• #1

Können zeitintensive Hobbys die Partnerschaft zerstören?

Meine Freundin zog vor ca. anderthalb Monaten in meine Wohnung ein. Sie kam aus einer anderen Gegend (ca. 40 Min. Autofahrt) und hat kurz nachdem wir uns kennengelernt haben einen neuen Job in meiner Stadt angenommen. Sie wollte ursprünglich eine eigene Wohnung suchen, da alles zu kurzfristig war entschieden wir, dass sie bei mir einzieht.

Nun das Problem ist, ich habe sehr zeitintensiven Hobbys (womit man sie eher weniger begeistert), was teilweise ein komplettes Wochenende in Anspruch nimmt. Da sie manchmal "Sieben-Tage-Schicht" und deshalb auch an Wochentagen frei hat, haben wir ausgehandelt, dass ich für "verlorene Wochenenden" für sie an Wochentagen Urlaub nehmen werde.

Die Sache ist bloß, dass sie eher gerne schöne Unternehmungen zu zweit als in Gruppen macht, wofür ich, seit wir zusammengezogen sind, sehr wenig Zeit hatte wg. meinen Hobbys.

Sie war für ca. 2 Tage lang bei ihren Eltern, während ich die finalen Termine von meinem Hobby wahrgenommen habe. An diesen beiden Tagen habe ich gemerkt, dass ihr schreibverhalten im Whatsapp geändert hat.

Nun kam sie Gestern nach Hause nach 10 Stunden Arbeit. Normalerweise habe ich zu späten Stunden abgeholt, diesmal hat sie darauf bestanden alleine heimzugehen. Ich wusste längst, dass sie sauer ist, jedoch wollte ich persönlich mit ihr alles besprechen in solchen Situationen anstatt auf Whatsapp.

Ich fragte sie was los ist. Sie sagte nur, dass das einzige, was ihr in der neuen Stadt Spaß macht ihre Arbeit ist und alles andere sie total langweilt und auf mehrmaligem Nachfragen ist sie in Tränenmeer ausgebrochen und hat sich darüber beklagt, dass sie etwas braucht, was ihr auch Spaß macht und es ihr frustriert, dass alle andere außer sie was gefunden haben was ihnen Spaß macht. Außerdem vermisst sie ihre alte "Heimat", wo ihre beste Freundinnen auch wohnen. Denn wg. ihrer Schichtarbeit ist für Hobbys meistens keine Zeit da. Dass ich dann nie da war belastet sie auch sehr (mich auch, denn ich frage mich jedesmal, wie es ihr ginge alleine in einer Stadt, wo sie kaum jemand kennt - und versuche auch, jede freie Minute jenseits Arbeit und Hobby, was nicht unbedingt viel ist, mit ihr zu verbringen - sie braucht auch sehr viel Aufmerksamkeit, die ich ihr gerne gebe).

Nach dem sie ausgeweint hat ging es ihr auch besser und die "Alltagsstimmung" der Verliebtheit kehrte wieder ein.

Soll ich mit dem einen oder anderen Hobby aufhören, um mich mehr auf meine Freundin zu fokussieren (denn fürs aufhören ist in momentan noch der ideale Zeitpunkt)? Meine Freundin sagt zwar, dass sie nicht will, dass ich mit allem aufhöre ihretwegen, sondern sagte, dass es eher an ihr selbst läge.
 
  • #2
Ich glaube nicht, dass du langfristig damit glücklich bist, wenn du dein Hobby komplett für sie aufgibst.
Musst du auch nicht.
Kannst du es nicht etwas reduzieren, um zumindest öfter am Wochenende mehr Zeit für eure Beziehung zu haben?
Muss es wirklich das komplette Wochenende sein?
Jedes Wochenende?

Sie sagte nur, dass das einzige, was ihr in der neuen Stadt Spaß macht ihre Arbeit ist und alles andere sie total langweilt
du weißt, dass da auch eure Beziehung rein fällt...

Ansonsten hilft es ihr sicher neue Freunde zu finden.
 
  • #3
Die Prioritäten in Deinem Leben setzt Du. Wenn Du Hobbies so intensiv betreibst, dass keine Zeit für Deine Partnerin bleibt, dass sind es die Hobbies, die wichtiger sind. Die Beziehung wird dann eben bald vorbei sein.
Wenn Dir Deine Partnerin wichtig ist, dann solltest Du die Hobbies einschränken.
 
  • #4
Du kannst nicht die beste Freundin ersetzen, aber du kannst etwas tun damit sie Anschluss findet. Du hast doch sicher auch Freunde und Freundinnen? Oder Freunde die Freundinnen haben?

Ich würde einfach mal rumfragen ob nicht mal ein Mädelsabend geplant wäre und ob deine Freundin nicht mal mitkommen könnte damit sie etwas Anschluss bekommt. Und am Wochenende würde ich ein paar Termine kitten und mit ihr mal ihre beste Freundin besuchen fahren oder ihr das mal vorschlagen ob sie nicht selbst fahren mag.
 
  • #5
Lieber FS. Man muss im Leben Prioritäten setzen können, man kann quasi den Kuchen nicht essen und ihn aber auch behalten wollen. Wenn du mit deiner Freundin zusammen lebst kannst du nicht so weiterleben wie du es zuvor getan hast, das führt nur zu Frustration bei euch Beiden und ist irgendwie auch sinnlos, denn dann habt ihr nichts voneinander und irgendwann werdet ihr euch deshalb auch trennen. Man muss ja nicht aufeinander kleben aber ein Zusammensein muss möglich sein, wenn das nicht möglich ist, ist es sinnlos. Also ja, du solltest dich von ein paar Hobbys trennen wenn sie derartig zeitintensiv sind, dass du gar nicht zu Hause sein kannst.
 
