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  • #1

Lebensgemeinschaft - ist Absicherung wichtig?

Hallo,

ich (50) bin vor 2 Jahren zu meinem Freund gezogen, habe mir einen neuen Job gesucht und ein neues Leben in einer Familie mit 3 fast erwachsen Kindern begonnen.

Das er nach 4 Jahren Trennung noch nicht geschieden ist, stört mich mal mehr mal weniger. Wo ich mir jedoch unsicher bin, was ist, wenn ihm z.B. morgen oder im nächsten Jahr oder oder oder etwas passieren sollte.
Ich hätte dann innerhalb kurzer Zeit das Haus zu räumen....(würde sicher wieder in meine Heimat gehen, da alles an Freunde und Familie dort wohnt )....müsste mir eine neue Arbeit suchen....dürfte sicher nur die Möbel mitnehmen die ich auch mitgebracht habe....
Mir wird so richtig bewusst das ich keinerlei Rechte habe.
Würde dann wieder vor einem schrecklichen Ende und einem Neubeginn stehen....Dieser Gedanke macht mich richtig ängstlich.
Sollte ich um eine Absicherung bitten?
 
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  • #2

Nein, Du solltest für eine gesorgt haben. Du wirst sicherlich auch in den letzten 30 Jahren eine gute Ausbildung gemacht haben, einen Job mit angemessenem Verdienst haben und in Deinem Alter wirtschaftlich unabhängig von Deinem Freund sein.
Wenn ihm morgen etwas passieren sollte, wird dich sicher niemand sofort aus dem Haus werfen. Den Neubeginn zu ihm hin hast Du doch auch geschafft, warum sollte der Neubeginn ohne ihn nicht funktionieren? Bei Rückkehr in Deine Heimat hättest Du es doch vermutlich sogar leichter mit Unterstützung von dort. Würdest Du auch bei ihm bleiben müssen, wenn er Dich schlecht behandeln würde oder gar schlägt, weil Du keinen Neubeginn hinbekommst? Lebensfähigkeit ohne Partne/Partnerin sollte man sich im Leben immer bewahren. Lass Dir doch ein Wohnrecht für eine gewisse Zeit im Testament einräumen, zum Beispiel für ein Jahr. Dass Du das Haus bekommst, wirst Du bei drei Kindern kaum erwarten...

m, 46
 
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  • #3
Das Thema hat zwei Aspekte:

1) seine bisherige Ehe

2) ihn und das Leben mit Dir.

Ich würd mir einen Erstberatungstermin bei einem Fachanwalt für Familienrecht suchen - kostet so 200 Euro, aber da kriegst alle Fragen geklärt und Du wirst fachkundig beraten.

Es kann sein, daß er weiter Rentenansprüche an seine Frau verliert - es kann auch sein, daß er z. B. selbständig ist und die Kohle nicht aufbringen kann für den Zugewinnausgleich.

wenn das klar ist, würd ich mit ihm reden.
 
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  • #4
Wenn ein Mann nicht den Mumm hat, sich von seiner Frau scheiden zu lassen, was willst du von ihm erwarten?
 
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  • #5
Um Absicherung bitten, nein, auf keinen Fall. Was er macht, ist das Entscheidende, und wenn er selbst nicht auf die Idee kommt, so etwas mit dir zu besprechen, sagt das viel aus, nämlich, dass du ihm nicht so wichtig bist wie du es ihm gern wärst.
Ihm scheint es wichtiger zu sein, weiter verheiratet zu bleiben mit seiner Ex, von der er lange getrennt ist. Das machen ja sehr viele Leute so, verheiratet bleiben und einen neuen Partner haben, ich finde das ganz schlimm. Ständig werden Gründe vorgeschoben, Scheidung könne man sich finanziell nicht leisten etc. Das ist alles Humbug und Selbstbetrug. Es geht nicht nur um Geld, es geht um Freiheit und Lebensplanung. Jeder, der sich trennt, sollte klare Verhältnisse schaffen und zwar so schnell wie möglich sich scheiden lassen, wieder frei sein für sich selbst und für einen neuen Partner.
Es war ein Fehler, dass du zu ihm gezogen bist, obwohl nichts zwischen euch geklärt war und er noch nicht geschieden ist, damit hast du es stillschweigend akzeptiert und er wird sich bestimmt nie scheiden lassen. Du kannst dich da auf keinen Fall einmischen, das ist seine Sache. Glaub mir, wenn er wollte, wäre er längst geschieden.
Musst du entscheiden, ob du so leben willst und glücklich wirst. Er will dir jedenfalls keine Absicherung geben, sonst hätte er das längst von sich aus mit dir besprochen.
 
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  • #6
Du wirst sicherlich auch in den letzten 30 Jahren eine gute Ausbildung gemacht haben, einen Job mit angemessenem Verdienst haben und in Deinem Alter wirtschaftlich unabhängig von Deinem Freund sein.
m, 46

So viel Sarkasmus in einem Satz. Vermutlich trifft das alles nicht zu, sonst hätte die FS nicht gefragt! Es ist auch nicht logisch und schon gar nicht selbstverständlich, dass jeder eine gute Ausbildung gemacht hat und lebenslang gut für seine Arbeit entlöhnt wurde! Selbst ich war mit Akademikerstatus 10 Jahre unterbezahlt.

