oft mehr, als nur dieses eine Problem. Das will man dann auch lieber nicht zu genau wissen.

Eine interessante Sichtweise, die ich mal eher als Einzelmeinung sehen würde. Ich fühle mich nicht als Teil einer Subkultur. Warum haben alle, die sich nach 8 Jahren Beziehung ohne Heirat trennen, keine Probleme? Wo ist denn wirklich der Unterschied? Eine Heirat ist eine mutige Entscheidung, der Entschluss zur Scheidung erfordert sicher mindestens genauso viel Mut und die Fähigkeit, sich Niederlagen ienzugestehen und damit umzugehen. Ich finde das ehrlicher als jahrelang in einer Ehe zu bleiben und unglücklich zu sein. Auch wenn natürlich die langjährige glückliche Ehe erstrebenswerter ist.

m, 46
 
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  • #16
Den Familienstand "Single" gibt es überhaupt nicht!

Das ist ein Konstrukt, mit dem Singlebörsen Geld verdienen!

Irgendwann werden sie auf die Idee kommen, bei der Auswahl des Alters als Zahl die Möglichkeit ein abstraktes "jung geblieben" anzubieten...

Liebe Mods, stell euch mal vor, es gäbe demnächst einen Medienbericht darüber, wie EP mit Wegmoderation finanzielle Interessen lenkt.
 
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  • #17
Definitiv lieber geschieden als Single - das klingt so übrig geblieben - hat wohl keinen abgekriegt, der sie auch heiraten wollte - bei Männern genauso!
Da denke ich aber meistens: Die sind beziehungsunfähig und gestört - oder geizig!

w,40
 
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  • #18
Warum haben alle, die sich nach 8 Jahren Beziehung ohne Heirat trennen, keine Probleme?
Wo ist denn wirklich der Unterschied? Eine Heirat ist eine mutige Entscheidung, der Entschluss zur Scheidung erfordert sicher mindestens genauso viel Mut und die Fähigkeit, sich Niederlagen einzugestehen und damit umzugehen.
m, 46

Trennung nach 8 Jahren Beziehung endet ohne juristische und finanzielle Folgen.

Bei einer Scheidung ist das wohl kaum möglich.
Das ist ein gravierender Unterschied oder siehst du das nicht so?
Derjenige wird niemals wieder den Stand "ledig" erreichen können.
In guten wie in schlechten Zeiten bis in die Ewigkeit... und mit einer Scheidung hast du diesen Treueschwur gebrochen. Das findest du nicht bedeutsam?
Wir leben in einer Zeit in der jeder Leben kann so wie er es für richtig hält. Es gibt sehr viele Menschen die keinen Trauschein brauchen.

Wer sich aber zu einer Ehe entschließt sollte nicht mutig sein, sondern sicher, dass diese Ehe ein Leben lang hält.

Du hast dich schon mal geirrt die Frau deines Lebens getroffen zu haben, was denkt sich wohl die 2. Frau, wenn du ewige Treue schwörst? Ein Leben lang oder 8 Jahre?

w
 
  • #19
Ich hatte eine 10 Jährige Beziehung, bin sogar ins Ausland gezogen, wo ich übrigens noch immer bin, um mit meinem damaligen Partner zusammen zu sein. Leider ist die Beziehung in die Brüche gegangen, aber trotzdem war er der Mann, mit dem ich alt werden wollte. Ich hatte aber nie das Bedürfnis zu heiraten, er auch nicht. Vielleicht bin ich zu nüchtern und nicht romantisch genug. Auf jeden Fall wollten wir beiden keine Kinder, ich wollte immer meinen eigenen Namen beibehalten und hätte bei einer Ehe, auf jeden Fall einen Ehevertrag mit Gütertrennung gemacht. Es gab für uns keinen Grund die Beziehung „amtlich“ zu machen, trotzdem haben wir uns sehr geliebt und respektiert.