  • #6
Mmh. Ich verstehe ihre Frustration; ist man neu in einer Stadt, hat man ja sowieso schneller mal Heimweh und es wird einem alles zu viel. Eigentlich müsste für sie das Ziel sein, primär auch eigene neue Leute kennenzulernen; vielleicht kann sie sich ja auch ein neues Hobby suchen, das ihr Spaß macht und bei dem sie Leute kennenlernt? Die Frage wäre, ob ihr dann noch irgendwann Zeit füreinander findet.
Ich finde es schon problematisch, wenn einer von beiden ein sehr zeitintensives Hobby hat, bei dem gleich komplette Wochenenden wegfallen und mit dem der andere nichts anfangen kann. Das geht häufig schief, jedenfalls wenn der andere in der Zeit dann zuhause sitzt und sich langweilt. In meinem Umkreis haben die Beziehungen oft nicht gehalten, wenn z.B. einer jedes Wochenende zu Fußballspielen reist und auch unter der Woche Training hat oder sie ein Pferd und jeden Tag beim Stall verbringt. Da blieb einfach gar kein Platz für einen Partner, der das nicht teilt. Mir persönlich ist es mittlerweile wichtig, dass ich in der Freizeit mit meinem Freund mindestens eine Sache habe, die uns beide begeistert. Daraus zieht man für die Beziehung dann auch viel Freude.
Ihr seid ja beide durchaus willens, etwas zu ändern und geht auch aufeinander ein. Ich denke, da sollte sich durchaus eine Lösung finden lassen. Wichtig wäre, dass sie selbst mehr Kontakte in der neuen Stadt findet. Und auch, dass du dir wirklich genügend Zeit für sie nimmst trotz des ominösen Hobbys. Aufgeben solltest du es aber nicht; ich denke, da entwickelt man dann unbewusst einen Groll gegen die andere Person.

w, 35
 
  • #7
Warum hast Du ne Freundin?

Das ist die erste Frage, die mir einfällt. Was willst Du mit ner Partnerschaft, die gibt Dir doch eigentlich kaum was. Sonst wärst Du ja selbst drauf gekommen, Deine Hobbys zu reduzieren.
Das ist kein Vorwurf. Ich weiß nur nicht, wie ich mir das vorstellen soll. Wenn meine Zeit derart ausgefüllt ist mit Aktivitäten, dann fehlt mir ja eigentlich nur Sex und Zeitvertreib, wenn "die Hobbygruppe" nichts vorhat, was vielleicht ne Stunde in der Woche vorkommt. Ansonsten ist Dein Leben doch voll ausgelastet und toll für Dich.

Ich verstehe, wenn Dir das Hobby sehr viel bringt. Ich verstehe auch, dass man, wenn man z.B. Musiker in einer Band ist, das nicht einfach hinschmeißt und dass man total unglücklich wird, wenn man sowas aufgibt. Aber ich versteh nicht, WO und WIE man dann eine Partnerschaft noch reinquetschen will in sein Leben, als sei das was, wo es überhaupt nicht drauf ankommt, was "die Gruppe", also die Partnerin als Gruppenäquivalent, will.

Du führst Dein Leben als Singlemann weiter und wo es passt, kann sie in die Lücken springen. Und wenn ich jetzt schreibe, dass sowas selten so funktioniert, klingt es so, als sei die Frau irgendwas, für das der Mann sonstwas aufgeben MUSS. Musst Du nicht, Du musst Deine Hobbys überhaupt nicht reduzieren. Nur solltest Du keine Partnerschaft führen wollen, weil Du doch selbst gar kein Interesse daran hast. Das ist wertfrei gemeint, kein Vorwurf. Du hast einfach keins, denn der Mensch als solcher steckt ja immer am liebsten Zeit und Energie in das, was ihm Spaß macht, und das machst Du bei Deinen Hobbys.
Zusammen wohnen kannst Du mit einer WG-Person, wenn Du nicht allein sein willst. Für Sex gibt es ONS.

Du kannst auch nicht Ersatz leisten bei jemandem, der Deinetwegen umgezogen ist. Das erwartet der, aber Freunde, Bekannte und Verwandte kannst Du nicht ersetzen.
Das ist aber nur das eine, das andere ist, dass Du Dein Leben einfach weitergeführt hast, als gäbe es keine Beziehung in Deinem Leben.

Also ich würde sagen, das Beste, falls Du wirklich eine Partnerschaft willst, ist, sich eine Partnerin aus dem Hobbykreis zu suchen. Dann kannst Du das weitermachen, die Begeisterung teilen und ihr verbringt DORT eure Gemeinsamzeit glücklich, statt dass die Zeit mit dem Hobby in Konkurrenz tritt mit der Paarzeit.
 