An die FS: natürlich ist eine Absicherung wichtig. Gar keine Frage! Realistisch betrachtet habt ihr euch frisch gefunden und jetzt überlege mal wie lange heutzutage Beziehungen halten. Selbst in deinem Alter sind das meist nur 5 Jahre. Wenn es gut läuft, dann 7 Jahre. Bei einer großen Liebe, die auf Gegenseitigkeit beruht, vielleicht 13 Jahre. Aber bitte träume doch nicht von einer ewigen Liebe! Schon gar nicht in deinem Alter!

Es ist immer wichtig, für sich alleine sorgen zu können. Normalerweise sollte man für zwei sorgen können. Du weisst ja nicht, was deinem Partner mal passiert, oder ob du noch ein Kind von ihm bekommst oder ob du dir noch Haustiere/Autos oder sonstige kostenintensive Dinge im Laufe der Zeit anschaffst. Immer knapp am Limit zu leben kann gefährlich werden. Es lähmt dich im Notfall, und macht die zum rechten Zeitpunkt bewegungsunfähig, wenn es drauf an kommt, auf eigenen Beinen zu stehen.
 
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  • #7
Wenn Du da nichts rein butterst, wie
Wäsche und Haushalt für 5 Personen, hohe Kostenbeteiligung etc. und wenn Du als Single finanziell auch nicht besser gestellt wärest
dann würde ich mir bis 55 keine Gedanken machen.
Die Hausgeschichte ist bei 3 Kindern sowieso passe, für die kurze Zeit, die ihr zusammen seit.
Wenn du jetzt in Deinem Alter einen Versorger oder Erblasser suchst - bisschen spät dran und der Gute hat ja auch bereits Anhang.Viel springt für Dich dabei nicht raus. Bei Heirat darfst Du noch das Pflegerisiko tragen.
Du könntest einen Mietvertrag mit ihm schliessen, Wohnen gegen hauswirtschaftliche Leistungen, wenn Du die sowieso erbringst. Da gibt es dann Kündigungsfristen. Müsste aber ein Fachmensch beurteilen. Verstehen kann ich Dich.
 
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  • #8
So viel Sarkasmus in einem Satz. Vermutlich trifft das alles nicht zu, sonst hätte die FS nicht gefragt! Es ist auch nicht logisch und schon gar nicht selbstverständlich, dass jeder eine gute Ausbildung gemacht hat und lebenslang gut für seine Arbeit entlöhnt wurde! Selbst ich war mit Akademikerstatus 10 Jahre unterbezahlt.
...
Es ist immer wichtig, für sich alleine sorgen zu können. Normalerweise sollte man für zwei sorgen können. Du weisst ja nicht, was deinem Partner mal passiert, oder ob du noch ein Kind von ihm bekommst oder ob du dir noch Haustiere/Autos oder sonstige kostenintensive Dinge im Laufe der Zeit anschaffst. Immer knapp am Limit zu leben kann gefährlich werden. Es lähmt dich im Notfall, und macht die zum rechten Zeitpunkt bewegungsunfähig, wenn es drauf an kommt, auf eigenen Beinen zu stehen.

Ja, das mag schon sein, für mich liegt da der Kern des Problems, die eigentliche Ursache. Wie Du schreibst, es ist wichtig, für sich alleine sorgen zu können. Wer den Partner um Absicherung bitten muss, hat selber sein Leben nicht richtig im Griff. Unabhängig davon, dass ich als Partner mir auch Gedanken machen würde.

Die FS sollte schauen, dass sie "auf Augenhöhe" kommt. Jede Frau sollte heutzutage (und eigentlich seit 30 Jahren) eine Ausbildung haben, von der sie so leben kann wie sie möchte. Wer Orchideenfächer studiert, darf das tun, aber nicht dem Partner die vorher bekannten Konsequenzen aufladen. Für mich ist das heute selbstverständlich, denn das war ja Ziel der Emanzipationswelle vor Jahrzehnten. So wie ich mich mit Haushalt etc. vertraut gemacht habe, sollte Frau im beruflichen Bereich erwachsen sein.

m, 46
 
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  • #9
An FS:

Wieso willst Du, dass Dich Dein Partner absichert? Hast Du Dir diese Frage schon einmal gestellt?

Du solltest Dich selber absichern, unabhängig von dem was Dein Partner tut.

Ich finde es aber gut, wenn man über solche Dinge spricht, wie z.B. eine Patientenverfügung oder den Partner mit in die Lebensversicherung nimmt.

Ich habe das Gefühl, es geht Dir unterschwellig mehr darum, dass er sich durch eine "Absicherung" zu Dir bekennen sollte.

Ich finde, Du kannst von ihm nicht verlangen, dass er Dich irgendwie absichern soll. Genauso könnte er dieses ja auch von Dir verlagen. Mit dem Haus hast Du nichts zu tun, es ist seins.