Als wir uns nach 10 Jahren getrennt haben, gab es trotzdem einiges zu regeln. Wir hatten zusammen ein Haus gekauft und einige andere Güter. Wir hatten neben unsere eigene Bankkonten ein gemeinsames Bankkonto, für gemeinsame Ausgaben. Also alles Dinge die geregelt werden mussten.

Für mich macht es keinen Unterschied ob getrennt oder geschieden. In beide Fälle ist eine Beziehung, ob amtlich oder nicht, gescheitert. Die Behauptung man sei nicht beziehungsfähig, wenn man noch nie verheiratet war, kann ich nicht teilen. Es gibt geschiedene Ehen, die nicht so lange gedauert haben wie meine langjährige Beziehung. Die Länge der Beziehung ist meiner Meinung nach viel wichtiger.
 
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  • #20
Eine interessante Sichtweise, die ich mal eher als Einzelmeinung sehen würde. Ich fühle mich nicht als Teil einer Subkultur. Warum haben alle, die sich nach 8 Jahren Beziehung ohne Heirat trennen, keine Probleme? Wo ist denn wirklich der Unterschied?

Unterschiede ohne Ehe:
- kein Trennungsjahr
- keine Anwälte
- keine zusätzlichen Kosten
- kein Trennungsunterhalt
- kein Versorgungsausgleich
- kein nachehelicher Unterhalt
- kein Unterhalt in Notsituationen
- keine 1., 2. und 3. Frau Müller, die den Namen meines Zukünftigen trägt

und vor allem:
Weniger Spielraum für Schlammschlacht, Rosenkrieg etc!!!

Wenn sich mal beide einig wären, wäre auch eine Scheidung eine einfache Sache.
Nur leider leider, so sind die Menschen, spielen die Emotionen hoch und da wird gekämpft bis aufs letzte.

Von dem her erlebe ich die meisten Geschiedenen schon als ein wenig "vorgeschädigt". Das meine ich nicht böse, aber sie haben oft eine harte Zeit hinter sich!
 
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  • #21
Trennung nach 8 Jahren Beziehung endet ohne juristische und finanzielle Folgen.

Bei einer Scheidung ist das wohl kaum möglich.
Das ist ein gravierender Unterschied oder siehst du das nicht so?

In guten wie in schlechten Zeiten bis in die Ewigkeit... und mit einer Scheidung hast du diesen Treueschwur gebrochen. Das findest du nicht bedeutsam?

Du hast dich schon mal geirrt die Frau deines Lebens getroffen zu haben, was denkt sich wohl die 2. Frau, wenn du ewige Treue schwörst? Ein Leben lang oder 8 Jahre?

Doch, die finanziellen Folgen halten sich in Grenzen. 3 Jahre Ehe incl. Scheidung und Unterhalt kosten mich zwar Zigtausende, aber lieber glücklich sein. Zumal das Geld auch ausgegeben wird, wenn man zu zweit davon leben muss. Wir hatten (zum Glück) keine Kinder.

Ich breche auch lieber ein Versprechen, als den Rest meines Lebens unglücklich zu verbringen. Siehst Du das ernsthaft anders? Da sehe ich genügend Leute in meiner Umgebung, die dann Jahrzehnte unglücklich sind.

Was soll sich die zweite Frau denken? Sie kennt dann meine Geschichte, viele in meinem Alter sind auch geschieden und ich würde auch mit der Erfahrung nicht mehr heiraten. Letztlich sind es meist die Frauen, die sehr viel Wert auf Heirat legen.

m, 46
 
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  • #22
Unterschiede ohne Ehe:
- kein Trennungsjahr
- keine Anwälte
- keine zusätzlichen Kosten
- kein Trennungsunterhalt
- kein Versorgungsausgleich
- kein nachehelicher Unterhalt
- kein Unterhalt in Notsituationen
- keine 1., 2. und 3. Frau Müller, die den Namen meines Zukünftigen trägt

und vor allem:
Weniger Spielraum für Schlammschlacht, Rosenkrieg etc!!!