  • #8
Meine Freundin sagt zwar, dass sie nicht will, dass ich mit allem aufhöre ihretwegen, sondern sagte, dass es eher an ihr selbst läge.
Sie meint eigentlich, dass wenn du aufhörst, es nicht ihr zuliebe machst, sondern weil du von allein das Bedürfnis hast, mehr Zeit mit ihr zu verbringen. Ansonsten wirst du sie dafür unbewusst verantwortlich machen oder eine "Gegenleistung" erwarten.
Was die Hobbys betrifft - du hast jetzt nun mal eine Beziehung und da kannst du nicht so weiter leben, als ob du Single bist, vor allem weil deine Freundin zu dir gezogen ist. Ja, sie ist ein großes Mädchen, aber es ist trotzdem deine Aufgabe als Partner, ihr beim Eingewöhnen zu helfen. Früher war übrigens üblich, dass der Mann zu der Frau zieht, weil sie mehr soziales Umfeld braucht und leidet, wenn sie kein Anschluss findet. Das einzige, schau genau, ob sie tatsächlich eigenständig ist und momentan Schwierigkeiten hat oder allgemein klammern ist und erwartet, dass du gesamte Zeit ihr zuliebe opferst.
 
  • #9
Soll ich mit dem einen oder anderen Hobby aufhören, um mich mehr auf meine Freundin zu fokussieren (denn fürs aufhören ist in momentan noch der ideale Zeitpunkt)?
Ich bin absolut dagegen, dass man seine Hobbys und Freunde für eine Beziehung aufgibt. Aber wenn jemand zu Singlezeiten jeden Tag mit Freunden und Hobbys beschäftigt war, muss er dies halt für den neuen Partner schon etwas runterfahren. Ich will, dass mein Partner seine Hobbys und Freundschaften pflegt, aber ich erwarte auch, dass er regelmässig Zeit für mich hat, denn sonst macht die Beziehung keinen Sinn. Hier braucht es nun mal Kompromisse.

Man muss ja nicht aufeinander kleben aber ein Zusammensein muss möglich sein, wenn das nicht möglich ist, ist es sinnlos.
Ganz genau so sehe ich das auch.
Du schreibst von mehreren Hobbys. Wenn du neben diesen so wenig Zeit für deine Freundin hast, solltest du wirklich einen Teil davon aufgeben.

hat sich darüber beklagt, dass sie etwas braucht, was ihr auch Spaß macht und es ihr frustriert, dass alle andere außer sie was gefunden haben was ihnen Spaß macht.
Allerdings finde ich, dass jeder selber dafür verantwortlich ist, etwas zu finden und zu unternehmen, was ihm Spass macht. Du sollst dir Zeit für die Beziehung nehmen, aber du musst sie nicht ständig an der Hand führen, und du bist nicht alleine für ihr Glück verantwortlich. Was hat sie denn früher in der Freizeit gemacht? Kann sie das in deiner Stadt nicht machen? Du kannst sie dabei unterstützen, aber neue Freunde und Hobbys muss sie schon selber finden.
 
  • #10
Zum besseren Verständnis, was sind diese Hobbys? Könnte sie sich in diese Hobbys vielleicht integrieren?

Dir muss selber klar sein, was dir wichtiger ist: Deine Selbstentwicklung oder eine beständige Partnerschaft als Dauerziel? Denn an wichtigen Zielen arbeitet man heute und nicht in 10 Jahren!
Willst du mal Kinder? Eine Familie? Das setzt eine Grundmentalität voraus, die man heute betritt!

Fruchten deine Hobbys in eine Selbsterfüllung, machen sie dich innerlich oder äußerlich reich?
Denn sonst bist du irgendwann alleine. Die Liebe hat KEINE ZEIT. Sie wartet nicht! Eure Liebe ist jetzt schon stark beschädigt, und dieser Stress wird eine Liebe über Jahre nicht aushalten, wo andere ganz natürlich wüssten, dass sie sich zu entscheiden haben.

Wie wäre es, beruflich zurückzutreten? Du arbeitest die ganze Woche bis abends und die Wochenenden auch noch, um irgendwelchen komplizierten Hobbys nachzugehen? Dafür gibst du alles auf, obwohl Familie/Partnerschaft das wichtigste im Leben ist? Dumm!

Die Sache ist bloß, dass sie eher gerne schöne Unternehmungen zu zweit als in Gruppen macht, wofür ich, seit wir zusammengezogen sind, sehr wenig Zeit hatte wg. meinen Hobbys.
Eine Partnerschaft heißt, Zeit aufbringen wollen!
Ist sie überhaupt deine große Liebe/Traumfrau? Oder einfach nur ein Mädchen, mit der du gerade deine Zeit abhängst?


Nach dem sie ausgeweint hat ging es ihr auch besser und die "Alltagsstimmung" der Verliebtheit kehrte wieder ein.
Schlecht! So werden Probleme nicht gelöst, sondern schöngeredet. Resultat: Biopolares Verhalten hausgemacht.
Und was heißt "Verliebtheit" kehrte wieder ein? Bist du selbst nicht verliebt? Ist dir das alles egal? Was tust du für die Beziehung?

Soll ich mit dem einen oder anderen Hobby aufhören, um mich mehr auf meine Freundin zu fokussieren (denn fürs aufhören ist in momentan noch der ideale Zeitpunkt)? Meine Freundin sagt zwar, dass sie nicht will, dass ich mit allem aufhöre ihretwegen, sondern sagte, dass es eher an ihr selbst läge.
Natürlich möchte deine Freundin die nicht beschränken. Keine Frau will das! JEDE FRAU lässt einem Mann allen erdenklichen Freiraum, wenn er nur bleibt. Das müsste man doch mittlerweile kapiert haben. Aber sie macht es unglücklich, weil ein besserer Partner für sie einer nach ihren Vorstellungen wäre, der ganz selbstverständlich von sich aus weiß, was richtig ist und an dem Ziel einer vernünftigen Partnerschaft arbeitet.