Ich denke aber, Du kannst durchaus von ihm verlangen, dass er sich scheiden lässt, weil Du keine Lust hast auf eine Beziehung mit einem Mann, der noch fest liiert mit einer anderen Frau ist. Dieses Gefühl verstehe ich durchaus und ich würde es auch verstehen, wenn Du dann die Konsequenzen ziehst, und die Beziehung beendest, weil Du dies nicht mit Deinem Leben vereinbaren kannst.

w, 41
 
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  • #10
Natürlich solltest du dich absichern!
Besser wäre gewesen das zu bedenken bevor du zu ihm ziehst und für ihn dein soziales Umfeld aufgibst.
Es heiraten auch viele Paare im Alter noch, damit im Zweifel Witwenrente, betriebliche Altersversorgung etc nicht verloren gehen.
Da es mit der Scheidung offensichtlich noch dauert, muss eine andere Vereinbarung her. Ich würde zum Beispiel keinesfalls Miete an ihn zahlen und im dümmsten Fall wirst du eines Tages von seinen Kindern vor die Tür gesetzt - no way!!! Besser du sparst das Geld seperat für dein Alter an oder finanzierst eine Wohnung zum Vermieten. Es ist sehr üblich, dass die neue Frau, wenn bereits Altlasten und Kinder da sind, zur Altersabsicherung eine Immobilie vom Mann erhält.

. Lass Dir doch ein Wohnrecht für eine gewisse Zeit im Testament einräumen, zum Beispiel für ein Jahr. Dass Du das Haus bekommst, wirst Du bei drei Kindern kaum erwarten...

m, 46

Dann erwarte du, lieber m46, auch nicht, dass man dich dann im Alter pflegt und umsorgt bzw in eine Beziehung mit dir überhaupt investiert. Glaub mir, wenn's dir mal nicht so gut geht, da haben deine Kinder ganz schnell besseres zu tun und genau diese Dinge bleiben dann an der neuen Frau hängen, die es aus Liebe natürlich gerne macht! Aber eben nur für einen Mann, der sich auch fest bekennt und nicht nur auf seinen Vorteil und seine Brut schaut.
 
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  • #11
entgegen anderer Meinungen bin ich der Ansicht, dass du das Thema ansprechen solltest: absichern ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck, aber du solltest schon soweit sicher sein können, dass du in dem Fall ( wie du ihn angedacht hast) ihm könnte etwas passieren, nicht gleich auf der Straße stehst.
Dein Partner könnte ohne großen Aufwand diesbezüglich einen Brief an seine Erben schreiben, du bewahrst diesen dann auf. Das ist nur legitim, du bist ihm schon sehr entgegengekommen, indem du deine Wohnung aufgegeben hast, ohne jede Sicherheit. Männer sind da aus eigener und aus Erfahrungen aus dem Freundeskreis etwas träge: sie würden ja auch nicht ungesichert dastehen wollen, nur wenige Männer würden sich in diese Situation überhaupt begeben. Frauen hoffen irgendwie auf ein gutes Ende: aber Hoffnung allein macht nicht sicherer. Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass die Männer das auch eingesehen, wenn Frau ihnen das "nachdrücklich" vermittelt.
w 50+
 
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  • #12
Es heiraten auch viele Paare im Alter noch, damit im Zweifel Witwenrente, betriebliche Altersversorgung etc nicht verloren gehen.

Das kann eine Option sein, muss es aber nicht. Man wird auch im Alter kaum sehr schnell heiraten, um dann die Rente im Zweifel bei der Scheidung zu teilen. Enscheiden sollten das beide, nicht einer sollte es verlangen. Außedem sollte dann auch wechselseitig etwas beigesteuert werden können.

Es ist sehr üblich, dass die neue Frau, wenn bereits Altlasten und Kinder da sind, zur Altersabsicherung eine Immobilie vom Mann erhält.

Da komme ich mir vor wie im Freudenhaus. Das habe ich ja noch nie gehört. Möchte Madame eine Villa mit Seeblick oder reicht ein Penthouse mit 230 qm? Mit welchem Recht? Wir leben im 21. Jahrhundert, im Zeitalter der Gleichberechtigung. Da sorgt bitte zunächst mal jeder für seine eigene Altersvorsorge, erst recht, wenn man keine Kinder mehr in die Welt setzen will und beide Vollzeit arbeiten. Wieso ist der neue Partner zuständig, wenn Frau keine oder eine geringere Altersabsicherung hat? Du lebst auf einem anderen Planeten, anders kann ich mir Deine Weltsicht nicht erklären. Ich würde das mal als Geldgier bezeichnen...


Dann erwarte du, lieber m46, auch nicht, dass man dich dann im Alter pflegt und umsorgt bzw in eine Beziehung mit dir überhaupt investiert. Glaub mir, wenn's dir mal nicht so gut geht, da haben deine Kinder ganz schnell besseres zu tun und genau diese Dinge bleiben dann an der neuen Frau hängen, die es aus Liebe natürlich gerne macht!

Ich pflege meine seit Jahren körperlich schwer kranke Mutter, mittlerweile auch mit mittelschwerer Demenz. Ohne Frau.