Das ist alles richtig. Ich meinte den Unterschied für die neue Partnerin. Vor den genannten Hintergründen würde ich auch nicht wieder heiraten, wenn dann nur mit Ehevertrag. Ich würde auch niemandem empfehlen, ohne klaren Ehevertrag zu heiraten. Die Heirat ist ein juristisches Konstrukt, das mit Liebe und Romatik nicht viel zu tun hat. Manche Erfahrungen im Leben sind bitter und teuer. Manche Frauen sehen die Ehe immer noch als gemachtes Nest oder können mit Geld nicht umgehen (umgekehrt gilt das sicher auch). Man kann sicher auch ohne Trauschein glücklich sein.

m, 46
 
  • #23
Also ich finde -geschieden- mehr als Manko als ledig.
Geschieden klingt wie gescheitert.
Ob ein Geschiedener als beziehungstauglich gilt wage ich ebenso zu bezweifeln, manche sind auch mehrfach geschieden.

Hingegen ein verheirateter Mensch oft positiv gesehen wird, vor allem, wenn er schon lange verheiratet ist, ohne Skandale versteht sich.

Ich fühle mich sehr wohl als Single und werde viel beneidet.
Unwohl habe ich mich gesellschaftlich noch nie gefühlt und beruflich hatte ich nur Vorteile durch meine Unabhängigkeit und Flexibilität, auch war ich mobil, was meine Vorgesetzten sehr schätzten.

Scheidungskrieg, EX-Mann-Gejammer, Anwaltskosten, Altlasten fielen für mich schonmal weg - also wenn dass allein schon kein Vorteil ist ?
 
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  • #24
Trennung nach 8 Jahren Beziehung endet ohne juristische und finanzielle Folgen.

Derjenige wird niemals wieder den Stand "ledig" erreichen können.

In guten wie in schlechten Zeiten bis in die Ewigkeit... und mit einer Scheidung hast du diesen Treueschwur gebrochen. Das findest du nicht bedeutsam?

Wer sich aber zu einer Ehe entschließt sollte nicht mutig sein, sondern sicher, dass diese Ehe ein Leben lang hält.

Du hast dich schon mal geirrt die Frau deines Lebens getroffen zu haben, was denkt sich wohl die 2. Frau, wenn du ewige Treue schwörst? Ein Leben lang oder 8 Jahre?

w

Habe selten etwas gelesen was derart unlogisch und verquer ist.

Den Stand "ledig" möchte garantiert kein Geschiedener wieder erreichen, das würde ja voraussetzen, dass dieser Familienstand etwas Besonderes wäre, dabei ist ab einem gewissen Alter das Gegenteil der Fall.

Das Krasseste ist, dass hier einem/r Geschiedenen unterstellt wird, er sei schuld an der Trennung, hätte nicht genügend an der Ehe festgehalten usw. Diese Unterstellung ist dumm und ungeheuerlich. Es gibt viele furchtbare Ehen mit Alk, Gewalt, Durchbruch sexueller Perversionen usw. usw., wenn sich da jemand scheiden lässt, ist das für jeden normalen Menschen ja wohl nachvollziehbar. Es gibt deshalb ja auch die Härtefallscheidung, wo man nicht einmal das Trennungsjahr abzuwarten braucht, das hat ja auch einen Hintergrund!

Menschen die heute geschieden sind, haben oft vor Jahrzehnten geheiratet und haben Kinder, denn damals war es nicht so üblich wie heute, unverheiratet Kinder aufzuziehen und diese Kinder waren ehelichen Kindern nicht gleichgestellt!
Ich gehe davon aus, dass die meisten Geschiedenen nicht wieder heiraten würden, da es heute dafür überhaupt keinen Grund mehr gibt. Mit der Liberalisierung der Gesellschaft hat sich dieses Lebensmodell überholt, denn es birgt wesentlich mehr Risiken und Nachteile als Vorteile.

Die romantische Verklärung der Ehe als etwas total Besonderes, Romantisches und die Idealisierung des Partners als "Frau oder Mann des Lebens" ist völlig daneben und auf dem Niveau eines naivenTeenagers.