Die Frau wird dich eines Tages zu Recht verlassen, weil Bedürfnisse unerhört sind. Sie vermisst alles, hat keinen Spaß und alles so schwierig ist. Jeder verliebte Mann lässt sofort alles stehen und liegen, weil ihm die Zeit mit der Frau wichtiger ist. Das Leben ist eines Tages vorbei. Eine Beziehung hat eine Dauer von 5-10 Jahren. Irgnedwann ist es aus. Ist dir das schon klar? In 20 Jahren wirst du dem Heute nachtrauern.
 
  • #11
Wenn ich mir so deine anderen Frage anschaue, dann weiß ich, dass das keine richtige Liebe ist und deine Freundin mit dir eigentlich nur unglücklich ist.
Allerdings bist du mit 26 auch noch extrem jung, zu jung, um ein reifer Partner für eine Frau zu sei, um mit ihr eine vernünftige Familie zu Gründen, oder mal aktive Schritte einzuleiten, wie es sich für 26 allmählich gehören würde.

Macht euch mal klar, wie euer Leben in paar Jahren aussehen soll.
Kein Hobby und keine Arbeit sollte so viel Zeit in Anspruch nehmen. Da bleibt keine Lebensqualität mehr.
 
  • #12
Jep kenn ich auch ein wenig. @Lebens_Lust hat es auf den Punkt gebracht.
Wenn Dir Deine Partnerin wichtig ist, dann solltest Du die Hobbies einschränken.
Du wusstest es vorher, ihr beide eigentlich. Ihr hättet vorher darüber sprechen müssen. Zu glauben es bleibt alles beim alten, nur weil einer beim anderen in die Wohnung zieht oder generell wenn man zusammen zieht, es ändert sich ja sonst nichts ist Blauäugig.

Ich hatte damals vor einigen Jahren das Golfspielen begonnen.
Ich war so fasziniert davon, dass ich am liebsten auf dem Golfsplatz gewohnt hätte. Ich war schon fast süchtig danach, weil mich dieses Spiel gegen "MICH" so extrem angetriggert hat. Ich habe wie ein verrückter trainiert innerhalb der Woche und am Wochenende Turniere oder Mannschaftmeisterschaften gespielt. Ich hatte im Wohnzimmer und im Flur Putt Bahnen hergerichtet. Ich wollte unbedingt ein Einstelliges Handicap haben.
Meine Exfrau hat echt darunter leiden müssen, ich war für die Familie fast unsichtbar geworden. Fu.... was war ich doch ein Ar....!
Als ich nach vier Jahren Einstellig war, war es vorbei mit der Sucht.
Heute spiele ich sehr selten noch und nur noch wenn die Zeit es erlaubt und um mich mal mit mir zu entspannen.
Ich würde es heute anders machen und eine Lösung finden, dass meine Partnerin wenn dann vorhanden nicht darunter bluten muss. Denn ich würde ja auch diese Beziehung wollen und deshalb gerne nach einem Kompromiss suchen.
Ihr müsst Euch hinsetzen und eine Lösung suchen, womit ihr beide zufrieden seit.
Ich habe fertig... GT

m48
 
  • #13
Eure Frei-Zeiten passen eben nicht zusammen. Ich denke du solltest durchaus etwas von deinen Hobbys, da es sich offenbar um verschiedene handelt, zurückschrauben.

Alternativ etwas suchen was euch beiden Freude macht womit ihr beide Zeit verbringen könnt und bestenfalls noch andere Leute kennenlernt.

Was ihre Freundschaften angeht kannst du sie nur einfach mitnehmen... vielleicht hast du ja eine nette Schwester oder ein Kumpel eine nette Freundin mit der sie sich anfreunden kann. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen und dauert eine Weile, Sympathie vorausgesetzt.

Wie ist das denn mit den Frauen von deinem Hobby-Kollegen? Die werden ja auch nicht begeistert sein, wenn die Männer immer ganze Wochenenden lange weg sind? Vielleicht ließe sich da auch etwas organisieren, dass die Frauen sich untereinander mal kennenlernen. Aber auch das ist eher eine langfristige Sache.

Kurzfristig kannst Du eben einfach nur deine Hobbys zurückschrauben, wenn du eine Beziehung führen möchtest.

Wenn sie gerade erst einen neuen Job begonnen hat wird sie ja sicherlich diesen auch nicht wechseln können und wollen um andere Freizeiten zu haben.
 
  • #14
Ein deutliches JA von mir.
Mein Ex war bei der freiwilligen Feuerwehr, auch ohne Übungen oder Einsätze hat er der Zeit am liebsten im Gerätehaus verbracht.
Ich hab nach 5 Jahren auch aus diesem Grund die Beziehung beendet.
 
  • #15
Warum hast Du ne Freundin?

Das ist die erste Frage, die mir einfällt.
Dies war auch mein erster Gedanke...

Du führst Dein Leben als Singlemann weiter und wo es passt, kann sie in die Lücken springen.
Hört sich für mich auch so an. Das empfinde ich als reichlich egoistisch und unfair. Ich würde an deiner Stelle auch eher eine Partnerin suche,n die deine Hobbies teilt oder eben auf eine feste Beziehung mit Zusammenwohnen verzichten. Von Zusammenleben kann man ja bei dir nicht direkt sprechen, du lebst dein Leben einfach weiter wie zuvor. Ich kann verstehen, dass deine Freundin nun unglücklich und enttäuscht ist. Du MUSST keine Hobbies aufgeben, es sei denn du WILLST, weil du dir auch mehr Zweisamkeit wünschst.
 