Ich habe auch nicht gelessen, dass der Partner der FS irgendwie pflegebedürftig wäre. Das Risiko haben ja letztlich beide...

m, 46
 
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  • #13
Natürlich solltest du dich absichern!

Dann erwarte du, lieber m46, auch nicht, dass man dich dann im Alter pflegt und umsorgt bzw in eine Beziehung mit dir überhaupt investiert. Glaub mir, wenn's dir mal nicht so gut geht, da haben deine Kinder ganz schnell besseres zu tun und genau diese Dinge bleiben dann an der neuen Frau hängen, die es aus Liebe natürlich gerne macht! Aber eben nur für einen Mann, der sich auch fest bekennt und nicht nur auf seinen Vorteil und seine Brut schaut.

Ich würde niemals mehr heiraten, gerade deshalb um meine "Brut" nicht zu benachteiligen, denn selbst wenn man den Partner testamentarisch enterbt, dann erhält dieser immer noch einen Pflichtteil. Mit welchem Recht? Da würde ich mich im Grabe umdrehen. Ich bräuchte keinen Partner, der sich durch mich absichern und sanieren will.
Das mit der Pflege kann man sowieso nicht vorhersehen. Es gibt Männer, die werden uralt und nie pflegebedürftig und die ihre jüngeren Partnerinnen überleben.

Ein Mann wäre völlig bescheuert, eine Frau an einem Haus zu beteiligen, um irgendwann gepflegt zu werden. Das ist viel zu unsicher! Sie kann vorher an Krebs sterben, abhauen oder es körperlich gar nicht mehr leisten können!
Für die Kohle kann er sich mehrere Pfleger(innen) aus Osteuropa einstellen und die machen das dann auf jeden Fall, sind jung und gesund genug und er investiert nicht einfach in ein Luftschloß, denn er zahlt und sie pflegen. - Wenn man sicher gepflegt werden will, dann braucht man keinen Partner, der einem das Blaue vom Himmel verspricht, sondern Geld und das soviel wie nur möglich.

Außerdem ist nicht wahr, dass die meisten von ihren Ehepartnern gepflegt werden, sondern sehr viel häufiger von ihren Kindern. Schon allein deswegen, weil die meisten heute so alt werden, dass der Ehepartner das gar nicht mehr leisten kann, da selbst zu alt dafür.

w
 
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  • #14
Warum soll Dein Partner Dich absichern? Dubist eine erwachsene Frau, sorg' für Dich selber. Wenn Du keine Rechte an garnichts erwirbst im Zusammenleben, dann zahlst Du eben auch nur für Dich (vergleichbarer Mietanteil unter Einbeziehung der Kosten für seine Kinder, die er zu tragen hat, Haushaltsgeld für eine Person usw.). Der Mann ist noch verheiratet, der kann mit Dir nicht in einer Lebensgemeinschaft mit Rechten und Pflichten leben. Mehr als Einuntermietvertragmit Kündigungszeit ist nicht drin. Achte darauf, dass Du für Rückzug und Geldverlust bei erneutem Jobwechsel Rücklagen bildest, statt bei ihm zuzubuttern.
 
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  • #15
Liebe FS,

Du könntest einen Mietvertrag oder Untermietvertrag - notfalls auch nur proforma und ohne Zahlungen - vereinbaren, damit Du im Falle des Falles Ruhe hast, Dir eine neue Wohnung zu suchen. Erben fackeln da oft nicht lange und setzten jemand flugs heraus.

Legt fest, wem welches Mobiliar gehört. Falls keine Rechnungen mehr vorhanden. Oft fackeln Erben auch da nicht lange und beanspruchen, was ihnen nicht gehört (oder wissen es nicht genau).

Mehr an Absicherung kannst Du der Fairness halber nicht verlangen.
Erben sind schon vorhanden, 3 Kinder und eine Ehefrau, die auch abgesichert sein will.

w
 
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  • #16
Ich weiß, dass es hierzu andere Sichtweisen und Meinungen gibt, aber ich bin der Meinung, dass die Verbindung zu einem verheirateten Mann oder einer verheirateten Frau, keine Beziehung oder Partnerschaft ist, sondern lediglich eine Affäre. auch wenn Du (vorübergehend?) bei ihm eingezogen bist. In Deinem Fall wird das sehr deutlich: Seine Ehefrau und seine Kinder sind selbstverständlich abgesichert, das finde ich auch richtig so.

Es tut mir leid, dass Du die Notwendigkeit gesehen hast, für einen verheirateten Mann einiges aufzugeben, aber ich gehe davon aus, dass Du gute Gründe dafür hast. Um Deine Existenzsicherung musst Du Dich allerdings selbst kümmern, das kannst Du von einem Mann, der mit einer anderen Frau verheiratet ist, nicht erwarten.