Geschieden sein als Makel zu bewerten, ist Gedankengut aus dem vorigen Jahrhundert! Ich habe kein Problem damit wenn jemand geschieden ist und wenn er mehrfach geschieden ist, dann ist mir klar, dass da so ein naiver Romantiker vor mir steht, wo schon mehrfach die Hoffnung über die Erfahrung gesiegt hat.

Niemand kann sich sicher sein, dass die Ehe ein Leben lang hält, absolut niemand! Das als Bedingung zur Eheschließung zu postulieren, ist komplett intellektfrei! Man kann hoffen, dass es hält, aber wissen kann das niemand und das Schuldprinzip ist vom Gesetz schon lang abgeschafft, nur hier im Forum offenbar nicht
 
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  • #25
Der Status Geschieden bedeutet: Ehe oder gar Familie, d.h. eine ganz Existenz kaputt, inkl. (finanzieller) Altlasten für viele Jahre. Ein Geschiedener hat in jeder Hinsicht versagt und bekommt es mit dem Scheidungsurteil sogar offiziell beglaubigt.
Damit bist du gebrandmarkt - vor allem auf dem Singlemarkt!

Was für ein Unfug. Ich selbst bin geschieden und weiß, wie es aussieht: nichts ist kaputt, niemand ist ruiniert, es gibt keine Altlasten und keine ruinierten Existenzen.
Für mich ist alles besser, als in den letzten 3 Ehejahren. Ich hoffe, für meinen Exmann sieht es genauso aus. Wir haben uns zwar friedlich getrennt, aber keinen Kontakt mehr.
Mein Ex hat 25 Jahre Ehe gut genutzt, mein Ehrgeiz färbte etwas auf ihn ab. Er hat sich beruflich weiterentwickelt, verdient dadurch viel mehr, hat ein Haus, sein ungesplittetes Rentenkonto. Und für mich sieht es ähnlich aus.
Die Scheidungskosten sind nicht hoch, wenn man sich mit Anstand trennt, sich einig ist und das finanzielle aus dem gerichtlichen Verfahren raushaelt. Die Richterin hat uns Ihren Respekt für die 10-Minutenscheidung ausgesprochen -scheitern sieht anders aus. Die Scheidung kostete nicht mehr als ein Urlaub - nichts, worum man so ein Theater machen muss, wie es hier immer passiert. Alle geschiedenen Ehen, die ich kenne waren so langlebig und sind so fair auseinander gegangen. In allen Ehen waren aber die Frauen studiert und berufstätig.

Das setzt voraus, dass man sich selbst zutraut, anständig zu sein und fähig ist, sich einen anständigen Menschen als Partner zu wählen. Ich bin froh, dass ich den Mut hatte, zu heiraten, mich vollumfaenglich für einen Partner zu erklären und dass ich den Mut zur Scheidung nach 25 Jahren hatte. Ich war es einem anderen wert, mich genauso zu sehen, mir zu vertrauen. Das ist ein gutes Lebensgefühl.

Ja, ich bin froh, geheiratet zu haben, nicht übrig geblieben zu sein und mich anstaendig geschieden zu haben, als es nicht mehr gut lief. In den wirklich schlechten Zeiten mit finanziellen Problemen habe ich den Eheschwur sehr ernst genommen und blieb. Ich ging erst, als alles für beide gut war.

Ich kenne keine ausserehelichen Trennungen mit so einem Verhalten - da trennt man sich in der Notlage. Ein Mann, der so eine Frau als gescheitert und gebrandmarkt bezeichnet ist für mich kein Partner, weil zu dumm und voller charakterlicher Mängel. Wenn er sich nicht vorstellen kann, dass eine Frau sich so verhält, dann nur aus dem Grund, weil er selber dazu nicht fähig ist.
 