  • #16
Ich denke, das hat alles gar nichts mit dir zu tun. Und erst recht nichts mit deinem Hobby.

Sie ist unglücklich, dass sie durch ihren beruflichen Wechsel nicht mehr zu ihren Hobbys und Freundinnen kommt. Um das zu ändern, muss sie sich in der neuen Stadt einleben, sich neue Hobbys und neue Freundinnen suchen (oder Wege finden, regelmäßig in die alte Heimat zu fahren).

Selbst wenn du alle deine Hobbys aufgibst und nur noch deine Freundin bespaßt, würde das nicht reichen, damit sie in der neuen Stadt ankommt.

Außerdem: nur weil dir jemand von seinen Gefühlen erzählt, erwartet derjenige nicht von dir, dass du durch Aktionismus sämtliche Probleme lösen musst. Also lass sie einfach selbst die Lösung finden.
 
  • #17
Nun in meiner ersten Beziehung nach dem Ende meiner Ehe bin ich naiverweise davon ausgegangen, dass die Neue meine Wünsche nach gemeinsamen Wochenenden und Abenden teilt und als Lehrerin dafür auch beruflich Zeit hat. Hobbies waren eigentlich kein Problem, dass Problem war diese aus ihrer Sicht wohl würgende Nähe. Vor solcher Nähe kann man aber auch in Hobbies fliehen.

Deine Freundin empfindet das so, dass du dich ihr entziehst. Wahrscheinlich war das vor eurem Zusammenziehen auch schon so. Sie hat gedacht wenn ihr zusammen wohnt ändert sich dies. Es hat sich aber nur eins geändert. Sie hat ihre eigene Homebase mit Freunden verlassen bzw. in der Ferne. Ihr Zuzug war daher aus ihrer Sicht ein Schuss in den Ofen.

Besonders schlimm wird das alles weil man normalerweise am Anfang wesentlich mehr Lust aufeinander als einige Zeit später hat. Dein Kompromiss zu ihrem Schichtfrei frei zu nehmen würst du schnell aufgeben um dann wieder voll dein Ding durchzuziehen.

Übrigens meine Exfreundin die ebenfalls möglichst wenig Kontakt wollte hat ihren Vater kopiert. Der war wochenlang auf Montage und wenn er denn zu Hause war ging er Jagen. Zum Ausgleich hat sich ihre Mutter an ihr fest geklammert. So vererbt sich distanzlerisches Verhalten.

Das ist doch Scheiße. Siehst so etwas als Deine Zukunft an @Alex631 ?
 
  • #18
Deiner Freundin geht es schlecht.

Sie hat für Dich, für Eure Partnerschaft ihre Umgebung verlassen, d.h. Ohne Freunde, ihr soziales Netzwerk, oben Job gewechselt.
Ok, das wusste sie, dass das nicht einfach nicht.

Aber sie ahnte nicht, konnte es nicht, dass Du eigentlich keine Zeit hast.

Du hast Deinen Job, mehrere zeitintensive Hobbies - ich verstehe nicht, warum So sagst, es nur jetzt noch der Zeitpunkt wäre zum Aufhören, hast Du erst angefangen? Sie ist doch nicht überraschend zu Dir gezogen?
Sie stellt nun fest, Deine Priorität liegt deutlich nicht bei ihr. Würdest Du das für Dich wollen?

Eigentlich solltest Du diese Frage nicht stellen - das müsste Dir vom selbst einfallen.

Ich habe auch Hobbies, Engagements, mir ist aber klar, dass wenn ich einen Partner hätte, ich meine Zeit anders aufteilen würde - und auch darauf achten, dass man sich ein wichtiges Hobby teilt.
Eigenständigkeit und meinen Raum möchte ich auch, aber irgendwo braucht die Partnerschaft ihren Raum und nicht als Nebensächlichkeit

Ich wäre von Dir auch enttäuscht, würde es Dir allerdings sagen, statt zu heulen und dann fälschlicherweise die Schuld auf sich zu nehmen, würde es mir evtl. noch kurz anschauen - und dann meine Konsequenzen ziehen.
Schauen, dass ich zurück gehe oder was auch immer.

Mein Mitgefühl Deiner Freundin.

W,49
 
  • #19
Manchmal ist es ratsam, alle Treads durchzulesen. Alex, das ist schon richtig, dass man trotz Hobbys Zeit für Partnerschaft haben muss. Aber deine Freundin handelt sehr manipulativ und vereinnahmend, ich kann mich jetzt an deine Posts erinnern. Es war von Anfang an ein Krampf und viel Geschmolle und Klammern. Ihr seid gerade mal seit Dezember (!) zusammen, sie wohnt schon bei dir und erwartet ungeteilte Aufmerksamkeit. Ich weiss nicht, da ist viel zu viel in allem bei euch, wundere dich, wenn sie schnell schwanger wird.
 