Alles Gute.

w/52
 
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  • #17
Wo ich mir jedoch unsicher bin, was ist, wenn ihm z.B. morgen oder im nächsten Jahr oder oder oder etwas passieren sollte.
Ich hätte dann innerhalb kurzer Zeit das Haus zu räumen

Ich verstehe das Hauptproblem der FS.
Wenn man als Paar zusammen lebt sollten eigentlich beide das Gefühl haben in ihrem GEMEINSAMEN Zuhause zu leben.
Dafür muß ihr weder das Haus mitgehören, noch muß sie es erben.
Ich glaube auch nicht, dass FS das meint. Sie wird intelligent genug sein, dass ihr von Anfang an klar war, dieses Haus wird einmal den Kindern gehören.
Jedoch sollten beide das GLEICHE Sicherheitsgefühl haben, dass wenn einer den Partner unerwartet stirbt (z.B. durch einen Unfall), was einen schon hart genug triftt in dem Moment, dass der zurückbleibende dann nicht auch noch von jetzt auf gleich sein Zuhause verliert.

Wie das Verhältnis zu den Kindern ist wissen wir nicht, ob sie dann "schnell" an ihr Erbe kommen wollen, oder der FS von sich aus ein Wohnrecht zugestehen würden bis FS selber irgendwann den Wunsch verspürt ihr ZUHAUSE zu verlassen. Die Noch-Ehefrau hat sicher kein Interesse daran, auf ihr Erbe zugunsten der FS zu warten (man bedenke - als Ehefrau erbt sie mit den Kindern zusammen, vielleicht wurde sogar irgendwann mal ein Berliner Testament gemacht, dass sie vor den Kindern erstmal Alleinerbin ist und diese dann später erst erben wenn die Frau stirbt).

Natürlich hat FS den Wunsch abgesichert zu sein bezgl. ihres ZUHAUSES.
Wo ist denn hier bitte die partnerschaftliche Augenhöhe, wenn einer sich keine Sorgen machen muß darüber, während FS ewig den Status des Gastes hat in ihrem eigenen Zuhause, den sie verlieren wird sobald ihrem Partner etwas passiert.

Ich denke auch ein Partner der liebt wird seine Freundin für diesen Fall nicht im Regen stehen lassen wollen und sollte sie da absichern (es geht nicht um finanzielle Absicherung, da ist sie natürlich alleine verantwortlich für, und das scheint sie auch nicht zu meinen, sie arbeitet schließlich selber und spielt für ihn nicht die "Hausfrau").

JA liebe FS - bezüglich deines Wohnrechtes in dem Haus, in dem ihr schließlich BEIDE euren gemeinsamen Lebenabend plant, sollte er dich natürlich absichern.
z.B. mit einer Verfügung im Testament, dass du gegen die Zahlung von Miete X an die Erben dort wohnen bleiben darfst, bist du von selber ausziehen möchtest.
Klärt es mit einem Notar, inwieweit man so etwas als Wohnrecht im Grundbuch eintragen kann.
So eine Absicherung wäre für mich für meinen Partner selbstverständlich, ich wollte auf keinen Fall, dass mein Noch-Ehemann (aber Ex-Partner) diesen nach meinem Ableben auf die Strasse setzen könnte.

dürfte sicher nur die Möbel mitnehmen die ich auch mitgebracht habe

Das könnt ihr dann beim Notar gleich mitregeln, was du in dem Fall an gemeinsam angeschafften Sachen erben wirst, bzw. kannst du ihm genauso dann deine mitgebrachten Sachen gleich vererben.

w, 45
 
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  • #18
Man erntet im Alter die Früchte seiner Lebensplanung.
Entweder baut man sich selbst etwas auf und kann seine Zukunft überblicken.
Vielleicht lebt man dann in bescheideneren Verhältnissen. Kleine Wohnung etc.
Oder man partizipiert an den Lebensverhältnissen des Partners und nimmt in Kauf, dass Sicherheit und Entscheidungsfreiheit eingeschränkt sind.
Unabhängigkeit gegen Abhängigkeit.
Genieß die Zeit des "schöner Wohnens" in einer Familie und mach Dir nicht soviele Gedanken, wer wann stirbt und ob du da Aschenputtelstatus hast.
 
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  • #19
Klärt es mit einem Notar, inwieweit man so etwas als Wohnrecht im Grundbuch eintragen kann.
So eine Absicherung wäre für mich für meinen Partner selbstverständlich, ich wollte auf keinen Fall, dass mein Noch-Ehemann (aber Ex-Partner) diesen nach meinem Ableben auf die Strasse setzen könnte.

Ich habe das Thema vor Jahren mal mit einem Anwalt geklärt. Da war ein unbefristeter, nicht kündbarer Mietvertrag die günstigere Lösung.

m, 46
 
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  • #20
Liebe FS

da hast du viele Schritte gemacht ohne dich abzusichern.
Einfach so zu einem Lebenspartner ziehen: kann schief gehen.
Ist es seine Wohnung (Eigentum) bist du nur Logiergast, also geduldet.
Offiziell bist du zwar gemeldeter Bewohner, aber Rechte hast du besonders am Anfang gar keine.
In einer eigenen Mietwohnung kann dich keiner so leicht rauswerfen es sei denn
du zahlst die Miete nicht oder du bist schutzlos als Untermieter.
Daher bei Mietwohnungen immer mit ihm Mietvertrag eintragen lassen, egal
wieviel von der Miete du wirklich mittragen kannst.