  • #26
Ich bin da absolut unvoreingenommen. Ehen und nichtamtliche Beziehungen scheitern. Bei einer Ehe kann man zumindest von der Ernsthaftigkeit und Überzeugung ausgehen, einen Bund fürs Leben schließen zu wollen. Man entwickelt sich weiter, verändert sich, entfernt sich voneinander, ohne es gewollt zu haben.

Ebenso haben Nichtverheiratete plausible Gründe, trotz der Heiratsmöglichkeit, nicht zu heiraten. Ich z. B. lehne die Ehe nicht ab, aber auf Grund meiner beruflichen Situation, wo ich viel unterwegs bin, läßt sich eine Ehe, wie man sie sich vorstellt, einfach nicht machen. Was soll ich mit einer Ehefrau, die ich womöglich nur an Wochenenden oder Feiertagen sehe?
 
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  • #27
Also ich kann die 42jährige FS vollkommen verstehen.
Ab einem gewissen Alter muss man einfach mal verheiratet gewesen sein.
Männer über 40 ohne Ehe in der Vorgeschichte sind definitiv alle irgendwie nicht fähig zu einem Schritt in Richtung feste Beziehung. Bei Frauen lag es oft eher daran, dass der jeweilige Mann sich nicht zur Ehe entscheiden konnte.
Auch ist man mit 42 ja für Kinder langsam zu alt, also wird das auch nichts mehr mit einer Familie.
Grundsätzlich sehe ich es so wie m46, nämlich, dass eine gescheiterte Ehe eben auch nichts anderes ist als eine weitere gescheiterte Beziehung. Nur dachte man eben bei dieser Beziehung, dass sie für immer halten wird, also kann man davon ausgehen, dass es immerhin mal eine sehr verliebte Beziehung war.
Ich habe einfach die Erfahrung gemacht, dass Männer über 40, die keine Ehe hinter sich haben, sich nicht für etwas Ernstes eignen, sehr wohl aber für eine sehr nette Affäre.
Als Frau über 40 hat man sicher noch viele Möglichkeiten, genau wie als Mann, aber wenn ich die Wahl hätte, fände ich geschieden besser als Dauersingle - bzw. serial Monogamy.
Schau Dir Dogbert an - welche Frau will einen Mann, der nie da ist? Solche gibts zuhauf - interessant, aber nur affärentauglich.

w,40
 
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  • #28
Da es in der Gesellschaft als normal angesehen wird, zumindest einmal verheiratet gewesen und nicht lebenslang Single gewesen zu sein

Was interessiert mich die Gesellschaft? Was will ich mit einem Geschiedenen? Wahrscheinlich noch die nächsten Jahre die Ex im Schlepptau. So etwas nennt man höchstens inkonsequent. Über solche Leute lache ich, weil sie nichts im Leben fertig bringen, nicht mal eine Ehe. Da bin ich gerne Mauerblümchen. Frisch und knackig, statt ausgenudelt.
 
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  • #29
Der Status "ledig" klingt ab einem gewissen Alter nach Überständer, Mauerblümchen u.ä. Das kommt noch aus Zeiten, wo man nicht unverheiratet zusammenleben konnte und da waren das wirklich alles schräge Vögel.

Eine Frau, die mit 30 noch nicht verheiratet ist, ist in der Tat verdächtig. Irgendwann entsteht eben der Eindruck, dass sie "keinen Mann abgekriegt" hat. Besonders schlimm ist es natürlich, wenn sie auch noch eine Optik hat, die diese Vermutung nicht unwahrscheinlich sein lässt.
 
  • #30
Es müsste erst mal geklärt werden, wie genau Single definiert wird, bevor man darüber vernünftig diskutieren kann. Single bedeutet doch nicht zwangsläufig übrig geblieben.
Und verheiratet nicht zwangsläufig bindungsfähig oder gar mutig.

Apropos Mut. Mut wurde hier als positives, voraussetzendes Charaktermerkmal zur Heirat deklariert. Na, ich weiß nicht. Wenn jemand dafür Mut bräuchte, würde ich abraten. Ist dann eher Dummheit.
 
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