  • #20
So, nachdem ich nun genug gegen deine Freundin gemeckert habe (sie ist bestimmt echt süß hnd lieb, ich möchte dir nur zeigen, dass du sie auch mal im Licht einer Frau sehen musst, die sie ja auch sein sollte, sie ist kein Mädchen mehr) -
ja, natürlich solltest du deine Hobbys einschränken!
Ich glaube kaum, dass das Forum dir da genaue Empfehlungen geben kann, das musst du selbst erkennen.
Wenn sie ohnehin an einem Wochenende arbeitet, kannst du da gern deinem Hobby nachgehen. Wenn ihr aber so selten gemeinsame Zeit habt, solltest du diese für sie freischaufeln. Ihr bringt es nichts, wenn du gerade auf einen Hobbyabend verzichtest, während sie arbeitet, das ist doch klar, aber ihr scheint wenige Abende zusammen zu haben, die musst du nicht vollpacken mit Aktivitäten, an denen sie keinen Spaß hat.
Du kannst sie in deinen Freundeskreis einführen, aber du musst sie nicht an die Hand nehmen und sie an irgendwelche Freundjnnen von dir vermitteln, das fände ich echt peinlich, wäre ich eine Bekannte von dir. Das muss sie schon selbst machen, dass sie aktiv mit deinen Leuten ins Gespräch kommt oder sich eigene Leute sucht.
Ob ihr gemeinsame Hobbys findet, weiß ich nicht, versuch einfach offener zu sein, was Unternehmungen zu zweit angeht, zusammen Radfahren, Kino und der übliche Spaß. Von ihr müssen aber auch Vorschläge kommen, werde nicht zu ihrem Alleinunterhalter.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #21
@Alex631
In meiner letzten Partnerschaft erging es mir wie dir. Ich habe meine Reitstunden vom Wochenende auf werktags umgelegt - extra für meinen Partner. Und das Segeln habe ich auf wenige tolle Sonnentage reduziert. Auch am Freitag musste ich früher als sonst die Arbeit niederlegen, um zu meinem Freund zu fahren. Alles für die Beziehung! So hatten wir schöne freie Wochenenden mit viel Zweisamkeit bei ihm. In der Zeit war die Partnerschaft intensiver. Eine Beziehung braucht tatsächlich Struktur und Zeit, um sich aufeinander einzulassen. Ich denke einen Versuch ist es wert! Nach der Trennung habe ich es allerdings doch bereut, nicht etwas mehr Zeit am Wochenende für den Reitstall reserviert zu haben. Ich hätte mir so gern ein eigenes Pferd gekauft. Denn wenn man als Frau zu leicht verfügbar ist, wird es leider oft wenig geschätzt. Ich denke, du solltest zusehen den Freitag Abend und den Samstag für Euch zu blocken. Dann bleibt dir der Sonntag als freier Tag für deine Hobbies. Sie wird sich sicher sehr darüber freuen. Sonst geht Eure Beziehung den Bach runter.
 
  • #22
Von den Fakten her gesehen:
Zusammenziehen als Notlösung geht selten gut. Sie wollte ja eigentlich eine eigene Wohnung.
Du hast durch ihre Schichtdienste ja freie Wochenenden für dein Hobby - dann kannst du doch die gemeinsam freien WE's mit ihr verbringen.
40 Minuten Autofahrt sind doch kein Grund, die Freundinnen nicht mehr zu treffen .....

Richtig war es, dass du nicht per WA den Sachverhalt klären wolltest.
Aber ob die Frau die Richtige für dich ist? Du gehst in deinem Hobby auf, das ihr so gar nichts gibt. Das tut auf Sicht nicht wirklich gut.
 
  • #23
Lieber Alex631
Wenn ich deine Frage lese, scheint es jetzt gar nicht so sehr um deine Hobbies zu gehen, sondern auch darum, dass deine Freundin ganz neu in der Stadt ist, keine Freunde und keine Hobbies hat bislang. Und dass es aufgrund ihrer Schichtarbeit für sie schwierig ist, sich etwas Eigenes aufzubauen.
Dass du wenig Zeit für sie hast, macht es noch viel mühsamer und ist vielleicht die zentrale Klage. Jedoch ist es nicht das einzige Problem.
Da sie manchmal "Sieben-Tage-Schicht" und deshalb auch an Wochentagen frei hat, haben wir ausgehandelt, dass ich für "verlorene Wochenenden" für sie an Wochentagen Urlaub nehmen werde.
Das finde ich eine schöne Idee von euch. Zeigt auch eine gewisse Kompromissbereitschaft deinerseits.
Sie war für ca. 2 Tage lang bei ihren Eltern, während ich die finalen Termine von meinem Hobby wahrgenommen habe.
Na, dann sind jetzt diese Termine durch, oder? Heitere deine Freundin auf und unternimm' mit ihr Dinge, die ihr Spass machen.
Soll ich mit dem einen oder anderen Hobby aufhören, um mich mehr auf meine Freundin zu fokussieren (denn fürs aufhören ist in momentan noch der ideale Zeitpunkt)?
Du solltest dich sicher nicht komplett aufopfern, das möchte sie auch nicht. Aber ich würd's an ihrer Stelle schon schätzen, wenn du dir jetzt Zeit nimmst
Sie kam aus einer anderen Gegend (ca. 40 Min. Autofahrt) und hat kurz nachdem wir uns kennengelernt haben einen neuen Job in meiner Stadt angenommen.
Hat sie das für sich, oder für dich getan? Das würde mich noch interessieren.
.
 
  • #24
Ich lese immer nur Hobby Hobby Hobby. Was sind denn das für geheimnisvolle Treffen? Darf man das fragen ? Ja, deine Freundin ist unglücklich. Das geht auf Dauer nicht gut mit euch beiden. Wäre das machbar, wenn du sie in dein Hobby (schon wieder) mit einbezieht zumindest gelegentlich?
Klingt alles sehr traurig. Besonders diese Stelle, wo sie so geweint hatte und du warten musstest, bis sie ausgeweint (och je) hat. Das Mädchen hat heimweh...
 