Im Todesfall greift das gesetzliche Erbrecht mit allen Folgen.
Dier Mietvertrag läuft übrigens weiter.
 
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  • #21
In einer eigenen Mietwohnung kann dich keiner so leicht rauswerfen es sei denn
du zahlst die Miete nicht oder du bist schutzlos als Untermieter.
Daher bei Mietwohnungen immer mit ihm Mietvertrag eintragen lassen, egal
wieviel von der Miete du wirklich mittragen kannst.

Dier Mietvertrag läuft übrigens weiter.

Ja, daher den Partner auf das Thema "Mietvertrag" ansprechen und gleichzeitig damit klären, welchen Teil der Kosten man mitträgt. Und grundsätzlich die Situation so klären, dass beide damit zufrieden sind. Der Mietvertrag läuft nicht pauschal weiter, Eigenbedarf ist bei einem Haus schnell angemeldet.

m, 46
 
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  • #22
Der Mietvertrag läuft nicht pauschal weiter, Eigenbedarf ist bei einem Haus schnell angemeldet.

m, 46

Richtig... daher immernoch keine saubere Lösung.
Ich hab an meinen Ex Miete gezahlt für sein Eigentum, die Hälfte der Finanzierung habe ich getragen monatlich. Gut mit 24 fehlte mir die Weitsicht, doch heute würde ich so einen faulen Kontrakt nicht mehr eingehen. Bis zum Ende der Beziehung hab ich nämlich fleißig sein Eigentum mit abbezahlt und habe davon - richtig! - nichts. Hier etwas zu fordern wäre weder mein Stil noch Geschmack, auch wenn der Rechtsweg dies durchaus hergibt. Je älter ich werde, desto eher denke ich aber auch an meine Zukunft. Bei einer Ehe teilt man und in jeder anderen Konstellation muss halt jeder seine Schäfchen alleine ins Trockene bringen. Ein Mietvertrag, der schnell gekündigt ist, schützt daher vor gar nichts und erst recht nicht fürs Alter.
 
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  • #23
Du kannst Dich nur über dich selbst absichern, wenn Du nicht gerade mit Mann und Kindern zusammen etwas aufgebaut hast.
Nimm den Fall einer komfortablen Mietwohnung, die Dein Partner zur Hauptsache finanziert, weil er mehr verdient und gut wohnen will. Auch wenn du im Mietvertrag stehst, wirst du da ausziehen müssen, weil Du sie nicht allein bezahlen kannst, wenn er stirbt.
Ich frage mich, inwieweit Du überhaupt an Deine eigene Altersvorsorge denkst und zwar ohne Unterstützung eines Mannes.
Falls dabei wenig rauskommt , dannn genieße die Zeit und erwarte nicht, dass der Mann auf Kosten seiner leiblichen Erben für Deine Zukunft sorgt. Das ist Gleichberechtigung.
Wenn Du hauswirtschaftlich in größerem Umfang tätig wirst, lass Dich beraten.
Es gibt steuerliche Aspekte, die in dieser Angelegenheit wichtig sind.
 
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  • #24
Ich hab an meinen Ex Miete gezahlt für sein Eigentum, die Hälfte der Finanzierung habe ich getragen monatlich. Gut mit 24 fehlte mir die Weitsicht, doch heute würde ich so einen faulen Kontrakt nicht mehr eingehen. Bis zum Ende der Beziehung hab ich nämlich fleißig sein Eigentum mit abbezahlt und habe davon - richtig! - nichts.

Schwierig. Wie viele der Betroffenen würden sich denn selbst Eigentum kaufen, weil sie jetzt in einer Beziehung leben? Warum haben sie es vorher nicht getan und warum soll jetzt der Partner dafür "haften"? Vorher wird einem wildfremden Vermieter jeden Monat Geld bezahlt ohne zu meckern, nachher dem eigenen Partner gar nichts. Da Risiko möchte mann nicht eingehen, von der Wertsteigerung der Immobilie und dem Komfort aber profitieren. Ich würde da wohl eine Regelung bevorzugen, bei der sich beide Nebenkosten und Abnutzung/Reparaturen teilen und das Eigentum beim Eigentümer bleibt. Oder mann zahlt einfach die vorherige Miete an die Partnerin. Als Alternative würde ich dann anbieten, gemeinsam eine Wohnung zu nehmen und die Kosten zu teilen. Dann vermiete ich meine 220 qm mit Garten, zahle davon locker die halbe Miete und lege den Rest als Altersvorsorge an. Warum erwarten eigentlich speziell Frauen immer, dass sie in einer Beziehung "abgesichert" werden? Habe ich von einem Mann noch nie gehört.