  • #25
Früher war übrigens üblich, dass der Mann zu der Frau zieht, weil sie mehr soziales Umfeld braucht und leidet, wenn sie kein Anschluss findet.
Wo und wann?

Gute alte Zeit... Ehen wurden von Eltern verhandelt, die Frau vom Vater dem Mann übergeben. Heirat mit unterschiedlichem sozialen Hintergrund praktisch unmöglich. Der Mann hatte für den Lebensunterhalt zu sorgen, ganz sicher nicht durch Umzug. Die Frau wirkte in der Küche und hatte ansonsten die Klappe zu halten. Wahlrecht? Gabs nicht. Mann geht fremd? Ist in Ordnung. Frau geht fremd? Gibt reichlich Ärger.
Noch Mitte des 20. Jahrhunderts hättest Du nicht arbeiten dürfen ohne Zustimmung des Mannes. Aber klar, der zog dann in das Haus der Eltern der Frau. Und die ins Altersheim.

Irgendwie lebst Du in einer völlig anderen Welt als ich.

Der FS sollte selbstverständlich seine Partnerin in sein Leben integrieren und ihr die notwendige Priorität und Zeit einräumen. Egal, wer wo hin zieht.
 
  • #26
Für mich hört sich das ein wenig so an, als hättest du deine Freundin »für zwischendurch, einfach so als Spielzeug« in deinen Ort geholt. Dass es ihr gut geht, scheint dir weniger wichtig zu sein - Hauptsache, du musst keinen μῦ (kein bisschen) von deiner bisherigen Position und den bisherigen Interessen abrücken.

Meine Diagnose: du bist nicht beziehungsfähig, Sozialverhalten gleich null, lieblos. Du schwadronierst hier zwar von einzelnen Urlaubstagen die du - netterweise!?, wie gönnerhaft! - für sie nimmst, doch willst du eine Beziehung auf diese knappen Stunden reduzieren?
Deine Freundin vermutet zu recht, dass ihre Aufforderung an dich, deine Hobbys auf ein gesundes Maß zurück zu fahren am Ende zu ihren Lasten ginge, weil du ihr das früher oder später vorwerfen wirst. Was sie (leider) noch nicht erkannt hat ist, dass es wohl bei diesen ihr von dir zugeworfenen Häppchen bleiben wird.

Schade, dass sie nur heult - und sich weiter von dir vertrösten lässt. Ich hoffe, dass sie bald aufwacht und dir einen Tritt ins Schienbein gibt. Einen endgültigen.
 
  • #27
Wir haben gestern nochmal darüber geredet. Ich habe wie immer bereit erklärt, dass ich ihr gerne entgegen komme mit meinem Kompromissangebot, für den Anfang Urlaub für sie zu nehmen (was für mich und meinen Arbeitgeber eher unproblematisch wird), während sie an manchen Wochentage frei hat (das haben wir anfangs auch ausgehandelt). Die Situation langfristig gesehen ist aber eins: wenn sie an Wochentagen frei hat, dann bin ich ja ebenfalls nicht da wg. Job (ich habe ja auch nicht unbegrenzte Urlaubstage) und wenn sie auch an Wochenenden arbeiten muss dann ist sie ja auch nicht da.

Sie zeigte anfangs auch Verständnis in diesem Bezug, hat aber auch klar gemacht, dass ich an "wichtigen Tagen" (Geburtstag, Jahrestag etc.) aber für sie da sein soll.

Wenn es so leicht ginge Termine meiner Hobbys zu verschieben hätte ich es längst gemacht. Aber diese sind so veranstaltungs- und termingebunden, dass es nicht mit einem "ich komme nicht" abgesagt werden kann, ohne großes Nachspiel zu haben (es würde nur noch mit "ich bin krank" helfen...aber es wäre ja gelogen). Daher ist es auch schwer, es "step by step" zurückzufahren. Und es zerreißt mich auch selbst innerlich, dass sie in der neuen Umgebung ständig alleine ist. Über dieses Thema habe ich auch manchmal mit ihrer Mutter gesprochen (mit ihr verstehe ich mich sehr gut und weiß, dass sie eine gute Ansprechpartnerin ist, wenn mich in der Partnerschaft etwas bedrückt) und sie sagte, dass "alles gut" ist und ihre Tochter mich sehr liebt, weil sie weiß, dass ich abgesehen von meiner "Abwesendheit" meine Freundin sehr gut behandele. Aber sie ist ja auch nur ihre Mutter und nicht sie selbst.

Gestern zog ich mich während sie arbeiten war für ne geraume Zeit zurück und machte mir Gedanken über die Neugestaltung von meinem Leben. Denn gewiss soll das "freie Jungesellenleben" auch zu Ende sein, indem man Prioritäten setzt.

Ich habe anfangs versucht, sie meinen Freunden und Vereinskollegen und -kolleginnen vorzustellen. Auch habe ich versucht, sie in meinen Hobbys zu integrieren. Das alles hat nicht geklappt weil ihr es einfach nicht taugt. Außerdem hat sie sich unter Druck gesetzt gefühlt (sie ist recht schüchtern und hat es allgemein Schwer, neue Leute kennenzulernen), weshalb ich es immer weniger getan habe. Wenn es geklappt hätte dann hätte ich in diesem Forum nicht so einen langen Roman schreiben müssen. Weil das ganze nicht klappt, denke ich bei einem Punkt, dass meine bloße Anwesenheit ihre alten Freunde und ihre Eltern nicht ersetzen kann.

Es besteht demnächst wohl etwas Gesprächsbedarf. Denn nächster Woche haben wir viel Zeit, wo wir gemeinsam miteinander verbringen können. Mit den zwei Gruppen, wo ich bin, bin ich auch jahrelang durch dick und dünn gegangen, was mir auch schwer fällt, mit einem simplen "machts gut" Abschied zu nehmen.
 
  • #28
Ihr kennt euch sehr kurz, richtig ?
Ich habe es so verstanden, dass ihr euch kennengelernt habt, also vielleicht vor zwei Monaten, kurz danach, und das hatte mit dir nichts zu tun, hat sie den Job in deiner Stadt angetreten.
Eine Wohnung in der Stadt ist teuer und daher zog sie direkt bei dir ein, das war vor 1,5 Monaten. Alles richtig so weit ?

Nun ist sie unglücklich, weil sie in der kurzen Zeit noch keine Freundin gefunden hat, was ich für sehr normal halte.
Ich finde es überhaupt sehr normal, als Erwachsene schwer eine Freundin zu finden. Erst recht, wenn sie Schicht arbeitet. Unter diesen Umständen würden wahrscheinlich auch ihre alten Freundschaften wegbrechen.

Sag mal, du kennst die Frau erst ganz kurz.
Sie durfte direkt bei dir einziehen, nach wieviel Wochen ?
Lass mich raten, sie bezahlt wenig ? Weniger als die Hälfte meine ich ? Oder gar nichts, außer dass sie Essen einkauft ?
Lass mich raten, du hast ihr in deiner Single-Wohnung den halben Kleiderschrank leergeräumt und den halben Spiegelschrank im Bad ? Oder mehr ?

Und nun macht sie dich indirekt dafür verantwortlich, dass sie sich langweilt ? Weil du zu selten da bist ?

Du ziehst dir all diese Schuhe an ?

Warum sucht sie sich nicht eine eigene Wohnung oder pendelt die 40 km, wie es viele tun ?
OK, dann seht ihr euch wahrscheinlich gar nicht mehr, aber das ist dann wenigstens echt. Keine künstliche, nicht vorhandene Nähe.

Ich würde an deiner Stelle nicht meine Hobbies für jemanden aufgeben, den ich erst ganz kurz kenne, denn dann stehst du dumm da, wenn sie sich von dir trennt.
Und darauf, denke ich, läuft es raus.
An diesen beiden Tagen habe ich gemerkt, dass ihr schreibverhalten im Whatsapp geändert hat.
... diesmal hat sie darauf bestanden alleine heimzugehen....sauer ...persönlich mit ihr alles besprechen ...Tränenmeer ...beklagt...
Nach dem sie ausgeweint hat ging es ihr auch besser und die "Alltagsstimmung" der Verliebtheit kehrte wieder ein.
...dass sie nicht will, dass ich mit allem aufhöre ihretwegen
Ich denke, sie bereitet den Absprung vor.
Hinweis zur 'Alltagsstimmung': ich denke, sie hat es eingesehen, dass das nix wird und abgeschlossen.
Sie macht nun kein Theater, weil sie erst eine Wohnung haben will, bevor sie dir sagt, dass es aus ist.

Ich kenne das. Mein Freund hat ein paar Eigenschaften, die ich nicht schätze. Ich habe jeweils mehrfach versucht, ihm das zu erklären. Wenn das nicht fruchtet, bleibt neben dem 'Change it' nur das 'love oder leave' übrig.
Ich lasse das mit den Changeversuchen, mein Freund glaubt deswegen, alles sei in Ordnung.
Ist es aber nicht. Weil das kleine Dinge sind, bleibe ich und schlucke es. Wenn es eine größere Sache beträfe oder sich die kleinen summieren würde, wäre ich beim 'leave ist'.
Dass deine Freundin nicht mehr weint und meckert, bedeutet mitnichten, dass nun alles ok ist, sondern dass sie keine Hoffnung auf 'Change it' mehr sieht.

w 51
 
  • #29
Lieber Alex. Alleine schon, dass Du diese Frage stellst, gibt mir zu denken. Eine Beziehung ist wie ein Garten, der ständig gepflegt werden will.

In Hollywood sind die Leute auch sehr sehr beschäftigt. Die Scheidungs- und Trennungsquote liegt bei ca 90%.

Und da gibt es spezielle Berufsgruppen, da ist die Trennungsrate auch viel höher als bei anderen, nämlich bei Fernfahrern, Leuten, die auf Montage oder im Schichtdienst arbeiten und auch bei anderen sehr zeitintensiven Berufen.

Ich glaube, Du hast Dir nicht umsonst eine Fernbeziehung gewählt, weil man da eben doch nur aus der Ferne eingespannt ist. Nun hat sich die Situation geändert und schon läuft es aus dem Ruder.

Sag mal, was ist das denn für ein Hobby? Spielst Du in einer Band oder so?
 
  • #30
Wenn man etwas wichtiges, Neues in sein Leben bekommt (neue Beziehung), dann man man Platz dafür. Paare geben Freunde und Hobbies für Kinder auf. Man macht wörtwörtlich Platz in der Wohnung.
Ich kann mir das schon vorstellen - so ein schräges Hobby wie Segelfliegen, wo Du das ganze Wochenende auf dem Flugplatz verbringst und die Freundin brav am Boden von unten zuschauen soll ...