m, 46
 
  • #25
Liebe FS,
wie war denn deine Situation bevor du zu deinem Freund gezogen bist? Hast du da zu Miete gewohnt oder besitzt du eine Immobilie?
Falls es Miete war, dann kannst du nicht erwarten, dass sich durch das Zusammenziehen deine finanzielle Lage verbessert.
Beteiligst du dich denn auch finanziell an seinem Haus?
Ich hatte die Situation ungekehrt. Mein damaliger Lebensgefährte wohnte bei mir in meinem Haus. Er hat sich an den Unkosten beteiligt, ich habe keine Miete verlangt. Er hatte so die Möglichkeit sein Geld anderswo zu investieren.
Ich kann deine Ängste schon sehr gut nachvollziehen und sehe nur eine Möglichkeit irgendwie ein verlängertes Mietrecht notariell festzuhalten (kenne mich mit deutschen Gesetzen nicht aus).
Aber glaube mir, sollte ihm was passieren, wirst du eh nicht mehr viel Lust haben in seinem Haus wohnen zu bleiben.
Was ich nicht so gut nachvollziehen kann, ist deine ganze Situation: du hast in deinem Alter so viel aufgegeben, um bei einem Mann zu leben, der sich nicht mal scheiden lässt. Diesen "Mut" hätte ich nicht gehabt...

Hannah
 
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  • #26
Ich kann dich gut verstehen, denn es ist tatsächlich so, dass die Erben beim Todesfall dich über Nacht auf die Straße setzen können. Und ich gehe davon aus, dass du so in etwa diesen Fall mit Absicherung meinst.
Mein Freund und ich haben es so geregelt, dass er mir ein notarliches Wohnrecht für zwei Jahre über seinen Tod hinaus in seinem Haus (bei dem ich mittlerweile auch mit investiert habe, was ebenfalls notarvertraglich festgehalten worden ist) eingeräumt hat und dafür gesorgt hat, dass ich das Haus in diesen zwei Jahren auch unterhalten kann (er verdient wesentlich mehr als ich).
Aber, und hier sehe ich den großen Unterschied zwischen dir und mir: ich hatte das Thema zu Anfang mal angesprochen (bevor ich zu ihm gezogen bin) und es war für ihn ganz selbstverständlich, sich zu kümmern, damit ich eben nicht von heute auf morgen auf der Straße stehen würde.
Frag ihn doch einfach mal, wie er sich das vorstellt, sollte ihm etwas passieren. Meist ist es nämlich schlicht und einfach Gedankenlosigkeit, die zum Nichtstun führt.
w/46
 
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  • #27

Ja und zwar umgehend.
Mir ist passiert wovor du Angst hast. Diesen Fehler mache ich kein zweites Mal.

Abgesehen davon, dass in deinem Fall die ungeliebte Ex-Frau unverständlicherweise in den Genuss einer bequemen Witwenrente kommt, geht es nicht nur ums Geld, sondern auch um die Frage wie euer Beziehungsstatus in schweren Krankheitsfällen oder beim Tod gehandhabt wird. Momentan bist du rechtlich gesehen eine Fremde und der Arzt und die liebe Verwandtschaft kann dich im Krankheitsfall deines Partners vor die Türe setzen. Es ist unschön und extrem widerwärtig um einen Sterbenden kämpfen zu müssen.

Tu was und zwar sofort!
 
  • #28
Absicherung der Lebenspartnerschaft ist wichtig. Für beide!

Sollte ihm etwas passieren, bist du handlungsunfähig & "heimatlos".
Sollte dir etwas zustoßen, hat er keinerlei Befugnis, etwas für dich zu regeln.
Als Lebensgemeinschaft solltet ihr Euch gegenseitig absichern.

Aber du solltest auch für dich vorsorgen. Spare dir einen Betrag an, der dich unabhänig macht. Genug für einen Umzug, Kaution und erste Mietzahlung.

Als Paar kann man sich für Trennung, Krankheit oder Tod absichern. Das stärkt eure Rechtssituation!

Versicherungen: Hausrat-, Haftpflicht-, Rechtschutzversicherungen da kann jeweils der Partner mit aufgenommen werden. Unfall- oder Lebensversicherung: da könnt ihr euch gegenseitig das Bezugsrecht einräumen. Der hinterbliebene Partner bekommt im Todesfall die Leistung.

Wohneigentum: Du bist nachträglich eingezogen - der Besitzer sollte dir zur Absciherung ein Wohnrecht im Grundbuch eintragen lassen. Sonst hast du keinerlei Rechte, wenn z.B. der Eigentümer ins Pflegeheim muss. Ebenfalls vertraglich regeln lässt sich eine Löschung des Wohnrechts bei Trennung.
Falls seine Immobilie noch nicht abbezahlt ist, und du dich an der Tilgung des Darlehens beteiligst, erwirbst du dadurch kein Miteigentum!

Am besten informiert ihr euch bei einem Notar zu einem Partnerschaftsvertrag. Als Lebenspartner bekommt ihr sonst vom Arzt keine Auskunft. Vor Gericht gibts kein Zeugnisverweigerungsrecht und nach dem Tod des Partners kein Recht auf Erbe oder Rente.
In diesem Vertrag sollten alle wichtigen Dinge geregelt werden: Wer Kredite zurückzahlt, wie Hausrat und Vermögen bei Trennung oder Tod verteilt werden, wie es um Unterhalt, Sorgerecht und Versorgung für die Kinder steht.

Auch Vollmachten sind wichtig. Nur über gegenseitige Vollmachten werdet ihr als unverheiratete Partner im Notfall handlungsfähig. Vollmachten sind bei Behörden, Versicherungen, Banken, Pflegeheime oder Krankenhäusern unverzichtbar! Wichtig ist, dass sie über den Tod hinaus gelten.

Macht das unbedingt!

Ich habe schon so manche Frau leiden sehen, weil der Lebenspartner verstarb und sie sofort von den Angehörigen aus dem liebevoll gepflegten Haus gedrängt wurde, weil nichts Schriftliches da war.

In einem Fall hat die saubere Verwandschaft sogar ihr Auto samt Fahrzeugpapiere einbehalten (Schloss an der Garage ausgetauscht!). Weil der Mann meistens mit dem Wagen gefahren war - wurde automatisch behauptet - es sei sein BMW und gehöre zur Erbmasse. Die Frau musste mit viel Aufwand und Strafanzeige die Herausgabe ihres Eigentums erwirken.

In einem anderen Fall wurde der Mann von seiner Noch-Ehefrau (getrennt aber nicht geschieden) nach Schlaganfall ins Pflegeheim verfrachtet - obwohl seine Lebensgefährtin ihn zuhause pflegen wollte. Mann im Pflegheim, Lebensgefährtin aus dem Haus geworfen, Exfrau hat jetzt freie Bahn!

Selbst wenn man seinem Partner vertraut, Vertrag ist besser.
 
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  • #29
Liebe FS

unbedingt. Mein letzter Freund sah sic nicht imstande irgendwas regeln zu wollen.
Er war frisch geschieden- mit Kindern bei Ex.
Sehr ungünstig um sich gemeinsam ein neues Leben aufzubauen dass harten Winden standhält.
Es gab endlose Debatten. Er hat nicht verstanden wieso mir der Gast-in-seinem-Leben-Status nicht behagte. Meine Mutter wurde rausgeworfen. Von meiner Großmutter. Nachdem mein Vater gerade 1 Woche tot war. Sie stand nicht im Mietvertrag, das hatte mein Vater vergessen weil es vorher seine Wohnung gewesen war. Im Haus der Mutter. Ich erinnere mich als Kind 5 mal umgezogen zu sein.

Meiner wollte unbedarft in den Tag hinein leben.
Aber wenn beide c. 50 sind dann gehören die Karten auf den Tisch.

Ihm kann was passieren, mir kann was passieren. Ich kenne Leute die hatten mit 43 Schlaganfall und Koma. Was dann ?
Ausserdem dachte er ich könnt ja meine Wohnung komplett aufgeben (Miete) und zu ihm ziehen (aufs Land). Mal abgesehen dass das mit Arbeitgeber schwierig zu klären wäre wieso ich so ungünstig wegziehe und dann dauerpendle über 50 Km einfache Strecke.
 
  • #30
ich verstehe dein Anliegen nicht.

Die ganzen Rechte und Absicherungen in einer Ehe hat man eingeführt, damit der andere Partner nicht plötzlich mit den Kindern mittel- und rechtlos auf der Straße steht. Man hat sich zueinander bekannt und
stand dann für den anderen gerade. Und der Staat konnte sich so aus seiner Versorgungspflicht ausklammern.

Da wurde vom Gesetzgeber ein Maßnahmenpaket geschnürt, was Rechte aber auch Pflichten dem
Ehepartner gegenüber regelt. Automatisch mit der Heirat.

Und du bist halt nicht seine Ehefrau. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Und da sagt der Gesetzgeber
vollkommen zu Recht "Ätschibätsch, für dich gilt das Rechtepaket (aber auch die Pflichten!) nicht.

Seine Frau genießt die Rechte des Ehepartners und muss für die Pflichte gegenüber ihrem Noch-Ehemann einstehen.

Ein Mann muss sich von Gesetzes wegen her nicht nicht doppelt Pflichten aufbürden, Ehefrau und
Geliebte. Was du aber gerne hättest.

Man wollte liberalere Gesellschaftsformen mit Lebensabschnittspartnern und das ist nun mal die Kehrseite
davon.


Bei dir klingt das nach "Jetzt wo wir zusammengezogen sind, hätte ich gerne doch ein paar Rechte"

Du wohnst in seiner Wohnung, warum solltest du da nicht ausziehen sollen nach seinem Tod?
Es ist nicht deine Wohnung
. Warum solltest du mehr als deine Möbel mitnehmen dürfen?
Oder dir nicht einen eigenen Job suchen? Du bist eine emanzipierte nicht verheiratete Frau.
Damit kannst du arbeiten gehen.

Ich habe zu Studienzeiten in WGs zusammen gewohnt. Da übernahm auch keiner Pflichten am anderen.
So einfach ist das. Das haben sich die anderen von alleine Jobs gesucht, nur ihre eigenen Möbel mitgenommen und auch nicht über Organspende bei den Mitbewohnern entschieden.

Als dein Partner würde ich dir auch keine Rechte an meinem Leben einräumen.
Weil du eben nicht meine Ehefrau bist.
 
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